#81

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 12:21
von Fritze (gelöscht)
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Siehst Gert, nicht jeder Wunsch wird erfüllt,auch wenn der Wünscher einer der größten Verleger der Geschichte war.Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit,daß er die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt hat.Für mich hat er eher einen anderen Rekord.Der war doch der zweitgröösste Hetzer des 20.Jahrhunderts , gleich hinter dem mit dem Klumpfuß .Und eingeknickt ist er ja auch mehrmals.Als das Gänsefüsschenland von 140 Staaten anerkannt wurde,hat er noch schlimmer als sein Vorbild geschäumt.


Die zwei ö sind gewollt .Eine Hommage.


zuletzt bearbeitet 02.05.2012 12:22 | nach oben springen

#82

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 12:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Fritze
Siehst Gert, nicht jeder Wunsch wird erfüllt,auch wenn der Wünscher einer der größten Verleger der Geschichte war.Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit,daß er die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt hat.Für mich hat er eher einen anderen Rekord.Der war doch der zweitgröösste Hetzer des 20.Jahrhunderts , gleich hinter dem mit dem Klumpfuß .Und eingeknickt ist er ja auch mehrmals.Als das Gänsefüsschenland von 140 Staaten anerkannt wurde,hat er noch schlimmer als sein Vorbild geschäumt.


Die zwei ö sind gewollt .Eine Hommage.




Er hatte ja auf der anderen Seite der Mauer ein gutes Vorbild, das ND, das Hetzblatt der Kommunisten. Was ihn unterschied, war die Tatsache, dass seine Druckerzeugnisse in großer Zahl freiwillig gekauft wurden, während im Gegensatz ein Großteil des ND Zwangsabos von DDR Karrieristen und SED-Genossen war. Der wirtschaftliche Erfolg des ND war vermutlich auch sehr mäßig, aber das ist bei den Sozen ja nichts ungewöhnliches.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#83

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 15:21
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert


Das ist richtig. Das war aber eine vergleichsweise marginale Schlappe im Gegensatz zu seiner größten Vision, nämlich der Wiedervereinigung Deutschlands, die am Ende verwirklicht wurde. Schade, das er das nicht mehr erleben konnte, ich hätte es ihm gegönnt.



An der Situation, die zum Mauerbau geführt hat, hat Springer sogar in Adenauers Augen keinen unwesentlichen Anteil gehabt, dafür hat er ja von Adenauer selbst eine ordentliche "Schelle" gefangen. Unter Krokodilstränen konnte er sich da hinterher sich eine schöne Vision aufbauen.

http://www.konrad-adenauer.de/print.php?...t_date=&daynum=

Nicht nur, dass ihm offenkundig der politische Weitblick fehlte, die Auswirkungen seiner eigenen Kampagnen richtig einzuschätzen, ihm fehlte im Nachhinein auch der Mut, diesen Fehler einzugestehen - er ist trotzig weggelaufen, als Adenauer ihn dafür kritisierte.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 02.05.2012 15:22 | nach oben springen

#84

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 16:45
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Fritze
Siehst Gert, nicht jeder Wunsch wird erfüllt,auch wenn der Wünscher einer der größten Verleger der Geschichte war.Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit,daß er die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt hat.Für mich hat er eher einen anderen Rekord.Der war doch der zweitgröösste Hetzer des 20.Jahrhunderts , gleich hinter dem mit dem Klumpfuß .Und eingeknickt ist er ja auch mehrmals.Als das Gänsefüsschenland von 140 Staaten anerkannt wurde,hat er noch schlimmer als sein Vorbild geschäumt.


Die zwei ö sind gewollt .Eine Hommage.




Er hatte ja auf der anderen Seite der Mauer ein gutes Vorbild, das ND, das Hetzblatt der Kommunisten. Was ihn unterschied, war die Tatsache, dass seine Druckerzeugnisse in großer Zahl freiwillig gekauft wurden, während im Gegensatz ein Großteil des ND Zwangsabos von DDR Karrieristen und SED-Genossen war. Der wirtschaftliche Erfolg des ND war vermutlich auch sehr mäßig, aber das ist bei den Sozen ja nichts ungewöhnliches.





