#121

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 11:18
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Wenn ich hier einige der qualitativ guten Antworten; eigenes Erleben und einige der weniger guten, allgemeine Pauschalisierung und Reduzierung, durchlese kann ich für mich feststellen das wahrscheinlich in der für mich relevanten Zeit der VMA; Anfang der 60ger bis Anfang 70ger; die DDR einen kollektiven pazifistischen Anfall durchlitt.
Auch Befragung von Freunden und Bekannten in den letzten Tagen brachte für mich keine andere Erkenntnis.
Die VMA gab es in der POS nicht, während der Lehrzeit beschränkte sie sich auf die eine Woche pro Jahr.
Die Mitgliedschaft in der GST brachte weder Vorteile (außer Führerschein) noch Nachteile.
Wer aktiv in einer der vielen Interessengemeinschaften (hieß das so?) mitmachen wollte mußte sich selber kümmern.
Sportclubs waren in der Regel nicht an die GST gekoppelt.

Betreff Führerschein bei GST habe ich nochmals sehr tief in meinem Gedächtnis gekramt und rumgefragt. Die Fahrschule, Theorie und Praxis, wurde von der GST, in meinem Fall vom Betrieb, durchgeführt.
Die Abnahme der Prüfung oblag der VP!!!!
Die GST als solche war nicht berechtigt diese Prüfungen abzunehmen.
Der bestandene Führerschein mußte dann von mir selbstständig und ohne Aufforderung oder Weisung oder Genehmigung vom zuständigen VPKA abgeholt werden. Wie das jeder machte der einen Führerschein gemacht hat. Der wurde weder hinterher geschickt noch von irgendwelche Organen zurückbehalten.

Zählt zur VMA auch die 6wöchige militärische Ausbildung während des Studiums?
Die lag bei mir zu Beginn des 2. Studienjahres und fand für alle Studenten (Männlich) in Seeligenstädt statt.
Da selbst Ausgemustert habe ich im gleichen Objekt, heute sagt man wohl Zivildienst, im Versorgungsbereich diese Zeit verbracht.
Ähnlich militärisch aufgezogen, alberne blaue Uniformen am Körper und zwei Wochen "Aufschlag" weil nicht Dienender.

Der Großteil der eingerückten Studenten hatte ihren Grundwehrdienst noch nicht abgeleistet.
In den sechs Wochen erhielten sie die wohl übliche Grundausbildung. Am Ende der 'Grundausbildung' wurden sie ebenso wie normal in der NVA Dienende Vereidigt und sie wurden aus dem Militärlager als 'vereidigte aber ungediente' Soldaten in die Reserve entlassen.
Damit war die "Angst" weg nach dem Studium zum Grundwehrdienst gezogen zu werden.
Wie lange es diese Regelung gab ist mir allerdings nicht bekannt.
Wenn ich mich nicht täusche war selbst die Teilnahme am Fahneneid freiwillig. Nur wurde den eventuellen 'Verweigerern' angedeutet das sie dann mit einer Einberufung zum Grundwehrdienst nach Studiumsende zu rechnen hätten.
Es gab keinen der den Eid verweigert hätte.
Was sind 6 Wochen durch die Landschaft robben, marschieren und Sturmbahn überwinden gegen 18 Monate?

Dieses Lager in Seeligenstädt soll bis Ende der 80ger genutzt worden sein habe ich gehört.
Als ich dort war standen auf dem Gelände noch die einstöckigen Holzbaraken in denen früher Wismutarbeiter untergebracht waren.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen

#122

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 11:25
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von utkieker

Zitat von wosch





Hallo wosch,

Eigentlich war das Engagement viel wichtiger als irgendeine "Vereinsmeierei". Zum Theater spielen traf man sich Dienstags und Donnerstags im Kulturhaus der Neptunwerft. Die Neptunwerft machte Geld locker aus dem Kultur und Sozialfonds und das taten sie gerne, denn wer wollte schon auf staatliche Mittel verzichten? Das Engagement hat allen Beteiligten keinen Pfennig gekostet. Wenn ich nach Feierabend auf volkssportliche Art und Weise Volleyball spielen wollte, hat man in der nächstgelegenen Sporthalle nachgefragt ob noch Kapazitäten frei sind und los ging's und niemand hat beim Baggern und Bridgen nach meiner politischen Überzeugung gefragt. Etwas anders lief es ab, wenn man wettkampfmäßigen Sport betreibt hier war die Mitgliedschaft in den einzelnen Sportfachverbänden und somit die Unterordnung zu den Statuten zwingend. So lange man nicht gerade eine Interessensgemeinschaft gebildet hat, die den politischen Status der DDR in Frage stellte war alles möglich. Gewiß war der Versuch einer politischen Einflußnahme present aber wir sollten doch wohl die Kirche im Dorf lassen oder in wie fern konnte man auf das Volleyballspiel politisch Einfluß gewinnen um sich nicht komplett lächerlich zu machen?

Gruß Hartmut!




............................................................................................................................................................................................................................

Hartmut, alles schön und gut, wie das mit dem hauptamtlichen Theaterspielen war, weiß ich zur Genüge denn meine Schwester war 27 Jahre Bühnenbildnerin und an dem Theater gab es einen Parteisekretär, einige IM´s und was gespielt wurde bestimmte nicht der Intendant alleine, meine andere Schwester studierte an der DHfK-Leipzig, war als Mitglied der damaligen Nationalmannschaft im Turnen auch Mitglied im dortigen "Sportklub" und daß in dem Sportklub der DHfK genug "Langohren" vertreten waren, davon kannst Du getrost ausgehen. Daß man zum "Bolzen" in der "Wallachei" keinen ideologischen Zwängen unterlag ist eine ganz andere Sache, aber so schön Du es geschrieben hattest, die Regel war es nicht. Nicht überall gab es die Neptunwerft und in der Provinz waren die Möglichkeiten eh durch nicht immer vorhandene Räumlichkeiten begrenzt und ich kenne Gegende in denen die Hauptfreizeitbeschäftigung von den heranwachsenden Jugendlichen darin bestand sich am Wochenende in den Kulturhäusern Westmecklenburgs bei den Tanzveranstaltungen die Birne voll zu hauen (mit Getränken und mit Tätlichkeiten).
Na ja, es soll genug sein. Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]


Hallo Wolfgang,

Natürlich kenne ich die Szene der Rostocker Darstellenden Kunst zu genüge, mit vielen Schauspielern bin ich per Du zwischen Berufs- und Laiendarstellern gab es weder Berührungsängste noch Gräben von Mißgunst und Neid. Sicherlich gab es unter den Kulturbürokraten genügend Eiferer von selbsternannten Zensoren, die einen das Leben zur Hölle machten - das habe ich nie bestritten.
Man könnte die DDR auf Mauerbau und Stasi reduzieren engt aber damit das Gesichtsfeld ein. Kunst und Kultur wurde zu jederzeit der Menschheit betrieben von der Höhlenmalerei bis zur Moderne und wenn etwas den kreativen und freien Geist einschränkt so ist es ein Wulst von bürokratischen Hindernissen und wirtschaftlichen Zwängen.
Mit der Stasi in der Gesellschaft, verhält es sich ähnlich wie mit der Integrationskonstante in der Mathematik, entweder ist sie zu vernachlässigen oder sie ist eine unberechenbare Größe. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit diese mystisch verklärte Organisation verschwendete um ihren eigenen Saustall zu beleuchten. Viel Aufwand für Nichts! Manchmal wundert es mich regelrecht, daß Mrozek inszeniert wurde, Majakowski's "Schwitzbad" oder Strahl's "Flüsterparty", hat da die Stasi gepennt? Aber so wie es Rostock möglich war die "Flüsterparty" in Szene zu setzen, war das in Leipzig unmöglich.
Obwohl viele Kulturhäuser gebaut wurden, wurden die Angebote nicht immer oder gar nicht genutzt junge Leute haben sich schon vor 30 Jahren ins Koma gesoffen.

Gruß Hartmut!
[/quote]
--------------------------
@ Hartmut

Interessanter Einblick, so hatte ich das auch noch nicht betrachtet. Aber es ist schon etwas dran. Auf der einen Seite wurde Gesellschaftskritik gewünscht (Zwei leere Stühle) und gefördert und auf der anderen Seite wiederum mit allen Mitteln unterbunden. Der Mensch ist eben an sich sehr widersprüchlich.

