#881

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2016 13:00
von TOMMI | 1.987 Beiträge

Was den Expressverkehr betrifft, ist mir jener aus den 80ern in Erinnerung. (Waggons in weiß/orange).
Sie verbanden berlin mit den Bezirksstädten. Ein Grund, warum sie so selten wahrgenommen wurden, wird sein, dass
diese im Berufsverkehr fuhren (früh morgens und abends) Sie hatten alle einen Namen. Der "Rennsteig" fuhr von Meiningen über Suhl und Erfurt nach Berlin. Dann gab es nicht einen Karlex, eine Karola, ein Petermännchen etc.
Der VT18.18 wurde aus dem Betrieb genommen anfang der 80er.
Dann gab es noch einen Städte-Schnellverkehr. Weiß da jemand was genaues drüber?


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#882

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2016 13:15
von Commander | 1.055 Beiträge

Es ist genau,wie von Dir beschrieben.Die Farbgebung ist einem stornierten Auftrag der CSSR zu verdanken.Auf dem Foto von Gerhard Bank ist Ex 160 "Sachsenring" abfahrbereit auf Gleis 13 im Leipziger Hbf.Diese Städteexpresszüge fuhren in Tagesrandzeiten nach bzw.von Berlin.


Gruß C.



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#883

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2016 13:37
von Blitz_Blank_Kalle | 316 Beiträge

Städteexpresszüge. Ich kann mich noch erinnern, dass sie auch von Berlin nach Rostock fuhren. Waren die irgendwie schneller (also haben nicht an jeder Milchkanne gehalten) oder was war der Sinn dahinter?


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#884

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2016 13:48
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#885

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 20.06.2016 23:53
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #879
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #866

Und weshalb konnten dann die US-Soldaten Kinderschuhe wahllos in ganzen Körben wegraffen? Ich wurde nie beim Einkaufen nach dem "Perso" gefragt (es sei denn, ich habe mit Scheck bezahlt). Übrigens konnte man manchmal gerade auch außerhalb gut einkaufen. Bei Besuchen in Leipzig war die "Blechbüchse" (Centrum-Warenhaus am Brühl) Bestandteil eines Stadtbummels. In Dresden habe ich mir mal schöne Stiefel gekauft (haben mehr als 10 Winter gehalten).

Naturgemäß hatten US Soldaten keinen PA dabei,sie waren auch eindeutig als nicht DDR-Bürger zu erkennen oder?Solche Begebenheiten passen nicht in dein idealisiertes Weltbild,hab ich recht?,dennoch sind sie real.
Lgandyman



Wenn sowohl US-Soldaten (konnten wegen fehlender Zollkontrolle aus Westberlin schwarz getauschtes DDR-Geld mitbringen und Ausfuhrverbotene Ware, z.B. Kinderschuhe), als auch echte Touristen (mußten sich an Zollbestimmungen halten) kaufen konnten, dann konnten in Berlin DDR-Bürger aus anderen Bezirken auch einkaufen. Mengengrenzen für Mangelware (z.B. nur 2 Stück/2 kg je Kunde) wurden meist auf Initiative von Verkaufsstellenleitern festgelegt und ausgeschildert. Spaßvögel (oder waren es Provokateure) verstellten diese Schilder (z.B. an das Regal mit Senf), so daß dann jeder Kunde aus Angst vor einer Knappheit vorsorglich 2 Stück mitnahm und plötzlich eine Versorgungslücke entstand.



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#886

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 21.06.2016 00:08
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von TOMMI im Beitrag #881
Was den Expressverkehr betrifft, ist mir jener aus den 80ern in Erinnerung. (Waggons in weiß/orange).
Sie verbanden berlin mit den Bezirksstädten. Ein Grund, warum sie so selten wahrgenommen wurden, wird sein, dass
diese im Berufsverkehr fuhren (früh morgens und abends) Sie hatten alle einen Namen. Der "Rennsteig" fuhr von Meiningen über Suhl und Erfurt nach Berlin. Dann gab es nicht einen Karlex, eine Karola, ein Petermännchen etc.
Der VT18.18 wurde aus dem Betrieb genommen anfang der 80er.
Dann gab es noch einen Städte-Schnellverkehr. Weiß da jemand was genaues drüber?


Express-Züge im internationalen Verkehr: Karlex (Ext 66/67, später D 366/367), Karola und Vindebona, solange SVT (sowohl SVT Görlitz, BR 175, als auch vorher ältere SVT eingesetzt wurden). Nach dem Ende des SVT-Einsatzes zum D-Zug zurückgestuft.
Städte-Express: Zugnummern Ex 100-199, trugen Namen und fuhren mit Orange/Elfenbein lackierten Wagen. 2. Klasse nur 6 (sonst 8) Plätze im Abteil.
Städteschnellverkehr: Zugnummern D 1000-1099, keine Namen, erste D-Züge ohne Gepäckwagen, weniger Unterwegshalte, Ende 80er Jahre schrittweise aufgegeben und in Zugnummern 500-599 umnummeriert, als beim Städte-Express vermehrt Gegenverbindungen (früh ab Berlin) eingeführt wurden. Der Karlex fuhr zeitweise regelmäßig mit Städte-Express-Wagen (Vorrats-Garnitur für geplante weitere Züge), nach der Wende "inoffizieller" Städte-Express nach Nürnberg (Nummer aus Bereich 1100-1199, von Militärzügen genutzt, theoretisch aber auch Kontingent für tageweise Zusatzüge für Städte-Express), nur Städte-Express-Wagen, die durch Schwächung anderer Züge freigesetzt worden waren.



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#887

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 21.06.2016 00:12
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #883
Städteexpresszüge. Ich kann mich noch erinnern, dass sie auch von Berlin nach Rostock fuhren. Waren die irgendwie schneller (also haben nicht an jeder Milchkanne gehalten) oder was war der Sinn dahinter?


Zur Einsparung von Hotel-Kapazität und PKW-Nutzung sollten eintägige Dienstreisen per Bahn nach Berlin (und von Berlin in besonders wichtige Städte) möglich werden. Es wurde im Regelfall nur in Bezirksstädten gehalten (sozusagen das Vorbild für die ICE-Sprinter).



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#888

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 21.06.2016 00:46
von andyman | 1.875 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #885
Zitat von andyman im Beitrag #879
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #866

Und weshalb konnten dann die US-Soldaten Kinderschuhe wahllos in ganzen Körben wegraffen? Ich wurde nie beim Einkaufen nach dem "Perso" gefragt (es sei denn, ich habe mit Scheck bezahlt). Übrigens konnte man manchmal gerade auch außerhalb gut einkaufen. Bei Besuchen in Leipzig war die "Blechbüchse" (Centrum-Warenhaus am Brühl) Bestandteil eines Stadtbummels. In Dresden habe ich mir mal schöne Stiefel gekauft (haben mehr als 10 Winter gehalten).

Naturgemäß hatten US Soldaten keinen PA dabei,sie waren auch eindeutig als nicht DDR-Bürger zu erkennen oder?Solche Begebenheiten passen nicht in dein idealisiertes Weltbild,hab ich recht?,dennoch sind sie real.
Lgandyman



Wenn sowohl US-Soldaten (konnten wegen fehlender Zollkontrolle aus Westberlin schwarz getauschtes DDR-Geld mitbringen und Ausfuhrverbotene Ware, z.B. Kinderschuhe), als auch echte Touristen (mußten sich an Zollbestimmungen halten) kaufen konnten, dann konnten in Berlin DDR-Bürger aus anderen Bezirken auch einkaufen. Mengengrenzen für Mangelware (z.B. nur 2 Stück/2 kg je Kunde) wurden meist auf Initiative von Verkaufsstellenleitern festgelegt und ausgeschildert. Spaßvögel (oder waren es Provokateure) verstellten diese Schilder (z.B. an das Regal mit Senf), so daß dann jeder Kunde aus Angst vor einer Knappheit vorsorglich 2 Stück mitnahm und plötzlich eine Versorgungslücke entstand.


Es geht nicht um eine pauschale Kaufbehinderung von DDR-Bürgern aus Bezirken in Berlin,die hat es vielleicht nie gegeben,eine Regulierung wer z.B. hochwertige techn Produkte in bestimmten Kaufhäusern (am Ostbahnhof) erwerben konnte,das habe ich mehrmals selbst erlebt.Im übrigen wußte ich nicht das Versorgungslücken durch den provozierten Abverkauf entstanden sind aber wenn du das sagst kann es wohl sein.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#889

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 21.06.2016 21:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #876
Diese gab es aber laut Fahrplan
http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher...erzeichnis.html
(Seite 4 anklicken)
Theo


Dieser Link ist einfach genial Theo, vielen Dank dafür.
Erst vor kaum einem Monat habe ich bei Ebay ein Kursbuch dieses Jahres für 12 € ersteigert und nun steht's optimal aufbereitet im www.
Ich hatte einige dieser Bücher auch einst aufgehoben und wohl irgendwann mal verborgt und nicht zurück bekommen, sei es drum.
Im Gegensatz zum heutigen Regional- und Fernverkehr gab es die flächendeckenden Taktverkehre (Einführung DB 1996) früher bei den Vorgängerbahnen DB und DR noch nicht, das war wohl ein großer Fortschritt im Sinne der Kundenzufriedenheit.
Im Reichsbahnalltag gab es tatsächlich Reisezugpausen auf Hauptstrecken von über vier Stunden und das auch zu den Tageszeiten, hier z. B. für die Dörfer zwischen Sangerhausen und Halle http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher...600/660_51.html.
Da konnte man auch mal in den Betriebspausen die Güterzüge in die Ecke stellen und Schotter ziehen u.a. Reparaturarbeiten erledigen für die man andernfalls SEV bestellen müßte aber für die Kunden war das ein großes Ärgernis und sozialismustypisches Verteilungsproblem, da wenig später Züge im S- Bahn- Takt von Halle in die Gegenrichtung verkehrten und die waren sehr ungleichmäßig besetzt.
Durch das Anklicken der Kursbuchstrecke auf der Karte kann jeder Ex- Bahnfahrer dieser Zeit seine oftmals bereits inzwischen stillgelegte Bahn noch mal im Geiste abfahren und sich an die Strapazen erinnern, denen Mehrfachumsteiger in der Tat sehr oft ausgesetzt waren.



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#890

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 21.06.2016 22:03
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Noch ein Nachtrag zur Dokumentation der Reichsbahngastronomie aus Theos Link.
http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher...600/611_01.html
Man beachte hier, in welcher Dichte es auf fast jedem Unterwegsbahnhof Gastronomie gegeben hat (Bestecksymbol hinter der Betriebsstelle) und daß die bis in die Puppen offen hatten, war ebenso Realität wie die Fürsorge gegenüber den Berufspendlern, deren Arbeitszeiten wohl so gut es möglich war mit den Fahrzeiten der Zubringerzüge harmonierten und wenn's mal nicht paßte, wurden die in der MITROPA passend gemacht.
Und wenn sich die Feierabendgespräche nicht beenden ließen, so fuhr man eben einen später...
Hier an Hand der Beispielstrecke ist zudem auch verlinkt, was aus dieser Bahngeschichte geworden ist und beim Blättern durch die Seiten begegnet einem auch immer wieder mal der spröde Charme der DDR- Altagswerbung, sei es um den Reichsbahnberuf oder das Moritzburgmuseum.
Man hat sich da eine Heidenarbeit gemacht mit den Inhalten aus dem Link den Theo hier aufgespürt hat (http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher...erzeichnis.html) aber er ist Zeitgeschichte.
Die Fahrzeiten und Zugumläufe wurden nach meiner Erfahrung kaum verändert, so zumindest meine bescheidene achtjährige Reichsbahnerfahrung als DDR- Eisenbahner im volkseigenem Betrieb, der er bis heute bezüglich der Infrastruktur eigentlich unverändert noch ist.



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#891

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 24.07.2016 16:58
von furry | 3.572 Beiträge

Zu Fragen zum Leben in der DDR lasse ich mal "Frisör Kleinekorte..." von C. U. Wiesner (ISBN 3-359-00307-1, 4. Auflage, Eulenspiegel Verlag Berlin) zu Wort kommen. Viel Spaß beim Lesen.



"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#892

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 24.07.2016 19:02
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Den kenne ich vom "Eulenspiegel".

Was ich nicht vergessen habe, ist Kleinekortes Bericht über eine Reise nach Mittelasien.

Er war dort nach eigener Aussage in "Duschraum B" (Duschanbe) und "Arschrabat" (Achrabat).....

(hoffentlich habe ich das richtig geschrieben...)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 24.07.2016 19:02 | nach oben springen

#893

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 24.07.2016 19:09
von furry | 3.572 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #892
Den kenne ich vom "Eulenspiegel".
Was ich nicht vergessen habe, ist Kleinekortes Bericht über eine Reise nach Mittelasien.
Er war dort nach eigener Aussage in "Duschraum B" (Duschanbe) und "Arschrabat" (Achrabat).....
(hoffentlich habe ich das richtig geschrieben...)


Du hast es richtig beschrieben!


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#894

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 18:42
von Rainer-Maria Rohloff | 1.355 Beiträge

Männer, könnt ihr bitte nochmal eure Kohlentexte (Kohlen in den Keller.....mit Regal, mit Kippe....., gern auch mit Foto)aus dem Balkanfred hier herein bringen. Und vielen Dank im voraus. Denn der Rainer würde dazu noch beitragen, weil, doch nicht so "doof", weil wieder, ich da paar praktische Erlebnisse zu DDR-Zeiten hatte, darüber würde ich gern nochmal hier was texten.

Rainer-Maria



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#895

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 18:58
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #887

Zur Einsparung von Hotel-Kapazität und PKW-Nutzung sollten eintägige Dienstreisen per Bahn nach Berlin (und von Berlin in besonders wichtige Städte) möglich werden. Es wurde im Regelfall nur in Bezirksstädten gehalten (sozusagen das Vorbild für die ICE-Sprinter).


Hallo, wie bereits von der republikanischen Reichsbahn ab 1931 geplant, mit dem Bauuauftrag für die "Fliegenden Züge" umgesetzt und propgandawirksam von Adolf I. (äh, kotz der Letzte...) öffentlich in Betrieb gesetzt.

Züge aus Görlitz https://www.youtube.com/watch?v=rOvSMqsHrWU in damals modernster Bauweise. Die Fahrzeit Hamburg-Berlin mit 2:12h von 1933 wurde erst nach 2000 unterboten..

Tagesrandverbindungen nach Berlin und zurück von Köln, Hamburg, Stettin, Breslau, Frankfurt, Stuttgart und München.



zuletzt bearbeitet 07.11.2016 19:11 | nach oben springen

#896

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 19:25
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #895

Hallo, wie bereits von der republikanischen Reichsbahn ab 1931 geplant, mit dem Bauuauftrag für die "Fliegenden Züge" umgesetzt und propgandawirksam von Adolf I. (äh, kotz der Letzte...) öffentlich in Betrieb gesetzt.

Züge aus Görlitz https://www.youtube.com/watch?v=rOvSMqsHrWU in damals modernster Bauweise. Die Fahrzeit Hamburg-Berlin mit 2:12h von 1933 wurde erst nach 2000 unterboten..

Tagesrandverbindungen nach Berlin und zurück von Köln, Hamburg, Stettin, Breslau, Frankfurt, Stuttgart und München.


1936 wurde zwischen Berlin und Dresden eine Schnellverkehrsverbindung mit dem Henschel-Wegmann-Zug eingerichtet,
der die Strecke in 100 Minuten bewältigte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstreck...gszeit_bis_1945


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 07.11.2016 19:26 | nach oben springen

#897

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 19:26
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Jetzt mal nicht über Kohlen sondern über Bananen (passt auch besser für den Ossi!):

Im Innenhof des VEB Pentacon existierte eine HO-Verkaufsstelle in Barackenform. Es gab dort in den meisten Fällen das gleiche Angebot wie im übrigen Handel, die werktätige Frau (oder der Mann) hatte jedoch durch den kurzen Weg die Möglichkeit, ihren Einkauf schon am Tage zu tätigen. Sehr selten aber manchmal doch, gab es die begehrten Bananen. Schnell hatte sich das herumgesprochen und eine erwartungsvolle Schlange füllte den Hof. Meist reichte das Angebot leider nur bis ca. zum 30. Kunden. Lautstarke Proteste waren die Folge. Da hatten die Verkäufer eine gute Idee um die Proteste einzudämmen. Den leer ausgegangenen Kunden sagte man, bei der nächsten Lieferung wären sie die ersten, die Bananen bekämen. Zur Sicherheit für den Kunden wurde das mit der Ausgabe von numerierten Bons, die von einer Rolle abgetrennt wurden, belegt.
Die mit diesen Bons ausgestatteten Kunden traten nun einigermaßen beruhigt den Rückweg an. Sehnsüchtig warteten sie nun auf die nächste Lieferung. Sie warteten und warteten, wahrscheinlich gab es mal wieder eine extreme Devisenknappheit und Bananen konnten nicht geliefert werden. Es vergingen die Monate, keine Bananen trotz Bon! Nun gab es auf dem Gang der Abteilung "Werkzeugbau" eine große Informationstafel, die meist mit Losungen und Aufrufen ausgestattet war.
Ein humorvoller Kollege hatte nun wieder eine gute Idee: Er verfasste eine Mitteilung mit dem Text: " Die für den Kauf von Bananen ausgegebenen Bons behalten bis 1999 ihre Gültigkeit!" . Wir schrieben zu der Zeit das Jahr 1979! Ja mit Humor ließ sich doch einiges besser ertragen.
Und jetzt sind mir Gurken lieber als Bananen!

MfG

GKUS64


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zuletzt bearbeitet 07.11.2016 19:28 | nach oben springen

#898

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 19:33
von Fritze | 3.474 Beiträge

Danke Rainer Maria !

Hatte gestern auch in der Suche nach einem besseren Thread für die Kohlen gesucht .Also bei Oma in Kalle Malle hab ich zum ersten Mal gesehen, wie die Kohlen in den Keller gebracht wurden . Das war 1977 und dort waren die Kohlen in Säcken aus Kokos.
Bei uns in der Uckermark gab es nur halbe Kohlen vom LKW abgekippt . Die mußten dann rein geschippt werden.
Auch in der Gemeinde und in der Schule war es so . Da konnten wir Jungens uns immer Taschengeld verdienen .Je nachdem wie wit die Kohlen zu schleppen oder zu schippen waren ,gab es zwischen 20-50 Pfennig pro Zentner.
In Berlin und Umland gab es wohl meist die ganzen Kohlen ,auch im Paket (mit Stahlband)
Davon durfte ich bei meinem Fahrschullehrgang ausliefern.

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#899

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 07.11.2016 19:39
von Rainer-Maria Rohloff | 1.355 Beiträge

Bananen, wer ißt denn heute noch Bananen? Also immer wenn ich zu meiner Mutter in ihr Leipziger Seniorendomiziel " Edel, teuer und Einsam" komme liegt da ne halbvergammelte Banane. "Willst du die nicht mitnehmen Junge", so meine Mutter(86). Na klar, ich nehme das Ding mit. Meine Frau Zuhause..."Was issen das da Rainer, also die isst du aber selber"

Na klar, mache ich doch gerne, weil, nicht verwöhnt, ich esse alles, fast alles. Gott ne meine Schwiegermutter fing nach 1990 mit der verdammten Grünen Wessi-Verwöhnscheiße an, bei die Enkel..."Was willst du denn gerne Essen mein Liebling, nu sag, die Oma kocht dir....." Or ne Männers, ich könnte heute den Hammer nehmen wenn die Wänster am Tisch herum mosern....

Rainer-Maria



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#900

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 08.11.2016 05:08
von Commander | 1.055 Beiträge

Moin,
ich habe noch was über Kohlen,Winter 78/79 in Berlin.



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