#1

Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 03.11.2010 19:56
von LO-driver | 750 Beiträge

Habe heute meine GK seit 28 Jahren wieder von innen gesehen. Der Bericht im MDR-Fernsehen handelt aber von den Wohnverhältnissen der Asylanten,
in dem seit der Wende nicht mehr Sanierten Gebäude.
z.B. die Dusche kenne ich auch noch so wie vorhanden. Ist schon bedrückend nach 28 Jahren + eventuellen 20 Jahren seit dem Bau, Menschen in solchen
Verhältnissen leben zu lassen.
Auch in Regionalen Zeitungen ist das Thema ein Top - Thema.

LO-D
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/c...umentId=5742622

http://www.otz.de/startseite/detail/-/sp...heim-1107135879

http://www.thueringer-allgemeine.de/star...ruck-1934792895

Angefügte Bilder:
Grenze 2009 364.JPG


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#2

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 03.11.2010 20:18
von Schreiberer | 210 Beiträge

Hallo Lo -driver,

da hast de ja Glück , das Deine ehemalige Kompanie noch nicht abgerissen wurde. Ich war vor kurzen bei dem Standort meiner Kompanie. Leider musste sie für einen Parkplatz weichen...
Nun ja was solls aber trotzdem , war es für mich schon sehr interessant , einmal nach Morsleben zurück zu kehren. Ich werde bald noch einmal den Abschnitt besuchen.

Mfg der Schreiberer


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#3

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 03.11.2010 20:29
von Südharzer | 570 Beiträge

Ich war im Sommer in meiner alten Kaserne in Ellrich. Dort stand gerade der Auszug der letzten Asylanten auf dem Programm.
Die Frauen die das Gebäude in der Frühschicht verwalteten haben mich aber nicht in mein ehemaliges Zimmer gelassen,weil man das wirklich niemanden zumuten könne. Von außerhalb des Zimmers war noch alles wie damals,sogar die Zimmernummer war auf der Tür erhalten.
Die Asylanten mussten raus weil die Gemeinde das Gebäude verkauft hatte.
Vielleicht hat "Kasernenbesitzer" nochmal zugeschlagen.


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#4

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 03.11.2010 21:01
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hoffentlich geht nicht alles zu Müll...wäre ja schön,wenn noch einige ehemalige GK überleben könnten.Als Erinnerung quasi.



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#5

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 16:17
von Südharzer | 570 Beiträge

Hab mal ein paar Fotos vom Frühjahr hochgeladen.


zuletzt bearbeitet 04.11.2010 18:34 | nach oben springen

#6

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 18:29
von LO-driver | 750 Beiträge

Schöne Fotos. Ist ja sauber wie im drei Sterne Hotel. Der Nachnutzer wird kein schlechten kauf gemacht haben. Die Außenanlage sieht auch noch ganz ordentlich aus. Ob meiner ehemaligen GK auch so ein Weiterbestand zukommt?



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#7

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 18:42
von Südharzer | 570 Beiträge

Zitat von LO-driver
Schöne Fotos. Ist ja sauber wie im drei Sterne Hotel. Der Nachnutzer wird kein schlechten kauf gemacht haben. Die Außenanlage sieht auch noch ganz ordentlich aus. Ob meiner ehemaligen GK auch so ein Weiterbestand zukommt?




Vielleicht hat der Spieß seine Putzpläne damals dagelassen und die Asylanten haben damit deutsch gelernt.
Ne im Ernst,es hingen Putzpläne aus und was den Flur betrifft haben sie sich warscheinlich drangehalten.


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#8

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 19:14
von Galaxy (gelöscht)
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Die 1.GK war nach meinen Erinnerungen eine größere Kaserne.Etwas größer als die normalen Kasernen.


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#9

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 19:22
von Südharzer | 570 Beiträge

Wenn ich mir mal die anderen Kasernen auf den eingestellten Fotos anschaue sehe ich eigentlich keinen Unterschied.
3 Etagen mit jeweils 12 Fenstern pro Reihe. Kann aber auch sein,es waren ja auch noch die paar Leute der Güst Ellrich mit untergebracht.


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#10

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 19:34
von Galaxy (gelöscht)
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Ich diente im selben Regiment aber im 2.Bat. Meine ehem. 7.Gk war etwas kleiner. Da ich in Ellrich wohnte kenne ich mich ein wenig dort aus!


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#11

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 22:40
von kirsche.ndh | 109 Beiträge

Wenn jemand in seiner Heimat so mit dem Leben bedroht wurde, dann bin ich doch froh irgendwo erstmal zu überleben egal wie und stelle nicht noch Ansprüche an meinen Gastgeber.
Wichtig ist recht viele Kinder hier in die Welt zu setzen, die dann Deutsche werden um ja nicht nach Hause zurück zu müssen.
Wen es hier nicht passt, kann doch woanders seinen Asylantrag stellen, aber das Sozialparadies ist nun mal hier in Deutschland.
Die monatlichen Sozialleistungen hier übersteigen doch um ein vielfaches das was Zuhause jemals erreicht werden konnte.

