#1

Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 07:12
von Angelo | 12.391 Beiträge

„Tor auf“ hallt es durch den Ausstellungsraum des Deutschen Historischen Museums im I.M.Pei Bau. Mit den obligatorischen Bildern vom Mauerfall 1989 beginnt auch diese Ausstellung „1990 – Der Weg zur Einheit“. Fernsehkameras zeigen Menschenmassen, die trunken vor Freude die geöffnete Grenze passieren, die im Rausch der Freiheit über den Kurfürstendamm flanieren, die Finger zum Victory-Zeichen erhoben. Doch nach dem Siegestaumel der friedlichen Revolution folgt im Jahr 1990 die Ernüchterung.In der eindringlichen Vorgänger-Ausstellung: „Das Jahr 1989. Bilder einer Zeitenwende“ führte das DHM die wirtschaftliche Erosion der DDR vor Augen und die dramatischen Ereignisse, die den Mauerfall verursachten. 1990 wird die Geschichte verzwickter. Wie lässt sich eine Zeit darstellen, in der Chaos herrschte, in der sich die Ereignisse überstürzten und schillernde Personen auf den Plan traten?

hier weiter lesen
http://www.tagesspiegel.de/kultur/ein-la...ch/1878734.html


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#2

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 09:29
von josy95 | 4.915 Beiträge

Denke mal, ein großer Teil der Ernüchterung ist einer zu großen Euphorie geschuldet, die eben von den genannten "schillernden Persöhnlichkeiten" noch unverhältnismäßig und teilweise sogar extrem leichtsinnig ("...blühende Landschaften...") angeheizt wurden, anstatt der Realität klarer ins Auge zu blicken, den Menschen sowohl in Ost als auch in West halbwegs reinen Wein einzuschenken. Aber das ist das bekannte Phänomen, das alte Grundübel der Politik, vieler Politiker.
Krasser, harter anderer Ausdruck dafür: Massenverdummung!

Anderseits sehe ich wie in vielen anderen Beiträgen von mir schon beschrieben, den nicht immer guten Einfluß von Außen.

Sei es nun alte (unbegründete Angst) vor den Deutschen. Das glaub ich eher weniger, wird jedoch nur allzu gern vor dem historischen Hintergrund zweier Weltkriege, des Hollocoust ect. als Argument benutzt. Sehe eher die (panische) Angst vor einer starken Wirtschaftsmacht Deutschland.

Auch sind von einigen führenden Politikern der Wendezeit einige eklatante Fehler begangen wurden. Ohne sich jetzt als Überschlau, Allwissend hinstellen zu wollen: Einige Dinge hätten diese Damen und Herren aus ihrer langjährigen Erfahrung wissen müssen!

Z. Bsp. hätte mit dem beginnenden Beitrittsprozess der DDR zur BRD für das Gebiet der DDR sofort ein verschärftes Wirtschafts- und Finanzstrafrecht eingeführt werden müssen. Eine Art Ausnahmezustand.
Warum? Um das vielfache systematische Ausplündern der letzten noch vorhandenen Filetstücke der DDR -Wirtschaft und -Technologie weitesgehend zu verhindern. Landläufig auch als Ausverkauf bezeichnet....
Vielfach, das wissen wir heute sind doch DDR- Betriebe. die eine reelle Überlebenschance gehabt hätten, bewußt und geziehlt platt gemacht wurden, um eine sich entwickelnde mögliche Kokurenz auszuschalten. Dies teilweise unter schon frühzeitig erkennbaren unlauteren Machenschaften inclusive Subventionsbetrug bei der s. g. Aufbauhilfe Ost. Diese nicht gerade geringen finanziellen Mittel, und auch das wissen wir heut, sind doch zu einem nicht geringen Teil in marode, insolvenzträchtige Unternehmen in den alten Bundesländern, sagen wir mal diplomatisch "umgeleitet" wurden...!
Weiterhin hätte vorrangig der Grundsatz Entschädigung vor Rückgabe gelten müssen. Dies insbesondere für Firmen, Firmeneigentum, Immobilien derer, die "entgegen den damalig gültigen Meldevorschriften...", wie es im Einigungsvertrag so schön heißt, die DDR verlassen haben. Sind wir doch real und ehrlich: Der überwiegende Teil derer waren reine Wirtschaftsflüchtlinge...!
Bei politischen Enteignungen und daraus resultierenden Fluchten via BRD (die es zweifellos auch zu einem nicht unerheblichen Anteil gegeben hat!) hätten immer noch Einzelfallprüfungen den Betroffenen zu ihrem Recht verhelfen können, verhelfen müssen.

Aber es ist ja mal wieder und deutschtypisch genau umgekehrt gelaufen...!


Und zum Schluß. Durch die s. g. Amtshilfe zum Aufbau bundesdeutscher Verwaltungsstrukturen im Beitrittsgebiet sind doch zum überwiegenden Teil weder Enthusiasten, geschweige denn, sagen wir auch mal Patrioten in die neuen Bundesländer gekommen. Ein altbundesdeutscher, nicht unbekannter Politiker sagte mir dazu einmal sinngemäß in einem vertraulichen Gespräch: "...es ist größtenteils wirklich nur die 3. oder gar 4. Garnitur an Beamten, Verwaltungsleuten die in die neuen Bundesländer gegangen sind! Die in den alten Bundesländern unfähigkeitsbedingt mit Verlaub nichts mehr geworden wären und die nur in Blick auf eine schnelle, steile Karriere, die s. g. Buschzulage und anderer "Vergünstigungen" diesen Schritt vollzogen haben. Die wirklich fähigen, patriotisch denkenden kann man mit der Lupe suchen...!"

Anderseits hab ich den Eindruck gewonnen, als wenn dieses unfähige Klientel sich mit Kadern alter, aber immer noch mächtiger SED- Seilschaften nach 40 Jahren Zwangstrennung nun endlich auf dem Boden der neuen Bundesländer wiedergefunden hat, vereinigen konnte und teilweise makabrere Verbrüderungsszenen gefeiert hat..., wo man vor dem 09. November 1989 sich am liebsten als Erzfeinde noch gegenseitig die Kehle durchgeschnitten hätte...

Aber das ist eine reine Interpretation, ein gewonnender Eindruck meinerseits.

Fazit: Hier ist historisch eine Unmenge an wirtschaftlichen, finanziellem und geistigem Potential unwiederbringlich zerstört wurden. Sind Unmengen von Geldern in private Taschen geflossen.
Ist eine Unmenge gesunder Euphorie, gesunden Enthusiasmus, Moral und Wille den Bach runtergegangen. Sind -zig Tausende Menschen in eine tiefe Resignation, in eine Klasse Menschen 2. und 3. Klasse gedrängt wurden.

In diesem Sinne, ein schönes und besinnliches Wochenende!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 09.07.2010 09:36 | nach oben springen

#3

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 11:51
von Danny_1000 | 166 Beiträge

@josy95

stimme dir eigentlich völlig zu und erlaube mir dennoch zu ergänzen:

Für die Masse der Menschen im Osten kam dieser Umbruch einer Kulturrevolution gleich. Innerhalb weniger Monate änderte sich faktisch ihr gesamtes, bisheriges Leben.
Im Eifer der angefachten Euphorie wurden zahllose Dinge aus der DDR, welche besser als im Westen waren – einfach und unwiderruflich über Board geworfen. Eine ehrliche Diskussion, was beide Teile Deutschlands in dieses neue Land einbringen könnten, hat ja nie wirklich stattgefunden.

Im Laufe der Jahre merkten dann natürlich viele Leute im Osten, was sie eigentlich auch an positiven Erfahrungen in der DDR hinter sich gelassen hatten oder lassen mußten. Zudem kam bei vielen die Erkenntnis, dass auch im Westen nicht alles Gold ist, was uns als Gold angepriesen wurde.

Ergo: Man hätte dem Vereinigungsprozess (nicht dem Zeitpunkt der staatlichen Vereinigung) wesentlich mehr Zeit einräumen und den Menschen erklären müssen was geschieht, wenn dieses oder jenes jetzt „so“ und nicht „so“ gemacht würde.. Das wäre aber eine Aufgabe der Politik gewesen, die hier in großen Teilen unbewußt oder aber bewusst falsch entschied.

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#4

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 13:02
von Jameson | 759 Beiträge

1990 war für mich wohl das verrückteste, spannendste, unglaublichste, schönste, traurigste, skurilste Jahr in meinem (kurzen) Leben.
Es bot auch rein gefühlsmässig so ziemlich alles was es gibt. Ich bin froh das alles so gekommen ist, würde aber so ein Jahr nicht nocheinmal durchleben wollen. Ansonsten haben die beiden ja alles gesagt.

Der PEI -Bau oder wie es korrekt heißt, Wechselausstellungsgebäude des Deutschen Historischen Museums ist alleine vom Gebäude her absolut empfehlenswert. Die Decken, weisser Architekturbeton, mit eingeflogener kanadischer Pinie geschalt, alles offen und hell. Ich bewundere Leute wie I.M.Pei, die sich soetwas vorstellen können, entwickeln und umsetzen. Am Luvre in Paris und in der Rock´n Roll Hall of Fame in Cleveland hat er auch seine Spuren hinterlassen.

Ahoi Jameson



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#5

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 14:14
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Danny_1000
@josy95

stimme dir eigentlich völlig zu und erlaube mir dennoch zu ergänzen:

Für die Masse der Menschen im Osten kam dieser Umbruch einer Kulturrevolution gleich. Innerhalb weniger Monate änderte sich faktisch ihr gesamtes, bisheriges Leben.
Im Eifer der angefachten Euphorie wurden zahllose Dinge aus der DDR, welche besser als im Westen waren – einfach und unwiderruflich über Board geworfen. Eine ehrliche Diskussion, was beide Teile Deutschlands in dieses neue Land einbringen könnten, hat ja nie wirklich stattgefunden.


Im Laufe der Jahre merkten dann natürlich viele Leute im Osten, was sie eigentlich auch an positiven Erfahrungen in der DDR hinter sich gelassen hatten oder lassen mußten. Zudem kam bei vielen die Erkenntnis, dass auch im Westen nicht alles Gold ist, was uns als Gold angepriesen wurde.

Ergo: Man hätte dem Vereinigungsprozess (nicht dem Zeitpunkt der staatlichen Vereinigung) wesentlich mehr Zeit einräumen und den Menschen erklären müssen was geschieht, wenn dieses oder jenes jetzt „so“ und nicht „so“ gemacht würde.. Das wäre aber eine Aufgabe der Politik gewesen, die hier in großen Teilen unbewußt oder aber bewusst falsch entschied.

Gruß
Daniel





Daniel, das hast Du sehr gut ergänzt!!!


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#6

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 17:25
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ich denke auch,das für viele der Konsum,der Westkonsum,Westartikel an erster Stelle standen und in diesen Zeiten Wünsche,die vorher nicht drin waren,für viele am wichtigsten waren.Andere Dinge ,die auch beachtenswert gewesen wären,sind auf der Strecke geblieben,Kaufrausch und Schnelligkeit taten ihr übriges.
Überhaupt,es ging alles zu schnell,aber Geschichte lässt sich nicht stoppen.



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#7

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 17:43
von TOMMI | 1.984 Beiträge

Die Ernüchterung kam zumeist bei jenen, die diese Sache mit allzugroßer Naivität betrachteten.
Zum einen riefen sie "Helmut, Helmut", zum anderen bewarf man eben diesen Helmut nur wenige
Jahre später mit Eiern. Mich würde nicht wundern, wenn es die selben waren.
Jene mit Realitätssinn wurden in Grund und Boden gestampft.
Alles in allem, trotz aller vergangener und jetziger Probleme: Zurück? Nie und nimmer !!!
Denn dann käme die nächste Ernüchterung, und zwar für jene mit schlechtem Gedächtnis.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#8

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 18:19
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat

Ergo: Man hätte dem Vereinigungsprozess (nicht dem Zeitpunkt der staatlichen Vereinigung) wesentlich mehr Zeit einräumen und den Menschen erklären müssen was geschieht, wenn dieses oder jenes jetzt „so“ und nicht „so“ gemacht würde.. Das wäre aber eine Aufgabe der Politik gewesen, die hier in großen Teilen unbewußt oder aber bewusst falsch entschied.


