#261

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 12:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

Sentry,

welcher Apparat beschäftigt sich denn mit den aufklären von Republikfluchten ?

Da müsste man folgendes klären.

Wird dies nun als Straftat angesehen, ja oder nein ?

Wenn ich die Frage mit JA beantworte, dass ist es nun auch - aber nicht nur - Aufgabe des MfS gewesen.


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#262

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 12:53
von sentry | 1.077 Beiträge

Welcher Apparat? Keine Ahnung, das MfS-Organigramm habe ich nicht so verinnerlicht. Meine Aussage bezog sichmehr auf die Größe, also die Menge Ressourcen, die das in Anspruch nahm. Als ich mal der Republikflucht verdächtig war, hat sich jedenfalls NUR das MfS damit beschäftigt und die Liste der beteiligten Abteilungen und Leute ist anständig lang.

Straftat?
Wissen wir ja, dass das in der DDR eine war. Ich sage ja auch nur: Normal war das nicht, mit welchen Mitteln der Machterhalt betrieben wurde. ganz egal, welche Gesetzesgrundlage die sich dafür geschaffen haben. Und ich sage auch noch, dass Vergleiche mit dem heutigen System hinken, ob das nun Kontenabfragen oder die Jagd auf Andersdenkende ist. Wer nicht MfS mit Gestapo oder Stalins Tschekisten in einen Topf geworfen haben will, sollte auch nicht MfS mit BND oder Verfassungsschutz in einen Topf werfen.
Ich weiß ja, dass alle Länder Passkontrolle und Ausslandsspionage betreiben, deswegen beschränke ich mich ausdrücklich auf die ständige Bearbeitung der eigenen Bevölkerung.


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#263

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 13:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

Sentry,

ich finde ja solche Begriffe wie "bearbeiten" der eigenen Bevölkerung immer sehr gewaltig.

Es gab insgesamt rund 12.000 IM führende Mitarbeiter im MfS, die konnten ganz bestimmt nicht die ganze Bevölkerung "bearbeiten" oder "Flächendeckend" tätig werden.

Nur was darf man darunter überhaupt verstehen ? Es wird immer so getan, als hätte es zu jeden eine Akte gegeben, dass dies so nicht ist, ist ja erwiesen.

Und wenn jemand unter dem Verdacht nach 213 stand, natürlich gab es da ein zusammenwirken verschiedener Diensteinheiten. Das hatte ganz einfach mit den Verantwortungsbereichen zu schaffen. Wenn die Person beobachtet werden sollte, musste ich unter Umständen die HA VIII nutzen, sollte vielleicht noch das Telefonabgehört werden , musste die Abt. 26 bemüht werden. So war dies nun mal. Weder aufregend, noch ungewöhnlich.


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#264

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 13:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sentry
Wer nicht MfS mit Gestapo oder Stalins Tschekisten in einen Topf geworfen haben will, sollte auch nicht MfS mit BND oder Verfassungsschutz in einen Topf werfen.



Ich denke ein Verglich von zeitglich bestehenden Diensten, also MfS, KGB, BND oder auch BfV ist durchaus zulässig.

Zitat von sentry
Ich weiß ja, dass alle Länder Passkontrolle und Ausslandsspionage betreiben, deswegen beschränke ich mich ausdrücklich auf die ständige Bearbeitung der eigenen Bevölkerung.



Rechnet man diese Linien zusammen dann ergibt sich auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter gesehen aber ein, für viele sicher überraschender, sehr niedriger Prozentsatz an der Gesamtstärke des MfS. Wie sich z.B. mit 2300 MA der Abt. M und 1100 der Abt. 26 der Post- und Telefonverkehr der gesamten DDR flächendeckend überwachen lassen sollte erschließt sich mir regelmäßig nicht. Dabei ist weiterhin zu bedenken, dass die Zahl von 3400 MA nicht gleichbedeutend mit der Zahl der letztendlich operativ arbeitenden MA ist, sondern auch Schreibkräfte und mehr einschließt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 13:17 | nach oben springen

#265

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 13:30
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred
Sentry,

ich finde ja solche Begriffe wie "bearbeiten" der eigenen Bevölkerung immer sehr gewaltig.

Es gab insgesamt rund 12.000 IM führende Mitarbeiter im MfS, die konnten ganz bestimmt nicht die ganze Bevölkerung "bearbeiten" oder "Flächendeckend" tätig werden.

Nur was darf man darunter überhaupt verstehen ? Es wird immer so getan, als hätte es zu jeden eine Akte gegeben, dass dies so nicht ist, ist ja erwiesen.

Und wenn jemand unter dem Verdacht nach 213 stand, natürlich gab es da ein zusammenwirken verschiedener Diensteinheiten. Das hatte ganz einfach mit den Verantwortungsbereichen zu schaffen. Wenn die Person beobachtet werden sollte, musste ich unter Umständen die HA VIII nutzen, sollte vielleicht noch das Telefonabgehört werden , musste die Abt. 26 bemüht werden. So war dies nun mal. Weder aufregend, noch ungewöhnlich.



Entschuldigt wenn ich mich in eure Disikussion einmische, aber eines brennt mir auf der Zunge, wenn ich die Ausführung Alfred's lese.

Dieses sogenannte Delikt "Republikflucht", § 213, wird hier von Alfred benannt, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Mitnichten Alfred, kein Land der Welt ( außer dem komm. Nordkorea und dem komm.Kuba) hindert seine Mitbürger das Land zu verlassen. Selbst in der Nazidiktatur konnten Menschen, die mit der Politik nicht einverstanden waren, Deutschland verlassen ( zu den Friedenszeiten, im Krieg gab es sicher Einschränkungen ) Da wurden unschuldige Menschen kriminalisiert, nur weil sie auswandern wollten, also die DDR verlassen wollten. Ich finde das einfach unglaublich, ich finde das ist Staatsterror höchster Vollendung, was hier in der Vergangengheit von der SED Führung ausging.Und die Mitarbeiter des MfS sind die Ausführenden dieses Staatsterrorismus gewesen. Und es solle sich bitte keiner wieder hinstellen und mit dem Finger auf Honecker zeigen, nach dem Motto der war's.
Honecker wäre ohne euch ein nichts gewesen. Das wollte ich mal dazu sagen, weil ich hier schon wieder die Bagatellisierung dieser kriminellen Handlungen sehe.

Viele Grüße vom Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#266

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 13:37
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

na wieder mal Schaum vor dem Mund ?

Ich hatte wieter oben geschrieben, dass man erst klären müsste, was der 213 nun war, war es eine Straftat oder nicht ?

Das "weder aufregend noch ungewöhnlich" bezog sich auf die genannten Maßnahmen.


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#267

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 13:47
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Gert

Dieses sogenannte Delikt "Republikflucht", § 213, wird hier von Alfred benannt, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Mitnichten Alfred, kein Land der Welt ( außer dem komm. Nordkorea und dem komm.Kuba) hindert seine Mitbürger das Land zu verlassen.



Hallo Gert, kleine Anmerkung aus formal-juristischer Sicht zur von Dir angesprochenen Rechtsgrundlage.

Es geht beim §213 nicht darum das Verlassen des Landes unter Strafe zu stellen! Dies habe ich so nicht gelehrt bekommen und dies lese ich auch nicht geschrieben. Zweifelsfrei stellt der §213 nicht den Grenzübertritt an sich, sondern lediglich den ungesetzlichen Grenzübertritt unter Strafe.

Grenzübertritte sind nun aber einmal, entgegen Deiner Aussage, in jedem Land gesetzlich geregelt und Verstöße dagegen sind unter Strafandrohung verboten. Wie liberal oder restriktiv diese Vorschriften sind tut nichts zur Sache, denn es gibt sie. Für uns sind die gesetzlichen Grenzübertritte im Schengener Übereinkommen und im Schengener Durchführungsübereinkommen geregelt.

Heute nicht anders wie damals.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 24.08.2010 13:54 | nach oben springen

#268

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 14:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
[quote="Gert"]
Dieses sogenannte Delikt "Republikflucht", § 213, wird hier von Alfred benannt, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Mitnichten Alfred, kein Land der Welt ( außer dem komm. Nordkorea und dem komm.Kuba) hindert seine Mitbürger das Land zu verlassen.



Hallo Gert, kleine Anmerkung aus formal-juristischer Sicht zur von Dir angesprochenen Rechtsgrundlage.

Es geht beim §213 nicht darum das Verlassen des Landes unter Strafe zu stellen! Dies habe ich so nicht gelehrt bekommen und dies lese ich auch nicht geschrieben. Zweifelsfrei stellt der §213 nicht den Grenzübertritt an sich, sondern lediglich den ungesetzlichen Grenzübertritt unter Strafe.

Grenzübertritte sind nun aber einmal, entgegen Deiner Aussage, in jedem Land gesetzlich geregelt und Verstöße dagegen sind unter Strafandrohung verboten. Wie liberal oder restriktiv diese Vorschriften sind tut nichts zur Sache, denn es gibt sie. Für uns sind die gesetzlichen Grenzübertritte im Schengener Übereinkommen und im Schengener Durchführungsübereinkommen geregelt.

Heute nicht anders wie damals.
[/quote

Feliks nur mal 'ne Frage, wo gab's denn z.B. für einen 20-jährigen aus formal-juristischer Sicht den legalen Grenzübertritt in die Bundesrepublik im Jahre 1970 ? Was hätte mir meine zuständige Polizeimeldestelle gesagt, wenn ich da morgens um 11 Uhr in Erfurt aufgeschlagen wäre und hätte einen Pass mit Ausreisevisa z.B. nach Köln haben wollen ? Ich habe das nicht probiert aber ich vermute mal, da wären schon auf diese Frage hin noch in der Dienststelle die Handschellen geklickt oder hätten die wirklich einfach nöö gesagt, gibts nicht, geh wieder nach Hause , Gert??

Gruß Gert


.
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#269

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 14:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred
Gert,

na wieder mal Schaum vor dem Mund ?

Ich hatte wieter oben geschrieben, dass man erst klären müsste, was der 213 nun war, war es eine Straftat oder nicht ?

Das "weder aufregend noch ungewöhnlich" bezog sich auf die genannten Maßnahmen.




Alfred, jedes Urteil der DDR Gerichte wegen der sog. Republikflucht endete mit der Begründung § 213 verletzt. Da man als
Bürger aber überhaupt keine Wahl hatte, die DDR legal zu verlassen ( außer man war halbtot oder Rentner ) deshalb ist dieser § rechtswidrig und kriminell.

Gruß Gert


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#270

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 14:22
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

es sind hundertausende unterhalb des Rentenalters gereist, schon vergessen ?

Dies muss sogar die Konrad Adenauer Stiftung eingestehen :

Siehe hier : http://www.kas.de/wf/de/71.6601/


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 14:26 | nach oben springen

#271

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 14:52
von sentry | 1.077 Beiträge

Zitat von Alfred
Weder aufregend, noch ungewöhnlich.



Je nachdem, ob man aktiver oder passiver Teinehmer einer "Zuführung" oder Hausdurchsuchung oder Maßnahme 26 ist, definiert man "aufregend" und "ungewöhnlich" vielleicht unterschiedlich

Ansonsten bitte ich meine unbedachte Wortwahl ("bearbeiten" ) und das Aufbauschen der MfS-Tätigkeit entgegen allen persönlichen Erfahrungen und mit der Zeit zu gewinnenden Erkenntnissen natürlich zu entschuldigen.
'n paar Tausend IM-Führungsoffiziere und Postkontrolleure sind natürlich normal. Systematisches (nein, nicht flächendeckend, nicht alle Briefe und nicht die ganze Bevölkerung, aber systematisches) Öffnen von Interzonenpost und Positionierung ehrenamtlicher Informanten ist unerlässlich.

Kann man wohl davon ausgehen, dass im gleichen Zeitraum, wo das MfS existiert hat, bundesdeutsche Geheimdienste mit den gleichen Methoden zu werke gegangen sind?


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#272

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 15:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sentry

Kann man wohl davon ausgehen, dass im gleichen Zeitraum, wo das MfS existiert hat, bundesdeutsche Geheimdienste mit den gleichen Methoden zu werke gegangen sind?




Wüßtest du genaueres über die Arbeitsweise des MfS, wenn es dieses noch gäbe?
Gibt es die bundesdeutschen Dienste noch?
Sollte die Frage beantworten.

Postkontrolle gab es in der BRD auch und dies war auch Thema einer Anfrage im Bundestag. Eingestanden wurde eine Durchführung der Maßnahme bis ins das Jahr 1990 hinnein, an weiteres kann man sich nicht mehr erinnern bzw. es liegen angeblich keine Akten vor. Sicher gibt es Akten, gut verwahrt bei den entsprechenden Behörden und wäre die Geschichte momentan anders verlaufen dann würde so manch einer sich umsehen. Gibt es heute keine V-Männer, gegen was richten die sich denn? Gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen und nichts anderes hat ein IM auch gemacht. All diese Maßnahmen sind doch keine alleinige Erfindung des MfS


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 15:13 | nach oben springen

#273

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 15:19
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert

Zitat von Alfred
Sentry,

ich finde ja solche Begriffe wie "bearbeiten" der eigenen Bevölkerung immer sehr gewaltig.

Es gab insgesamt rund 12.000 IM führende Mitarbeiter im MfS, die konnten ganz bestimmt nicht die ganze Bevölkerung "bearbeiten" oder "Flächendeckend" tätig werden.

Nur was darf man darunter überhaupt verstehen ? Es wird immer so getan, als hätte es zu jeden eine Akte gegeben, dass dies so nicht ist, ist ja erwiesen.

Und wenn jemand unter dem Verdacht nach 213 stand, natürlich gab es da ein zusammenwirken verschiedener Diensteinheiten. Das hatte ganz einfach mit den Verantwortungsbereichen zu schaffen. Wenn die Person beobachtet werden sollte, musste ich unter Umständen die HA VIII nutzen, sollte vielleicht noch das Telefonabgehört werden , musste die Abt. 26 bemüht werden. So war dies nun mal. Weder aufregend, noch ungewöhnlich.



Entschuldigt wenn ich mich in eure Disikussion einmische, aber eines brennt mir auf der Zunge, wenn ich die Ausführung Alfred's lese.

Dieses sogenannte Delikt "Republikflucht", § 213, wird hier von Alfred benannt, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Mitnichten Alfred, kein Land der Welt ( außer dem komm. Nordkorea und dem komm.Kuba) hindert seine Mitbürger das Land zu verlassen. Selbst in der Nazidiktatur konnten Menschen, die mit der Politik nicht einverstanden waren, Deutschland verlassen ( zu den Friedenszeiten, im Krieg gab es sicher Einschränkungen ) Da wurden unschuldige Menschen kriminalisiert, nur weil sie auswandern wollten, also die DDR verlassen wollten. Ich finde das einfach unglaublich, ich finde das ist Staatsterror höchster Vollendung, was hier in der Vergangengheit von der SED Führung ausging.Und die Mitarbeiter des MfS sind die Ausführenden dieses Staatsterrorismus gewesen. Und es solle sich bitte keiner wieder hinstellen und mit dem Finger auf Honecker zeigen, nach dem Motto der war's.
Honecker wäre ohne euch ein nichts gewesen. Das wollte ich mal dazu sagen, weil ich hier schon wieder die Bagatellisierung dieser kriminellen Handlungen sehe.

Viele Grüße vom Rhein





Ebent....Gert,

das ist einer der Punkte, die letztlich zum "Untergang"geführt haben.
Angefangen von der Mitsingebewegung "die Partei hat immer Recht"und wenn Du "Bürger" dich politisch nicht so verhältst wie, wir das
gerne hätten oder wollen,dann können wir eben auch ganz anders.
Selbst wenn ein DDR Bürger,ohne das er in den Westen gehen wollte,sich z.B.in Umweltpolitik betätigte,oder sich mit Gedanken anders denkender solidarisierte,kam er früher oder später ins Visier des MfS.
Da reicht es schon publik zu machen,das wieder einmal die "GSSD"Ihre Panzer am Ufer des Sees gewaschen haben und Öl abgelaufen ist.
Dererlei Aktionen gab es zu hauf.
Und da in der DDR nicht sein konnte,was nicht sein durfte,zerstört man sein Umfeld,seine sozialen Kontakte,seine Arbeitswelt.
Nichtzuletzt droht man Ihm mit Studiumverlust seiner Geschwister und dann, soweit in die Ecke gedrängelt,kommt der Bürger auch noch auf die Idee und stellt einen Ausreiseantrag.
Er will einfach nur noch raus und weg.
Dem wird natürlich erst einmal nicht stattgegeben,geschweige denn er bekommt vielleicht ja/nein eine Antwort und wenn der Bürger seinem Amt dann noch auf die "Nerven"geht und meint er würde
seinem Verlangen danach noch Ausdruck verleihen indem er dies öffentlich macht und kunde davon tut,spätestens dann, wird man nach noch weiteren Gründen suchen um Ihm der "gerechten Strafe"zuzuführen.
Das alles kann wer will,in seinen insofern vorhandenen MfSUnterlagen nachlesen oder es lassen.
Von "politischer Streitkultur"in demLändle DDR keine Spur und der alleinige Machtvertretungsanspruch dieser Partei mit all Ihren assozialen Auswirkungen,hat der DDR sprichwörtlich das Genick gebrochen.


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#274

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 15:36
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von Alfred
Gert,

es sind hundertausende unterhalb des Rentenalters gereist, schon vergessen ?




Jau es durften welche reisen.....schön selektiert lieber Alfred, damit se ja auch wiederkommen.....ich konnte mir jedefalls nich den Rucksack schnappen und in den Sommerferien durch Europa trampen......und komm mir jetzt nich damit, ich hätt's ja auch durch'n Balkan machen können.....

....weißt du wieviele Jugendliche sich jedes Jahr aufmachen an die Costa Brava um sich dort ein Taschengeld zu verdienen um ein paar schöne Tage zu haben.....sehr viele, hab einige schon oft im Truck mitgenommen......

....oder einfach mal auf Kreta am Red Beach ein Jahr pausieren und die Seele baumeln lassen....da brauch man garkein Geld für....ich kenn Leute, die das schonmal gemacht haben....bzw ab und an halt machen.....oder nach Indien hin und zurücktrampen...wieviele aus Westeuropa haben das gemacht....aber keiner aus dem Ostblock....

....nein, wenn man so leben wollte war man Staatsfeind....in frühen Jahren wurde den Jungen sogar noch die Haare kurz geschnitten auf Befehl oder se wurden als Gammler eingesperrt.....

....ja es durften Leute reisen....Reisekader von berufswegen, Sportler, wo zum Glück die meisten wieder zurück kamen....mein Vater durfte '88 mal seine Schwester besuchen im Sauerland.....naja, der hatte auch keinen Grund wegzulaufen, der hatte Haus, Hof, Frau und Kinder.....Frau und Kinder blieben als Pfand in der DDR, Haus und Hof sowieso......

groetjes uit Bari

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#275

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 15:40
von sentry | 1.077 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Gibt es heute keine V-Männer, gegen was richten die sich denn? Gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen und nichts anderes hat ein IM auch gemacht.



Das dürfte nicht ganz das selbe sein. Ich bestreite auch, dass IM's nichts anderes taten, als gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen vorzugehen. (Ein paar, die ich kennengelernt habe, dürften die Verfassung der DDR bis dahin kaum aus der Nähe gesehen haben.)
Ich glaube nicht, dass heutzutage V-Leute pauschal in irgendwelche Personengruppen eingeschleust werden, bei denen nicht ein gewisses Verdachtsmoment bereits gegeben ist. IM's fanden sich aber in allen Bereichen der Gesellschaft und nicht nur, um explizit Oppositionelle, Straftäter oder Verdächtige zu überwachen.
12.000 IM-Führende, mit vielleicht je 5 IM's, die in Personengruppen mit je 20 Leuten agieren - da kannst Du schon mal schnell über 1 Mio Menschen ausspionieren. Ich frage mich, warum Du das ernsthaft als normale Ermittlungstätigkeiten gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen abtun willst, wie sie in jedem Land vorkommen. Das ist ein Überwachungsstaat und hat mit Wohl des Volkes nicht viel zu tun.
Ich habe nicht allzu viele persönliche Beispiele für diese Überwachungen, deswegen möchte ich darüber auch nicht groß spekulieren. Fakt ist aber z.B., dass das MfS für den Durchsatz der Grenztruppen mit IM's eine gewisse Quote vorgab. Das ist für mich eine systematische Überwachung ohne Verdacht bzw. in dem man die Grenzer unter Generalverdacht gestellt hat, ohne dass es (abgesehen von Erfahrungen) Indizien für Republikfluchten gab - um das Kind mal beim Namen zu nennen. Das dürfte kaum die übliche Verfahrensweise beim V-Leute-Einsatz westlicher Geheimdienste sein. Einerseits fehlt vollständig die Motivation, dies zu tun (jedenfalls fällt mir keine plausible ein) und andererseits ist in einer freien Gesellschaftsordnung mit einer entsprechenden Kontrolle und Gerichtsbarkeit, sehr vielen freien Medien und eben auch ausreichend politischer Opposition so eine Pauschalüberwachung im großen Stil kaum zu verheimlichen.

Sicher weiß ich kaum Genaues über die Arbeitsweise noch existenter Geheimdienste, aber es sind zu "Lebzeiten" erheblich mehr Schweinereien oder auch geplante Schweinereien an die Öffentlichkeit gedrungen als beim MfS (aus o.g. Gründen).


zuletzt bearbeitet 24.08.2010 15:44 | nach oben springen

#276

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 16:36
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Boelleronkel

Zitat von Gert

Zitat von Alfred
Sentry,

ich finde ja solche Begriffe wie "bearbeiten" der eigenen Bevölkerung immer sehr gewaltig.

Es gab insgesamt rund 12.000 IM führende Mitarbeiter im MfS, die konnten ganz bestimmt nicht die ganze Bevölkerung "bearbeiten" oder "Flächendeckend" tätig werden.

Nur was darf man darunter überhaupt verstehen ? Es wird immer so getan, als hätte es zu jeden eine Akte gegeben, dass dies so nicht ist, ist ja erwiesen.

Und wenn jemand unter dem Verdacht nach 213 stand, natürlich gab es da ein zusammenwirken verschiedener Diensteinheiten. Das hatte ganz einfach mit den Verantwortungsbereichen zu schaffen. Wenn die Person beobachtet werden sollte, musste ich unter Umständen die HA VIII nutzen, sollte vielleicht noch das Telefonabgehört werden , musste die Abt. 26 bemüht werden. So war dies nun mal. Weder aufregend, noch ungewöhnlich.



Entschuldigt wenn ich mich in eure Disikussion einmische, aber eines brennt mir auf der Zunge, wenn ich die Ausführung Alfred's lese.

Dieses sogenannte Delikt "Republikflucht", § 213, wird hier von Alfred benannt, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Mitnichten Alfred, kein Land der Welt ( außer dem komm. Nordkorea und dem komm.Kuba) hindert seine Mitbürger das Land zu verlassen. Selbst in der Nazidiktatur konnten Menschen, die mit der Politik nicht einverstanden waren, Deutschland verlassen ( zu den Friedenszeiten, im Krieg gab es sicher Einschränkungen ) Da wurden unschuldige Menschen kriminalisiert, nur weil sie auswandern wollten, also die DDR verlassen wollten. Ich finde das einfach unglaublich, ich finde das ist Staatsterror höchster Vollendung, was hier in der Vergangengheit von der SED Führung ausging.Und die Mitarbeiter des MfS sind die Ausführenden dieses Staatsterrorismus gewesen. Und es solle sich bitte keiner wieder hinstellen und mit dem Finger auf Honecker zeigen, nach dem Motto der war's.
Honecker wäre ohne euch ein nichts gewesen. Das wollte ich mal dazu sagen, weil ich hier schon wieder die Bagatellisierung dieser kriminellen Handlungen sehe.

Viele Grüße vom Rhein





Ebent....Gert,

das ist einer der Punkte, die letztlich zum "Untergang"geführt haben.
Angefangen von der Mitsingebewegung "die Partei hat immer Recht"und wenn Du "Bürger" dich politisch nicht so verhältst wie, wir das
gerne hätten oder wollen,dann können wir eben auch ganz anders.
Selbst wenn ein DDR Bürger,ohne das er in den Westen gehen wollte,sich z.B.in Umweltpolitik betätigte,oder sich mit Gedanken anders denkender solidarisierte,kam er früher oder später ins Visier des MfS.
Da reicht es schon publik zu machen,das wieder einmal die "GSSD"Ihre Panzer am Ufer des Sees gewaschen haben und Öl abgelaufen ist.
Dererlei Aktionen gab es zu hauf.
Und da in der DDR nicht sein konnte,was nicht sein durfte,zerstört man sein Umfeld,seine sozialen Kontakte,seine Arbeitswelt.
Nichtzuletzt droht man Ihm mit Studiumverlust seiner Geschwister und dann, soweit in die Ecke gedrängelt,kommt der Bürger auch noch auf die Idee und stellt einen Ausreiseantrag.
Er will einfach nur noch raus und weg.
Dem wird natürlich erst einmal nicht stattgegeben,geschweige denn er bekommt vielleicht ja/nein eine Antwort und wenn der Bürger seinem Amt dann noch auf die "Nerven"geht und meint er würde
seinem Verlangen danach noch Ausdruck verleihen indem er dies öffentlich macht und kunde davon tut,spätestens dann, wird man nach noch weiteren Gründen suchen um Ihm der "gerechten Strafe"zuzuführen.
Das alles kann wer will,in seinen insofern vorhandenen MfSUnterlagen nachlesen oder es lassen.
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Danke BO, für die gute Ergänzung, mir fehlt seit meinem Weggang 1965 der rote Faden, d.h ich kenne das Leben im Detail in der DDR nicht mehr so, sondern nur noch von Besuchsreisen und aus der Zeitung ( nicht "Bild" und ähnlicher Quatsch, wie mir einige tendenziöse Forummitglieder immer wieder weismachen wollen). Der Titel dieses Liedes : die Partei hat immer Recht" sagt doch schon alles, mit welches Geistes Kindern wir es zu tun haben. So etwas sagt noch nicht mal der Vatikan und das sind schon autoritäre Leute.

[quote]





Viele Grüße vom Rhein


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#277

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 16:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Alfred
Gert,

es sind hundertausende unterhalb des Rentenalters gereist, schon vergessen ?




Jau es durften welche reisen.....schön selektiert lieber Alfred, damit se ja auch wiederkommen.....ich konnte mir jedefalls nich den Rucksack schnappen und in den Sommerferien durch Europa trampen......und komm mir jetzt nich damit, ich hätt's ja auch durch'n Balkan machen können.....

....weißt du wieviele Jugendliche sich jedes Jahr aufmachen an die Costa Brava um sich dort ein Taschengeld zu verdienen um ein paar schöne Tage zu haben.....sehr viele, hab einige schon oft im Truck mitgenommen......

....oder einfach mal auf Kreta am Red Beach ein Jahr pausieren und die Seele baumeln lassen....da brauch man garkein Geld für....ich kenn Leute, die das schonmal gemacht haben....bzw ab und an halt machen.....oder nach Indien hin und zurücktrampen...wieviele aus Westeuropa haben das gemacht....aber keiner aus dem Ostblock....

....nein, wenn man so leben wollte war man Staatsfeind....in frühen Jahren wurde den Jungen sogar noch die Haare kurz geschnitten auf Befehl oder se wurden als Gammler eingesperrt.....

....ja es durften Leute reisen....Reisekader von berufswegen, Sportler, wo zum Glück die meisten wieder zurück kamen....mein Vater durfte '88 mal seine Schwester besuchen im Sauerland.....naja, der hatte auch keinen Grund wegzulaufen, der hatte Haus, Hof, Frau und Kinder.....Frau und Kinder blieben als Pfand in der DDR, Haus und Hof sowieso......

groetjes uit Bari

Mara






Liebe Mara du hast mir viel Arbeit erspart und Alfred schon alles excellent erklärt. Hat er offenbar schon alles vergessen, von welcher Qualität die Reiseauswahl der DDR Autoritäten tatsächlich war. 3 Kriterien : halbtot, Rentner oder Zurücklassen von Geiseln. ( War auch einmalig auf der Welt, damit hatte die DDR eines ihrer Lieblingsziele erreicht: Weltmeister oder Weltniveau oder beides zusammen.
Das wars.

Viele Grüße vom Rhein


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#278

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 16:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von Alfred
Gert,

es sind hundertausende unterhalb des Rentenalters gereist, schon vergessen ?




Jau es durften welche reisen.....schön selektiert lieber Alfred, damit se ja auch wiederkommen.....ich konnte mir jedefalls nich den Rucksack schnappen und in den Sommerferien durch Europa trampen......und komm mir jetzt nich damit, ich hätt's ja auch durch'n Balkan machen können.....

....weißt du wieviele Jugendliche sich jedes Jahr aufmachen an die Costa Brava um sich dort ein Taschengeld zu verdienen um ein paar schöne Tage zu haben.....sehr viele, hab einige schon oft im Truck mitgenommen......

....oder einfach mal auf Kreta am Red Beach ein Jahr pausieren und die Seele baumeln lassen....da brauch man garkein Geld für....ich kenn Leute, die das schonmal gemacht haben....bzw ab und an halt machen.....oder nach Indien hin und zurücktrampen...wieviele aus Westeuropa haben das gemacht....aber keiner aus dem Ostblock....

....nein, wenn man so leben wollte war man Staatsfeind....in frühen Jahren wurde den Jungen sogar noch die Haare kurz geschnitten auf Befehl oder se wurden als Gammler eingesperrt.....

....ja es durften Leute reisen....Reisekader von berufswegen, Sportler, wo zum Glück die meisten wieder zurück kamen....mein Vater durfte '88 mal seine Schwester besuchen im Sauerland.....naja, der hatte auch keinen Grund wegzulaufen, der hatte Haus, Hof, Frau und Kinder.....Frau und Kinder blieben als Pfand in der DDR, Haus und Hof sowieso......

groetjes uit Bari

Mara






Liebe Mara du hast mir viel Arbeit erspart und Alfred schon alles excellent erklärt. Hat er offenbar schon alles vergessen, von welcher Qualität die Reiseauswahl der DDR Autoritäten tatsächlich war. 3 Kriterien : halbtot, Rentner oder Zurücklassen von Geiseln. ( War auch einmalig auf der Welt, damit hatte die DDR eines ihrer Lieblingsziele erreicht: Weltmeister oder Weltniveau oder beides zusammen.)
Das wars.

Viele Grüße vom Rhein



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#279

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 16:49
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Alfred
Gert,

na wieder mal Schaum vor dem Mund ?

Ich hatte wieter oben geschrieben, dass man erst klären müsste, was der 213 nun war, war es eine Straftat oder nicht ?

Das "weder aufregend noch ungewöhnlich" bezog sich auf die genannten Maßnahmen.




Alfred, jedes Urteil der DDR Gerichte wegen der sog. Republikflucht endete mit der Begründung § 213 verletzt. Da man als
Bürger aber überhaupt keine Wahl hatte, die DDR legal zu verlassen ( außer man war halbtot oder Rentner ) deshalb ist dieser § rechtswidrig und kriminell.

Gruß Gert




Gert,

dies war Deine Aussage.

Halten wir doch einfach mal fest, dass diese so nicht korrekt ist.

Punkt.


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#280

RE: In den Fängen der SED und Stasi in der DDR

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.08.2010 18:12
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von Zermatt

Zitat von Alfred

Zitat von Zermatt

Zitat von Zermatt
Bin auch mal gespannt,warum dieser grosse Aufwand,was Personal und Material betrifft,im Verhältniss zu Einwohnerzahl.Wieso so viel ?


Meine Frage bezog sich eigentlich auf diejenigen,die dem eigenen Volk auf die Finger schauten,also nicht PKE oder Personenschutz




Zermatt,

welche Diensteiheiten meinst Du denn ?

Z.b,die Hauptabteilung XX






Zermatt,

die Linie XX hatte mit den Bezirksverwaltungen rund 1.400 Mitarbeiter.

Da ist aber alles drin, vom Kraftfahrer , Sekretärin etc.



Ich denke du weist schon was ich meine,die Präsenz war massiv.Aber lassen wir das mal.



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