#1

Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.10.2010 18:38
von Angelo | 12.396 Beiträge

Die ehemalige Autobahntrasse in Dreilinden wurde im Jahr 1940 fertiggestellt.Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde eine Grenzkontrollstelle zwischen der BRD und DDR auf der Brücke über dem Teltowkanal errichtet. Später war der SED dieser Trassenverlauf zu nah an dem Grenzverlauf und eine Erweitung der GüSt (Grenzübergangsstelle) war auf der Brücke auch nicht möglich. Darauf wurde im Jahr 1969 die Verlegung der Autobahntrasse vereinbart und realisiert.Die alte GüSt wurde nicht mehr gebraucht und auch die alte Autobahntrasse wurde geschlossen sich selbst überlassen.Der Neubau der Autobahn sorgte ebenfalls dafür, dass die Friedhofsbahn für immer durchtrennt wurde.Heute zeugen nur noch wenige Fragmente von der alten Autobahn.


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#2

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.10.2010 21:56
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Die GÜST lag nicht zu nahe an Westberlin sondern so ungünstig, dass die kontrollierten Fahrzeuge nach der Kontrolle nach Westberlin einfuhren, kurz danach; ca. 200 Meter; wieder auf DDR Gebiet kamen, dort 3 Kilometer immer neben der Grenze auf DDR Gebiet fuhren. Dabei querten sie bei Dreilinden die Friedhofsbahn und die Stammbahn nach Potsdam, um dann kurz vor Klein Machnow (so stehts im damaligen Stadtplan) in den Stadtteil Nikolassee von Westberlin einzufahren.
Auf dem Standbild ist links unten in der Ecke bis zum Teltowkanal Westberlin und der linke helle und dunkle Streifen nach oben auf dem Standbild ist die Autobahn.
Zaunkönig Peter


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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#3

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.11.2010 17:20
von Blanco (gelöscht)
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Der Zipfel von Berlin (West), der da in das Gebiet der DDR hineinragte heißt "Albrechts Teerofen". Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleiner Junge dort an dem Westberliner Kontrollpunkt mit meinem Opa zusammen meinen Onkel, der aus Stuttgart mit dem Auto anreiste, empfangen habe. Wir sind dann gemeinsam nach Berlin (West) eingereist.

Das alte Autobahnstück ist noch vorhanden und wird heute gern für Filmarbeiten genutzt.


zuletzt bearbeitet 22.11.2010 17:22 | nach oben springen

#4

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.11.2010 21:13
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

ich kann mich noch gut an diesen Teil der Autobahn erinnern. Der am weitesten li. gelegene Posten des damaligen GR-44 (Kleinmachnow), ein kleiner Holz B-Turm, wurde auch als Postenpunkt "Autobahn" bezeichnet. Mit Blick nach links war die GÜST-Potsdam sehr gut zu sehen. Weiter nach rechts, schlossen sich die BP Friedhof, Kanal 4., Kurve 1 (auch Führungspunkt), Stahnsdorfer Damm, Steinhaufen (könnte auch als Teerofen Damm bezeichnet sein) an.
Der BP "Autobahn" galt als einer der interessantesten Punkte. Es gab sehr viel an Kfz, Ami-Kolonnen etc. zu sehen, was zu nervigen Meldungen veranlasste. Wie schon beschrieben führte die Autobahn ein ein erhebliches Stück neben der Grenze.

mfG torpedoschlosser


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#5

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.11.2010 20:49
von micha04838 | 7 Beiträge

Zitat von Blanco
Der Zipfel von Berlin (West), der da in das Gebiet der DDR hineinragte heißt "Albrechts Teerofen". Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleiner Junge dort an dem Westberliner Kontrollpunkt mit meinem Opa zusammen meinen Onkel, der aus Stuttgart mit dem Auto anreiste, empfangen habe. Wir sind dann gemeinsam nach Berlin (West) eingereist.

Das alte Autobahnstück ist noch vorhanden und wird heute gern für Filmarbeiten genutzt.


Hallo Blanco,
hier liegst Du falsch, das Stück Autobahn existiert nicht mehr. Es stehen, glaube ich, nur noch die beiden Brücken. Mit den Filmen hast Du aber recht. Unter anderen wurde " Der Superstau" und die ersten Folgen von " Alarm für Cobra 11" dort gedreht.


zuletzt bearbeitet 30.11.2010 20:53 | nach oben springen

#6

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 08.01.2011 22:44
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Ja beim Bau der Strassen und Bahnen in früheren Zeiten hat man natürlich noch nichts von der deutschen Teilung geahnt. Die DDR musste an einigen Orten nachbessern. Da die Reichsbahner die neu erbaute Umgehungsstrecke Gerstungen-Förtha liebevoll "Bergstrecke" nannten, kamen mir als Schweizer richige Heimatgefühle: 1962 erbaut und 1992 abgerissen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke...80%93Gerstungen
http://www.vergessene-bahnen.de/Ex605.htm
http://www.rbd-erfurt.de/Strecken1/Foert...aGerstungen.htm
Theo


