#41

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 03:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Feliks D.


Andere waren mit dem berüchtigten PM12-Ausweis gebrandmarkt, der in der DDR Kriminellen und politisch aktiven Oppositionellen vorbehalten war.



Einseitige und falsche Beschreibung! Auch bei Verlust des normalen PA gab es vorläufig den PA-12, ganz ohne gebrandmarkt zu werden.




Irreführung Feliks! Der bei Verlust erteilte PM 12 enthielt auf der Frontseite nicht den sonst vorhandenen Brandmarkungsstempel.
AZ
[/quote]

Was für ein Stempel ist gemeint?
Ich hatte zeitweise ebenfalls einen PM12 als Ersatz für einen verloren gegangenen Personalausweis. Allerdings nicht als Ausreisewilliger, sondern weil mich mein PA fieserweise während der Arbeit in Richtung Grund Rappbodetalsperre "verlassen" hatte.
Später habe ich anläßlich einer (angeblichen) Strafsache einmal Daten aus einem PM12 eines Antragstellers aufgenommen. Er hatte Anzeige wegen einer geklauten Dachantenne gestellt und ich habe das bearbeitet. Zwischen seiner PM12 und der meinen war für mich kein Unterschied zu erkennen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#42

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 06:35
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Bah-bah Feliks....wat bisse widda Rosinen, bzw Korinthen oder eben Krümmel annet kacken....unglaublich........fast würd ich mir wünschen dat du mal in soeine Situation kommst....tu ich nich aber dat ablenken auf kleine Details hat schon System wah....

....hör ma, dein Staat war nich zimperlich mit Leute die weg wollten, dat is ein Fakt....und wenn der beschriebene Fall nich so internationale Wellen geschlagen hätte, dann wärt ihr doch noch viel gemeiner gewesen....

....von wegen Straffreiheit beim freiwilligen Verlassen der Botschaft....irgendein Fakt hättet ihr schon gefunden um die Menschen doch noch zu denunzieren, kriminalisieren oder einfach nur weg zu sperren....

....mir ham se auch Straffreiheit angeboten wenn ich wieder zurück gekommen wäre....etwas, was ich ja nu garnich glauben konnte....sicher berechtigt....

groetjes uit Orte

Mara


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 08:58 | nach oben springen

#43

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 09:00
von karl143 (gelöscht)
avatar

Zitat von Altermaulwurf
Wie schon beschrieben, man wollte Antragsteller nicht pauschal kriminalisieren sondern im Rahmen von Rückgewinnungskonzeptionen wieder in ihre alte Gesellschaft integrieren. Nicht aktzeptiert wurde hingegen öffentlichkeitswirksame Handlungen oder sagen wir mal Nötigung staatlicher Organe.




@ Altermaulwurf
Was ist eigentlich kriminell daran, wenn zu der Zeit ein DDR Bürger sein Land mit Ausreiseantrag legal verlassen wollte. Lt. der Schlussakte von Helsinki gewährte ihm die DDR doch das Recht.

Vielleicht kannst du diese Frage ja mal beantworten. Auf meine anderen bist du ja leider nicht eingegangen. Sollte es wirklich so sein, das du beim MfS warst, dann wäre es doch für alle hier ein Vorteil, dies in deinem Profil bzw. bei den Zusatzzeichen zu sehen. Was spricht dagegen. Oder schämst du dich mittlerweile dabei gewesen zu sein?


nach oben springen

#44

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 09:09
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Ich finde auch, das die DDR doch erst dafür gesorget hat, das manche zu Verzweiflungstaten gezwungen wurden....

....ich finde ja auch, das 5 Jahre reichen um dem Staat klar zu machen, das man wirklich sich nicht *rückgewinnen* ließ....5 Jahre sind 'ne verdammt lange Zeit in einem Menschenleben....5 Jahre können einem bleibend prägen....

Nur ma so als Nachschub....

Mara


nach oben springen

#45

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 09:33
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von karl143
Vielleicht kannst du diese Frage ja mal beantworten. Auf meine anderen bist du ja leider nicht eingegangen. Sollte es wirklich so sein, das du beim MfS warst, dann wäre es doch für alle hier ein Vorteil, dies in deinem Profil bzw. bei den Zusatzzeichen zu sehen. Was spricht dagegen. Oder schämst du dich mittlerweile dabei gewesen zu sein?



Karl, ich finde auch, das sich hier niemand verstecken muß....Feliks und Gilbert und einige andere stehen ja schließlich auch dazu, in welchem Auftrag sie damals standen....ich glaub, die meisten User hier wissen den offenen Dialog mit ehemalige MfS-Mitarbeiter eher zu schätzen, als das man sie auf ihre Mitarbeit aburteilen will....es ist nun 20 Jahre her, die Fakten sind bekannt, bzw wir haben alle unsere Erfahrungen mit der DDR gemacht und wissen, was es für ein Land war....

....dieses Forum ist dazu da voneinander zu lernen und da kann man eigendlich nur Respekt haben für Mitglieder des alten Apparates, die hier bereit sind in den Dialog zu treten und offen dazu zu stehen, dem ehemaligen Staat treu gedient zu haben....es gehört schon gewaltig viel Mut dazu, das zu tun....

Das will ich unbedingt gesagt haben....auch wenn ich manchmal sehr verurteilend rübberkomm....

So, und jetz geh ich schlafen, bin die ganze Nacht durchgefahren....

bis später...und Grüße aussa Nähe von Rom....

Mara


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 09:39 | nach oben springen

#46

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 10:18
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von S51

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Augenzeuge
Andere waren mit dem berüchtigten PM12-Ausweis gebrandmarkt, der in der DDR Kriminellen und politisch aktiven Oppositionellen vorbehalten war.

Einseitige und falsche Beschreibung! Auch bei Verlust des normalen PA gab es vorläufig den PA-12, ganz ohne gebrandmarkt zu werden.


Irreführung Feliks! Der bei Verlust erteilte PM 12 enthielt auf der Frontseite nicht den sonst vorhandenen Brandmarkungsstempel.


Was für ein Stempel ist gemeint?


Sorry, S51, aber bist Du jetzt nur am Kruemelkacken, oder hast Du das wirklich nicht gesehen? Es scheint eher surreal, das man Dich - soweit ich weiss warst Du damals bei der Kripo - 20 Jahre spaeter darueber aufklaeren muesste. Falls Du davon wirklich nix weisst, dann sorry (echt). Das wirft dann in diesem Zusammenhang (zumindest fuer mich) ein ganz neues Licht auf das "Bruderorgan".

-Th


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 10:20 | nach oben springen

#47

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 10:25
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Gilbert, liest Du mit? *Das* da oben nennt sich "Trolling". Auf Deutsch nennt man das auch "Stoeckchen".

-Th


ja, jetzt um diese uhrzeit
hmmm, jeder hat eine andere sicht, was ein "stöckchen" ist. du empfindest es so z.zt. aus meiner sicht fand ich euren dialag recht interessant. die sicht von @altermaulwurf wäre auch meine gewesen. mit grosser aufmerksamkeit habe ich auch deine antworten gelesen.
auch ich hätte bei einigen deiner antworten schreiben können..."ja, aber....". es würde uns jedoch nicht weiterbringen, denn du hast deine erlebnisse zu einer anderen zeit an einem anderem ort gemacht als ich die meinigen. daher kann und will ich dir nicht deine erinnerungen absprechen, nur weil es andere gewesen sind als die meinigen.

also aus meiner sicht war es kein stöckchen...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#48

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 10:52
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von S51

Was für ein Stempel ist gemeint?
Ich hatte zeitweise ebenfalls einen PM12 als Ersatz für einen verloren gegangenen Personalausweis. Allerdings nicht als Ausreisewilliger, sondern weil mich mein PA fieserweise während der Arbeit in Richtung Grund Rappbodetalsperre "verlassen" hatte.
Später habe ich anläßlich einer (angeblichen) Strafsache einmal Daten aus einem PM12 eines Antragstellers aufgenommen. Er hatte Anzeige wegen einer geklauten Dachantenne gestellt und ich habe das bearbeitet. Zwischen seiner PM12 und der meinen war für mich kein Unterschied zu erkennen.



Auch wenn CD schon eine Antwort geliefert hat, staune ich schon, dass du das in deiner Stellung nicht wusstest.
Jeder VP wußte das, zumindest jeder, dem ich dieses Doku zeigen mußte.

Bei Verlust hatte man den PM12 für wenige Wochen, bei den hier Genannten sprechen wir von Jahren!
Aber egal, wir wollen uns ja gegenseitig helfen, nicht wahr?

http://kirdneh69.blog.de/2010/03/29/pm12...is-ddr-8270605/
AZ


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 11:01 | nach oben springen

#49

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 10:58
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von karl143

Was ist eigentlich kriminell daran, wenn zu der Zeit ein DDR Bürger sein Land mit Ausreiseantrag legal verlassen wollte. Lt. der Schlussakte von Helsinki gewährte ihm die DDR doch das Recht.



bei der unterzeichnung der ksze akte von helsinki hatte die ddr mehr auf ihr renommee im ausland geachtet als auf die innenpolitischen folgen. in folge dessen wurden bürger der ddr, die das land verlassen wollten (ausser anträgge auf eheschliessung !!!) und versuchten dies mit nachdruck zu erreichen, kriminalisiert.
im endeffekt hatte ineres, mdi und mfs auszubaden was bei der unterzeichnung der o.g. schlussakte von helsinki von der ddr-regierungsdelegation "übersehen" wurde.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#50

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 11:01
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

eeeh leute beruhigt euch doch mal bitte... da mir auch der unterschied bei der pm-12 nicht bekannt ist, könntet ihr mir diesen bitte beschreiben? danke


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#51

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 11:12
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
eeeh leute beruhigt euch doch mal bitte... da mir auch der unterschied bei der pm-12 nicht bekannt ist, könntet ihr mir diesen bitte beschreiben? danke



Oh?

Ich dachte immer, dass du mehr als Feliks informiert bist.....
Schau mal unten......
AZ


nach oben springen

#52

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 11:50
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo,

könntet ihr vielleicht von den Bäumen wieder runterkommen, auf die ihr euch gegenseitig getrieben habt. Es geht ja eigentlich nicht darum, was der eine oder andere in seiner damaligen Stellung hätte wissen müssen - sondern eigentlich nur um eine Antwort auf eine Frage.

Ich möchte mal drauf hinweisen, dass es in diesem Forum bestimmt neben mir noch zwei bis drei Leute gibt, die weder zu den Ausreisenden, Sperrbrechern oder dem MfS bzw. der Polizei angehörten, sondern hier aus Interesse am Thema teilnehmen.

Mir zum Beispiel war der PM-12 als Begriff durchaus geläufig, nur mit dem dann erwähnten "Brandmarkungsstempel" konnte ich nichts anfangen. Deshalb Danke an AZ für den eingestellten Link, und ansonsten sollte man sich wieder an den Abstieg von den Bäumen machen.

Gruss

icke



nach oben springen

#53

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 12:33
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

@ Altermaulwurf
Was ist eigentlich kriminell daran, wenn zu der Zeit ein DDR Bürger sein Land mit Ausreiseantrag legal verlassen wollte. Lt. der Schlussakte von Helsinki gewährte ihm die DDR doch das Recht.

Vielleicht kannst du diese Frage ja mal beantworten. Auf meine anderen bist du ja leider nicht eingegangen. Sollte es wirklich so sein, das du beim MfS warst, dann wäre es doch für alle hier ein Vorteil, dies in deinem Profil bzw. bei den Zusatzzeichen zu sehen. Was spricht dagegen. Oder schämst du dich mittlerweile dabei gewesen zu sein?
[/quote]

Also als kriminell wurde das von meiner Seite und der vieler meiner Genossen nicht gesehen, zum Teil waren Antragsteller im Familienumfeld und viele der Beweggründe ( Familienzusammenführung, bessere Verdienstmöglichkeiten, Wohnraumversorgung usw. ) waren aus deren Sicht nachvollziehbar.
Neben vielleicht übertriebenen sicherheitspolitischen Aspekten, war es die angespannte ökonomische Situation die eine ständige Ausreise bzw. normalen Reiseverkehr zu liess. So gesehen mag die Unterzeichnung der KSZE Schlussakte von Helsinki etwas blauäugig gewesen sein. Die Folgen waren für den gesamten Sicherheitsapparat der DDR eine Katastrophe, denn zum einen änderte die politische Führung ständig die Rahmenbedingungen dazu und man konnte aus ökonomischen aber auch berechtigten ideologischen Erfordernissen keine echte Befriedung der Situation mehr erreichen.
Man war ökonomisch nicht in der Lage bestimmten Personengruppen einen Lebensstandard wie im Westen zu bieten und hätte ein extremes nach westlichen Muster entsprechendes Aufspreizen der Einkommenssituation nicht verkraftet. Seitens der BRD wurde dies in Form gezielter Abwerbungsversuche auch ( aus ihrer Sicht völlig Legitim ) benutzt um die DDR zielgerichtet zu destabilisieren. Dies war ihr auf Grund der deutsch / deutschen Situation auch gut möglich.
Zum Umgang mit den Atragstellern ist schon genug ausgeführt wurden, nur soviel: für einen Ausreiseantrag wurde erst einmal niemand eingesperrt, für Tätigkeiten von staatstragender Bedeutung oder Geheimnisschutz hatte dies natürlich die entsprechenden Auswirkungen.
Natürlich war niemand daran interessiert und es war nach den gestzlichen Regelungen auch nicht zulässig Druck auf Staatliche Stellen auszuüben, ungesetzliche Zusammenschlüsse zu gründen oder dem Ansehen der DDR zu schaden - hier wurde entsprechend reagiert, leider jedoch durch unqualifizierte politische Vorgaben nicht immer adäquat und nachhaltig. So sollten Antragstellern die durch äußere Erkennungsmerkmale ( nicht festnageln glaub Gardinenbändle an der Antenne usw. )der Fühererschein eingezogen werden - verursachte nicht nur bei mir Kopfschütteln und zeigte auf wie hilflos einige politische Entscheidungsträger mit der Situation umgingen. Durch die Praxis sogenannter Ausgleichszahlungen des Westens war die Situation seitens der Sicherheitsorgane nicht mehr beherrschbar. In unserem Sinne negative Handlungen wurden provoziert, sondern gerade zu ritualisiert - um über Inhaftierung die Ausreise zu erreichen. Damit waren die damit befassten Genossen arbeitstechnisch schlichtweg überlastet und der ganze errossive Prozess nicht mehr beherrsschbar.
Ungarn gab der Sache dann den Rest, natürlich zu entsprechenden Hilfszahlungen der BRD .

Da könnte man wieder auf die Frage der Freiheitsdefinition kommen, die DDR konnte eben um ihre eigene Existenz und soziale ökonomische Rechte der übrigen Bevölkerung zu gewährleisten bestimmte Rechte nicht gewähren. Um mit der Maus zu sprechen, hört sich..........an, ist aber so gewesen.

Zur Thematik MfS Zugehörigkeit, wo sind hier Mitarbeiter bundesdeutscher Dienste und offenbaren hier ihre Identität und Verfahrensweisen während dieser Zeit ?

Ich bin und nicht lachen auf Grund einer patriotischen Grundhaltung in den Sicherheitsapparat gegangen, um etwas und blauäugig sicher, dabei zu helfen Fehlentwicklungen zu korrigieren und es ging vielen anderen Genossen ähnlich. Der völlig undifferenzierte Umgang mit dem MfS und den einzelnen Mitarbeiter auch Heute noch, fördert nicht eine historisch faire Aufarbeitung sondern nur eine gewollte Ausgrenzung um einen Personenkreis zu schaffen den man als Universalschuldigen benutzen kann, während viele andere sich entspannt zurücklehnen. Völlig unbedeutenden MfS Angehörigen werden auch nach 20 Jahren politische Grundrechte verwehrt während Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik längst in der BRD angekommen sind. Sicher hätte ich im Nachhinein einiges andwers gemacht, aber schämen brauche ich mich sicher nicht Karl !


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 12:35 | nach oben springen

#54

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 12:42
von Altermaulwurf (gelöscht)
avatar

Zur Ergänzung westlicher Verfahrensweisen und Pass und Führerscheinverbot unbedingt mal lesen

http://www.rote-hilfe.de/publikationen/D...aatsterrorismus

http://brd-schwindel.com/tag/jugend/

Wohlgemerkt ich sehe mich nicht als Kommunisten oder Linken........


zuletzt bearbeitet 18.04.2010 12:45 | nach oben springen

#55

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 13:24
von karl143 (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von karl143

Was ist eigentlich kriminell daran, wenn zu der Zeit ein DDR Bürger sein Land mit Ausreiseantrag legal verlassen wollte. Lt. der Schlussakte von Helsinki gewährte ihm die DDR doch das Recht.



bei der unterzeichnung der ksze akte von helsinki hatte die ddr mehr auf ihr renommee im ausland geachtet als auf die innenpolitischen folgen. in folge dessen wurden bürger der ddr, die das land verlassen wollten (ausser anträgge auf eheschliessung !!!) und versuchten dies mit nachdruck zu erreichen, kriminalisiert.
im endeffekt hatte ineres, mdi und mfs auszubaden was bei der unterzeichnung der o.g. schlussakte von helsinki von der ddr-regierungsdelegation "übersehen" wurde.




@Gilbert,
die Konferenz in Helsinki war aber nun keine Ein-Tages Veranstaltung. Und es hat sich doch auch nicht um einen Alleingang von Honecker gehandelt, als er sie unterschrieben hat. Das ist doch sicher wie in jedem anderen Staat auch im ZK usw. besprochen und diskutiert worden. Und das MfS hat zu den Auswirkungen garantiert eine Analyse abgegeben. Wenn man das so im Nachhinein betrachtet, bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
Die erste wäre, man hat absichtlich was unterschrieben, von dem man wußte, man wird es einfach nicht einhalten.
Die zweite Möglichkeit wäre aber noch peinlicher: Man kann bei einer monatelangen internationalen Konferenz die Folgen nicht vorausschauend berechnen. Das wäre dann allerdings eine Bankrotterklärung der Regierung der DDR gewesen.


nach oben springen

#56

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 13:49
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von karl143

@Gilbert,
die Konferenz in Helsinki war aber nun keine Ein-Tages Veranstaltung. Und es hat sich doch auch nicht um einen Alleingang von Honecker gehandelt, als er sie unterschrieben hat. Das ist doch sicher wie in jedem anderen Staat auch im ZK usw. besprochen und diskutiert worden. Und das MfS hat zu den Auswirkungen garantiert eine Analyse abgegeben. Wenn man das so im Nachhinein betrachtet, bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
Die erste wäre, man hat absichtlich was unterschrieben, von dem man wußte, man wird es einfach nicht einhalten.
Die zweite Möglichkeit wäre aber noch peinlicher: Man kann bei einer monatelangen internationalen Konferenz die Folgen nicht vorausschauend berechnen. Das wäre dann allerdings eine Bankrotterklärung der Regierung der DDR gewesen.



@karl1143,
die zweite Möglichkeit schließe ich mal aus, so senil waren die Herren doch zu der Zeit noch nicht, also bleibt doch nur die erste Möglichkeit, man hat unterschrieben und ganz genau im Vorfeld daran gedacht es nicht umzusetzen,
Gruß aus Berlin


nach oben springen

#57

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 14:38
von wibi (gelöscht)
avatar

Hallo zusammen,habt ihr Euch schon eingerichtet für die Flucht,Botschaften helfen diesmal nicht,wenn die Wolke so weiter geht.Ich war letztes Jahr mal in Pompeji um zu sehen was auf uns zu kommt,wenn es so weit ist.Ich richte jetzt eine Standleitung zu Koster Marie Laach ein.Die Eifel ist gefährlich.Die Regierungsbunker in Ost bzw. West sind mir zu weit.
Was die Flucht in die Botschaften betrifft,kann ich wohl nicht viel sagen,da zu meiner Zeit es keine westlichen gab.Es ist hier viel richtiges zu lesen,ich habe wohl noch niemand kennen gelernt der über eine Botschaft raus ist.Es muß aber schon der letzte Versuch gewesen sein und alles auf eine Karte gesetzt sein wenn man so einen Schritt geht.Die Mauer ist auch genau aus dem Grund entstanden,weil es kein Leben war in der"DDR"Die Bonzen haben sich über den Willen des Volkes gesetzt und haben sie wie Leibeigene behandelt.Nennt mir mal eine Bananenrepublik die Ihre Bevölkerung so behandelt.Für mich ist es keine Rechtfertigung wegen der Wirtschaft.Die Bonzen haben nie eine Politik in dem Sinne ihr Vorgabe betrieben(Sozialismus)Hauptsacht die Leute hatten noch was zum essen.Altermaulwurf,solltest Du auch zu den Akivisten gehört haben,dann hast Du genau so gekuscht bzw.das System wie die Firma getragen.Wenn jetzt gesagt wird wir haben versucht,so ist das für mich eine Lüge.Bereits 1953 hätten die vernüftigen Leute die es auch bei den Kommunisten gibt aufmucken müssen.Ab diesen Zeitpunkt ist ja richtig die Firma ausgebaut worden und die Angst ging um.Z.B.in der CSSR ging es ja auch 68,warum nicht in der"DDR" ?
Altermaulwurf:ich habe mir das mal angesehen,rote Hilfe,die Zielstellung ist mir bekannt.Zitat:D.darf niemls mehr seine Nachbarn ...bedrohen.Die"DDR"hat eindeutig 1968 mit der CSSR dagegen verstoßen.Das gegenseitige Vorwerfen wird sich im laufe der Zeit legen,aber der BRD Schwindel,da ist Dir hoffendlich nicht entgangen,das genügend Nazis in hohen Amtern der"DDR" sahsen,z.B. Homann,Ewald(Sportchef)usw.auf beiden Seiten konnte man nicht auf alle verzichten,wie jetzt auch wieder.z.B.Lehrer,Verwaltungsang.Im Westen waren schon einige die man besser 45 in die Wüste geschickt hätte.Aber dies sollte nun endlich mal geschähen z.B.in Brandenburg und Linke.
Was mich bei den Botschaftsflüchtlingen bewundert,wenn die in Prag nicht zu der Lösung gekommen wären,was dann ? Ich halte es schon für unverantwortlich so was mit Kleinkindern zu unternehmen.Ich muß dabei immer an Kardinal Mindszenty denken der 15 Jahr in der USA Botschaft fest sahs immer mit den Blick auf die zwei PKWs der ungarischen Sicherheitsdiensts.


nach oben springen

#58

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 15:08
von icke46 | 2.593 Beiträge

Falls jemand mal lesen möchte, was in der Schlussakte von Helsinki steht:

http://www.osce.org/documents/mcs/1975/08/4044_de.pdf

Ich könnte einiges dazu sagen - leider habe ich nicht den Status der Allwissenheit, den
manche zu besitzen meinen - ich denke mir halt mein Teil.

Gruss

icke



nach oben springen

#59

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 17:57
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von icke46

Ich könnte einiges dazu sagen - leider habe ich nicht den Status der Allwissenheit, den
manche zu besitzen meinen - ich denke mir halt mein Teil.



Schade! Hier hat niemand den von dir genannten Status, Icke. Und wenn dies einer von sich meint,...beachte es einfach nicht.

Ich würde mich freuen, wenn du deinen Gedanken freien Lauf läßt.
AZ


nach oben springen

#60

RE: Gescheiterte Flucht über die dänische Botschaft 1988

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.04.2010 18:45
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von icke46
Falls jemand mal lesen möchte, was in der Schlussakte von Helsinki steht:

http://www.osce.org/documents/mcs/1975/08/4044_de.pdf




Gerade im Zusammenhang mit dieser Schlussakte gab es bei vielen Antragsstellern Denkfehler in Bezug auf Ihre Rechte. Dieses wurde bei vielen Vernehmungen deutlich und mußte den betroffenen Personen immer erst umständlich erläutert werden, da jene sich regelmäßig auf diese angeblichen Rechte berufen wollten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.04.2010 18:58 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Versuchte Flucht mit LKW Güst Ellrich 1985
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Batrachos
18 07.07.2014 00:48goto
von mibau83 • Zugriffe: 3766
Nach gescheitertem Fluchtversuch zurück ins Grenzgebiet ?
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Batrachos
26 27.05.2015 20:36goto
von Rothaut • Zugriffe: 3691
Geglückte Flucht am "Iberg" bei Asbach im Januar 1988
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von CAT
4 20.03.2014 10:15goto
von Fall 80 • Zugriffe: 1782
Flucht eines Angehörigen der GT auf der "Gobert" im Eichsfeld.
Erstellt im Forum Spurensuche innerdeutsche Grenze von CAT
4 19.03.2014 20:23goto
von CAT • Zugriffe: 2408
Flucht im Sommer 1988 im Bereich Ellrich am Flußlauf Zorge
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Telli
7 02.11.2011 18:00goto
von Telli • Zugriffe: 2300
Gescheiterte Flucht im Bereich Neuenhof/Wartha 1987
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von willie
8 14.09.2014 11:21goto
von UvD815 • Zugriffe: 3045
Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von
43 07.02.2010 21:15goto
von Pitti53 • Zugriffe: 7697
Frank Lippmann- eine Recherche seiner Flucht
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Augenzeuge
0 13.12.2009 21:28goto
von Augenzeuge • Zugriffe: 3717

Besucher
21 Mitglieder und 72 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 1577 Gäste und 124 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14360 Themen und 557202 Beiträge.

Heute waren 124 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen