#1

Aufenthaltsbeschränkung und Zwangsaussiedlung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.03.2009 23:30
von tiroler (gelöscht)
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Hallo alle zusammen,
ein Thema will ich noch ansprechen. Über den Soldaten ,der ausgenutzt ,bzw. missbraucht wurde, haben wir viel geschrieben. Wir müssen aber noch das Thema der Zwangsaussiedlung
ansprechen. Diese Aussiedlung hat ebenfalls großes Leid über viele Mitbürger gebracht.
Die Republikflüchtlinge, wenn sie gefasst wurden ,bekommen heute eine Sonderrente. Aber was ist mit den Menschen, die aus Ihrer Heimat ausgesiedelt wurden? Sie wurden irgend wo in der DDR ,gegen ihren Willen angesiedelt. Die schönsten Häuser bzw. Siedlungen wurden dem Erdboden gleich gemacht. Ich will keine Beispiele nennen, kann es aber. Die Landschaften wurden eingeebnet , das Schussfeld mußte „besser“ werden. Ich könnte Euch berichten , wie ein LKW auf den Hof gefahren kam, fast die ganze Familie stand unter Tränen daneben und musste mit ansehen ,wie die SED-Funktionäre ,das bisschen Eigentum auf den LKW warfen.
Oftmals haben diese Unmenschen später noch eine hohe Rente bekommen. Ein Glück , die meisten leben nicht mehr. An den Inhaber eines PM12 denkt heute niemand mehr. Mit diesem „Jagdschein“ war er mindestens die nächsten zehn Jahre gezeichnet.
Wo er auch hinkam , ob zur Sparkasse , zum Bewerbungsgespräch , oder nur auf dem Bahnhof. Die Person wurde erst einmal befragt, bzw. mit auf die Dienststelle genommen. Ich würde dem Forum vorschlagen , sich für diese Menschen , die zwangsausgesiedelt oder mit einer Aufenthaltsbeschränkung belegt wurden ,sich einzusetzen, sie sollten endlich entschädigt werden. Bin schon der Meinung ,in diesem Forum müssen auch diese Verbrechen der SED-Diktatur angesprochen werden. Die Strafe „ Aufenthaltsbeschränkung“ , hat der Verurteilte erst gar nicht richtig begriffen. Es wurde ihm erst am tag seiner Entlassung aus dem Vollzug richtig klar . Die Opferverbände kämpfen schon lange ,dass auch in diesem Punkt wieder gut gemacht wird. Es reicht aber nicht, sie sind nicht stark genug. Ihr Grenzer wurdet ausgenutzt und fehlgeleitet. Ihr könnt viel gut machen, wenn Ihr euch für diese Zwangsumgesiedelten ,oder mit Aufenthaltsbeschränkung belegten Personen einsetzt.

Gruß Tiroler


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#2

RE: Aufenthaltsbeschränkung und Zwangsaussiedlung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.03.2009 09:10
von manudave (gelöscht)
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Entschädigungen an DDR-Opfer sind ein generelles Problem. Das kann ein Forum wie unseres nicht ändern - nicht mal ein ganz klein wenig.
Denn die Politik muss sich dafür einsetzen und selbst in den demokratischen Parteien kann man nicht den mehrheitlichen Willen erkennen, etwas dafür zu tun.
Einige einzelne machen vor diversen Wahlen immer wieder Versprechungen an div. Opferverbände - die dann nachher so gut wie nie eingehalten werden.
Wir können über tausende Fälle berichten, wo hohe Stasi-Offiziere z.B. enorme Renten kassieren und deren Opfer leer ausgehen, weil z.B. Unterlagen fehlen.


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#3

RE: Aufenthaltsbeschränkung und Zwangsaussiedlung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.03.2009 11:30
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Tiroler,
Natürlich hast Du recht mit einer gerechten Entschädigung der Opfer von Zwangsausiedlung!
In meinem Beitrag vom 16.01. habe ich schon einmal die Zwangsaussiedlung erwähnt!
Den PM12 habe ich einmal selber gehabt,und habe weiß von was Du schreibst!
Gruß Peter(Turtle)


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#4

RE: Aufenthaltsbeschränkung und Zwangsaussiedlung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.03.2009 14:53
von turtle | 6.961 Beiträge

So was blödes,da ist mir aber ein Fehler unterlaufen.
Den PM12 habe ich einmal selber gehabt,und weiß von was Du schreibst!
So ist es besser. Gruß Peter


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