Tausende Grenzer oder Wehrdienstpflichtige lebten ehemals dort unter diesen Bedingungen, ich bezweifle, dass bei den meisten Asylanten Zuhause es überhaupt so kompfortabel war.

So nun lyncht mich für meine Meinung.
Die darf man ja nicht mal mehr öffentlich äußern ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Mich kotzt die ganze Diskussion um die misslungene Integrationspolitik gewaltig an.


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#12

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 04.11.2010 23:09
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von Südharzer
Wenn ich mir mal die anderen Kasernen auf den eingestellten Fotos anschaue sehe ich eigentlich keinen Unterschied.
3 Etagen mit jeweils 12 Fenstern pro Reihe...


Die Standard-Kompaniegebäude neueren Typs haben 12 Fenster in jeder der 3 Etagen sowie Haupt- und Seiteneingang. Ausführung mit Doppelfenstern gesamt oder nur im Treppenaufgang abweichend sowie die Kellereingänge vernachlässige ich jetzt mal.

Dann gibt es noch die Kompaniegebäude mit 19 Fenstern in jeder der 3 Etagen sowie 2 Haupt- und 1 Seiteneingang
Das Gebäude in Ellrich dürfte der einzige dieser Art im GR-4 sein.
Weitere Standorte in dieser Bauweise an der "Grünen Grenze" ohne Berlin sind zB
im GR-8 Bahlen
im GR-24 Ziemendorf
im GR-23 Weferlingen
im GR-20 Ilsenburg
im GR-1 Schnellmannshausen
im GR-3 Geisa
im GR-9 Einöd und Eishausen
im GR-15 Probstzella
im GR-10 Posseck
Oft wurden diese Gebäude als GB-Standort genutzt.

Bei selbem Baustil aber trotzdem abweichend sind mir eigentlich nur noch nur Selmsdorf mit 17 Fenstern, Schattin mit 14 Fenstern, Schalkau mit 16 bekannt...

Bei Unterbringung von Asylbewerber sind von den meisten derart genutzen Standorten Probleme bekannt, egal ob zB. Marienborn, Untersuhl, Blankenstein oder Juchhöh. Da es ähnliche Probleme aber auch bei Sammelunterkünften in den Altbundesländern gibt und die ehemaligen Kasernengebäude für solcher Art vorübergehendes "betreutes Wohnen" nahezu ideal sind, liegt des Pudels Kern wohl wahrscheinlich woanders...

Gruß,254


zuletzt bearbeitet 05.11.2010 14:15 | nach oben springen

#13

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 05.11.2010 14:11
von Südharzer | 570 Beiträge

Zitat von Galaxy
Die 1.GK war nach meinen Erinnerungen eine größere Kaserne.Etwas größer als die normalen Kasernen.




Die Fenster der anderen Kasernen habe ich gezählt alle haben 12, unsere in Ellrich hat tatsächlich 19. Garantiert durch die Güst-Kameraden die ja auch untergebracht werden mussten.
Eingeweiht wurde der Stützpunkt Ellrich 1973,daß habe ich im Buch "Erlebnisse an der Grenze im Harz" gelesen. 2 Fotos von der Einweihungsparade sind mit im Buch eingefügt.


zuletzt bearbeitet 05.11.2010 14:12 | nach oben springen

#14

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 05.11.2010 16:02
von VNRut | 1.486 Beiträge

Einige Kasernen wurden nach der Wende noch oder wieder genutzt. So ist in Groß-Glienicke seit langen das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz* ansässig. Der MHO-Flachbau sollen abgerissen sein. Was sich in den anderen Gebäuden befindet, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht auch schon ein Asylantenheim.

Übrigens ich war vor einigen Jahren in ein Berliner Asylantenheim, da sah es noch viel schlimmer aus als im Filmbeitrag von LO-Driver in Gerstungen. Dort kam uns das Wasser aus den Wasch- und Toilettenräumen entgegen. Frauen, Männer, Kinder, Schwangere Mädchen/Frauen aus verschiedenen Ländern hausten zusammen unter einen Dach. Davon gab es mehrere Gebäude. Einrichtungsgegenstände (Betten/Schränke) und Kühlschränke defekt, Matratzen verdreckt. Es war die Hölle auf Erden.

*http://service.brandenburg.de/lis/detail.php/11183
*http://maps.google.de/maps?ll=52.483945,...&z=16&t=h&hl=de
*http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=8464 (Bilder von der Kaserne)
*http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Kase...Glienicke-R.htm

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 05.11.2010 16:51 | nach oben springen

#15

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 05.11.2010 22:04
von Altmark01 | 1.166 Beiträge

Zitat von VNRut
Einige Kasernen wurden nach der Wende noch oder wieder genutzt. So ist in Groß-Glienicke seit langen das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz* ansässig. Der MHO-Flachbau sollen abgerissen sein. Was sich in den anderen Gebäuden befindet, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht auch schon ein Asylantenheim.


Gruß VN_Rut



Hallo Wolfram,

der MHO-Flachbau wurde inzwischen abgerissen. Dort wo früher der Med-Punkt war ist jetzt die Grundschule von Groß-Glienicke. Ein großer Teil von dem Garagenkomplex wo die SPW standen wurde auch abgerissen. In dem ehemaligen "Soldatencafe" war auch bis vor kurzem eine Gaststätte.

Gruß, Heiko


02.89 - 04.89 GAR 40 / 05.89 - 01.90 GR 34
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#16

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 06.11.2010 10:49
von VNRut | 1.486 Beiträge

Hallo Heiko,

zu meiner Zeit war der Med-Punkt im gegenüberliegenden Seitenflügel nahe des Alarmtores. Darüber war die 3.(?)Grenzkompanie mit dem Gedenkzimmer von Ulrich Steinhauer. Unsere 1.Gk war kurz nach meiner Ankunft aus dem Gebäudekomplex wegen Sanierungsarbeiten ausgelagert worden. Wir lebten in Wohncontainer mit Sanitäreinrichtungen nahe des Appellplatzes.

Gruß Wolfram


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 06.11.2010 10:50 | nach oben springen

#17

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 06.11.2010 13:33
von Altmark01 | 1.166 Beiträge

Zitat von VNRut
Hallo Heiko,

zu meiner Zeit war der Med-Punkt im gegenüberliegenden Seitenflügel nahe des Alarmtores. Darüber war die 3.(?)Grenzkompanie mit dem Gedenkzimmer von Ulrich Steinhauer. Unsere 1.Gk war kurz nach meiner Ankunft aus dem Gebäudekomplex wegen Sanierungsarbeiten ausgelagert worden. Wir lebten in Wohncontainer mit Sanitäreinrichtungen nahe des Appellplatzes.

Gruß Wolfram



Hallo Wolfram,

der Med-Punkt war bis zum Schluß dort am Alarmtor, darüber war die 4. GK untergebracht. Die 1. bis 3. GK hatten die Eingänge in Richtung Appellplatz. Wir (2.GK) hatten den letzten Eingang und waren in der mittleren Etage untergebracht.

Gruß, Heiko


02.89 - 04.89 GAR 40 / 05.89 - 01.90 GR 34
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#18

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 06.11.2010 13:51
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Das ist schon phantastisch wenn man nach so langer Zeit mal wieder in einer GK sich innen aufhält.Da kommen mit Sicherheit Erinnerungen hoch,denn es waren ja nicht nur schlechte Zeiten. Ich habe mal die Beiträge von " Kasernenbesitzer " gelesen. Ist mir ein komischer Kauz,obwohl ich manches nach vollziehen kann.Aber er kann sich halt nicht in unsere Lage versetzen, was einem das bedeutet " seine Kaserne" zu besuchen.


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#19

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 07.11.2010 13:49
von EK82I | 869 Beiträge

Ich konnte dieses Jahr mehrere ehemalige Objekte,Standorte GK, im ehemaligen GR24 besuchen.Von abgerissen,dem Verfall preisgegeben bis zur Top Nutzung alles vorhanden.Meine ehemalige 9.GK in Dahrendorf steht gut erhalten immer noch am alten Standort.
Im Objekt in Ziemendorf,(mehr als eine einfacheGK)habe ich auch ein langes WE als Unterkunft nutzen können.Die Betreiber haben da süpertolle Arbeit geleistet.Auch der Ausflug ins Gelände hat sich gelohnt. Eine wichtige Ergänzung zum damaligen3.GB (Bonese).
Jedenfalls sind doch einige Grenzkompanien erhalten geblieben,bzw richtig ausgebaut worden. Solche Objekte wie Bonese oder Seebenau sind natürlich krasse Gegensätze und beste Beispiele für den Verfall!


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#20

RE: Das weiterleben einer Grenzkompanie

in Das Ende der DDR 07.11.2010 17:01
von Galaxy (gelöscht)
avatar

Zitat von Südharzer

Zitat von Galaxy
Die 1.GK war nach meinen Erinnerungen eine größere Kaserne.Etwas größer als die normalen Kasernen.




Die Fenster der anderen Kasernen habe ich gezählt alle haben 12, unsere in Ellrich hat tatsächlich 19. Garantiert durch die Güst-Kameraden die ja auch untergebracht werden mussten.
Eingeweiht wurde der Stützpunkt Ellrich 1973,daß habe ich im Buch "Erlebnisse an der Grenze im Harz" gelesen. 2 Fotos von der Einweihungsparade sind mit im Buch eingefügt.


Als Kind kann ich mich noch an die Einweihung der neuen Kaserne 1973 erinnern.Mit einer kleinen Parade durch Ellrich wurde von der alten zur neuen Kaserne wurde diese eingeweiht!


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