#41

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 00:31
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Zitat von Inception
Hallo , liebes Forum.
Also ich bin 1985 in der DDR geboren.
In der 28 SSW mit gerade mal 1140 gramm.
Wenn ich das hier so lese,bekomm ich echt angst.Denn ich wäre dann ja auch zum "tode verurteilt worden"
Heute hatte ich meinen lang ersehnten Arztbrief im Briefkasten.Da man damals meiner Mutter nichts gesagt hatte.Weder vom Geburtsverlauf noch sonst was.

Ich habe mir gedacht das ich euch den Geburtsbericht /Diagnose mal hier rein Poste.
Vielleicht interessiert es dem ein oder anderen ./der oder diejenige)

Lieben Gruß Inception



-------------------------------
Hallo Inception

Ich freue mich für Dich und hoffe es geht Dir bestens. Hast es am Anfang nicht leicht gehabt. Wenn der Avatar, Dein Ebenbild ist - um so besser. Was macht die Familie, eventuell Deine?

Mike59


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#42

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 08:05
von Pit 59 | 5.800 Beiträge | 46600 Punkte

Was am Eröffnungsbeitrag dran ist und wieviel % Wahr sind können wir sehr schlecht Beurteilen,ich würde es aber trotzdem nicht als Märchen hin stellen.
Aber @Inception aus Deinen 1140Gramm ist doch etwas Hübsches geworden.Ich muss es Dir als Frau doch sicher nicht erklären das eine Geburt in der 28SSW immer ein Risiko ist.Und hier muss ich einmal @Feliks Recht geben das war vor 30 Jahren noch Komplizierter.Heute mit der modernen Inkubator Technik bestehen gute Chancen.

Alles Gute für Dich


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#43

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 10:35
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Ich glaube, irgendwann erinnert sich jemand, das er mal ein plattes Rad am Auto hatte und das dass die Stasi war. Langsam nerven diese haarstäubenden Geschichten. Ich habe aber noch nie gehört, das eine Frau Kinder verlor, die der BND entführte.

Allerdings, wenn ich beim Arzt die dort ausliegenden Zeitschriften so sehe, und welche Resonanz diese haben (Neues Blatt, Super Illu) und auch, was an haarstreubenden Geschichten so alles von der überwiegenden Bevölkerung geglaubt wird (ohne einfachste Fakten zu hinterfragen), dann ist mir klar, warum soviele "schlimme Geschichten" alljährlich die Runde machen.


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#44

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 12:35
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Zitat von Pit 59
Was am Eröffnungsbeitrag dran ist und wieviel % Wahr sind können wir sehr schlecht Beurteilen,ich würde es aber trotzdem nicht als Märchen hin stellen.
Aber @Inception aus Deinen 1140Gramm ist doch etwas Hübsches geworden.Ich muss es Dir als Frau doch sicher nicht erklären das eine Geburt in der 28SSW immer ein Risiko ist.Und hier muss ich einmal @Feliks Recht geben das war vor 30 Jahren noch Komplizierter.Heute mit der modernen Inkubator Technik bestehen gute Chancen.

Alles Gute für Dich


-------------------------------
Weswegen machst du es trotzdem?

Nur mal so als Frage um meinen Wissensdurst zu stillen.

Mike59


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#45

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 17:20
von Pit 59 | 5.800 Beiträge | 46600 Punkte

Na da will ich Dein Wissen mal stärken Mike.
Mike nicht jeder kann einen Brief vom Arzt,sowie die angegebenen Diagnosen verstehen,ich will damit sagen das alles was in dem Brief von dem Mädel steht Lebensbedrohlich ist.Das bringt aber die geburt eines Unreifen Kindes in der 28 SSW mit sich.
Mike und Du kannst mir Glauben ,es ist erschreckend was Patientinnen alles über Ihren Körper nicht wissen.Ich habe manchmal gesagt,ich würde eine Patientin nach der Geburt nur Entlassen wenn Sie weiss wie eine Säuglingsreanimation zu Handhaben ist,denn der Arzt oder der Rettungsdienst kommt da immer zu Spät.Und Glaube mir ich weiss wovon ich Rede.Meine Tochter hat Zwillinge Geboren,im vierten Lebensmonat hatte einer Atemstillstand.Der Notarzt kam zu spät.

