#1

Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 11:22
von Sigurd (gelöscht)
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Sigurd


Dokumente beweisen: Die DDR hat ihre Volksarmee mit Nazi-Offizieren aufgefüllt
Wendezeit in der DDR, November 1989. Prominente Bürgerrechtler mahnen in einem Aufruf: „Noch können wir uns besinnen auf die antifaschistischen und humanistischen Ideale, von denen wir einst ausgegangen sind.“

Admiral a. D. Theodor Hoffmann, letzter uniformierter Verteidigungsminister der DDR, zitiert die Regimekritiker in seinen Memoiren und erinnert sich: „Diesem Aufruf stimmte die Mehrheit der Uniformierten und Zivilbeschäftigten zu.“

Beim Besinnen auf „die antifaschistischen Ideale“ folgten Admiral und Truppe der Legende von einer nazifreien NVA. In der aktuellen Diskussion um die Verstrickung von Teilen der Wehrmacht in NS-Verbrechen behauptete erst unlängst der „Zeit“-Redakteur Karl-Heinz Janßen: Zahlreiche Offiziere der Wehrmacht seien zwar in die Bundeswehr, nicht aber in die NVA der DDR aufgenommen worden.

Falsch. Bei den Nachrecherchen zum Buch „Die Deutschland-Akte“ (Autor: Michael Wolffsohn) wurde eine „Einschätzung der Lage in der NVA“ aus den Jahren 1956/57 entdeckt. Daraus geht hervor: Solange es der NVA ins Konzept paßte, griff sie auf Hitlers Wehrmacht zurück. Und da man gegen „sämtliche Offiziere, die als unzuverlässig eingeschätzt werden“, „kompromittierendes Material“ besaß, bildete Erpressung die Basis ihres militärischen Gehorsams.

Allein fünf der 16 „Leitenden Generale“ (31 Prozent) hatten in der Wehrmacht gedient. Zum Beispiel der Chef des Hauptstabes Generalleutnant Vincenz Müller. Bevor er Adolf Hitler diente, war er Adjutant von General Kurt von Schleicher, Hitlers Vorgänger als Reichskanzler. Die Stasi über Müller: „Es bestehen Hinweise, daß feindliche Geheimdienste sich für ihn interessieren und durch Verbindungsleute seine Anbahnung beabsichtigen.“

Auch gegen Müllers Stellvertreter, Generalmajor Bernhard Bechler, hatten Mielkes Stasi-Mannen „Bedenken“. Der Ex-Wehrmachtsoffizier „stammt aus kleinbourgeoisen Kreisen, war im faschistischen Hauptquartier Wünsdorf tätig“. Dennoch reüssierte Bechler und wurde mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold belohnt.

Der Kommandeur der NVA-Panzertruppen, Generalmajor Arno von Lensky, hatte als ehrenamtlicher Beisitzer beim III. Senat von Roland Freislers berüchtigtem NS-„Volksgerichtshof“ an 20 Todes- und Terrorurteilen gegen deutsche, polnische und niederländische Bürger mitgewirkt. Lenskys braune Vergangenheit vergoldete die DDR-Führung mit dem Verdienstorden und mit der „Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus“.

Laut Stasi-Statistik stammte jeder vierte Oberst im Ministerium für Nationale Verteidigung aus der Wehrmacht. In der „Verwaltung Ausbildung“ hatten 60 Prozent der leitenden Offiziere von Braun auf Rot umgeschaltet; in den Nachrichtentruppen ortete man 45 Prozent Wehrmachtsoffiziere; jeder dritte NVA-Fliegeroffizier kam aus Hermann Görings Luftwaffe. Auch ein Drittel der 15 NVA-Bezirkskommandos hatte schon Hitler gedient, ebenso 75 Prozent der leitenden Offiziere der Seestreitkräften. Denen gehörte auch Admiral Hoffmann an – der Volkssoldat mit den antifaschistischen Idealen.




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zuletzt bearbeitet 24.08.2010 11:23 | nach oben springen

#2

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 11:33
von Alfred | 6.849 Beiträge

Warum schreibst Du zu Lenski nicht dies :


Warum schreibst Du nicht,dass Lenski sich ab 1943 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befand ? Vergessen ?
Lenski war weiterhin Mitglied des NKFD und wurde 1944 von einen Kriegsgericht in Torgau in Abwesenheit zum TODE verurteilt. Lenski kam erst 1949 aus sow. Kriegsgefangenschaft zurück.

Lenski war Beisitzer im III Senat am Volksgerichtshof und als militärsicher Sachverständiger tätig. Hier ist auch festzustellen, dass L. nicht mehr zum Volksgerichtshof gehörte, als Freisler 1942 Präsident von diesen wurde.
Naziverbrechen konnten Lenski nicht nachgewiesen werden.


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#3

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 11:40
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Nicht zu vergessen der GfM Paulus. Jener, der mit der 6.Armee in Stalingrad kapitulierete.
Er durfte sogar in der DDR diesen Dienstrang weiterführen, wenn auch mit dem Zusatz "a.D"


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#4

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 11:41
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von TOMMI
Nicht zu vergessen der GfM Paulus. Jener, der mit der 6.Armee in Stalingrad kapitulierete.
Er durfte sogar in der DDR diesen Dienstrang weiterführen, wenn auch mit dem Zusatz "a.D"




Paulus war aber nicht Angehöriger der NVA / KVP .


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#5

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 11:49
von YYYYYYYY (gelöscht)
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er war zwar kein mitglied der nva , hat wohl aber die dienstvorschrift der nva entscheidend mitgeprägt habe ich mal gelesen. stimmt das??

VG


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#6

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:00
von VNRut | 1.486 Beiträge

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 15:25 | nach oben springen

#7

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:10
von Sigurd (gelöscht)
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Damit kein falscher Eindruck entsteht: Natürlich war die Bundeswehr ( auch ) von Altnazis durchsetzt und geprägt.

Sigurd
trotzdem

Bundesarchiv lizenziert unter cc-3.0 Erich Mielke im Jahr 1976
Am 8. Mai feiert die Linkspartei wieder die „antifaschistische“ DDR. Selbst DDR-Gegner glauben die Mär vom Antifaschismus. In Wahrheit machten viele Nazi-Verbrecher in der SED Karriere.
Erich Mielke war entsetzt. Das Buch, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag, war höchstes Gefahrengut. Mehr als 200 Namen waren darin aufgelistet – Namen von Politikern, Wissenschaftlern, Ärzten, Künstlern, Schriftstellern und anderen wichtigen Funktionsträgern aus dem Arbeiter- und Bauernstaat. Sie alle hatten zwei Eigenschaften gemeinsam: Sie hatten nicht nur in der DDR Karriere gemacht, sondern zuvor auch bei den Nationalsozialisten.

Die Fakten stimmten, daran gab es keinen Zweifel. Mielke wusste: Wenn diese Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangten, war es vorbei mit der Selbstanpreisung der DDR als „antifaschistischer Staat“ und der propagandistischen Anklage, die Bundesrepublik sei der Zufluchtsort aller Ex-Nazis. Dass Adolf Hitler ein Westdeutscher sei, war ein zynisches Bonmot. Als sozialistischer Staat dagegen hatte man alle Nazis ausgemerzt, alles braune Gedankengut vernichtet, lautete die Propaganda im Reich von Walter Ulbricht und Erich Honecker.

Braunbuch hinter Schloss und Riegel
Eine platte Lebenslüge, wie das „Braunbuch DDR“ schon 1981 zeigte. Doch die Mär vom Antifaschismus wurde das erfolgreichste Erfolgsprodukt der SED-Propaganda. Damals glaubten selbst Gegner der roten Diktatur daran. Mielke erkannte die Gefahr und reagierte sofort. Er setzte eine interne Untersuchungskommission ein, die ihn über alle Ergebnisse persönlich informieren musste. Er versenkte das Braunbuch in seinem Panzerschrank, wo es noch immer lag, als die Mauer im Herbst 1989 fiel und kurz darauf der Schrank geknackt wurde. Und er setzte seine Schergen auf den Autor Olaf Kappelt an.

