#21

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 20.07.2010 20:56
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Greso
Hundemeute die frei an der Grenze läuft und Flüchtlinge jagt,kenne ich auch nicht und ne Hatz mit Hunden auf Menschen auch nicht.
Es wurde schon mit Hunden nach Grenzverletzern gesucht,aber immer mit Suchleine.PS. Diese Ecke war mal mein Revier,nur über den Hügel.
Greso




Hundemeuten kamen zum Einsatz.

Für die GT war dies u.a. in der A 018-1-004, Diensthundewesen sowie im Handbuch für Diensthundeführer geregelt.





Ja, aber nicht im normalen Einsatz. Gedacht waren die Hundemeuten für das Aufbringen bewaffneter Grenzverletzer um unnötige Verluste zu vermeiden. Mir sind solche Hundemeuten auch persönlich bekannt geworden, sie waren aber schwierig und aufwändig in der Ausbildung.
Ich hatte heute mit jemanden sehr Kompetenten dazu schon telefonisch Kontakt und werde ihn wohl im Laufe dieses Jahres mal besuchen weil er sich telefonisch dazu nicht äußern möchte.
Ich werde gegebenfalls mit dessen Zustimmung hier dazu berichten.

Gruß AMW


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#22

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 20.07.2010 21:01
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Greso
Hundemeute die frei an der Grenze läuft und Flüchtlinge jagt,kenne ich auch nicht und ne Hatz mit Hunden auf Menschen auch nicht.
Es wurde schon mit Hunden nach Grenzverletzern gesucht,aber immer mit Suchleine.PS. Diese Ecke war mal mein Revier,nur über den Hügel.
Greso




Hundemeuten kamen zum Einsatz.

Für die GT war dies u.a. in der A 018-1-004, Diensthundewesen sowie im Handbuch für Diensthundeführer geregelt.




Hallo Thunderhorse,habe ich nicht abgestritten,das es Hundemeuten gab!!Aber sicher nicht mit Absicht auf Menschen gehetzt,denen danach die Gedärme raushingen.Und diese Dienstvorschrift(Handbuch für Hundeführer) war erst 1975 wirksam.
Ich war 1965 an der Grenze.
Gruß Greso


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#23

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 20.07.2010 21:14
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Greso
Hundemeute die frei an der Grenze läuft und Flüchtlinge jagt,kenne ich auch nicht und ne Hatz mit Hunden auf Menschen auch nicht.
Es wurde schon mit Hunden nach Grenzverletzern gesucht,aber immer mit Suchleine.PS. Diese Ecke war mal mein Revier,nur über den Hügel.
Greso




Hundemeuten kamen zum Einsatz.

Für die GT war dies u.a. in der A 018-1-004, Diensthundewesen sowie im Handbuch für Diensthundeführer geregelt.





Ja, aber nicht im normalen Einsatz. Gedacht waren die Hundemeuten für das Aufbringen bewaffneter Grenzverletzer um unnötige Verluste zu vermeiden. Mir sind solche Hundemeuten auch persönlich bekannt geworden, sie waren aber schwierig und aufwändig in der Ausbildung.
Ich hatte heute mit jemanden sehr Kompetenten dazu schon telefonisch Kontakt und werde ihn wohl im Laufe dieses Jahres mal besuchen weil er sich telefonisch dazu nicht äußern möchte.
Ich werde gegebenfalls mit dessen Zustimmung hier dazu berichten.

Gruß AMW




Hundemeuten konnten bei Bedarf zu jeder Zeit eingesetzte werden.
Unabhängig ob der Flüchtling (GV) bewaffnet war oder nicht.
Einsatzraum im Schutzstreifen aber auch freundwärts des Hinterlandzaunes.
Anordnung je nach Räumlichem Einsatzgebiet, durch den Kdr des GB, dem Kdr GR und außerhalb des Grenzgebietes durch den Kommandeur des GK. Außerhalb des Schutzstreifens in Absprache mit der VP und dem MfS.
Einschränkungen gabs grundsätzlich nur bei schlechten Sichtverhältnissen und bei hoher Schneedecke.

Es gab mindestens einen Fall, wimre, bei dem eine unbeteiligte Person zu Schaden kam, getötet wurde.