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#7

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 08.09.2011 14:35
von damals wars | 12.149 Beiträge

Der Postenpunkt, der nur bei verstärkter Grenzsicherung besetzt wurde, hieß alte Autobahn.
Dort schauten öfter mal Besucher (West) über die Mauer.
Man konnte an einer Bruchstelle die Mächtigkeit der Autobahn bewundern.

Nachts machten die Amis Autorennen auf dieser Autobahn.

Der Turm wurde später durch einen neuen ersetzt, auf dem ich viele Schichten verbracht habe. Den Verkehr von und nach Berlin konnte man auf den neuen Autobahn beobachten. Einmal waren 2 Tramper zuweit mitgefahren und stiegen im Grenzgebiet aus.
Die musste ich dann von der Polizei abholen lassen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#8

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.01.2012 22:02
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von damals wars
. Einmal waren 2 Tramper zuweit mitgefahren und stiegen im Grenzgebiet aus.
Die musste ich dann von der Polizei abholen lassen.



..da mich das Thema "Herr Wulff" gerade garnicht interessiert (ist doch alles vollkommen normal, leider..) mal eine Detailfrage, die mir beim schmökern in diesem alten Thema kam:
Ich war Ende der 70er auch mal als Tramper auf der Autobahn (jetzt A 115) in Richtung Berlin unterwegs - ich glaube mich an ein Schild erinnern zu können mit etwa folgender Aufschrift "Ende der Autobahn für DDR- Bürger /Bürger der DDR / Fahrzeuge der DDR in xxxx m / km" oder so ähnlich.
Trügt mich die Erinnerung oder gab es das wirklich, wenn ja wo?
Mein freundlicher Mitnehmer (auf der Fahrt nach WB) hat mich jedenfalls zeitig genug aussteigen lassen..

mit den besten Wünschen für das neue Jahr an alle

Siggi


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#9

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.01.2012 23:18
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Grenzgänger
(...)
Ich war Ende der 70er auch mal als Tramper auf der Autobahn (jetzt A 115) in Richtung Berlin unterwegs - ich glaube mich an ein Schild erinnern zu können mit etwa folgender Aufschrift "Ende der Autobahn für DDR- Bürger /Bürger der DDR / Fahrzeuge der DDR in xxxx m / km" oder so ähnlich.
Trügt mich die Erinnerung oder gab es das wirklich, wenn ja wo?
Mein freundlicher Mitnehmer (auf der Fahrt nach WB) hat mich jedenfalls zeitig genug aussteigen lassen..

mit den besten Wünschen für das neue Jahr an alle

Siggi



In einigem Abstand zur Grenze kamen über schon auf den Wegweisern vor der letzten DDR Ausfahrt über den beiden Fahrbahnen grosse Fahrverbotstafeln mit dem Zusatzschild "ausg. grenzüberschreitender Verkehr/besondere Bewilligung". Rechts war das Schild

http://www.flickr.com/photos/catone67/se...9255916/detail/
Wir sahen jeweils neben der anschliessenden Einfahrt ein Auto der VP stehen. Etwa ein Kilometer weiter war eine Wendemöglichkeit eingerichtet, falls man die letzte Ausfahrt verpasst hatte (jedenfalls in Richtung Hirschberg).
Angeblich soll es noch andere Tafeln gegeben haben (blau Nr. 8 und 9).
http://www.informationsarchiv.de/artikel_content.htm
Die habe ich aber nie gesehen. WIMRE durfte ein DDR Bürger nicht über die Autobahn nicht ins Grenzgebiet gelangen, sondern nur über andere Strassen, die mit Kontrollpunkten versehen waren.
Theo


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#10

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.01.2012 23:45
von Grenzgänger (gelöscht)
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Danke, Theo,
da bin ich ja erstmal beruhigt, dass das keine Einbildungen waren..
Weisst Du (oder ein anderer natürlich) noch, wo / welche die letzte Ausfahrt in Richtung Dreilinden war?
Die jeweils letzten an den anderen Autobahnen wären auch interessant..

Siggi


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#11

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 09:01
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Drewitz:

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/bu...dy_e-grenz.html
Richung Marienborn: vermutlich "Uhrleben"
http://www.strassenkatalog.de/panoramio/...n,21665960.html
Richtung Wartha: Ende der Autobahn
Streckenverlauf der A4 vor der Wende
Richtung Hirschberg: Ausfahrt "Frössen/Göritz" (ohne Gewähr).
(Auf der DDR Minol Strassenkarte Ausg. 1987 sind die genauen Bezeichnung der Ausfahrten nicht eingetragen. Zudem enthalten sie keinerlei Hinweise auf Grenzgebiete, Anlagen etc. es ist nur der eigentliche Grenzverlauf eingezeichnet. Dasselbe auf Eisenbahnkarte und beim Eisenbahntarif.)
Theo


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#12

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 16:46
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hallo Grenzgänger,
also wenn ich mich recht entsinne gabs da immer folgendes Schild. Farbe war rot auf weißem Grund: "Letzte Ausfahrt für DDR Kfz ohne Sondergenehmigung ".
Diese Schild stand an der damaligen Autobahnausfahrt Potsdam/Babelsberg. Die gibts heute an dieser Stelle nicht mehr. Sie befand sich (bei Fahrtrichtung GÜSt Drewitz/GKSt Dreilinden) etwa kurz VOR dem heutigen Parkplatz "Parforceheide". Wenn man genau hinschaut kann man die alte Abfahrt noch erahnen.
Ab hier war für den "Normalbürger" wohl Ende der Autobahnfahrt. Eine Weiterfahrt war nur Transitreisenden sowie Ausreisenden mit den entsprechenden Papieren gestattet.

Frohes neues Jahr!

Gruß Frank



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#13

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 17:06
von Pit 59 | 10.138 Beiträge

"Letzte Ausfahrt für DDR Kfz ohne Sondergenehmigung ".
Diese Schild stand an der damaligen Autobahnausfahrt Potsdam/Babelsberg. Die gibts heute an dieser Stelle nicht mehr.
@Zkom

Stehen die jetzt woanders?


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#14

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 17:16
von Grenzgänger (gelöscht)
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tja, dann bin ich wohl spätestens dort ausgestiegen.. aber ich wollte an dem Tag sowieso nur nach Friedrichshagen und zufällig mal nicht in den Grunewald
danke für die hinweise

siggi


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#15

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 19:02
von Zkom IV | 320 Beiträge

@ Grenzgänger
da bist Du also als Tramper (Ost) in das Fahrzeug eines Transitreisenden (West) eingestiegen und bist auch noch rechtzeitig wieder raus gekommen
Na wenn das die Transitüberwachung der VoPo, MfS oder des Zolls mitgekriegt hätte ! Au weia! Nach dem Transitabkommen von 1972 war es doch streng verboten während der Transitfahrt Personen aufzunehmen. Da hätten die entsprechenden Organe euch aber Feuer unter dem A..... gemacht !! Denke auch der nette "Mitnehmer" hätte sich bei Entdeckung zumindest eine "Gardinenpredigt" anhören müssen, wenn nicht sogar ein Bußgeld fällig gewesen wäre.
Wie wurde denn in so einem Fall verfahren? Weiß das hier jemand ?

Gruß Frank



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#16

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 19:17
von Grenzgänger (gelöscht)
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Mensch, Frank, mir schiesst ja gerade der Angstschweiss aus allen Poren !.. so gefährlich war das?
Ich glaube, weder der Fahrer noch ich haben uns da Gedanken gemacht. Und wenn du ewig irgendwo an der Auffahrt gestanden hast und "keine Sau" hält an, dann ist dir auch egal, was das Auto für ein Kennzeichen hat.
Aber wenn es da Erfahrungen bezüglich der Folgen einer solchen "schweren Straftat" gibt - die interessieren mich auch.

Während des GWD war die Mitfahrt mit, wie sagte man? "ausländischen" Fahrzeugen explizit verboten, da habe ich auch mal ein haltendes Auto mit entsprechendem Kennzeichen nicht in Anspruch genommen (meine Bekleidung war mir irgendwie zu auffällig, das war mir zu riskant) - bedankt habe ich mich trotzdem. Verstanden hat der Fahrer das damals wohl nicht..

Aber so war es wohl: es war alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt war..

Siggi


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#17

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 22:19
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von micha04838

Zitat von Blanco
Der Zipfel von Berlin (West), der da in das Gebiet der DDR hineinragte heißt "Albrechts Teerofen". Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleiner Junge dort an dem Westberliner Kontrollpunkt mit meinem Opa zusammen meinen Onkel, der aus Stuttgart mit dem Auto anreiste, empfangen habe. Wir sind dann gemeinsam nach Berlin (West) eingereist.

Das alte Autobahnstück ist noch vorhanden und wird heute gern für Filmarbeiten genutzt.