Kappelt war als Kind mit seinen Eltern aus der DDR geflohen und lebte im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen. Die Selbstglorifizierung der DDR als „antifaschistischer Staat“ hatte ihn schon als Schüler animiert nachzuforschen. Nach jahrelanger Wühlarbeit in verschiedenen Archiven hatte er schließlich 1981 genug Namen für sein Buch zusammengetragen. „Damals merkte ich von Mielkes Maßnahmen nicht viel“, sagt er heute. Einmal hing ein Totenkranz an seiner Haustür. Wer ihn aufgehängt hatte, ahnte er nicht.

Aus 200 wurden 1000 Namen
Umso erstaunter war Kappelt, als er nach der Wende in der Stasi-Unterlagenbehörde 40 Aktenordner über sich fand. Und das war vermutlich längst nicht alles. Denn in den Wendemonaten war es der Stasi gelungen, vieles beiseite zu schaffen und zu vernichten. Auf ihn wurden Inoffizielle Mitarbeiter angesetzt, die in seinem Umfeld lebten, vom Hausmeister bis zu Bekannten. Freunden schrieb die Stasi Briefe und tischte ihnen Lügen auf, um das Verhältnis zu zerstören. Kappelts Kinder wurden auf dem Weg zum Kindergarten überwacht, und selbst einen Plan seiner Wohnung fand er in den Akten.

Inzwischen hat Kappelt weiter geforscht. Nach der Wiedervereinigung lagen die Dokumente für jeden offen zugänglich, und so wurden aus den 200 Namen inzwischen rund 1000. Die Liste zeigt: Die SED kannte keine moralischen Bedenken, wenn es um die Integrierung ehemaliger Nazis ging – besonders, wenn sie sich am Aufbau des neuen, „antifaschistischen“ Deutschlands beteiligten. Als erste Partei in ganz Deutschland nahm sie ab Juni 1946 bereits ehemalige NSDAP-Mitglieder in ihre Reihen auf. Anfang der 50er-Jahre waren Zehntausende Mitglied der SED geworden, die Partei galt als die große Mutter der kleinen Nazis. Zudem wurde mit der NDPD auch noch eine eigene Partei für Ex-Nazis gegründet.


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 12:14 | nach oben springen

#8

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:13
von Alfred | 6.849 Beiträge

Sigurd,

schau Dir mal die Anzahl der Generale der Wehrmacht an die in die Bundeswehr gingen und wie lange die dort dienten und Vergleiche dies mal mit der NVA !


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#9

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:15
von 94 | 10.792 Beiträge

Der gute alte Paulus, wandelte er sich zum Saulus? Tschuldschung, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen.

Für mich ist er irgendwie ein tragischer Held. Interessant dazu ein wikitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paulus
Am 26. Oktober 1953 betrat Paulus erstmals seit 1946 wieder deutschen Boden: Am Bahnsteig erwarteten ihn bereits Arno von Lenski und Wilhelm Adam. Anschließend fuhr man nach Ost-Berlin zu einem offiziellen Empfang der Staats- und Parteiführung der DDR. Sein Name hatte wieder Gewicht gewonnen, seit Bundeskanzler Adenauer die Bundesrepublik Deutschland auf Westkurs brachte: Die DDR wollte mit Prominenten, die sie unterstützten, gegensteuern. So bekam Paulus als Wohnung eine Dresdner Villa auf dem Weißen Hirsch (Preußstraße 10) zugewiesen und erhielt das Privileg einer eigenen Handfeuerwaffe sowie eines westdeutschen PKWs, eines Opel Kapitän.

Paulus unterlag allerdings seit seiner Ankunft als „Objekt Opel“ der Überwachung durch die Staatssicherheit: Alle seine Bediensteten waren Zuträger des Geheimdienstes, seine Post wurde kontrolliert, das Telefon und die Wohnung abgehört. Einflussreiche Positionen wurden ihm in der DDR nicht übertragen, seine offizielle Funktion war Leiter des Kriegsgeschichtlichen Forschungsrates an der Hochschule der Kasernierten Volkspolizei.

Darüber hinaus war er einer der Hauptautoren der Dienstvorschrift der Nationalen Volksarmee der DDR. Paulus beschäftigte sich schriftlich und in gelegentlichen Vorträgen mit der Schlacht um Stalingrad, ansonsten führte er das Leben eines örtlichen Honoratioren und genoss Abende unter alten Soldaten. Allerdings hatte er inzwischen wohl Probleme, zu den „eigenen Leuten“ Kontakt zu finden, und verstand sich mit den sowjetischen Generälen besser.

1955 war er an der Initiative „Gesamtdeutsche Offizierstreffen“ beteiligt, die die Wiederbewaffnung Ost- und Westdeutschlands verhindern wollte. Von dieser Initiative erhielt er auch den Auftrag, sich um die Freilassung der letzten Kriegsgefangenen zu bemühen. Er wandte sich deswegen an die DDR-Führung, die freilich kein Interesse daran hatte. Ein zweites Treffen der Initiative rief „zum nationalen Widerstand gegen die Politik der dauernden Spaltung Deutschlands“ auf. Diese Töne und die Beteiligung von Waffen-SS-Offizieren führten zur Beendigung der Treffen durch die DDR. Danach zog sich Paulus vor allem aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück, da er seit 1955/56 an spinaler Muskelatrophie mit amyotropher Lateralsklerose litt, die bei völliger geistiger Klarheit zur Lähmung der Muskulatur führt. Aufgrund seines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustandes blieb eine Studie über die Schlacht von Stalingrad, mit der er sich noch zuletzt beschäftigt hatte, unvollendet. Paulus starb am späten Nachmittag des 1. Februars 1957 in seiner Dresdner Villa. Er wurde mit militärischen Ehren auf dem Friedhof von Dresden-Tolkewitz beigesetzt. Seine Urne wurde später in das Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Baden-Baden umgebettet.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#10

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:24
von Alfred | 6.849 Beiträge

Sigurd,

die DDR konnte ja nach 1945 nicht Millionen Menschen austauschen.

Listen hin, Listen her. Jetzt müsste man doch einfach mal die Personen aufführen, die Verbrechen begangen haben ? Es wurde doch in der DDR nicht abgestritten, dass auch ehemalige Angehörige der Wehrmacht wieder in der NVA tätig waren.

Auch dienten die Generale wohl nicht bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, sondern kamen aus sow. Kriegsgefangenschaft.


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#11

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:29
von YYYYYYYY (gelöscht)
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ddr lexikon schreibt dazu folgendes:

Von den insgesamt 377 Generalen u. Admiralen der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung (ZV) waren früher 54 in der Wehrmacht tätig, einer davon als General und 14 als Offiziere.

Der Grund für die Verwendung früherer Wehrmachtsangehöriger war: Zur Zeit des Aufbaus der KVP gab es in der DDR noch keine, oder zumindest nur wenige, Personen, die in ihrem militärischen Wissensstand in der Lage waren, eine Armee zu führen. Daher war es notwendig, wenig NS-belastete, ehemalige Wehrmachtsangehörige in den Aufbau der KVP mit ein zubeziehen, da diese das dafür benötigte Wissen, sowie Front- und Kampferfahrungen hatten. Wegen den Kampferfahrungen waren auch besonders Ex-Spanien-Kämpfer (Beispiel: Heinz Hoffmann) in der Generalität anzutreffen.



--------->http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Gen...dmirale_der_NVA


noch ein zitat dazu was ich gefunden habe(ich weiß nicht ob die zahlen so stimmen bzw seriös sind) ,aber trotzdem geben sie einen ungefähren überblick


Ich möchte in diesem Zusammenhang nur auf die 40 000 Offiziere und Unteroffiziere, der ehemaligen Wehrmacht hinweisen, die 1956 die Bundeswehr aufgebaut haben. Von diesen ehrenwerten Herren, hatten 800 das Ritterkreuz, die höchste Tapferkeitsauszeichnung der Wehrmacht, die meisten von ihnen durch den Reichskanzler Hitler persönlich verliehen bekommen. Tausende waren Träger des Eiserne Kreuz 1.und 2. Klasse, hier und jetzt von keiner Tradition der Bundeswehr zur Wehrmacht zu sprechen ist einfach nur lächerlich. Generationen von Wehrpflichtigen haben die gleichen Soldatenlieder wie die Wehrmacht, bis weit in die 80ziger Jahre hinein, oft und gerne gesungen.
Das Heeresmusikkorps Münster z.B. spielte zu gegebenen Anlässen (Vereidigung etc.) die gleichen Märsche, wie die Musikkorps der Wehrmacht, beim Marsch durchs Brandenburger Tor. usw.
Zur Erinnerung:
Oktober 1956: In der Bundeswehr dienen 31 Generale und 100 Oberste des früheren Generalstabs der Wehrmacht. Noch Fragen Herr Bald ?
In allen Armeen der Welt werden nach 1945 die Strategien und Taktiken der Wehrmacht übernommen und angewandt, noch Fragen Herr Nachtweih?
Der Bendler Block ist nach heutiger PC-Betrachtungsweise, „Wehrmachtsgeschädigt“, Ihr Ministerium Herr Jung, wollen Sie da etwa noch arbeiten?
Das gleiche „Spielchen“, lässt sich mit den Mitgliedern des 1.Bundestages 1949 veranstalten, über die Hälfte der Mitglieder waren Wehrmachtsangehörige,(Schmidt Oberleutnant, Weizsäcker Hauptmann, Mende Major Ritterkreuzträger, Strauss Leutnant usw.) Beamte oder Personen des öffentlichen Leben aus dem “Dritten Reich“ und das Reichstagsgebäude selbst ist höchst NS kontaminiert, hat da nicht der 1933 demokratisch gewählte Deutsche Reichskanzler Adolf Hitler, unter den Beifallsstürmen aller Parteien (ohne KPD) seine umjubelte Reichstagsrede (siehe Theodor Heuss) gehalten usw. usf……….



quelle des zitats:-------------------->http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...95242c73.0.html


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 12:43 | nach oben springen

#12

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 12:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Das zur Gündung bzw. zum Aufbau der bewaffneten Organe der DDR zum Teil auch auf ehem. NS-Offiziere zurückgegriffen werden mußte steht ja außer Frage und erschließt sich sicher auch jedem Laien.

Die Fragen die hier meiner Meinung nach für die Öffentlichkeit zu erörtern wären sind folgende:

1. Wie viele aus diesem Personenkreis wurden in die KVP übernommen?
2. Wie viele aus diesem Personenkreis wurden in die NVA übernommen?
3. Wie viele aus diesem Personenkreis wurden, nachdem ausreichend eigene Kräfte ausgebildet waren, in den Folgejahren weiter im Dienst belassen?
4. Wie verfuhr die Bundeswehr mit diesem Personenkreis nachdem ausreichend eigenes Führungspersonal ausgebildet war?

Die Beantwortung dieser 4 Fragen sollte die antifaschistische Grundeinstellung einer der beiden verglichenen Streitkräfte deutlich betonen!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 12:50 | nach oben springen

#13

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 14:45
von Sigurd (gelöscht)
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Es ist doch keine Frage, das in der Bundeswehr mehr " Nazi" Offiziere und Unteroffiziere waren. Frage: Konnte " man" denn in der DDR etwas
über das Nazivorleben der NVA und anderer Würdenträger erfahren??

Sigurd


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#14

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 15:15
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Sigurd
Es ist doch keine Frage, das in der Bundeswehr mehr " Nazi" Offiziere und Unteroffiziere waren. Frage: Konnte " man" denn in der DDR etwas
über das Nazivorleben der NVA und anderer Würdenträger erfahren??

Sigurd



Die Frage ist etwas diffus formuliert""....Nazivorleben der NVA....Würdenträger..."

Wenn ich den Sinn der Frage richtig deute,wolltest Du wissen, ob in der DDR bekannt wurde,dass ehemalige Wehrmachtsangehörige beim Aufbau der NVA tätig waren.
Diese Frage so gestellt muss man eindeutig bejahen.
Eventuell wurde das nicht zeitgleich für alle bekannt,aber es erschienen z.b. zahlreiche Biographien dazu u.a. auch über von Lenski.

seaman


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 15:16 | nach oben springen

#15

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 15:35
von Sigurd (gelöscht)
avatar

mit Würdenträger meinte ich Andere außerhalb der NVA

Sigurd


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#16

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 15:39
von seaman | 3.487 Beiträge

Ach so,
zu diesen Personen gab es auch Publikationen.

seaman


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#17

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 16:52
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von TOMMI
Nicht zu vergessen der GfM Paulus. Jener, der mit der 6.Armee in Stalingrad kapitulierete.
Er durfte sogar in der DDR diesen Dienstrang weiterführen, wenn auch mit dem Zusatz "a.D"




Paulus war aber nicht Angehöriger der NVA / KVP .





Aber die NVA stellte dem Nazigeneral ( der 300000 Soldaten der 6.Armee verheizte oder sie in swj. Kriegsgefangenschaft jämmerlich verrecken liess z.B im Lager Workuta am Eismeer) einen pers. Adjudanten im Range eines Oltn. oder Hauptmanns. in seiner Villa in Dresden.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#18

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 16:57
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von Alfred
Warum schreibst Du zu Lenski nicht dies :


Warum schreibst Du nicht,dass Lenski sich ab 1943 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befand ? Vergessen ?
Lenski war weiterhin Mitglied des NKFD und wurde 1944 von einen Kriegsgericht in Torgau in Abwesenheit zum TODE verurteilt. Lenski kam erst 1949 aus sow. Kriegsgefangenschaft zurück.

Lenski war Beisitzer im III Senat am Volksgerichtshof und als militärsicher Sachverständiger tätig. Hier ist auch festzustellen, dass L. nicht mehr zum Volksgerichtshof gehörte, als Freisler 1942 Präsident von diesen wurde.
Naziverbrechen konnten Lenski nicht nachgewiesen werden.



Alfred, glaubst du das macht ihn besser, dass er die ideologischen Seiten wechselte, als klar war dass Deutschland den Krieg verliert? Wo waren denn die "Widerstandskämpfer" und von braun auf rot umlackierten Offz. 1939 + 1940 ? Da waren sie besoffen von ihren Siegen, die sie gegen fast alle europäischen Staaten führten.Das ist die Realität

Gruß Gert


.
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#19

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 17:10
von Sachse (gelöscht)
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Es stellt(e) sich die Frage nach der persönlichen Schuld eines jeden Einzelnen.

Und da wurde auf beiden Seiten gehörig viel vertuscht. Und gegenseitig hielt man sich vor, nicht so mit den Entscheidungsträgern aus dem 3. Reich umzugehen, wie man sich das nach außen hin auf die Fahnen geschrieben hatte.
Dennoch hatte der alte Adenauer recht, als er im Zuge der Pariser Verträge und dem damit verbundenen Beitritt der BRD zur NATO zehn Jahre nach Kriegsende erklärte: "Man wird uns keine 18jährigen Generäle abkaufen."

Denn die ehemaligen Kriegsgegner und nunmehr Verbündeten Frankreich (die vor allem!) und Großbritannien hatten schon paar Bedenken angemeldet, dass sie mit den einstigen Gegnern von vor reichlich 10 Jahren nun Schulter an Schulter kämpfen sollten ...


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 17:11 | nach oben springen

#20

RE: Braune Vergangenheit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.08.2010 17:12
von X-X-X (gelöscht)
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Wehrmacht ist nicht gleich 'braun'. denke auch daran, wie mit Rommel ungegangen wird. Er wird keineswegs als Nazi betrachtet, obwohl er gewissenhaft Fueherbefehle durchgefuehrt hatte. Fuer mich ist es interessant, dass die BW ehem. Wehrmachtsangehoerige relativ sorglos integrierte, waehrend sie die integration sonst solider NVA-Soldaten straff ablehnte. Wenn die NVA so stark von der Wehrmacht unterwandert war, dann waren sie erst recht fuer den Dienst in der BW geeignet, oder?


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