Gruß Pit


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#46

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 17:23
von Angelo | 11.475 Beiträge | 27305 Punkte

Zitat von Pit 59
Na da will ich Dein Wissen mal stärken Mike.
Mike nicht jeder kann einen Brief vom Arzt,sowie die angegebenen Diagnosen verstehen,ich will damit sagen das alles was in dem Brief von dem Mädel steht Lebensbedrohlich ist.Das bringt aber die geburt eines Unreifen Kindes in der 28 SSW mit sich.
Mike und Du kannst mir Glauben ,es ist erschreckend was Patientinnen alles über Ihren Körper nicht wissen.Ich habe manchmal gesagt,ich würde eine Patientin nach der Geburt nur Entlassen wenn Sie weiss wie eine Säuglingsreanimation zu Handhaben ist,denn der Arzt oder der Rettungsdienst kommt da immer zu Spät.Und Glaube mir ich weiss wovon ich Rede.Meine Tochter hat Zwillinge Geboren,im vierten Lebensmonat hatte einer Atemstillstand.Der Notarzt kam zu spät.

Gruß Pit



Das tut mir sehr leid......es ist schlimm ein Kind zu verlieren


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#47

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 17:28
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Solcher Art Erfahrungen häufen sich im laufe des Lebens, davon bleibt keiner verschont

"Einer trage des anderen Last"

Trotz allem,

Gruß Mike59


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#48

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 18:20
von Major Tom | 355 Beiträge | 1603 Punkte

Wenn ich das hier immer von ex-MfS'lern lese "kann nicht sein, so war das nicht, das MfS machte so etwas nicht..."

Ich wurde damals von einem Klempner, welcher in unser Haus die Gasleitungen auswechselte in eine konspirative Wohnung gelockt, in welcher ich 2 Wochen wohnte und vom Mfs abgehört wurde. Alles schön nachzulesen in meiner Akte.

"Der MfS macht sowas nicht, das kann nicht sein" Gell? Diesem Verein traue ich noch ganz andere Sachen zu.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#49

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 18:27
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Zitat von Major Tom
Wenn ich das hier immer von ex-MfS'lern lese "kann nicht sein, so war das nicht, das MfS machte so etwas nicht..."

Ich wurde damals von einem Klempner, welcher in unser Haus die Gasleitungen auswechselte in eine konspirative Wohnung gelockt, in welcher ich 2 Wochen wohnte und vom Mfs abgehört wurde. Alles schön nachzulesen in meiner Akte.

"Der MfS macht sowas nicht, das kann nicht sein" Gell? Diesem Verein traue ich noch ganz andere Sachen zu.


-----------------------
Was hat der Klempner da gemacht? Hat er dir ein Kind abgetrieben oder gemacht, wie steht das jetzt zu diesem Tread. Verstehe ich nicht so ganz.
Bin auch gelernter Klempner, aber mit Kindstod, war da bei uns nichts.
Mike59


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#50

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 19:12
von Major Tom | 355 Beiträge | 1603 Punkte

Lies meinen Beitrag nochmal durch, vieleicht verstehst du ihn dann.


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#51

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 19:24
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Zitat von Major Tom
Lies meinen Beitrag nochmal durch, vieleicht verstehst du ihn dann.



---------------------
Hab ich echt gemacht, mehr als einmal, schon, bevor ich die erste Antwort schrieb.

Diesem Verein traue ich noch ganz andere Sachen zu.

Das ist so ziemlich das einzige was ich richtig verstanden habe (siehe blau)

Mike59


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#52

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 20:08
von Major Tom | 355 Beiträge | 1603 Punkte

Zitat von Mike59
[quote="Major Tom"]

Das ist so ziemlich das einzige was ich richtig verstanden habe



Na siehst du. Und was kann ich nun für deine Leseschwäche?


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#53

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 17.04.2011 21:25
von Mike59 | 6.755 Beiträge | 43954 Punkte

Zitat von Major Tom

Zitat von Mike59
[quote="Major Tom"]

Das ist so ziemlich das einzige was ich richtig verstanden habe



Na siehst du. Und was kann ich nun für deine Leseschwäche?




Tja - da muss ich dir Recht geben. Zum Glück funktioniert mein gesunder Menschenverstand - und dem kann ich blind vertrauen.
Mike59


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#54

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 10.06.2012 17:22
von Maverick • ( Gast )
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Die DDR war nun mal ein totalitärer Staat, für manche evtl. nicht so sehr wie für andere. D.h. man wollte jeden Aspekt des Lebens kontrollieren, sonst hätte ein sozialistischer Ansatz ja keinen Sinn gemacht. Führt man sich das mal zu Gemüte, das manche da scheinbar mehr Rechte hatten als andere sind ziemlich gruselige Schlussfolgerungen möglich.

Und naja, es gab Mediziner die tiefer im System steckten als andere. Es gab Doping an Minderjährigen. Es gab Zwangsadoptionen. Es gab politische Häftlinge. Es wurde Leuten angedroht ihnen aus politischen Gründen die Kinder wegzunehmen und wer weiß wie oft es auch gemacht wurde. Und darin die Leute im Unklaren über sowas zu lassen sind totalitäre Systeme bekanntlich auch ganz groß. Was Angst angeht noch größer. Möglich wurde das nur eben weil man nur Linientreue zum Studium zugelassen hat, Leute über die man alles Wesentliche wusste, die ggf. sogar mit kleinen oder konstruierten Verfehlungen erpressbar waren.

Man braucht meiner Meinung nach mithilfe der bekannten Fälle nicht allzu viel Fantasie um die Wahrscheinlichkeit solcher Geschichten abzuschätzen. Natürlich kann jemand nur berichten was ihm passiert ist und seine Vermutungen und Einschätzungen äußern, mehr bleibt nicht übrig.

Für Betroffene ist es natürlich schwierig gegen ein Vakuum an Beweisen zu argumentieren. Für die Tatbeteiligten ergab sich mit der Wende das lustige Problem das ihre politische Rückendeckung pulverisiert wurde. Also ist es für die natürlich besser das alles nur als Hirngespinst abzutun. Die Chance solche Machenschaften nachzuweisen ist nämlich verdammt gering und das Interesse der Beteiligten es unter den Teppich zu kehren ist immer noch (ja, selbst heute noch) verdammt groß.

Mir wollte doch echt einer erzählen meine Mutter wäre eine Chimäre... aber naja... die Geburtsurkunde mit PKZ wurde dafür lockere 10 Jahre zu spät nachgereicht.

Menschen mit schlechten Absichten haben idR nur Erfolg weil die Gutgläubigen es sich nicht vorstellen können. Das sollte man nicht vergessen.


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#55

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 10:21
von Polter • ( Gast )
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Ja die DDR war ein totalitärer Staat!? Das könnte man sicher hinterfragen. Traurig ist das Schicksal von Kindern, die ohne Liebe und Ge-
borgenheit einer Familie leben mußten oder auch heute noch leben müssen. Heimkinder haben keine Lobby.
Gestern, am 10.06.2012 auf dem Sender ARD im Weltspiegel lief ein Bericht über Experimente an Heimkindern in Österreich:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/oesterreich-experimente-an-heimkindern?documentId=10799472

Medizinische Versuch an Heimkindern, Schläge, sexueller Mißbrauch, Demütigungen, Freiwild der Erzieher und vieles mehr! Bis Mitte der 80ziger Jahre!
Mein Beitrag wird vielleicht als OT angesehen, aber unterschlagen wollte ich die Sendung nicht!!


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#56

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 13:13
von josy95 | 4.198 Beiträge | 32473 Punkte

Im erweiterten Familienkreis hatten wir 1986 auch einen Fall, das ein neugeborenes Kind plötzlich und unter etwas misteriösen Umständen verstarb. An diesem, zumindest von damals offizieller Seite, erklärtem plötzlichem Tod habe ich heute noch meine Zweifel, zumindest auch hier einige Umstände dafür sprechen. Die Eltern selbst waren und sind mit der Situation nie so richtig fertig geworden. Es ist auch ihre zu respektierende Entscheidung, diesen Fall zumindest nach der Wende nicht noch einmal überprüfen zu lassen.

Zu den direkten Umständen.

Die Frau hatte 1984 eine Totgeburt im 8 Monat, wo der Fötus schon mehrere Tage tot im Mutterleib war und die Mutter dabei selbst beinah mit dran verstorben wär. Es war im Vorfeld alles o. k., alle regelm. Untersuchungen haben stattgefunden usw. Das (2.) Kind kam dann gesund etwa 1 Jahr später auf die Welt. Hier stellte man dann jedoch eine Blutgruppenunverträglichkeit bezüglich des Rhesusfaktors der Eltern fest. Obwohl ich ein medizinischer Laie bin, aber nach meinem Wissen damals wohl auch schon eine medizinisch relativ gut beherschbare Sache.

Dann 1987 die dritte Schwangerschaft, auch alles o. k., Problematik Rhesusfaktor der Eltern war bekannt, zusätzliche Schwangerschaftsüberwachung. Die Schwangerschaft und spätere Entbindung verlief ohne Probleme, das Kind wurde als gesund geboren. 3 Tage nach der Entbindung riet man den Eltern, das Neugeborene (ein Junge) in der Uniklinik Magdeburg einer Blutwäsche/ einem Bluttaustausch wegen der elterlichen Probleme mit dem Rhesusfaktor zu unterziehen. Da ging das Problem schon irgendwie los, die Mutter, obwohl sie das Kind voll stillte, durfte nicht mit! Schon für damalige Verhältnisse, Umstände eigentlich kaum zu glauben, unüblich.

Nach 2 Tagen kam bei den Eltern (die Mutter war zu diesem Zeitpunkt noch in der Frauenklinik WR) ein Telegramm an "...Kind geht es den Umständen entsprechend gut...!", am dritten oder vierten (weiß ich nicht mehr genau) Tag dann der Hammer, auch in Form eines Telegramms "...Kind plötzlich verstorben...!"

Wer eventuell Zweifel an meinen Darstellungen hat, die Telegramme hab ich selbst gelesen. Ich gebe jetzt hier nicht den vollständigen Text wieder, der ohnehin nicht viel länger war, weil ich den auch nicht mehr aus dem ff weiß.

Unterzeichnet waren die Telegramme mit dem Namen und Funktion eines Oberarztes der Uniklinik Magdeburg.

Ein paar weitere Tage später hat man anderweitig mit den Eltern Kontakt aufgenommen, ob sie das verstorbene Kind nicht für Forschungszwecke zur Verfügung stellen würden. Eine im ersten Moment für die betroffenen Eltern harte Frage oder Konfrontation mit der traurigen Realität, aber nun einmal nicht ungewöhnlich. Da der Schock auch sehr tief saß, haben sich die Eltern für diese angebotene Variante entschieden, wohl auch in der Hoffnung, so mit diesem furchtbaren Erlebnis besser abschließen zu können und es für alle das Beste sei. Wie auch immer. Keine Beerdigung, keine Grabstelle die dieses schrecklich- tragische Ereignis hätte immer wieder aufleben lassen. Dann folgten noch die üblichen Formalitäten der schriftlichen Einverständniserklärung, alles auf dem Postwege. Eine Bittte der Eltern, das Kind noch einmal sehen zu wollen, wieß man mit Begründungen ab bzw. redete dies aus, das das wohl nicht gut sei... .

Es verging ein gutes halbes Jahr, dann flatterte bei den Eltern ein Beerdigungsrechnung für eine Urne(!) auf dem städtischen Friedhofs Magdeburg ein, dazu eine Grabnummer.

Spätestens hier stellen sich wirklich einige weitere Fragen.

Für meine Begriffe, einiger Klärungsbedarf. Es war aber die Entscheidung der Eltern, zu bezahlen und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Wir haben das Thema auch nochmal nach der Wende erörtert, aber auch hier war die Entscheidung nicht anders. Eine Entscheidung, die man als Außenstehender in jeder Form respektieren muß.

Ich gehe jetzt aber von meiner Person aus, und ich hätte trotz allem Ungemachs und der psychischen Belastung Ermittlungen einleiten lassen, schon allein um Gewissheiten aber auch Ungewißheiten an`s Tageslicht zu befördern, um endlich mit der Sache auf die Art und Weise abschließen zu können, das es sich hier ganz einfach um einen Fall menschlicher Tragik gehandelt hat und keine unlauteren Machenschaften gelaufen sind, die man beim nüchternen Blick auf diesen Fall leider nicht ausschließen kann.


josy95


Auch in meinem Umfeld nimmt die Zahl derer und beiderlei Geschlechts leider ständig zu, die sich augenscheinlich zurückentwickeln und sich dabei speziel der Eigenschaften einiger tierischer Verwandter des Menschen wieder annähern. Sowohl charackterlich als u. a. auch sexuell. Gemeint ist dabei das Tier, von dem man üblicher Weise eher gern ein Kotlett auf dem Teller hat...!

Stoppt endlich Tierversuche! Nehmt dafür Kinderschänder, Mörder, Vergewaltiger, Gierbanker und
Hedgefondsmanager...


zuletzt bearbeitet 11.06.2012 14:37 | nach oben springen

#57

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 14:18
von damals wars | 4.893 Beiträge | 54378 Punkte

Was ist eine Rhesus-Unverträglichkeit?
Babys sind im Mutterleib bestens versorgt und auch gut gegen Widrigkeiten geschützt. Doch manchmal kann für das Ungeborene das mütterliche Immunsystem zur Gefahr werden. Zum Beispiel, wenn sich bei einer Rhesus-Unverträglichkeit der Körper der Mutter schützen will und beginnt, durch Antikörper die roten Blutkörperchen des Kindes zu zerstören. Dank medizinischer Fortschritte lässt sich diese Unverträglichkeit aber

heute

gut therapieren, so dass das Baby gesund zur Welt kommen kann.


Wieso ist das zweite Kind gefährdeter?
Der Rhesusfaktor ist ein Blutgruppenmerkmal, das auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen sitzt und erblich bedingt ist. Der größte Teil der Bevölkerung hat dieses Merkmal und ist damit Rh-positiv. Bei etwa 17 Prozent fehlt jedoch dieser Rhesusfaktor.

Eine Rhesus-Unverträglichkeit kann entstehen, wenn eine Mutter, die Rh-negativ ist, ein Kind bekommt, das vom Vater den Rhesus-Faktor vererbt bekommen hat, also Rh-positiv ist. Bei der ersten Schwangerschaft ist eine solche Konstellation meist noch kein Problem. Jedoch gelangen bei jeder Schwangerschaft kleine Mengen kindlichen Blutes in den Blutkreislauf der Mutter, beispielsweise über den Mutterkuchen (Plazenta) oder bei der Geburt. Die Mutter bildet dann gegen die Rh-positiven Blutzellen des Kindes Antikörper, da der Körper sie als fremd einstuft und deshalb zerstören will. Das Immunsystem merkt sich diesen Vorgang, um beim nächsten Mal sofort eine große Zahl von Antikörpern bilden zu können - die Mutter ist sensibilisiert.

.

http://www.eltern.de/schwangerschaft/pra...esusfaktor.html


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 11.06.2012 14:19 | nach oben springen

#58

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 14:31
von josy95 | 4.198 Beiträge | 32473 Punkte

Zitat von damals wars
Was ist eine Rhesus-Unverträglichkeit?
Babys sind im Mutterleib bestens versorgt und auch gut gegen Widrigkeiten geschützt. Doch manchmal kann für das Ungeborene das mütterliche Immunsystem zur Gefahr werden. Zum Beispiel, wenn sich bei einer Rhesus-Unverträglichkeit der Körper der Mutter schützen will und beginnt, durch Antikörper die roten Blutkörperchen des Kindes zu zerstören. Dank medizinischer Fortschritte lässt sich diese Unverträglichkeit aber

heute

gut therapieren, so dass das Baby gesund zur Welt kommen kann.


Wieso ist das zweite Kind gefährdeter?
Der Rhesusfaktor ist ein Blutgruppenmerkmal, das auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen sitzt und erblich bedingt ist. Der größte Teil der Bevölkerung hat dieses Merkmal und ist damit Rh-positiv. Bei etwa 17 Prozent fehlt jedoch dieser Rhesusfaktor.

Eine Rhesus-Unverträglichkeit kann entstehen, wenn eine Mutter, die Rh-negativ ist, ein Kind bekommt, das vom Vater den Rhesus-Faktor vererbt bekommen hat, also Rh-positiv ist. Bei der ersten Schwangerschaft ist eine solche Konstellation meist noch kein Problem. Jedoch gelangen bei jeder Schwangerschaft kleine Mengen kindlichen Blutes in den Blutkreislauf der Mutter, beispielsweise über den Mutterkuchen (Plazenta) oder bei der Geburt. Die Mutter bildet dann gegen die Rh-positiven Blutzellen des Kindes Antikörper, da der Körper sie als fremd einstuft und deshalb zerstören will. Das Immunsystem merkt sich diesen Vorgang, um beim nächsten Mal sofort eine große Zahl von Antikörpern bilden zu können - die Mutter ist sensibilisiert.

.

http://www.eltern.de/schwangerschaft/pra...esusfaktor.html




@"damalswars", danke für die einfache, aber verständliche Erläuterung.

Das war in meinem geschilderten Fall auch so. Und wie bereits schon erwähnt, auch in der DDR- Medizin hatte man das damals schon relativ gut im Griff. Die Medizin hat natürlich in über 25 Jahren erhebliche Fortschritte auch auf diesem Gebiet gemacht.

Ich möchte jedoch nocheinmal zu meinem Beitrag zurückkommen und die Frage stellen:

Wie hättet ihr im vorliegenden Fall gehandelt?

Alles nochmal "aufwärmen", die ganzen schlechten Erinnerungen, die Trauer noch einmal hochkommen lassen, nochmal eine erhebliche psychische Belastung in Kauf nehmen. Ggfls. bei aufgedeckten strafbaren Handlungen die Sache bis zum (bitteren) Ende durchziehen und die Verantwortlichen belangen lassen, um endgültige Gewissheit zu haben, Schuldige bestraft zu sehen oder alles auf sich beruhen lassen?

Meine Antwort:

Nochmals ein eindeutiges ja, ich hätte es getan.
Allein mit der ständigen Ungewissheit zu leben, das hier etwas unglaublich Verwerfliches, menschlich total Verabscheuungswürdiges gelaufen ist, hätte ich sonst als unerträglich empfunden!


josy95


Auch in meinem Umfeld nimmt die Zahl derer und beiderlei Geschlechts leider ständig zu, die sich augenscheinlich zurückentwickeln und sich dabei speziel der Eigenschaften einiger tierischer Verwandter des Menschen wieder annähern. Sowohl charackterlich als u. a. auch sexuell. Gemeint ist dabei das Tier, von dem man üblicher Weise eher gern ein Kotlett auf dem Teller hat...!

Stoppt endlich Tierversuche! Nehmt dafür Kinderschänder, Mörder, Vergewaltiger, Gierbanker und
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zuletzt bearbeitet 11.06.2012 14:40 | nach oben springen

#59

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 17:45
von utkieker | 2.449 Beiträge | 23386 Punkte

Hallo Anonymous,

herzlich Willkommen im Forum!
Ich habe immer wieder Schwierigkeiten mit der Doktrin des sogenannten Totalitarismus. Wenn es nicht totalitäre Staaten gibt, dann sind wir möglicherweise der Anarchie schon ein ganzes Stück näher. Das Problem liegt nur darin, daß mutmaßliche Anarchisten immer noch im Fokus staatlicher Überwachung stehen!
Wie tief Mediziner System steckten entzieht sich meiner Kenntnis. Nur soviel auch in der "totalitären" DDR haben sich Ärzte um die Gesundheit der Bevölkerung verdient gemacht. Natürlich wurde in der DDR Doping in der Humanmedizin verwendet und Gott sei Dank hat man dabei auch nicht die Kinder vergessen, sie nachhaltig medizinisch zu versorgen. Und meine Eltern brauchten noch nicht mal einen Pfennig dazu bezahlen.
In der DDR, dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten gab es sogar Adoptionen ja sogar Zwangsadaptionen. Manches mal wünschte ich mir, es ist besser ein Kind in liebevolle Pflege zu geben als ihm der Tyranei häuslicher Gewalt auszuliefern.
Ja es ist richtig es gab in der DDR politische Häftlinge. Natürlich sehe ich Vera Lengsfeld oder Gerulf Pannach als Opfer staatlicher Verfolgung an. Das ich mich im Forum sogar stark gemacht habe für Käte Woltemath und Knud Wollenberger möchte ich nicht nur am Rande erwähnen, auch wenn Moralisten dabei die Nase rümpfen. Nur für Nazi- und Kriegsverbrecher habe ich nur Verachtung übrig.
Natürlich wurden nicht Alle zum Studium zugelassen und das ist gut so! Mindestvorraussetzung für ein Studium war an den Universitäten und Hochschulen das Abitur. Dies galt natürlich auch für eine bekannte "linientreue" Pastorentochter, die sogar ein Auslandsstudium in der Sowjetunion absolvierte und mit Bravour abschloss.
Nach welchen Kriterien Adoptiveltern in der DDR ausgesucht wurden entzieht sich meiner Kenntnis, möglich, daß Angehörige des MfS "bevorzugt" in Frage kamen. Mit allergrößter Sicherheit waren es aber Paare deren Kinderwunsch, aus welchen Grund auch immer, auf natürlicher Weise nicht erfüllbar war.
Das die Zwillinge der Eheleute Ute und Hartmut L. auf wundersame Art an "liniengetreue" Genossen zur Adaption gelangt sind halte ich für wenig wahrscheinlich. Es war in der DDR nicht unbedingt üblich Totgeburten zu bestatten, dies gilt im gleichen Maße auch für den Rest Deutschlands. Auch wenn es pietätlos klingt, Totgeburten wurden als Klinikmüll entsorgt http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ge...90,9457228.html
Ich befürchte, daß mangelnde Trauerarbeit für verwaiste Eltern, wie im Fall der Eheleute L., heute Grund für allerlei Spekulationen sein können, vor allem dann wenn nicht genügend Zeit des Abschieds gewährt wird.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#60

RE: Kindstod in der DDR

in Leben in der DDR 11.06.2012 17:46
von Uleu | 357 Beiträge | 3819 Punkte

@ josy Die Frage kann und muss jeder für sich selbst entscheiden, ich wünsche aber keinem dass er eine solche Entscheidung mal treffen muss. Das kann man wirklich so nicht beantworten.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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