#161

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 00:02
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Du suchst eine Bestätigung deiner persönlichen Befindlichkeit. Das wird schwierig - in diesen Forum alle mal.
Wir haben hier alle eine eigene Geschichte - versuch damit zu leben, wenn's nicht funktionier - uns fragt auch keiner.
Mike59


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#162

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 02:06
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von zzrain42
[quote="Alfred"][quote="wosch"][quote="EK 82/2"][quote="Alfred"]

Was lange währt, wird nicht immer gut ! Die Hoffung stirbt nie.

Auszug aus fast aktuellen Medien.

Computer enttarnt letzte Stasi-Spitzel
01.01.2009 - 23:13 UHRJetzt müssen die letzten bisher nicht enttarnten Stasi-Spitzel zittern: Ab 2010 setzt ein Computer zerrissene Stasi-Akten wieder zusammen.

Mitarbeiter der Birthler-Behörde setzen hier noch per Hand Papierschnipsel zu kompletten Schriftstücken zusammen
Das elektronische Puzzle kann schon viel: „Der Computer erkennt Farben und Risskanten der Schnipsel“, sagt Projektleiter Dr. Bertram Nickolay vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen. Jetzt tüfteln die Wissenschaftler noch daran, die Zuordnung von Schriften und Inhalten hinzubekommen.

Das Pilotprojekt im Auftrag der Stasiunterlagen-Behörde hat im April 2007 begonnen. Der Bundestag hat dafür sechs Millionen Euro bereitgestellt.

Zunächst sollen nur die Papierfetzen aus 400 Säcken gescannt und digital zusammengefügt werden.

Ein Bruchteil des vorhandenen Materials: Noch mehr als 15 000 Säcke lagern in der Behörde. Im bayerischen Zirndorf werden Stasiakten-Schnipsel dagegen auch noch per Hand geordnet. Ohne elektronische Hilfe würden die Sortierer noch ein paar Hundert Jahre brauchen.

Das macht doch Hoffung für alle, die durch die MfS unschuldig inhaftiert wurden, den wahren Verantwortlichen IM doch noch zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Ich finde das beispielhaft, auch die letzten Täter zur Strecke zu bringen, die sich schon in Sicherheit wähnten.

Grüße aus Ulm
zzrain42



Bravo, ich finde es bemerkenswert, was moderne Technik heutzutage alles bewerkstelligen kann. Dennoch ist die Jagd nach dem letzten IM ein Nebenschauplatz ich möchte sogar sagen ein Ablenkungsmanöver. Es ist gut und gern möglich das tausende Verpflichtungserklärungen gefunden werden, die dann nicht mehr leugnen können jemals mit dem MfS zusammen gearbeitet zu haben. Tatsächlich sind diese "Amateur- Schnüffler" das kleinste Rädchen im Getriebe der Stasi, ganz gleich ob sie nach Treu und Glauben Informationen preisgegeben haben oder gegen Bezahlung. Sie hat weder Einfluß auf die sogenannte Zielperson noch hatten sie Einfluß über die Verwertung der Informationen.
Explizit über eine haarsträubende Hexenjagd von IM's möchte ich das Beispiel Käthe Woltemath beifügen. Käthe Woltemath (1920 - 2004) war bereits in der Weimarer Republik in der Jugendorganisation der SPD, den Roten Falken. 1945 beteiligte sich Käthe Woltemath beim Wiederaufbau der SPD, sie geriet ins Fadenkreuz der Staaatssicherheit und verbüßte von 1958 - 1961 eine Haftstrafe wegen staatsfeindlicher Hetze. Ob "freiwillig" oder ob Schaden von sich und ihren nächsten Angehörigen abzuwenden, entschließt sie sich Reiseberichte für das MfS zu schreiben.....
....1989 ist sie bei der Neugründung der SPD erneut mit dabei. Sie zeigt sich engagiert und couragiert, ich hatte das Glück sie kennenzulernen nicht so aalglatt wie viele Politiker sondern eckig und kanntig, setzt sie sich für umweltgeschädigte Kinder ein insbesondere für Kinder von Tschernobyl. Auf Grund ihrer Zusammenarbeit mit dem MfS, wird sie aus der SPD ausgeschlossen.
Von 1993 bis 1997!!!!! vier Jahre ermittelt der Generalstaatsanwalt gegen Käthe Woltemath wegen Mitarbeit bei der Stasi VIER JAHRE um das Verfahren wegen "Geringfügigkeit" einzustellen VIER JAHRE hat die Generalstaatsanwaltschaft den Steuerzahler auf die Taschen gelegen um heraus zu kriegen das alles nur Geringfügig war.
Käthe Woltemath hatte noch ihre Lebenserinnerung kurz vor ihren Tod als Buch heraus gebracht "4 x Deutschland... und keins für mich dabei"
Herzliche Grüße nach Ulm
Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#163

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 03:45
von dremi (gelöscht)
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" utkieker"
Von meiner Seite vielen Dank für diesen Beitrag.
Die deutsche( bundesrepublikanische Gerichtsbarkeit) hat doch Verjährungsfristen, außer Mord.
Es ist für mich erschreckend,das gegen eine Frau ermittelt wurde, die vermutlich ihr Leben für die "Freiheit " gelebt hat.
Der Titel ihres Buches sagt doch eigentlich alles. Sie hat ihre Heimat, trotz aller Bemühungen, nicht gefunden. Sie ist
sogar noch von ihren Wurzeln verstoßen wurden.
Ich will jetzt nicht wieder mit einer Frage anfangen. Wer hatte........?
Ich glaube verstanden zu haben das die sachliche Aufarbeitung, vor der pauschalen Veruteilung stehen sollte.
Gruß dremi


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#164

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 05:34
von SCORN (gelöscht)
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im eroeffnungsbeitrag wurde festgestellt dass es gerade bei den linken immer wieder zur enttarnung ehemaliger im's kommt.
einen besseren beleg fuer die parteilichkeit dieser behoerde kann es nicht geben. wollen uns gewisse leute erzaehlen dass auschliesslich in den reihen der linken im's zu finden sind? das widerspricht doch der kernaussage dieser behoerde, das saemtliche bereiche der ddr von der stasi infiltriert und ueberwacht waren! was ist mit den blockfloeten welchen fast alle von den etablierten westparteien aufgesogen wurden? alles opfer ? die birtheler behoerde wird genutzt um den politischen gegner und andere personen des oeffentlichen lebens, sei es im sport oder auf loklpolitischer ebene, im osten deutschlands aus zu bremsen. freilich mit maesigen erfolg. ehemalige im's welche sich oportun zeigen und im richtigen spektrum der parteienlandschaft etabliert sind, werden geschuetzt.
die frage ist doch: "braucht dieses land diese behoerde?" als erfuellungsgehilfe im kampf gegen misliebige personen und parteien, ist sie fuer das politische establishment sehr wohl von nutzen. als behoerde welchen allen buergern nutzt wohl nicht. aber das war auch nie das erklaerte ziel!

um ein ausgewogenes bild der geheimdienste in ost und west waerend des kalten krieges zu bekommen muessten eben auch die akten beiter seiten einsehbar sein. das wuerde so manches bild gerade ruecken und gewissen eiferern hier den mund schliesen!
ich rede nicht von den akten westlicher dienste in den letzten 20 jahren sondern vom zeitraum bis 1989! warum werden sie uns vorenthalten?
was ist mit den erkenntissen des mfs welche den westen betreffen? alles unter verschluss! warum?
jeder der 1 und 1 zusammenzaehlen kann wird zumindest ahnen koennen warum. ausgenommen nartuerlich die "alles besser wisser", welche es leider auch hier gibt!

@all: leute, lest doch mal selbst eure beitraege durch. ganze seiten nur wird ein zitat zitiert und wieder zitiert und nochmals zitiert usw. nur um dann mit ein paar worten zu antworten. das ist nicht unterhaltsam sondern laestig. wenn schon zitieren, dann doch bitte das wesentliche der aussage, sind nur ein paar mausklicke mehr. das betrifft nicht nur dieses thema sondern alle. es wuerde es nicht nur neuen lesern wesentlich einfacher machen sich hier durch zu wursteln.

allen einen schoenen tag noch
SCORN


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 05:41 | nach oben springen

#165

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 07:44
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Noch schnell was zum Thema IM gab es nur im Osten... wobei wir ja hier eigentlich schon von einem HIM sprechen...

http://www.n-tv.de/politik/Urlaubsflirt-...cle2383951.html


edit:/ Wie schauts hier eigentlich mit dem Recht auf Akteneinsicht für die Betroffenen aus?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.01.2011 07:59 | nach oben springen

#166

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 07:46
von sentry | 1.087 Beiträge

Zitat von SCORN
@all: leute, lest doch mal selbst eure beitraege durch. ganze seiten nur wird ein zitat zitiert und wieder zitiert und nochmals zitiert usw. nur um dann mit ein paar worten zu antworten.



Auch wenn's off topic ist, diese Geschichte nervt auch mich schon lange. Vielleicht könnten wir das Thema "Vollzitate" mal irgendwo separat diskutieren.
Das Lesen und insbesondere auch das Suchen von Artikeln zu bestimmten Themen wird dadurch unglaublich erschwert.

Wenn ich auf einen Satz eines längeren Textes reagieren will, zitiere ich nur den. Wenn ich allgmein auf den Beitrag eines Users reagieren will, stelle ich "@user" voran, um deutlich zu machen, dass sich der Text hauptsächlich an ihn richtet und wenn mein Text gar keinen Bezug zu dem vorher geschriebenen hat, brauche ich auch nicht zitieren.
Insbesondere die (sorry) hirnlosen ketten von vollzitaten haben gar keinen Sinn. Es ist doch allen klar, dass sich ein Diskussionsbeitrag mehr oder weniger logisch an den vorherigen Verlauf anhängt.
Eine Anfechtung ist die Zitiererei übrigens beim Lesen des Forums mittels mobiler Endgeräte mit kleinen Displays. Da kann man sich den Arsch abscrollen, ohne dass nennenswerte Informationsgewinne an einem vorbeiziehen. Man sieht -zig Male immer wieder das Gleiche...
In vielen Foren sind Vollzitate sogar per Regel verboten. Man zitiert ggf. eben nur einen einleitenden Teil. Wer nachlesen will, kann das dann ja selbstständig tun. Wenn in einem Artikel der Bezug nicht erkennbar ist, wissen alle, dass man sich auf den letzten Artikel vor dem eigenen bezieht.


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#167

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 08:14
von Alfred | 6.841 Beiträge

Ungedienter,

Du würdst staunen wie hoch die Zahl der Verbündeten ist, die zum MfS und seinen IM s stehen. Nur haben die eben nicht die Medien.

Und noch ein Hinweis.

Um zu sehen wer als IM registriert war, brauche ich keine Akten, denn die IM s waren in der Abt. XII des MfS registriert und ich habe nicht gehört, dass die Unterlagen dort vernichtet worden sind.


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 08:57 | nach oben springen

#168

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 08:31
von Rabe (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Rabe
Hallo,

ich hab eine einfache und sachliche Frage. Bis wann müssen die Opfer des SED - Regimes den Antrag stellen, um in den Genuß der
entsprechenden Opferrente zukommen?

Rabe



Schauste mal hier:
http://www.bmj.bund.de/enid/Rechtsfolgen...Regimes_8u.html

Wichtiger Hinweis:

Die Antragsfristen in allen drei Rehabilitierungsgesetzen sind durch das Vierte Gesetz zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften für Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR letztmalig bis zum 31. Dezember 2019 verlängert worden.



Danke


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#169

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 13:16
von UNGEDIENTER (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Ungedienter,

Du würdst staunen wie hoch die Zahl der Verbündeten ist, die zum MfS und seinen IM s stehen. Nur haben die eben nicht die Medien.

Und noch ein Hinweis.

Um zu sehen wer als IM registriert war, brauche ich keine Akten, denn die IM s waren in der Abt. XII des MfS registriert und ich habe nicht gehört, dass die Unterlagen dort vernichtet worden sind.



Danke Alfred,
jetzt verstehe ich. Die vielen Menschen die die Stasi-Zentrale stürmten, das waren Verbündete, die vor lauter Freude in die Räumlichkeiten eingedrungen sind. Die vielen tausend Rufer von: Stasi raus waren begeisterte Verbündete und Fans.


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#170

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 13:22
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von UNGEDIENTER

Zitat von Alfred
Ungedienter,

Du würdst staunen wie hoch die Zahl der Verbündeten ist, die zum MfS und seinen IM s stehen. Nur haben die eben nicht die Medien.

Und noch ein Hinweis.

Um zu sehen wer als IM registriert war, brauche ich keine Akten, denn die IM s waren in der Abt. XII des MfS registriert und ich habe nicht gehört, dass die Unterlagen dort vernichtet worden sind.