Das sehe ich , der im Westen Deutschlands lebte genauso. Aber es ist heute leicht zu sagen, dass die Politiker allein dafür verantwortlich wären. Denn die Realität sah doch ein bischen anders aus und der Druck der Strasse auf die Politiker war auch immens.
Ich sehe noch die Losungen : "wenn die Mark nicht zu uns kommt, gehen wir zu ihr " und ich sehe noch die Ostberliner, die zu Tausenden vor der Deutschen Bank Filiale ( ich glaube Unter den Linden) in der Nacht vom 30.Juni zum 1.Juli 1989 standen und wie besoffen die erhaltene neue Währung feierten. Damals wurde mir bei diesen Bildern schon unheimlich. Es kam mir vor wie ein Götzendienst.
Eins war doch klar, mit diesem Geld war die DDR mit ihren Fabriken und Handelsbetrieben Teil des internationalen Wettbewerbs. Dieser ist jedoch gnadenlos, er verlangt höchste Produktivität, höchste Qualität der Güter, unbedingte Lieferbereitschaft, einen rundum Service für die Kunden, ein intensives Marketing usw und sofort.
Hatten die DDR Betriebe all diese Fähigkeiten? Ich sage nein. Und das bedeutete Arbeitsplatzverluste, Auflösung von Strukturen die nicht in diese neue Wirtschaftswelt passten und das alles in großem Umfang. Ich möchte weiterhin sagen, dass die Politiker sicherlich gute Vorsätze hatten. Aber man muss zu ihrer Entschuldigung auch sagen. Das war eine Operation am offenen Herzen, das war " learning by doing" ein Handeln ohne Netz und doppelten Boden. Ein Handbuch
" wie führe ich eine Wiedervereinigung durch" gab es doch nicht. Es kam erschwerend hinzu, dass die früheren DDR -Regierungen in ihrem Abgrenzungswahn von allem abrückten, was das frühere einige Deutschland hatte. Ich nenne mal die DIN Norm, aber auch Gesetze usw. Das erschwerte die Anpassung der Verwaltung, Justiz usw. erheblich.
Im Grunde erlebten die Menschen diesen Umbruch genauso wie früher eine einzelne Person, der die Flucht aus der DDR in den Westen gelang, hier aber als Kollektiv von 17 Mio Menschen. Als Einzelner bist du hier in noch kälteres Wasser geschmissen worden. Nach einer Woche Aufenthalt und einem neuen Ausweis, 150 DM Geschenk der Bundesregierung und einer Fahrkarte in dein selbstgewähltes Ziel konntest du losmarschieren. Das war mindestens so schwierig, weil sich kein Mensch dafür interessierte, ob du klar kommst. Allerdings hatte man dabei ein wichtiges Problem nicht: Arbeitslosigkeit. 1965 konntes du am Tag 10 Arbeitsstellen haben.

Also zusammengefasst kann man sagen, ein wesentlicher Grund für die Probleme des Umbaus der DDR, um sie für die Vereinigung fit zu machen, war die viel zu frühe Einführung der DM und vielleicht auch der extrem vorteilhafte Umtauschkurs.
Man könnte das noch viel ausführlicher beschreiben aber das sprengt den Rahmen dieses Forums.

Viele Grüße vom Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#9

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 18:19
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

@josy95 und danny:1000

Ihr habt den Nagel absolut auf den Kopf getroffen, dem ist nichts hizuzufügen.


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#10

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 18:30
von josy95 | 4.915 Beiträge

...Lo- Fahrer: ...sag schon mal Danke!

...und der Beitrag von Gert@ ist auch super!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 09.07.2010 18:30 | nach oben springen

#11

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 20:16
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Ich kann mich im weiten Teilen der Betrachtung von Josy 95 anschliessen, die Einheit ist nicht wirklich gewachsen sondern wurde verordnet. Der sicher vorhandene Wille der Mehrheit ist aber durch falsche Versprechungen und eine das Meinungsbild manipulierende Presse verursacht wurden. Hinter vielen Entscheidungen stand Klientilpolitik, die es einigen Eliten Ost wie West ermöglichte sich am "Volkseigentum" zu bereichern. Die Gewinne wie auch heute bei der Finanzkrise werden in die Taschen einiger weniger kanalisiert und die Verluste vergesellschaftet. Das ging lange gut, nur ist mittlerweile das Finanzsystem unkontrollierbar aus dem Ruder gelaufen und wird über kurz oder lang neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen generieren, welche ich befürchte die Welt nach dem Vorstellungen eines Rockefellers im Rahmen deren Plans zur NWO ( Neue Welt Ordnung )

Auf der Bilderberger-Konferenz im Juni 1991
in Baden-Baden sagte David Rockefeller:

„Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine
und anderen großen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast vierzig
Jahren unseren Treffen beigewohnt und ihr Versprechen der Verschwiegenheit
gehalten haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für
die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre dem Licht der Öffentlichkeit
ausgesetzt worden wären. Inzwischen ist aber die Welt höher entwikkelt
und darauf vorbereitet, einer Weltregierung entgegenzugehen. Die supranationale
Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit
Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen.“


Was ich und viele andere vermissen ist die heile Welt mit sozialer Geborgenheit und überschaubarer Lebensplanung.
Aus diesen Umfeld und der speziellen DDR Mentalität und mit einem nicht geringen blauäugigen Anspruchsdenken sowie schwach ausgeprägten Leistungsdenken sind einige dann natürlich in der nüchternen Welt von Sozialhilfe und Hartz IV aufgewacht.

Da eigentlich alles wesentliche schon gesagt wurde, mal was zu meiner persönlichen Situation.
Da ich mir als geborener Pessimist wenig Illousionen über meine berufliche Zukunft gemacht habe und in der DDR keine Perspektive mehr sah, versuchte ich noch zur Zeit meiner Zugehörigkeit zu den DDR Staatsorganen den Weg in die alten Länder.
Im Rahmen der damals noch recht guten Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, faste ich recht schnell Fuss und bin von der materiellen Seite mit relativ normalen Anspruchsdenken immer zu frieden gewesen.
Leider bewahrheiteten sich dann im Laufe der Jahre viele meiner Befürchtungen über den Gang der Dinge und was Schule, Berufsausbildung sowie Lebensperspektive meiner Tochter anbetrifft, sieht es selbst hier im fetten Süden katastrophal aus.
Speziell die Verhältnisse auf den Hauptschulen wohin meine Tochter wegen eines Sprachfehlers abgeschoben wurde, hätte ich in der Form nie für möglich gehalten. Trotz der Verantwortung im Elternhaus, in dieser Schulform wird eine ganze Generation um ihre Lebensperspektive gebracht. Lehrstoff wird kaum vermittelt und die Lehrer sind nicht in der Lage Grundzüge von Ordnung und Diziplin durch zu setzen. Um meiner Tochter einigermaßen Chancen und ein Weiterkommen zu ermöglichen gebe ich seit Jahren monatlich rund 300.- € für Nachhilfe und Betreuung aus, selbst psychologisch verordnete Therapien werden von den Kassen verweigert. Wenigen engagierten Lehrern wird das Leben dann auch noch schwer gemacht und viele resignieren ob der Verhältnisse.
Was will dieser Staat mit diesen jungen Menschen - amerikanische Verhältnisse schaffen ?

Durch die nun sichtbaren errosiven Veränderungen in der BRD Gesellschaft hat sich bei mittlerweile ein Gefühl des "Revanchismus" hin zu den doch nicht schlechten Grundzügen der DDR verfestigt.
Vielleicht wäre bei rechtzeitigen Reformen auch ein alternativer Weg möglich gewesen, der durch seine Existenz auch die sozialen Verhältnisse in der BRD anders beeinflusst hätte.

Abschließend noch, ich bereue auch meinen in der DDR gewählten Weg nicht, wurde mir doch hier was Schulbildung und andere Ausbildung gutes Rüstzeug vermittelt wurde mich auch im Heute zu behaupten.
Enttäuscht aber nicht überrascht bin ich dann über die Verfolgung und Stigmatisierung ehemaliger Angehöriger einiger DDR Staatsorgane. Nach über 20 Jahren hätte ich mir die Rückkehr ins normale Leben und die volle Gewährung der Bürgerrechte gewünscht.


zuletzt bearbeitet 09.07.2010 21:29 | nach oben springen

#12

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 21:05
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Kleine Korrektur in Gerts Beitrag-Er meint die Nacht vom 30.6 zum 1.7 1990



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#13

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 21:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Der Mensch , so denke ich, er entschied mit dem Bauch, und der Bauch sagte:" Konsum grenzenlos, sofort, Alles sofort." Er erkannte nicht, was hinter der Fassade Bundesrepublik steckt, gut versteckt war und ist, auch heute noch.
Wohlbemerkt, ich bin kein Gegner der Einheit, kam damals und ich komme heute zurecht, stelle auch nicht so hohe Anforderungen, bin eher bescheiden.
Nun ist es passiert, nun muss der Mensch damit leben und mittlerweile denkt auch der andere Mensch um, der aus dem Westen und er stellt Fragen: " War es das wert und hätten wir nicht noch eine Weile..und, und, und?
Zu spät, Mensch und das Gute ist, heute zeigt sich sehr schön klar, das daß System des Kapital doch nicht das gelbe vom Ei ist, es ist genau so unvollkommen wie der damalige Sozialismus, es krankt ebenso an seinen Wiedersprüchen.
Nur wo liegt die Lösung?

R-M-R


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#14

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 21:55
von chucky | 1.213 Beiträge

Zitat von chucky
Die Lösung Rainer, liegt bei Uns, wo sonst


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#15

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 22:07
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Ein System was seine inneren Widersprüche nicht löst ist zum Untergang verurteilt..........................

Das hat sich bei der DDR bewahrheitet und was ist mit diesen Systemen ?
Die Banken und das Großkapital machen weiter wie bisher......................

Wartens wir ab. Die Gesetze wirken auch ohne das wir Ihrer bewußt sind , aber es stimmt, es liegt an jedem von uns etwas zu verändern


zuletzt bearbeitet 09.07.2010 22:08 | nach oben springen

#16

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 09.07.2010 22:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Zermatt
Kleine Korrektur in Gerts Beitrag-Er meint die Nacht vom 30.6 zum 1.7 1990




Korrekt, Zermatt, danke für den Hinweis. Da habe ich mich doch tatsächlich um ein Jahr "verhauen".

Lieben Gruß vom Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Mahatma Gandhi
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#17

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 10.07.2010 08:00
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von Gert
..Im Grunde erlebten die Menschen diesen Umbruch genauso wie früher eine einzelne Person, der die Flucht aus der DDR in den Westen gelang, hier aber als Kollektiv von 17 Mio Menschen. Als Einzelner bist du hier in noch kälteres Wasser geschmissen worden. Nach einer Woche Aufenthalt und einem neuen Ausweis, 150 DM Geschenk der Bundesregierung und einer Fahrkarte in dein selbstgewähltes Ziel konntest du losmarschieren. Das war mindestens so schwierig, weil sich kein Mensch dafür interessierte, ob du klar kommst. Allerdings hatte man dabei ein wichtiges Problem nicht: Arbeitslosigkeit. 1965 konntes du am Tag 10 Arbeitsstellen haben......
Viele Grüße vom Rhein


@Gert

Ja, ich denke mal: Da hast du einen treffenden Vergleich gewählt. (Daran hatte ich noch gar nicht gedacht !)
Der für mich wichtigste Punkt ist dein letzter Satz in diesem Absatz. Defacto ist im Osten jeder zweite bis jeder dritte arbeitsfähige Mensch arbeitslos. Das erklärt eben u.a die „Ernüchterung“, welche sich nach der Wende bei vielen Menschen im Osten eingestellt hat.

Ein angenehmes Wochenende
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#18

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 10.07.2010 10:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Ich kann mich im weiten Teilen der Betrachtung von Josy 95 anschliessen, die Einheit ist nicht wirklich gewachsen sondern wurde verordnet. Der sicher vorhandene Wille der Mehrheit ist aber durch falsche Versprechungen und eine das Meinungsbild manipulierende Presse verursacht wurden. Hinter vielen Entscheidungen stand Klientilpolitik, die es einigen Eliten Ost wie West ermöglichte sich am "Volkseigentum" zu bereichern. Die Gewinne wie auch heute bei der Finanzkrise werden in die Taschen einiger weniger kanalisiert und die Verluste vergesellschaftet. Das ging lange gut, nur ist mittlerweile das Finanzsystem unkontrollierbar aus dem Ruder gelaufen und wird über kurz oder lang neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen generieren, welche ich befürchte die Welt nach dem Vorstellungen eines Rockefellers im Rahmen deren Plans zur NWO ( Neue Welt Ordnung )

Auf der Bilderberger-Konferenz im Juni 1991
in Baden-Baden sagte David Rockefeller:

„Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine
und anderen großen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast vierzig
Jahren unseren Treffen beigewohnt und ihr Versprechen der Verschwiegenheit
gehalten haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für
die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre dem Licht der Öffentlichkeit
ausgesetzt worden wären. Inzwischen ist aber die Welt höher entwikkelt
und darauf vorbereitet, einer Weltregierung entgegenzugehen. Die supranationale
Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit
Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen.“


Was ich und viele andere vermissen ist die heile Welt mit sozialer Geborgenheit und überschaubarer Lebensplanung.
Aus diesen Umfeld und der speziellen DDR Mentalität und mit einem nicht geringen blauäugigen Anspruchsdenken sowie schwach ausgeprägten Leistungsdenken sind einige dann natürlich in der nüchternen Welt von Sozialhilfe und Hartz IV aufgewacht.

Da eigentlich alles wesentliche schon gesagt wurde, mal was zu meiner persönlichen Situation.
Da ich mir als geborener Pessimist wenig Illousionen über meine berufliche Zukunft gemacht habe und in der DDR keine Perspektive mehr sah, versuchte ich noch zur Zeit meiner Zugehörigkeit zu den DDR Staatsorganen den Weg in die alten Länder.
Im Rahmen der damals noch recht guten Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, faste ich recht schnell Fuss und bin von der materiellen Seite mit relativ normalen Anspruchsdenken immer zu frieden gewesen.
Leider bewahrheiteten sich dann im Laufe der Jahre viele meiner Befürchtungen über den Gang der Dinge und was Schule, Berufsausbildung sowie Lebensperspektive meiner Tochter anbetrifft, sieht es selbst hier im fetten Süden katastrophal aus.
Speziell die Verhältnisse auf den Hauptschulen wohin meine Tochter wegen eines Sprachfehlers abgeschoben wurde, hätte ich in der Form nie für möglich gehalten. Trotz der Verantwortung im Elternhaus, in dieser Schulform wird eine ganze Generation um ihre Lebensperspektive gebracht. Lehrstoff wird kaum vermittelt und die Lehrer sind nicht in der Lage Grundzüge von Ordnung und Diziplin durch zu setzen. Um meiner Tochter einigermaßen Chancen und ein Weiterkommen zu ermöglichen gebe ich seit Jahren monatlich rund 300.- € für Nachhilfe und Betreuung aus, selbst psychologisch verordnete Therapien werden von den Kassen verweigert. Wenigen engagierten Lehrern wird das Leben dann auch noch schwer gemacht und viele resignieren ob der Verhältnisse.
Was will dieser Staat mit diesen jungen Menschen - amerikanische Verhältnisse schaffen ?

Durch die nun sichtbaren errosiven Veränderungen in der BRD Gesellschaft hat sich bei mittlerweile ein Gefühl des "Revanchismus" hin zu den doch nicht schlechten Grundzügen der DDR verfestigt.
Vielleicht wäre bei rechtzeitigen Reformen auch ein alternativer Weg möglich gewesen, der durch seine Existenz auch die sozialen Verhältnisse in der BRD anders beeinflusst hätte.

Abschließend noch, ich bereue auch meinen in der DDR gewählten Weg nicht, wurde mir doch hier was Schulbildung und andere Ausbildung gutes Rüstzeug vermittelt wurde mich auch im Heute zu behaupten.
Enttäuscht aber nicht überrascht bin ich dann über die Verfolgung und Stigmatisierung ehemaliger Angehöriger einiger DDR Staatsorgane. Nach über 20 Jahren hätte ich mir die Rückkehr ins normale Leben und die volle Gewährung der Bürgerrechte gewünscht.



@altermaulwurf , ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber eine Anmerkung zu der Schilderung deiner persönlichen Verhältnisse habe ich. Es klingt wie Du eingangs vorausschicktest, alles sehr pessimistisch. Warum bist du so pessimistisch ? Die Menschen werden in ihrem Werdegang auch von ihren Gedanken gesteuert, das muss man wissen. Einer der immer sagt: alles Sch... , der wird auch nur Sch.... erleben. Das ist die sich selbst erfüllende Prophezeiung.Man muss versuchen, die Dinge positiv zu sehen, ,man muss sich immer wieder selbst motivieren und aufrichten, dann wird auch eine neue Chance kommen. In jeder Krise steckt auch die Chance für einen Neubeginn. Ich habe das auch in meinem Leben erlebt und so gehandelt und war überrascht, dass es immer einen Ausweg gibt.

Viele Grüße vom Rhein


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#19

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 10.07.2010 14:51
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert



(Zitat Gert Auszug)

@alter********, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber eine Anmerkung zu der Schilderung deiner persönlichen Verhältnisse habe ich. Es klingt wie Du eingangs vorausschicktest, alles sehr pessimistisch. Warum bist du so pessimistisch ? Die Menschen werden in ihrem Werdegang auch von ihren Gedanken gesteuert, das muss man wissen. Einer der immer sagt: alles Sch... , der wird auch nur Sch.... erleben. Das ist die sich selbst erfüllende Prophezeiung.Man muss versuchen, die Dinge positiv zu sehen, ,man muss sich immer wieder selbst motivieren und aufrichten, dann wird auch eine neue Chance kommen. In jeder Krise steckt auch die Chance für einen Neubeginn. Ich habe das auch in meinem Leben erlebt und so gehandelt und war überrascht, dass es immer einen Ausweg gibt.

Viele Grüße vom Rhein




Gert, sehr gut dargestellt!


Besonders Dein letzter Satz hat mir sehr gut gefallen, hab nämlich auch so einiges hinter mir und kann dem nur voll und ganz beipflichten!
Und diejenigen, die ständig von sich behaupten, immer auf der Sonnenseite zu stehen, ...ihnen könnte dies und das nicht passieren könnte..., würde. Die sollten sich genau wie die ewigen Pessimisten hüten, ...denn sie sind ganz, ganz schnell ganz weit unten, da helfen dann auch keine flüssigen Seelentröster mehr...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#20

RE: Mit der Einheit kam die Ernüchterung

in Das Ende der DDR 10.07.2010 16:46
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Hab nicht alles gelesen..........
es ähnelt sich immer.
Es ging zu schnell, die vielen Versprechungen, was wurde gehalten, man hat uns betrogen und "nicht alles in der DDR war schlecht"
Komischer Weise behauptet das letzte niemand.
Warum taucht dann dieser Spruch immer wieder auf.
Nicht alles, aber sehr vieles war in der ehem. DDR besser.
Das fängt beim Bildungssystem an und hört bei ............... auf.
Ich könnte auch...................
Ich bin 2003 als allein erziehender Vater 600 km weg gezogen um Geld zu verdienen.
Ich musste meine Heimat verlassen, mein Haus verkaufen und meinen Sohn, der noch in der Ausbildung war bei meiner Mutter lassen.
In der Zwischenzeit habe ich alle nachgeholt.
Auch ich vermisse das - mal schnacken - über den Zaun, diese Hilfsbereitschaft unter den Leuten und dieses - man kann sich auch mal freuen, wenn der andere sich was kauft.
Stark bezweifeln tue ich allerdings die Auffassung, das das heute im Osten noch so ist.
Bevor ich 2003 wegzog hatte sich das schon wesentlich verändert.
"Futterneid" war das Wort der Zeit und diese Freundschaften wie früher, gibt es schon lange nicht mehr.

Wer jedoch dachte, wir fallen vom Soz. in`s Paradies....

Schauen wir bei Politik, bei Wirtschaft, beim Sport und im wahren Leben.................
Nur die Starken überleben ------------------ haben wir das nicht schon zuvor gewusst?
Eine unendliche Geschichte, die selbst Foren über Wasser hält.
In diesem Sinne - wer suche der findet.
Scheiß Hitze heute - 38°C - das war früher nicht so heiß!
Scheiß neue Zeit!!

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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