Hallo Blanco,
hier liegst Du falsch, das Stück Autobahn existiert nicht mehr. Es stehen, glaube ich, nur noch die beiden Brücken. Mit den Filmen hast Du aber recht. Unter anderen wurde " Der Superstau" und die ersten Folgen von " Alarm für Cobra 11" dort gedreht.




Wem es interessiert wo seitdem Filme gedreht werden, schaut mal hier rein....gibt einige Fotos bei Panoramio....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#18

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.01.2012 22:33
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Grenzgänger

Ich glaube, weder der Fahrer noch ich haben uns da Gedanken gemacht. Und wenn du ewig irgendwo an der Auffahrt gestanden hast und "keine Sau" hält an, dann ist dir auch egal, was das Auto für ein Kennzeichen hat.

Siggi



Wenn der "Mitnehmer" Dich an einer Auffahrt zur Autobahn eingesammelt hat, kann er eigentlich kein Transitreisender gewesen sein, sondern müsste als Besucher in der DDR gewesen sein. Meiner Meinung nach war da das Mitnahmeverbot nicht so strikt wie bei Transitreisenden - lasse mich aber gerne belehren.

Gruss

icke



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#19

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 04.01.2012 11:06
von Zkom IV | 320 Beiträge

Morgen Siggi,
ich weiß, dass bei uns in Dreilinden schöne Broschüren auslagen, welche an starken Verkehrstagen ( Ferienreiseverkehr etc) auch an die Reisenden verteilt wurden. Auch waren im Bereich unserer GKSt große Hinweistafeln an den Parkbuchten angebracht, wo die wichtigsten Hinweise für Transitreisende angeschrieben waren.
Wichtigste Punkte: Mitnahme jeglicher Personen während der Fahrt ist streng verboten. Kontaktaufnahme/Austausch von Gegenständen mit Verwandten auf Parkplätzen/Raststätten hat auf jeden Fall zu unterbleiben.
Mir ist weiter bekannt, dass viele Transitreisende, welche sich nicht an diese Vorgaben gehalten haben ,mit massiven Strafen belegt wurden. Bei Wiederholung drohte sogar Transitsperre und Zurückweisung durch PKE.
ALLE diese Vorkommnisse wurden in der Transitkommision vorgetragen und besprochen.
Dazu noch eine kleine Geschichte:
Etwa so im Jahre 1973 fuhren meine Eltern und ich Transit in den Urlaub Richtung Süden. Genau auf der Elbbrücke (kurz hinter der dem weltberühmten Werbeturm "Plaste und Elaste aus Schkopau" streikte das Auto und wir blieben mitten auf der Brücke liegen. Vater stieg aus öffnete die Motorhaube und versuchte den Schaden zu finden. Da hielt hinter uns ein Ostauto (weiß nicht mehr welche Marke) eine Mann stieg aus und fragte, ob er helfen kann. Zuerst schleppte er uns dann von der Brücke zu einer Nothaltebucht. Dann sah er kurz in den Motorraum, schraubte etwas rum, pustete irgendwas frei und schon lief die Karre wieder. Mein Vater und auch Mutter und ich waren natürlich sehr erfreut über die schnelle Hilfe. Dann übergab mein Vater hoch konspirativ eine 20,-DM Schein in der Hand versteckt an den netten Helfer, bedankte sich nochmal, dann fuhren wir alle weiter.
Die Geschichte ist mir deshalb noch in Erinnerung, weil ich als Kind nicht verstanden habe, warum die Geldübergabe so geheim stattgefunden hat. Später wurde mir die Gefährlichkeit dieses Tuns verständlicher.
Du siehst, Benutzung der Transitwege war auch für Westler nicht einfach. Besonders Bundesbürger auf der ersten Fahrt nach Berlin (West) hatten da so ihre Probleme.Überall lauerte eine Falle, wenn man sich nicht über die sehr strengen Vorschriften informiert hat.
War halt alles nicht so einfach. Fahre ich heute diese Strecken, muß ich oft an die damalige Zeit denken. Vieles mutet dann fast grotesk an. Damals war alles "blutiger" Ernst.

Gruß Frank



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#20

RE: Berlins vergessene Autobahn

in Leben an der Berliner Mauer 04.01.2012 11:23
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Es gab in der DDR einige Verkehrsrgeln, auf deren Beachtung die VP auf den Transitstrecken großes Gewicht legte. Zum einen die Höchstgeschwindigkeit (100/80/50 kmh)

Warnschilder und Hinweisschilder in der ehemaligen DDR
und zum anderen das Rechtsfahrgebot. Wegen des schlechten Zustandes der rechten Spur fuhr man gerne generell links.
Die genannten Verkehrsüberschreitungen hatten hohe Bußgelder und für DDR Bürger auch "Stempel" zur Folge

Theo


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