#1

Fahnenfluchten bei AO13/81

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 10:54
von Sachse (gelöscht)
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Kennt jmd. Beispiele, dass AO 13/81 bestätigte Soldaten (aller Dienstgrade) beim Einsatz auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet fahnenflüchtig geworden sind (die bereits genannten Rauschenbach und Mann brauchen nicht nicht erneut genannt zu werden)?

Mich interessieren insbesondere jene Fälle, bei denen ein erstmals vor dem Zaun Eingesetzter die Flucht ergriffen hat.

Was passierte unmittelbar danach? Sofortige Meldung noch vom vorgelagerten Gebiet aus? Oder erst Rückzug der Verbliebenen in den SiA?


zuletzt bearbeitet 07.08.2010 13:50 | nach oben springen

#2

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 11:43
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich kenne diesbezüglich nur ein Gerücht. 1983 wurde mir anläßlich verschiedener Schichten im Raum Scharfenstein öfter mal erzählt, dass aus einem feindwärts stehenden B-Turm irgendwann mal alle drei Mann sich einfach verabschiedet hatten. Nur die MPi sollen noch da gewesen sein. Aber ich wüßte nicht mal, wo dieser B-Turm gestanden haben soll und wann das passiert ist.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 11:49
von Sachse (gelöscht)
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Feindwärtige B-Türme wären mir neu (Aber man lernt ja permanent dazu).

Wenn tatsächlich alle 3 die Fliege gemacht hätten ... also das wäre ja was absolut Unerhörtes.
Ich denke aber, das hätte sich rumgesprochen. Denn die müssten ja irgendwo gefehlt haben.


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#4

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 12:04
von S51 | 3.733 Beiträge

Bitte, nagle mich nicht fest. Ob die Sache wirklich gestimmt hat, weiß ich nicht. Es standen im Oberharz mindestens ein B-Turm zwischen Eckertalsperre und Stapelburg feindwärts und ein B-Turm dort, wo der GSZ in den Zaun 1 überging.
Die drei sollen gemeldet haben: "Wir sind dann mal weg..." Zwar wäre umgehend vom Scharfenstein die Bergruppe hinuntergefahren aber mehr als die MPi aufzusammeln war wohl einfach nicht drinn.


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#5

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 12:11
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

da kann sicher mal nur th helfen


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#6

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 13:01
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von S51
Bitte, nagle mich nicht fest. Ob die Sache wirklich gestimmt hat, weiß ich nicht. Es standen im Oberharz mindestens ein B-Turm zwischen Eckertalsperre und Stapelburg feindwärts und ein B-Turm dort, wo der GSZ in den Zaun 1 überging.
Die drei sollen gemeldet haben: "Wir sind dann mal weg..." Zwar wäre umgehend vom Scharfenstein die Bergruppe hinuntergefahren aber mehr als die MPi aufzusammeln war wohl einfach nicht drinn.




woher weißt du das zwischen eckertalsperre und stapelburg feindwärts ein b-turm gestanden hat ?

und zwar zwischen papierfabrik und jungborn .

der war zu meiner zeit sommer 1986 als resi in ilsenburg nie besetzt .

und wenn das stimmt mit der fahnenflucht dann hatten sie leichtes spiel ,denn der grenzzaun hörte an dieser stelle einfach im nichts auf .


zuletzt bearbeitet 07.08.2010 13:04 | nach oben springen

#7

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 13:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von nimmnix
...
woher weißt du das zwischen eckertalsperre und stapelburg feindwärts ein b-turm gestanden hat ?

und zwar zwischen papierfabrik und jungborn .

der war zu meiner zeit sommer 1986 als resi in ilsenburg nie besetzt .

und wenn das stimmt mit der fahnenflucht dann hatten sie leichtes spiel ,denn der grenzzaun hörte an dieser stelle einfach im nichts auf .



Während meiner Zeit in Ilsenburg durch die Einweisung (da gibt es noch...), ohne damals dort gewesen zu sein. Dann durch diese Erzählungen und später als GAK durch Einsätze, die gerade nachts manchmal sehr weit nach Norden gingen. Ich war aber auch nicht drauf, hatte eigentlich anderes zu tun und kann mich nur erinnern, dort einen Turm gesehen zu haben.


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#8

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 14:28
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von S51
Ich kenne diesbezüglich nur ein Gerücht. 1983 wurde mir anläßlich verschiedener Schichten im Raum Scharfenstein öfter mal erzählt, dass aus einem feindwärts stehenden B-Turm irgendwann mal alle drei Mann sich einfach verabschiedet hatten. Nur die MPi sollen noch da gewesen sein. Aber ich wüßte nicht mal, wo dieser B-Turm gestanden haben soll und wann das passiert ist.




Feindwärts stehender B-Turm??

Feindwärts gab es Betonbunker, aber B-Türme!

Im Bereich des GR10 hat sich mal ein Fähnrich (GAK) in den 80er Jahren gen Westen gemacht.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#9

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 15:14
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse
...Feindwärts stehender B-Turm??

Feindwärts gab es Betonbunker, aber B-Türme!

Im Bereich des GR10 hat sich mal ein Fähnrich (GAK) in den 80er Jahren gen Westen gemacht.



Nö, nö! Da liegst du ausnahmsweise mal falsch. Ob die Geschichte mit der Fahnenflucht stimmt, dafür lege ich meine Hand nicht in´s Feuer aber mindestens diesen B-Turm gab es tatsächlich. Mit dem genauen Standort können die ehemaligen Ilsenburger besser helfen, ich habe ihn nur im Dustern gesehen. Doch wie oben schon geschrieben, muss er mindestens 1986 noch gestanden haben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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zuletzt bearbeitet 07.08.2010 15:14 | nach oben springen

#10

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 17:00
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Thunderhorse
...Feindwärts stehender B-Turm??

Feindwärts gab es Betonbunker, aber B-Türme!

Im Bereich des GR10 hat sich mal ein Fähnrich (GAK) in den 80er Jahren gen Westen gemacht.



Nö, nö! Da liegst du ausnahmsweise mal falsch. Ob die Geschichte mit der Fahnenflucht stimmt, dafür lege ich meine Hand nicht in´s Feuer aber mindestens diesen B-Turm gab es tatsächlich. Mit dem genauen Standort können die ehemaligen Ilsenburger besser helfen, ich habe ihn nur im Dustern gesehen. Doch wie oben schon geschrieben, muss er mindestens 1986 noch gestanden haben.




wer die örtlichen gegebenheiten kennt weiß das der erste und zweite zaun im bereich stapelburg/jungborn abbogen und weit vor der eigentlichen grenze (ca 1,5 bis 2 km )standen wegen der eckertalsperre und der wasserpipeline die zwar auf ddr gebiet verlegt war aber der brd und damit den harzer wasserwerke gehörte .
ich habe diesen turm auch nur einmal gesehen ,neuer bauart 4x4 m eckig .und mir war ganz schön mulmig zumute als plötzlich kein zaun mehr da war und ich in dem moment mit meinem posten quasi "feindwärts "war .obwohl meine handlungen von der führungsstelle genehmigt waren wussten die gar nicht wo der resi eigendlich war .vorsichtigerweise erkundigte ich mich bei meinen nächsten schichten mit den gefreiten /postenführer ob die schon mal da vorne waren ,die meinten nur das dies verboten ist .
ich war auch nie wieder da vorne .ausser vor zwei jahren .

spezielle frage an s51 : da du dich ja im bereich ilsenburg rumgedrückt hast ,wie war denn die brücke an der papierfabrik gesichert ?


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#11

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 17:34
von Sachse (gelöscht)
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Hallo nimmnix,

da ich nicht dort gedient habe, kann ich mir das von dir Geschriebene weder räumlich noch sachlich vorstellen.

Versteh mich bitte nicht falsch: ich zweifle nicht an deinen Aussagen, aber ich hab keine Vorstellung, dass man plötzlich sozusagen vorm Zaun ist, ohne eine Sperre überwunden od. eine Gasse passiert zu haben.

Und die Aussagen deiner Gefr./Posten vermag ich auch nicht zu deuten. Verboten, vorn zu sein? Hm ... rätselhaft für mich.

Kann das evtl. jmd. mit Bildmaterial verdeutlichen?


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#12

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 18:10
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von S51
Ich kenne diesbezüglich nur ein Gerücht. 1983 wurde mir anläßlich verschiedener Schichten im Raum Scharfenstein öfter mal erzählt, dass aus einem feindwärts stehenden B-Turm irgendwann mal alle drei Mann sich einfach verabschiedet hatten. Nur die MPi sollen noch da gewesen sein. Aber ich wüßte nicht mal, wo dieser B-Turm gestanden haben soll und wann das passiert ist.


Feindwärts stehender B-Turm??
Feindwärts gab es Betonbunker, aber B-Türme!
Im Bereich des GR10 hat sich mal ein Fähnrich (GAK) in den 80er Jahren gen Westen gemacht.




Hallo TH
Bei uns gab es tatsächlich einen B-Turm feindwärts.
Er muß in der Nähe der Papierfabrik gestanden haben. (siehe gelben Bereich im Bildanhang)
Ich war nur einmal zu einer Einweisung so weit vorn, habe aber den Turm nicht gesehen.
Möglicherweise stand er im November 86 schon nicht mehr.
Ein Ehemaliger meiner Kompanie hat mir aber dessen Existenz bestätigt. Es war laut seiner Karte der Postenpunkt 97, dies war aber alles noch zu Zeiten der Bataillonsicherung Ende der 70iger Jahre.
Vielleicht hast Du ja in deinem Fundus noch genauere Informationen, speziell zum genauen Standort.
Allerdings denke ich, das es sich um einen runden B-Turm handelte.

Achtung ! Bachmitte Grenze !
Hier gab es mal ein Bild (fast ganz unten)
Wenn das wirklich im Eckertal aufgenommen wurde, könnte der B-Turm im Hintergrund unser mysteriöser Feindwärts-Turm sein.

Gruß Suentaler / jlp


PS: Von einer Geschichte, das sich da 3 Leute auf und davon gemacht haben, ist mir nichts bekannt.

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Karte Ilsenburg.jpg

[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#13

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 18:24
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von suentaler

Zitat von Thunderhorse

Zitat von S51
Ich kenne diesbezüglich nur ein Gerücht. 1983 wurde mir anläßlich verschiedener Schichten im Raum Scharfenstein öfter mal erzählt, dass aus einem feindwärts stehenden B-Turm irgendwann mal alle drei Mann sich einfach verabschiedet hatten. Nur die MPi sollen noch da gewesen sein. Aber ich wüßte nicht mal, wo dieser B-Turm gestanden haben soll und wann das passiert ist.


Feindwärts stehender B-Turm??
Feindwärts gab es Betonbunker, aber B-Türme!
Im Bereich des GR10 hat sich mal ein Fähnrich (GAK) in den 80er Jahren gen Westen gemacht.






Hallo TH
Bei uns gab es tatsächlich einen B-Turm feindwärts.
Er muß in der Nähe der Papierfabrik gestanden haben. (siehe gelben Bereich im Bildanhang)
Ich war nur einmal zu einer Einweisung so weit vorn, habe aber den Turm nicht gesehen.
Möglicherweise stand er im November 86 schon nicht mehr.
Ein Ehemaliger meiner Kompanie hat mir aber dessen Existenz bestätigt. Es war laut seiner Karte der Postenpunkt 97, dies war aber alles noch zu Zeiten der Bataillonsicherung Ende der 70iger Jahre.
Vielleicht hast Du ja in deinem Fundus noch genauere Informationen, speziell zum genauen Standort.
Allerdings denke ich, das es sich um einen runden B-Turm handelte.

Achtung ! Bachmitte Grenze !
Hier gab es mal ein Bild (fast ganz unten)
Wenn das wirklich im Eckertal aufgenommen wurde, könnte der B-Turm im Hintergrund unser mysteriöser Feindwärts-Turm sein.

Gruß Suentaler / jlp


PS: Von einer Geschichte, das sich da 3 Leute auf und davon gemacht haben, ist mir nichts bekannt.





Hi suentaler, S51.
Ja, Korrektur. Es gab da einige Türme die "feindwärts" bzw. im Bereich des GZI standen.
Hab mal die Daten überflogen.

Bevor ich die auf Karte übertrage, mit den anderen Sperranlagen wird erst das GR15 abgearbeitet.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 07.08.2010 18:25 | nach oben springen

#14

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 18:51
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von Sachse
Hallo nimmnix,

da ich nicht dort gedient habe, kann ich mir das von dir Geschriebene weder räumlich noch sachlich vorstellen.

Versteh mich bitte nicht falsch: ich zweifle nicht an deinen Aussagen, aber ich hab keine Vorstellung, dass man plötzlich sozusagen vorm Zaun ist, ohne eine Sperre überwunden od. eine Gasse passiert zu haben.

Und die Aussagen deiner Gefr./Posten vermag ich auch nicht zu deuten. Verboten, vorn zu sein? Hm ... rätselhaft für mich.

Kann das evtl. jmd. mit Bildmaterial verdeutlichen?

Angefügte Bilder:
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f8t1704p28598n1.jpg
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#15

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 19:00
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von Sachse
Hallo nimmnix,
da ich nicht dort gedient habe, kann ich mir das von dir Geschriebene weder räumlich noch sachlich vorstellen.
Versteh mich bitte nicht falsch: ich zweifle nicht an deinen Aussagen, aber ich hab keine Vorstellung, dass man plötzlich sozusagen vorm Zaun ist, ohne eine Sperre überwunden od. eine Gasse passiert zu haben.
Und die Aussagen deiner Gefr./Posten vermag ich auch nicht zu deuten. Verboten, vorn zu sein? Hm ... rätselhaft für mich.
Kann das evtl. jmd. mit Bildmaterial verdeutlichen?



Ich springe mal für nimmnix ein.
Im Bildanhang wird die Grenzsituation im Ilsenburger Abschnitt hoffentlich etwas deutlicher.
Die blaue Linie ist die eigentliche Grenze, in diesem Fall die Ecker.
Die beiden gelben Linien sind der alte Sperrzaun 1 und die rote Linie ist der neuere Signalzaun.
Wie Du siehst, endete der aus Richtung Brocken kommende Sperrzaun 1 hinter einer Lichtung plötzlich.
Und genauso endete auch der aus Richtung Abbenrode kommende, parallel zur Ecker verlaufende GZ1 kurz vor der Papierfabrik.
So gab es in diesem Bereich nur einen Zaun, den GSSZ.

Es wird auch ersichtlich, wie groß unser vorgelagertes Gebiet war. Vom letzten Sperrelement bis zur Grenze waren es so um 1,5 Km.
Wir Grenzer inklusive A-Gruppe handelten aber nur in dem schmalen Gebiet zwischen den Zäunen. An dieser "offenen" Stelle gab es auch nur ein Posten, der dort mehr oder weniger 8 Stunden in einer Stellung hockte.


Gruß Suentaler



Nun war Nimmnix doch schneller.

Angefügte Bilder:
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Abschnitt Ilsenburg.jpg

[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
zuletzt bearbeitet 07.08.2010 19:04 | nach oben springen

#16

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 19:10
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von suentaler

Zitat von Sachse
Hallo nimmnix,
da ich nicht dort gedient habe, kann ich mir das von dir Geschriebene weder räumlich noch sachlich vorstellen.
Versteh mich bitte nicht falsch: ich zweifle nicht an deinen Aussagen, aber ich hab keine Vorstellung, dass man plötzlich sozusagen vorm Zaun ist, ohne eine Sperre überwunden od. eine Gasse passiert zu haben.
Und die Aussagen deiner Gefr./Posten vermag ich auch nicht zu deuten. Verboten, vorn zu sein? Hm ... rätselhaft für mich.
Kann das evtl. jmd. mit Bildmaterial verdeutlichen?



Ich springe mal für nimmnix ein.
Im Bildanhang wird die Grenzsituation im Ilsenburger Abschnitt hoffentlich etwas deutlicher.
Die blaue Linie ist die eigentliche Grenze, in diesem Fall die Ecker.
Die beiden gelben Linien sind der alte Sperrzaun 1 und die rote Linie ist der neuere Signalzaun.
Wie Du siehst, endete der aus Richtung Brocken kommende Sperrzaun 1 hinter einer Lichtung plötzlich.
Und genauso endete auch der aus Richtung Abbenrode kommende, parallel zur Ecker verlaufende GZ1 kurz vor der Papierfabrik.
So gab es in diesem Bereich nur einen Zaun, den GSSZ.

Es wird auch ersichtlich, wie groß unser vorgelagertes Gebiet war. Vom letzten Sperrelement bis zur Grenze waren es so um 1,5 Km.
Wir Grenzer inklusive A-Gruppe handelten aber nur in dem schmalen Gebiet zwischen den Zäunen. An dieser "offenen" Stelle gab es auch nur ein Posten, der dort mehr oder weniger 8 Stunden in einer Stellung hockte.


Gruß Suentaler



Nun war Nimmnix doch schneller.





