#701

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:48
von schnatterinchen (gelöscht)
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OK Leute , ihr wisst sicher besser wie ich in der DDR gewohnt habe. Das Ding wurde 1978-79 gebaut , aus Platten.
Umsonst habe ich mir nicht die Foten blutig geschlagen , wenn meine Mutter ein Bild an die Wand haben wollte.


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#702

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:49
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #695
Plattenbau mit Ofenheizung ?


Also Alfred--da muss ich der Schnatterente mal zustimmen--was ja selten vorkommt.
Aber Plattenbau mit Ofenheizung, kenne ich auch noch und zwar aus Bad Frankenhausen--gab es dort bis fast Ende der 90 er Jahre noch.War richtig angenehm wenn ich zu Besuch bei der Schwägerin war, das erste war dann immer mit dem Rücken an den Kachelofen stellen in den Wintermonaten.


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#703

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Altneubau - auch eine typische Wortschöpfung aus der DDR, wie ich unlängst erfahren musste. In so einem habe ich auch mal gewohnt - 2 große Zimmer - 2 kleine Zimmer, Küche, Bad. Die beiden kleinen Zimmer hatten einen gemeinsamen Ofen. Was war ich froh das dieser vom Arbeitszimmer meines Vaters beheizt wurde. So hatte ich zu dem üblichen Aufräum - Stress - durch die Eltern nicht auch noch deren Heizstress und dem Dreck, der damit verbunden war.

LG von der Moskwitschka


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#704

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:52
von Udo | 1.267 Beiträge

Man lernt nicht aus. Gabs also wirklich irgendwo in den Weiten der DDR.


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#705

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 11:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #698
Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.

Nur weil DU es nie gesehen hast, heißt ja nun nicht, das es keine Platte mit Kachelöfen gab. Gerade im ländlichen Bereich war das der Standard. Zum Beispiel einige 'Buckelsilos' (ugs. für Wohnhäuser der Berufskader) im Grenzgebiet waren in diesem Stil errichtet. Aber auch Rest der Republik war's garnicht so selten, hier mal eine typische Wohnbiografie ...
dsa.file1.wcms.tu-dresden.de/wordpress/projekte/vecu/wohnen_mann.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#706

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 12:15
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #686
[

Also Rüganer das kann ich so garnicht bestätigen--das Hafenbräu oder die Sorte Baltic gab es schon in der Kaufhalle vielleicht nicht in ausreichenden Mengen aber es gab es.Selbst in der Gaststätte bekam man Hafenbräu und das Baltic Bier als Faßbier ausgeschenkt. Selbst in Lichtenhagen in der Gaststätte --Zum Scharren--- Übrigens,habe einige Jahre in den Stadtteilen Evershagen und Lichtenhagen gewohnt.




Ja Rostocker, dafür kann ich nun nichts, dass Du dies nicht bestätigen kannst. Fakt ist, auf Rügen gab es dieses Hafenbräu nur als Bückware oder im Sommer für Erntekapitäne und den Jungs habe ich es gegönnt. Aber für Otto Normalverbraucher war esnicht vorhanden und Baltic Bier, dies kenn ich nun gar nicht. Stralsunder Helles und Greifswalder Bier, dies konnte man in Flaschen bekommen. Und im Sommer war es dann extrem, da kam Dienstags der Getränke - LKW und am Sonnabend war das Landwarenhaus leergetrunken.

Städte und dann auch noch Bezirksstädte - sie wurden doch ganz anders beliefert, wie das Dorf.
Richtiges Bier - dies brachten Urlauber mit, ich kann mich auch noch an ein Tauschgeschäft erinnern, Kiste Berliner Bier zu 0,5 l Flaschen gegen 2 Tafeln Blech, schwarz, 2mm... Schon war die Grillfeier des Bereiches Technik gesichert.


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#707

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 14:34
von der glatte | 1.356 Beiträge

Da es gerade ums Bier geht, dass war in meiner alten Heimat auch nicht das Beste, obwohl Radeberg und Dresden gleich um die Ecke waren. Auf dem Lande sah es da schon oft sehr aufgeräumt in der Bierecke aus. Eine Alternative war dann die Dorfkneipe, denn dort gab es Bier vom Fass. Das schmeckte besser als der Felsenkeller aus der Flasche mit Flockenwirbel gratis. Und die Preisdifferenz zwischen Flasche und einem Glas frisch vom Fass, war kaum zu spüren. Außerdem war in den Kneipen immer etwas los, denn überall traf man auf Originale.

So, und nun warte ich auf eine Anmerkung zum Thema Alkoholismus in der SBZ und deren negativen Auswirkungen auf die unterdrückten Bewohner.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 14:35 | nach oben springen

#708

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 15:58
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #707
Da es gerade ums Bier geht, dass war in meiner alten Heimat auch nicht das Beste, obwohl Radeberg und Dresden gleich um die Ecke waren. Auf dem Lande sah es da schon oft sehr aufgeräumt in der Bierecke aus. Eine Alternative war dann die Dorfkneipe, denn dort gab es Bier vom Fass. Das schmeckte besser als der Felsenkeller aus der Flasche mit Flockenwirbel gratis. Und die Preisdifferenz zwischen Flasche und einem Glas frisch vom Fass, war kaum zu spüren. Außerdem war in den Kneipen immer etwas los, denn überall traf man auf Originale.

So, und nun warte ich auf eine Anmerkung zum Thema Alkoholismus in der SBZ und deren negativen Auswirkungen auf die unterdrückten Bewohner.

Gruß Reiner





....es war nur im Suff zu ertragen ( so etwa ?? )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#709

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:00
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #705
Zitat von Alfred im Beitrag #698
Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.

Nur weil DU es nie gesehen hast, heißt ja nun nicht, das es keine Platte mit Kachelöfen gab. Gerade im ländlichen Bereich war das der Standard. Zum Beispiel einige 'Buckelsilos' (ugs. für Wohnhäuser der Berufskader) im Grenzgebiet waren in diesem Stil errichtet. Aber auch Rest der Republik war's garnicht so selten, hier mal eine typische Wohnbiografie ...
dsa.file1.wcms.tu-dresden.de/wordpress/projekte/vecu/wohnen_mann.html


die Angehörigen einer speziellen Sicherheitsfirma bekamen vermutlich die komfortableren Ausführungen der Platte. Der gemeine Malocher konnte ja Kohle und Asche schleppen,


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#710

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #709
Zitat von 94 im Beitrag #705
Zitat von Alfred im Beitrag #698
Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.

Nur weil DU es nie gesehen hast, heißt ja nun nicht, das es keine Platte mit Kachelöfen gab. Gerade im ländlichen Bereich war das der Standard. Zum Beispiel einige 'Buckelsilos' (ugs. für Wohnhäuser der Berufskader) im Grenzgebiet waren in diesem Stil errichtet. Aber auch Rest der Republik war's garnicht so selten, hier mal eine typische Wohnbiografie ...
dsa.file1.wcms.tu-dresden.de/wordpress/projekte/vecu/wohnen_mann.html


die Angehörigen einer speziellen Sicherheitsfirma bekamen vermutlich die komfortableren Ausführungen der Platte. Der gemeine Malocher konnte ja Kohle und Asche schleppen,


Ein jeder denkt was in sein Geschichtsbild paßt.......


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#711

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:29
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #710
Zitat von Gert im Beitrag #709
Zitat von 94 im Beitrag #705
Zitat von Alfred im Beitrag #698
Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.

Nur weil DU es nie gesehen hast, heißt ja nun nicht, das es keine Platte mit Kachelöfen gab. Gerade im ländlichen Bereich war das der Standard. Zum Beispiel einige 'Buckelsilos' (ugs. für Wohnhäuser der Berufskader) im Grenzgebiet waren in diesem Stil errichtet. Aber auch Rest der Republik war's garnicht so selten, hier mal eine typische Wohnbiografie ...
dsa.file1.wcms.tu-dresden.de/wordpress/projekte/vecu/wohnen_mann.html


die Angehörigen einer speziellen Sicherheitsfirma bekamen vermutlich die komfortableren Ausführungen der Platte. Der gemeine Malocher konnte ja Kohle und Asche schleppen,


Ein jeder denkt was in sein Geschichtsbild paßt.......


In mein Geschichtsbild passt, dass mein Vater sich fast einen Buckel an diesen Kohlen und an der Asche abgeschleppt hat


.
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#712

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:33
von der glatte | 1.356 Beiträge

Kohleschleppen war keine Spielerei, besonders für ältere Menschen! Da hat Gert völlig Recht.

Wie glücklich waren diese Leute dann, wenn sie in eine Platte durften. Warmes Wasser aus der Wand, Innentoilette und Fernheizung. Eventuell sogar noch einen Balkon und alles unter 200 Ostmark. Immerhin.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#713

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:45
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #709
Zitat von 94 im Beitrag #705
Zitat von Alfred im Beitrag #698
Ich habe nie eine Plattenbauwohnung mit Ofenheizung gesehen. Altneubau ja, aber Platte, nie.

Nur weil DU es nie gesehen hast, heißt ja nun nicht, das es keine Platte mit Kachelöfen gab. Gerade im ländlichen Bereich war das der Standard. Zum Beispiel einige 'Buckelsilos' (ugs. für Wohnhäuser der Berufskader) im Grenzgebiet waren in diesem Stil errichtet. Aber auch Rest der Republik war's garnicht so selten, hier mal eine typische Wohnbiografie ...
dsa.file1.wcms.tu-dresden.de/wordpress/projekte/vecu/wohnen_mann.html


die Angehörigen einer speziellen Sicherheitsfirma bekamen vermutlich die komfortableren Ausführungen der Platte. Der gemeine Malocher konnte ja Kohle und Asche schleppen,


Gert,

nur mal so.

Auch ich kenne die Wohnung wo die Toilette auf der halben Treppe war und man Kohlen schleppen musste. Du kannst dich aber auch informieren, wie viele Millionen bezahlbare Neubauwohnungen in der DDR gebaut wurden.


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#714

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:55
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich habe bis 1997 Kohlen geschleppt. Erst zum Schuppen und dort gestapelt, wenn der Kohlehändler unangemeldet kam und die Kohlen tonnenweise vor das Grundstück abgeschüttet hat. Und dann in der Heizperiode Eimer für Eimer ins Haus. Kachelöfen, Dauerbandöfen und Forster Heizung - war alles dabei. Sogar ein Schornsteinbrand am 9. Januar 1988. Und als dann mein Mann schwer krank wurde, habe ich auch den Rest Drecksarbeit übernommen - das Putzen des Ofenrohres, das sich besonders bei minderwertiger Kohle schnell zusetzte.

Wenn ich heute davon erzähle, kann ich es selbst manchmal nicht glauben. Doch es sind Erfahrungen in meinem Leben, die ich auch nicht missen möchte, weil sie zu meinem Leben gehören. Und ob nun 1977 oder 1997 damit Schluß war, ist relativ, wenn man die Zeitleiste der Wärmeversorgung in deutschen Städten in den letzten 100 Jahren betrachtet.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 16:59 | nach oben springen

#715

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 16:56
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Das ist doch zeitlich zu betrachten. Irgendwann sind viele vom unkomfortablen Alt- in eine Neubauwohnung umgezogen.
Doch diese "Schlafstädte" am Rand waren auch nicht das Gelbe vom Ei, während die Innenstädte verfielen.
Sanierte Altbauten sind heute beliebter.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#716

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 17:08
von der glatte | 1.356 Beiträge

Einige Altbauwohnungen waren ja auch schon mit Gasheizung. Aber nicht überall und auch nicht für alle Mieter im Haus. Hing oft auch mit dem Schornstein und der Gasleitung zusammen. Sicherlich ging es bei der Vergabe der Genehmigungen für eine Gasheizung, nicht immer korrekt zu. Da wurde geschoben und geschmiert. Oft aber auch nur Gerüchte.

In meinem Elternhaus war es mit der Kohleheizung nicht anders, das ging noch so bis zur Sanierung 1995. Zwischen 1961 und der Wende bekam mein Vater aber auch nie eine Neubauwohnung. Obwohl er Genosse war und andere Funktionen im Betrieb hatte. Auch das ist Fakt. Also, es war nicht alles für Funktionäre reserviert.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#717

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 17:11
von Rüganer (gelöscht)
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[quote=Alfred|p396200
Gert,

nur mal so.

Auch ich kenne die Wohnung wo die Toilette auf der halben Treppe war und man Kohlen schleppen musste. Du kannst dich aber auch informieren, wie viele Millionen bezahlbare Neubauwohnungen in der DDR gebaut wurden.
[/quote]

@Alfred,

dann kennst du aber auch den Grund, warum man diese bezahlbaren Wohnungen bauen musste? Ständiger Wohnraummangel in den Städten, mit meiner Frau schon über 18 Monate im halben Zimmer bei den Schwiegereltern gewohnt, dann wölbte sich schon der Bauch meiner Frau und fast wäre es eine 3 Generationen - Wohnung geworden. So "lebten" in der DDR Tausende junge Familien und warteten auf Wohnraum. War dies menschenwürdig?
Und dann diese Tricks, die man machen musste, um an die Spitze der Vergabeliste für Wohnraum zu kommen. Platz im Wohnheim weiter bezahlen, damit man offiziell eine getrennte Ehe führte.
Sicher war man dann glücklich, wenn man, wie wir in der 4. Etage eine 2-Raum Wohnung bekam und da interessierte mich auch nicht, dass ich die Brikett im Eimer hochschleppen musste, endlich alleine mit Frau und dem kommenden Kind.
Aber, wie sagte Zille: Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genau so töten wie mit einer Axt. Anderen wird es schlimmer ergangen sein,als mir und da ist sie dann, die Axt, von der Zille sprach.
Ich kenne auch Betriebe, die über Arbeitskräfte verfügten, weil sie eben ein Kontingent an Wohnungen verfügten. Also der Wohnungsbau tat dringend not und natürlich hätten bestimmt auch viele Menschen sich selbst ein Heim gebaut, aber da ist sie dann wieder, die Frage des Materials und der Arbeitskräfte. Dass man jedoch auch schon beim Neubauprogramm in der DDR gewaltige Probleme hatte, zeigt sich doch darin, dass Ausbauwillige per Dekret zu unterstützen waren. Ich kenne aus Neuruppin noch Beispiele, da wurde der E-Ing. beim Ausbau seiner Dachwohnung durch den Betrieb unterstützt, mit Material und mit Freistellung. Man konnte ihm keine Neubauwohnung bieten, also half man so.


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#718

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 17:18
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #707
Da es gerade ums Bier geht, dass war in meiner alten Heimat auch nicht das Beste, obwohl Radeberg und Dresden gleich um die Ecke waren. Auf dem Lande sah es da schon oft sehr aufgeräumt in der Bierecke aus. Eine Alternative war dann die Dorfkneipe, denn dort gab es Bier vom Fass. Das schmeckte besser als der Felsenkeller aus der Flasche mit Flockenwirbel gratis. Und die Preisdifferenz zwischen Flasche und einem Glas frisch vom Fass, war kaum zu spüren. Außerdem war in den Kneipen immer etwas los, denn überall traf man auf Originale.

So, und nun warte ich auf eine Anmerkung zum Thema Alkoholismus in der SBZ und deren negativen Auswirkungen auf die unterdrückten Bewohner.

Gruß Reiner


Der Alkohol war viel zu billig

Potsdam 1975
http://www.photographie.de/cgi-bin/adfra...18&CATEGORY=110
Vom ersten bis zum letzten Tag war ich in der DDR jeweils ziemlich besoffen, hier in der Schweiz war mir Hochprozentiges zu teuer..
Theo


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#719

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 17:31
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #717


dann kennst du aber auch den Grund, warum man diese bezahlbaren Wohnungen bauen musste? Ständiger Wohnraummangel in den Städten, mit meiner Frau schon über 18 Monate im halben Zimmer bei den Schwiegereltern gewohnt, dann wölbte sich schon der Bauch meiner Frau und fast wäre es eine 3 Generationen - Wohnung geworden.


Ich lebte in einer preiswerten Neubauwohnung.............

3 Jahre lang mit Frau und Kind als Beschäftigter in drei Schichten (!) - in einer Einraumwohnung.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 17:31 | nach oben springen

#720

RE: Fragen über Fragen zum Leben in der DDR

in Leben in der DDR 15.10.2014 17:36
von Rüganer (gelöscht)
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@Freienhagener

war toll, oder?
Jedem eine Wohnung, dann vielleicht mal jedem s e i n e Wohnung, war dies nicht auch so ein Spruch der Republiksleitung?


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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