Gert,

mit den Zwangsabbos war wohl nichts.

Das ND hatte eine Auflage von rund 1 Million, die SED aber rund 2,3 Milllionen Mitglieder.

Ich kannte einige die kauften das ND und waren nicht Mitglied in der SED ,sprich Du hast mal wieder Schaum vor dem Mund....

Selbst der Begriff "Großteil" ist so nicht korrekt.


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#85

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 17:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Fritze
Siehst Gert, nicht jeder Wunsch wird erfüllt,auch wenn der Wünscher einer der größten Verleger der Geschichte war.Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit,daß er die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt hat.Für mich hat er eher einen anderen Rekord.Der war doch der zweitgröösste Hetzer des 20.Jahrhunderts , gleich hinter dem mit dem Klumpfuß .Und eingeknickt ist er ja auch mehrmals.Als das Gänsefüsschenland von 140 Staaten anerkannt wurde,hat er noch schlimmer als sein Vorbild geschäumt.


Die zwei ö sind gewollt .Eine Hommage.




Er hatte ja auf der anderen Seite der Mauer ein gutes Vorbild, das ND, das Hetzblatt der Kommunisten. Was ihn unterschied, war die Tatsache, dass seine Druckerzeugnisse in großer Zahl freiwillig gekauft wurden, während im Gegensatz ein Großteil des ND Zwangsabos von DDR Karrieristen und SED-Genossen war. Der wirtschaftliche Erfolg des ND war vermutlich auch sehr mäßig, aber das ist bei den Sozen ja nichts ungewöhnliches.





Gert,

mit den Zwangsabbos war wohl nichts.

Das ND hatte eine Auflage von rund 1 Million, die SED aber rund 2,3 Milllionen Mitglieder.

Ich kannte einige die kauften das ND und waren nicht Mitglied in der SED ,sprich Du hast mal wieder Schaum vor dem Mund....

Selbst der Begriff "Großteil" ist so nicht korrekt.





also doch ein Teil, was denn nun ?


.
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#86

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 02.05.2012 17:09
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Fritze
Siehst Gert, nicht jeder Wunsch wird erfüllt,auch wenn der Wünscher einer der größten Verleger der Geschichte war.Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit,daß er die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt hat.Für mich hat er eher einen anderen Rekord.Der war doch der zweitgröösste Hetzer des 20.Jahrhunderts , gleich hinter dem mit dem Klumpfuß .Und eingeknickt ist er ja auch mehrmals.Als das Gänsefüsschenland von 140 Staaten anerkannt wurde,hat er noch schlimmer als sein Vorbild geschäumt.


Die zwei ö sind gewollt .Eine Hommage.




Er hatte ja auf der anderen Seite der Mauer ein gutes Vorbild, das ND, das Hetzblatt der Kommunisten. Was ihn unterschied, war die Tatsache, dass seine Druckerzeugnisse in großer Zahl freiwillig gekauft wurden, während im Gegensatz ein Großteil des ND Zwangsabos von DDR Karrieristen und SED-Genossen war. Der wirtschaftliche Erfolg des ND war vermutlich auch sehr mäßig, aber das ist bei den Sozen ja nichts ungewöhnliches.





Gert,

mit den Zwangsabbos war wohl nichts.

Das ND hatte eine Auflage von rund 1 Million, die SED aber rund 2,3 Milllionen Mitglieder.

Ich kannte einige die kauften das ND und waren nicht Mitglied in der SED ,sprich Du hast mal wieder Schaum vor dem Mund....

Selbst der Begriff "Großteil" ist so nicht korrekt.





also doch ein Teil, was denn nun ?