Danke Alfred,
jetzt verstehe ich. Die vielen Menschen die die Stasi-Zentrale stürmten, das waren Verbündete, die vor lauter Freude in die Räumlichkeiten eingedrungen sind. Die vielen tausend Rufer von: Stasi raus waren begeisterte Verbündete und Fans.




1. hat dies niemand behauptet.
2. scheint eine sachliche Diskussion mit dir nicht möglich.


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 15:32 | nach oben springen

#171

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 15:23
von Rabe (gelöscht)
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Hallo,

Akteneinsicht/Versöhnung sind einige Themen zur Vergangenheitsbewältigung. Wieder frage ich mich, auch angesichts vom Verlauf unserer Diskussionen hier im Forum, ob eine Vergangenheitsbewältigung überhaupt gewollt ist?
Wenn eine Vergangenheitsbewältigung nicht gewollt ist, dann ist jede Rede darüber einfach nur scheinheilig und verlogen.

Es gab, meiner Meinung nach, schon mal einen guten Ansatz zur Vergangenheitsbewältigung in Deutschland. So wurden unter dem
Dach der Kirchen " Täter - Opfer " - Gespräche organisiert und durchgeführt. Diese Gespräche hatten, wie mir bekannt ist, eine überwiegend positive Resonanz bei den Beteiligten. Es war ein Anfang - warum nicht weiter?
Vorbild für eine Vergangenheitsbewältigung könnte auch Südafrika sein. Nach dem Sieg des ANC unter Führung von Mandela nahmen die " Wahrheitskommissionen " ihre Arbeit auf. Die Ergebnisse dieser Kommissionen wurden von allen Beteiligten - also von den Siegern und den Besiegten - angenommen.
Klar, die Regeln bestimmt immer der Sieger - in dem Fall der ANC. Wieviele Jahre hatte eigentlich Mandela unschuldig in den
Gefängnissen verbringen müssen?

Rabe


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#172

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 15:56
von wosch (gelöscht)
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Zitat von utkieker


Bravo, ich finde es bemerkenswert, was moderne Technik heutzutage alles bewerkstelligen kann. Dennoch ist die Jagd nach dem letzten IM ein Nebenschauplatz ich möchte sogar sagen ein Ablenkungsmanöver. Es ist gut und gern möglich das tausende Verpflichtungserklärungen gefunden werden, die dann nicht mehr leugnen können jemals mit dem MfS zusammen gearbeitet zu haben. Tatsächlich sind diese "Amateur- Schnüffler" das kleinste Rädchen im Getriebe der Stasi, ganz gleich ob sie nach Treu und Glauben Informationen preisgegeben haben oder gegen Bezahlung. Sie hat weder Einfluß auf die sogenannte Zielperson noch hatten sie Einfluß über die Verwertung der Informationen.
Explizit über eine haarsträubende Hexenjagd von IM's möchte ich das Beispiel Käthe Woltemath beifügen. Käthe Woltemath (1920 - 2004) war bereits in der Weimarer Republik in der Jugendorganisation der SPD, den Roten Falken. 1945 beteiligte sich Käthe Woltemath beim Wiederaufbau der SPD, sie geriet ins Fadenkreuz der Staaatssicherheit und verbüßte von 1958 - 1961 eine Haftstrafe wegen staatsfeindlicher Hetze. Ob "freiwillig" oder ob Schaden von sich und ihren nächsten Angehörigen abzuwenden, entschließt sie sich Reiseberichte für das MfS zu schreiben.....
....1989 ist sie bei der Neugründung der SPD erneut mit dabei. Sie zeigt sich engagiert und couragiert, ich hatte das Glück sie kennenzulernen nicht so aalglatt wie viele Politiker sondern eckig und kanntig, setzt sie sich für umweltgeschädigte Kinder ein insbesondere für Kinder von Tschernobyl. Auf Grund ihrer Zusammenarbeit mit dem MfS, wird sie aus der SPD ausgeschlossen.
Von 1993 bis 1997!!!!! vier Jahre ermittelt der Generalstaatsanwalt gegen Käthe Woltemath wegen Mitarbeit bei der Stasi VIER JAHRE um das Verfahren wegen "Geringfügigkeit" einzustellen VIER JAHRE hat die Generalstaatsanwaltschaft den Steuerzahler auf die Taschen gelegen um heraus zu kriegen das alles nur Geringfügig war.
Käthe Woltemath hatte noch ihre Lebenserinnerung kurz vor ihren Tod als Buch heraus gebracht "4 x Deutschland... und keins für mich dabei"
Herzliche Grüße nach Ulm
Hartmut



......................Hallo @utkieker!
Hartmut, ich habe mir Deine Zeilen sehr genau durchgelesen. Erlaube mir, daß ich Deinem Hinweis auf die "Vier" Jahre, die die Staatsanwaltschaft dem Steuerzahler " in Sachen der Frau "Woltemath" auf der Tasche "gelegen haben soll, etwas hinzufüge:
Der Vorgang "Woltemath" mag ja bis zum Abschluß des Verfahrens mit seiner Einstellung wegen Geringfügigkeit insgesamt 4 Jahre gedauert haben. Um aber diesen Zeitraum richtig bewerten zu können, müßte man aber auch wissen, wielange sich die Behörde [rot]tatsächlich [rot]mit dem Fall befaßt hatten. Ich glaube nämlich nicht, daß die Staatsanwaltschaft in den von Dir ins Feld bebrachten Vier Jahren, sich ausschliesslich mit diesem Fall befaßt hatten und wenn man den realen Zeitaufwand dafür anlegen müßte, kämen nach meiner subjektiven Einschätzung vielleicht nur 160 Arbeitsstunden, bzw. maximal "Ein Monat" dem Steuerzahler negativ zu Gute. Dein Hinweis auf Vier Jahre zu Lasten des Steuerzahlers könnte meiner Meinung nach von einigen Lesern verkehrt aufgefaßt werden und zu falschen Schlüssen führen.
Eine Frage: Weißt Du wieso sich die Sache so lange hingezogen hatte? Gab es da auch Einsprüche, Beweisanträge, Berufungs- bzw. Revisionsanträge von Seiten der juristischen Vertreter der Frau Woltemath?
Soll man deshalb weil bei der Frau Woltemath nicht mehr als eine Einstellung wegen "Geringfügigkeit" (Solch eine Einstellung ist beileibe keine Einstellung wegen erwiesener Unschuld, sonern ein Ergebnis anderer berücksichtigten Umstände) herauskam, etwa auch die laufen lassen, die es verdient hätten, etwas mehr zu erhalten als den "Bonus" der Geringfügigkeit?
Die "Schnipsel" sind nun mal da, deswegen sollte man sie auch auswerten, das ist dann auch "Geschichtsaufbearbeitung", wenn nur "Geringfügigkeiten2 das Eregebnis sein sollten, um so besser!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 16:08 | nach oben springen

#173

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 16:08
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von utkieker


Bravo, ich finde es bemerkenswert, was moderne Technik heutzutage alles bewerkstelligen kann. Dennoch ist die Jagd nach dem letzten IM ein Nebenschauplatz ich möchte sogar sagen ein Ablenkungsmanöver. Es ist gut und gern möglich das tausende Verpflichtungserklärungen gefunden werden, die dann nicht mehr leugnen können jemals mit dem MfS zusammen gearbeitet zu haben. Tatsächlich sind diese "Amateur- Schnüffler" das kleinste Rädchen im Getriebe der Stasi, ganz gleich ob sie nach Treu und Glauben Informationen preisgegeben haben oder gegen Bezahlung. Sie hat weder Einfluß auf die sogenannte Zielperson noch hatten sie Einfluß über die Verwertung der Informationen.
Explizit über eine haarsträubende Hexenjagd von IM's möchte ich das Beispiel Käthe Woltemath beifügen. Käthe Woltemath (1920 - 2004) war bereits in der Weimarer Republik in der Jugendorganisation der SPD, den Roten Falken. 1945 beteiligte sich Käthe Woltemath beim Wiederaufbau der SPD, sie geriet ins Fadenkreuz der Staaatssicherheit und verbüßte von 1958 - 1961 eine Haftstrafe wegen staatsfeindlicher Hetze. Ob "freiwillig" oder ob Schaden von sich und ihren nächsten Angehörigen abzuwenden, entschließt sie sich Reiseberichte für das MfS zu schreiben.....
....1989 ist sie bei der Neugründung der SPD erneut mit dabei. Sie zeigt sich engagiert und couragiert, ich hatte das Glück sie kennenzulernen nicht so aalglatt wie viele Politiker sondern eckig und kanntig, setzt sie sich für umweltgeschädigte Kinder ein insbesondere für Kinder von Tschernobyl. Auf Grund ihrer Zusammenarbeit mit dem MfS, wird sie aus der SPD ausgeschlossen.
Von 1993 bis 1997!!!!! vier Jahre ermittelt der Generalstaatsanwalt gegen Käthe Woltemath wegen Mitarbeit bei der Stasi VIER JAHRE um das Verfahren wegen "Geringfügigkeit" einzustellen VIER JAHRE hat die Generalstaatsanwaltschaft den Steuerzahler auf die Taschen gelegen um heraus zu kriegen das alles nur Geringfügig war.
Käthe Woltemath hatte noch ihre Lebenserinnerung kurz vor ihren Tod als Buch heraus gebracht "4 x Deutschland... und keins für mich dabei"
Herzliche Grüße nach Ulm
Hartmut