Mike59


nach oben springen

#123

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 13:47
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Nee Nostalgiker...
also wejens Interessengemeinschaft...
Sektionen waren eher die Bezeichnung z.B. Sektion Segelflug,Sektion Seesport,Sektion Modellbau etc...
Gruss BO


nach oben springen

#124

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 18:51
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von uffz_nachrichten

Zitat von wosch

Zitat von uffz_nachrichten


Ja na klar weiß ich das noch. Nach Warin ( Bezirk Schwerin - Wariner See ) als Klassenaustausch in der 9. und nach Frankfurt/O. in der 10. Klasse.
Wieso schreibst du eigentlich Beates Namen mit Anführungszeichen?



..................................................................................................................................................................................................................................

Zum Hervorheben des Namens, wieso denn sonst?
Verszößt doch gegen keine Regel, oder?
Schönen Gruß aus Kassel.




Nee, war halt nur ein wenig irritierend. Wie ist es eigentlich der Pastorin ergangen, von der du geschrieben hattest?
Hat sie ihre Kinder erst 1989 wieder gesehen?




............................................................................................................................................................................................................

Es war keine Pastorin, sondern die Frau vom Pastor.
Ja sie hat am Tage der Maueröffnung ihre Kinder in die Arme schließen können.
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#125

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 19:01
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von utkieker

Zitat von wosch





Hallo wosch,

Eigentlich war das Engagement viel wichtiger als irgendeine "Vereinsmeierei". Zum Theater spielen traf man sich Dienstags und Donnerstags im Kulturhaus der Neptunwerft. Die Neptunwerft machte Geld locker aus dem Kultur und Sozialfonds und das taten sie gerne, denn wer wollte schon auf staatliche Mittel verzichten? Das Engagement hat allen Beteiligten keinen Pfennig gekostet. Wenn ich nach Feierabend auf volkssportliche Art und Weise Volleyball spielen wollte, hat man in der nächstgelegenen Sporthalle nachgefragt ob noch Kapazitäten frei sind und los ging's und niemand hat beim Baggern und Bridgen nach meiner politischen Überzeugung gefragt. Etwas anders lief es ab, wenn man wettkampfmäßigen Sport betreibt hier war die Mitgliedschaft in den einzelnen Sportfachverbänden und somit die Unterordnung zu den Statuten zwingend. So lange man nicht gerade eine Interessensgemeinschaft gebildet hat, die den politischen Status der DDR in Frage stellte war alles möglich. Gewiß war der Versuch einer politischen Einflußnahme present aber wir sollten doch wohl die Kirche im Dorf lassen oder in wie fern konnte man auf das Volleyballspiel politisch Einfluß gewinnen um sich nicht komplett lächerlich zu machen?

Gruß Hartmut!




............................................................................................................................................................................................................................

Hartmut, alles schön und gut, wie das mit dem hauptamtlichen Theaterspielen war, weiß ich zur Genüge denn meine Schwester war 27 Jahre Bühnenbildnerin und an dem Theater gab es einen Parteisekretär, einige IM´s und was gespielt wurde bestimmte nicht der Intendant alleine, meine andere Schwester studierte an der DHfK-Leipzig, war als Mitglied der damaligen Nationalmannschaft im Turnen auch Mitglied im dortigen "Sportklub" und daß in dem Sportklub der DHfK genug "Langohren" vertreten waren, davon kannst Du getrost ausgehen. Daß man zum "Bolzen" in der "Wallachei" keinen ideologischen Zwängen unterlag ist eine ganz andere Sache, aber so schön Du es geschrieben hattest, die Regel war es nicht. Nicht überall gab es die Neptunwerft und in der Provinz waren die Möglichkeiten eh durch nicht immer vorhandene Räumlichkeiten begrenzt und ich kenne Gegende in denen die Hauptfreizeitbeschäftigung von den heranwachsenden Jugendlichen darin bestand sich am Wochenende in den Kulturhäusern Westmecklenburgs bei den Tanzveranstaltungen die Birne voll zu hauen (mit Getränken und mit Tätlichkeiten).
Na ja, es soll genug sein. Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]


Hallo Wolfgang,

Natürlich kenne ich die Szene der Rostocker Darstellenden Kunst zu genüge, mit vielen Schauspielern bin ich per Du zwischen Berufs- und Laiendarstellern gab es weder Berührungsängste noch Gräben von Mißgunst und Neid. Sicherlich gab es unter den Kulturbürokraten genügend Eiferer von selbsternannten Zensoren, die einen das Leben zur Hölle machten - das habe ich nie bestritten.
Man könnte die DDR auf Mauerbau und Stasi reduzieren engt aber damit das Gesichtsfeld ein. Kunst und Kultur wurde zu jederzeit der Menschheit betrieben von der Höhlenmalerei bis zur Moderne und wenn etwas den kreativen und freien Geist einschränkt so ist es ein Wulst von bürokratischen Hindernissen und wirtschaftlichen Zwängen.
Mit der Stasi in der Gesellschaft, verhält es sich ähnlich wie mit der Integrationskonstante in der Mathematik, entweder ist sie zu vernachlässigen oder sie ist eine unberechenbare Größe. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit diese mystisch verklärte Organisation verschwendete um ihren eigenen Saustall zu beleuchten. Viel Aufwand für Nichts! Manchmal wundert es mich regelrecht, daß Mrozek inszeniert wurde, Majakowski's "Schwitzbad" oder Strahl's "Flüsterparty", hat da die Stasi gepennt? Aber so wie es Rostock möglich war die "Flüsterparty" in Szene zu setzen, war das in Leipzig unmöglich.
Obwohl viele Kulturhäuser gebaut wurden, wurden die Angebote nicht immer oder gar nicht genutzt junge Leute haben sich schon vor 30 Jahren ins Koma gesoffen.

Gruß Hartmut!
[/quote]

.....................................................................................................................................................................................................................................

Hartmut, mit Deinem Beitrag kann ich ohne Widerspruch leben. Er deckt sich mit meinen Erkenntnissen.
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#126

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 19:19
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Ich verstehe nicht , aus welchem Grund sich hier über die vormilitärische Erziehung in der DDR echauffiert wird. Jeder Staat versucht seine Bevölkerung zu seinen Gunsten zu instruieren. Heute übernehmen das die Medien komplett. Das haben sie zu DRR Zeiten auch schon gemacht, aber heute haben die Medien einen ganz anderen Stellenwert und sie befinden sich nicht mehr im staatlichem Monopol.
Der eine oder andere sieht darin Pluralismus - ist das wirklich so.
Ich bin der Meinung, Erziehung/Bildung, ist wie Ernährung, Post, Verkehr, Verteidigung und Sicherheit eine der grundsächlichen Aufgaben des Staates. Da habe ich u.a. ein Problem mit Föderalismus.
Und wenn ein Staat seine Bevölkerung Wehrtechnisch unterweist, hat das meine Zustimmung.
Mike59


nach oben springen

#127

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 21:12
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Mike59
Ich verstehe nicht , aus welchem Grund sich hier über die vormilitärische Erziehung in der DDR echauffiert wird. Jeder Staat versucht seine Bevölkerung zu seinen Gunsten zu instruieren. Heute übernehmen das die Medien komplett. Das haben sie zu DRR Zeiten auch schon gemacht, aber heute haben die Medien einen ganz anderen Stellenwert und sie befinden sich nicht mehr im staatlichem Monopol.
Der eine oder andere sieht darin Pluralismus - ist das wirklich so.
Ich bin der Meinung, Erziehung/Bildung, ist wie Ernährung, Post, Verkehr, Verteidigung und Sicherheit eine der grundsächlichen Aufgaben des Staates. Da habe ich u.a. ein Problem mit Föderalismus.
Und wenn ein Staat seine Bevölkerung Wehrtechnisch unterweist, hat das meine Zustimmung.
Mike59



...möchte ich noch erweitern Energieversorgung,Krankenversicherung und gleich richtig weit ausgeholt das Thema Rente....
Konkrete Verantwortunsbereiche eines Staates!
Hihi BO


nach oben springen

#128

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 21:58
von utkieker | 2.922 Beiträge

