#21

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 09:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Also wie Du wissen wirst bin ich mit 19 Jahren in die BRD rüber gemacht, wurde etwas später hier gemustert und für tauglich befunden, brauchte aber den Wehrdienst nicht antreten, damit meine Mutter in der DDR als Lehrerin keine Schwierigkeiten zu befürchten hatte!! Ich wurde einfach zurück gestellt, wurde nie wieder diesbezüglich angesprochen und habe meinen Wehrpaß noch heute irgendwo rumliegen.
Schönen Gruß aus Kassel.



Zitat von turtle
Ich kann nur von mir schreiben. Ich war weder bei der VA noch bei der Bundeswehr. In der DDR wurde mir gesagt ich bin nicht würdig das Ehrenkleid zu tragen,da müsste ich mich erst einmal bewähren. Solange habe ich aber nicht gewartet.In der BRD bin ich nie gemustert worden oder habe etwas von der Bundeswehr erhalten. Ich hatte gehört Ex-DDR Bürger brauchen nicht zur Bundeswehr. Bei mir war der Fall aber noch anders,ich bin zur See gefahren da wurde ich sowieso freigestellt.Westberliner brauchten auch nicht zu dienen! Mir ist kein Fall bekannt das ein Seemann mit denen ich gefahren bin zum Heer musste.Aber das sind meine Erfahrungen. Allerdings die Fremdenlegion hat gern DDR Flüchtlinge genommen.
Gruß Peter(turtle)



Hallo Wosch und Turtle,

danke für die Antworten, damit kann ich was anfangen.

Eine entsprechende Rechtsnorm gab es dann also wahrscheinlich nicht und die Sache wurde nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (Rückstellung bis übers Einzugsalter) entschieden.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.05.2010 09:32 | nach oben springen

#22

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 10:03
von SanGefr | 218 Beiträge

Also, wer als Republikflüchtling in die Bundesrepublik wechselte und seinen Personalausweis bekam, erhielt diesen mit allen Rechten und Pflichten. Das schloss die allgemeine Wehrpflicht mit ein. Hatte man die NVA bereits hinter sich, so wurde dies als Ableistung der Wehrpflicht anerkannt. Im anderen Fall wurde man selbstverständlich "erfasst" und ggf. zur Musterung vorgeladen. Wer von den jungen Männern zur Bundeswehr wollte, dem hat man natürlich nicht abgewiesen, wenn er tauglich war. Im anderen Fall - und das war zu über 95 % die Regel - war es für diese jungen Männer, wenn sie wollten, ein Kinderspiel, nicht eingezogen zu werden. Der Artikel 12a Abs. 1 (Wehr- und Dienstpflicht) des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland war (und ist vielleicht auch heute noch)eine "kann"-Bestimmung. Hier heißt es: "Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr....." Hier muß ich "wosch" zustimmen. Gründe gab es immer, denen in der Regel entsprochen wurde. Hier befanden sich die jungen Männer, die in der Bundesrepublik geboren und aufgewachsen sind, klar im Nachteil. Es war nicht ganz so einfach, den Wehrdienst zu verweigern.
In meiner Grundausbildung befand sich ein Kamerad, der aus Berlin (West) kam und unbedingt zur Bundeswehr wollte um Offizier zu werden. Die Bundeswehr hat ihn genommen. Er mußte vorher seinen Wohnsitz in Berlin (West) aufgeben und in die Bundesrepublik übersiedeln, seinen Berliner Personalausweis abgeben und Bürger der Bundesrepublik werden. Wir Anderen konnten es nicht verstehen, dass jemand, der in Berlin (West) geboren ist, dort wohnt und dem Zugriff der Bundeswehr somit entging, sich freiwillig als späterer (Berufs-)Sanitätsoffizier der Bundeswehr stellte. Aber bitte: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen."
Jetzt noch eine Bemerkung am Rande: Während ich meinen Wehrdienst abgerissen hatte, kassierten andere Jungs, die nicht eingezogen wurden, die dicke Kohle und wir wurden mit "Brosamen" entschädigt. (Soldat 165,- DM im Monat, Gefreiter 220,- DM im Monat) Da hätte ich auch gerne auf Kameradschaft und dergleichen, wie es hier so schön umschrieben wurde, gut und gerne "gepfiffen."; obwohl ich als Sanitäter, weiß Gott, nichts auszustehen hatte. Ich glaube, fast alle hier, egal ob Ost oder West, wären nicht allzu böse gewesen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer, ihren Wehrdienst nicht hätten ableisten müssen.


zuletzt bearbeitet 20.05.2010 10:53 | nach oben springen

#23

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 11:30
von Wolle76 (gelöscht)
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Zitat von SanGefr

In meiner Grundausbildung befand sich ein Kamerad, der aus Berlin (West) kam und unbedingt zur Bundeswehr wollte um Offizier zu werden. Die Bundeswehr hat ihn genommen. Er mußte vorher seinen Wohnsitz in Berlin (West) aufgeben und in die Bundesrepublik übersiedeln, seinen Berliner Personalausweis abgeben und Bürger der Bundesrepublik werden. Wir Anderen konnten es nicht verstehen, dass jemand, der in Berlin (West) geboren ist, dort wohnt und dem Zugriff der Bundeswehr somit entging, sich freiwillig als späterer (Berufs-)Sanitätsoffizier der Bundeswehr stellte. Aber bitte: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen."



Das von mir rot markierte ist absoluter Humbug. Natürlich konnte sich jeder Westberliner freiwillig zur Bundeswehr melden. Er mußte sich halt nur auf mind. 4 jahre verpflichten. Er brauchte aber seinen Wohnsitz nichtin die BR verlegen. Desweiteren war jeder Westberliner Staatsbürger der BRD oder gab es etwa eine eigene "staatsbürgerschaft für Westberlin"?[ironie]

Ein Bekannter war als Westberliner von 61-65 freiwillig beim Bund. Wärend dieser Zeit war er 3-4 mal auf Urlaub daheim. Jedesmal mußte er eine Erklärung unterschreiben das er nicht den landweg benutzen durfte, und sich der Mauer nicht näher als 1-2 Km nähern durfte. Auf seine Erwiederung das dieses nuicht möglich sei da er sonst nicht das Elternhaus betreten dürfte, sagte man ihm er solle es nicht an die große Glocke hängen.


zuletzt bearbeitet 20.05.2010 11:31 | nach oben springen

#24

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 11:30
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Wosch, Wehrdienst ob Ost oder West, sehe ich als elementaren Bestandteil der Persönlichkeitsbildung.

Hier lernt man die Höhen und Tiefen der eigenen Existenz, seine körperlichen Grenzen, aber auch Kameradschaft und Gemeinschaft kennen.

Unabhängig von der Seite auf der man stand, hat es in den wenigsten Fällen den Menschen zum Nachteil verändert.




Bei mir war es genau einer der zwei Gründe, warum ich die DDR drei Wochen nach Grenzöffnung verlassen habe. Ich wollte als damals 21-jähriger keinen Wehrdienst leisten und der Einberufung zuvorkommen. Einen zivilen Ersatzdienst gab es damals (noch) nicht in der DDR. Und in der BRD bin ich niemals in Bezug auf Wehrdienst behelligt worden.

Meine Ablehnung des Wehrdienstes hatte auch seinen Ursprung:
Im Herbst 1987 wurden aus meinem Bekanntenkreis drei gute Freunde zum Wehrdienst eingezogen. Einer ging zu den Grenztruppen, der zweite zur Bereitschaftspolizei und der dritte zur NVA. Alle drei waren fröhliche, aufgeschlossene, extrovertierte vielleicht auch etwas naive junge Männer, die ihren Wehrdienst antraten. Im Frühjahr 1989 kamen sie retour und waren genau das Gegenteil von dem, wie ich sie oben beschrieben habe. Sie sprachen nicht mehr oder nur wenig, hinterließen einen nicht fröhlichen aber geknickten und introvertierten Eindruck. Sie waren wie alte Männer, deren Willen man "gebrochen" hatte.
Als elementaren Bestandteil der Persönlichkeitsbildung würde ich das nicht bezeichnen. Eher als das Gegenteil davon.


VG Anton



zuletzt bearbeitet 20.05.2010 11:37 | nach oben springen

#25

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 12:23
von Wolle76 (gelöscht)
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Mit Erlaubnis aus dem neuen Forum stelle ich hier folgenden Beitrag eines ehemaligen Users ein.

[Zitat]


Ich bin zwar kein Fluechtling, unserer Familie wurde Anfang der 80er die Ausreise genehmigt, jedoch gabs da keine Unterschiede. Ich wurde nachdem ich 18 war (ich glaube mit 19 oder 20) ganz normal gemustert. Am Ende der Musterung war dann die Frage der anwesenden Offiziere wo ich meinen Wehrdienst ableisten moechte, worauf ich einfach sagte "Ich moechte aus Gewissensgruenden verweigern, da ich nicht in die Verlegenheit kommen will auf meine Freunde zu schiessen". Der Offizier fragte einmal nach, ob dies so meine Entscheidung sei, was ich bejahte, und daraufhin wurde mir gesagt das ich Zivilersatzdienst zu leisten habe. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Monate beim THW aktiv, und kurz darauf bekam ich meine Papiere das mein Ersuchen auf Ersatzdienst beim THW genehmigt war. Zu diesem Zeitpunkt war die Ersatzdienstdauer beim THW 10 Jahre.(*)

D.h. man war automatisch Bundesbuerger (es gab nur eine Staatsbuergerschaft) mit allen Rechten und Pflichten - also auch die Wehrpflicht. Allerdings weiss ich das der abgeleistete Dienst bei der NVA im Westen anerkannt wurde (die mussten also nicht zweimal). Ich kannte ein paar im JGW die den GWD bei der NVA hinter sich hatten, und sich dann bei der Bundeswehr beworben haben (fuer eine Berufslaufbahn). Diese wurden dann auch nach ein paar Wochen angenommen.

Hoffe Dir geholfen zu haben, Feliks
-Th

* Uebrigens bin ich mit dem THW auch einmal in einem Kriegsgebiet eingesetzt worden (hatte mich freiwillig fuer diesen Einsatz gemeldet)

[/Zitat]


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#26

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 13:08
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo felix. mein vater ist nach west berlin geflohen. 2 jahre später ist er dann nach wiesbaden gezogen und wurde dann auch gemustert. wurde aber für nicht tauglich befunden. mußte dann auch keinen ersatzdienst machen. also wer bundesbürger wurde mußte dann auch wehrdienst leisten wenn er tauglich war. lg glasi.



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#27

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 14:50
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wolfgang, eine komische Begründung, das mit deiner Mutter und das sie durch deinen " Wehrdienst West" Nachteile erlitten hätte.
Das Eine hatte doch mit dem Anderen nichts zu tun? Du warst einmal drüben, warum sollte da deine Mutter für deinen weiteren Werdegang büßen? Leuchtet mir irgendwie nicht ein?
Hatten wir irgendwo Sippenhaft, wie bei Adolf Hitler? Das denke ich nicht.

R-M-R



Bleib kuhl, RMR!
Es war durchaus öfters so. dass man in der DDR Nachteile zu erwarten hatte, wenn im anderen Deutschland jemand etwas Unerwünschtes tat und das durch irgendwelche Umstände herauskam. Ich würde es nicht als offizielle Politik bezeichnen, eher als etwas, was von den vielen kleineren "Königen" in eigener Machtvollkommenheit oft willkürlich in vorauseilendem Gehorsam und diesen weit überschreitend durchgezogen wurde. So kenne ich Beispiele, wo jemand aus einer Jagdgesellschaft fliegen sollte (es kam nicht dazu, weil es hierfür keine Mehrheit gab), weil seine Mutter drüben geblieben war und obwohl er sich bewußt für das "Hierbleiben" entschied. Ich kenne auch ein Beispiel, wo jemand im Bergbau nicht auf den Führerstand eines Abraumbaggers durfte, weil Verwandter über drei Ecken (nicht mal direkt) beim Bund Informatiker war. In allen Beispielen war kein sachlicher Grund zu erkennen, so dass das Wort von "Sippenhaft" schon irgendwie zutrifft.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#28

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 17:12
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Wolle76

Hoffe Dir geholfen zu haben, Feliks
-Th

[/Zitat]




Danke.


Die Hoffnung das es bald nur noch ein Forum gibt und wir alle wieder hier zusammen schreiben wird wohl eine bleiben. Na ja, hoffen darf man ja.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.05.2010 17:17 | nach oben springen

#29

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 17:36
von seaman | 3.487 Beiträge

Wurde in der Bundesrepublik nicht mit Wehrdienst bzw. Reserve belästigt.

seaman


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#30

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 18:36
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, " auf welcher Seite man keine Perspektive hatte", so dein schöner Satz, der reizt mich gleich wieder zu einer Antwort.
Wieso hatten wir denn keine Perspektive, so ein Quatsch. Du meinst doch wahrlich, nur der Westen bot Entwicklung und freies Leben, wieder Quatsch.Wenn ich an meine ganz persönliche Entwicklung im Sozialismus denke, so muss ich sagen...Glück gehabt, den richtigen Beruf gelernt, obwohl er nicht mein Traumberuf war, alles das geschafft, was wir in Familie und ich persönlich uns vorgenommen hatten, gesunde Kinder bekommen trotz Umweltverschmutzung in der Leipziger Ecke, meiner/unserer Heimat und so hätte das weitergehen können.In aller Ruhe, und ich schrieb schon mal, das ich die Wende nicht gebraucht hätte.
Ich lebe heute nicht viel anders als damals, ok, kann Weltreisen aber ich bin so altmodisch, mich ziehts gar nicht aus unserem schönen Deutschland raus.
Wichtig war mir immer die Arbeit/ Nebenbeiarbeit, denn ohne Moos nix los, das galt schon im Sozialismus.
Und das mit den fünf Fingern Arbeitslosen in Westdeutschland der 60er Jahre? Das du dich da mal nicht irrst, hast wahrscheinlich deine Umwelt nicht so wahrgenommen und dem Bergmann stand das nun nicht gerade auf der Stirn, das man seine Zeche gerade geschlossen hatte und der war bestimmt kein Einzelfall.
Aber wie geschrieben: " Du kommst mir immer so vor, als meinst du doch ernsthaft, bei uns war Alles Dreck und keiner konnte herzhaft lachen und hatte schon Bauchschmerzen, wenn er früh aufstand und aus dem Fenster schaute...verdammt,meinte Er noch, warum bin ich nicht abgehauen wie der Wolfgang?"

R-M-R


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#31

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 18:48
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Altermaulwurf
Wosch, Wehrdienst ob Ost oder West, sehe ich als elementaren Bestandteil der Persönlichkeitsbildung.Hier lernt man die Höhen und Tiefen der eigenen Existenz, seine körperlichen Grenzen, aber auch Kameradschaft und Gemeinschaft kennen.

Unabhängig von der Seite auf der man stand, hat es in den wenigsten Fällen den Menschen zum Nachteil verändert.



Meinst du das jetzt ehrlich ?



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#32

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 19:10
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Zermatt, ich sehe das haargenauso, denn wichtig für einen jungen Kerl ist als erste Amtshandlung" Unterordnung in der Gruppe, in die Gruppe". Er muss sich also fügen, einfügen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt in der Entwicklung eines jungen Mannes, denn lernt er das nicht, so meint er doch: " Er ist König Machallesrichtig, nein, noch besser, er ist König Ichweißalles, oder Bettmachichnicht oder Aufwaschenkannmeinefrauallein und Fensterputzendazu.
Hast du meinen Humor verstanden, mein Freund aus dem Ruhrpott? Er, der junge Kerl ist eine Pfeife, die erst geschliffen werden muss, so das er zum Mann ward. So einfach ist das, denn lernt er das nicht im Elternhaus, so lernt er es bei der Armee.
Die "Urinkellner", die Zivis, davon hält der Rainer-Maria nicht viel, obwohl ihre Arbeit wichtig ist, ohne Frage.

R-M-R


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#33

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 19:14
von glasi | 2.815 Beiträge

rainer. zermatt und ich sind nicht aus dem ruhrpott!! aber mit den rest hast du vollkommen recht.lg glasi



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#34

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 19:19
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

also früher haben die eltern immer gesagt"komm du erst mal zur armee,da bringen sie dir schon zucht und ordnung bei" ist was wares dran.die jungs lernten betten machen,saubermachen,nähen und sich unterzuordnen.wieder zu hause war manche mutter nun stolz auf ihren vorher mißratenen sohn


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#35

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 19:26
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wie wahr, wie wahr Pitti, genauso ist das und leider drehen da noch welche am Rad mit " Wehrpflicht nur noch sechs Monate, oder so"?
Was das mal noch werden soll? Hier rennen so schon genug Machos, junge Machos auf der Straße herum, die kaum gerade aus laufen können, vor lauter Kraft und Kleinhirn.
Glasi, das wusste ich doch nicht, das ihr keine "Pottaner" seit? Aber ich muss erstmal wieder meine Schöne abholen, bis dann.

R-M-R


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#36

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 21:02
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wie wahr, wie wahr Pitti, genauso ist das und leider drehen da noch welche am Rad mit " Wehrpflicht nur noch sechs Monate, oder so"?
Was das mal noch werden soll? Hier rennen so schon genug Machos, junge Machos auf der Straße herum, die kaum gerade aus laufen können, vor lauter Kraft und Kleinhirn.
Glasi, das wusste ich doch nicht, das ihr keine "Pottaner" seit? Aber ich muss erstmal wieder meine Schöne abholen, bis dann.

R-M-R



Von den 6 Monaten gehen aber noch Urlaub und bei denen die es drauf anlegen auch noch Krankheit ab.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.05.2010 21:03 | nach oben springen

#37

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 21:25
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Feliks, verdammte Weicheidemokratie, sie bekommt es doch nicht auf die Reihe. Kein Wunder, das heute die Kerle ihr eigenes Weltbild nicht mehr definieren können. Dann noch Alixe Schwarzer und der Frauenmachoblock...und gleich wird Tine schreiben, aber halt, sie ist ja nicht mehr in unserem Grenzforum. Aber ich hatte mal Kontakt mit ihr, so geheim....sie kann mich wieder leiden und ich mag sie, weil sie nicht hinter dem Berg hält.

R-M-R


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#38

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 22:02
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Feliks D.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wie wahr, wie wahr Pitti, genauso ist das und leider drehen da noch welche am Rad mit " Wehrpflicht nur noch sechs Monate, oder so"?
Was das mal noch werden soll? Hier rennen so schon genug Machos, junge Machos auf der Straße herum, die kaum gerade aus laufen können, vor lauter Kraft und Kleinhirn.
Glasi, das wusste ich doch nicht, das ihr keine "Pottaner" seit? Aber ich muss erstmal wieder meine Schöne abholen, bis dann.

R-M-R



Von den 6 Monaten gehen aber noch Urlaub und bei denen die es drauf anlegen auch noch Krankheit ab.



na ja. es ist doch egal ob 6, 10, 12, 18, 24 monate. diziplin ist sowiso nur in der AGA. danch ist die displin genauso wie zuhause.. lg glasi



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#39

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 22:39
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Zitat von Zermatt

Zitat von Altermaulwurf
Wosch, Wehrdienst ob Ost oder West, sehe ich als elementaren Bestandteil der Persönlichkeitsbildung.Hier lernt man die Höhen und Tiefen der eigenen Existenz, seine körperlichen Grenzen, aber auch Kameradschaft und Gemeinschaft kennen.

Unabhängig von der Seite auf der man stand, hat es in den wenigsten Fällen den Menschen zum Nachteil verändert.



Meinst du das jetzt ehrlich ?




Sicher, unabhängig von der politischen Sichtweise ist das so.

Es gehört zum Leben dazu, sich ein und unter zu ordnen, schwierige Situationen zu bewältigen und in der Gruppe vielleicht auch Menschen anderer sozialer Herkunft und Anschauung kennen zu lernen und mit diesen auszukommen.

Viele müssen leider erst dort lernen für sich selbst und andere Verantwortung zu haben.

In der Schule wird so etwas jedenfalls nicht mehr vermittelt.


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#40

RE: Wehrpflicht nach Republikflucht???

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.05.2010 22:51
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Altermaulwurf

Zitat von Zermatt

Zitat von Altermaulwurf
Wosch, Wehrdienst ob Ost oder West, sehe ich als elementaren Bestandteil der Persönlichkeitsbildung.Hier lernt man die Höhen und Tiefen der eigenen Existenz, seine körperlichen Grenzen, aber auch Kameradschaft und Gemeinschaft kennen.

Unabhängig von der Seite auf der man stand, hat es in den wenigsten Fällen den Menschen zum Nachteil verändert.



Meinst du das jetzt ehrlich ?




Sicher, unabhängig von der politischen Sichtweise ist das so.

Es gehört zum Leben dazu, sich ein und unter zu ordnen, schwierige Situationen zu bewältigen und in der Gruppe vielleicht auch Menschen anderer sozialer Herkunft und Anschauung kennen zu lernen und mit diesen auszukommen.

Viele müssen leider erst dort lernen für sich selbst und andere Verantwortung zu haben.

In der Schule wird so etwas jedenfalls nicht mehr vermittelt.





Mein lieber Maulwurf, Dank Deiner Sichtweise komme ich aus dem "Kopfschütteln" nicht mehr raus. Was bin ich froh, daß ich den Scheiß nicht mitgemacht hatte und glaube mir, diese Leute , die mir solche "werte" vermitteln sollten konnten ebenfalls froh sein, daß sie mich nicht in die Finger gekriegt hatten!! Das sagt Dir Einer, der auch ohne den Barras Vater und Mutter geehrt hatte!!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.05.2010 22:57 | nach oben springen



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