......................Hallo @utkieker!
Hartmut, ich habe mir Deine Zeilen sehr genau durchgelesen. Erlaube mir, daß ich Deinem Hinweis auf die "Vier" Jahre, die die Staatsanwaltschaft dem Steuerzahler " in Sachen der Frau "Woltemath" auf der Tasche "gelegen haben soll, etwas hinzufüge:
Der Vorgang "Woltemath" mag ja bis zum Abschluß des Verfahrens mit seiner Einstellung wegen Geringfügigkeit insgesamt 4 Jahre gedauert haben. Um aber diesen Zeitraum richtig bewerten zu können, müßte man aber auch wissen, wielange sich die Behörde tatsächlich mit dem Fall befaßt hatten. Ich glaube nämlich nicht, daß die Staatsanwaltschaft in den von Dir ins Feld bebrachten Vier Jahren, sich ausschliesslich mit diesem Fall befaßt hatten und wenn man den realen Zeitaufwand dafür anlegen müßte, kämen nach meiner subjektiven Einschätzung vielleicht nur 160 Arbeitsstunden, bzw. maximal "Ein Monat" dem Steuerzahler negativ zu Gute. . Dein Hinweis auf Vier Jahre zu Lasten des Steuerzahlers könnte meiner Meinung nach von einigen Lesern verkehrt aufgefaßt werden und zu falschen Schlüssen führen.
Eine Frage: Weißt Du wieso sich die Sache so lange hingezogen hatte? Gab es da auch Einsprüche, Beweisanträge, Berufungs- bzw. Revisionsanträge von Seiten der juristischen Vertreter der Frau Woltemath?
Soll man deshalb weil bei der Frau Woltemath nicht mehr als eine Einstellung wegen "Geringfügigkeit" (Solch eine Einstellung ist beileibe keine Einstellung wegen erwiesener Unschuld, sonern ein Ergebnis anderer berücksichtigten Umstände) herauskam, etwa auch die laufen lassen, die es verdient hätten, etwas mehr zu erhalten als den "Bonus" der Geringfügigkeit?
Die "Schnipsel" sind nun mal da, deswegen sollte man sie auch auswerten, das ist dann auch "Geschichtsaufbearbeitung", wenn nur "Geringfügigkeiten2 das Eregebnis sein sollten, um so besser!!
Schönen Gruß aus Kassel.



-------------------------
Na Wosch, ich glaube es geht auch nicht um die eventuellen 160 Arbeitsstunden, die ich weil eigentlich viel zu hoch anzweifele. Es geht um die vier Jahre in denen die Frau auf Grund der Hexenjagd Mentalität vieler Menschen offensichtlich ein Problem hatte.

Mike59


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 16:10 | nach oben springen

#174

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 16:26
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Noch schnell was zum Thema IM gab es nur im Osten... wobei wir ja hier eigentlich schon von einem HIM sprechen...

http://www.n-tv.de/politik/Urlaubsflirt-...cle2383951.html


edit:/ Wie schauts hier eigentlich mit dem Recht auf Akteneinsicht für die Betroffenen aus?





....................Feliks, das Recht auf Akteneinsicht gibt es doch immer erst nachdem der Staat "pleite" geht, oder konnte ich meine "Stasi"-Akte auch zu DDR-Zeiten einsehen? Das müßtest Du eigentlich doch wissen!
Also, ein bißchen Geduld mußt Du noch haben.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#175

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 16:41
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Mike59
-------------------------
Na Wosch, ich glaube es geht auch nicht um die eventuellen 160 Arbeitsstunden, die ich weil eigentlich viel zu hoch anzweifele. Es geht um die vier Jahre in denen die Frau auf Grund der Hexenjagd Mentalität vieler Menschen offensichtlich ein Problem hatte.

Mike59




.................Genau Mike59 und gerade weil es um diese "Vier" Jahre geht sollte man wissen, warum sich dasso lange hingezogen hat wenn man Kritik dran übt. Es gibt sehr viele Möglichkeiten juristische Verfahren zu verzögern oder zu behindern. Ich will hier Niemanden etwas unterstellen, aber nur die Kritik an der Verfahrensdauer reicht mir nicht um ihr beizupflichten.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#176

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 16:48
von utkieker | 2.920 Beiträge

Hallo wosch,

In einem möchte ich dir Recht geben, der Generalstaatsanwalt hat sich nicht nur um den Fall Woltemath gekümmert. Aber der Generalstaatsanwalt ist nicht der einzige Mitarbeiter in der Staatsanwaltschaft. Im Übrigen geht es hierbei um ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren und nicht um eine Hauptverhandlung in so fern können also auch keine Berufungs- oder Revisionsanträge gestellt worden sein. Die Staatsanwaltschaft prüft natürlich im Vorfeld akribisch die Rechtslage etwa bestehende Verjährungsfristen u.s.w. Das Urteil kann nur ein Richter fällen und nicht der Staatsanwalt. Da aber die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat, kann es auch nicht zu einen Urteil gekommen sein, ganz abgesehen davon ob der Fall überhaupt zur Hauptverhandlung zugelassen wäre. Damit hat der Bonus der "Geringfügigkeit" auch keine strafrechtlichen Konsequenzen im Gegenteil ohne Urteil eines Richters bleibt Käthe Woltemath UNSCHULDIG.

mit freundlichen Grüßen aus Mecklenburg an einen ehemaligen Mecklenburger
Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 18.01.2011 16:50 | nach oben springen

#177

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 17:25
von zzrain42 | 56 Beiträge

Zitat von utkieker
Hallo wosch,

In einem möchte ich dir Recht geben, der Generalstaatsanwalt hat sich nicht nur um den Fall Woltemath gekümmert. Aber der Generalstaatsanwalt ist nicht der einzige Mitarbeiter in der Staatsanwaltschaft. Im Übrigen geht es hierbei um ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren und nicht um eine Hauptverhandlung in so fern können also auch keine Berufungs- oder Revisionsanträge gestellt worden sein. Die Staatsanwaltschaft prüft natürlich im Vorfeld akribisch die Rechtslage etwa bestehende Verjährungsfristen u.s.w. Das Urteil kann nur ein Richter fällen und nicht der Staatsanwalt. Da aber die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat, kann es auch nicht zu einen Urteil gekommen sein, ganz abgesehen davon ob der Fall überhaupt zur Hauptverhandlung zugelassen wäre. Damit hat der Bonus der "Geringfügigkeit" auch keine strafrechtlichen Konsequenzen im Gegenteil ohne Urteil eines Richters bleibt Käthe Woltemath UNSCHULDIG.

mit freundlichen Grüßen aus Mecklenburg an einen ehemaligen Mecklenburger
Hartmut



Also alle Achtung,

wenn man eure Eingaben aufmerksam liest und verinnerlicht, ersetzt das ja nun fast ein Jurastudium. Sooo viel Hintergrundwissen, da bin ich doch platt. Echt. Warum frage ich mich denn nun schon wieder, wieso macht sich jemand so eine Mühe, das Statement eines Andern fast in seine Einzelteile zu zerlegen ? Mir ist das in diesem Forum schon sehr oft aufgefallen, egal bei welchem Thema auch immer. Hier scheint es zwei Lager zu geben. Ich wurde hier in diesem Forum schon als "Klassenfeind" betitelt. Wow, und das nach über 20 Jahren nach dem Fall der Mauer. Ich bekomme immer stärker das Gefühl, das "wir" nicht "ein Volk" sind. Das waren wir mal, als es noch einen "Führer" gab, von dem es Gott sei dank nicht mal mehr die Asche gibt, sondern nur noch schlechte Erinnerungen.
Hier wird von einigen Zeit-"genossen" mit allen Mitteln an der Restrukturierung und Verteidigung ( wenn auch nur verbal) der DDR gearbeitet, anstatt die Vergangenheit darin einfach als "nur schlecht und dem wahren Leben abgewandt aus verfehltem politischem Wahn" zu bestätigen. Ich bin sehr gern in diesem Forum. Die Fülle an Bildmaterial und schön beschriebenen Ereignissen, incl. auch der traurigen, öffnet den Menschen. Rechthaberei ist und war nie ein legitimes Mittel zum Zweck. Das glaubt nur der, der einem minderwertigen Medium angehört. Ich meine jetzt nicht gezielt den obigen Eintrag, der hat, so scheint es, Hand und Fuß. Der hat schon fast professionellen Charakter.
Es fehlt mir hier oft das Mitteinander, ich begegne sehr oft dem Gegeneinander, und kann das der Sinn dieses Forums sein ? Wir sollten es als Chance sehen, mit diesem Faktor Internet auf einander zuzugehen. Das konnten wir vor über 20 Jahren nicht. Spitzfindigkeiten und Erbsenzählen hat hier eine dermaßen große Anhängerschar, das es einem fast graust. Geht mal in euch, wenn ihr das könnt, oder wenn ihr das überhaupt wollt.
Mit Grüßen aus Ulm, zweifelt
zzrain42


