#81

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 12:52
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Theo85/2
Was war, bitteschön, daran leicht?



Gegenfrage, was war daran schwer die Grenzlinie als Bundessbürger zu überschreiten.....stand doch nur ein olles Schild und keine 50km Schutzzone und eine 500m Sperrzone....Zäune standen dort auch nicht, noch mußte man durch einen KFZ-Sperrgraben klettern.....nein, man machte einfach einen Schritt und war in der DDR....

.....aber Theo, warum pickst du dir denn genau diesen Satz raus und tust so als ob es nicht leicht war die Grenzlinie zu überschreiten....wußtest du das etwa nicht, das im Westen keinerlei Sperranlagen waren....und wenn du denn schon auf meinen Beitrag reagierst, warum gehst du der Einfachkeit halber nich auf meine vorgegeben Fragen ein....

groet

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#82

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 12:56
von don71 (gelöscht)
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Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von GZB1
Das Grenzgebiet war ein militärischer Sicherheitsbereich zwischen zwei gesellschaftlichen Blöcken in Kalten Krieg, und es war auch durch eindeutig Schilder gekennzeichnet!
Dies ist auch heute noch so bei militärischen Sperrgebieten üblich, mit Androhung des Einsatzes von Schusswaffen.

Man sollte die politische Stimmung zwischen den System nicht nur auf die Jahre 1985 bis ´89 reduzieren.



Nun gut, das tu ich ja nicht GZB1.....aber warum war denn der militärische Sicherheitsbereich dann so aufgebaut, das er hauptsächlich das illigale Verlasen der DDR verhindern sollte....wenn es also ein militärischer Sicherheitsbereich war geschuldet des Vorhandenseins zweier Blöcke, die sich nicht mögen, dann wären die Grenzanlagen doch etwas anders konstruiert.....immerhin war es ein leichtes, die Grenzlinie von West nach Ost zu überschreiten....vom Osten aus kam man als Normalsterblicher noch nicht mal in die Nähe.....

.....und noch wat Fragen....warum hat die Nato sich nicht auch soein Sicherheitsbereich geleistet....??? Warum durften Bundesbürger bis an die Grenzlinie ohne das sie von Seiten des BGS zB daran gehindert wurden und ohne das sie von selbigen beschossen wurden.....

Was war nun eigendlich der militärische Wert der gigantischen Grenzanlagen.....ich mein, wenn man mal das komplette Flüchtlingsthema mal ausblendet.....nach welchen Gründen kann man dann die einzelnen Anlagen rechtfertigen und begründen.....hätte man im Ernstfall bzw in Spannungsperioden die Grenze einfach umgedreht um sie wirkungsvoller gegenüber Eindringlinge zu machen....???

groetjes

Mara






Mara, auch von west nach ost konnte man leicht zu Tode kommen. Gruß Jürgen


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#83

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 13:14
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von GZB1
Mara,

dies ist eine politische Frage, welche die Politiker hätten lösen müssen und so erst 1961 auf die eine und 1989 auf die andere Weise gelöst haben.



Na du bist mir ein Schlingel GZB1....windest dich einfach raus.....es geht um Schüsse auf Flüchtlinge, die ja wohl mit einkalkuliert waren....sogar gewollt um sie in letzter Instanz daran zu hindern im Westen anzukommen und du brachtest das Argument eines militärischen Sicherheitsbereichs gegenüber der angeblichen Gegeners.....woran bitteschön konnte man denn erkennen, das dieser Schutzwall den Gegner hätte aufhalten sollen.....militärische Sicherheitsbereiche sollen ja schliesslich wirkungsvoll gegen einen Gegner im militärischen Sinne sein.....irgendwie war er nämlich dazu schlicht und weg falschrum.....

....in erster Linie war diese Grenze um niemanden weglaufen zu lassen und wenn dann schon jemand von den Wegläufern so weit kommt, das man ihn nicht mehr anders aufhalten konnte, dann sollte geschossen werden um ihn letzten Endes doch noch habhaft werden zu können.....tot oder lebend....tjaa und um die Toten möglichst gering zu halten, dafür konstruierte man die aufwändigen Anlagen....so das man schon 5km vorher eingreifen konnte bzw eine Flucht erschwerte....Anfangs war der mögliche Tot eines Flüchtling eher nich so tragisch, denn da arbeitete man noch mit Minen und Selbstschußanlagen.....

groetjes

Mara


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#84

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 13:21
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von don71
Mara, auch von west nach ost konnte man leicht zu Tode kommen. Gruß Jürgen



Ja stimmt, Michael Gartenschläger wurde ja auch erschossen nachdem er die Grenzlinie überschritten hatte.....

....danke für den Einwurf Jürgen....demzufolge hatte sich jeder Grenztourist in akute Lebensgefahr begeben....Alfred kommt jetzt sicher gleich mit Zahlen wieviel Bundesbürger jemals die weißen Schilder des BGS mißachtet haben und wieviele dabei zu Tode kamen durch Schüsse des BGS und wieviele durch Schüsse der DDR-Staatsmacht.....

groetjes

Mara


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#85

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 13:39
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Theo85/2
Was war, bitteschön, daran leicht?



Gegenfrage, was war daran schwer die Grenzlinie als Bundessbürger zu überschreiten.....stand doch nur ein olles Schild und keine 50km Schutzzone und eine 500m Sperrzone....




Mara,

kannst Du mir bitte mal die 50 km Schutzzone erläutern !

Danke !


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#86

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 13:49
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Alfred
kannst Du mir bitte mal die 50 km Schutzzone erläutern !



Aber sicher doch sehr gerne Alfred.....das war der gewollt eingebaute Fehler um dich aus der Reseve zu locken um zu zeigen, das du dich an Kleinigkeiten hochziehst um garnich weiter auf die restlichen Fragen einzugehen.....

....soll ich dir mal einen Witz erzählen....nur um die Stimmung noch weiter zu heben....okee hier kommt er:

Ich traf letztens in Mailand einen Rucksacktouristen aus Nordkorea.....

groetjes

Mara


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#87

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 13:53
von SanGefr | 218 Beiträge

Ich lese hier eigentlich nur mit, da ich als gedienter Bundeswehr-Sanitäter über die DDR-Grenze(r) nicht groß mitreden kann, weil mir das Wissen dazu fehlt. Aber bei manch einer Frage muß selbst ich staunen.
"Was war, bitteschön, daran leicht? (die Grenze von West nach Ost gefahrlos zu überschreiten)
Nun, ich ginge z. B. mit Sack und Pack an einer West-Berliner Kontrollstelle ohne Genehmigung vorbei, meistens ohne kontrolliert zu werden. Selbst wenn: Wer hätte mich zurüchgehalten, wenn ich gesagt hätte, dass ich Bürger der DDR werden wolle.
Nach Überschreiten der Grenzlinie hätte ich dem nächstbesten Posten gesagt, dass ich Bürger der DDR werden wollte. Hätte er mich mit Waffengewalt daran gehindert? Ob ich nun, nach eingehender Überprüfung, DDR-Bürger geworden wäre oder nicht und ob die überwiegende Mehrheit der DDR-Bevölkerung meinen Schritt verstanden hätte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ergo: In bestimmten Fällen war es relativ gefahrlos, die Grenze von West nach Ost zu überschreiten ohne von Grenzposten weder West noch Ost mit (Waffen)-Gewalt zurückgehalten bzw. daran gehindert wurde. Ganz anders sah bekanntlich die Sache mit dem Wechsel ohne Genehmigung von Ost nach West aus.


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 13:53 | nach oben springen

#88

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:03
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Theo85/2
Was war, bitteschön, daran leicht?



Gegenfrage, was war daran schwer die Grenzlinie als Bundessbürger zu überschreiten.....stand doch nur ein olles Schild und keine 50km Schutzzone und eine 500m Sperrzone....Zäune standen dort auch nicht, noch mußte man durch einen KFZ-Sperrgraben klettern.....nein, man machte einfach einen Schritt und war in der DDR....

.....aber Theo, warum pickst du dir denn genau diesen Satz raus und tust so als ob es nicht leicht war die Grenzlinie zu überschreiten....wußtest du das etwa nicht, das im Westen keinerlei Sperranlagen waren....und wenn du denn schon auf meinen Beitrag reagierst, warum gehst du der Einfachkeit halber nich auf meine vorgegeben Fragen ein....

groet

Mara




Das kann ich Dir gerne sagen: Weil mich diese Fragen nicht interessieren und ich sie zum Teil nicht beantworten kann.

Ansonsten habe ich wohl leichtfertig Grenzlinie und Sperrbereich miteinander zu assoziiert, wohl wissend, das zwischen einem Bürger Ost und der Grenzlinie Sperranlagen und zwischen einem Bürger West und der Grenzlinie nur Schilder waren. Nichts desto Trotz, wirkten die Sperren auch in beide Richtungen!
Achtung Ironie: Die NATO brauchte keinen Sperrbereich, es war ja Schon einer da!

Gruß
Theo 85/2


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#89

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:39
von Alfred | 6.861 Beiträge

Mara,

gibt doch einfach mal zu, dass Du in einigen Fragen keine Ahunung hast.

Anschließend etwas zu behaupten ist billig.


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#90

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:40
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Theo85/2
Das kann ich Dir gerne sagen: Weil mich diese Fragen nicht interessieren und ich sie zum Teil nicht beantworten kann.



Aber zur Diskussion dazu hast du dich aber doch eingelassen was Theo....obwohl es nicht die Hauptaussage in meinem betreffenden Bericht war....du hast dir das so aus meinem ganzen Bericht nicht ohne Grund rausgepickt....und ich ging ausnahmsweise mal drauf ein....

....lassen wir mal Fackten sprechen....

Fakt ist, das DDR-Bürger massal das Land verliessen damals, Fakt ist, die Regierung der DDR ließ daraufhin die Grenzen schliessen um Fluchten zu verhindern....Fluchtversuche gab es danach immernoch, man ließ somit letztendlich sogar auf die Flüchtlinge schiessen um als letztes Mittel sie daran zu hindern doch noch Bundesgebiet zu erreichen.....der Einsatz von Minen und Selbstsschußapparate sehe ich dabei als einen sehr aktiven Schießbefehl ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben.....ein einfaches Umsiedeln in's NSW war sehr eingeschränkt....Ausreisewillige versuchten, in Verzweiflung trotz des Wissens der Gefahr, was eine Flucht bedeuten kann, die Grenze illegal zu überqueren.....einigen wenigen ist es gelungen, das machte anderen wohl wieder Mut.....selbst in 1989 noch wurde jemand erschossen beim Versuch die Grenze zu überwinden....

....in der ganzen Zeit des Bestehens der Grenzanlagen ist es immer wieder dazu gekommen, das auf Flüchtlinge geschossen worden ist, die Schützen wurden bei erfolgreicher Verhinderung einer Republikflucht ausgezeichnet.....so und eigendlich ist es sch***egal ob da ein konkreter Befehl gegeben war für.....es hat Tote gegeben an der Grenze, erschossen mit den MPis der GT...und die Toten waren überwiegend Menschen, die die DDR illegal verlassen wollten, jeder wohl aus eigenem Grund....

groetjes

Mara


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#91

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:43
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Alfred
Mara,

gibt doch einfach mal zu, dass Du in einigen Fragen keine Ahunung hast.

Anschließend etwas zu behaupten ist billig.



Warum fragt denn jemand....doch um eine Antwort zu kriegen....das du sie mir nicht gibst, sagt mehr über dich als über mich Alfred.....

....und ausserdem, wie billig argumentierst du oft.....haste dat schonmal gezählt, du Zahlenfuchs....????

groetjes

Mara


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zuletzt bearbeitet 21.11.2010 14:44 | nach oben springen

#92

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:54
von Alfred | 6.861 Beiträge

Übrigens gab es auch von Seiten der BRD Warnungen zur Staatsgrenze DDR.

Unter dem Hinweis „Der Bundesgrenzschutz informiert“ war u.a. zu lesen.

Mara, aber vielleicht hat sich der BGS dies nur ausgedacht.

Da war u.a. zu lesen :

„ Besucher des Grenzgebietes sind großen Gefahren ausgesetzt, wenn sie aus Unkenntnis oder Leichtsinn den Grenzverkauf nicht beachten. Häufig geschieht dies aufgrund der irrigen Annahme, das Gelände zwischen Grenzverlauf und Grenzanlagen der DDR sei Niemandsland. An der Grenze zur DDR gibt es k e i n NIEMANDSLAND !!

Der Bundesgrenzschutz und der Grenzzolldienst weisen deshalb eindringlich auf folgendes hin:

…….

5. Auf dem gebiet der DDR gelten andere Gesetzesvorschriften als in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist bekannt, dass die Grenzorgane der DDR bei der Überwachung der Grenze zu großer Schärfe angehalten sind. Wer die Grenze entgegen aller Warnungen überschreitet – wenn auch unabsichtlich oder ganz geringfügig-, begibt sich in Gefahr.“


Dies mal ein kleiner Auszug aus den Hinweisen des BGS.

Zahlenfuchs ? Mara, dies sind Fakten.


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 14:56 | nach oben springen

#93

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 14:56
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Theo85/2
Das kann ich Dir gerne sagen: Weil mich diese Fragen nicht interessieren und ich sie zum Teil nicht beantworten kann.



Aber zur Diskussion dazu hast du dich aber doch eingelassen was Theo....obwohl es nicht die Hauptaussage in meinem betreffenden Bericht war....du hast dir das so aus meinem ganzen Bericht nicht ohne Grund rausgepickt....und ich ging ausnahmsweise mal drauf ein....

....lassen wir mal Fackten sprechen....

Fakt ist, das DDR-Bürger massal das Land verliessen damals, Fakt ist, die Regierung der DDR ließ daraufhin die Grenzen schliessen um Fluchten zu verhindern....Fluchtversuche gab es danach immernoch, man ließ somit letztendlich sogar auf die Flüchtlinge schiessen um als letztes Mittel sie daran zu hindern doch noch Bundesgebiet zu erreichen.....der Einsatz von Minen und Selbstsschußapparate sehe ich dabei als einen sehr aktiven Schießbefehl ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben.....ein einfaches Umsiedeln in's NSW war sehr eingeschränkt....Ausreisewillige versuchten, in Verzweiflung trotz des Wissens der Gefahr, was eine Flucht bedeuten kann, die Grenze illegal zu überqueren.....einigen wenigen ist es gelungen, das machte anderen wohl wieder Mut.....selbst in 1989 noch wurde jemand erschossen beim Versuch die Grenze zu überwinden....

....in der ganzen Zeit des Bestehens der Grenzanlagen ist es immer wieder dazu gekommen, das auf Flüchtlinge geschossen worden ist, die Schützen wurden bei erfolgreicher Verhinderung einer Republikflucht ausgezeichnet.....so und eigendlich ist es sch***egal ob da ein konkreter Befehl gegeben war für.....es hat Tote gegeben an der Grenze, erschossen mit den MPis der GT...und die Toten waren überwiegend Menschen, die die DDR illegal verlassen wollten, jeder wohl aus eigenem Grund....

groetjes

Mara





Auch von mir ausnahmsweise nochmals: Keineswegs wollte ich mich auf eine Diskussion über einen Schießbefehl einlassen. Das hätte ich auch weitaus früher tun können. Mir ging es nur um die Beantwortung der Frage, was leicht an der Überquerung der Grenzlinie von West nach Ost sein sollte, zumal man da ja auch nicht in die DDR reinkam, zumindest nicht an den Stellen, wo kein Übergang war.

Gruß
Theo 85/2


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#94

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:12
von SanGefr | 218 Beiträge

Mit dem sogenannten Schießbefehl ist es m. E. nach so. Politiker sind so "gerissen". Die lassen keinen schriftlichen Befehl mit ihrer eigenhändigen Unterschrift zurück, dass eines Tages evtl. gegen sie verwendet werden kann. So könnten sie eines Tages immer wieder sagen: Davon ist mir nichts bekannt ...... das und das habe ich so nicht gemeint ...... ich kann mich nicht um alles selber kümmern ..... was kann ich dafür, wenn meine Mitarbeiter alles falsch verstehen etc pp. Schriftlich hat es diesen Schießbefehl von Ulbricht/Honecker nicht gegeben, sonst hätte man sie wegen Anstiftung zum Mord evtl. eines Tages belangen können. Wo also nichts Schriftliches vorhanden ist, gibt es keinen Beweis und keine Anklage. Die Befehlsempfänger haben mit dem "vernichten" überwiegend die Anwendung der Schusswaffe, auch ohne Gefahr für Leib und Leben, ausgelegt. Meiner Meinung nach ist nie ein (Todes)-Schütze, der einen Grenzverletzer durch einen gezielten Schuß weder von hinten, noch von der Seite zur "Strecke" gebracht hatte, vom Staastanwalt der DDR weder angeklagt noch von einem Gericht verurteilt worden.
Im dritten Reich hat hat Hitler zur Vernichtung der jüdischen Bevölkerung auch keinen schriftlichen Befehl hinterlassen. Jedenfalls ist ein solcher Befehl mit seiner Unterschrift meines Wissens nie aufgetaucht. Defacto hat es nie einen Befehl Hitlers gegeben. Und doch gab es ihn, wenn nicht schriftlich, dann in welcher Form auch immer ...... So ist es auch mit dem Schießbefehl. Es gab ihn nicht schriftlich, zumindest ist er nicht aufgetaucht, wurde vllt. vorher vernichtet, aber es gab ihn, in welcher Form auch immer.....


