#21

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.04.2015 21:54
von Sperrbrecher | 1.650 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #19
wer als DDR-Flüchtling nicht bis in die Bundesdeutsche Botschaft
in Belgrad geschafft hatte,wurde ausgeliefert

Ich bin 1969 von Bulgarien über Jugoslawien nach Österreich und weiter nach West-Deutschland gegangen.
Belgrad bzw. die deutsche Botschaft dort habe ich nicht behelligt, ebenso wenig wie die Grenzkontrollstellen.
Weder die bulgarische, noch die jugoslawische, die österreichische und die bundesdeutsche aber auch nicht.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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zuletzt bearbeitet 12.04.2015 22:00 | nach oben springen

#22

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.05.2015 22:05
von SIK60 | 45 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #13
Verhaften durfte eh nur ein Haftrichter und nicht ein Passkontrolleur.

Habe aber vor kurzem irgendwo gelesen, dass "Republikfluchten" möglichst schon verhindert werden sollten, wenn der Täter sein Haus verlässt.
Das erklärt dann natürlich, warum an der Grenze lieber einmal mehr festgenommen wurde, als zu wenig.
Ich wurde in Bad Schandau auch ohne sichtlichen Grund aus dem Zug geholt. Das einzig verdächtige an mir war, dass ich abends alleine gereist bin und erst 19 Jahre alt war.

Ich wurde aus dem Zug geholt weil ich kein Urlaubschein fürs Ausland hatte in Bad Schandau durch die PKE


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#23

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.05.2015 23:15
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von SIK60 im Beitrag #22
Zitat von Schakal im Beitrag #13
Verhaften durfte eh nur ein Haftrichter und nicht ein Passkontrolleur.

Habe aber vor kurzem irgendwo gelesen, dass "Republikfluchten" möglichst schon verhindert werden sollten, wenn der Täter sein Haus verlässt.
Das erklärt dann natürlich, warum an der Grenze lieber einmal mehr festgenommen wurde, als zu wenig.
Ich wurde in Bad Schandau auch ohne sichtlichen Grund aus dem Zug geholt. Das einzig verdächtige an mir war, dass ich abends alleine gereist bin und erst 19 Jahre alt war.

Ich wurde aus dem Zug geholt weil ich kein Urlaubschein fürs Ausland hatte in Bad Schandau durch die PKE


WAS war daran verkehrt?


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#24

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 00:07
von vs1400 | 2.376 Beiträge

Zitat von SIK60 im Beitrag #22

Ich wurde aus dem Zug geholt weil ich kein Urlaubschein fürs Ausland hatte in Bad Schandau durch die PKE


sollte du nicht zusätzlich eher etwas genauer auf den jeweiligen zeitraum verweisen?

ist nur so nen gedanke ... denn so manche "fahnenflucht" war ja auch schon keine mehr.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#25

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 08:39
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Es gab beim MfS den m. E. etwas zynisch klingenden militärbürokratischen Begriff "Strafmaßerwirtschaftung". Ob der mit genauen Quoten verbunden war weiß ich allerdings nicht. Warscheinlich wurde in den Abwehr-DE eher über die moralische Schiene Erfolgsdruck ausgeübt. D.h. wer zu wenig Leute überführte, dem hat es offensichtlich an tschekistischer Wachsamkeit gemangelt. Der sich daran anschließenden Frage: "Kann er nicht oder will er nicht?" hatte sich damals sicher keiner gerne aussetzen wollen. Ob das in der Karrierewelt von heute wesentlich anders ist?

Gruß Kalubke



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#26

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 11:27
von passport | 2.627 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #25
Es gab beim MfS den m. E. etwas zynisch klingenden militärbürokratischen Begriff "Strafmaßerwirtschaftung". Ob der mit genauen Quoten verbunden war weiß ich allerdings nicht. Warscheinlich wurde in den Abwehr-DE eher über die moralische Schiene Erfolgsdruck ausgeübt. D.h. wer zu wenig Leute überführte, dem hat es offensichtlich an tschekistischer Wachsamkeit gemangelt. Der sich daran anschließenden Frage: "Kann er nicht oder will er nicht?" hatte sich damals sicher keiner gerne aussetzen wollen. Ob das in der Karrierewelt von heute wesentlich anders ist?

Gruß Kalubke




@Kalubke

In welchen Dokument des MfS wird dieses Wort "Strafmaßerwirtschaftung" angezeigt ?


passport


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#27

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 14:49
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Muss ich nachschauen, habe ich vor einer ganzen Weile mal gelesen.

