#1

Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 05:30
von Angelo | 12.396 Beiträge

Anfang der 90er Jahre gab es ja schon im Westen viele Ansätze der Mobilen Kommunikation, C-Netz und B-Netz schon anfang der 80er Jahre. Wie war die Entwicklung von Mobilfunk und Mobiler Kommunikation in der DDR ? Gab es da Ansätze oder sogar Entwicklungen? Wurden diese vielleicht nur Militärisch eingesetzt ?


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#2

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 07:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Bereits 1973 gab es in der DDR den ersten Prototyp des Volksphone mit dem die mobile Telekommunikation flächendeckend gewährleistet werden sollte, da ja wie bekannt die Festnetzanschlüsse noch rar waren.

Im Rahmen einer Auseinandersetzung wurde dieser Prototyp leider zerstört und so die Entwicklung um Jahre zurückgeworfen.

Ach weißte was, lies doch selbst:

http://www.tagseoblog.de/volksphone-omcl...ekert-ddr-handy
http://www.tagseoblog.de/neue-ddr-fotodokumente-volksphone


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.06.2010 07:33 | nach oben springen

#3

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 08:11
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Ja, das Volksphone in der DDR wäre sicherlich ein Meilenstein in der Entwicklung der Telekommunikation geworden und hätte die DDR im internationalen Ranking unter die ersten fünf führenden Industrienationen befördert.

Den Prototypen eines Volksphone- Handwagens gab’s auch schon. Der wäre nämlich erforderlich gewesen, um 1973 all die notwenige Technik für das mobile Telefonieren in der DDR hinter sich her zu ziehen.

Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#4

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 09:32
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Bereits 1973 gab es in der DDR den ersten Prototyp des Volksphone mit dem die mobile Telekommunikation flächendeckend gewährleistet werden sollte, da ja wie bekannt die Festnetzanschlüsse noch rar waren.

Im Rahmen einer Auseinandersetzung wurde dieser Prototyp leider zerstört und so die Entwicklung um Jahre zurückgeworfen.

Ach weißte was, lies doch selbst:

http://www.tagseoblog.de/volksphone-omcl...ekert-ddr-handy
http://www.tagseoblog.de/neue-ddr-fotodokumente-volksphone






Wenn man mal davon absieht, daß die mobilen Endgeräte zu damaliger Zeit gigantische Ausmaße gehabt hätten, halte ich sämtliche Aussagen darüber für ein Fake.
Ein Mobilfunknetz kann nur gut funktionieren, wenn das Festnetz dementsprechend ausgebaut ist. Das war in der DDR aber nicht der Fall. Das mag jetzt paradox klingen, ist aber so.
Auch unsere heutigen Mobilfunknetze basieren von ihrem Grundprinzip her auf Festnetzverbindungen. Meistens ist es so, daß der kürzeste Weg einer Mobilfunkverbindung drahtlos erfolgt (mobiles Endgerät zur Basisstation). Die Basisstationen sind entweder per Richtfunk bis zur übergeordneten Basis oder überwiegend per Festnetz miteinander verbunden. In drahtgebundenen Netzen lassen sich einfach mehr Daten schneller übertragen.

VG Anton



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#5

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 09:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Anton
halte ich sämtliche Aussagen darüber für ein Fake.



Hallo Anton das soll ja auch die Ironie dieses Beitrages verdeutlichen und natürlich sind alle Aussagen in den Links Quatsch.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#6

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 10:18
von fire-wr | 138 Beiträge

lach, ich hau mich weg..... das iss doch nen iphone... man wie kann man nur unsere alte heimat so ins lächerliche ziehen.....



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#7

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 10:38
von kurfuerst | 99 Beiträge

Das ganze ist mit Sicherheit keine Ost Erfindung, sondern eine Ostpreußische Erfindung und sie gab es schon in den 20iger Jahren.

Siehe den Link unten.

http://mierscheid.de.hm/


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


zuletzt bearbeitet 17.06.2010 10:42 | nach oben springen

#8

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 11:01
von fire-wr | 138 Beiträge

das mag es ja sein... aber ich glaub es geht eher darum was erich da in der hand hält:-)



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#9

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 11:09
von kurfuerst | 99 Beiträge

Na das gleiche wie Prof. Rudolph Mierscheid mit seinem
Funktelephon 1921 in Königsberg/Pr. in der Hand hält.

Das sieht man doch ganz deutlich oder nicht ?
Siehe Link unten.
http://ha-mi.de/mierscheid/mierscheid%201921.jpg


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


zuletzt bearbeitet 17.06.2010 11:12 | nach oben springen

#10

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 11:25
von kurfuerst | 99 Beiträge

In der Biograph von Prof. Rudolph Mierscheid steht doch der Satz Zitat "
Durch all diese umstände wurde leider auch der so große und geniale Erfinder dieses Funktelefonnetzes Professor Rudolph Mierscheid nicht mehr beachtet
und ist nach den Kriegswirren und den folgen der Flucht aus Königsberg im Jahre 1947 in Ost-Berlin verstorben."

Die haben das in Ostberlin nur einfach wieder raus geholt (ausgegraben).


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


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#11

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 11:51
von fire-wr | 138 Beiträge

also wenn es das selbe wäre wie auf dem andern bild also nee damals war die microelektronic auch noch nicht so weit um kleinste bauteile zusammen zusetzten.... also das was dein kollege da hat müßte rein theoretisch eine riesen telefonzelle sein...



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#12

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 15:31
von Greso | 2.377 Beiträge

Das ist der Schultaschenrechner..

Greso

Angefügte Bilder:
Rechner.jpg

zuletzt bearbeitet 17.06.2010 15:38 | nach oben springen

#13

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 17.06.2010 18:07
von Altermaulwurf (gelöscht)
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#14

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 12:56
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Angelo
Anfang der 90er Jahre gab es ja schon im Westen viele Ansätze der Mobilen Kommunikation, C-Netz und B-Netz schon anfang der 80er Jahre. Wie war die Entwicklung von Mobilfunk und Mobiler Kommunikation in der DDR ? Gab es da Ansätze oder sogar Entwicklungen? Wurden diese vielleicht nur Militärisch eingesetzt ?





Der Einsatz der mobilen Sprechfunkverbindungen war bereits Anfang der 1980er Jahre Alltag auf den mittleren und großen Rangierbahnhöfen und im Bauzugbetrieb der Deutschen Reichsbahn und keinesfalls auf Polizei- und Militärdienste beschränkt.
Die Handhabung war an strenge Vorschriften gebunden, die aber im Zusammenhang mit der Sprechdisziplin eher locker praktiziert wurden.
Komkret bekam jede Rangierlok und jedes Stellwerk eine Bezeichnung, wie z.B. Rabe 5 oder Roland 1 und zwar auch dann, wenn es nur ein Stellwerk gab, das die Rufe empfangen konnte.
Die Rangierer führten die Sprechfunkgeräte eher widerwillig mit, da sie bei den übrigen Arbeiten im Wege waren und man sich trotz vorhandener Technik lieber auf die Zeichengebung verließ.
Inzwischen gibt es bei der DB- AG mit der teilweisen Abschaffung der sog. Ortskanäle wieder eine Rückentwicklung zu einem extrem umständlichen Kommunikationsprozedere mit codierten Rufen und Aktivierungsaufwand und ohne Notruffunktion.

Die Ausrüstung des Zugfunks außerhalb der Rangierbahnhöfe gestaltete sich bei der DR nach meiner Erinnerung sehr schwerfällig, oft waren nur Bahnhöfe in Ballungsräumen erschlossen, wenn der Funk allerdings installiert war, funktionierte er dann aber auch.
Streckenlokomotiven waren Anfang der 1980er Jahre noch nicht sehr umfangreich ausgerüstet, die Elektrifizierung der DR ging aber auch mit einem Schub im Funkbetrieb einher, wobei man zunächst mit der Lokfunkausrüstung der Streckenlok nicht mit Rangierloks und Stellwerken kommunizieren konnte, wenn letztere allein mit Rangierfunk ausgerüstet waren.



zuletzt bearbeitet 20.06.2010 14:59 | nach oben springen

#15

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 13:07
von chucky | 1.213 Beiträge

Hackel, so kenn ich das nicht von der DR, aber will hier nich Streiten, war bis 83 bei der BM


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#16

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 13:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von chucky
Hackel, so kenn ich das nicht von der DR, aber will hier nich Streiten, war bis 83 bei der BM



Leider weiß ich nicht genau, was verkehrt sein soll, aber ich vermute einmal, daß du es so verstanden hast, daß die Bahnmeisterei mit Rangierfunk zu tun hatte.
Das war natürlich nicht so, ich bezog mich auf Bautrupps wie das IBB Dresden, die 1988/89 auf meiner Hausstrecke mit der Elektrifizierung zu tun hatten und die waren mit Funkgeräten ausgerüstet.
Ansonsten würde eine Richtigstellung Deinerseits nicht zum Streit führen, da ich zu DR- Zeiten kaum über den Großraum Halle/ Leipzig hinauskam und eben aus dieser Erfahrung heraus ist mein Beitrag zu verstehen.
Das Forum würde somit nicht zum ersten Mal meinen Horizont erweitern.



zuletzt bearbeitet 26.06.2010 21:23 | nach oben springen

#17

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 14:09
von chucky | 1.213 Beiträge

Hackel, eine Frage ,hattest du mit Oberleitung zu tun oder Unterbau.
Ich war oft auf der Stopfmaschine


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#18

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 14:13
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von chucky
Hackel, eine Frage ,hattest du mit Oberleitung zu tun oder Unterbau.
Ich war oft auf der Stopfmaschine



Ich war Lokführer bei der DR und damals sowohl auf der Strecke, dem Rangierbahnhof als auch im Gleisbau als Arbeitszug- Lokführer tätig.
Dabei war vom Schotter ziehen, Masten setzen und Oberleitung aufziehen alles drin.
Hast Du auch die Plasser und Theurer aus Österreich gefahren ?



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#19

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 14:20
von chucky | 1.213 Beiträge

Nee Hackel, war als Sipo auf Lok und Arbeitzug, hab aber viel mitgemacht, bin auch mal Kö und V6 gefahren


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#20

RE: Mobile Kommunikation in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2010 14:31
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Angelo
Anfang der 90er Jahre gab es ja schon im Westen viele Ansätze der Mobilen Kommunikation, C-Netz und B-Netz schon anfang der 80er Jahre. Wie war die Entwicklung von Mobilfunk und Mobiler Kommunikation in der DDR ? Gab es da Ansätze oder sogar Entwicklungen? Wurden diese vielleicht nur Militärisch eingesetzt ?



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Es wäre von grossem Vorteil gewesen schon zu DDR Zeiten Bündelfunk,Walki Talki1s oder was auch immer wirtschaftlich als Kommunikationsmittel einsetzen zu können.
Für den Handwerker oder gar die Bevölkerung aber absolute Fehlanzeige.
Als Lehrlinge haben wir mal angefangen in unserer Werkstatt zwei Stück zu bauen,völlig unbedarft,wollten den Kabelmonteuren
ein "Arbeitsmittel"basteln.
Die mussten immer mit einem Telefonhöhrer und normalen Flachbatterien die montierten Erdkabel "durchklingeln".
Sehr unflexibel mit den Dingern.
Die Idee wurde sehr schnell verworfen unser Meister war entsetzt über unsere "Neureridee" und die Dinger wurden eingezogen und vernichtet.
Da waren wir noch" blind" auf beiden Augen.


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