Regards.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 20.07.2010 21:15 | nach oben springen

#24

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 20.07.2010 22:23
von moreau | 384 Beiträge

@Thunderhorse
Thema: Hundemeute
Bei dem einzigen Fluchtversuch bei dem ich am K6 in der Abrieglung lag, da hieß es auch am Anfang die Hundemeute wird eingesetzt. Aber dem war dann letztendlich nicht so. Es wurde lieber ein Hundeführer mit Suchhund und ein Trupp Grenzer als Begleitung hinterher geschickt. Warum? Weil die Hundemeute sehr schnell außerhalb des Kommandobereichs ihrer Führer gewesen wäre und somit nicht steuerbar und demzufolge eine zu große Gefahr für die eigenen Kräfte darstellte. Die Viecher sollten alles angreifen was ihnen vor die Schnauze kommt. Als ich die Meute hörte, habe ich das erste und letzte mal meine Waffe durchgeladen und auf Dauerfeuer gestellt . Mein Paul genauso. Sicher war sicher. Ich liebe Hunde, aber bei denen mußte man´s nicht übertreiben.

Thema Schußwaffe
Du kannst meine geschriebenen Worte wirlklich wörtlich nehmen. Wir wurden tatsächlich angehalten einen GV ohne Einsatz der Schußwaffe festzunehmen. Du must bedenken, wenn ein GV in Waffenreichweite gesichtet wird dann sind das max 500m und da kann mann schon mal Fersengeld geben. Das Problem des GV ist das teilweise unwegsame Gelande im rechten Winkel zur Grenze, wobei der GP parallel zur Grenze auf einen ebenen Kolonenweg sich bewegen kann. Der GV hat dann noch den KFZ-Sperrgraben und einen 2-3m hohen Streckmetallzaun vor sich. Warum soll also der GP den GV direkt unter Feuer nehmen.
Was hilfreich wäre, ist eine Salve vor ihm in den Dreck zusetzen um ihn in Deckung zudrücken (Zeitgewinn) oder zur Aufgabe zubewegen. Ich schätze mal 99% der GV haben dann nicht mehr die Nerven weiterzumachen.
Das z.B. ist ein Szenario was uns vorgestellt wurde. Ich muß dazu sagen das in dem Abschnitt wo ich war es nur 2 Stellen mit 500m Sicht gab . Die Regel war so um die200-300m, weil sehr verwinkelt und bergig.

War das hilfreich?

moreau


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#25

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 21.07.2010 21:14
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von moreau
@Thunderhorse
Thema: Hundemeute
Bei dem einzigen Fluchtversuch bei dem ich am K6 in der Abrieglung lag, da hieß es auch am Anfang die Hundemeute wird eingesetzt. Aber dem war dann letztendlich nicht so. Es wurde lieber ein Hundeführer mit Suchhund und ein Trupp Grenzer als Begleitung hinterher geschickt. Warum? Weil die Hundemeute sehr schnell außerhalb des Kommandobereichs ihrer Führer gewesen wäre und somit nicht steuerbar und demzufolge eine zu große Gefahr für die eigenen Kräfte darstellte. Die Viecher sollten alles angreifen was ihnen vor die Schnauze kommt. Als ich die Meute hörte, habe ich das erste und letzte mal meine Waffe durchgeladen und auf Dauerfeuer gestellt . Mein Paul genauso. Sicher war sicher. Ich liebe Hunde, aber bei denen mußte man´s nicht übertreiben.

Thema Schußwaffe
Du kannst meine geschriebenen Worte wirlklich wörtlich nehmen. Wir wurden tatsächlich angehalten einen GV ohne Einsatz der Schußwaffe festzunehmen. Du must bedenken, wenn ein GV in Waffenreichweite gesichtet wird dann sind das max 500m und da kann mann schon mal Fersengeld geben. Das Problem des GV ist das teilweise unwegsame Gelande im rechten Winkel zur Grenze, wobei der GP parallel zur Grenze auf einen ebenen Kolonenweg sich bewegen kann. Der GV hat dann noch den KFZ-Sperrgraben und einen 2-3m hohen Streckmetallzaun vor sich. Warum soll also der GP den GV direkt unter Feuer nehmen.
Was hilfreich wäre, ist eine Salve vor ihm in den Dreck zusetzen um ihn in Deckung zudrücken (Zeitgewinn) oder zur Aufgabe zubewegen. Ich schätze mal 99% der GV haben dann nicht mehr die Nerven weiterzumachen.
Das z.B. ist ein Szenario was uns vorgestellt wurde. Ich muß dazu sagen das in dem Abschnitt wo ich war es nur 2 Stellen mit 500m Sicht gab . Die Regel war so um die200-300m, weil sehr verwinkelt und bergig.

War das hilfreich?

moreau




Hi moreau,

ich zweifle nicht an Deinen Worten.
Bezüglich meiner Fragenstellung sind diese
weniger hilfreich für mich.


Deshalb nochmals mit etwas umfassenderer Fragenstellung.

Meine Fragen waren:
kannste dies mit eigenen Worten mal darstellen?
Wie wurden die wichtigen Tatbestände seitens der Ausbilder dargestellt und erläutert?

Mich interessiert,
wurden Euch konkrete Anhaltspunkte vermittelt, die die Annahme rechtfertigten, dass ein bevorstehendes oder begonnenes Verbrechen zu verhindern ist?
Wurden Euch Kenntnisse über die Tatbestandsmerkmale der in Frage kommenden §§ (Straftatbestände z.B.: 96, 97, 112, 213 Abs. 2 im schweren Fall)) des StGB der DDR vermittelt?
Wurde etwas über die Verhältnismäßigkeit der Anwendung der Schsswaffe ausgesagt?

Thanks.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 21.07.2010 21:14 | nach oben springen

#26

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 18:18
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

Zu meiner Zeit (88 - 90) wurde der Gebrauch der Schusswaffe schon relativ kritisch gesehen. Einzige Ausnahmen: Fahnenflucht, ohne Kommentar, gibt es in jeder Armee der Welt und bei Angriff auf die eigene Person. Dazu muß ich erklären seitens unserer Ausbilder wurde uns gesagt (sinngem.) " Der GV hat nichts zu verlieren, der geht wenn es sein muß über Leichen, auch über Deine. " Beispiele dafür gab es ja leider auch und wer die Verhältnisse in der DDR kannte, für den war diese Aussage nicht unlogisch. Daraus folgte für viele (mich eingeschlossen) der Schluß : Bevor ich DEN auf einen Meter an mich ran lasse, mache ich lieber den Finger krumm. Heute sehe ich das auch ein wenig anders und ich bin froh, nie in eine entsprechene Situation gekommen zu sein, aber mit 25 möchte man doch gerne gesund nach Hause zu Frau und Kind.


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#27

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 18:37
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer
Zu meiner Zeit (88 - 90) wurde der Gebrauch der Schusswaffe schon relativ kritisch gesehen. Einzige Ausnahmen: Fahnenflucht, ohne Kommentar, gibt es in jeder Armee der Welt und bei Angriff auf die eigene Person. Dazu muß ich erklären seitens unserer Ausbilder wurde uns gesagt (sinngem.) " Der GV hat nichts zu verlieren, der geht wenn es sein muß über Leichen, auch über Deine. " Beispiele dafür gab es ja leider auch und wer die Verhältnisse in der DDR kannte, für den war diese Aussage nicht unlogisch. Daraus folgte für viele (mich eingeschlossen) der Schluß : Bevor ich DEN auf einen Meter an mich ran lasse, mache ich lieber den Finger krumm. Heute sehe ich das auch ein wenig anders und ich bin froh, nie in eine entsprechene Situation gekommen zu sein, aber mit 25 möchte man doch gerne gesund nach Hause zu Frau und Kind.



Bevor sich jetzt gleich alle auf dich einschießen erst einmal Respekt für deine Worte, nicht jeder der die gleichen Gedanken hat traut sich auch dies so zu schreiben. Stimmt doch alles, der steht vorm Zaun und sieht den Posten, na was passiert dann? Das macht KLICK im Kopf, der sieht sein Ziel vor Augen und nur du kannst ihn noch aufhalten. Was dann kommt weiß er auch, also setzt er alles auf eine Karte - DU oder ICH - und wenn er die kleinste Möglichkeit sieht wird er versuchen sein Ziel zu erreichen. Mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf das letzte Hindernis und seine Gesundheit. Wie bundesrepublikanische Gerichte in so einem Fall urteilen weiß er aus den Feindsendern, noch eine Hemmschwelle weniger und ein für den Posten ein Grund mehr hart zu sein wenn diese Begegnung nicht seine letzte gewesen sein soll.

http://home.snafu.de/veith/ehrenhai.htm



Heute soll selbst das Gedenken an sie unterbunden werden damit sie in Vergessenheit geraten.
http://www.uokg.de/Archiv/uokg_PE_Gedenken-Grenzsoldaten.pdf