Hallo Mike,

Ich habe keine Schwierigkeiten damit, daß das Medienmonopol dem Staat entzogen wurde. Ein "Medienpluralismus" haben wir alle mal. Was ich bemängele das aus der Medienvielfalt nicht auch eine Meinungsvielfalt geworden ist. Es gibt sie nach wie vor die "öffentliche Meinung" und wer von einen gewissen Minimalkonsens vorgefertigter Normen der Meinungsbildung abweicht ist ein "Spinner" ein "Radikaler" aber zumindestens amoralisch. Und ich denke, daß bei den noch ausstehenden Wahlen in diesem Jahr, das vorgefertigte Meinungskonstrukt noch manifestiert wird. Die Mischung aus Sensationsgier, Populismus und Hurra- Patriotismus ergeben einen bestenfalls in der Würze unterscheidbaren Medienerbseneintopf.
Kommen wir wieder zum Ausgangspunkt des Threads zurück. Ich möchte keinen Staat einreden, wie gefälligst er bei aller Kritikwürdigkeit den Schutz seiner Bevölkerung zu organisieren hat. Eigentlich könnte man ohne stehendes Heer auskommen, wenn man es doch instrumentalisiert zum Zwecke der Landesverteidigung, sollte man sich stets bewußt sein, daß dies aus der Not heraus geboren worden ist und keineswegs eine Tugend darstellt. Wenn ich statt eines stehenden Heeres die Bevölkerung darauf aufmerksam mache, daß es ihr gutes Recht ist sich zu verteidigen kann das nur billig sein, es ist eine Frage der Organisation, wie ich im Falle der Fälle vorgehe. Warum soll ich dabei nicht auch das Millitär- ABC in ansprechender Form unter die Leute bringen ohne den Kasernenhof- Drill aber mit körperlicher Ertüchtigung im Lehrplan der Schulen.
In meiner Vormillitärischen Ausbildung im Rahmen eines 14 tägigen GST- Lagers wurde schwerpunktmäßig die Exzisier- Ausbildung durchgeführt ich glaube das war mindestens 80% der Ausbildung. Was wissen wir denn wirklich über Strategie und Taktik im Gefecht, letztlich das patriotischer Geist mißbraucht wird um als Waffenzubehör oder als Kanonenfutter für verfehlte Außenpolitik den Arsch hinzuhalten.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
nach oben springen

#129

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 24.07.2011 22:45
von frb-vd (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
ich hätte schwören können das zitat kam von euch. oder war das schwerter zu ..........!



Nein - beide Deine Losungen stammen vom Gegner bzw. seiner 5. Kolonne.

DDR-offiziell: „Der Frieden muß bewaffnet sein.“


nach oben springen

#130

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 25.07.2011 13:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von frb-vd

Zitat von glasi
ich hätte schwören können das zitat kam von euch. oder war das schwerter zu ..........!



Nein - beide Deine Losungen stammen vom Gegner bzw. seiner 5. Kolonne.

DDR-offiziell: „Der Frieden muß bewaffnet sein.“

Zitat




was verstehst du darunter ? ( rot mark)

Gruß Gert



.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 25.07.2011 13:58 | nach oben springen

#131

RE: Vormilitärische Erziehung in der DDR

in DDR Zeiten 25.07.2011 14:26
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

5. Kolonne sind immer die Bösen von der anderen Seite.
Ganz einfach gesagt.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Das süße Gift der Diktatur
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von ABV
90 17.01.2014 16:15goto
von DoreHolm • Zugriffe: 3672
Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von Schuddelkind
170 23.08.2015 17:53goto
von Lutze • Zugriffe: 9446
Hilfe für Mütter in der DDR
Erstellt im Forum Leben in der DDR von DDR-Kind1981
7 05.06.2014 23:51goto
von Vogtländer • Zugriffe: 1151
DDR-Erziehung ist Schuld an rechter Gewalt
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Angelo
104 15.12.2011 14:31goto
von Hackel39 • Zugriffe: 6409
Die 7 Irrtümer der deutschen Einheit
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
0 03.10.2010 08:52goto
von Angelo • Zugriffe: 1056
Staatliches Doping in der DDR
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Angelo
24 02.09.2013 17:41goto
von Feliks D. • Zugriffe: 1842

Besucher
15 Mitglieder und 46 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 661 Gäste und 45 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558186 Beiträge.

Heute waren 45 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen