#181

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 16:19
von exgakl | 7.236 Beiträge

Pitti manch einer versucht durch ständiges drehen der Katze zu erreichen, daß das Vieh mehr Beine bekommt!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#182

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 17:12
von Corres | 271 Beiträge

Zitat von BuergermeisterFD
Tatsächlich gab es aber seit Oktober 1961 de facto einen Schießbefehl, der zudem täglich in der Vergatterung der Wacheinheiten erneuert worden ist, 28 Jahre lang.
Mal bitte sachlich antworten und beim Thema bleiben habe extra Thread gewechselt. [/quote]


Wenn Du das so genau weißt, dann würde ich gern (vielleicht andere auch) von Dir den Text bei Vergatterungen erfahren wollen, der 28 Jahre lang den Wachaufzügen vorgetragen wurde.

Auch bei der NVA wurden vor dem Wachantritt die Wachaufzüge vergattert und über die Belange der Anwendung der Schußwaffe beim Postendienst ( DV 010/0/004 = Standort- und Wachdienstvorschrift) während der vorangegangenen Wachbelehrungen immer wieder erörtert und die Kenntnisse über die Schußwaffenanwendung wurden abgefragt.
Bei Verstößen gegen diese Vorschrift wurden sehr strenge Maßstäbe bei Bestrafungen angesetzt (Wachvergehen).

Auch beim Wachdienst innerhalb der NVA wurde geschossen:
Habe 1969 selbst im NVA-Komplexlager Droben während unseres Objektschutz-Wachdienstes als Wachhabender erlebt, dass ein Soldat, der der Freiwache zugehörte und mit seinem "Kameraden" vorher die Absprache zu seiner UE (unerlaubte Entfernung von der Truppe) geführt hatte, der zum Zeitpunkt der UE auf dem Wachturm stand. Er kletterte spätabends bei Dunkelheit unbehelligt im Trainingsanzug über die 2 Zäune, um Alkohol im Dorf Milkel zu kaufen und ins Objekt zu bringen. Leider hatte er sich bei seiner Rückkehr verspätet und der nächste Wachaufzug war bereits aufgeführt worden, jedoch der neue Posten auf dem Turm wusste nichts von dem "Abtrünnigen" und er erkannte ihn auch nicht visuell wegen Dunkelheit und Trainingsanzug. Nach Anruf blieb er nicht stehen, nach Warnschuß in die Luft ebenfalls nicht. Der Posten schoß dem Soldaten das Sprunggelenk und die Wade kaputt. Ich und andere hatten die "ehrenvolle" Aufgabe den vor Schmerzen schreienden zu bergen und 1. Hilfe zu leisten. Danach "brannte die Luft" dort und viele geheimnisvolle unbekannte Menschen fanden sich zur Klärung des Sachverhaltes dort ein.
Letztendlich wurde festgestellt, dass der Wachposten richtig nach DV 010/0/004 gehandelt hatte.

Gruß Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 17:28 | nach oben springen

#183

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 17:23
von Backe | 480 Beiträge

Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.
So die Worte bei der Vergatterung.
Vg aus Brandenburg


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
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#184

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 17:35
von Perle | 106 Beiträge

Den Schießbefehl gab es bei jeder Vergatterung zum Grenzdienst. Ich kann mich nur noch an Bruchstücke des Befehls zur Grenzsicherung erinnern.Der letzte Satz des Befehls endete mit : ........................mit der Aufgabe Grenzverletzer aufzuspüren,festzunehmen
bzw. zu vernichten.
Zum Glück bin ich nie in diese Situation gekommen.

Perle


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#185

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 17:35
von xxxx (gelöscht)
avatar

[quote="Corres"]Zitat von BuergermeisterFD
Tatsächlich gab es aber seit Oktober 1961 de facto einen Schießbefehl, der zudem täglich in der Vergatterung der Wacheinheiten erneuert worden ist, 28 Jahre lang.


[blau]Wenn Du das so genau weißt, dann würde ich gern (vielleicht andere auch) von Dir den Text bei Vergatterungen erfahren wollen, der 28 Jahre lang den Wachaufzügen vorgetragen wurde.


http://www.bpb.de/themen/8W5GJZ,,0,Wer_t..._Mauertote.html

Corres ich habe doch ein Link reingestellt, ich selber frage Euch ja deshalb ob es den Schießbefehl gegeben hat oder nicht.
Aber einige User können oder wollen nicht dazu mal ehrlich Stellung nehmen und das ist das Problem hier im Forum.
Es wird immer vom eigentlichen Thema abgewichen und sinnlose Kommentare abgegeben.
Woher soll der Schüler wissen,dass es bereits zum Thread "Schießbefehl" , Threads gibt und der Hausmeister hätte gleich darauf hinweißen können auf andere Verweise in diesem Forum ,da hätte ich auch in den vorhandenen Thread "Schießbefehl" gepostet.

@Angelo: Das Thema Schiessbefehl oder "Schußwaffengebrauchsbestimmung". hatten wir in diesem Forum doch jetzt schon oft genug gehabt einfach mal die Suchfunktion nutzen und nachlesen. Ich denke nicht das der Thread hier eine lange Halbwertzeit haben wird da es genau wie in den anderen 5 Threads die wir schon über dieses Thema hatten nach der 3. Seite nur noch Unsachgemäß weiter gehen wird.

@Pitti53: "das ändert aber am Thema nix.Müssen wir zu einem Thema gleich mehrere Threads haben?"

@exgakl: "Pitti manch einer versucht durch ständiges drehen der Katze zu erreichen, daß das Vieh mehr Beine bekommt!"
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
@Backe: Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.

"Vernichten" im Militärsprachgebrauch= "TÖTEN " !


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 17:50 | nach oben springen

#186

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 18:00
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von BuergermeisterFD
[quote="Corres"]Zitat von BuergermeisterFD
Tatsächlich gab es aber seit Oktober 1961 de facto einen Schießbefehl, der zudem täglich in der Vergatterung der Wacheinheiten erneuert worden ist, 28 Jahre lang.


[blau]Wenn Du das so genau weißt, dann würde ich gern (vielleicht andere auch) von Dir den Text bei Vergatterungen erfahren wollen, der 28 Jahre lang den Wachaufzügen vorgetragen wurde.


http://www.bpb.de/themen/8W5GJZ,,0,Wer_t..._Mauertote.html

Corres ich habe doch ein Link reingestellt, ich selber frage Euch ja deshalb ob es den Schießbefehl gegeben hat oder nicht.
Aber einige User können oder wollen nicht dazu mal ehrlich Stellung nehmen und das ist das Problem hier im Forum.
Es wird immer vom eigentlichen Thema abgewichen und sinnlose Kommentare abgegeben.
Woher soll der Schüler wissen,dass es bereits zum Thread "Schießbefehl" , Threads gibt und der Hausmeister hätte gleich darauf hinweißen können auf andere Verweise in diesem Forum ,da hätte ich auch in den vorhandenen Thread "Schießbefehl" gepostet.

@Angelo: Das Thema Schiessbefehl oder "Schußwaffengebrauchsbestimmung". hatten wir in diesem Forum doch jetzt schon oft genug gehabt einfach mal die Suchfunktion nutzen und nachlesen. Ich denke nicht das der Thread hier eine lange Halbwertzeit haben wird da es genau wie in den anderen 5 Threads die wir schon über dieses Thema hatten nach der 3. Seite nur noch Unsachgemäß weiter gehen wird.

@Pitti53: "das ändert aber am Thema nix.Müssen wir zu einem Thema gleich mehrere Threads haben?"

@exgakl: "Pitti manch einer versucht durch ständiges drehen der Katze zu erreichen, daß das Vieh mehr Beine bekommt!"
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@Backe: Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.

"Vernichten" im Militärsprachgebrauch= "TÖTEN " !





heute mal von mir in Fettrot..... vernichten bedeutet im Militärsprachgebrauch = kampfunfähig/handlungsunfähig machen


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#187

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:13
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von BuergermeisterFD
[blau]Tatsächlich gab es aber seit Oktober 1961 de facto einen Schießbefehl, der zudem täglich in der Vergatterung der Wacheinheiten erneuert worden ist, 28 Jahre lang...
...@Backe: Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.
"Vernichten" im Militärsprachgebrauch= "TÖTEN " !...


heute mal von mir in Fettrot..... vernichten bedeutet im Militärsprachgebrauch = kampfunfähig/handlungsunfähig machen




Ich wollt's nicht so sagen...

Es besteht nach wie vor unterschiedliche Auffassung in der Auslegung militärischen Sprachgebrauchs.
Und wenn ich will, kann ich natürlich versuchen, zwischen den Zeilen lesen zu wollen, sowohl positiv, als auch negativ.
"Vernichten = töten" steht im Gegensatz zu den damaligen gesetzlichen Grundlagen für die rechtmäßige Anwendung der Schußwaffe, die verbindlich für jeden AGT waren. Dürfte auch jeder Betroffene in seiner Grenzausbildung mal so gelernt haben. Von töten steht da nichts geschrieben. Im Gegenteil, das Leben der Personen ist nach Möglichkeit zu schonen.
Ich kann hier natürlich nur für mich selbst zu dem Thema schreiben.
Mir selbst hat während meiner Dienstzeit niemals wer auch immer einreden wollen, daß die Bestimmungen für den Gebrauch der Schußwaffe anders auszulegen wären, als sie nachzulesen sind.
Auch habe ich während meiner Dienstzeit nie einen abweichenden mündlichen oder schriftlichen Befehl erhalten oder gegeben, einen GV (nach Möglichkeit oder unbedingt) mit oder ohne Anwendung der Schußwaffe zu töten.
Selbst ein imaginäres Damoklesschwert namens "Schwedt", welches ja immer wieder für Bestrafungen wegen Nichtgebrauchs der Schußwaffe herhalten muß, ändert an meiner Betrachtungsweise auch nach über 20 Jahren Wiedervereinigung nichts.

Und der Vergatterungstext blieb auch de facto nicht 28 Jahre lang unverändert.
Mitte der 80er lautete dieser (in meinem Bereich) beispielsweise :
(GP/Zug/KS etc) ... ist eingesetzt zum Grenzdienst in Grenzabschnitt ...xy... mit der Aufgabe die Unverletzlichkeit der Staatsgrenze im zugewiesenen Grenzabschnitt zu gewährleisten und den Grenzdienst auf der Grundlage der Rechtsvorschriften und militärischen Bestimmungen politisch verantwortungsbewußt, initiativreich, wachsam und entschlossen getreu den Fahneneid durchzuführen. Vergatterung! Das Wort Vergatterung entfiel dann irgendwann auch noch, da es sich schließlich um den Befehl zum Grenzdienst und nicht um eine Wachvergatterung als solche handelte.
Gruß,254Spielregel


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 19:42 | nach oben springen

#188

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:16
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von exgakl
heute mal von mir in Fettrot..... vernichten bedeutet im Militärsprachgebrauch = kampfunfähig/handlungsunfähig machen


Wieder was gelernt... Also dann melde ich, wenn der GV vor mir steht und auf meine Warnung hört und sich festnehmen lässt: "GV vernichtet!"???
http://www.zeit.de/2011/10/C-Bundeswehr-Ausbilder
Theo


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#189

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:18
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von exgakl
heute mal von mir in Fettrot..... vernichten bedeutet im Militärsprachgebrauch = kampfunfähig/handlungsunfähig machen


Wieder was gelernt... Also dann melde ich, wenn der GV vor mir steht und auf meine Warnung hört und sich festnehmen lässt: "GV vernichtet!"???
http://www.zeit.de/2011/10/C-Bundeswehr-Ausbilder
Theo




nein...sondern GV festgenommen


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#190

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:23
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Backe
Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.
So die Worte bei der Vergatterung.
Vg aus Brandenburg



ODER, nicht UND, daraus ergibt mir die Logik der deutschen Sprache daß eben als letzes Mittel gegen eine erfolgreiche Grenzevverletzung/Republikflucht auch tödliche Schüsse gefordert sind.

Das entspricht der weltweiten Logik der Handlungen von bewaffneten Organen, der Sicherungszweck ist zu erreichen, die erforderlichen Mittel in der Reihe aufsteigender Wirkung einzusetzen, der Erfolg ist letzendlich sicherzustellen.



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#191

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:29
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von SET800

Zitat von Backe
Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.
So die Worte bei der Vergatterung.
Vg aus Brandenburg



ODER, nicht UND, daraus ergibt mir die Logik der deutschen Sprache daß eben als letzes Mittel gegen eine erfolgreiche Grenzevverletzung/Republikflucht auch tödliche Schüsse gefordert sind.

Das entspricht der weltweiten Logik der Handlungen von bewaffneten Organen, der Sicherungszweck ist zu erreichen, die erforderlichen Mittel in der Reihe aufsteigender Wirkung einzusetzen, der Erfolg ist letzendlich sicherzustellen.




ok... ich bleib ja ganz ruhig aufspüren und festzunehmen wurde wie ich lesen kann verstanden.... nun kann es passieren, das der GV soweit weg ist, daß ich den auf Grund der Entfernung nicht so einfach festnehmen kann.
Durch Einsatz der Schußwaffe, das kann auch ein Warnschuß sein, kann ich doch einen eventuellen GV auch stoppen.. oder? Wenn das auch nichts mehr hilft kam laut Gesetzgebung das letzte Mittel zum Einsatz.... die Aussagen dazu sind nachzulesen, auch da steht nichts von gezielten tödlichen Schüssen, die abzugeben sind, sondern... "das Leben der Person nach Möglichkeit zu schützen"

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#192

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:35
von turtle | 6.961 Beiträge

Dieses Thema haben wir nun schon sehr lange,Einigkeit haben wir darüber nie gehabt! Das wird sich genausowenig ändern ,wie das Einsehen was alles Unrecht war! Vernichten ist für mich töten! So verstehe ich das im Zusammenhang mit der Ex-DDR Grenze

Synonyme: Vernichten

aufreiben, auslöschen, ausmerzen, ausrotten, austilgen, beseitigen, liquidieren, niedermachen, ruinieren, tilgen, töten, verderben, verwüsten, zermalmen, zerstören, zunichtemachen


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 19:36 | nach oben springen

#193

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:41
von wosch (gelöscht)
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Wie war das übrigens bei den verlegten Minen, die wurden ja nicht "vergattert" und detonierten wimre ohne einen "Warnruf" und ohne erst einmal einen "Warnknall" in den Himmel abzugeben. Und die Frage nach den "Selbstschußanlagen" will ich lieber gar nicht erst stellen.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 19:44 | nach oben springen

#194

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:46
von SET800 | 3.104 Beiträge

Richtig, aber vorher war ja noch Festnahme als Option, die kann zumindestens auch nach der Textlogik des Vergatterns mit bewegungsunfähig anschiessen erreicht werden.

Ob das erwartet wurde oder 150%-tige Vorgesetzte sich so ausdrückten daß der tödliche Blattschuß als optimale Problemlösung als erwartet galt und erwünscht, das weis ich nicht, ist möglich und wäre dringend zu klären.

Ich melde mich nur um zu zeigen daß die Texte unterschiedlich zu interpretieren sind, ansosnten der Komplex Staatsgrenze West im weltpolitischen Kontext des kalten Krieges, es war ein Krieg, zu sehen ist, der persönliche Betroffenheitsaspekt allein kann nicht der Maßstab sein..



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#195

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 19:56
von turtle | 6.961 Beiträge

Von SET800
mit bewegungsunfähig anschiessen erreicht werden!!



.
Wie war das mit der Kalaschnikow möglich?


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 22:27 | nach oben springen

#196

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 20:02
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch
Wie war das übrigens bei den verlegten Minen, die wurden ja nicht "vergattert" und detonierten wimre ohne einen "Warnruf" und ohne erst einmal einen "Warnknall" in den Himmel abzugeben.



Nun eine Mine ist da recht emotionslos... die überlegt da nicht lange die geht einfach hoch... aber dafür gab es Warnschilder!

Dazu mal einen Auszug zum Nachdenken...

Zitat
Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen.
Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine
bestimmte allgemeine Gefahrenlage — wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Aus der allgemeinen Gefahrenlage resultiert nur und erst dann ein unmittelbarer gefährlicher, lebensgefährlicher Kausalprozess, wenn sich jemand unbefugt in das gesperrte Minenfeld begibt und dann Minen beziehungsweise Selbstschussanlagen auslöst.
Somit haben jedenfalls die „Minenopfer“ stets direkt selbstmörderisch gehandelt.
Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 06.03.2011 20:03 | nach oben springen

#197

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 20:13
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von wosch
Wie war das übrigens bei den verlegten Minen, die wurden ja nicht "vergattert" und detonierten wimre ohne einen "Warnruf" und ohne erst einmal einen "Warnknall" in den Himmel abzugeben.



Nun eine Mine ist da recht emotionslos... die überlegt da nicht lange die geht einfach hoch... aber dafür gab es Warnschilder!

Dazu mal einen Auszug zum Nachdenken...

Zitat
Unter dem Gesichtspunkt der Prüfung des Kausalzusammenhanges muss ausgesprochen werden, dass sich die fluchtwilligen Grenzverletzer, insbesondere die besonders hartnäckigen, jedenfalls objektiv selbst getötet hatten. Der maßgebliche Kausalzusammenhang besteht also zwischen ihrem hartnäckigen Versuch, die Staatsgrenze zu „durchbrechen“ und dem dadurch ausgelösten Schusswaffengebrauch der Grenzsoldaten, der die Verletzungen, u.U. tödlichen Verletzungen, der Fluchtwilligen nach sich zog.

Unbestritten gilt die Selbsttötung von Fluchtwilligen bei denjenigen, die bewusst in gesperrte Minenfelder eindrangen.
Die Verlegung von Minen und die Anbringung von Selbstschussanlagen als solche löst noch keinen zum Tode führenden Kausalverlauf aus.Geschaffen wird durch die Verlegung von Minen beziehungsweise die Anbringung von Selbstschussanlagen lediglich eine
bestimmte allgemeine Gefahrenlage — wie sie uns im heutigen Leben in vielen Bereichen (z.B. im Straßen-, Luft- und Eisenbahnverkehr) begegnet.

Aus der allgemeinen Gefahrenlage resultiert nur und erst dann ein unmittelbarer gefährlicher, lebensgefährlicher Kausalprozess, wenn sich jemand unbefugt in das gesperrte Minenfeld begibt und dann Minen beziehungsweise Selbstschussanlagen auslöst.
Somit haben jedenfalls die „Minenopfer“ stets direkt selbstmörderisch gehandelt.
Quelle: SIEGERjustiz? / Kai Homilius Verlag






.........................................Ist schon klar Feliks und die "Selbstmörder" die zu doof waren, sich auf diese Weise das Leben zu nehmen mußten dann noch jahrelang auf die natürliche "Erlösung" warten, mann könnte es auch ironisch so ausdrücken: "Pech gehabt, lieber "Selbstmörder", beim nächsten Versuch fange es schlauer an und trete einfach richtig drauf, auf die Dinger, dafür liegen sie doch da."
Schönen Gruß aus Kassel.


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#198

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 21:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von turtle
Von SET800
mit bewegungsunfähig anschiessen erreicht werden!!
...
Wie das mit der Kalaschnikow möglich?



In den allermeisten Fällen dürfte es mit der Kalaschnikow nicht möglich gewesen sein, einen präzise auf den Punkt gezielten Schuß auch so anzubringen. Das "Ziel" stand nicht still und wartete, bis es aufgefaßt, die Waffe eingezogen und abgefeuert wurde. Schon bei Einzelfeuer kaum, bei Dauerfeuer noch weniger. Das gibt die Waffe nicht mal unter Schießstandbedingungen so einfach her und unter den in aller Regel widrigen Umständen schon gar nicht. Auch die Ausbildung war nicht danach.
Die Regelung "vernichten" war dann einfach das Feigenblatt, dass dem Schützen im Empfinden die Verantwortung für die Schußwirkung abgenommen hat. Wenn eine Festnahme so schiefging, konnte er dies damit erklären und musste sich dafür nicht verantworten. Nicht strafrechtlich aber vor allem nicht vor sich selbst. Das war "gedeckt".
Mit "Schießbefehl" wird das Pferd deshalb verkehrt herum aufgezäumt. Es war kein Befehl dazu sondern die Rechtfertigung, wenn es so kam.
Wenn es diesen Befehl so gegeben hätte, wären nicht weit über 90 % aller Festnahmen dort vorne ohne Gewaltanwendung abgelaufen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#199

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 08:52
von pferdsdorfer | 29 Beiträge

Zu meiner Zeit ab 1952 hat das Wort (oder ähnliche) wie SCHIESSBEFEHL keine unmittelbare Rolle gespielt.
Wir hatten für diese damalige Grenze ganz normale Aufträge wenn wir raus gingen.
Klar, habe ich nie die Waffen gegen Menschen anwenden müssen - aber wenn doch. Dann hätte ich eben müssen. Das war meine damalige Einstellung.
Wer damals rüber wollte, der hätte es auch auf normalem Wege geschafft.
Wir waren also niemals "schiesswütig" oder dergleichen.....

Pferdsdorfer


/Users/manfredblechschmidt/Desktop/pferdsdorfermanfredanwa.jpg
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#200

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 08:59
von wosch (gelöscht)
avatar

Letztendlich wird es dem Erschossenen und dem durch eine Mine oder einer Selbstschußanlage getöteten Menschen im Nachhinein nicht mehr helfen, ob sein "Schiksal" auf einen Befehl, eine Schußwaffengebrauchsbestimmung oder auf Grund einer "Vergatterung" hervorgerufen wurde, wenn man mir aber weißmachen will, daß es für das Schießen an der Grenze keinen Schießbefehl in irgendeiner Form gegeben hatte, dann erinnert es mich daran, wie die DDR-Führung jahrelang das Vorhandensein von "politischen" Gefangenen abgestritten hatte, obwohl die Haftanstalten proppenvoll mit ihnen waren. Für Alles Mögliche gab es in der NVA Order und Befehle und ausgerechnet für den äußersten "Extremfall" ließ man den Grenzsoldaten mit seiner Entscheidung alleine?. Daß die hohe "Obrigkeit" sich gegen einen Schießbefehl heute noch zur Wehr setzt und das Vorhandensein eines solchen vehement abstreitet, ist ja verständlich, Mord verjährt eben nicht und wer möchte noch in seinen Alten Tagen seine Traditionstreffen mit dem Rundgang in einem Gefängniss während der "Freistunde" tauschen. In diesem Zusammenhang würde mich auch schon mal interessieren, auf Grund welcher Befehle, oder wer weiß was noch, die Vergatterungen vorgenommen wurden und auf welche Verordnungen oder Befehle die "erfolgreichen" Schützen ihre Belobigungen, Orden und Geld-bzw. Sachprämien erhielten und wie diese schriftlich, oder mündlich, begründet wurden.
Meine Fragen richten sich eigentlich an ehemalige Politoffiziere, denn Die waren ja wohl für die ideologische "Berieselung" der ihnen Untergebenen zuständig und müßten eigentlich mehr wissen als meine "Wenigkeit"
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 07.03.2011 09:20 | nach oben springen


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