Gert,

möglich, ich hörte mal, dass sich Herr Schabowski als Chef vom ND eine Selbstverpflichtung auferlegt haben soll.


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#87

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 11:22
von josy95 | 4.915 Beiträge

(Zitat @TOMMI Auszug)

Fazit: unterhaltsame und preiswerte Lektüre zur Verkürzung von Wartezeiten
beim Zahnarzt, Friseur, auf dem Bahnhof, etc.
Allerdings sind hier Medienkompetenz und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen,
vonnöten. Wer im Gegensatz alles, was hier geschrieben steht, kritiklos schluckt, geht
den Weg leider viel zu vieler Deutscher: den Weg der galoppierender Verblödung.


Um es vorweg zu nehmen, habe ich mal aus @TOMM`is Beitrag aus dem Anfang dieses Threads zitiert, da dies auch meiner Meinung zu Bild, Axel Springer & Co entspricht...

Axel Springer, der Rummel um ihn ist ja gerade im Moment und auf Grund seines gestriegen 100. Geburtstages auf dem Höhepunkt, ist für mich auch eine extrem umstrittene Person. In meinen Augen jedoch keine "Persönlichkeit" im Sinne dieses Wortes und wie heute gern dargestellt...!

Für mich ein geschäftlich raffinierter und teils durch eben diese geschäftlichen Interessen auch skrupelloser politischer Brandstifter, "Blutsbruder" von ZDF- Magazin- Löwenthal und dem Karl- Eduard von der Gegenfraktion aus der Hochzeit des kalten Krieges einerseits, anderseits hat er aber auch unumstritten sich einige bleibende und nicht zu leugnende Verdienste erworben. Gut, das konnte er vermutlich nur auf Grund seines durch Hetz- und Sensationsjurnalismus erworbenen Geldes, aber er war trotzdem noch ein Unternehmer des alten Schlages, die mit ihrem Reichtum auch soziale Verantwortung übernommen haben, anders wie die heutigen "Vorbilder neuen Typs"...

Und wie schon richtig und mehrfach hier dargestellt, es muß auch einen Grund gegeben haben, das seine Presseartikel nicht nur für Wartezimmer, Friseur & Co gekauft wurden, immer noch in nicht gerade kleinen Stückzahlen gekauft werden...!

Und @Alfred, ich muß Dir vielleicht indirekt Recht geben, wenn Du @Gert`s Statement mit den Zwangsabos beim ND anzweifelst, aber erinnere Dich bitte mal an Politunterricht und noch besser an die tägliche Zeitungsschau bei NVA. GT usw. . Da war u. a. das ND Pflichtlektüre, auch wenn der einzelne Armeeangehöhrige es nicht zwanghaft kaufen mußte..., das Gegenstück war jedoch das Zwangsabo von "Volksarmee" und "Junger Welt", zumindest zu meiner NVA- Zeit 1978 bis 1980..., der Irrsinn, bei 8 Kameraden pro Soldatenstube mußte jeder einzelne beide Wurschtblätter abbonieren. Der s. g. "freiwillige Zwang"..., wo pro Soldatenstube 2 bis 3 Exemplare mehr als genug gewesen wären, natürlich von dem bezahlt, gesponsort..., der dies wollte.
Und da jetzt von Dir bestimmt die Frage kommt, was der s. g. "freiwillige Zwang war? Da möchte ich gleich mal mit einer Antwort vorgreifen, weiterhelfen:
"Beratungen, Auswertungen" (wie man das so schööööööön nannte) im "Kollektiv"..., um auf den Wiedersacher einen entsprechenden, bewußt geziehlten und nicht wirkungslosen psychologischen Druck auszuüben, aufzubauen...!

@Gert hat sich vielleicht etwas ungeschicke ausgedrückt, aber vermutlich genau das gemeint...! Vielleicht war es zu seiner Dienstzeit bei den GT Anfang der 60-iger Jahre auch noch so, das das ND "zwangsabboniert" werden mußte. Das entzieht sich jetzt meiner Kenntnis.