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 22.07.2010 18:46 | nach oben springen

#28

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 19:18
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse


Hundemeuten konnten bei Bedarf zu jeder Zeit eingesetzte werden.
Unabhängig ob der Flüchtling (GV) bewaffnet war oder nicht.
Einsatzraum im Schutzstreifen aber auch freundwärts des Hinterlandzaunes.
Anordnung je nach Räumlichem Einsatzgebiet, durch den Kdr des GB, dem Kdr GR und außerhalb des Grenzgebietes durch den Kommandeur des GK. Außerhalb des Schutzstreifens in Absprache mit der VP und dem MfS.
Einschränkungen gabs grundsätzlich nur bei schlechten Sichtverhältnissen und bei hoher Schneedecke.

Es gab mindestens einen Fall, wimre, bei dem eine unbeteiligte Person zu Schaden kam, getötet wurde.

Regards.

TH



Zu meiner Zeit und wo ich eingesetzt war wurde der Einsatz einer Hundemeute nur für den geschilderten Fall gegen bewaffnete Grenzverletzer gesehen. TH was die offiziellen Einsatzkriterien anging magst Du Recht haben, aber in meinem Bereich wäre solch ein Einsatz nicht leichfertig befohlen worden, jeder war sich des Risikos und der mangelnden Steuerbarkeit einer solchen Hundemeute bewußt.
Hoffe das ich meinen Kontakt dieses Jahr mal treffen kann, der war für solche Einsätze zuständig und sehr Verantwortungsbewußt und real in der Lagebeurteilung...............


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#29

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 19:29
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von moreau
@Thunderhorse
Thema: Hundemeute
Bei dem einzigen Fluchtversuch bei dem ich am K6 in der Abrieglung lag, da hieß es auch am Anfang die Hundemeute wird eingesetzt. Aber dem war dann letztendlich nicht so. Es wurde lieber ein Hundeführer mit Suchhund und ein Trupp Grenzer als Begleitung hinterher geschickt. Warum? Weil die Hundemeute sehr schnell außerhalb des Kommandobereichs ihrer Führer gewesen wäre und somit nicht steuerbar und demzufolge eine zu große Gefahr für die eigenen Kräfte darstellte. Die Viecher sollten alles angreifen was ihnen vor die Schnauze kommt. Als ich die Meute hörte, habe ich das erste und letzte mal meine Waffe durchgeladen und auf Dauerfeuer gestellt . Mein Paul genauso. Sicher war sicher. Ich liebe Hunde, aber bei denen mußte man´s nicht übertreiben.

Thema Schußwaffe
Du kannst meine geschriebenen Worte wirlklich wörtlich nehmen. Wir wurden tatsächlich angehalten einen GV ohne Einsatz der Schußwaffe festzunehmen. Du must bedenken, wenn ein GV in Waffenreichweite gesichtet wird dann sind das max 500m und da kann mann schon mal Fersengeld geben. Das Problem des GV ist das teilweise unwegsame Gelande im rechten Winkel zur Grenze, wobei der GP parallel zur Grenze auf einen ebenen Kolonenweg sich bewegen kann. Der GV hat dann noch den KFZ-Sperrgraben und einen 2-3m hohen Streckmetallzaun vor sich. Warum soll also der GP den GV direkt unter Feuer nehmen.
Was hilfreich wäre, ist eine Salve vor ihm in den Dreck zusetzen um ihn in Deckung zudrücken (Zeitgewinn) oder zur Aufgabe zubewegen. Ich schätze mal 99% der GV haben dann nicht mehr die Nerven weiterzumachen.
Das z.B. ist ein Szenario was uns vorgestellt wurde. Ich muß dazu sagen das in dem Abschnitt wo ich war es nur 2 Stellen mit 500m Sicht gab . Die Regel war so um die200-300m, weil sehr verwinkelt und bergig.

War das hilfreich?

moreau




Hi moreau,

ich zweifle nicht an Deinen Worten.
Bezüglich meiner Fragenstellung sind diese
weniger hilfreich für mich.


Deshalb nochmals mit etwas umfassenderer Fragenstellung.

Meine Fragen waren:
kannste dies mit eigenen Worten mal darstellen?
Wie wurden die wichtigen Tatbestände seitens der Ausbilder dargestellt und erläutert?

Mich interessiert,
wurden Euch konkrete Anhaltspunkte vermittelt, die die Annahme rechtfertigten, dass ein bevorstehendes oder begonnenes Verbrechen zu verhindern ist?
Wurden Euch Kenntnisse über die Tatbestandsmerkmale der in Frage kommenden §§ (Straftatbestände z.B.: 96, 97, 112, 213 Abs. 2 im schweren Fall)) des StGB der DDR vermittelt?
Wurde etwas über die Verhältnismäßigkeit der Anwendung der Schsswaffe ausgesagt?

Thanks.

TH




Hallo Thunderhorse

du kannst Fragen stellen! manomann Bitte verzeih wenn ich nicht so klar antworten kann. Aber mich als EX-DDR-Bürger hat in den letzten 26 Jahren seit meinen GWD die Wende, ein polit. Systemwechsel, ein völlige berufliche Umorientierung und andere nie geahnte Sachen überrollt, so das ich viele Details einfach vergessen habe.

Bei den rot gekennzeichneten Worten nehme ich an du fragst nach sowas wie einer Checkliste!?? ->Hat es in meiner Ausbildung nie gegeben.

Das StGB der DDR war auch nicht mal ansatzweise Thema. (Was steht in dem Abschnitt überhaupt drin?)

Bei der Anwendung der Schußwaffe wurde der § 27 regelrecht wörtlich gelehrt. Wobei ich schon damals meinte der Ausbilder hat uns suggestiv davon Abgeraten die Waffe überhaupt anzuwenden. Da stellt sich mir die Frage war das offiziell so der Ausbildungsplan. (die DDR kam ja immer mehr unter Druck und "unsere" Genossen im ZK waren nicht in der Lage Fehler offen zuzugeben) Oder war es die Lebensweisheit des Majors ( stand kurz vor Dienstende nach mind. 25 J.ahren ich glaube der hat mal was von KVP erzählt) die uns geraten hat in dieser Sache sehr kurz zu treten. Ich weiß es nicht!

Gruß
Moreau


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#30

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 21:41
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Hi moreau,

ich zweifle nicht an Deinen Worten.
Bezüglich meiner Fragenstellung sind diese
weniger hilfreich für mich.


Deshalb nochmals mit etwas umfassenderer Fragenstellung.

Meine Fragen waren:
kannste dies mit eigenen Worten mal darstellen?
Wie wurden die wichtigen Tatbestände seitens der Ausbilder dargestellt und erläutert?

Mich interessiert,
wurden Euch konkrete Anhaltspunkte vermittelt, die die Annahme rechtfertigten, dass ein bevorstehendes oder begonnenes Verbrechen zu verhindern ist?
Wurden Euch Kenntnisse über die Tatbestandsmerkmale der in Frage kommenden §§ (Straftatbestände z.B.: 96, 97, 112, 213 Abs. 2 im schweren Fall)) des StGB der DDR vermittelt?
Wurde etwas über die Verhältnismäßigkeit der Anwendung der Schsswaffe ausgesagt?

Thanks.

TH[/quote]

Hallo Thunderhorse

du kannst Fragen stellen! manomann Bitte verzeih wenn ich nicht so klar antworten kann. Aber mich als EX-DDR-Bürger hat in den letzten 26 Jahren seit meinen GWD die Wende, ein polit. Systemwechsel, ein völlige berufliche Umorientierung und andere nie geahnte Sachen überrollt, so das ich viele Details einfach vergessen habe.

Bei den rot gekennzeichneten Worten nehme ich an du fragst nach sowas wie einer Checkliste!?? ->Hat es in meiner Ausbildung nie gegeben.

Das StGB der DDR war auch nicht mal ansatzweise Thema. (Was steht in dem Abschnitt überhaupt drin?)

Bei der Anwendung der Schußwaffe wurde der § 27 regelrecht wörtlich gelehrt. Wobei ich schon damals meinte der Ausbilder hat uns suggestiv davon Abgeraten die Waffe überhaupt anzuwenden. Da stellt sich mir die Frage war das offiziell so der Ausbildungsplan. (die DDR kam ja immer mehr unter Druck und "unsere" Genossen im ZK waren nicht in der Lage Fehler offen zuzugeben) Oder war es die Lebensweisheit des Majors ( stand kurz vor Dienstende nach mind. 25 J.ahren ich glaube der hat mal was von KVP erzählt) die uns geraten hat in dieser Sache sehr kurz zu treten. Ich weiß es nicht!

Gruß
Moreau
[/quote]


Moreau,

danke für die Antwort.

konkrete Anhaltspunkte:
Man könnte es im weitesten Sinne als Checkliste bezeichnen.

Ich habs mir so ähnlich schon gedacht (siehe Markierung zum StGB der DDR).

Zum § 213 StGB der DDR, kannste hier Nachlesen.
Differenzierung zw. Absatz I und II (Strafzumessung: Vergehen - Verbrechen) steht im Abschnitt 1, § 1 StGB der DDR
http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafgesetzbuch74.htm

Regards.
TH

P.S.: So schwer sind die Fragen nicht, nur etwas in rechtlicher Sicht gestellt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#31

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 21:48
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat: Felix D.

Stimmt doch alles, der steht vorm Zaun und sieht den Posten, na was passiert dann? Das macht KLICK im Kopf, der sieht sein Ziel vor Augen und nur du kannst ihn noch aufhalten. Was dann kommt weiß er auch, also setzt er alles auf eine Karte - DU oder ICH - und wenn er die kleinste Möglichkeit sieht wird er versuchen sein Ziel zu erreichen. Mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf das letzte Hindernis und seine Gesundheit. Wie bundesrepublikanische Gerichte in so einem Fall urteilen weiß er aus den Feindsendern, noch eine Hemmschwelle weniger und ein für den Posten ein Grund mehr hart zu sein wenn diese Begegnung nicht seine letzte gewesen sein soll.

http://home.snafu.de/veith/ehrenhai.htm



Müßte man sich mal die Mühe machen und recherchieren, wieviele Flüchtlinge wirklich alles auf eine Karte gesetzt haben!

Den Rest der Äußerungen leg ich in den Bereich der üblichen Propaganda/Psychologischen Beeinflußung jener Zeit während der Ausbildung und im Grenzdienst.


Die genannte Seite könnte wesentlich objektiver und sachlicher gestaltet sein.
Teilweise die "propagandistischen" Darstellungen jener Zeit ohne Prüfung wiedergegeben.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 22.07.2010 21:50 | nach oben springen

#32

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2010 23:30
von moreau | 384 Beiträge

@Thunderhorse

Ich muß Feliks D. in weiten Teilen seiner Ausführung rechtgeben. Auch wenn sie sehr (vieleicht zu sehr) nach Propaganda klingt.
Wenn du wie ich am 22.März 85 über 24h in einem Schützenloch an der Grenze gehockt hättest. Mit Stahlhelm auf dem Kopf, Gasmaske griffbereit und mit 8 Magazinen a 30 Schuß am Mann. Du darauf hoffst das der fahnenflüchtige Russe, der selber voll aufgerüstet ist und absolut nichts zuverlieren hat, nicht bei dir auftaucht. Und du nach dieser Lage erfährst, das eben dieser Russe einen Gefreiten erschossen hat. Der nur noch zwei Monate bis zu seiner Entlassung hatte. Glaube mir! DU siehst die Welt mit anderen Augen!

Gruß Moreau

PS. Niemand wuste ob der GV einer war, der nur die Schnauze voll hatte und raus wollte (unbewaffnet) oder ob der sich Waffe beschafft hat um seinen Willen nachdruck zuverschaffen. Waffen gabs in der DDR genug, trotz Verbot.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. So auch hier. Aber vor Ort und in dieser Zeit auch??


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.07.2010 23:31 | nach oben springen

#33

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 00:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Thunderhorse


Müßte man sich mal die Mühe machen und recherchieren, wieviele Flüchtlinge wirklich alles auf eine Karte gesetzt haben!




Zitat von moreau


Niemand wuste ob der GV einer war, der nur die Schnauze voll hatte und raus wollte (unbewaffnet) oder ob der sich Waffe beschafft hat um seinen Willen nachdruck zuverschaffen.



Der User @moreau bringt es ja gut auf den Punkt. Solche eine Fleißarbeit von Dir @Thunder würde sicher im Höchstfall einen Wert von max. 10% ergeben, aber genau da liegt das Problem. Der Posten wußte nicht ob ihm einer der 90, oder einer der 10% gegenübersteht. Also besser keine falsche Nachsicht zeigen und vom schlimmsten ausgehen, denn 10% Tod gibts leider nicht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.07.2010 00:41 | nach oben springen

#34

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 08:27
von wosch (gelöscht)
avatar

Ja,Ja, und dann auch noch die Grenzverletzer, die "schwer bewaffnet" nur mit den Gedanken beseelt, soviele Grenzsoldaten wie möglich zu liquidieren, durch die Elbe oder in Berlin durch die Spree schwimmend ein ganz besonderes Sicherheitsrisiko für Leib und Leben der Grenztruppen darstellten!! Da gab es nur Eines, in Anbetracht daß man nicht wußte, was da noch alles an gefährlichem Mordwerkzeug unter Wasser mitgeführt wurde: ER ODER ICH!! Richtig so??
Schönen Gruß aus Kassel.


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#35

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 11:30
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von wosch
Ja,Ja, und dann auch noch die Grenzverletzer, die "schwer bewaffnet" nur mit den Gedanken beseelt, soviele Grenzsoldaten wie möglich zu liquidieren, durch die Elbe oder in Berlin durch die Spree schwimmend ein ganz besonderes Sicherheitsrisiko für Leib und Leben der Grenztruppen darstellten!! Da gab es nur Eines, in Anbetracht daß man nicht wußte, was da noch alles an gefährlichem Mordwerkzeug unter Wasser mitgeführt wurde: ER ODER ICH!! Richtig so??
Schönen Gruß aus Kassel.



He wosch dein Beitrag ist sowas von daneben das er schon wieder lesenswert ist.

schönen Gruß aus Gera


zuletzt bearbeitet 23.07.2010 11:37 | nach oben springen

#36

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 13:51
von dieter (gelöscht)
avatar

Eine Frage. Honecker hatte 1974 erklärt, dass ..."Genossen, die die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben, zu belobigen sind..."
Wie sah dies aus? Wurde dies immer durchgeführt? Und wenn nicht, wer war dafür verantwortlich?

Dieter


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#37

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 14:10
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zitat von moreau
@Thunderhorse

Ich muß Feliks D. in weiten Teilen seiner Ausführung rechtgeben. Auch wenn sie sehr (vieleicht zu sehr) nach Propaganda klingt.
Wenn du wie ich am 22.März 85 über 24h in einem Schützenloch an der Grenze gehockt hättest. Mit Stahlhelm auf dem Kopf, Gasmaske griffbereit und mit 8 Magazinen a 30 Schuß am Mann. Du darauf hoffst das der fahnenflüchtige Russe, der selber voll aufgerüstet ist und absolut nichts zuverlieren hat, nicht bei dir auftaucht. Und du nach dieser Lage erfährst, das eben dieser Russe einen Gefreiten erschossen hat. Der nur noch zwei Monate bis zu seiner Entlassung hatte. Glaube mir! DU siehst die Welt mit anderen Augen!

Gruß Moreau

PS. Niemand wuste ob der GV einer war, der nur die Schnauze voll hatte und raus wollte (unbewaffnet) oder ob der sich Waffe beschafft hat um seinen Willen nachdruck zuverschaffen. Waffen gabs in der DDR genug, trotz Verbot.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. So auch hier. Aber vor Ort und in dieser Zeit auch??



War das die dramatische Geschichte um den Uwe Dittmann ?


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#38

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 18:51
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf

Zitat von moreau
@Thunderhorse

Ich muß Feliks D. in weiten Teilen seiner Ausführung rechtgeben. Auch wenn sie sehr (vieleicht zu sehr) nach Propaganda klingt.
Wenn du wie ich am 22.März 85 über 24h in einem Schützenloch an der Grenze gehockt hättest. Mit Stahlhelm auf dem Kopf, Gasmaske griffbereit und mit 8 Magazinen a 30 Schuß am Mann. Du darauf hoffst das der fahnenflüchtige Russe, der selber voll aufgerüstet ist und absolut nichts zuverlieren hat, nicht bei dir auftaucht. Und du nach dieser Lage erfährst, das eben dieser Russe einen Gefreiten erschossen hat. Der nur noch zwei Monate bis zu seiner Entlassung hatte. Glaube mir! DU siehst die Welt mit anderen Augen!

Gruß Moreau

PS. Niemand wuste ob der GV einer war, der nur die Schnauze voll hatte und raus wollte (unbewaffnet) oder ob der sich Waffe beschafft hat um seinen Willen nachdruck zuverschaffen. Waffen gabs in der DDR genug, trotz Verbot.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. So auch hier. Aber vor Ort und in dieser Zeit auch??



War das die dramatische Geschichte um den Uwe Dittmann ?





JA!

moreau


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#39

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2010 23:12
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Thunderhorse


Müßte man sich mal die Mühe machen und recherchieren, wieviele Flüchtlinge wirklich alles auf eine Karte gesetzt haben!




Zitat von moreau


Niemand wuste ob der GV einer war, der nur die Schnauze voll hatte und raus wollte (unbewaffnet) oder ob der sich Waffe beschafft hat um seinen Willen nachdruck zuverschaffen.



Der User @moreau bringt es ja gut auf den Punkt. Solche eine Fleißarbeit von Dir @Thunder würde sicher im Höchstfall einen Wert von max. 10% ergeben, aber genau da liegt das Problem. Der Posten wußte nicht ob ihm einer der 90, oder einer der 10% gegenübersteht. Also besser keine falsche Nachsicht zeigen und vom schlimmsten ausgehen, denn 10% Tod gibts leider nicht.





Man kann sich alles schönreden oder -schreiben.

Sicherlich wußte man in den seltensten Fällen mit wem man es den zu tun gehabt hätte.
Man konnte/kann sich, insbesondere bei Fahndungen, auf entsprechende Situationen einstellen.
Aber war dies Thema der Ausbildung bei der GT?
Wenn ich da an den Fall W. denke oder an das gegenseitige Beschießen im Heldburger Unterland durch Angehörige der DVP, eher Nein.

Aber einfacher ist halt wen man ... (siehe rote Markierung).


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 23.07.2010 23:21 | nach oben springen

#40

RE: Der Schießbefehl der Grenztruppen der DDR

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 24.07.2010 00:07
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von moreau

Zitat von wosch
Ja,Ja, und dann auch noch die Grenzverletzer, die "schwer bewaffnet" nur mit den Gedanken beseelt, soviele Grenzsoldaten wie möglich zu liquidieren, durch die Elbe oder in Berlin durch die Spree schwimmend ein ganz besonderes Sicherheitsrisiko für Leib und Leben der Grenztruppen darstellten!! Da gab es nur Eines, in Anbetracht daß man nicht wußte, was da noch alles an gefährlichem Mordwerkzeug unter Wasser mitgeführt wurde: ER ODER ICH!! Richtig so??
Schönen Gruß aus Kassel.



He wosch dein Beitrag ist sowas von daneben das er schon wieder lesenswert ist.

schönen Gruß aus Gera




he moreau, dein kommentar zu woschs beitrag ist mehr als grenzwertig und daneben. lassen wir mal den russischen deserteur aussen vor,( der war wirklich gefährlich, weil er leicht an waffen kommen konnte und nix zu verlieren hatte), der war aber die ausnahme. der standardgrenzverletzer war doch gegenüber den grenzern deutlich im nachteil. er hatte kein waffe ( wo sollte man in der ddr waffen herbekommen, ist ja wohl' n witz und hat nur in de rotlichtbestrahlung bei euch eine rolle gespielt um euch scharf zu machen)
er, der GV, hat weiterhin die organisation des grenzregimes in aller regel nicht gekannt, sodass sein erfolg bestimmt wurde durch den zufall. er hat in aller regel die topografie des grenzabschnittes nicht gekannt, sodass er sich auch hier mühsam durch das gelände vorarbeiten musste. und letztlich ganz entscheidend hat er nicht die einzelnen sicherungsmaßnahmen wie signalzaun, signalanlagen an waldwegen, minensperren usw. gekannt.Und er wollte bei einem zusammentreffen mit den grenzern sicher nicht den helden spielen, sondern er hatte nur sein ziel vor augen : go west!
Ich selbst war ja ein sog. grenzverletzer und ich hatte mir in der fluchtplanung eine verhaltenstrategie zurechtgelegt. Bei einer konfrontation mit posten > 300 m entfernung war weitere flucht angesagt, bei einer konfrontation < 300m wäre ich stehen geblieben und hätte die pfötchen in den himmel gestreckt und hätte mich festnehmen lassen. hatte 1 1/2 jahre knast einkalkuliert mit freikauf nach einem jahr in den westen. aber ich hatte insiderwissen, denn ich hatte mit der ak47 geschossen und ich kannte ihre grenzen, ich kannte auch in etwa das grenzregime, auch wenn es von abschnitt zu abschnitt abweichen konnte und so konnte ich mir letztlich den teil des szenarions mit dem knast und dem freikauf sparen.
Gottseidank.

Viele Grüße vom Rhein


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