#41

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2014 18:37
von damals wars | 12.130 Beiträge

Es gab nur ein Endlager in der DDR: Morsleben. Dort müssen sich doch noch ein paar Kanonen auftreiben lassen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 05.04.2014 18:37 | nach oben springen

#42

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2014 22:11
von Gelöschtes Mitglied
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http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Ich kenne von früheren besuchen der Güst Marienborn auch noch die Hinweistafel von der Gammakanone . ratata


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#43

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.04.2014 23:32
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

oooch nich schon wieder die olle Kamelle. Oder gibt es was wirklich neues?


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#44

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 09:10
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Gibt es wirklich nicht,außer die"strenge Betreteordnung",die es nicht gab und die Tatsache,dass dann deswegen verschiedene Passkontrolleure tagtäglich 12 stunden"bestrahlt" wurden,sie standen ja immer unmittelbar neben dem bestrahlten Fahrzeugen,die waren dann die wirklich Dummen.Und das der Spiegel ziemlich kurz nach dem Einsatz dieser Technik schon mal darüber berichtet hat.Ich hatte persönlich den Auftrag so eine Ausgabe zu besorgen,es ist mir nicht gelungen..Damit bleibt die Frage,warum zuständige Behörden des Westens nicht einfach mal gemessen haben und das Ergebnis der DDR vorgeworfen haben.
Aber wie schon gesagt,ist ein alter Hut.Zumindest in diesem Fall weiß ich,dass es so nicht war und es reiht sich ein in die Geschichten mit den Obst/Gemüse/ frischer Fisch-Gefangenentransportern,der Wasserfolter und den Bestrahlungen von Regimegegnern um sie durch die kalte Küche hinzurichten,man erzählt das einfach,manchmal sogar wider bessern Wissens,bringt Zeitabläufe durcheinander,oder hat keine Belege für die Geschichten,aber welche Öffentlichkeit interessiert das schon wirklich,die paar Hanseln,die sich in solchen Foren rumtreiben.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.04.2014 10:07 | nach oben springen

#45

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 13:33
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #44
Gibt es wirklich nicht,außer die"strenge Betreteordnung",die es nicht gab und die Tatsache,dass dann deswegen verschiedene Passkontrolleure tagtäglich 12 stunden"bestrahlt" wurden,sie standen ja immer unmittelbar neben dem bestrahlten Fahrzeugen,die waren dann die wirklich Dummen.Und das der Spiegel ziemlich kurz nach dem Einsatz dieser Technik schon mal darüber berichtet hat.Ich hatte persönlich den Auftrag so eine Ausgabe zu besorgen,es ist mir nicht gelungen..Damit bleibt die Frage,warum zuständige Behörden des Westens nicht einfach mal gemessen haben und das Ergebnis der DDR vorgeworfen haben.
.



Echt!!

Na einen Plan/Ahnung davon haste ja anscheinend nicht so recht!

Tja das mit dem Messen, die Anlagen waren ja sicherlich 24 Stunden rund um die Uhr in Betrieb!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#46

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 13:49
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Gehen wir mal einfach von einem Missverständnis aus.Von Freitag bis Sonntag waren in der Regel 12 Stundendienste angesetzt.Von Montag bis Donnerstag wurde dann das eigene Personal nur jeweils 8 Stunden bestrahlt.Und zwischen der Bestrahlung ging man auch mal nach Hause.
Und so weit ich es in Erinnerung habe war die Anlage nicht 24 Stunden besetzt,hat sich da an Schwerpunktzeiten für Schleuser orientiert,es gab ja auch das Problem,dass Fahrzeuge zwingend zum Stillstand kommen mussten um "bestrahlt" zu werden,bei entsprechenden Verkehrssituationen war das nicht möglich.Also genauso wie Schleuserorganisationen sich ihre Gedanken gemacht haben dürften und solche Zeiten genutzt haben und wir uns unsere Gedanken gemacht haben um dem entgegen zu wirken,dürften sich doch wohl auch staatliche Stellen des Westens Gedanken gemacht haben um ihre Messung zu einem richtigen Zeitpunkt zu machen und der DDR etwas nachzuweisen mit der nun wahrlich reichlich Propaganda zu machen gewesen wäre.Wo doch schon damals der Spiegel darauf hingewiesen hat.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 06.04.2014 14:11 | nach oben springen

#47

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 18:14
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #42
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Ich kenne von früheren besuchen der Güst Marienborn auch noch die Hinweistafel von der Gammakanone . ratata


"Mit diesen Geräten sind Millionen Menschen an den Grenzkontrollstellen der DDR heimlich durchleuchtet worden."

Wieviele Aluchipsschmuggler sind den erwischt worden?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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#48

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 20:20
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #47
Zitat von ratata im Beitrag #42
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Ich kenne von früheren besuchen der Güst Marienborn auch noch die Hinweistafel von der Gammakanone . ratata


"Mit diesen Geräten sind Millionen Menschen an den Grenzkontrollstellen der DDR heimlich durchleuchtet worden."

Wieviele Aluchipsschmuggler sind den erwischt worden?




Woher stammen denn diese Erkenntnisse ?


passport


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#49

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 20:37
von Gelöschtes Mitglied
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http://www.bpb.de/apuz/31982/grenze-2000?p=all

Das hier drinnen steht , soll alles Lüge sein
beachte Fußnote
. ratata


zuletzt bearbeitet 06.04.2014 20:40 | nach oben springen

#50

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 21:15
von Roland 2 | 43 Beiträge

Hallo, als ich 1972 in Morsleben war, gab es diese Anlage wohl noch nicht , aber später wurde der Grenzübergang ja total erneuert. Bei unserem Besuch,
mit vielen bekannten Namen aus dem Forum in Marienborn sahen wir diese Anlage. Jeder weiß, daß die GÜst der Stasi unterstellt waren, und die für die Staatssicherheit zu sorgen hatten. Jedes Land hat ein Sicherheitssystem . Ob es der BND mit seiner unkontrullierten Nazi-Vergangenheit ist ,(mit dem
Gründer Reinhard Gehlen ;ehem. bei der Abwehr im 3.Reich als Oberst) oder der NSE der USA (wovon die Stasi noch hätte viel lernen können.
Sicher hat die Stasi viel im privatleben der Bürger geschnüffelt , aber so gläsern wie heute waren wir früher nicht.


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#51

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.04.2014 21:21
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von Roland 2 im Beitrag #50
Hallo, als ich 1972 in Morsleben war, gab es diese Anlage wohl noch nicht , aber später wurde der Grenzübergang ja total erneuert. Bei unserem Besuch,
mit vielen bekannten Namen aus dem Forum in Marienborn sahen wir diese Anlage. Jeder weiß, daß die GÜst der Stasi unterstellt waren, und die für die Staatssicherheit zu sorgen hatten. Jedes Land hat ein Sicherheitssystem . Ob es der BND mit seiner unkontrullierten Nazi-Vergangenheit ist ,(mit dem
Gründer Reinhard Gehlen ;ehem. bei der Abwehr im 3.Reich als Oberst) oder der NSE der USA (wovon die Stasi noch hätte viel lernen können.
Sicher hat die Stasi viel im privatleben der Bürger geschnüffelt , aber so gläsern wie heute waren wir früher nicht.





@Roland 2

Eigentümer einer Güst waren die GT. Der Kommandant einer Güst war immer ein Offizier der GT. PKE, der Zoll usw. waren nur "Mieter" dieser Einrichtungen.


passport


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 11:52
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #51


Eigentümer einer Güst waren die GT. Der Kommandant einer Güst war immer ein Offizier der GT. PKE, der Zoll usw. waren nur "Mieter" dieser Einrichtungen.




Natürlich hast Du da recht,so war das,auf dem Papier,und so kann man die Dinge heute so darstellen und jemand der das alles nicht kennt,dem leuchtet das auch ein, ABER wir wissen doch nun mit SICHERHEIT beide wie das an der Praxis wirklich war,wer das EIGENTLICHE sagen dort hatte,wer die Entscheidungen auf einer Güst getroffen hat.Also sollten wir der Welt nicht solchen Quatsch erzählen.Es war dort wie überall in der guten alten DDR,wenn das Mfs den Entschluss gefasst hatte sich einer Sache anzunehmen hat es das auch getan,egal ob es der Firma etwas anging oder nicht und keine andere staatliche Behörde hat da irgendwelchen Widerstand entgegengesetzt,ist in die zweite Reihe zurückgetreten und hat willfährig nur noch zugearbeitet,man könnte es auch so ausdrücken wie Alfred,man ist dem Mfs in den Arsch gekrochen.Und genau das ist dem"Superministerium"dann in der Wende Zeit auf die Füsse gefallen.Denn da gab es über die Jahre schon ein paar,die von diesem gebaren angepisst waren und als die Zeit gekommen war hat man uns das auch spüren lassen.Und als dann unser"Elfenbeinturm"eingestürzt ist sind wir ziemlich hart gefallen,manch einer scheint sich heute noch nicht davon erholt zu haben,leidet immer noch an den blauen Flecken.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 12:05 | nach oben springen

#53

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 12:10
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Unabhängig davon waren sogar die GT nicht Eigentümer - so zumindest mein Kenntnisstand. Es gab einen Nutzungsvertrag zwischen dem Rechtsträger (vermutlich Autobahnmeisterei bei Autobahn-GÜST) und den GT, vertreten durch den Kommandanden.

friedliche Grüße Andreas


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 12:31
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Das mag ja alles sein,aber solche eigentumssrechtlichen Dinge waren doch im Sozialismus völlig nebensächlich,wie Renft singt,"Es war da eine Zeit in der Gold nichts wog"Das ist doch der selbe Quatsch wie die Diskussion zur Krim Geschichte,dass Chruschtschow die Krim der Ukraine"geschenkt" hat.Jeder"gelernte"DDR-Bürger weiss doch wohl was sowas in der guten alten Zeit wert war.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#55

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 12:38
von ehem. Hu | 466 Beiträge

ok, ich gebe es auf. Ich wollte nur eine sachliche Information beitragen. Deine Ausführungen habe ich verstanden und teile sie im Kern auch. Wenn ich schreibe. "Unabhängig davon..." sollte das diesbezüglich eigentlich zu verstehen sein.

bis dann


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 12:39 | nach oben springen

#56

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 13:06
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Ok.,wir teilen beide unsere Ausführungen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 13:07 | nach oben springen

#57

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 13:48
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #52
Zitat von passport im Beitrag #51


Eigentümer einer Güst waren die GT. Der Kommandant einer Güst war immer ein Offizier der GT. PKE, der Zoll usw. waren nur "Mieter" dieser Einrichtungen.




Natürlich hast Du da recht,so war das,auf dem Papier,und so kann man die Dinge heute so darstellen und jemand der das alles nicht kennt,dem leuchtet das auch ein, ABER wir wissen doch nun mit SICHERHEIT beide wie das an der Praxis wirklich war,wer das EIGENTLICHE sagen dort hatte,wer die Entscheidungen auf einer Güst getroffen hat.Also sollten wir der Welt nicht solchen Quatsch erzählen.Es war dort wie überall in der guten alten DDR,wenn das Mfs den Entschluss gefasst hatte sich einer Sache anzunehmen hat es das auch getan,egal ob es der Firma etwas anging oder nicht und keine andere staatliche Behörde hat da irgendwelchen Widerstand entgegengesetzt,ist in die zweite Reihe zurückgetreten und hat willfährig nur noch zugearbeitet,man könnte es auch so ausdrücken wie Alfred,man ist dem Mfs in den Arsch gekrochen.Und genau das ist dem"Superministerium"dann in der Wende Zeit auf die Füsse gefallen.Denn da gab es über die Jahre schon ein paar,die von diesem gebaren angepisst waren und als die Zeit gekommen war hat man uns das auch spüren lassen.Und als dann unser"Elfenbeinturm"eingestürzt ist sind wir ziemlich hart gefallen,manch einer scheint sich heute noch nicht davon erholt zu haben,leidet immer noch an den blauen Flecken.



Ich weiß ja nicht wie das auf der Güst Drewitz war. Der Kommandant von Marienborn Oberst M. hat aber seine Rechte und Pflichten sehr gut gekannt. Diese hat er konsequent durchgesetzt. Da kannste gerne bei @Pitti53 nachfragen. Das der Kommandant der GT bzw. seine Stellvertreter sich nicht in die Abfertigungsmodalitäten der Passkontrolle und des Grenzzollamtes eingemischt haben liegt ja wohl logischerweise an den verschiedenen Aufgabenbereichen der einzelnen Institutionen. Soweit ich mich erinnern kann gingen die Zugführer Zoll und PKE nach Dienstbeginn zum DH. Kommandanten zwecks Absprache des gemeinsamen Handeln und des Zusammenwirkens auf der Güst.


passport


Alfred, Feliks D., Pitti53 und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 14:40 | nach oben springen

#58

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 14:07
von Passer | 74 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #49
http://www.bpb.de/apuz/31982/grenze-2000?p=all

Das hier drinnen steht , soll alles Lüge sein
beachte Fußnote
. ratata


Genau, alles Lüge... Schall und Rauch... Es gab nie Gammakononen.. Allenfalls in "Star Wars"

Passer


1981-1984 MFS PKE
1985-1989 MFS Abt. VI/OLZ/Fahndung
1990 Fahndungsoffizier GBK (GT)
1990-1991 Kontrolloffizier f. Rückbau d. Grenzanlagen

François Mitterrand: "Ich war das Produkt meiner Erziehung und meines Milieus!"
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#59

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 16:49
von Passer | 74 Beiträge

Hartnäckig hält sich die These vom Einsatz der Gammakanonen an den Transit-Güst der DDR. Demnach sollen hunderttausende Kraftfahrzeuge Ahnungsloser Reisende mittels Gammastrahlen durchleuchtet worden sein, um Schleuserfahrzeuge heraus zufiltern. Ein Märchen, das u.a. durch einen Artikel im „Spiegel“, erst Salonfähig wurde. Hier wurden vermeintliche Zeugen, Entwickler und angebliche durchführende Mitarbeiter angeführt. Und da hier in einer streng geheimen Sache, angebliches Insiderwissen gepaart mit pseudowissenschaftlichen Aussagen in einer geradezu genialen schriftstellerischen Leistung veröffentlicht wurde, das ohnehin kaum nachprüfbar war, fügte sich das Projekt „Gammakanone“ nahtlos in die Kampagne des schlimmen, abscheulichen, skrupellosen und widerwärtigen DDR-Geheimdienstes MfS.

Dem wissenschaftlich kundigen stellt sich allerdings sofort die Frage, wie eine „Durchleuchtung“ hätte realisiert werden können. Gamma- und auch Röntgenstrahlen, durchdringen Körper je nach Beschaffenheit. Das Ergebnis kann auf der Empfängerseite betrachtet werden, entweder mittels Filmaufnahme, die jedoch erst entwickelt werden muß bzw. auf einem Bildschirm. Das zu durchleuchtende Objekt muss sich also zwischen Sender und Empfänger befinden. Da sich der Sender oberhalb an einem Überbau befunden hat, muss demnach der Empfänger sich auf der Fahrbahn befunden haben. Dummerweise befand sich ein solcher auf noch unter der Fahrbahn. Ganz zu Schweigen von der Strahlenbelastung, denen die eigenen Mitarbeiter ausgesetzt wären. Und konnte man sich wenn es heraus käme diesen weltweiten Skandal überhaupt leisten?

Richtig ist, dass es Geräte gab, die abstrahlende Wärme messen konnten und dies auf einem Bildschirm dargestellt wurde, freilich viel einfacher und primitiver, als die heutigen Wärmebildkameras. Die ersten Geräte wurden im NSW, hier ist Schweden zu nennen, angeschafft, Später wurden eigene aus dem Hause Carl Zeiss entwickelte Geräte (hier profitierte man von der Weltraumforschung) installiert. Das Erkennen war schwierig, da oftmals und zu den Hauptverkehrszeiten, die Durchfahrtsgeschwindigkeiten höher waren, als zum erkennen nötig. An sehr heißen Tagen war kaum etwas zu erkennen, deshalb wurden die Fahrbahnen unter der VKA (Vorkontrolle Ausreise) wo diese Geräte installiert waren, öfter mit kaltem Wasser abgekühlt. Die Geräte bedienten extra eingewiesene und eingeweihte Mitarbeiter, die nicht den Dienstzügen der regulären PKE angehörten, sondern eine eigene Gruppe bildeten. In Zarrentin nannte man diese Leute, Arbeitsgruppe des Leiters.

Soviel zu den Gammakanonen. Das man mit radioaktiven Isotopen experimentierte, wie in der Fußnote angegeben, war eine Möglichkeit, Gegenstände, Dokumente evt. auch Sicherungstechnik, wie Stempelfarben etc. fälschungssicher zu machen. Das hat sich wegen des hohen Aufwandes aber irgendwann zerschlagen. Gesicherte Stempelfarben hat man dann auf chemischer Basis eingesetzt.

Ich hoffe, dass ich hier einiges zur "Erhellung" und Erweiterung des Horizontes beitragen konnte...

Passer


1981-1984 MFS PKE
1985-1989 MFS Abt. VI/OLZ/Fahndung
1990 Fahndungsoffizier GBK (GT)
1990-1991 Kontrolloffizier f. Rückbau d. Grenzanlagen

François Mitterrand: "Ich war das Produkt meiner Erziehung und meines Milieus!"
Damals87, Feliks D., passport, werner, GilbertWolzow, DoreHolm und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Die Gammakanonen vom Grenzübergang Marienborn wer weiß was?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.04.2014 17:33
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #57



Ich weiß ja nicht wie das auf der Güst Drewitz war. Der Kommandant von Marienborn Oberst M. hat aber seine Rechte und Pflichten sehr gut gekannt. Diese hat er konsequent durchgesetzt. Da kannste gerne bei @Pitti53 nachfragen. Das der Kommandant der GT bzw. seine Stellvertreter sich nicht in die Abfertigungsmodalitäten der Passkontrolle und des Grenzzollamtes eingemischt haben liegt ja wohl logischerweise an den verschiedenen Aufgabenbereichen der einzelnen Institutionen. Soweit ich mich erinnern kann gingen die Zugführer Zoll und PKE nach Dienstbeginn zum DH. Kommandanten zwecks Absprache des gemeinsamen Handeln und des Zusammenwirkens auf der Güst.


passport


Ich will mich hier nicht streiten,auch nicht den Wichtigtuer raushängen lassen,weiß auch nicht wie lange und auf welchem Posten Du gearbeitet hast,aber ich war bei solchen Besprechungen dabei,wenn es erforderlich war,irgendwelche operativen Maßnahmen vor der Tür standen die eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organe erforderlich machten,natürlich hat die PKE nicht die arroganten A... raushängen lassen,dass wäre ja auch taktisch unklug gewesen,natürlich hat man zusammengearbeitet, aber das Heft hatte immer das Mfs in der Hand,zumindest bis zu den Wendenzeiten,dann hat man uns spüren lassen,dass es jetzt anders lang geht.
Nur ein paar Beispiele,wenn es im Rahmen von Zollkontrollen irgendwelche relevanten Feststellungen gab war es eine Selbstverständlichkeit,dass die PKE darüber informiert wurde und wenn sie das interessiert hat, hat sie alle Informationen,selbst eingezogene Gegenstände in Beschlag genommen.
Die Verdachtskontrollen waren ja letztlich eine Zollkontrolle wurden auch durch den Zoll aktiv durchgeführt,aber eigentlich waren sie dabei nur Schauspieler,ich habe dem Kontrolleur gesagt nach was er suchen soll,was mich interessieren würde.Bei der praktischen Kontrolle, durchgeführt durch den Zoll,stand ich dann nur im Hintergrund,als Beobachter sozusagen,aber getan hat der Zöllner das was ich ihm vorher gesagt habe und hat er Dinge gefunden,von denen er der Meinung war, dass würde mich vielleicht interessieren hat er diese,Adressbücher und ähnliches,beiseite geschoben,damit ich "gelangweilt"einen Blick rein werfen konnte,in der Hektik der Kontrolle vielleicht auch kurz damit verschwinden konnte.
Bei Verstößen Grenzordnung,also wenn DDR-Bürger versehentlich an der Güst mit ihrem Trabbi erschienen sind,dass war eigentlich ein Fall für den diensthabenden stellv.des Kommandanten,es ging ja um die Außensicherung,auch sowas lag voll und ganz in meiner Hand,niemand von den GT hat sich da eingemischt,war nicht mal dabei.Natürlich bin ich nach Abschluss auf dem Kommandantenturm und habe dort ein speziell für die GT angefertigtes Protokoll abgeliefert,aber dem Kommandant wurden nur allgemeine Informationen zugänglich gemacht,sprich er bekam die Informationen von denen wir der Meinung war,dass er sie wissen muß,die entsprechenden Fernschreiben an die Zuständigen Kreisdienststellen und eventuelle Fachabteilungen sahen da schon anders aus.
Dieses Prinzip der"Zusammenarbeit"meine ich und nimm es mir nicht übel,ich weiß da nun wirklich von was ich rede,dazu war ich lange genug bei der Firma.Und die Dir Beifall klatschen wissen das natürlich auch,vorausgesetzt sie waren auch lange genug bei dem Laden,was ich nicht beurteilen kann.Sie wissen ganz genau,dass dieses Prinzip der"Zusammenarbeit"überall galt,überall so praktiziert wurde.Ich will da auch noch nicht mal irgendetwas kritisieren,ich will nur beschreiben wie das so war damals und wenn jemand in dieser Hinsicht Unsinn verbreiten will,egal ob ehemalige Mfs-Mitarbeiter oder ehemalige Regimegegner,dann werde ich was dazu zu sagen haben.Denn das ist einer der Hauptgründe warum ich mich nach vielen Jahren der Zurückhaltung mehr oder weniger öffentlich zu diesen Themen äußere,dass bei verschiedene Personengruppen der Ex-DDR merkwürdige Bedürfnis die damalige Praxis und Realität in einem "abgedunkelten Licht" darzustellen.
Aber wir kommen vom Thema ab,es soll ja wieder mal um die"Gammakanone"gehen,zu der habe ich eigentlich hier alles gesagt was ich dazu weiß.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Feliks D., werner, GilbertWolzow und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 17:39 | nach oben springen



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