#21

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 08:14
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Mit den ersten Farbfernsehern der DDR konnte man das PAL-System nicht empfangen,man brauchte ein kleines Teil,woher? natürlich aus dem Westen,der Einbau war dann kein Problem,also für einen Fernseh-Mann.Kann mich genau erinnern wie die Dinger gehandelt wurden.Wer sehr gute West-Beziehungen hatte war ein gemachter Mann.Mein erster gekaufter,mit Bescheinigung vom Betrieb das ich ein guter Mensch bin (lach) und dann 6.500.- Ost Mark.


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#22

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 08:29
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge


Apropos: Wann haben eigentlich die Werbespots aufgehört?

Theo


zuletzt bearbeitet 24.11.2010 08:31 | nach oben springen

#23

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 09:58
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von westsachse
An der Stelle auf den "Westen" zu schimpfen halte ich für falsch.

Gruß

westsachse


Ich glaube Jetzt hat keiner auf den Westen geschimpft ! Aber feindliches Fersehen sagte auch keiner.
MfG
Jawa350


MfG
Jawa350
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#24

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 10:00
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von Zaunkönig
Witz ein. Frage der Lehrerin in einer Ostberliner Schulklasse an die Schüler: Was seht ihr denn zu Hause für ein Fernsehprogramm, unseres oder das Westfernsehen? Antwort eines Schülers: Wir sehen immer unser Programm, nur am Montag schalten wir um, da kommt auf dem anderen Sender ein alter Film. Witz aus
Erklärung dazu: Montags kam im Ostfernsehen immer ein alter Film.
Aber Tatsache; die Schüler der Unterstufe, 1. bis 4. Klasse, wurden gefragt, wie denn ihre Uhr im Fernsehen aussieht. Hat die Punkte oder Striche. Erklärung dazu, die Ostuhr hatte als Minuten dicke Punkte und die Westuhr Striche.
Peter, der Zaunkönig




Das kann ich bestätigen. Wir wurden in der Schule von unserer Klassenlehrerin aufgefordert, alle Sendungen aufzuschreiben, die wir als 10-jährige im Fernsehen konsumieren. Die Zettel wurden eingesammelt und von der Lehrerschaft ausgewertet. An der ersten Reaktion der Klassenlehrerin konnten wir vernehmen, daß die Auswertung wohl nicht deren Vorstellung entsprach......Das war im Herbst 1978.

VG Anton



zuletzt bearbeitet 24.11.2010 10:01 | nach oben springen

#25

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 10:40
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Was für mich immer besonders schlimm war, dass bei den DDR-Nachrichten, in Ratgebersendungen oder teilweise auch in DDR-Filmen das Sprechen wie auswendig gelernt oder abgelesen klang. Es gab aber auch andere Filme, auch aus DDR -Produktion oder bei DDR-Syncronisationen ausländischer Filme, wo das nicht so war. Ich dachte dann immer, wenn Leute im Westen sowas hören, die müssen doch denken hier leben nur Roboter.


zuletzt bearbeitet 24.11.2010 10:46 | nach oben springen

#26

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 11:03
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Bis auf wenige Ausnahmen konnte man mal auf das DDR-Programm umschalten,das Sandmännchen steht hier wohl ausser Frage,da konnte der Westen nicht mithalten,und DDR-Märchen.(damit meine ich nicht die Aktuelle Kamera) obwohl das immer die neuesten Märchen waren.


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#27

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 11:42
von Blanco (gelöscht)
avatar

"Westfernsehen" zu gucken war ja - soweit mir von ex-DDR-Bürgern in den 80er Jahren berichtet wurde - nicht verboten. Das wurde wohl von den Offiziellen zähneknirschend toleriert. Da wuchs sicherlich auch im Laufe der Zeit die Erkenntnis, dass man es nicht verhindern konnte, dass DDR-Bürger "Westfernsehen" gucken.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass wohl spätestens ab etwa Mitte der 80er Jahre das Programm der ARD in das Kabelnetz bzw. Hausantennen-Netz der Hochhaussiedlungen in Halle eingespeist wurde. Damit sollte verhindert werden, dass sich die Bewohner Antennen vor ihre Fenster an die Fassade hängen. Das wurde mir von einem Arbeitskollegen berichtet, der Mitte der 80er die DDR verlassen hatte und schließlich nach einer Odysee durch Österreich in Berlin (West) gelandet war.


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#28

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 11:43
von SanGefr | 218 Beiträge

Der Begriff "Feindliches Fernsehen" kam bestimmt nicht aus dem Westen. Meiner Ansicht nach ist das ein Begriff des "schwarzen Kanals" von und mit Karl-Eduard von Schnitzler. Ich habe diesen Begriff hier in der Bundesrepublik nicht gehört.
Ich habe als Kind auch sehr gerne Sendungen auf "Ostzone", wie wir den Deutschern Fernsehrfunk so nannten, gesehen. Als da wären Meister Nadelöhr, Professor Flimmrich, Frau Puppendoktor Pille, Malermeister Klecks, Sandmännchen, Herr Fuchs und Frau Elster, Pittiplatsch etc. pp. aber auch gerne Augsburger Puppenkiste, Schlager für Schlappohren (Arno und der mutige Hase Cäsar), den Spatz vom Wallraffplatz, Sandmännchen, Rappelkiste etc. pp. Wir als Kinder haben keinen Unterschied gemacht, welches "System" welche Sendung bringt. Uns hat es einfach gefallen. Montags kam um 20 Uhr immer die Reihe "Für den Filmfreund ausgewählt" Alte Filme mit heinz Rühmann, Hans Albers, Theo Lingen, Hans Moser etc. pp. Als jugendlicher habe ich mit meinen Eltern immer gerne montags vor der Glotze gesessen. Zum krönenden Abschluss kam anschließend der Schwarze Kanal. mit dem Hetzer von Schnitzler, der ja ab und an in West-Berlin beim Einkaufen gesehen wurde, was er ja gerne abgestritten hat. Da fällt mir noch Willi Schwabes "Rumpelkammer" ein, was meine Eltern auch immer gerne sahen.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.11.2010 11:53 | nach oben springen

#29

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 11:53
von Südharzer | 570 Beiträge

Wir haben ca.30 km von der Grenze entfernt gewohnt,somit war mit entsprechender Technik der Empfang von mind. 3 Westprogrammen möglich.
Ein Freund von mir hatte seine Verwandschaft aus dem Dresdner Raum in den Ferien zu Besuch. .....Muss ich weiterschreiben?
Als ich ihn mittgas auf den Weg zum Stausse abholte,fragte ich ihn warum die Kinder nicht mitkämen zum baden?

14:00Uhr kommt doch Ferienprogramm,ab 16:00 Uhr dies das jenes...............

Die sind echt nur zum Fernsehglotzen gekommen.

Habt ihr am Wochenende auch immer die Programmvorschau bei ARD und ZDF für die kommende Woche aufschreiben müssen?
An diese Ausstrahlungen kann ich mich noch zu gut erinnern.


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#30

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 11:59
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Ja genau Südharzer,ich glaube Sonntag früh kam die Vorschau,immer alles schön aufgeschrieben,und Am Fuß der blauen Berge rot angestrichen.


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#31

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 12:46
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich kenne noch die Zeit als aufgefordert wurde die "Westantenne" vom Dach zu entfernen. Seit dem Anfängen des Fernsehens im 3.Reich war man sich bewusst welche Möglichkeiten sich boten es als ideologische Beeinflussung mit einzusetzen! Genauso wie das Radio.
Der Mensch wird immer Interesse haben was der "Gegner" zu sagen hat. Ob damals BBC oder später Westsender per Radio oder Fernsehen.Von der Technik und den finanziellen Mitteln auch durch Werbeeinnahmen war man der DDR im Westen vorraus.Doch gab es in der DDR konkurrenzfähige Sendungen. Ich erinnere mich noch an Willy Schwabes "Rumpelkammer" "Ein Kessel Buntes" und natürlich das Sandmännchen! Klar an Vielfalt war das "Westfernsehen" der DDR überlegen,da spielten auch die "Privaten" eine Rolle.
Der Preisunterschied in der DDR und der BRD für einen Fernseher war schon groß!
Gruß Peter(turtle)


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#32

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 12:52
von exgakl | 7.238 Beiträge

Hallo @all,

den Begriff feindliches Fernsehen höre ich zum ersten Mal. Zwar gab es bei den bewaffneten Organen den Begriff Feindsender aber im zivilen hiess es immer Westen.....
Wie wünschten wir uns immer vor der Fahrt ins Dienstfrei? "atomfreies Wochenende und guten Westempfang!"

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#33

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:00
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von SanGefr
Zum krönenden Abschluss kam anschließend der Schwarze Kanal. mit dem Hetzer von Schnitzler, der ja ab und an in West-Berlin beim Einkaufen gesehen wurde, was er ja gerne abgestritten hat.



Mal ehrlich, wer hat als DDR-Bürger in den 70/80er schon "Der schwarzer Kanal" mit Karl-Eduart v. gesehen, wenn er nicht mußte. Da konnte man sich echt ne bessere Abendunterhaltung vorstellen.


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#34

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:02
von exgakl | 7.238 Beiträge

viele wussten garnicht, das Schnitzler Schnitzler heisst, sondern dachten der heisst Schnitz...... da war meistens schon der Umschalter betätigt


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:06
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Aber es gab ja auch auf der Westseite im ZDF ein ähnliches Pendant mit "ZDF-Magazin" und Gerhard "Löwenth...qual".


zuletzt bearbeitet 24.11.2010 13:19 | nach oben springen

#36

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:21
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Bei dem Schnitzler hat man gemerkt das der das nicht nur wegen Geld machte,der war mit Sicherheit ein überzeugter der alten Fregatten des Politbüros,bevor der Guten Abend sagte hat der schon kein gutes Stück mehr an der BRD gelassen.


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#37

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:23
von Blanco (gelöscht)
avatar

Zitat von exgakl
viele wussten garnicht, das Schnitzler Schnitzler heisst, sondern dachten der heisst Schnitz...... da war meistens schon der Umschalter betätigt


Richtig!

Ich erinnere mich noch, dass "Sudel-Ede" (so sein Spitzname, wohl nicht nur im Westen) im schwarzen Kanal darüber berichtete, dass die Bundesrepublik das Autokennzeichen "L" für Leipzig im Falle der Wiedervereinigung reserviert hatte und nutzte dies aus, um seine üblichen Sprüche über Revanchismus und Imperialismus in der BRD los zu werden. Promt wurde das Kfz-Kennzeichen "L" aber doch in der Bundesrepublik vergeben - nämlich für den aus der Zusammenlegung der Kreise Gießen (GI) und Wetzlar (WZ) entstandenen Kreis "Lahn-Dill-Kreis". So wurde auch Ede mal vorgeführt.

Nach der Wiedervereinigung wurde dann aber das Kfz-Kennzeichen "L" tatsächlich für Leipzig verwendet, und der Lahn-Dill-Kreis bekam das Kfz-Kennzeichen "LDK".


zuletzt bearbeitet 24.11.2010 13:29 | nach oben springen

#38

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:28
von Blanco (gelöscht)
avatar

Zitat von GZB1
Aber es gab ja auch auf der Westseite im ZDF ein ähnliches Pendant mit "ZDF-Magazin" und Gerhard "Löwenth...qual".


Na ja, da waren wohl doch "ZDF-Magazin", "Kennzeichen D" usw. dichter an der Wahrheit als "der schwarze Kanal".


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#39

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 13:42
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Das ist wohl immer im Einzelfall zu betrachten. Propagandasendungen waren es jedenfalls auf beiden Seiten des Äthers!


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#40

RE: Feindliches Fernsehen

in DDR Politik Presse 24.11.2010 14:10
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von GZB1
Aber es gab ja auch auf der Westseite im ZDF ein ähnliches Pendant mit "ZDF-Magazin" und Gerhard "Löwenth...qual".




In dieser Sendung wurden gelegentlich die Grenzanlagen zur DDR gezeigt, die der normal sterbliche DDR-Bürger bis 1989 nie zu sehen bekam. Für uns, die unweit der Grenzanlagen wohnten (außerhalb des Sperrgebiets) war es schon interessant, etwas von den Nachbardörfern zu sehen, die man nicht betreten durfte.

VG Anton



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