#1

Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 20:19
von YYYYYYYY (gelöscht)
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vorwort:

guten abend liebes forum,

da es immer wieder dazu kommt das dass MfS und die Gestapo in einen "topf "geworfen werden ,und dann umgerührt wird ,hab ich mich entschlossen dafür einen eignen thread aufzumachen.ziel ist es die ganze sache sehr obektiv zu beleuchten.
daher bitte ich euch alle bei diesem sehr sensiblen thema diziplin zu bewahren.
falls das nicht der fall sein sollte werde ich die admins bitten das thema sofort wieder zu schliessen.


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#2

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 20:21
von YYYYYYYY (gelöscht)
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fangen wir als erstes mit diesem spiegelartikel von 1993 an:

01.01.1993


FLÄCHENDECKENDE ÜBERWACHUNG
GESTAPO UND STASI - EIN VERGLEICH

Von RAINER ECKERT

Waren Stasi und Gestapo als konstitutive Elemente der Herrschaftssicherung einander ähnlich? Die Geheimpolizeien der SED und der NSDAP glichen sich zumindest darin, daß sie den jeweiligen Diktatoren unverzichtbar erschienen - indem sie Terror androhten oder anwendeten und wirkliche oder vermeintliche Gegner möglichst lückenlos erfassen sollten.

Kennzeichnend für beide politischen Systeme war es, daß die herrschende Staatspartei mit dem Geheimdienst zusehends verschmolz. Gleichzeitig gewann im Nationalsozialismus die SS und mit ihr das 1939 gegründete Reichssicherheitshauptamt (RSHA) ein wachsendes Eigengewicht gegenüber der NSDAP.

Nicht so das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das bei all seiner Machtfülle nie - wie verschiedentlich behauptet - ein Staat im Staate war, sondern ohne behördliche oder

parlamentarische Kontrolle dem Willen einer kleinen Führungsclique der SED diente.

In beiden Diktaturen standen die Geheimdienste über beziehungsweise neben dem formalen Recht. So wurde im Nationalsozialismus die Justiz einerseits bei politischen Verfolgungsmaßnahmen zunehmend ausgeschaltet, andererseits ließ sie sich für die Zwecke von Gestapo und SS instrumentalisieren - von der Röhm-Aktion über die Euthanasie bis zu den barbarischen Urteilen im Krieg.

In der DDR arbeiteten Geheimdienst und Justiz ebenfalls eng zusammen. So fungierte das MfS als Untersuchungsorgan in politischen Strafsachen, es kontrollierte die Staatsanwaltschaften und konnte politische Urteile bis hin zur Todesstrafe präjudizieren.

Festzuhalten ist aber auch, daß sich Gestapo/Sicherheitsdienst (SD) und Stasi in Ausmaß und Brutalität des von ihnen ausgeübten Terrors unterschieden.

Die nationalsozialistische Geheimpolizei spürte politische Gegner nicht nur auf, sondern vernichtete sie in unzähligen Fällen auch physisch. Die Staatssicherheit dagegen inhaftierte politische Gegner in den siebziger und achtziger Jahren in der Regel erst, wenn diese eine unsichtbare Linie überschritten hatten. Ob das MfS zugriff, hing oft von Zufälligkeiten ab, etwa davon, ob die Oppositionellen in die Öffentlichkeit gingen und wie die Wirkung einer Geheimdienstaktion auf den internationalen Ruf der DDR eingeschätzt wurde.

Die verhängten Strafen waren oft beinahe milde, verglichen mit jenen bei ähnlichen Vergehen im Reich Adolf Hitlers. Nicht physische Vernichtung war das Ziel des MfS, sondern Zerstörung der dissidentisehen Gruppen und Zersetzung ihrer Mitglieder, um diese dann auf unterstem Niveau - und oft unter der Bedingung, als Denunzianten zu arbeiten - in die Gesellschaft zu "reintegrieren" oder in den achtziger Jahren auch in den Westen abzuschieben.

Ein weiterer Unterschied lag darin, daß die nationalsozialistische Geheimpolizei mit

nur wenigen Ausnahmen gegen Systemgegner vorging, während das MfS in der DDR - besonders in den letzten Jahren vor 1989 - gegen eine Opposition kämpfte, deren wesentliche Gruppen die Reform ihres Staates wollten.

In den achtziger Jahren prägte der Wahn "flächendeckender Überwachung" das MfS - und diesem Ziel kam die Staatssicherheit erheblich näher als Gestapo und SD. Das MfS folgte offensichtlich Mielkes Auffassung, alles wissen zu müssen, was in der DDR passierte. Zur Erreichung dieses Ziels bezog das MfS - ähnlich wie Gestapo und SD, wenn auch ungleich intensiver - alle staatlichen, gesellschaftlichen und privaten Bereiche in sein Informationsnetz ein. Beide Kontroll- und Unterdrückungsapparate waren personell unterschiedlich stark ausgestattet. 1933 verfügte die Gestapo über 200 bis 300 Beschäftigte im zentralen Staatspolizeiamt, für 1942 werden 1100 genannt (nach anderen Zahlen allerdings 3400). Als Richtwert galt, daß ein Mitarbeiter der Gestapo auf 10 000 Einwohner entfiel. Der SD zählte 1937 rund 3000 hauptamtliche Mitarbeiter mit etwa 50 000 Informanten bei einer Bevölkerung von 66 Millionen Menschen.

Ungleich höher dagegen die Mitarbeiterzahlen des Staatssicherheitsdienstes (hier allerdings in der Zentrale und in den regionalen beziehungsweise örtlichen Dienststellen): 1950 waren es 1000 hauptamtliche Mitarbeiter, 1973 rund 52 000, 1989 fast 84 000, dazu kamen etwa 109 000 IMs sowie 6000 Offiziere im besonderen Einsatz (OibE) - bei einer

Bevölkerung von knapp 17 Millionen Menschen.

Überwachung und Spitzeldichte in der DDR waren wahrscheinlich etwa siebenmal so hoch wie in Nazi-Deutschland. Auf je 200 Einwohner der DDR kam ein hauptamtlicher MfS-Mitarbeiter.

Aus diesen Unterschieden erklärt sich, daß die Gestapo am 1. Januar 1939 in ihrer Hauptkartei 1 950 558 Personenkarten und 641 497 Personalakten führte. Dagegen waren im MfS 1979 etwa sechs Millionen Menschen (davon zwei Millionen Westdeutsche) erfaßt - allerdings in ganz unterschiedlicher Intensität. So lag die Zahl der Operativen Vorgänge (OV), der wohl wichtigsten Kategorie der eigentlichen Opferakten, zu diesem Zeitpunkt bei etwa 2000. Nicht selten "führten" einzelne Kreisdienststellen des MfS nur einen oder zwei dieser OV.

Sehr wichtig für die Bekämpfung der Alltagsunzufriedenheit in der Nazi-Zeit war die Denunziation aus der Bevölkerung. Diese Quelle scheint bei der Staatssicherheit nur eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben. Es ist noch zu klären, ob das daran lag, daß Mielkes System ohnehin alle potentiellen Spitzel erfaßte, oder ob viele Denunziationen vielleicht direkt an die SED und die Massenorganisationen gerichtet wurden.

Wie sahen Zusammensetzung und Motive der Geheimdienstspitzel von Gestapo und Stasi aus? Eine Untersuchung der Staatspolizeistelle Saarbrücken ergab beispielsweise eine Mischung aus Gelegenheitszuträgern, Wichtigtuern, Hochstaplern, kleinen Ganoven und nur einer Handvoll qualifizierter Agenten. Bei den Zuträgern spielten folgende Gründe eine Rolle: freiwillige Offerten, in Haft erzwungene Bereitschaft und persönliche Probleme, die oft mit einer Desillusionierung über die Chancen des Widerstands einhergingen.

Bei den IMs der Staatssicherheit scheint politische Überzeugung eine größere Rolle gespielt zu haben. So versuchte die Bezirksverwaltung Gera des MfS im Jahr 1985 rund 450 Personen zur inoffiziellen Mitarbeit zu gewinnen, 41 von ihnen sagten sofort zu, bei 351 bedurfte es einiger Werbungszeit, nur 50 lehnten ab.

Von den neuen IMs hatten sich sechs in Haft befunden, waren also unter starkem äußeren Druck "geworben" worden, bei den anderen spielte Erpressung eine untergeordnete Rolle. Entscheidend für ihr Ja waren vielmehr materielle Gründe, berufliche Perspektiven oder politische Überzeugung.

Welche Reaktion lösten die Geheimdienstberichte bei ihren Adressaten aus? Hier wird deutlich, daß das SED-Politbüro zum einen die Realität immer weiter verdrängte, zum anderen alle Meldungen durch ein Hell-Dunkel-Raster filterte. So mußte selbst der letzte Chef der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), Generaloberst Großmann, erleben, daß Honecker Meldungen der Auslandsspionage aus der Bundesrepublik mit Anmerkungen versah wie: "Was soll dieser lebensfremde Schwachsinn? Ich verbitte mir in Zukunft die Zuleitung derartiger Informationen, E.H."

In ähnlicher Weise hatte die NS-Führungsschicht nach der Wende im Zweiten Weltkrieg auf Kritik in der Bevölkerung reagiert, die viele SD-Berichte realistisch schilderten. Deshalb wurden sie 1943 eingeschränkt, 1944 beendet.

Der Angst der nichtlegitimierten Herrscher vor Machtverlust und möglicher Unzuverlässigkeit des eigenen Geheimdienstes stand die Angst der Menschen vor einer unangreifbaren Macht gegenüber. Die in der DDR-Politbürokratie herrschende Furcht vor der eigenen Bevölkerung bewirkte, daß die SED -Bosse "Feinde" geradezu brauchten, was sich wiederum in Arbeit und Berichterstattung der Staatssicherheit niederschlug.

Gleichzeitig führte der ständige Ausbau der Überwachungsorgane zu einer Selbstlähmung des Systems. Es wird noch zu untersuchen sein, ob dies, wie der Hallenser Psychotherapeut Hans -Joachim Maaz und andere annehmen, "eine selbstzerstörerische Tendenz ... jedes totalitären Systems" ist, und ob der Nationalsozialismus dem nur durch seine Zerstörung von außen entging.

Offen muß vorerst auch bleiben, ob die SED-Führung bewußt Strukturen der nationalsozialistischen Geheimpolizei übernahm, oder ob Diktaturen zwangsläufig gleiche oder ähnliche Geheimdienststrukturen hervorbringen. Insgesamt erfaßte die Stasi ihre Bürger beinahe total - war aber auch total unfähig, das System zu stabilisieren.

Eckert, 43, aus politischen Gründen 1972 von der Humboldt-Universität verwiesen, nach Abendstudium promoviert, ist Assistent am Lehrstuhl für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität.


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#3

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 20:31
von Landeposten (gelöscht)
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Diese beiden Einrichtungen zu vergleichen bietet,nein drängt sich geradezu an/auf.Als erstes sollten sich nat.diejenigen zu Worte melden die diesen absurden Vergleich immer benutzen.
Ich bin jetzt schon auf die tiefgreifenden Erkenntnisse,große Gemeinsamkeiten,ich hoffe doch minnimale Unterschiede die sonst noch niemandem aufgefallen sind,gespannt.
Na dann gut Holz!


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#4

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 20:33
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von HpTGefr82
vorwort:

guten abend liebes forum,

da es immer wieder dazu kommt das dass MfS und die Gestapo in einen "topf "geworfen werden ,und dann umgerührt wird ,hab ich mich entschlossen dafür einen eignen thread aufzumachen.ziel ist es die ganze sache sehr obektiv zu beleuchten.
daher bitte ich euch alle bei diesem sehr sensiblen thema diziplin zu bewahren.
falls das nicht der fall sein sollte werde ich die admins bitten das thema sofort wieder zu schliessen.


Hatten wir das nicht schon breitgetreten,diesen Vergleich..? Ob das klappt ?



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#5

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 20:56
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Dieses Organigram zeigt das der Vergleich hinkt.

http://www.holocaustresearchproject.org/...nsatzrshaOG.jpg

Mike59


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#6

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:06
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Wenn ich das immer höre--die Staatsicherheit mit der Gestapo in einen Topf zu schmeißen da geht einen doch die Hutschnur hoch--wenn man es so sagen darf..Ich bin kein Freund von Geheimdiensten--weil solche Dienste unfair arbeiten--dort gibt es keine Spielregeln.Sondern nur --friss oder stirb.Warum stellt man nicht vergleiche mit anderen Geheimdiensten der heutigen Welt mit der Gestapo auf.Beispiel die türkische Staatsicherheit ,so wie in China oder ganz hart genommen-den amerikanischen Geheimdienst. Echt mal gesagt,,Dreck haben solche Dienste genügend an den Fersen--trotz Demokratie.


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#7

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:08
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von HpTGefr82
vorwort:

guten abend liebes forum,

da es immer wieder dazu kommt das dass MfS und die Gestapo in einen "topf "geworfen werden ,und dann umgerührt wird ,hab ich mich entschlossen dafür einen eignen thread aufzumachen.ziel ist es die ganze sache sehr obektiv zu beleuchten.
daher bitte ich euch alle bei diesem sehr sensiblen thema diziplin zu bewahren.
falls das nicht der fall sein sollte werde ich die admins bitten das thema sofort wieder zu schliessen.