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 15:17 | nach oben springen

#95

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:12
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Theo85/2
Auch von mir ausnahmsweise nochmals: Keineswegs wollte ich mich auf eine Diskussion über einen Schießbefehl einlassen. Das hätte ich auch weitaus früher tun können. Mir ging es nur um die Beantwortung der Frage, was leicht an der Überquerung der Grenzlinie von West nach Ost sein sollte, zumal man da ja auch nicht in die DDR reinkam, zumindest nicht an den Stellen, wo kein Übergang war.



Doch, man kam sehr leicht als Bundesbürger in die DDR, selbst wenn man es noch nicht mal unbedingt wollte.....die Grenzlinie war kein weißer Strich auf dem Boden....es gab zwar weiße Schilder an der Grenzlinie aber die standen ein wenig auseinander und die Grenzelinie war nicht gerade schnurgerade.....

....Bundesbürger durften sich an die Linie wagen, das einzige was der BGS tat war sie aufzuklären über die Gefahren beim Überschreiten dieser Linie....DDR-Bürger war ohne Passierschein bei 5km vorher Schluß, Zuwiederhandelungen waren ziemlich strafbar....notfalls wurde sogar geschossen.,....

groetjes

Mara


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#96

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:15
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

@ Alfred....ja das sind Fakten, die ja wohl zeigen, wo die Gefahr zu erwarten war.....richtig schön, das wir uns mal einig sind, findste nich auch.....

dir noch einen schönen Sonntag

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#97

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Alfred
EK 40,

ich finde solche Formulierungen von Dir wie „viele“ usw. immer sehr nett. Zahlen kannst Du nicht nennen und gehst davon aus, dass dies andere auch nicht können. Würdest Du Zahlen nennen, bricht dein geschriebenes zusammen, weil ein ganz anderes Bild entsteht.

Jetzt mal einige Zahlen. Von den Personen die die DDR ungesetzlich verlassen haben bzw. dies versuchten hatten rund 1 % vorher einen Antrag auf ständige Ausreise gestellt.

Du schreibst „Als Staatsfeinde wurden viele weggesperrt.“ Wie sah es wirklich aus. Es gab bei weit über 100.000 Antragstellern z.B. 1989 gegen weniger als 1% Ermittlungsverfahren. Davon wurden 603 vom MdI und 399 durch das MfS geführt. Nun sagt dies noch längst nichts aus, wegen was diese Verfahren geführt worden, noch ob die Personen zu Haft oder anderen Strafen verurteilt worden.

Und das Wort „vernichten“ hatte weder was mit Frieden oder Verteidigungszustand zu schaffen. Das war –wie auch von anderen geschrieben- ein militärischer Begriff. Genau wie der Chef der Grenztruppen die höchste militärische Bildungseinrichtung des Warschauer Vertrages die Generalstabsakademie in Moskau besucht hatte. Sprich, die GT waren eine militärische und keine Polizeieinheit.

Mara,

was hatte denn AG Mielke mit den Grenztruppen zu schaffen ?




@ Alfred,

dann setz ich für “viele” das Wort “einige” ein. Fühlst du dich dann besser?
Was sagen denn schon Zahlen aus, wenn sich dahinter konkret Schicksale befinden!
Da du es nicht noch mal erwähnt hast, tue ich es eben.
Zwei solcher Schicksale habe ich persönlich mitbekommen!
Und ich sage dir immer wieder ,egal ob 1% von 100.000 oder was du noch für Zahlen bringst, selbst 0,1% von der dir genannten Zahl sind noch zu viel, jedes einzelne Schicksal!
Was ist den für dich viel? Die 1000 oder die 100, dann noch mal geteilt durch MdI und MfS usw.?
Man gut das solche Zeilen hier auch von der Öffentlichkeit gelesen werden können. Zeigen sie doch die Denkweise dahinter.
Man wird permanent als unglaubwürdig hingestellt, oder es werden Beiträge ins lächerliche gezogen.
Diese Vorgehensweise kommt mir immer wieder noch recht bekannt vor.
@Alfred,ich sage es dir nochmal, der ek40 bleibt auf seinem Gleis,egal wie oft du hier versuchst die Weichen zu stellen.

Ich bin so froh und dankbar das Leute wie du nicht im "Stellwerk" sitzen!
Denke doch das ich mich in dieser kontrovers geführten Diskussion gegen die "Organe" konform zu den Forenregeln bewege.


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#98

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:29
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred
Übrigens gab es auch von Seiten der BRD Warnungen zur Staatsgrenze DDR.

Unter dem Hinweis „Der Bundesgrenzschutz informiert“ war u.a. zu lesen.

Mara, aber vielleicht hat sich der BGS dies nur ausgedacht.

Da war u.a. zu lesen :

„ Besucher des Grenzgebietes sind großen Gefahren ausgesetzt, wenn sie aus Unkenntnis oder Leichtsinn den Grenzverkauf nicht beachten. Häufig geschieht dies aufgrund der irrigen Annahme, das Gelände zwischen Grenzverlauf und Grenzanlagen der DDR sei Niemandsland. An der Grenze zur DDR gibt es k e i n NIEMANDSLAND !!

Der Bundesgrenzschutz und der Grenzzolldienst weisen deshalb eindringlich auf folgendes hin:

…….

5. Auf dem gebiet der DDR gelten andere Gesetzesvorschriften als in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist bekannt, dass die Grenzorgane der DDR bei der Überwachung der Grenze zu großer Schärfe angehalten sind. Wer die Grenze entgegen aller Warnungen überschreitet – wenn auch unabsichtlich oder ganz geringfügig-, begibt sich in Gefahr.“


Dies mal ein kleiner Auszug aus den Hinweisen des BGS.

Zahlenfuchs ? Mara, dies sind Fakten.


Diese Warnhinweise sind korrekt.Fakt ist auch,das viele Besucher aus Unwissen die Grenzlinie überschritten, auch in der Meinung,die Grenze würde erst am MGZ beginnen,so das sie frohgelaunt auf dem vorgelagertern Hoheitsgebiet DDR rumlatschten.In den meisten Fällen wurden sie dann von Grenzern "verscheucht",wenn denn welche vor Ort waren.Ein vorzeigen der Waffe,bzw durchladen konnte auch schnell die Situation klären.Ein Gebrauch der Waffe war doch die absolute Ausnahme.



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#99

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:32
von Alfred | 6.861 Beiträge

Sangefr,

in der DDR gab es doch was schriftliches.

Steht gleich im ersten Beitrag, § 27 vom "Gesetz über die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik".


zuletzt bearbeitet 21.11.2010 15:32 | nach oben springen

#100

RE: Schießbefehl Ja -Nein?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.11.2010 15:32
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat von SanGefr
Mit dem sogenannten Schießbefehl ist es m. E. nach so. Politiker sind so "gerissen". Die lassen keinen schriftlichen Befehl mit ihrer eigenhändigen Unterschrift zurück, dass eines Tages evtl. gegen sie verwendet werden kann. So könnten sie eines Tages immer wieder sagen: Davon ist mir nichts bekannt ...... das und das habe ich so nicht gemeint ...... ich kann mich nicht um alles selber kümmern ..... was kann ich dafür, wenn meine Mitarbeiter alles falsch verstehen etc pp. Schriftlich hat es diesen Schießbefehl von Ulbricht/Honecker nicht gegeben, sonst hätte man sie wegen Anstiftung zum Mord evtl. eines Tages belangen können. Wo also nichts Schriftliches vorhanden ist, gibt es keinen Beweis und keine Anklage. Die Befehlsempfänger haben mit dem "vernichten" überwiegend die Anwendung der Schusswaffe, auch ohne Gefahr für Leib und Leben, ausgelegt. Meiner Meinung nach ist nie ein (Todes)-Schütze, der einen Grenzverletzer durch einen gezielten Schuß weder von hinten, noch von der Seite zur "Strecke" gebracht hatte, vom Staastanwalt der DDR weder angeklagt noch von einem Gericht verurteilt worden.
Im dritten Reich hat hat Hitler zur Vernichtung der jüdischen Bevölkerung auch keinen schriftlichen Befehl hinterlassen. Jedenfalls ist ein solcher Befehl mit seiner Unterschrift meines Wissens nie aufgetaucht. Defacto hat es nie einen Befehl Hitlers gegeben. Und doch gab es ihn, wenn nicht schriftlich, dann in welcher Form auch immer ...... So ist es auch mit dem Schießbefehl. Es gab ihn nicht schriftlich, zumindest ist er nicht aufgetaucht, wurde vllt. vorher vernichtet, aber es gab ihn, in welcher Form auch immer.....




Hallo SanGefr.,

lies bitte einfach nochmal den ersten Beitrag zum Thema!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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