#21

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 04.08.2010 18:54
von Weichmolch (gelöscht)
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So diesem Thema gibt es ein sehr interessantes Buch: "Die Billiglüge"
http://www.amazon.de/Die-Billig-L%C3%BCg...r/dp/3426273713

Ich las es vor ca. 1,5 Jahren. Sehr gut recherchiert und lesbar.

Der Weichmolch


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#22

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 04.08.2010 19:29
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von werner
Wer sparen will, muss Geld haben. [...] Die teuersten Produkte müssen aber nicht zwangsläufig die besten sein



Im Schwabenland hörte ich mal: 'Spare lernet mo von de Reiche.'
Yep, die Kunden kenne ich auch, die ihre Probleme mit der Geldkeule totschlagen wollen. Und meistens sind das auch die Unangenehmsten. Geld ist nur eine Möglichkeit, Access zu bekommen. Aber gewiß die Schlechteste. Ein Zuhälter erklärte mir mal, 'Mit Geld kann man (fast?) alles wieder gut machen. Mehr aber nicht.'
Den Rifkin hatte ich schon mal erwähnt, Stellenausschreibung


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#23

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 12:13
von werner | 1.591 Beiträge

94, was Du für Leute kennst . . .
Aber recht hat er, man kann "fast alles " wieder gut machen. Mit der Kohle wird schön das Maul gestopft. Unglücklicherweise wächst das Maul bei jedem Mal stopfen . . . .
Und die Lebensmitteldiscounter füttern ihre Leute schon nicht schlecht. Ob das diesen Lohnsklaven aber auf Dauer reichen wird als Schmerzensgeld? Aber da muss KiK erst einmal hinkommen.

Heute reicht es nicht mehr, seine Leute einfach anzubrüllen, man muss sie motivieren! (Ad Libitum Nr.9)
Da es ein Spruch zu DDR Zeiten war, ist an dieser Stelle mit motivieren ganz sicher nicht Geld gemeint.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#24

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 13:54
von Harsberg | 3.245 Beiträge

Ich gehe da einkaufen, wo es für mich am günstigsten ist, Zeit zum auswählen habe ich ja genug, beim genannten, KIK, kaufe ich nur für die Enkel, weil das Zeug eh nur eine gewisse Zeit hält.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#25

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 16:02
von VNRut | 1.483 Beiträge

Ich habe mich gestern Abend den ARD-Exclusiv Bericht "Die KIK-Story" * angesehen und war mächtig schockiert über die Machenschaften des skrupellosen Unternehmers der Firma "KIK".

Es kamen nicht nur die Datenschutzverletzungen (Ausspähen von Finanzen der Mitarbeiter und Jagd auf arme Mitarbeiter durch technische Überwachung / Privatdetektive) zur Sprache - was ich leider selbst schon in unseren Ort beobachten konnte, als sich eine Bereichsleiterin der Firma "KIK" kurz vor Ladenschluss auf die Lauer legte um ihre Kollegen mit Taschenkontrollen zu drangsalieren.

Auch das Verbot von Betriebsräte bzw. Gewerkschaft mit sofortiger Kündigung der gesamten Filialen-Belegschaft und die Unterwanderung der Mindestlöhne mit Dumpinglöhne wurde angesprochen.

Am meisten hat mich die Situation und Hilflosigkeit der Produktionsarbeiter und -innen in den Slums von Bangladesch*² erbost. "KIK" lässt in einen der ärmsten Länder der Welt ihre Ware produzieren und speist die Menschen mit Dumpinglöhne ab, die noch nicht mal für den Lebensunterhalt (Essen und Wohnen) reichen. Die Geschichte vom kranken und fast verhungerten Bruder einer Näherin, der wegen Geldmangels keinen Arzt aufsuchen konnte, hat mich als Europäer sehr beschämt. Siehe Video**

Da klingt die Botschaft der Firma "KIK" über ihre Verantwortung*³ gegenüber ihren Mitarbeitern wie Hohn.

Auch die Werbeikone Verona Pooth (Feldbusch) mit den Slogan "Besser als wie man denkt" sollte sich schämen, für diese Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden sich herzugeben.

* http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~...piiryili~cm.asp

http://de.wikipedia.org/wiki/Bangladesch

http://www.kik-textilien.com/de/ueber-kik/verantwortung/

** http://mediathek.daserste.de/daserste/se...yId=&goto=&show=

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 05.08.2010 19:27 | nach oben springen

#26

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 21:01
von VNRut | 1.483 Beiträge

PS: Es geht auch anders. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal in Vietnam und dürfte dort eine Bekleidungsfabrik in der Nähe von Hanoi von innen (illegal *lach*) bestaunen. Dort hat meine Luyen selbst einige Jahre genäht, bevor Sie als Vertragsarbeiterin in die DDR kam. Aber solche Misstände wie im Film in Bangladesch konnte ich nicht feststellen. Die Fabrikhalle war hell und freundlich gestaltet, dies spiegelte sich auf den Mitarbeitern nieder. Die Näherinnen bekommen einen guten ortstypischen Lohn ausgezahlt und konnten gut von Leben. Wir besuchten einige ihrer ehemalige Kolleginnen und konnten uns selbst überzeugen.

Die Produkte der Firma gehen nach Europa, Amerika, Asien - also rund um den Erdball. Die Unternehmen der Stadt spülten genug Gelder in die Stadtkasse und man konnte den Aufschwung förmlich sehen. Es wurde überall neu gebaut - Wohnsiedlungen, Kulturzentren, Sony- bzw. Panasonic-Center (5-6 stöckige Kaufhäuser), neue Industriegebiete durchzogen mit neuen sechsspurige Straßen und Bahngleisen.

Aufschwung Pur - Dank China und Japan und der weltweiten Globalisierung.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 05.08.2010 21:04 | nach oben springen

#27

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 21:59
von Altermaulwurf (gelöscht)
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es ist typisch, dass sich das kollektive Gewissen des Volkes nicht gegen KIK und Co aufbaut

Langsam sind immer mehr weichgespült und warmgeduscht

Gegen solche Machenschaften gehört es auf breiter Front gegen vorgegangen, aber außer Sprüchen kommt von den gekauften Gewerkschaften ja nix..............


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#28

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 22:40
von enrico (gelöscht)
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was soll denn bei kik eine gewerkschaft machen???wenn dort nichtmal zugelassen wird das es einen betriebsrat gibt???im übrigen waren zu anderen zeiten in deutschland gewerkschaften nicht "gekauft" aber doch zumindest der staatsführung hörig
ich steh selber fast jeden tag an verschiedenen standorten im bundesgebiet in einem höherpreisigen und auch höherwertigen textilladen. das problem sind nich die leute die nicht das geld haben etwas hochwertiges zu kaufen, das problem ist das den leuten weißgemacht wird "geiz ist geil". wenn bei mir leute mit pelzen und von oben bis unten mit klunkern geschmückt (übertrieben ausgedrückt) ankommen und versuchen einen schon extrem reduzierten preis noch zu drücken da fällt mir nix mehr ein....wie schon von vrnut geschrieben gibt es auch in asien hersteller die zu annehmbaren bedingungen produzieren..das kostet dann eben etwas mehr, merkt man aber auch meistens an der qualität. mit fällt da das beispiel ein wo vor ein paar jahren leute für 99 euro eine woche halbpension türkei gebucht hatten und sich dann wunderten das die reisegesellschaft pleite war und sie nicht mehr zurück kamen...


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#29

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 05.08.2010 22:53
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Zitat von enrico
was soll denn bei kik eine gewerkschaft machen???wenn dort nichtmal zugelassen wird das es einen betriebsrat gibt???......................



Gewerkschaften sind noch überall zugelassen. Auch Betriebsräte können nicht verboten werden...........................

Bei solchen Unternehmenspraktiken gehört der Laden zugestellt, mit fragenden Kunden zugemüllt, die Kasse blockiert, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, man muss es nur machen......................bzw den Mut dazu haben, aber wie gesagt mit gekauften Gewerkschaften und den Warmduschern in unserer Gesellschaft..........................Gute N8 Deutschland.


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#30

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 00:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mike59
Schau dir mal die Preise an, dazu kommt noch der Transport aus Asien und dann stell dir mal vor was die Kinder in Asien dann für einen Lohn bekommen. Oder auch nicht bekommen.
Schuld ist allerdings nicht der Discounter sondern der Kunde. Der Diskounter bedient nur die Wünsche seiner Kundschaft!
Der Konsument ist ja immer auf der Suche nach dem Schnäppchen - viele können auch nicht anders, das ist mir auch bekannt.

Mike59


Mittlerweile hat ein Großteil der Kunden gar keine andere Wahl, als bei Kik & Co einzukaufen. Denn die Kohle fehlt.


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#31

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 07:25
von a1 otti | 188 Beiträge


Leute, ihr regt euch alle auf, dass KIK in Billiglohnländern einkauft und dort die Bedingungen unmenschlich sind (sind sie auch, keine Angst, ich negiere das nicht)
Aber schaut euch doch mal in euren Wohnzimmern um, seht mal vor die Tür, was da für ein Auto steht usw....
Meint ihr wirklich, dass die dort drin verbauten Teile alle "teuer" produziert sind und die Arbeiter, die sie herstellen zu (im europäisch/deutschen Maßstab gesehen) zu akzeptablen Bedingungen schaffen??? Macht die Augen auf, selbst im Daimler, BMW, Porsche, VW.... und auch in der teuren Elektronik steckt überall Technik drin, die in Fernost produziert wird. Viele Fahrzeuge werden gar komplett dort gebaut und dann nach Europa verschifft.
Und auch die Teile, die hier in Deutschland produziert werden, werden oftmals von kleineren Betrieben mit Leasingarbeitern gefertigt und die Bedingungen dort müsst ihr euch mal ansehen, die sind auch nicht viel schlimmer, als die, welche die KIK-Mitarbeiter haben... (ich weiß, wovon ich rede, meine Frau war drei Jahre lang Leiharbeiter in einer Galvanik - Chromteile für Luxus-PKW alá Bentley, Daimler, Audi etc...)

Und wenn die Qualität bei KIK auch nicht so toll ist, wenn ich ein Teil für 1 oder 2 Euronen bekommen kann, was meinethalben drei, vier Monate hält... was soll's. Und die Abendgarderobe oder den schicken Zweireiher werd ich sicher nicht dort kaufen.

So, habe fertig

Ralf



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#32

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 08:24
von Svenni1980 | 672 Beiträge

Hallo Leute,

ich mein mir geht es auch gegen den Strich was bei KiK, Lidl etc. passiert. Aber man hat meistens nicht die Wahl. Hier bei uns stöhnen die Einzelhändler in der Fussgängerzone, es wird zu wenig gekauft, aber wenn ich mal in das Schaufenster eines alteingesessenen Modehauses hier in Bad Driburg schaue wird mir Angst und Bange. Die Boxershort für 29,99€, die Hose 129,90€ und so weiter. Im Kommunalwahlkampf hier im letzten habe ich das auch hier immer zur Sprache gebracht. Was wir denn hier in Bad Driburg gegen den Leerstand tun wollen. Ich habe dann immer entgegnet, wenn die Einzelhändler nix an Ihrer Preispolitik tun, gar nichts. Da ist die Partei mit dem gelben Sonnenschirm (FDP) 50m weiter für zuständig. Ich werde schon wieder politisch.

Worauf ich hinaus will ist, gerade auf dem Land wo einfach die Alternativen fehlen, zum "richtigen" Einkaufen stolpert man zwangsläufig über KiK & Co. Auch bei Lebensmitteln siehts hier nicht anders aus. Die beiden einzigen Supermärkte hier sind REWE und Jibi (Warenhandelsgenossenschaft). Die Discounter kommen da schon häufiger vor, Lidl, Aldi, Penny und Netto.

Wir kaufen unsere Kleidung auch bei KiK, meine Frau und ich, weil wir es uns nicht leisten können mit teurer Kleidung rumzulaufen. Aber ich würde gerne mal ne Lee-Jeans oder ein S.Oliver T-Shirt tragen, das ist aber nicht drin.


Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!
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#33

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 09:20
von Wilfried (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Angelo
Was macht Kik denn ? Also ich gehe da immer gerne einkaufen denn......nur naggisch ist billiger


Aber mal im ernst.........die sind nicht schlimmer wie Lidl,Schlecker und co............. wer billig verkkaufen möchte muß ja irgendwo ansetzten oder ? Und mir als Verbraucher kommt das ja nur zu gute......muß da ja nicht arbeiten



Schon einmal was von einem sozialen Gewissen gehört das man haben sollte?


Genau aus diesem Grund meide ich solche extremen Billigläden wie KIK, Penny, Aldi usw. Was dort mit dem Personal passiert ist unter aller Sau. Sowas unterstütze ich nicht, um mir hochgerechnet im Monat vielleicht max. 75€ im Gegensatz zu anderen Lebensmittelläden zu sparen. KIK meide ich ebenfalls aber schon allein aus dem Grund, dass ich dort gar keine Sachen finden würde. Selbst wenn es dort Anzüge o.ä. geben sollte werden sie aus schlechtem Stoff bestehen und eine miese Qualität aufweisen. Wer im Sommer täglich Anzug trägt weiss auch was ich meine und versteht dann auch Qualität zu schätzen und die ist nun mal nicht für 100€ bei KIK zu haben.



Super Einstellung @Angelo genau deshalb kann das Großkapital die Menschen auch so schön manipulieren und ausnutzen ohne Angst haben zu müssen. Geht mich doch nichts an und betrifft nur die anderen, tolle Gesellschaft in diesem Land.
Da fällt mir immer sofort das Zitat von Martin Niemöller ein, hier für Dich einmal zum Nachdenken.


„Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.“




Hallo Feliks,
das gerade du ein Zitat eines Theologen bringst, wundert mich aber doch. Der Theologe Niemöller, welcher zur bekennenden Kirche gehörte hat aber auch am 25.01.1959 in seiner "Kasseler Rede" folgendes gesagt: „Denn sie wissen, was sie tun! Krieg ist gegen den Willen Gottes. Nun ja, das ist viel gesagt und gar nichts getan. Mord ist auch gegen den Willen Gottes. Aber damit, dass ich das feststelle und Morde nicht verhindere, habe ich eben noch gar nichts getan. Und damit ist heute die Ausbildung zum Soldaten die Hohe Schule für Berufsverbrecher. Mütter und Väter sollen wissen, was sie tun, wenn sie ihren Sohn Soldat werden lassen. Sie lassen ihn zum Verbrecher ausbilden.“

Was sagst du denn dazu?


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#34

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 09:34
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

ist nun wieder ot.paßt aber zum beitrag von @wilfried(siehe anhang) seit wann wird ein soldat automatisch zum berufsverbrecher?


Dateianlage:
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#35

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 10:41
von VNRut | 1.483 Beiträge

Zitat
Zitat Svenni1980: Hier bei uns stöhnen die Einzelhändler in der Fussgängerzone, es wird zu wenig gekauft, aber wenn ich mal in das Schaufenster eines alteingesessenen Modehauses hier in Bad Driburg schaue wird mir Angst und Bange. Die Boxershort für 29,99€, die Hose 129,90€ und so weiter. Im Kommunalwahlkampf hier im letzten habe ich das auch hier immer zur Sprache gebracht. Was wir denn hier in Bad Driburg gegen den Leerstand tun wollen. Ich habe dann immer entgegnet, wenn die Einzelhändler nix an Ihrer Preispolitik tun, gar nichts.



@Svenni, Du muss auch man die Seite der Einzelhändler verstehen. Warum sind die Preise oftmals höher als beim Discounter?

1. Der Einzelhändler kommt nicht an den Einkaufspreis einer Handelskette heran - Ursache bekannt: Produktion in Drittländer, kein Zwischenhändler (Großhandel)

2. Die Spirale der Gewerbe-Kosten für Energie (Strom, Heizung), Gewerbeversicherungen (Haftpflicht, Glas, Diebstahl, Brand, Fahrzeug etc.), Krankenkassen, IHK, Berufsgenossenschaften, Banken (Kontengebühr), Gewerbesteuern (Grundstück, Umsatz), Ladenmieten, Personalkosten, Rechts- und Steuerhilfebüro etc. steigen ständig, aber....die Armut der Kunden wächst und ihr Einkaufsverhalten hat sich änderte durch Rabatt-Schlachten wie "Geiz ist Geil" etc. (Ich kann dies den Kunden nicht verdenken)

3. Aber der Einzelhändler muss mit weniger Umsätze seine Kosten bezahlen und auch einen gewissen Gewinn ansparen für notwendige Investitionen (Neuanschaffungen) bzw. erhöhte Personalkosten - was den Einzelhändler immer schwerer fällt bzw. gar nicht mehr möglich ist

4. Banken verwehren den Kleinunternehmen jede Form von Krediten, aber Großunternehmen werden großzügig unterstützt

5. Schuld mit an der Misere ist auch der Bund, das Land und die Kommunen mit ihren "ständigen Schulden machen" durch unüberlegte und verschwenderische Investitionen und den daraus erhöhte Abgabezwang von irrsinnigen Steuern.

