#181

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 14:35
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von S51
Zitat von Ghorbi:
"Zitat von SFGA
--------------------------------------------------------------------------------
Aber beachte auch das die Jugend heute kaum noch noch Interesse an der Aufarbeitung hat. Sie werden westlich geimpft (Stasi überall , gab nichts zu essen ..........) irgendwann ist das vergessen mit der DDR wie es wirklich war.Jemand sagte mal weist du wann die innere Einheit vollzogen ist??
Wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch gelöscht ist.
--------------------------------------------------------------------------------

Was muß ein heute 14 jähriger aufarbeiten? Der kennt die DDR nur aus den Erzählungen der Eltern oder Großeltern. Wenn die mit der Wende einen Knacks bekamen, dann wird das natürlich weiter gegeben. Meine Kleine ist 30, die hat auch keine Komplexe mit Ost oder West. Die hat aber nen Riecher für die Herkunft von so manchen, dass mir schwindelig wird.
Aber solange die hautnah Erleber der DDR ihr Wissen oder Falschdenken oder manchmal Verbohrtheit, an ihre Kinder weitergeben, wird es IMMER Ossis und Wessis geben. In 20 Jahren werden die Kinder dann ihren Kindern erzählen wie ärmlich das Leben in der DDR war und wie schlecht es ihren Großeltern ging u.s.w. u.s.w.
Wie war das Thema ? Versöhnung????"

Ja, solche Erfahrung habe ich auch gemacht. Erst nachdem mir meine Tochter aus der Schule derartigen Schrott erzählt hat, habe ich mir angewöhnt, ihr Dokumente aus der damaligen Zeit zu zeigen, sie mit Menschen, die wie ich auf der heute so "bösen" Seite standen wie auch mit meinen Kontrahenten damals zusammen zu bringen. So dass sie ihr Urteil selber fällen kann.
Ihr Urteil über die Politik und "deren Schule" heute fällt, für mich nicht überraschend, denn oft sehr drastisch aus: "Alles Lüge, fast...".
Sie kennt die Bilder aus der damaligen Zeit. Den Zustand der Häuser, der Umwelt. Sie kennt aber auch genug Beispiele dafür, dass heute zu sehr generalisiert wird. Sie weiß, dass es Menschen gab, die verfolgt wurden. Sie weiß aber auch, dass nicht "jeder" abgehört wurde, werden konnte, weil es für die mehrzahl dazu gar keine Technik gab. Ganz anders, als heute. Dass man für Worte in´s Gefängnis gehen konnte, wie heute auch.
Sie weiß mehr über die Grenze als der Durchschnitt aber eben auch, dass es nie überall Mauern und Minen gab, wie ihnen erzählt wurde.
Sie weiß, dass es nicht immer und gar überall Bananen gab aber auch, dass keiner hungerte.

Sie erlebt auch, dass von Unrechtsstaat gesprochen wird und merkt, dass damit nur verdeckt werden soll, wie ähnlich es sich doch mitunter geworden ist bzw. immer war. Sie merkt, dass es Menschen heute wie damals gibt, die unter Versöhnung allenfalls Unterwerfung verstehen. Die gar keine Versöhnung gebrauchen können, weil dann ihre Politik die Drohkulisse verlöre. Und die alles tun, damit der Zwist möglichst lange bleibt.

Sie hat gerade in unserem Forum aber auch erlebt, dass im kleinen Versöhnung doch funktionieren kann und sie hat darüber nicht schlecht gestaunt.




S 51 solange Leute wie du in diesem Forum sind, die ein Bild aufrecht erhalten , wie du es hier "malst", können wir eine Annäherung ( ich vermeide bewusst das Wort Versöhnung, weil es nach meiner Einschätzung in D nichts zu versöhen gibt) der Lebenseinstellung und der Einstellung zu unserem Vaterland als ein gemeinsames Ganzes vergessen.Du verlagerst es rethorisch geschickt auf deine Tochter, tatsächlich aber gibst du damit deine eigene Meinung wieder. Ich möchte nicht auf Details eingehen, ich verurteile den gesamten Post, der sogar noch mit Unwahrheiten angereichert ist. Das Ganze lief früher unter dem Begriff " feindwärts" und dieser Begriff ist heute noch in deinem Kopf, wenn man das Geschriebene analysiert. Der Begriff "feindwärts" war und ist auf der westseitigen Position der Mauer nicht vorhanden und wird es auch nie sein. Da könnt ihr noch 20 Jahre darüber reden.


Viele Grüße aus der Pos. "feindwärts"





Vieles was S51 schildert entspricht der Wahrheit, die heute vermittelt wird dazu kommen noch die Medien.


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#182

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 14:42
von Mike59 | 7.944 Beiträge

S 51 solange Leute wie du in diesem Forum sind, die ein Bild aufrecht erhalten , wie du es hier "malst", können wir eine Annäherung ( ich vermeide bewusst das Wort Versöhnung, weil es nach meiner Einschätzung in D nichts zu versöhen gibt) der Lebenseinstellung und der Einstellung zu unserem Vaterland als ein gemeinsames Ganzes vergessen.Du verlagerst es rethorisch geschickt auf deine Tochter, tatsächlich aber gibst du damit deine eigene Meinung wieder. Ich möchte nicht auf Details eingehen, ich verurteile den gesamten Post, der sogar noch mit Unwahrheiten angereichert ist. Das Ganze lief früher unter dem Begriff " feindwärts" und dieser Begriff ist heute noch in deinem Kopf, wenn man das Geschriebene analysiert. Der Begriff "feindwärts" war und ist auf der westseitigen Position der Mauer nicht vorhanden und wird es auch nie sein. Da könnt ihr noch 20 Jahre darüber reden.


Viele Grüße aus der Pos. "feindwärts"[/quote]
---------------------------------
Na Gert, geht es nicht auch darum, dass man einfach eine andere Meinung hat?
Und das es durchaus angebracht ist diese einfach einmal zu akzeptieren - es soll ja nicht so werden das man die Meinung des anderen teilt. Das wäre sicher nicht so schön.
Übrigens kennst du meine Töchter nicht, und die hatten keinen Politunterricht (diese Verarsche ging mir immer auf den S..) bei mir.

Grüße aus der windigen Rhön, Michael


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#183

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 14:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Na Gert, geht es nicht auch darum, dass man einfach eine andere Meinung hat?
Und das es durchaus angebracht ist diese einfach einmal zu akzeptieren - es soll ja nicht so werden das man die Meinung des anderen teilt. Das wäre sicher nicht so schön.
Übrigens kennst du meine Töchter nicht, und die hatten keinen Politunterricht (diese Verarsche ging mir immer auf den S..) bei mir.

Grüße aus der windigen Rhön, Michael

[/quote]


Richtig Michael, er(S51) hat seine Position geschildert und ich hab meine bzw. was ich davon halte entgegen gesetzt. Ich rechne ja nicht damit, dass er von dieser Pos. abgeht aber ich wollte so etwas nicht ohne Gegenrede im Raume stehen lassen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich mit meinem Post beabsichtigt.

Viele Grüße aus dem ( selten) frostigen Rheinland


.
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#184

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 19:18
von YYYYYYYY (gelöscht)
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mensch sören,

das finde ich jetzt aber echt komisch, du bist doch im osten zur schule oder?wie willste den wissen, was man im westen an den schulen lehrt?das ist stellenweise von schule zu schule unterschiedlich, auch wenn es einen einheitlichen lehrplan für jedes bundesland gibt.
ich bin bis zur 3 klasse im "osten " zur schule gegangen und dann bis zur 10 ten klasse im "westen". bei uns wurde das thema "teilung deutschland" insgesamt ein dreiviertel jahr durchgenommen. man hat uns es so vermittelt, die stasi ist an allem schuld, es war aber nie die rede von hungern oder ähnlichem..die lehrer blieben aber fair, und vermittelten eigentlich ein objektives bild. wer nicht gerade gepennt hat , konnte sich ja seinen teil denken.
heutzutage ist das anders, anscheinend?


zuletzt bearbeitet 01.12.2010 19:21 | nach oben springen

#185

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 19:42
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch
...Vor der "Versöhnung" hat zuerst mal immer die "Reue" zu stehen...


zum Versöhnen gehören immer "Zwei" dazu und von Denen sehe ich hier zu wenig!

Schönen Gruß aus Kassel.



Zitat
Somit haben wir jetzt 942--Mitglieder



Sind doch genug da oder nicht?

Es gibt allerdings auch nichts zu bereuen, wenn man selbst immer sauber geblieben ist. Weiterhin ist Versöhnung auch das falsche Wort, steht es doch eher für die Aufhebung von Widersprüchen und nicht die Vergebung von Schuld.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 01.12.2010 19:44 | nach oben springen

#186

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 21:01
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Gert:
er(S51) hat seine Position geschildert und ich hab meine bzw. was ich davon halte entgegen gesetzt. Ich rechne ja nicht damit, dass er von dieser Pos. abgeht aber ich wollte so etwas nicht ohne Gegenrede im Raume stehen lassen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich mit meinem Post beabsichtigt.

Siehste, ich auch nur. Damit habe ich kein Problem. Wenn man beide Positionen als solche akzeptiert, kann ich und wohl auch du wie eigentlich alle damit gar nicht so schlecht leben.
Wenn verlangt wird, nun auf Deibel gumm raus die radikalen Positionen des Anderen als Nonplusultra zu übernehmen, wird es sicher schwierig. Nichts anderes aber verlangt man von uns und unseren Kindern. Das klappt nicht, denn sie merken den Schwindel natürlich. Und wir Alten sowieso.
Die DDR war nicht vollkommen. Die Bundesrepublik ist es auch heute noch nicht. Die DDR hat ihrer Existenz eigentlich alles geopfert, was entbehrlich erschien. Umweltschutz aber auch wirtschaftliche Entwicklung. Das sah jeder und keiner hat es gelaubt. In der DDR war ein offenes Wort am verletzlichen Ort ein Problem, man konnte dafür in das Gefängnis gehen. In der Bundesrepublik kann uns dies auch passieren. Es kommt darauf an, wem man auf die Zehen trat oder tritt. In der DDR gab es weitaus weniger Freiheiten als in der BRD aber es gab sie auch. In der BRD werden die Freiheiten zu Gunsten von mehr Sicherheit auch nach und nach gekürzt.
In der DDR konnten "falsche", weil vielleicht auch ehrliche Meinungen das Leben ruinieren. In der BRD ist politische Korrektheit für die Karierre keineswegs unwichtig. Verbindungen auch. So unähnlich ist das gar nicht.
Die DDR hat, um existieren zu können, ihre Bürger zu großen Teilen quasi gefangen gehalten. Die Bundesrepublik nicht. Das ist das weitaus größte Manko, welches bleiben wird.
Wer "Reue" verlangt, muss sich fragen lassen wofür? Ich habe keinen erschossen, nicht mal verletzt. Zu DDR-Zeiten habe ich weder geschossen noch sonstwie Gewalt angewendet. Wofür Reue? Ich habe Menschen gejagt und festgenommen, von denen ich damals überzeugt war, es wären Kriminelle. Für die Zeit zwischen 1983 und Herbst 1985 habe ich diese Ansicht in einigen Fällen (nicht allen) inzwischen revidiert. Für die Zeit danach bleibe ich dabei und weiß warum. Wofür Reue? Ich habe meinem Land gedient, Leben und Eigentum von Menschen geschützt oder beim Eigentum wieder beschafft. Wofür Reue? Niemand von meinen "Kunden" hat mir jemals unfaires Verhalten vorgeworfen. Wofür Reue? Ich habe im Bereich der Aufklärung diverse Aufträge erledigt und ich habe als Deckung dieser Dinge auch Berichte über andere zumindest unterschrieben aber auch verfaßt. Das kann man mir wohl als ehrenrührig unterstellen, und das war es auch. Jedoch steht dort nichts, was nicht wahr wäre. Die Art und Weise aber war nicht sauber. Solche Dinge aber verschweige ich heute nicht (damals schon). Auch meine Lütte weiß, dass es so etwas gab. Sie weiß aber auch, dass andere Dienste heutzutage nicht anders arbeiten, auch aus der eigenen Familie.
Das ist aber keine saubere Seite in meiner Biografie, sie erstreckt sich von 1983 bis 1985. Doch das geschah, um meinen Land zu dienen und meiner Laufbahn den Weg freizuräumen - gebe ich ja zu.
Was will mir da ein Wessi vorwerfen? Dass es so etwas dort nicht gegeben hätte? Stimmt ja gar nicht, war nur halt die andere Seite. Wofür Reue Unbeteiligten gegenüber? Ich habe denen nichts getan, nicht direkt, nicht indirekt.
Versöhnung bedeutet aus meiner Sicht nur, dass man die eigene Biografie hinstellen kann, ohne vom Anderen als das Böse schlechthin bezeichnet zu werden, wenn es dafür keinen sachlichen Grund gibt. Und die Biografie des anderen genauso akzeptiert.
Das aber gesteht man uns nicht zu. Also gibt es Kontra.
Es ist wie damals am Kanten. Wir haben auf unserer Seite genauso einer ruhigen Grenze gedient, wie BGS oder Zoll auf der anderen Seite. Wir haben uns genauso auf den Extremfall vorbereitet wie BAOR oder andere Truppen auf der Gegenseite auch. Und wie die Gegenseite immer gehofft, dass der Fall nie eintreten möge. Dafür hat man auch vieles getan. Es war halt eine Grenze der Machtblöcke.
Wir hatten nichts gegen den Anderen. Wir hatten auch nichts gegen den Grenzverletzer, warum er auch da durch wollte. Traf man zusammen, hatte er eben Pech. Doch war es nichts persönliches und die Regeln waren eigentlich so klar, dass bei ruhigem Angehen niemandem etwas passieren musste. Was den anderen Fall freilich nie aussschloß, denn Ruhe war in solchen Fällen leider eben nicht normal. Ich gehöre nicht zu jenen, die vor einem Opfer keine Achtung haben.
Mit gegenseitigem Respekt komme ich klar, das mache ich jederzeit mit. Unterwerfung aber gibt es nicht.
Deswegen jedoch muß ich niemandem an´s Fell. Nicht virtuell und schon gar nicht in der Realität.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#187

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 21:56
von YYYYYYYY (gelöscht)
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@ s51

wow, sehr gut geschriebener text, mein respekt


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#188

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 21:58
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von Gohrbi

Zitat von SFGA
Aber beachte auch das die Jugend heute kaum noch noch Interesse an der Aufarbeitung hat. Sie werden westlich geimpft (Stasi überall , gab nichts zu essen ..........) irgendwann ist das vergessen mit der DDR wie es wirklich war.Jemand sagte mal weist du wann die innere Einheit vollzogen ist??
Wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch gelöscht ist.



Was muß ein heute 14 jähriger aufarbeiten? Der kennt die DDR nur aus den Erzählungen der Eltern oder Großeltern. Wenn die mit der Wende einen Knacks bekamen, dann wird das natürlich weiter gegeben. Meine Kleine ist 30, die hat auch keine Komplexe mit Ost oder West. Die hat aber nen Riecher für die Herkunft von so manchen, dass mir schwindelig wird.
Aber solange die hautnah Erleber der DDR ihr Wissen oder Falschdenken oder manchmal Verbohrtheit, an ihre Kinder weitergeben, wird es IMMER Ossis und Wessis geben. In 20 Jahren werden die Kinder dann ihren Kindern erzählen wie ärmlich das Leben in der DDR war und wie schlecht es ihren Großeltern ging u.s.w. u.s.w.
Wie war das Thema ? Versöhnung????




Besser kann man es nicht ausdrücken - meine volle Zustimmung !

MfG
Jawa350


MfG
Jawa350
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#189

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 01.12.2010 23:36
von wosch (gelöscht)
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Zitat von S51
Zitat von Gert:
er(S51) hat seine Position geschildert und ich hab meine bzw. was ich davon halte entgegen gesetzt. Ich rechne ja nicht damit, dass er von dieser Pos. abgeht aber ich wollte so etwas nicht ohne Gegenrede im Raume stehen lassen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich mit meinem Post beabsichtigt.

Siehste, ich auch nur. Damit habe ich kein Problem. Wenn man beide Positionen als solche akzeptiert, kann ich und wohl auch du wie eigentlich alle damit gar nicht so schlecht leben.
Wenn verlangt wird, nun auf Deibel gumm raus die radikalen Positionen des Anderen als Nonplusultra zu übernehmen, wird es sicher schwierig. Nichts anderes aber verlangt man von uns und unseren Kindern. Das klappt nicht, denn sie merken den Schwindel natürlich. Und wir Alten sowieso.
Die DDR war nicht vollkommen. Die Bundesrepublik ist es auch heute noch nicht. Die DDR hat ihrer Existenz eigentlich alles geopfert, was entbehrlich erschien. Umweltschutz aber auch wirtschaftliche Entwicklung. Das sah jeder und keiner hat es gelaubt. In der DDR war ein offenes Wort am verletzlichen Ort ein Problem, man konnte dafür in das Gefängnis gehen. In der Bundesrepublik kann uns dies auch passieren. Es kommt darauf an, wem man auf die Zehen trat oder tritt. In der DDR gab es weitaus weniger Freiheiten als in der BRD aber es gab sie auch. In der BRD werden die Freiheiten zu Gunsten von mehr Sicherheit auch nach und nach gekürzt.
In der DDR konnten "falsche", weil vielleicht auch ehrliche Meinungen das Leben ruinieren. In der BRD ist politische Korrektheit für die Karierre keineswegs unwichtig. Verbindungen auch. So unähnlich ist das gar nicht.
Die DDR hat, um existieren zu können, ihre Bürger zu großen Teilen quasi gefangen gehalten. Die Bundesrepublik nicht. Das ist das weitaus größte Manko, welches bleiben wird.
Wer "Reue" verlangt, muss sich fragen lassen wofür? Ich habe keinen erschossen, nicht mal verletzt. Zu DDR-Zeiten habe ich weder geschossen noch sonstwie Gewalt angewendet. Wofür Reue? Ich habe Menschen gejagt und festgenommen, von denen ich damals überzeugt war, es wären Kriminelle. Für die Zeit zwischen 1983 und Herbst 1985 habe ich diese Ansicht in einigen Fällen (nicht allen) inzwischen revidiert. Für die Zeit danach bleibe ich dabei und weiß warum. Wofür Reue? Ich habe meinem Land gedient, Leben und Eigentum von Menschen geschützt oder beim Eigentum wieder beschafft. Wofür Reue? Niemand von meinen "Kunden" hat mir jemals unfaires Verhalten vorgeworfen. Wofür Reue? Ich habe im Bereich der Aufklärung diverse Aufträge erledigt und ich habe als Deckung dieser Dinge auch Berichte über andere zumindest unterschrieben aber auch verfaßt. Das kann man mir wohl als ehrenrührig unterstellen, und das war es auch. Jedoch steht dort nichts, was nicht wahr wäre. Die Art und Weise aber war nicht sauber. Solche Dinge aber verschweige ich heute nicht (damals schon). Auch meine Lütte weiß, dass es so etwas gab. Sie weiß aber auch, dass andere Dienste heutzutage nicht anders arbeiten, auch aus der eigenen Familie.
Das ist aber keine saubere Seite in meiner Biografie, sie erstreckt sich von 1983 bis 1985. Doch das geschah, um meinen Land zu dienen und meiner Laufbahn den Weg freizuräumen - gebe ich ja zu.
Was will mir da ein Wessi vorwerfen? Dass es so etwas dort nicht gegeben hätte? Stimmt ja gar nicht, war nur halt die andere Seite. Wofür Reue Unbeteiligten gegenüber? Ich habe denen nichts getan, nicht direkt, nicht indirekt.
Versöhnung bedeutet aus meiner Sicht nur, dass man die eigene Biografie hinstellen kann, ohne vom Anderen als das Böse schlechthin bezeichnet zu werden, wenn es dafür keinen sachlichen Grund gibt. Und die Biografie des anderen genauso akzeptiert.
Das aber gesteht man uns nicht zu. Also gibt es Kontra.
Es ist wie damals am Kanten. Wir haben auf unserer Seite genauso einer ruhigen Grenze gedient, wie BGS oder Zoll auf der anderen Seite. Wir haben uns genauso auf den Extremfall vorbereitet wie BAOR oder andere Truppen auf der Gegenseite auch. Und wie die Gegenseite immer gehofft, dass der Fall nie eintreten möge. Dafür hat man auch vieles getan. Es war halt eine Grenze der Machtblöcke.
Wir hatten nichts gegen den Anderen. Wir hatten auch nichts gegen den Grenzverletzer, warum er auch da durch wollte. Traf man zusammen, hatte er eben Pech. Doch war es nichts persönliches und die Regeln waren eigentlich so klar, dass bei ruhigem Angehen niemandem etwas passieren musste. Was den anderen Fall freilich nie aussschloß, denn Ruhe war in solchen Fällen leider eben nicht normal. Ich gehöre nicht zu jenen, die vor einem Opfer keine Achtung haben.
Mit gegenseitigem Respekt komme ich klar, das mache ich jederzeit mit. Unterwerfung aber gibt es nicht.
Deswegen jedoch muß ich niemandem an´s Fell. Nicht virtuell und schon gar nicht in der Realität.




Hallo S51!
Nachdem ich Deine Ausführungen aufmerksam durchgelesen habe, gestatte mir daß ich mich zu Ihnen äussere.
Mir kommt es teilweise so vor, als ob Du Dir, aus welchen Gründen auch immer, die größte Mühe gibst der Leserschaft deutlich zu machen, daß es für Dich nichts zu "bereuen"gebe! Warum eigentlich, es hat Dir doch keiner Vorwürfe dahingehend gemacht, daß Du Dich an irgendwelchen Personen "versündigt" hättest. Mir persönlich geht es eh nicht darum, was seinerzeit in der DDR war, das ist schon längst Geschichte, mir geht es aber darum, wie man im Nachhinein mit der Geschichte umgeht und da stört mich ganz gewaltig, daß man die DDR-Geschichte und seine eigene Vergangenheit in einen falschen Kontex zu den Verhältnissen in der damaligen Bundesrepublik setzt und darüber hinaus auch noch in diesem Zusammenhang gerne mit dem "Stinkefinger" auf das heutige wiedervereinte Deutschland zeigt, wobei gerne vergessen wird, daß man es mit einer DDR nicht mehr vergleichen kann,die gibt es ja nun nicht mehr, aber Gedanken wie es der damals schon wirtschaftlich maroden DDR, wenn es sie denn noch weiter gegeben hätte, gegangen wäre, nicht in Erwägung zieht. Das Bild, daß Du hier teilweise von der BRD aufzeigen tust, entspricht genauso wenig den Tatsachen wie das was Du für die DDR darlegst. Auf einer Seite wird maßlos übertrieben auf der Anderen maßlos untertrieben. Wenn man Alles glauben würde was Einem hier gerne erzähhlt wird, war zwar in der DDR nicht unbedingt Alles gut, aber im Westen war es ja noch schlimmer und für all Das was in der DDR nicht in Ordnung war, war der Westen verantwortlich!
Nein S51, es verlangt Keiner , daß hier Einige bereuen und sich hier mit irgendwelchen Personen "versöhnen" sollen, mir persönlich würde es schon reichen wenn man das Unrecht, daß die "Staatsgewalt" der DDR den durch Mauer und Stacheldraht eingesperrten Menschen, mit den daraus resultierenden Folgen, angetan hatte, nicht als "Notwendiges" Übel hinstellen würde und nicht ewig seinen verlorenen Karriereaussichten nachtrauert.
Man sollte das neue Leben annehmen, auch wenn man nicht unbedingt wieder in der ersten Reihe stehen kann (Die Arbeitgeber haben sich eben den Umständen entsprechend geändert), ein Zurück wird es in absehbarer Zukunft nicht geben, ich will es jedenfalls nicht hoffen!!
Und macht um Himmels Willen nicht die Kinder verrückt, wenn Ihr ihnen was erzählt, dann zeigt ihne auch die Bilder von Peter Fechter und die Oma die aus dem Fenster im 4. Stock in der Bernauer Straße ins Sprungtuch knallte, bevor man die Fenster zumauern und die Häuser abreißen konnte.

Auch ich zeuge Dir für Deine Zeilen Respekt, es ist immer gut wenn man miteinander spricht.

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 01.12.2010 23:41 | nach oben springen

#190

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 00:26
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von wosch

Hallo S51!

Nein S51, es verlangt Keiner , daß hier Einige bereuen und sich hier mit irgendwelchen Personen "versöhnen" sollen, mir persönlich würde es schon reichen wenn man das Unrecht, daß die "Staatsgewalt" der DDR den durch Mauer und Stacheldraht eingesperrten Menschen, mit den daraus resultierenden Folgen, angetan hatte, nicht als "Notwendiges" Übel hinstellen würde und nicht ewig seinen verlorenen Karriereaussichten nachtrauert.

.... und die Oma die aus dem Fenster im 4. Stock in der Bernauer Straße ins Sprungtuch knallte, bevor man die Fenster zumauern und die Häuser abreißen konnte.


Schönen Gruß aus Kassel.



Hallo, wosch,

ich habe aus Deiner Epistel (wenn ich sie mal so nennen darf) nur mal zwei Punkte herausgegriffen, die mich persönlich ein bisschen stören.

Der erste ist: Ich hatte bei allen Beiträgen von S51 nie den Eindruck, dass er verlorenen Karrierechancen nachtrauert, sondern sich bemüht, sein Erleben in den zeitgeschichtlichen Kontext zu stellen - und das finde ich persönlich in Ordnung.

Das zweite ist für mich: Diese Oma, von der Du oben schriebst, hat zu Lebzeiten einen Namen gehabt - Ida Siepmann - und den sollte man schon nennen. Sie sprang auch nicht aus dem 4. Stock an der Bernauer Straße, sondern aus dem 3., und zwar, bevor die Feuerwehr das Sprungtuch aufspannen konnte. Das ändert natürlich nichts an dem schrecklichen Ergebnis, aber man sollte diesen Menschen schon ihren Namen lassen.

Gruss

icke



zuletzt bearbeitet 02.12.2010 00:27 | nach oben springen

#191

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 10:03
von icke46 | 2.593 Beiträge

@wosch:

Es ging mir in meiner Antwort nicht darum, mich mit Dir auf dem Rücken einer toten Frau auseinanderzusetzen, wie Du es nennst. Mich störte eher die etwas saloppe Ausdrucksweise (Oma), weil man - nach meiner persönlichen Ansicht - dem Menschen ein Stück Würde nimmt.

Was das Geschehen an der Bernauer Straße angeht: Ich habe seinerzeit als Kind ca. 3 Monate im Jahr in West-Berlin im Bereich der Brunnenstraße, in unmittelbarer Nähe der Bernauer Str. verbracht, und von daher schon einiges mitbekommen.

Das nur zur Klarstellung, da Du scheinbar immer versuchst, die Einlassungen Deiner Mitdiskutanten in ein negatives Licht zu rücken - das ist jedenfalls mein Eindruck.

Und nun beende ich diesen Teilaspekt des Themas.

Gruss

icke



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#192

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 11:56
von icke46 | 2.593 Beiträge

Nur ganz kurz zu der Begrifflichkeit "Oma": Laut wikipedia war die gute Frau 57 zu dem Zeitpunkt - ob sie Oma war, steht da nicht. Und ich würde 57jährige Frauen nicht von vornherein als Oma bezeichnen. Um es mal an meinem Beispiel festzumachen: Ich bin 54, und mein Enkel nennt mich logischerweise Opa. Allerdings würde ich mich schwer bedanken, wenn mich auf der Strasse jemand nur auf Grund eines geschätzten Alters als Opa titulieren würde. Und ich hoffe auch nicht, dass Du in Kassel auf der Strasse als "Mümmelgreis" angesprochen wirst, was von der Logik her - schliesslich bist Du ein Ende älter als ich - ja eigentlich aus Deiner Sicht in Ordnung sein müsste.

Da das nun aber wirklich "Off Topic" wird, sollten wirs dabei belassen.

Nur eins noch: Das mit Deiner fetten blauen Schrift stört mich persönlich weniger. Immerhin steht die Schriftart im Internet für ein bestimmtes Verhalten - und wenn Du das für Dich in Anspruch nehmen willst, habe ich nichts dagegen.

Schönen Gruß nach Kassel

icke



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#193

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 14:52
von Gohrbi | 573 Beiträge

Ich weiß nicht, warum jetzt hier alle auf der Oma und dem Opa rumhacken.

Um zum Thema Versöhnung zu kommen, mit Omma und Oppa habe ich mich auch versöhnt.

Oma und Opa sein ist was schönes und wenn jemand zu mir Opa sagt, dann
ist das doch Wertschätzung am Alter und manchmal sogar an der Weisheit


zuletzt bearbeitet 02.12.2010 14:53 | nach oben springen

#194

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 15:13
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

STOP
das Thema in diesem Beitrag ist "Versöhnung in 20 Jahren" und nicht "Oma und Opa in 20 Jahren" oder wie wird aus einem "Maueropfer eine Oma"..............also bitte wieder zurück zum Thema.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#195

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 16:51
von Gohrbi | 573 Beiträge

Zurück zum Thema.

Waren wir vor den 20Jahren nicht alle Brüder und Schwestern in Ost und West? Ich meine auch Versöhnung paßt hier nicht.
Also warum sagen wir nicht Zusammenwachsen? Da könnte ich dann aber auch wieder heulen. Was soll zusammen wachsen?
Ich denke die Menschen in Ost und West, aber nicht nur die Ostler und nur die Westler, sondern zu Wostler. Da es aber auf beiden Seiten verbohrte gibt, wird das problematisch.
Es ist eben nicht Jeder dem Anderen gegenüber aufgeschlossen. Er WILL es einfach nicht. Genau so sind die Menschen im guten alten Osten auseinander gedriftet. Vor NEID. Früher saßen 9 von 10 Familien vor der Tür auf´n Bier. Nach der Wende waren es noch 2, die miteinander sprachen. Wie wollen wir im Westen für Verständnis werben, wenn sich der Osten nicht mehr versteht.
Ich habe es noch 4 Jahre in den NBL erlebt, wie Neid und Mißgunst Freundschaften, konnte man dazu so sagen, zerstört haben.
Ich und 3 andere blieben beim Bund, der Rest der Truppe wurde Geldanlageberater
Auch im Westen wollen nicht alle mit den Ossis zu tun haben. Sagen das auch so klar und deutlich, wie es Ossis gibt, die den Wessi von Anfang an ablehnen.
Also, es gibt viel zu tun packen wir es an.


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#196

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 02.12.2010 17:42
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

Zitat von Angelo

Zitat von PF75
Wer nimmt denn heute einen Monarchen denn noch Ernst ?



Nun ja in England hat die Queen ja noch einen gewissen Status
Aber du hast schon recht Versöhnung kann nicht befohlen werden sondern muß von allen gewollt sein. Es gab ja mal das schöne Wort hier im Forum "Ewig Gestrige" ich habe öfters auch mal das empfinden das wir nicht im Jahre 2010 leben. Viele wollen oder können mit Ihrer Vergangenheit nicht abschließen. Sicherlich verstehe ich auch den Aspekt das einige in der DDR kein schönes leben hatten,aber da frage ich mich auch öfters, als unbeteiligter warum hatten die Menschen kein schönes Leben ? Lag es vielleicht daran das sie was getan haben was in der DDR nicht erlaubt war ? Wenn ich in Deutschland ein Bank überfalle muß mir klar sein das ich in den Knast komme wenn ich erwischt werde. War das in der DDR nicht auch so.......war mir nicht klar wenn ich fliehe und erwischt werde ins Gefängnis komme ? Und es gab nun mal Menschen in der DDR die darauf aufpassen mußten das eben genau das nicht passiert...es war ein Job und ich bezweifel das jeder diesen Job mit Stolz gemacht hat.....

So und jetzt druff auf den König



wenn es auch nicht mein bester Beitrag ist, aber dass unterschreibe ich dir 100%ig.
Und übrigens, diesen "Job" habe ich nicht gerne gemacht, die historischen Bedingungen haben mich in die Pflicht genommen


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#197

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 03.12.2010 12:26
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert
Ich war auch dabei und mir haben sie auch die Würde als Mensch genommen. Das ist nun mal das vorherrschende Gefühl wenn man ins Lager oder Gefängnis deportiert wird.,



Und was soll uns das über Dich sagen, außer dass Du die DDR gerne als Lager bezeichnest? Wie leicht Du deine Würde an den Nagel hängst? Schließlich gab es genug die eine echte Haft, vor und nach 1989, mit Fassung und Würde durchgestanden haben.

Würde läßt man sich nicht nehmen, die gibt man höchstens selber her.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#198

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 03.12.2010 14:35
von Pit 59 | 10.129 Beiträge

Nach 1989 wurde mit Sicherheit keiner mehr wegen seiner politischen Einstellung verurteilt und musste in Haft,und wenn dann war er ein paar Tage später draussen,da war Freiheit und Demokratie.Man muss mal alle,die das MFS in den Knast gebracht hat in einer Reihe aufstellen,und jeden gegenüber einen von der D....... Organisation.Dann wollen wir mal sehen wer sich "versöhnt",und dann hilft auch kein :"Ich war doch nur ein ganz kleiner"-"ich hatte doch meine Befehle" ich habe doch nur gemacht was die grossen gesagt haben". Ich gehe davon aus da wird gar nicht diskutiert da gibts tutu u. andere Hiebe.


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#199

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 03.12.2010 14:40
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Pit 59
Nach 1989 wurde mit Sicherheit keiner mehr wegen seiner politischen Einstellung verurteilt und musste in Haft,und wenn dann war er ein paar Tage später draussen,da war Freiheit und Demokratie.Man muss mal alle,die das MFS in den Knast gebracht hat in einer Reihe aufstellen,und jeden gegenüber einen von der D....... Organisation.Dann wollen wir mal sehen wer sich "versöhnt",und dann hilft auch kein :"Ich war doch nur ein ganz kleiner"-"ich hatte doch meine Befehle" ich habe doch nur gemacht was die grossen gesagt haben". Ich gehe davon aus da wird gar nicht diskutiert da gibts tutu u. andere Hiebe.



Ach schau an, ich dachte immer die seien körperlich alle so gebrochen... und nun hilft gegen die plötzlich nichts mehr? Ja was denn nun?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#200

RE: Versöhnung in 20 Jahren?

in DDR Politik Presse 03.12.2010 14:49
von Landeposten (gelöscht)
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Was bitte ist die D......Organisation?Muß ich wissen, verstehe sonst den tieferen Sinn nicht...


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