D A N K E SUENTALER für deine ausführung


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#17

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 07.08.2010 23:20
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Hi suentaler, S51.
Ja, Korrektur. Es gab da einige Türme die "feindwärts" bzw. im Bereich des GZI standen.
Hab mal die Daten überflogen.

Bevor ich die auf Karte übertrage, mit den anderen Sperranlagen wird erst das GR15 abgearbeitet.

TH
[/quote]

Hallo, TH.
Da freue ich mich schon drauf !


Theo 85/2


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#18

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 08.08.2010 00:40
von Sachse (gelöscht)
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D.h. die Füst stand sozusagen schon "feindwärts"? Oder hab ichs ohne Brille (die ich normalerweise noch nicht brauche) nur falsch gesehen?
Nee, oder?

Und der Posten stand sozusagen vor gar keinem Zaun, wenn er am auf dem Bild unteren Teil der gelben Linie ankam?
Wenn ja, waren das alles AO 13/81-Posten? Eigentlich hätten sie es ja sein müssen, oder?


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#19

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 08.08.2010 07:02
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Sachse
D.h. die Füst stand sozusagen schon "feindwärts"? Oder hab ichs ohne Brille (die ich normalerweise noch nicht brauche) nur falsch gesehen?
Nee, oder?

Und der Posten stand sozusagen vor gar keinem Zaun, wenn er am auf dem Bild unteren Teil der gelben Linie ankam?
Wenn ja, waren das alles AO 13/81-Posten? Eigentlich hätten sie es ja sein müssen, oder?



Nein, nicht ganz. Die Füst stand am Zaun 1 (gelbe Linie), der aber weiter unten im Wald anfing, während der von Stapelburg kommende Zaun 1 (andere gelbe Linie) versetzt auch im Wald einfach aufhörte. Freundwärts war dann nur noch der GSSZ (rote Linie). Wobei ich mir bei diesem nicht so sicher bin, ab wann es ihn bis zu welchem Punkt gab. Es ist freilich schon lange her, doch meine ich, dass zu meiner Zeit dort, also bis zum Juli 1983, der GSSZ nur bis knapp oberhalb Süntal ging. Dann gab es nur noch den Zaun 1 bis zum kleinen Brocken hinauf.
Posten 13/81? Offiziell eigentlich nicht aber tatsächlich schon. Die Posten im jeweiligen Abschnitt waren ja relativ dünn gesetzt. Am Zaun 1 immer so drei bis fünf Postenpunkte plus kleine und große KS. Zumindest, wer KS mitgelaufen ist, kannte die Verhältnisse und wusste, warum Potjomkin nicht weit weg war... Wer im Hinterland handelte hatte eigentlich keine Ahnung was vorne Sache war, bestätigte GAK mal ausgenommen.
Als es noch die 501 von Norden bis Stapelburg gab, kursierte bei Alarmen immer so ein absolut nicht gern gehörter Satz: "Idi, konnte der nicht einfach schräg durchlaufen - hätte keinen gestört!"
Der Schierker Abschnitt war freilich noch einen Zahn "schärfer". Man muss aber auch sagen, dass all diese Details ausser in den sichernden Kompanien kaum bekannt waren. Wir haben uns nur immer amüsiert, wenn in den Medien von der so super ausgebauten Grenze die Rede war. Da war immer der Gedanke "Wenn ihr wüßtet..."


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#20

RE: Fahnenfluchten bei AO13/82

in DDR Staat und Regime 08.08.2010 08:27
von Anton | 156 Beiträge

Hallo S51,
die so >>super ausgebaute Grenze<< bestand ja nicht nur aus Grenzzäunen und Soldaten sondern auch aus vielen restriktiven Maßnahmen, die vor allen die Menschen trafen, die in dem Sperrgebiet und dem dazugehörigen Grenzkreis wohnten. Ich erinnere einmal in diesem Zusammenhang an das (Un-)Wesen der Transportpolizei (Trapo), die beispielsweise alleinreisende junge Männer mit gültiger Fahrkarte nur auf Verdacht hin verhaftete, weil sie wenig Gepäck (Rucksack) dabei hatten und sich einem Grenzkreis näherten.
So ist es meinem Onkel geschehen, der bis Halberstadt mit dem D-Zug fahren wollte und in Aschersleben den Zug gegen seinen Willen verlassen mußte, um "zugeführt" zu werden.

VG Anton



zuletzt bearbeitet 08.08.2010 08:32 | nach oben springen



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