Das sollte man nicht machen.
Sind ja 2 verschiedene Suppen.
Schmecken allerdings sagen wir mal sehr ähnlich.
Von der einen Suppe sind ja so einige hier dabei.
Sie werden den unterschiedlichen Geschmack schon deff. - da bin ich mir sicher !

Oss`n

PS.: damit man die Adims nicht bitten muß das Thema zu schließen, enthalte ich mich hier mal meiner Meinung.


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#8

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:15
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von Mike59
Dieses Organigram zeigt das der Vergleich hinkt

Mike59



Für einen echten Fachmann kein Problem.


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 21:22 | nach oben springen

#9

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:20
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Ist echt interessant was hier so abgeht!

Warum?


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 21:21 | nach oben springen

#10

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:23
von YYYYYYYY (gelöscht)
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@ rostocker & ossn

es ist mehrmals leider hier im forum zu solchen vergleichen gekommen. und das darf/soll nicht sein.........
deswegen dieser thread . es muss und soll endlich ein für allemal geklärt werden ,das dieser vergleich sehr hinkt ................... ich spreche auch von einsatzgruppen die es im rsha sprich beim sd gegeben hat. die gab es nicht beim mfs. nur ein kleines beispiel.......

@ wolfram stelle bitte die fotos ein


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 21:40 | nach oben springen

#11

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:34
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von Landeposten

Zitat von Mike59
Dieses Organigram zeigt das der Vergleich hinkt

Mike59



Für einen echten Fachmann kein Problem.



---------------------------------------------------------
Naja ist doch Beamtensicher, somit allgemein verständlich

Mike59


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#12

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:36
von YYYYYYYY (gelöscht)
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ok fangen wir an ....................

ich werde zuerst mit der gestapo beginnen:

hier ein kleiner und grober überblick der orgarnisierung.

Angefügte Bilder:
struktur_gestapo_polizei_ss.gif

zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:56 | nach oben springen

#13

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 21:54
von YYYYYYYY (gelöscht)
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hier etwas genauer:


leider muss ich auf das wiki zurück greifen............ich habs genauer nur sind fotos nicht besonders . ich habe leider keine scanner.

Angefügte Bilder:
Organisationsstruktur_der_Schutzstaffel_und_der_Polizei_im_Deutschen_Reich.PNG

zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:55 | nach oben springen

#14

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:05
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von GZB1
Ist echt interessant was hier so abgeht!

Warum?



das frag ich mich auch was soll uns dieser Beitrag sagen?


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:55 | nach oben springen

#15

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:11
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@Pitti

ich frage mich warum jemand überhaupt auf die Idee kommt, so etwas zu vergleichen bzw. per Schaubilder gegenüber zu setzen.
Was soll das bringen, außer einer in meinen Augen, sinnlosen Diskussion.

(Aber, jedem Tierchen sein Pläsierchen )


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:55 | nach oben springen

#16

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:14
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Das ist ja echt Klasse, der Tread ist noch keine 3 h alt und wir haben schon 3 Organigramme über das RSHA die eigentlich vollkommen verschieden sind.
Ich glaube wir sollten einen anderen (neuen) Anfang zu diesem Thema suchen.

Mike59

PS: oder folgen einfach dem Beitrag von Zermatt


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:54 | nach oben springen

#17

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:18
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

.............ohne der Entscheidung der anderen Teammitglieder vor zu greifen, werden wir das Thema ändern.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:54 | nach oben springen

#18

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:24
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Generell sind solche Vergleiche nicht so einfach und auch bei der zahlenmäßigen Beurteilung sollte man vorsichtig sein.

Das MfS hatte ein sehr breites Einsatzspektrum was weit überdas des RSHA / Gestapo hinausging und für die es im III Reich andere Dienststellen gab ( Geheime Feldpolizei, Abwehr der WM, Forschungsamt der Luftwaffe, Teile der Reichspost die geheimdienstlich tätig waren usw. ). Das relativiert die zahlenmäßige Beurteilung etwas.

Daneben hatte der Reichführer SS über die Zugehörigkeit von diversen Amtsträgern in der Allgemeinen SS, weitreichende Einflussmöglichkeiten.

Aber auch Gestapo und SD hatten keine Allmacht im III. Reich und zwischen beiden bestand teilweise große Rivalität.

Ein wesentlicher Unterschied besteht auch wenn man sich den Umgang mit den Ehemaligen anschaut- Quelle Wikipedia


Nachgeschichte der Gestapo

Die Gestapo war in den Nürnberger Prozessen zu einer verbrecherischen Organisation erklärt worden. Hohe Funktionsträger mussten sich in den Nachfolgeprozessen verantworten oder wurden im europäischen Ausland für ihre Taten verurteilt. Das Verhalten der mittleren und unteren Ränge wurde durch die Spruchkammerverfahren juristisch bewertet, was in vielen Fällen eine Weiterbeschäftigung im öffentlichen Dienst unmöglich machte. Für die meisten ehemaligen Gestapomitglieder bedeutete das Ende des Zweiten Weltkriegs also einen scharfen Einschnitt, auch wenn sie untertauchten oder aus Deutschland flohen.

Nicht selten mussten ehemalige Gestapo-Angehörige in den ersten Nachkriegsjahren mit dequalifizierten Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten. 1951 amnestierte der amerikanische Hochkommissar John McCloy zahlreiche von ihnen, der im gleichen Jahr in das Grundgesetz eingefügte Artikel 131 erleichterte die Wiederanstellung von belasteten Beamten. In Folge dieser Entscheidungen rückten in den 50er Jahren zahlreiche ehemalige Gestapo-Mitarbeiter wieder in die Polizei- und Justizapparate der Bundesrepublik ein. Es kann also von einer schleichenden und stillen Integration der Mitarbeiter dieser Organisation des Dritten Reichs in die Gesellschaft Nachkriegsdeutschlands gesprochen werden, da diese nach 1945 weder durch politische Äußerungen noch durch Trauerarbeit, also eine Reflexion ihrer eigenen Rolle im NS-Staat, auffielen.


Gruß AMW


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:54 | nach oben springen

#19

RE: Gestapo/RSHA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:45
von Wolle76 (gelöscht)
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Gliederung der Amtsgruppe IV im RSHA (Gestapo)

Amt IV A1----------------Opposition (untergliederung in IV A1a und IV A1b)

IV A2 ------------------- Sabotage (Untergliederung in IV A2a und IV A2b)

IV A3 ---------------------- Abwehr (Untergliederung in IV A3a-d)

IV A4----------------------- Weltanschauliche Gegner (untergliederung in IV A4a und IV A4b)

IV A5------------------------ Sonderfälle (Unterteilung in IV A5a und IV A5b)

IV A6------------------------ Schutzhaft (unterteilung in IV A6a-c)

Amt IV B : Abwehrangelegenheiten (Untergliederung je nach Land/region in IV B1-IV B4)

IV B4-------------- Paßangelegenheiten

IV B4a--------------Paßwesen

IV B4b-------------- Ausweise,Kennkarten,Ausländerpolizei

IV B4c------------- Zentrale Sichtvermerkstelle


Quelle: geheimakte Gestapo Müller Band II Seiten 15-18


zuletzt bearbeitet 12.12.2010 22:59 | nach oben springen

#20

RE: Gestapo/RSHA --------Ministerium für Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.12.2010 22:58
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Die Gestapo war in Stapo-Leitstellen untergliedert. Diese Stellen waren im allgemeinen in den Wehrkreisen oder in den Zentren eines Reichsgaues angesiedelt.Normalerweise hatte der Chef der Leitstelle den Rang eines Oberregierungs- und Kriminalrates inne.

Darüberhinaus gab es noch StaPo Stellen. Diese unterstanden nicht den leitstellen, sondern waren völlig eigenständig.Chef einer Leitstelle war normalerweise eien Regierungs- und Kriminalrat.
Alles diese GeStaPostellen unterstanden dem befehlshaber der SiPo und des SD.

StaPo Leitstelle:

Berlin : Groß-berlin und Provinz Mark Brandenburg.regierungsbezirk Potsdam und Frankfurt/O.

Zustaändig für : Groß-berlin
Adresse: C2,Grunerstraße 12, Tel. 510023
Chef: SS-Oberführer Bock
Unter: Befehlshaber der Sicherheitspolizei Berlin
Verantwortlich für: Stellen Postdam und Frankfurt/O.
Zweigstellen: Grenzpolizei Flughafen berlin-tempelhof

Quelle: Gregory Douglas: Geheimakte Gestapo Müller Band II Seite19


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