In diesem Zusammenhang mal eine Frage an die Insider: Mußten bei der Bundeswehr, beim BGS zu irgendeiner Zeit bestimmte Medienprodukte, speziell aus dem Axel- Springer- Verlag gelesen oder gar von jedem einzelnen Rekruten, Soldaten, Unteroffizier abboniert werden?


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 03.05.2012 11:30 | nach oben springen

#88

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 13:52
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@josy95, daß Angehörige staatlicher Organe der BRD irgendwelche Presseerzeugnisse zwangsweise oder "freiwillig" gezwungen abonnieren mußten, war meines Wissens zu keiner Zeit so.
In der BW der späten 80er Jahre, zumindest Territorialheer, war das definitiv nicht so.

Was es allerdings immer gab waren kostenlose Blättchen, Broschüren, Traktate, meist von der Bundeszentrale für politische Bildung oder vom Streitkräfteamt.

Selbstverständlich ohne jede Propaganda oder gar Feindbilder, alles das war völlig wertfrei und rein informativ und bildend.
Das gleiche galt für unseren Polit-Unterricht, der sich "Staatsbürgerliche Info" nannte und allein schon aufgrund dieses Namens keine Propaganda sein konnte.
Den RICHTIGEN politischen Standpunkt eignete man sich völlig selbständig und ohne äußere Beeinflussung an.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#89

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 14:09
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von josy95
. Da war u. a. das ND Pflichtlektüre, auch wenn der einzelne Armeeangehöhrige es nicht zwanghaft kaufen mußte..., das Gegenstück war jedoch das Zwangsabo von "Volksarmee" und "Junger Welt", zumindest zu meiner NVA- Zeit 1978 bis 1980..., der Irrsinn, bei 8 Kameraden pro Soldatenstube mußte jeder einzelne beide Wurschtblätter abbonieren. Der s. g. "freiwillige Zwang"..., wo pro Soldatenstube 2 bis 3 Exemplare mehr als genug gewesen wären, natürlich von dem bezahlt, gesponsort..., der dies wollte.

josy95




War das nicht nur in der Ausbildung so?

Wer hat den im Grenzregiment Zeitung gelesen? Und wer hat die ausgeteilt?
Ist alles weg.
Auch die "Volksarmee" hatte ich längst vergessen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#90

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 14:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars

Zitat von josy95
. Da war u. a. das ND Pflichtlektüre, auch wenn der einzelne Armeeangehöhrige es nicht zwanghaft kaufen mußte..., das Gegenstück war jedoch das Zwangsabo von "Volksarmee" und "Junger Welt", zumindest zu meiner NVA- Zeit 1978 bis 1980..., der Irrsinn, bei 8 Kameraden pro Soldatenstube mußte jeder einzelne beide Wurschtblätter abbonieren. Der s. g. "freiwillige Zwang"..., wo pro Soldatenstube 2 bis 3 Exemplare mehr als genug gewesen wären, natürlich von dem bezahlt, gesponsort..., der dies wollte.

josy95




War das nicht nur in der Ausbildung so?

Wer hat den im Grenzregiment Zeitung gelesen? Und wer hat die ausgeteilt?
Ist alles weg.
Auch die "Volksarmee" hatte ich längst vergessen.




Die "Armeerundschau" hätt ich gerne im Abo genommen, schon wegen dem Technikteil, irgendwie gabs aber gerade die nicht so einfach wenn ich mich richtig entsinne.
Die großformatigen Presseerzeugnisse wurden ja auch nicht gelesen, die waren zum Fensterputzen da


zuletzt bearbeitet 03.05.2012 14:34 | nach oben springen

#91

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 15:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62


(Zitat @Grenzwolf62 Auszug)

Die "Armeerundschau" hätt ich gerne im Abo genommen, schon wegen dem Technikteil, irgendwie gabs aber gerade die nicht so einfach wenn ich mich richtig entsinne.
Die großformatigen Presseerzeugnisse wurden ja auch nicht gelesen, die waren zum Fensterputzen da




Bingo!