6. Warum ließ man die Discounter auf der grünen Wiese neu bauen und die Stadtzentren vertrocknen?

@Svenni, wir haben selbst (noch) ein kleines Textil-Geschäft und ich weiß von was ich spreche. Die Textilbranche ist seit Jahren ein hart umkämpfter Markt und durch die Euro-Einführung und der weltweiten Globalisierung nicht besser geworden.

Gruß aus der Magdeburger Börde

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#36

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 11:00
von wosch (gelöscht)
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Zitat von VNRut


@Svenni, wir haben selbst (noch) ein kleines Textil-Geschäft und ich weiß von was ich spreche. Die Textilbranche ist seit Jahren ein hart umkämpfter Markt und durch die Euro-Einführung und der weltweiten Globalisierung nicht besser geworden.

Gruß aus der Magdeburger Börde

VN_Rut



Hallo VNRut!
Ich lese auch hier aufmerksam mit,
bitte verstehe jetzt meine Frage nicht falsch, mich würde interessieren, ob in Eurem kleinen Textilgeschäft waren aus Vietnam gehandelt werden? Um eines Klarzustellen, auch ich finde die Praktiken in Bezug auf "Produktion im Ausland und Umgang mit den Mitarbeitern" bei den großen Discountern hier nicht gerade vorbildlich und kaufe, wie Millionen Anderer, trotzdem bei ihnen ein. Bei "Kik" war ich allerdings nur ein einziges Mal, mir sagt da das Sortiment nicht zu!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#37

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 11:50
von Musiker12 | 822 Beiträge

Egal wo ich meine Klamotten kaufe, ich weiß fast nie wo sie produziert werden. Ich bin so bescheuert und kaufe nur in Boutiqen, schei.... teuer und es hält auch nicht lange.
Lebensmittel muss ich nicht bei Käfers kaufen, das geht auch bei Feinkost Aldi. Da falle ich nicht auf zwischen den S-Klasse Mercedes und Porsche.

Aber mal Spaß beiseite. Ich kann dem Verbraucher der es sich nicht leisten kann keinen Vorwurf machen wenn er bei Kik und CO einkaufen geht. Wenn der Geldbeutel nicht mehr her gibt bleibt keine andere Wahl. Und wie schon ein anderer User geschrieben hat, was in unseren teueren Karren alles so drinnen steckt und wo es produziert wird, wer fragt denn schon danach. Bei Blaupunkt z.B. glaubt man ein deutsches Produkt zu kaufen. Weit gefehlt.

Die Frage ist, wie kann man etwas ändern. Mindestlohn? Wird nicht funktionieren. Boykott der Discounter? Können sich viele nicht leisten.

Was wird denn bemängelt? Die Herkunft der Ware? Die Bezahlung der Mitarbeiter? Die Überwachung der Mitarbeiter?
Wie betreist erwähnt was in den Produnkten "Made in Germany" drinnen steckt wissen wir eher nicht und fragen wohl auch kaum danach. Die Bezahlung wäre besser, könnten es sich mehr Konsumenten leisten auch mehr auszugeben. Überwachung der Mitarbeiter, da muss ich gestehen, ich gehöre zu den Arbeitgebern die ihre Mitarbeiter ständig überwachen (@ Wosch, hierzu bitte keine Kommentare denn da fehlt Dir das Hintergrundwissen und nein, es hat nichts mit dem zu tun was Du jetzt denkst) weil ich genau weiß, überwache ich nicht werde ich ständig betrogen.

Liegt es am System? So wird es wohl sein, aber was will man ändern? Wirkliche Ideen konnte ich den vorangegangenen Beiträgen nicht entnehmen und ich habe auch keine. Leider.



zuletzt bearbeitet 06.08.2010 11:54 | nach oben springen

#38

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 12:15
von VNRut | 1.483 Beiträge

Hallo Wosch,
wir kaufen unsere Textilware meist in den ASIA-Großhandelsmärkten in Magdeburg (2), Leipzig und seltener in Berlin ein. Die Ware kommt zum größten Teil aus Vietnam (vietnamesische Großhändler pflegen mit ihren ehemaligen Heimatorten Handelsbeziehungen), aber auch Ware aus Polen, Pakistan, Türkei, China etc. wird von Großhändlern vieler anderer Nationalitäten dort angeboten.

Bei Bedarf z.Bsp. bei bestimmte Bestellungen beziehen wir unsere Ware von Fashion, Metro, Fegro/Sellgros und andere Textil-Großhändler und Versandhändler.

Unser Standort ist eine Kleinstadt mit c.a. 3.700 Einwohner (1989 fast 6.000 Einwohner) und dem Discounter "KIK" als größten Konkurrenten. Durch seinen Preiskrieg zogen sich im letzten Jahr mehrere Unternehmen wie "Ernsting´s Family", Jeans-Shop, Mode-Boutiquen u.a. zurück oder gingen in Konkurs (Insolvenz). Dazu kommt die Nähe (30km) zur Landeshauptstadt Magdeburg und der Drang der Kunden in Konsumtempeln und Einkaufsparks auf der grünen Wiese zu kaufen. So freuen wir uns über jeden alten Stammkunden der uns noch treu geblieben ist und versuchen mit Dienstleistungen (Bringe- und Holedienste für Waren und ältere Personen) zu Punkten.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#39

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 13:05
von wosch (gelöscht)
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[quote="Musiker12"] Überwachung der Mitarbeiter, da muss ich gestehen, ich gehöre zu den Arbeitgebern die ihre Mitarbeiter ständig überwachen (@ Wosch, hierzu bitte keine Kommentare denn da fehlt Dir das Hintergrundwissen und nein, es hat nichts mit dem zu tun was Du jetzt denkst) weil ich genau weiß, überwache ich nicht werde ich ständig betrogen.

Rüdiger, hättest du meinen Namen nicht erwähnt hätte ich geschwiegen!! Aber da du mir das Hintergrundwissen bezüglich Deines Berufszweiges absprichst, muß ich mich einfach erklären!
Ich bin, ist schon lange her, mehr als 20 Jahre jeden Tag mit ´nem Taxi bzw anderen Mietwagen gefahren. Ich kannte so gut wie alle Fahrer hier in Kassel und die kannten mich auch. Es wurde gefahren, mit und ohne Uhr und nicht umsonst wurden von den Unternehmern technische Sachen eingebaut, die diesen Betrügereien ein Ende machen sollten. Gerade in diesem Bereich wurde von einigen Fahren der Arbeitgeber beschissen und ich denke, auch heute finden sich immer noch "schwarze Schafe" die in die eigene Tasche einfahren lassen. Rüdiger, ich gebe Dir in diesem Zusammenhang absolut recht, wenn Du den Leuten die für Dich fahren, so auf die Finger schaust, daß für dich auch noch was übrig bleibt!! Wenn du das nicht machen würdest, wärst Du das, für den mich viele halten mögen!! Bist du mir nun böse, daß ich Deinem Wunsch zu Schweigen, nicht entgegen gekommen bin? Ich denke doch nicht!!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 06.08.2010 13:07 | nach oben springen

#40

RE: "Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters".

in Themen vom Tage 06.08.2010 13:10
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von VNRut
Hallo Wosch,
wir kaufen unsere Textilware meist in den ASIA-Großhandelsmärkten in Magdeburg (2), Leipzig und seltener in Berlin ein. Die Ware kommt zum größten Teil aus Vietnam (vietnamesische Großhändler pflegen mit ihren ehemaligen Heimatorten Handelsbeziehungen), aber auch Ware aus Polen, Pakistan, Türkei, China etc. wird von Großhändlern vieler anderer Nationalitäten dort angeboten.

Bei Bedarf z.Bsp. bei bestimmte Bestellungen beziehen wir unsere Ware von Fashion, Metro, Fegro/Sellgros und andere Textil-Großhändler und Versandhändler.

Unser Standort ist eine Kleinstadt mit c.a. 3.700 Einwohner (1989 fast 6.000 Einwohner) und dem Discounter "KIK" als größten Konkurrenten. Durch seinen Preiskrieg zogen sich im letzten Jahr mehrere Unternehmen wie "Ernsting´s Family", Jeans-Shop, Mode-Boutiquen u.a. zurück oder gingen in Konkurs (Insolvenz). Dazu kommt die Nähe (30km) zur Landeshauptstadt Magdeburg und der Drang der Kunden in Konsumtempeln und Einkaufsparks auf der grünen Wiese zu kaufen. So freuen wir uns über jeden alten Stammkunden der uns noch treu geblieben ist und versuchen mit Dienstleistungen (Bringe- und Holedienste für Waren und ältere Personen) zu Punkten.

Gruß VN_Rut



Danke Dir für Deine Antwort und wünsche Euch, viel Erfolg bei Eurer Tätigkeit!
Schönen Gruß aus Kassel.


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