Gruß Kalubke



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#28

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 15:33
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Quelle: Reinhard Buthmann: Hochtechnologien und Staatssicherheit
Die strukturelle Verankerung des MfS in Wissenschaft und Forschung der DDR

Die […] Abteilung 5 der HA XVIII, veranlaßte immer wieder Verhaftungen, wobei diese in Form eines »Wettbewerbs«* unter Angabe von Strafartikel, Strafmaß und Vollzugsart die Leistungsfähigkeit der einzelnen operativen Mitarbeiter belegen sollte. Nach einer entsprechenden Statistik führte Ende 1965 Oberleutnant Liebscher vom Referat 1 mit 488 Monaten Strafmaß-Erwirtschaftung (Zuchthaus und Gefängnis) vor Oberleutnant Panster vom Referat 3 mit 300 und Hauptmann Klepel vom Referat 2 mit 281 Monaten. Allein im Rahmen des Operativen Vorgangs »Labor« wurden vom 26. November 1962 bis 28. April 1967 durch diese Diensteinheit elf Personen »inhaftiert«.

(*Tabelle o. D. Der Stichtag ist entweder der 31.12.1965 (aufgrund des Abgleichs mit Paralleldaten wahrscheinlicher) oder der 15.12.1967 (fiele dann kaum ins Gewicht, da 1966 die Festnahmen auf 2 Prozent des Gesamtvolumens zurückgingen und 1967 auf 4 Prozent stiegen); Konvolut in der HA XVIII/5, vom 7.11.1967; BStU, ZA, HA XVIII, Bdl. 444, Bl. 1–4.)


Tabelle 2: Festnahmen und Strafmaß (in Monaten), 1961 bis 1965
Delikt Zahl der Personen Zuchthaus Gefängnis Gesamt
§ 14 (Spionage) 8 516 14 530
§§ 15 (Sammlung von Nachrichten),
16 (Verbindungsaufnahme) 7 78 65 143
§ 17 (Staatsgefährdende Gewaltakte) 1 72 – 72
§ 19 (Staatsgefährdende Propaganda und Hetze) 10 97 124 221
§ 21 (Abwerbung) 15 751 27 778
§ 26 (Nichtanzeige von Staatsverbrechen) 3 – 31 31
§§ 8, 5 (Paßgesetz) 7 – 95 95
Gesamt 51 1 514 356 1 870

(Einzelblatt vom 27.9.1966: »Festnahmen der HA XVIII/5 von 1961–1965«; BStU, ZA, HA XVIII, Bdl. 444).


Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 22.05.2015 17:02 | nach oben springen

#29

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 16:57
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #25
Es gab beim MfS den m. E. etwas zynisch klingenden militärbürokratischen Begriff "Strafmaßerwirtschaftung". Ob der mit genauen Quoten verbunden war weiß ich allerdings nicht. Warscheinlich wurde in den Abwehr-DE eher über die moralische Schiene Erfolgsdruck ausgeübt. D.h. wer zu wenig Leute überführte, dem hat es offensichtlich an tschekistischer Wachsamkeit gemangelt. Der sich daran anschließenden Frage: "Kann er nicht oder will er nicht?" hatte sich damals sicher keiner gerne aussetzen wollen. Ob das in der Karrierewelt von heute wesentlich anders ist?

Gruß Kalubke



Hallo,

ich habe NIE erlebt, dass in dieser Beziehung in irgendeiner Form Druck ausgeübt wurde.


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#30

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 17:06
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Sicher schwer zu beurteilen, ob das als allgemeine Erscheinung zu werten ist oder eher auf das Konto von einigen besonders ehrgeizigen Vorgesetzten geht. Warst Du denn in einem ähnlichen Bereich tätig? Die 60er waren wegen der Abwanderung sicher besonders angespannt und führten vieleicht auch deshalb zu diesen Sichtweisen bei der Bewertung des Arbeitserfolges.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 22.05.2015 17:11 | nach oben springen

#31

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 19:12
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #29
ich habe NIE erlebt, dass in dieser Beziehung in irgendeiner Form Druck ausgeübt wurde.

Na Du hast ja offensichtlich so einiges NICHT mitbekommen. Könnte es sein das da nur operative Einheiten involviert waren?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#32

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 19:33
von PKE | 149 Beiträge

Zitat von SIK60 im Beitrag #22
Zitat von Schakal im Beitrag #13
Verhaften durfte eh nur ein Haftrichter und nicht ein Passkontrolleur.

Habe aber vor kurzem irgendwo gelesen, dass "Republikfluchten" möglichst schon verhindert werden sollten, wenn der Täter sein Haus verlässt.
Das erklärt dann natürlich, warum an der Grenze lieber einmal mehr festgenommen wurde, als zu wenig.
Ich wurde in Bad Schandau auch ohne sichtlichen Grund aus dem Zug geholt. Das einzig verdächtige an mir war, dass ich abends alleine gereist bin und erst 19 Jahre alt war.

Ich wurde aus dem Zug geholt weil ich kein Urlaubschein fürs Ausland hatte in Bad Schandau durch die PKE


War sicher richtignach der Befehlslage.PKE


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#33

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 20:31
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Die Rolle des soz.Wettbewerbes in der operativen Arbeit an einer Güst,ich habe das schon mal beschrieben. Letztlich hatte jeder Passkontrolleur die Aufgabe den Reiseverkehr bei jeder sich bietenden Gelegenheit "abzuschöpfen",so nannte man das damals. Soll heißen, entsprechend einem vorliegendem "Wunschkatalog" der operativen Abteilungen des MfS war man ständig auf der Suche nach interessanten Berufs- und Personengruppen, Verbindungen in die DDR und ähnlichem. Das war die eigentliche Tätigkeit der VI an den Güsten,deswegen war das MfS dort und nicht die GT. Das der explodierende Reiseverkehr das oft und immer mehr in den Hintergrund gedrängt hat ist ein anderes Thema und das Eine hatte mit dem Anderen eigentlich nichts zu tun. Fakt ist,die eigentliche Aufgabe dort ist nie aus dem Augen verloren worden,der Dienst wusste genau welche Quelle für ihn dort sprudelte und hat auch ständig dazu angehalten,dass kein Tropfen unbeachtet bleibt. Ein Pfarrer oder Student mit entsprechend interessanter Studienrichtung,wenn sie sich anhand ausgefüllten Dokumente dazu bekannt haben ist nie ohne Beobachtung und Erfassung aller erreichbaren Informationen mit entsprechender Weiterleitung dieser über eine Güst gefahren.Solche Informationen in Erfahrung zu bringen,in einem möglichst großem Umfang,das war durchaus eine Vorgabe die stand und die immer eingefordert wurde. Die Festnahme,besser eine vorläufige zu realisieren,das war natürlich das Gelbe vom Ei. In der Regel handelte es sich an der Güst dabei um eine verhinderte Personenschleusung. Natürlich stand die Vorgabe solche zu verhindern, es liegt aber logischerweise in der Natur der Sache, dass man dazu keine zahlenmäßigen Vorgaben machen konnte und eine sehr selten vorkommende vorläufige Festnahme die sich aus den Fahndungsmitteln ergab war nur bedingt ein Erfolg der Güst. Bei dem Abschöpfen des Reiseverkehrs gab es aber sehr wohl Vorstellungen die man als Quoten bezeichnen kann und die erwartet wurden und die im Rahmen eines soz. Wettbewerbes in diesen einflossen. Ergebnisse die man im Rahmen der"tschekistischen Tätigkeit" erwartete.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Kalubke und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.05.2015 20:45 | nach oben springen

#34

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 20:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #31
Zitat von Alfred im Beitrag #29
ich habe NIE erlebt, dass in dieser Beziehung in irgendeiner Form Druck ausgeübt wurde.

. Könnte es sein das da nur operative Einheiten involviert waren?


Aus dem Grund schreibe ich ja meine Auffassung.


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#35

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 20:45
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #33
Die Rolle des soz.Wettbewerbes ...Ergebnisse die man im Rahmen der"tschekistischen Tätigkeit" erwartete.


was dann auch manchmal in "schwachen" Zeiten darin ausartete, dass nach entsprechender Hinweisgebung in der Diensteinweisung kurzfristig ein Anstieg der Infos zu verzeichnen war, ohne qualitativ gewinnbringend gewesen zu sein (zumindest aus meiner Sicht damals - die Adressaten dieser Infos mögen das hoffentlich anders gesehen haben). Will sagen, es war eben auch viel Strunz dabei. Dennoch kann man nicht einfach sagen "die Masse machts", sondern eher, dass in der Masse dann eben auch mal ein Volltreffer drin sein konnte.

friedliche Grüße Andreas


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#36

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 20:52
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #35
Zitat von KARNAK im Beitrag #33
Die Rolle des soz.Wettbewerbes ...Ergebnisse die man im Rahmen der"tschekistischen Tätigkeit" erwartete.


was dann auch manchmal in "schwachen" Zeiten darin ausartete, dass nach entsprechender Hinweisgebung in der Diensteinweisung kurzfristig ein Anstieg der Infos zu verzeichnen war, ohne qualitativ gewinnbringend gewesen zu sein (zumindest aus meiner Sicht damals - die Adressaten dieser Infos mögen das hoffentlich anders gesehen haben). Will sagen, es war eben auch viel Strunz dabei. Dennoch kann man nicht einfach sagen "die Masse machts", sondern eher, dass in der Masse dann eben auch mal ein Volltreffer drin sein konnte.

friedliche Grüße Andreas


Da das mit Sicherheit nicht nur an den Güsten so war sind diese Km langen Aktenberge zustande gekommen. Ich könnte Dir da Geschichten erzählen, aber wer glaubt die heute schon noch, also lasse ich es lieber.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#37

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 20:58
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #36
Zitat von ehem. Hu im Beitrag #35
Zitat von KARNAK im Beitrag #33
Die Rolle des soz.Wettbewerbes ...Ergebnisse die man im Rahmen der"tschekistischen Tätigkeit" erwartete.


was dann auch manchmal in "schwachen" Zeiten darin ausartete, dass nach entsprechender Hinweisgebung in der Diensteinweisung kurzfristig ein Anstieg der Infos zu verzeichnen war, ohne qualitativ gewinnbringend gewesen zu sein (zumindest aus meiner Sicht damals - die Adressaten dieser Infos mögen das hoffentlich anders gesehen haben). Will sagen, es war eben auch viel Strunz dabei. Dennoch kann man nicht einfach sagen "die Masse machts", sondern eher, dass in der Masse dann eben auch mal ein Volltreffer drin sein konnte.

friedliche Grüße Andreas


Da das mit Sicherheit nicht nur an den Güsten so war sind diese Km langen Aktenberge zustande gekommen. Ich könnte Dir da Geschichten erzählen, aber wer glaubt die heute schon noch, also lasse ich es lieber.




Ja ,

Geschichten erzählen kannst Du,ist schon aufgefallen.


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#38

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 21:06
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Alfred, willst Du die Sache wieder "ins rechte Licht rücken" in dem Du mich als unwissenden Schwätzer hinstellst. Du weißt doch genau wie der Hase lief. Wir können der Welt hier irgendwelchen Schmus erzählen oder von der Vergangenheit berichten und diese Aufarbeiten. Das Erste ist mir zumindest 2015 zu blöd und schade um die Zeit. Das Du in mir dazu keinen Mitstreiter findest weißt Du,also was soll es.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 21:13
von ulei mendhausen | 89 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #23
Zitat von SIK60 im Beitrag #22
Zitat von Schakal im Beitrag #13
Verhaften durfte eh nur ein Haftrichter und nicht ein Passkontrolleur.

Habe aber vor kurzem irgendwo gelesen, dass "Republikfluchten" möglichst schon verhindert werden sollten, wenn der Täter sein Haus verlässt.
Das erklärt dann natürlich, warum an der Grenze lieber einmal mehr festgenommen wurde, als zu wenig.
Ich wurde in Bad Schandau auch ohne sichtlichen Grund aus dem Zug geholt. Das einzig verdächtige an mir war, dass ich abends alleine gereist bin und erst 19 Jahre alt war.

Ich wurde aus dem Zug geholt weil ich kein Urlaubschein fürs Ausland hatte in Bad Schandau durch die PKE


WAS war daran verkehrt?

Verhaftet hat nie der Haftrichter, sondern der, der der Meinung war, hier ist ein "Straftäter". Der Haftrichter hat auf Antrag des Staatsanwaltes und in der Regel nach Anhörung des Betroffenen Haftbefehl erlassen. Oder ihn im äußersten Ausnahmefall laufen lassen. Gruß Ulei, zuweilen auch Haftrichter


RudiEK89, eisenringtheo und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.05.2015 21:15 | nach oben springen

#40

RE: Verhaftungsvorgaben an Güst

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.05.2015 21:17
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Verhaftet hat nie der Haftrichter, sondern der, der der Meinung war, hier ist ein "Straftäter".

Nö, der Polizist welcher einen Dieb ertappt sagt " Sie sind Vorläufig Festgenommen" und nicht Verhaftet.


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