#21

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 13.11.2012 20:33
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #19

Zitat
Eine weitere Skihütte gibt (oder gab?) es etwas versteckt in Richtung Erdberkopf. Dabei handelte es sich ebenfalls um eine BSG-Hütte, die aber oftmal.s vom FDGB an Urlauber aus dem NSW vermietet wurde. Das gab mitunter ulkige Zusammentreffen, wenn sie versuchten, uns bei USM-Kontrollen auszufragen


Die nahe Erdbeerkopf, das dürfte "meine" gewesen sein. Lag sehr versteckt in einer Mulde auf einer Bergkuppe in einem Geröllfeld. Nach meiner Erinnerung war das Dach fast ebenerdig, aber es kann sehr hoher Schnee gelegen haben.
An die Motor-Hütte glaube ich nicht, der Vater von meinem Freund hat im Elmo gearbeitet, dann wäre die Hütte nicht so rätselhaft für uns gewesen.

Hätte eigentlich Herr v. Schnitzler auf den Brocken gedurft? Hat ihn mal jemand dort gesehen?




Ich kann mir gut vorstellen, das er (der Herr K. E. v. Sch.) das gedurft hätte. Eine Art Voranmeldung wäre für ihn bestimmt nur eine reine Formalie gewesen, das man genug Zeit gehabt hätte, Seitens aller sich auf dem Brocken befindlichen Dienste von GT, des MfS, der Post, des Meterologischen Dienstes der DDR und der VP sich auf diesen doch höher karätigen Besuch vorzubereiten. Das übliche Prozedere betreffs des diensthabenden Personals, welches handverlesen gewesen wäre und eingetrichtert bekommen hätte, was sie sagen dürfen und was nicht.

Ob er selbst dort mal oben war, es ist mit einiger Sicherheit davon auszugehen, denn auch K. E. v. Sch. hat selbstverständlich eine gewisse Neugier gehabt und der Brocken war ja nun mal nicht irgendein Berg. Eine Bestätigung gar, ob er oben war, kann ich selbst nicht geben. Mir ist aus Berichten und Erzählungen auch nichts bekannt geworden.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#22

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 13.11.2012 20:46
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Josy95

Ich war selbst von Mai 1989- bis nach dem 09.11.1989 da oben auch von Erzälungen kann ich mich an so einem Treffen auf dem Brocken nicht
Erinnern Ich glaube mal nicht das er sich den Stress da oben geben wollte :: Wem wollte dieser Mann irgend etwas Erzählen ??? Der von der
wirklichkeit keine Ahnung hatte

Mfg
Grüsse aus Sachsen


nach oben springen

#23

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 13.11.2012 20:52
von terraformer1 | 193 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #3
zitat: Persönlich mag ich den Harz.
Urlaubsmäßig habe ich den Eindruck das der Harz wieder im Kommen ist. ( oder täusche ich mich da? )

hallo sigurd ,
du täuschst dich nicht,der harz erfreut sich in der ganzen welt grosser beliebtheit.
vor einigen jahren hat ein bürger die "harzer wandernadel" erfunden.es war das beste ,was
mir passieren konnte.ich konnte aus gesundheitlichen gründen kaum noch gehen.im krankenhaus hat
mich ein älterer herr angespornt , die wandernadel in vielen stufen zu erlangen.so komme ich in teilen
des ost- und westharz an stellen, die mir vor der wende nicht zugänglich, bzw. unbekannt waren.
bei meinen wanderungen treffe ich auf menschen aus aller welt.ich bin gezwungen auf klippen zu klettern,
oder an orten zu kommen ,die ich nie gesucht hätte.ich will ja den stempel als nachweis.mein gesund- heitszustand hat sich bedeutend verbessert.viele wanderer kommen mit ihrer familie ein zweites und drittes mal.sie wollen ja eine höhere stufe erlangen.die leute der kobe bauen schutzhütten,grillplätze,
und auch schöne wegetafeln.es ist eine freude den harz schon in den frühen morgenstunden zu erwandern.
gerade im ehemaliegen grenzgebiet treffen sich wanderer aus ost und west.sie sind wie freunde. ich glaube , auch dies ist ein guter weg um der einheit in den köpfen näher zu kommen.so nun genug.