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 17:28 | nach oben springen

#178

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 17:28
von Rabe (gelöscht)
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Hallo

Auch wenn ich jetzt Schimpf und Schande auf mich ziehe: Irgendwo, in den unendlichen Tiefen des Internet habe ich gelesen, daß nach Angaben eines Sprechers der Birthler - Behörde im 1. Halbjahr 2010 ganze 35 Überprüfungen bearbeitet wurden. Mit 2000 Mitarbeitern
und 1 0 0 Millionen Euronen für den Steuerzahler.
Die Information kam mir in Erinnerung als ich Erfahrungen von Usern gelesen habe, die 4 bzw. 5 Jahre auf ihre Akte gewartet haben.
Wenn ich die Quelle kennen würde, da möchte ich noch einmal nachlesen. Wer kann helfen?

Rabe


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#179

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 17:35
von wosch (gelöscht)
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Zitat von utkieker
Hallo wosch,

In einem möchte ich dir Recht geben, der Generalstaatsanwalt hat sich nicht nur um den Fall Woltemath gekümmert. Aber der Generalstaatsanwalt ist nicht der einzige Mitarbeiter in der Staatsanwaltschaft. Im Übrigen geht es hierbei um ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren und nicht um eine Hauptverhandlung in so fern können also auch keine Berufungs- oder Revisionsanträge gestellt worden sein. Die Staatsanwaltschaft prüft natürlich im Vorfeld akribisch die Rechtslage etwa bestehende Verjährungsfristen u.s.w. Das Urteil kann nur ein Richter fällen und nicht der Staatsanwalt. Da aber die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat, kann es auch nicht zu einen Urteil gekommen sein, ganz abgesehen davon ob der Fall überhaupt zur Hauptverhandlung zugelassen wäre. Damit hat der Bonus der "Geringfügigkeit" auch keine strafrechtlichen Konsequenzen im Gegenteil ohne Urteil eines Richters bleibt Käthe Woltemath UNSCHULDIG.

mit freundlichen Grüßen aus Mecklenburg an einen ehemaligen Mecklenburger
Hartmut




.................Das, was Du hier geschrieben hast, ist natürlich korrekt. Wieso sich das "Verfahren" allerdings 4 Jahre hingezogen hatte, geht daraus allerdings auch nicht vor. Daß die Dame trotzt Einstellung wegen "Geringfügigkeit" juristisch gesehen als "Unschuldig" zu gelten hat ist auch Tatsache und finde ich übrigens auch in Ordnung, allerdings sagt das Substantiv "Geringfügigkeit" auch aus, daß da doch etwas...., na ja, ich denke, Du weißt was ich meine, nämlich "gerigfügig" eben.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#180

RE: BStU: Interesse an Stasiunterlagen weiter hoch

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.01.2011 17:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Sach ma wosch, seit dem Dir das Blaufett gestohlen wurde, sind wir nicht mehr so flink auf der Klaviatur unterwegens, hä? Was zum Geier ist [Zitat@wosch]"gerigfügig"[/zitat]? Gierig und führig, ich blick's nicht! Egal *grins*

P.S. Zumindest wurden ja dann in Durchschitt die Ausreiseanträge zackiger bearbeitet, als wie jetzt die Anträge auf Akteneinsicht, also wenn die Zahlen so stimmen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 18.01.2011 17:47 | nach oben springen



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