...und das größtenteils ungelesen und für teueres Geld des ohnehin schon schmalen Soldes, Budgets der kleinen Soldaten!

Dazu noch bei der notorischen Papier- (Rohstoff-) knappheit in der DDR, wo fast jeder Schnipsel als Sekundärrohstoff gesammelt werden mußte...

Im Umkehrschluß, wenn irgendjemand heute behaupten will, wie auflagenstark diese fast nur reinen Propagandazwecken, Hetzen, Aufbauen von Feindbildern dienenden "Presseerzeugnisse" waren, naja..., ich möchte ja nicht beleidigend werden!

Aber nocheinmal zu Axel Springer. Für mich ein der klassischer Vertreter des Klientels "kalter Krieger"!

Der liebe Gott möge mir dieses Statement über einen toten Menschen verzeihen...!


josy95


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#92

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 16:15
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Also ich möchte mal dazu sagen und ich schreibe aus meinen Erinnerungen aus dem Jahr 74/75.Wir waren 7 Kameraden auf der Stube.An Zeitschriften gab es nur die -Junge Welt- weil einer der Kameraden sie als Abo genommen hat,aber gelesen haben wir sie alle.OK-die Armeerundschau--haben viele genommen--sicher auch aus verschiedenen Gründen.Ist ja auch egal.Das -ND- lag im Clubraum aus,ich glaub 3 oder 4 Exenplare mit der Jungen Welt.Aber was ein ganz heißer Renner war---das war das Magazin--was es einmal monatlich gab.Also da musste man sich mit den Hauptfeld oder den Schreiber schon gut stellen---wenn sie die Post wegbrachten oder holten.Denn die bekamen auch nur 4 bis 5 Exenplare.Und das reichte nicht für die ganze Kompanie. Gruß Rostocker


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#93

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 16:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Rostocker
Also ich möchte mal dazu sagen und ich schreibe aus meinen Erinnerungen aus dem Jahr 74/75.Wir waren 7 Kameraden auf der Stube.An Zeitschriften gab es nur die -Junge Welt- weil einer der Kameraden sie als Abo genommen hat,aber gelesen haben wir sie alle.OK-die Armeerundschau--haben viele genommen--sicher auch aus verschiedenen Gründen.Ist ja auch egal.Das -ND- lag im Clubraum aus,ich glaub 3 oder 4 Exenplare mit der Jungen Welt.Aber was ein ganz heißer Renner war---das war das Magazin--was es einmal monatlich gab.Also da musste man sich mit den Hauptfeld oder den Schreiber schon gut stellen---wenn sie die Post wegbrachten oder holten.Denn die bekamen auch nur 4 bis 5 Exenplare.Und das reichte nicht für die ganze Kompanie. Gruß Rostocker



Das Magazin, das wärs gewesen
Aber leider, das gab es nun gar nicht.
Auch nicht die NBI oder die Wochenpost, 82 wirklich nur noch das volle Agitprop-Programm.

Kurze Anekdote, ziemlich weit auf dem K6 eine sehr bunte Zeitung, aus 3 bis 4 Metern nicht auszumachen welche, aber der Klasenfeind hätte ja eventuell erbauendes über den Schutzwall fliegen lassen können.
Also sofortiges Herantransportieren eines langen Astes und vorsichtiges Aufspießen des begehrten Druckerzeugnisses, mit dem niederschmetterndem Resultat, das Objekt der Begierde war - eine alte "Armeerundschau"


zuletzt bearbeitet 03.05.2012 16:29 | nach oben springen

#94

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 19:36
von furry | 3.568 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Die großformatigen Presseerzeugnisse wurden ja auch nicht gelesen, die waren zum Fensterputzen da



Und die etwas kleinformatigeren Blättchen wurden zwischen die Wäsche gepackt, damit im Spind alles schön auf Kante lag.
Ergo, es gab eine sinnvolle Verwendung.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#95

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 03.05.2012 21:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner

Zitat von Gert


Das ist richtig. Das war aber eine vergleichsweise marginale Schlappe im Gegensatz zu seiner größten Vision, nämlich der Wiedervereinigung Deutschlands, die am Ende verwirklicht wurde. Schade, das er das nicht mehr erleben konnte, ich hätte es ihm gegönnt.



An der Situation, die zum Mauerbau geführt hat, hat Springer sogar in Adenauers Augen keinen unwesentlichen Anteil gehabt, dafür hat er ja von Adenauer selbst eine ordentliche "Schelle" gefangen. Unter Krokodilstränen konnte er sich da hinterher sich eine schöne Vision aufbauen.

http://www.konrad-adenauer.de/print.php?...t_date=&daynum=

Nicht nur, dass ihm offenkundig der politische Weitblick fehlte, die Auswirkungen seiner eigenen Kampagnen richtig einzuschätzen, ihm fehlte im Nachhinein auch der Mut, diesen Fehler einzugestehen - er ist trotzig weggelaufen, als Adenauer ihn dafür kritisierte.





Das ist richtig werner, dass Springer die Einheit D's immer im Auge hatte und dies in seinen Presserzeugnissen auch kundtat. Darüber kann man nun streiten, ob das richtig oder falsch ist. Ich sage, er war der einzige und das war gut so. Auf der anderen Seite der Mauer wurde genauso gehetzt was das Zeug hielt und da musste einer dagegen halten. Jedes Land braucht eben sein "Zentralorgan". Was den Einfluss Springers auf den Mauerbau betrifft, bin ich nicht deiner Meinung, dass der groß war.. Diese Entwicklung wurde woanders von anderen Leuten entschieden. Für diese Leute war Springer doch Luft. Siehe dazu auch seine ergebnislose Reise 1958 nach Moskau zu Chrustschow. Der hat ihn doch gar nicht ernst genommen, sicher zu recht, was sollte er mit einem Privatmann verhandeln.
Zu Adenauer ist zu sagen dass ihm die Einheit D's am Allerwertesten vorbei ging. Der hätte am liebsten seine rheinische Republik mit der Hauptstadt Rhöndorf jegründet und auf die Soffjets geschimpft.So war das in der Zeit. Trotzdem war Adenauer ein guter Kanzler, der in der schwierigen Zeit nach dem Krieg das beste aus der Situation für die Menschen machte. Man konnte diese Beliebtheit sehen, als er starb. Nach der Trauermesse im Kölner Dom wurde sein Sarg auf dem Achterdeck eines Torpedobootes der Bundesmarine aufgebahrt und nach Rhöndorf auf dem Rhein gefahren. rechts und links des Rheines standen Hunderttausende und haben ihn verabschiedet. Das war eine große Szene. Ich habe es gesehen. Aber jetzt werde ich wieder ot.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#96

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 04.05.2012 08:45
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert


(Zitat @Gert Auszug)


Aber jetzt werde ich wieder ot.





@Gert, was ist denn an "ot" so schlimm?

Es sind nun mal Tatsachen, das Konrad A. beliebt war. Und die Menschen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, ob nun am Rheinufer oder anderswo waren in Mehrheit die Vertreter des kleinen Mannes oder der kleinen Frau. Und ich bezweifele ganz arg, das die alle zwangsverpflichtet dort Spalier stehen mußten, wie einst auf der anderen Seite bei Stalin, Ulbricht, Mao oder wie jüngst in Nordkorea. Die propagandistisch inzenierte Heulszenen liefern mußten...!

Anders sag ich, es ist nun mal die Freiheit des Einzelnen, seine Trauer zu zeigen für Menschen, die ihm Nahe standen, die auf seiner Symphatie- und Beliebtheitsskala ganz oben standen. Nur haben die o. g. propagandistisch inzenierten Heulszenen speziell bei Diktatoren, gerade wenn deren Herschaft noch mit Unmengen von Blut, Leid und Elend einherging immer einen sehr faden Beigeschmack..., einen sehr, sehr faden Beigeschmack...

Auch sollte man nie die totale ideologische Verblendung und Irreführung nicht unerheblicher Massen von Menschen vergessen, die durch Krieg, Not und Elend gezeichnet waren und einfach an das ihnen als besser sugessierte System glaubten. Weil es aus ihrem damaligen Blickwinkel, aus der damals durch die politisch Herschenden auszunutzende Beeinflussung über die Medien einfacher war, eben diese breiten Massen regelrecht zu infiltrieren. Beispiele aus der Geschichte der zurückliegenden etwa letzten 90 Jahre bis hinein in die heutige Zeit gibt es genug. Nur heute sind wir mit unserer Meinungsbildung in dem riesigen Vorteil, eine weitgefächerte Medienwelt zur Verfügung zu haben. Das Zeitalter von *öbbelsschnauzen & Co, ARD = "außer Raum Dresden" gehöhrt Gott sei Dank der Vergangenheit an!

In diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 04.05.2012 08:47 | nach oben springen

#97

RE: Axel Springer - Der Stimmungsmacher

in DDR Politik Presse 04.05.2012 09:08
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert


Das ist richtig werner, dass Springer die Einheit D's immer im Auge hatte und dies in seinen Presserzeugnissen auch kundtat. Darüber kann man nun streiten, ob das richtig oder falsch ist. Ich sage, er war der einzige und das war gut so. Auf der anderen Seite der Mauer wurde genauso gehetzt was das Zeug hielt und da musste einer dagegen halten. Jedes Land braucht eben sein "Zentralorgan". Was den Einfluss Springers auf den Mauerbau betrifft, bin ich nicht deiner Meinung, dass der groß war.. Diese Entwicklung wurde woanders von anderen Leuten entschieden. Für diese Leute war Springer doch Luft. Siehe dazu auch seine ergebnislose Reise 1958 nach Moskau zu Chrustschow. Der hat ihn doch gar nicht ernst genommen, sicher zu recht, was sollte er mit einem Privatmann verhandeln.
Zu Adenauer ist zu sagen dass ihm die Einheit D's am Allerwertesten vorbei ging. Der hätte am liebsten seine rheinische Republik mit der Hauptstadt Rhöndorf jegründet und auf die Soffjets geschimpft.So war das in der Zeit. Trotzdem war Adenauer ein guter Kanzler, der in der schwierigen Zeit nach dem Krieg das beste aus der Situation für die Menschen machte. Man konnte diese Beliebtheit sehen, als er starb. Nach der Trauermesse im Kölner Dom wurde sein Sarg auf dem Achterdeck eines Torpedobootes der Bundesmarine aufgebahrt und nach Rhöndorf auf dem Rhein gefahren. rechts und links des Rheines standen Hunderttausende und haben ihn verabschiedet. Das war eine große Szene. Ich habe es gesehen. Aber jetzt werde ich wieder ot.




Hast Du den Text der Adenauer - Stiftung gelesen?

Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Adenauer hat Springer vorgehalten, mit seiner Kampagne die Abwanderung aus der DDR angefeuert zu haben und damit das Schließen der Grenze auch mit provoziert zu haben. Das habe ich auch mit dem fehlenden politischen Weitblick gemeint.

Alles, was danach kam, dass er sich für die Einheit Deutschlands eingesetzt hat, sehe ich eher als Versuch der Heilung der eigenen Fehler an.

Interessante Literatur dazu - nicht aus Springer- Sicht, sondern aus Stalins Sicht:

"Stalins ungeliebtes Kind - Warum Moskau die DDR nicht wollte"


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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