viele grüsse vom tiroler


Ich bin 2008 Wanderkaiser geworden.


nach oben springen

#24

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 13.11.2012 22:55
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Friedensfahrt im Beitrag #22
Josy95

Ich war selbst von Mai 1989- bis nach dem 09.11.1989 da oben auch von Erzälungen kann ich mich an so einem Treffen auf dem Brocken nicht
Erinnern Ich glaube mal nicht das er sich den Stress da oben geben wollte :: Wem wollte dieser Mann irgend etwas Erzählen ??? Der von der
wirklichkeit keine Ahnung hatte

Mfg
Grüsse aus Sachsen


@Friedensfahrt, ab Mitte 80-er machte sich verstärkt der Eindruck breit, so mein Empfinden, das sich vor allem vor dem Hintergrund der unübersehbaren wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der DDR, aber auch der beginnenden Umwälzungen im gesamten sozialistischen Lager, das sich ein Herr K. E. v. Sch. immer unglaubhafter machte. Ich glaube fast, er wurde selbst von der Mehrheit der eigenen Genossen nur noch müde belächelt. Seine Hetztrieaden, seine Phrasendrescherei über die Überlegenheit des damals real exestierenden Sozialismus à la DDR über die BRD glaubte niemand mehr, wollte niemasnd mehr höhren. Außer vermutlich, die es zwangsweise verordnet bekamen, um überhaupt noch Einschaltquoten zu haben.

Auch wurde es objektiv und irgendwie immer leiser um einen Herrn K. E. v. Sch., zumindest drang darüber kaum noch was an die Öffentlichkeit. Vielleicht hatte man ihm auch nahegelegt, seine peinlichen Auftritte zu unterlassen. Seine eigentliche Art Hoch - Zeit in Schierke war nach meinem Kenntnisstand eher in den 60-er bis Anfang der 80-er Jahre. Ich werde bei Gelegenheit mal unseren ehem. ABV fragen, ob der sich daran noch erinnern kann.

@Friedensfahrt, warst Du eigentlich am 03.12.1989 bei der Öffnung des Brockens noch bei den GT, ggfls. an diesem Tag auf dem Brocken?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 13.11.2012 22:57 | nach oben springen

#25

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 14.11.2012 22:06
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Hallo Ihr???
josy 95

Ja ??? Ich war bei der Öffnung mit dabei !!! Aber vor dem Zaun bzw. vorm KTL. Sorry die alles jetzt lesen


nach oben springen

#26

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 14.11.2012 22:18
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Dann erzähle doch bitte mal.
Ich war, glaube ich, im frühen Januar 90 das erste Mal auf dem Brocken. Damals standen der Zaun und die Mauer noch und "die Freunde" haben an ihrem Tor heiße Getränke ausgeteilt. Zur Moschee ist man irgendwie nicht gekommen oder gegangen. Es standen auch noch die Stasi-Gittermastantennen für den Bündel-Agentenfunk nach Westen, die dann sehr schnell weggeräumt wurden.

Irgendwann, möglicherweise im Frühjahr 90, habe ich auch eine der Kuppeln der Freunde von innen besichtigen dürfen. Da war aber mehr so ne große Fernsehantenne drin, kein Radar (wer weiß, vielleicht wars vorher drin?). Die Kuppel selbst, aus Kunststoff, stammte aus der DDR. Kann es sein von der DEFA in Babelsberg, die offenbar diese spezielle Kunstharzverarbeitung machen konnten?

Am Bf. Goetheweg stand auch noch die Hütte und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.


zuletzt bearbeitet 14.11.2012 22:20 | nach oben springen

#27

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 14.11.2012 22:53
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Friedensfahrt im Beitrag #25
Hallo Ihr???
josy 95

Ja ??? Ich war bei der Öffnung mit dabei !!! Aber vor dem Zaun bzw. vorm KTL. Sorry die alles jetzt lesen











???????????????????



@Friedensfahrt, alles chick?

Ich versteh nur Bahn -hof!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#28

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 14.11.2012 22:56
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #26
Dann erzähle doch bitte mal.
Ich war, glaube ich, im frühen Januar 90 das erste Mal auf dem Brocken. Damals standen der Zaun und die Mauer noch und "die Freunde" haben an ihrem Tor heiße Getränke ausgeteilt. Zur Moschee ist man irgendwie nicht gekommen oder gegangen. Es standen auch noch die Stasi-Gittermastantennen für den Bündel-Agentenfunk nach Westen, die dann sehr schnell weggeräumt wurden.

Irgendwann, möglicherweise im Frühjahr 90, habe ich auch eine der Kuppeln der Freunde von innen besichtigen dürfen. Da war aber mehr so ne große Fernsehantenne drin, kein Radar (wer weiß, vielleicht wars vorher drin?). Die Kuppel selbst, aus Kunststoff, stammte aus der DDR. Kann es sein von der DEFA in Babelsberg, die offenbar diese spezielle Kunstharzverarbeitung machen konnten?

Am Bf. Goetheweg stand auch noch die Hütte und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.


@HW, das war deffinitiv der Zustand 1990/ 91, ab Ende 1990, forcierter aber ab Frühjahr 1991 ging es dann massiv an den Abbau der Reste der Grenzanlagen,

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 15.11.2012 12:24 | nach oben springen

#29

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 14.11.2012 23:44
von kator | 115 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #26
Dann erzähle doch bitte mal.
Ich war, glaube ich, im frühen Januar 90 das erste Mal auf dem Brocken. Damals standen der Zaun und die Mauer noch und "die Freunde" haben an ihrem Tor heiße Getränke ausgeteilt. Zur Moschee ist man irgendwie nicht gekommen oder gegangen. Es standen auch noch die Stasi-Gittermastantennen für den Bündel-Agentenfunk nach Westen, die dann sehr schnell weggeräumt wurden.

Irgendwann, möglicherweise im Frühjahr 90, habe ich auch eine der Kuppeln der Freunde von innen besichtigen dürfen. Da war aber mehr so ne große Fernsehantenne drin, kein Radar (wer weiß, vielleicht wars vorher drin?). Die Kuppel selbst, aus Kunststoff, stammte aus der DDR. Kann es sein von der DEFA in Babelsberg, die offenbar diese spezielle Kunstharzverarbeitung machen konnten?

Am Bf. Goetheweg stand auch noch die Hütte und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.



Hallo Harzwanderer

Die Hütte am Goetheweg, war ein Bungalow aus DDR Produktion und, wie ich gelesen habe ( im Themenbereich 7.GK Schierke), als Postenunterstand der GT gedacht.

MFG kator



nach oben springen

#30

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 15.11.2012 15:50
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #26
...und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.


Das waren wirklich ehemalige Eisenbahnschwellen, die dort als Unterstand mehr so illegal aufgestellt wurden. Vorteil war, dass die Dinger stabil genug waren um dem Schneedruck standzuhalten und vom Battaillioner bzw Hauptfeld nicht einfach umgeschmissen werden konnten. Wenn wieder mal der Dienstvorschriftsfimmel umging. Nachteil war, dass man drinnen nicht viel hörte und gerade unten am Gleis der Wind ordentlich zugig war. Deshalb haben wir lieber oben am Bahnparrallelweg geblockt. Dort stand die zweite Hütte, nicht weniger illegal als die drunten am Gleis.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#31

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 15.11.2012 21:19
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Hallo Ihr

josy95

Warum verstehst Du Bahnhof ????
Ich hatte doch geschrieben das ich am 03.12.1989 auf dem Brocken war auch als Angestellter der GT aber nur mit den ganzen Leuten vor dem Tor


Ich kann dich schon verstehen...

Als Angestellter der GT hatte es sich noch keiner getraut seine Familie nach Schierke mit Übernachtung zu holen !!!!
Meine Frau war zum Zeitpunkt des 03.12.2012 das 3.mal in Schierke in der kurzen Zeit wo ich da war (01.1989-ca Mitte 12.1989 )

War damals schon eine Schinderei mit meinem Sohn auf der Schulter durchs Eckerloch mit den ganzen anderen Leuten lang hoch zu laufen
aber innerlich war es eine Befreiung vom ganzen . Ich wusste auch nicht was dann da oben geschehen wird ,,,, Die Kumpels die Dienst hatten
konnte ich ja nicht erreichen. Aber eins kann ich mit sicherheit sagen wo dann das Tor auf ging sind alle die da oben waren ganz sachte hinauf gelaufen, ich Persönlich habe mich beim Major bedankt mit meiner Familie , danach sind wir drei zum Bahnhof gelaufen und Hardy hat uns noch was zu Trinken gegeben.


Ich hatte schon mal eine kleine andere Geschichte im Forum Schierke geschrieben


Grüsse aus Sachsen


nach oben springen

#32

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 19.11.2012 19:17
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #26
...und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.


Das waren wirklich ehemalige Eisenbahnschwellen, die dort als Unterstand mehr so illegal aufgestellt wurden. Vorteil war, dass die Dinger stabil genug waren um dem Schneedruck standzuhalten und vom Battaillioner bzw Hauptfeld nicht einfach umgeschmissen werden konnten. Wenn wieder mal der Dienstvorschriftsfimmel umging. Nachteil war, dass man drinnen nicht viel hörte und gerade unten am Gleis der Wind ordentlich zugig war. Deshalb haben wir lieber oben am Bahnparrallelweg geblockt. Dort stand die zweite Hütte, nicht weniger illegal als die drunten am Gleis.



Bin mir nicht ganz sicher, ob wir am Eckerloch das Gleiche meinen. Der Unterstand/Deckung aus Schwellen, den ich meine, direkt neben dem Gleis am Eckerloch, war eher keine Pausenhütte. Ich glaube der war oben sogar offen. Er hatte vor allem eine Art Schießscharte Richtung Gleis talwärts. Wenn jemand von Schierke aus auf dem Gleis Richtung Brocken gelaufen wäre, hätte man den lange ungesehen von dort aus beobachten können. Wir haben den auch erst erkannt, als wir direkt davor standen. Damals gab es keinen Verkehr auf der Brockenstrecke. Wir sind die Gleise damals hochgelaufen.

Nochmal ne andere Frage zum Urlaub in Schierke:
Wie weit genau durften die dortigen Urlauber laufen? Wie weit hoch zum Brocken und durften die auch quer durchs Gehölz? Wie oft und wie genau wurden die überwacht oder kontrolliert? Mich würden möglichst genau die Vorschriften und die Praxis interessieren. Und standen die Urlauber manchmal staunend an der Grenztruppenkaserne in Schierke und haben sich die dortige Mauer angesehen?

Ich erinnere mich an mehrere, ständig dort befindliche "Baubuden" im Wald, eben so waldarbeitermäßig, die man an einer kleinen Lichtung vom (öffentlichen) Glashüttenweg in Richtung Zetherklippen passierte. Dort rauchte auch im Winter ein Ofen. Man sah aber niemanden. Hätte z.B. auch was für Kontrollpersonal sein können.


zuletzt bearbeitet 19.11.2012 19:26 | nach oben springen

#33

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 19.11.2012 21:03
von S51 | 3.733 Beiträge

Doch, wir meinen im Eckerloch das Gleiche. Wenn das Dach fehlte, dann hatte da wieder mal der o.g. Dienstvorschriftsfimmel nahezu wortwörtlich zugeschlagen. Der Rest war nicht so einfach kaputtzukriegen wie das Dach. Nein, "Schießscharten" waren das nicht. Fenster ohne Glas eben.
Mit Passierschein auf den Wegen bis an den Kontrollpunkt der Brockenstraße kurz vor die obere Kreuzung, etwa 300 m vor dem Brockenplateau. Ansonsten bis zum jeweiligen Schutzstreifenschild. Also auch an der Kompanie vorbei die Brockenstraße hoch. Aber nicht quer durch das Gelande. Es mussten öffentliche Wege benutzt werden. Ansonsten war das ein Verstoß jedoch nicht gegen Grenzgesetz sondern Grenzordnung und Naturschutzrecht (gab es damals auch schon, wurde aber i.R. nicht bestraft). Ausnahme war, wenn jemand westlich der Brockenstraße im Gelände angetroffen wurde. Dann war er ein "VGO".
Die "Baubuden" (einachsige Bauanhänger meist) waren Kontrollposten der VP. Manchmal besetzt, meistens nicht. Das leidige Kräfteproblem eben. Potemkin hätte seinerzeit seine helle Freude gehabt...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#34

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 01.12.2012 19:57
von josy95 | 4.915 Beiträge

Das ehem. DDR- Nobelhotel Heinrich Heine incl. dazugehörige Grundstück mit 25 000 qm Größe und seiner teils ruinenhaften Gebäude ist lt. heutigen Bericht der Harzer Volksstimme auf Seite 2 von der Stadt Wernigerode, zu der der Ort Schierke als Ortsteil seit seiner Eingemeindung vor wenigen Jahren gehört, für 145 000 €uro gekauft wurden. Zuletzt hatte es einem spanischen Eigentümer gehört, der jedoch seinen Verpflichtungen nicht nachkam. Deshalb war die Zwangsversteigerung dieses einstigen Vorzeigeobjektes betrieben wurden. Was die Stadt Wernigerode als neuer Eigentümer aus diesem nicht gerade kleinen Areal machen will, läßt der Artikel in der Volksstimme unbeantwortet.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#35

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 01.12.2012 20:56
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #32
[quote]Zitat von Harzwanderer im Beitrag #26
...und am Eckerloch waren am Gleis "Eisenbahnbohlen" als getarnter Unterstand aufgeschichtet.


Das waren wirklich ehemalige Eisenbahnschwellen, die dort als Unterstand mehr so illegal aufgestellt wurden. Vorteil war, dass die Dinger stabil genug waren um dem Schneedruck standzuhalten und vom Battaillioner bzw Hauptfeld nicht einfach umgeschmissen werden konnten. Wenn wieder mal der Dienstvorschriftsfimmel umging. Nachteil war, dass man drinnen nicht viel hörte und gerade unten am Gleis der Wind ordentlich zugig war. Deshalb haben wir lieber oben am Bahnparrallelweg geblockt. Dort stand die zweite Hütte, nicht weniger illegal als die drunten am Gleis.


Bin mir nicht ganz sicher, ob wir am Eckerloch das Gleiche meinen. Der Unterstand/Deckung aus Schwellen, den ich meine, direkt neben dem Gleis am Eckerloch, war eher keine Pausenhütte. Ich glaube der war oben sogar offen. Er hatte vor allem eine Art Schießscharte Richtung Gleis talwärts. Wenn jemand von Schierke aus auf dem Gleis Richtung Brocken gelaufen wäre, hätte man den lange ungesehen von dort aus beobachten können. Wir haben den auch erst erkannt, als wir direkt davor standen. Damals gab es keinen Verkehr auf der Brockenstrecke. Wir sind die Gleise damals hochgelaufen.

@Harzwanderer, kann das von @S51 geschriebene Statement 1 zu 1 bestätigen. Ein zweiter, derartiger Unterstand stand oben an der 2. Brockenstraßenquerung der Gleise, rechter Hand kurz vor dem Bahnübergang.
Der Verkehr auf der Brockenstrecke war offiziel nicht eingestellt, es waren nur einzelne Streckenabschnitte wegen erheblicher Oberbaumängel gesperrt, so u. a. ab etwa km 15 0bere Brockenstraßenquerung bis zur Einfahrt Brockenbahnhof. Hier waren einige Gleistücke, die noch aus der Gründerzeit, dem Streckenbau 1898 stammten derart schlecht, das es trotz der Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 5 km/ h immer wieder zu Entgleisungen kam. Hier hatte man besonders auch Bedenken, das einerseits ab Kollonenweg in der s. g. Brockenspirale der Klassenfeind so ein Szenario (Entgleisung) hätte bestens sehen können, anderseits hatte man nicht genügend (vertrauenswürdige) Reichsbahnmitarbeiter, die im Falle einer Entgleisung in diesem doch hochsensibelen Bereich hätten arbeiten dürfen. Hier war ja nach der 1. Durchfahrt durch die Brockenmauer gleich nach passieren des Kollonenweges quasi kein Zaun mehr, der hätte einen Flluchtwilligen hätte stoppen können. Anderseits waren weder Kapatzitäten (Material) noch geeignete Arbeitskräfte vorhanden, diesen Gleisabschnitt zu sanieren.

Die s. g. Arbeitszüge zur Unkrautbekämpfung, heute spricht man vornehm von chemischer Vegitationskontrolle fuhren bis Frühjahr 1988 noch bis votr den Gleisbogen am Eckerloch und wurden dann nach Schierke wieder zurückgeschoben. Ich habe selbst zwei mal einen derartigen Zug gefahren. Bis zum Eckerloch kam man auf Schienen ja mit dem normalen Grenzgebiet- Passierschein, den ich auch hatte. Ab Eckerloch wäre dann der Sonderpassierschein für den Schutzstreifen erforderlich gewesen. Das dort noch Unkrautbekämpfung stattfand läßt darauf schließen, das man höhere Stelle die Strecke anscheinend noch nicht aufgegeben hatte. Die letzte offizielle Güterzugfahrt fand Anfang November 1986 statt, als man schon eingeschneite Güterwagen, teilweise noch mit Kohlen der Sowjetarmee beladen mit einigen Schwierigkeiten vom Brocken herunterholte.
Erste wenige Fahrten fanden nach der Wende im Frühjahr 1990 mit einem s. g. SKL, einem Schienenkleinkraftwagen statt. Schaufahrten der ehem. RBD (Reichsbahndirektion) Magdeburg zur Erkundung des Oberbaues, verm. aber auch mit etwas Showeffekt...

Denn der Streit, der um die Wiederinbetriebnahme der Brockenbahn entbrannte, ließ nicht lange auf sich warten. Eine Minderheit von teilweise selbst ernannten Umweltschützern und "-Experten" wollte die Wiederinbetriebnahme mit einem riesen Getöse und allen Mitteln verhindern. Von Seiten der Verantwortlichen Entscheidungsträger der Reichsbahn hielt man sich 1990 in Bezug auf die Wiederaufnahme des Zugverkehrs noch sehr bedeckt, dort hatte man vermutlich mehr Angst und andere Probleme mit der eigenen Vergangenheit und wollte jegliche Aufmerksamkeit von sich lenken. Dann tauchte zu allem Ungemach noch ein älterer Herr *iesecke, so um die 70 Jahre alt aus den alten Bundesländern plötzlich auf, seines Zeichens Eisenbahndirektor und selbst ernannter Sprecher eines (wie sich alsbald herausstellte) nicht existierenden "Konsortiums der Alteigentümer der ehem. NWE und Brockenbahn". Einer dieser klassischen Blender, wie sie nach der Wende in Heerscharen in den neuen Bundesländern einfielen. Kurios war, das besonders damals fast alle leitenden Mitarbeiter involvierter Reichsbahndienststellen diesem total dreist und skrupellos auftretenden Herrn zu Kreuze krochen. Es war manchmnal schon wiederlich und peinlich, was da manche an Duckmäuserei und Anbiederung ablieferten!

Die Reichsbahndirektion Magdeburg setzte diesem Treiben dann etwa Ende1990 ein jähes Ende. Der liebe Herr *iesecke erhielt striktes Hausverbot, nachdem er u. a. in seiner schon erwähnten riegerosen Art einige Büros von leitenden Mitarbeitern in Wernigeröder Reichsbahndienststellen regelrecht beschlagnahmt hatte (das sind keine Räuberpistolen, das sind Tatsachen!). Nachdem dann auch juristische aber auch finanzielle Fagen geklärt waren, u.a. das die Brockenbahn nie stillgelegt worden war, wie einige der potentiellen dunkelgrünen Gegner immer versuchten zu behaupten, begann Ende Mai/ Anfang Juni 1991die umfassende Sanierung der Strecke ab Bahnhof Schierke. Ich selbst hatte das seltene Glück, am 03. Juni 1991 den ersten Lokomotivbespannten Materialzug seit 1986 auf den Brocken zu fahren. In einem Ilsenburger Fotogeschäft gibt es dazu noch eine Ansichtskarte, was den Zug zeigt, als die Lokomotive, es war die 99 7232 - 4, das Torweg in der Brockenmauer bei der Einfahrt in den Bf Brocken durchfährt. Die Aufnahme ist dort gemacht, wo heute der Rundwanderweg die Gleisanlage kreuzt. Hier erkennt der Insider auch noch Fundamentreste der Beleuchtungsanlagen.

Die offizielle Einweihungsfahrt fand dann am 15.09.1991 statt, danach ruhte der Verkehr offiziell wieder. Es fanden Restarbeiten statt, auch verjkehrten einige Sonderzüge Mit Sommerfahrplan 1992 wurde dann der offizielle und fahrplanmäßige Betrieb noch unter der Regie der Deutschen Reichsbahn, jetzt jedoch zuständige Reichsbahndirektion (Rbd) Halle/ Saale aufgenommen. Ab 1992 wurde der Betrieb auch ganzjährig gefahren, also eine Unterbrechung während der Wintermonate, wie sie bis 1961 stattfand, gab es nicht mehr.

Noch ein Schlußwort zu den Gegnern der Wiederinbetriebnahme der Brockenbahn:
Der Wiederstand gipfelte darin, das man heimlich öfter sehr stabile Barrikaden aus alten Schwellen ect. auf den Gleisanlagen errichtete, selbst Weichen manipulierte, um den damaligen Bauzugbetrieb zu stören. Die Krönung war ein am Vortag der offiziellen Inmbetriebnahme (14.09.1991) herausgesägtes Stück Schiene von etwa 1/2 Meter länge, was aber von einem aufmerksamen Lokführer eines Bauzuges noch rechtzeitig entdeckt wurde. So konnte größerer Schaden bzw. ein eventuelles Unglück im letzten Augenblick verhindert werden. Neben diesem herausgesägten Stück Schiene lage so um die 50(!) verbrauchte Sägeblätter einer Handeisensäge. Ich frage mich noch heute, wie hart gesotten muß man sein...!
Trotz umfangreicher Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei, es handelte sich ja um einen ganz massiven Eingriff in die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs, sind der oder die Täter nie ermittelt wurden.

Nach und nach kam dann im Laufe der Jahre auch heraus, das gewisse Kreise des Westharzes mit durchweg wirtschaftlichen Interessen vornehmlich in der Tourismusbranche nicht wenige der, sagen wir mal dunkelgrünen Ökofaschisten, wie sie heute leider bis in Parlamente vorgedrungen sind, regelrecht gesponsort haben und diese Brüder und Schwestern sich bereitwillig haben vor diesen Karren spannen lassen.

Nun ja. Auch ein nicht gerade helles Kapitel des Zusammenwachsens beider deutscher Staaten...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
furry, kator und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.12.2012 21:13 | nach oben springen

#36

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 01.12.2012 21:12
von Fritze (gelöscht)
avatar

Schöne Beleuchtung der Dinge um den Betrieb der Brockenbahn !
Boah das müssen aber scheiss Sägeblätter ( besimmt aus Cnina ) gewesen sein .Bei uns in der Lehre hatte ein Lehrling mit nem Lehrmeister gewettet,daß er ne Schiene in 8 h durchsägt.Hat er auch geschafft, in 7.5h mit Rauchpausen und nicht mal 8 Blättern.Er hatte allerdings eine besondere Ölmischung zum schmieren von seinem Opa bekommen.


nach oben springen

#37

RE: Urlaub in Schierke Hermann Dunker und H. Heine

in DDR Staat und Regime 22.01.2013 21:31
von ingolf41266 | 37 Beiträge

Oh ,ja dachsbau. Da hatte ich Fähnricheinstand. Ich bin nicht allein zu Gk gekommen. die Jungs haben mich mit genommen. Hatte eine gehblockarde und Wüffelhustenanfall.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
33 Mitglieder und 69 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 2507 Gäste und 144 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558269 Beiträge.

Heute waren 144 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen