#281

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 18:37
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Hier mal ein interessanter Bericht zu den Dingen, die hier schon angesprochen wurden. Quasi ein Fallbeispiel:

"Kalaschnikov auf Dauerfeuer

Zusammengesunken sitzt Mike Sch. in seinem Wohnzimmersessel, das Gesicht aschfahl, und schildert, wie er diesen Abend des 5. Februar erlebt hat. Er hatte mit seinem Kameraden Ingo H. vom Wachturm an der Britzer Allee aus den Lastwagen mit der Ablösung erspäht und sich auf den Weg nach unten gemacht, als plötzlich die Alarmleuchte blinkte. Da wusste Sch., dass sein großer Wunsch geplatzt war: den anderthalb jährigen Grenzdienst ohne "Ernstfall" durchzustehen. Er wusste, dass "Grenzverletzer" den Auslösedraht berührt hatte. Und er wusste, dass er sie aufhalten musste, mit allen Mitteln.

Die Alarmleuchte blinkte rot, das hieß, die Flüchtlinge befanden sich im Wachabschnitt nebenan, beim Grenzposten "Straße 16" wo Andreas K. und Peter S. Dienst schoben. Mike Sch.: "Als wir aus dem Turm kommen, ruft der S. "Halt, Grenzposten, stehen bleiben!" und gibt einen Warnschuss ab. Wir mussten in so einem Fall in unserem Wachbereich bleiben, aber da liefen die beiden Männer genau schräg rein. Die sind gerannt wie die Schneider." K. und S. schossen, K.'s Kalaschnikow stand auf Dauerfeuer. Trotzdem gelangten die Flüchtlinge an den Drahtgitterzaun. Und dann sagte Mike Sch. die Worte, derer er sich heute schämt, die ihm in Kürze eine Anklage einbringen werden: "Jetzt müssen wir auch schießen, sonst sind sie fort."

Mike Sch. war der Postenführer, durfte Ingo H. Befehle geben. Er weiß nicht, ob sein Untergebener auch ohne die Aufforderung geschossen hätte. Er kann auch nicht mehr sagen, warum er selbst nicht abdrückte, obwohl er seine Pistole schon in der Hand hatte. Er weiß nur: Ingo H. schoss. Und der Mann, der am Zaun eine "Räuberleiter" geformt hatte, sackte zusammen.
Mike Sch. ist Täter, aber auch Opfer eines Regimes, das Männer, Frauen und Jugendliche abknallen ließ, die nur von einem Land in andere wollten. Mike Sch. sagt, er sei "kaputtgemacht" worden. Dabei hatte er bloß mehr Pech als die meisten seiner Kameraden: Er stand einfach zur falschen Zeit an der falschen Stelle.

Die letzte Erneuerung des Schießbefehls stammt aus dem Jahr 1974. Am 3. Mai trafen sich die Mitglieder des Nationalen Verteidigungsrates zwischen 10 und 12.15 Uhr im Verteidigungsministerium in Strausberg zu ihrer 45. Sitzung. In der Aussprache, heißt es in dem als "Geheime Kommandosache" (GKdos-Nr.: 19/74) eingestuften und mit Honeckers Unterschrift versehenen Sitzungsprotokoll," legte Genosse Erich Honecker folgende Gesichtspunkte dar: ...überall (an den Grenzsicherungsanlagen, Red.) muss ein einwandfreies Schussfeld gewährleistet werden: ...nach wie vor muss bei Grenzdurchbruchsversuchen von der Schusswaffe rücksichtslos Gebrach gemacht werden, und es sind die Genossen, die die Schusswaffe erfolgreich angewandt haben, zu belobigen."

"Dem Bericht und den mündlichen Ausführungen wurde unter Berücksichtigung der Ausführungen des Genossen Erich Honecker", heißt es weiter, "die volle Zustimmung gegeben." Darauf gründet der Vorwurf "Anstiftung zum Totschlag" gegen Albrecht, Keßler, Mielke, Stoph und Streletz.


"Danach haben wir eine ganz normale Festnahme getätigt", schildert Mike Sch. die Minuten nach den Schüssen. Er wirkt, als müsse er sich an dieser Lehrbuch-Floskel festhalten, um nicht mit dem Kopf auf die Tischplatte zu kippen. Später, nachdem Chris Gueffroy und Christian G. abtransportiert sind, müssen Sch. und die drei anderen Grenzer ihre Waffen abgeben. Offiziere kontrollieren die Magazine, zählen die verbliebenen Patronen. Mike Sch. wird gefragt, warum er nicht geschossen habe. Er weiß es nicht, steht unter Schock, ist "völlig fertig".

Was dann kommt, ekelt ihn nur an. "Ein oder zwei Tage Sonderurlaub und das Leistungsabzeichen, verbunden mit einer Prämie von 150 Mark der DDR." Er hat nur noch "die Schnauze voll". Zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nicht, dass Chris Gueffroy tot ist. Das erfährt er erst später und eher beiläufig von einem Unteroffizier.

Als seine Vorgesetzten erkennen, dass Sch. nie wieder die Waffe ziehen, geschweige denn schießen würde, versetzen sie ihn in eine Ausbildungseinheit. Im April 1989 wird er aus dem Dienst entlassen. Und jetzt ist da dieser immer wiederkehrende Traum mit dem roten Alarmsignal, der für Sch. schlimmer ist als der Gedanke an zehn oder fünfzehn Jahre Knast. "Und wenn im Fernsehen irgend etwas über die Grenze damals kommt", erzählt er, "dann sitz` ich da und bibbere. Ich hab' Angst, dass die Leute auf der Straße mit den Fingern auf mich zeigen. Aber am meisten hab' ich Angst davor, dass meine Frau und meine Söhne darunter leiden müssten."

http://www.stern.de/politik/deutschland/...l-1512869.html


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#282

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 18:40
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von ratata im Beitrag #280
Nun wieder eine Frage , wer von euch Grenzern hat seine Ak47 Kaschi vom Tag der Überreichung bis zum ende der Entlassung gehabt . Die Magazine sind ja in der GK geblieben . ratata


Die ich beim Eintreffen in der Grenzkompanie bekommen habe hatte ich das ganze Jahr.


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#283

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 18:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ratata im Beitrag #280
Nun wieder eine Frage , wer von euch Grenzern hat seine Ak47 Kaschi vom Tag der Überreichung bis zum ende der Entlassung gehabt . Die Magazine sind ja in der GK geblieben . ratata
Ich hatte meine "Braut" auch 12 Monate lang am Kanten,ohne fremd zu gehen.
Aber was heißt,die Magazine sind in der GK geblieben?
Versteh ich jetzt nicht.


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#284

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 18:51
von PF75 | 3.291 Beiträge

Eine Waffe (bei mir kan leihweise ein LMG dazu ) in der ABK und in der GK gabs eine andere Waffe,beide blieben leider im Bestand der GT.


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#285

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 18:56
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Ich denke es geht um die "erste" Mpi wärend der Ausbildung.
Diese wurde bei der Versetzung nicht mitgenommen ! Auf der Gk bekam man dann eine andere die man dann die ganze DZ behielt.

VG H.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#286

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 19:18
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #280
Nun wieder eine Frage , wer von euch Grenzern hat seine Ak47 Kaschi vom Tag der Überreichung bis zum ende der Entlassung gehabt . Die Magazine sind ja in der GK geblieben . ratata


Ob wir die AK aus der GAK in die GKs mitnahmen, weiß ich nicht. kann mich aber daran erinnern, daß wir irgendwann mal neue bekamen, die mit Plastekolben,wimre.



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#287

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 20:33
von jecki09 | 422 Beiträge

zu#272

Ich kann sagen, dass es in der GK schon Ausbildung zum Schießen gab.

Bei uns ging es zw. 1985-1988 immer vor dem Termin zum TÜP (1mal in HJ) mit dem sog. Schießgerätekasten, mit Dreibein und Winkelspiegel zur Ausbildung in die "Lochmühle" (GK Ifta, ii GB, GR-1).

Mit dem Zielgerätekasten, Dreibein und Winkelspiegel wurde geübt wie richtig gezielt werden sollte.
Getreu dem Motto:
Zielen heist: die Waffe nach Höhe und Seite so auszurichten, dass vom Auge des Schützen, über Kimme und Korn, eine gerade gedachte Linie zum Ziel (verlängerte Visierlinie) verläuft. Dabei ist der Visierkamm waagerecht, das Korn gestrrichen in der Mitte der Kimme. Haltepunkt: Ziel aufsitzend. (besser bekomme ich den Satz ohne nachzulesen nicht mehr hin)

Die GF´s und der ZF mit StZF mussten über den Winkelpiegel kontrollieren ob vernünftig anvisiert wurde. Auch wurde auf die Lage beiM Schießen - " insich gerade und schräg zum Ziel " - geachtet.

Wenn die GK den Titel "Beste GK" erreichen wollte, mussten wir schon den Ablauf auf dem Schießplatz, von der Meldung beim Muni-Empfang bis zur Feuerlinie und zurück üben.

Das Ganze war zwar nicht sehr beliebt. Zumal es meistens am Nachmittag und somit vor der Nachtschicht war.

Dass - wenn geschossen - oft Dauerfeurer geschossen wurde, hängt wohl mit der Aufregung des Schützen und dem Sicherungshebel der Waffe zusammen. Denn auch auf dem Schießplatz kam es manchmal vor, dass statt mit Einzelfeuer, mit Dauerfeuer geschossen wurde.


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#288

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 20:38
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #287
... Dass - wenn geschossen - oft Dauerfeurer geschossen wurde, hängt wohl mit der Aufregung des Schützen und dem Sicherungshebel der Waffe zusammen. Denn auch auf dem Schießplatz kam es manchmal vor, dass statt mit Einzelfeuer, mit Dauerfeuer geschossen wurde.


Hallo jecki09,

in der Regel wurde die erste Schulübung geschossen. Bei der waren "kurze Feuerstöße" als Feuerart gefordert. Mit Einzelfeuer konnte der Schütze durchfallen. Das machte man in der Regel nicht, aber wenn mal wieder ein ganz heißer Kontrolloffizier auftauchte, konnte schon mal ein Exempel statuiert werden. Ist uns bei einem Schießen passiert, daher kenne ich die Norm mit der Forderung nach "kurzen Feuerstößen" noch recht gut.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#289

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 21:32
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #288
(...)

in der Regel wurde die erste Schulübung geschossen. Bei der waren "kurze Feuerstöße" als Feuerart gefordert. Mit Einzelfeuer konnte der Schütze durchfallen. Das machte man in der Regel nicht, aber wenn mal wieder ein ganz heißer Kontrolloffizier auftauchte, konnte schon mal ein Exempel statuiert werden. Ist uns bei einem Schießen passiert, daher kenne ich die Norm mit der Forderung nach "kurzen Feuerstößen" noch recht gut.

ciao Rainman



Vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch.. aber wenn "kurze Feuerstösse" gefordert sind und einer Einzelfeuer schiesst, dann liegt doch eine Fehlmanipulation am Sicherungshebel vor. Und das kann man eigentlich nicht ernsthaft durchgehen lassen.
Theo


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#290

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 23:03
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #289
Zitat von Rainman2 im Beitrag #288
(...)

in der Regel wurde die erste Schulübung geschossen. Bei der waren "kurze Feuerstöße" als Feuerart gefordert. Mit Einzelfeuer konnte der Schütze durchfallen. Das machte man in der Regel nicht, aber wenn mal wieder ein ganz heißer Kontrolloffizier auftauchte, konnte schon mal ein Exempel statuiert werden. Ist uns bei einem Schießen passiert, daher kenne ich die Norm mit der Forderung nach "kurzen Feuerstößen" noch recht gut.

ciao Rainman



Vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch.. aber wenn "kurze Feuerstösse" gefordert sind und einer Einzelfeuer schiesst, dann liegt doch eine Fehlmanipulation am Sicherungshebel vor. Und das kann man eigentlich nicht ernsthaft durchgehen lassen.
Theo

Hallo Theo,

na da muss ich Dir kurz die Funktionsweise des sozialistischen Wettbewerbs erklären. Also: Normalerweise hatte bei dieser Übung der Hebel auf Dauerfeuer zu stehen und die Schützen hatten die drei Ziele mit "kurzen Feuerstößen" zu bekämpfen. Soweit so richtig. Verantwortlich für die richtige Einstellung der Waffe war der Aufsichtshabende beim Schützen (i.d.R. ein Unteroffizier der Einheit). Der hat schon mal ein Auge zugedrückt, denn bei Einzelfeuer blieb mehr Munition, wenn man danebenschoss. Als nächstes hätte es der Leiter des Schießens bemerken müssen. Das war i.d.R. der Kompaniechef, der auf dem Turm saß und das gesamte Schießen auf allen Schießbahnen im Blick hatte. Der hatte natürlich ein Interesse an guten Schießergebnissen seiner Einheit. Also hat der auch schon mal ein Auge zugedrückt. Ganz einfach war das, indem man die einzustellende bzw. zu verwendende Feuerart gar nicht erst groß erwähnte. Kam dann einer vom Stab, der sich aufregen wollte, war man überrascht und korrigierte das für die, die noch schießen mussten. Am Ende war die Gesamtnote der Kompanie wichtig. Da konnte nicht groß manipuliert werden, denn die Bekämpfung der Ziele war klar erkennbar. Man konnte bestenfalls jemanden, der "Pech mit seiner Waffe hatte" noch einmal schießen lassen. Solange also die Manipulation die ausgegebene Munition und die bekämpften Ziele betraf, war der Rahmen eng. Alles andere unterlag der "schöpferischen Initiative im Rahmen hoher Wettbewerbsergebnisse".

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


eisenringtheo, vs1400, 94 und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#291

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.02.2014 23:29
von vs1400 | 2.376 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #275
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #258
Warum gab es eigentlich keine Zielfernrohre?


Weil solche Teile (PSO) teuer waren und im täglichen Dienst eh nur kaputt gegangen wären. Bei der NVA (bei GT nicht) hat es gegen Ende der DDR so etwas für wenige ausgesuchte Waffen gegeben. Mit denen durfte (oder sollte...) dann aber nur Einzelfeuer geschossen werden. Militär war zu DDR-Zeiten immer finanziell auf das Nötigste beschränkt. ZF gehörten damals eindeutig nicht zum militärischen Alltag an Schützenwaffen. Beim BGS auch nicht, damals.
A pro pos kaputt: Anders als bei einer Visierung über Kimme (bzw. Diopter/Lochkimme) und Korn bedeuten harte Schläge an der Waffe eigentlich immer einen (drei) notwendigen Kontrollschuss oder zumindest eine optische Kontrolle etwa mit dem Kollimator. Durch den Waffen-Uffz? Nein, eher nicht... Nix da mit EK-Takt auf dem LO... Im täglichen Dienst undenkbar.
Weil mit einem ZF auf der Waffe ohne entsprechende Ausbildung nicht notwendigerweise besser getroffen wird. Das hat mit dem kleineren Sichtfeld zu tun aber auch dem Umstand, das bei instabiler Auflage (im Grenzdienst die Regel) das Sichtfeld ordentlich wackelt... Wer es nicht glaubt, mal probieren...
Das Visierbild eines PSO weicht vom Standartbild, welches sich ein Durchschnittsmensch von einem Zielfernrohrabsehen ("Fadenkreuz") macht oder einem jagdlichen Absehen doch gewaltig ab. Damit unter Stress sauber abzukommen muss man gelernt haben und üben. Üben bei GT?
Weil keineswegs alle Waffen über die seitliche Montagebasis hierfür verfügten.
Scharfschützen waren in der NVA auch keineswegs gleichzusetzen mit dem Bild eines Saizew aus dem WK II oder eines westlichen Snipers in einer Lauerstellung. Nichts da mit auf der Lauer liegen! Der Scharfschütze war Teil eines Zuges bei Mot-Schützen, der auf besondere Ziele (Kommandeure, Technik) im Rahmen des Vorgehens oder Verteidigung feuerte. Er blieb bei seinem Zug mitsamt dem "langen Knochen". Außer Gefecht setzen des Gegners war dabei keineswegs gleichzusetzen mit töten. Ein GV passt in keiner Weise in diese Ausbildung, wohl aber der Umstand, dass die GT im Verteidigungsfall, soweit sie überlebt hätte, Teil einer Mot-Schützeneinheit geworden wäre.
Für Spezialeinsätze wäre der einfache Grenzer nicht vorgesehen gewesen.
Und keineswegs als letztes Argument: In den "Geruch" einer Scharfschützentruppe wollte und sollte GT nur als allerletztes kommen. Die Waffe war immer nur das letzte Mittel.


die waffe sollte damals das letzte mittel sein.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#292

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2014 00:46
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #289
...
Vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch.. aber wenn "kurze Feuerstösse" gefordert sind und einer Einzelfeuer schiesst, dann liegt doch eine Fehlmanipulation am Sicherungshebel vor. Und das kann man eigentlich nicht ernsthaft durchgehen lassen.
Theo


Das war eine Frage der Argumentation sowie des Erwischtwerdens. Wenn von hinten jemand von den Kontrolloffizieren oder Leiter des Schießens angelaufen kam, dann musste der Sicherungshebel eben vorher wieder hoch sein. Bei einem "flinken Finger" war es durchaus möglich, auch bei Dauerfeuereinstellung Einzelfeuer zu schießen. Nur halt nicht sehr reproduzierbar, mehr zufällig. Den Zufall musste man dann "erklären". Wie Raimann schreibt, wollten sie einem auch glauben.
Die Forderung nach kurzen Feuerstößen im Gefechtsschießen hatte militärisch nachvollziehbare Gründe. Bei zwei/drei Schüssen pro Feuerstoß verriß die Waffe noch kaum. Zwei oder drei Geschosse in Richtung Ziel bedeuteten halt eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit.
Bei modernen Schützenwaffen ist dies der Grund für die Zwei- und Dreischußautomatik, die sich oft extra zwischen Einzel- und Dauerfeuer einstellen läßt.
Mit den "üblichen" (die Klammeraffen, weil es doch sehr selten vorkam) Schußwaffenvorfällen an der Grenze hatte es deshalb wenig zu tun, weil es dort eben eher keine gezielten, kurzen Feuerstöße waren sondern meist lange, durchgerissene Feuerstöße mit mehr zufälligen ein oder zwei und nur sehr selten mehr Treffern.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#293

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2014 06:17
von SCORN | 1.453 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #292
Bei einem "flinken Finger" war es durchaus möglich, auch bei Dauerfeuereinstellung Einzelfeuer zu schießen. Nur halt nicht sehr reproduzierbar, mehr zufällig.


das schießen von "Einzelfeuer" bei Hebelstellung "Dauerfeuer" war trainierbar! Allerdings nicht mit dem Trainingsintervall welcher im allgemeinen bei GT oder NVA Praxis war. 2-3mal im Jahr schießen reicht da nicht ! Ich konnte/musste über einen längeren Zeitraum wöchentlich mehrmals mit der Kaschi trainieren, und da hatte man dass dann ziemlich sicher drauf, da u.a.auch das genau trainiert wurde!

SCORN


zuletzt bearbeitet 25.02.2014 06:17 | nach oben springen

#294

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2014 08:35
von utkieker | 2.914 Beiträge

Drei kurze Feuerstöße galt auch als Signal "Eilt zu Hilfe". Wenn man nur 3 Stück Munition je Feuerstoß verschoß war man recht gut weniger als 3 oder gar "Einzelfeuer" bei Dauerfeuer war selten praktisch unmöglich!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#295

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2014 10:06
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #293
Zitat von S51 im Beitrag #292
Bei einem "flinken Finger" war es durchaus möglich, auch bei Dauerfeuereinstellung Einzelfeuer zu schießen. Nur halt nicht sehr reproduzierbar, mehr zufällig.


das schießen von "Einzelfeuer" bei Hebelstellung "Dauerfeuer" war trainierbar! Allerdings nicht mit dem Trainingsintervall welcher im allgemeinen bei GT oder NVA Praxis war. 2-3mal im Jahr schießen reicht da nicht ! Ich konnte/musste über einen längeren Zeitraum wöchentlich mehrmals mit der Kaschi trainieren, und da hatte man dass dann ziemlich sicher drauf, da u.a.auch das genau trainiert wurde!

SCORN



Hab es ein paar mal so gepackt, also nur ein Schuss raus bei Dauerfeuereinstellung. Immer dann, wenn vom Leitturm aus der Lautsprecher mich anbrüllte, daß Dauerfeuer befohlen war, hab ich es probiert und hat manchmal geklappt.



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#296

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.02.2014 12:09
von SCORN | 1.453 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #294
Drei kurze Feuerstöße galt auch als Signal "Eilt zu Hilfe". Wenn man nur 3 Stück Munition je Feuerstoß verschoß war man recht gut weniger als 3 oder gar "Einzelfeuer" bei Dauerfeuer war selten praktisch unmöglich!

Gruß Hartmut!


@utkieker , du hast vollkommen Recht, bei der allgemeinen Standart Ausbildung nicht zu erlernen! Bei intensiven Training war auch das kontrollierte Abgeben von 2 Schuss-Feuerstößen erlernbar! Ist zwar OT, aber ich hielt die Schießausbildung in der NVA im allgemeinen für absolut unzureichend. Es gab allerdings Ausnahmen! Bei den GT scheint es nicht besser gewesen zu sein, eher schlechter!

SCORN


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#297

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 03:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #296
Bei intensiven Training war auch das kontrollierte Abgeben von 2 Schuss-Feuerstößen erlernbar!
Also Dubletten im Dauerfeuermodus, also das nenne ich dann mal Waffenbeherrschung, fast sogar schon hohe Kunst könnte man sagen. Einen Einzelnen nur rauszulassen im Dauerfeuermodus, also dös iss einfach. Wenn man weiß wie. Aber Dubletten und das auch noch reproduzierbar, also das nenne ich dann mal wirkliches Können. Tät ich gern mal nähers erläutert haben, im Gegenzug hier mal eine funktionierendes Howto für einen Einzelnen:

Ich beschreibs mal für Rechtsschützen, die Linken hatten ja mit der Kaschi eh schlechte Karten. Iss ja kein StG77, aber zum AUG komme ich noch späters beim Zielen. Nun erstemal einen Schuß bei Dauerfeuer für Rechtsschützen liegend, fast mit Garantie ...
Waffen mit der linken Hand am Vorderschaft fest (wichtig !) packen und straff in die rechte Schulter einziehen. Erst jetzt kommt die rechte Hand ins Spiel und eigentlich nur mit dem Abzugsfinger (kann auch der Effenberg sein). Denn Rest klammern 'mer ma (mental zumindest) aus. Treffen passiert ja sowieso (fast) nur im Kopf. Und jetzt gaaaanz langsam an der Druckpunkt ranziehen, aber nur den Finger bewegen! Die Hand schwebt frei, aber fest an einer Stelle. Gaaanz langsam ... und weiter ausatmen. (Luftanhalten ist neben dem klassischen Vereißen der Hauptfehler, also mal so by the way) Und wenn nun endlich der Schuß bricht, na da gibts ja auch bissel Rückstoß. Der Abzugsfinger, der ja mehr mit der rechten Hand und nicht mit der Waffe verbunden ist, bleibt wo'r iss und die Knispel hauts bissel zurück, sozusagend manueller Triggerstop.


.
Nun kam in #275 der Saizew so als Beispiel für - braucht eine Optik. Hmm, und obs nun einen Mj. Erwin König oder einen Staf. Heinz Thorwald überhaupt gab, wage ich mal 'leicht' zu bezweifeln, na wie auch immer, mir gehts um was anders. Ein richtiger Scharfschütze nutze diese Waffen und ich erkenne da auch auf dem Mosin irgendwie keine Optik ...


Quelle: http://www.mosinnagant.net/finland/simohayha.asp

Drei Gründe führt Simo Häyhä an, wieso eine offene Visierung besser ist: kleinere Silhouette (wobei den Finnen siehste in der Ghilliesuit sowieso nicht). Zweitens war's ihm zu empfindlich und drittens reflektiert u.U. tiefstehende Sonne und verrät so den Standort. Na zumindest gegen Drittens hilf ein bissel die Klopapierrolle. Aber den wichtigsten Grund hat er mMn stillschweigend 'vergessen', das periphere Sehen ist praktisch nicht mehr vorhanden, das Gesichtsfeld stark eingeschränkt und da sowieso nur maximal 50% der optischen Information im Kortex scharf verarbeit werden, die andere Hälfte aber unscharf aber dafür doppelt so schnell, isses Hirn eigentlich schon an der Eingabeschittstelle überlastet, deswegen haben heute die auch immer einen Spot(t)er dabei.
Brauchts aber garnicht, weder Optik noch Spannemann. Hier mal ein Filmchen zu einem der weltbesten Schützen und wer da Parallelen zu dem oben erwähneten Герой Советского Союза entdeckt, na die sind bestimmt nicht zufällig. Irgendwoher hatten die Propagand-Politruks ja ihre Ideen und etwas Schiß hatten's ja vor dem Белая смерть ja auch tapfer ...
http://youtu.be/jaLfxfpsmtY (Bildquelle für den Film: ISBN 952-5170-47-0)

So, damit hätten wir jetzt mal den menschlichen Faktor in dieser Präzisionsrechnung bei 0,999. Achso Thema war Einzelfeuer, *tschuldschung* für oT
Apropops Einzelfeuer, zu dem fast komplett Artikel zum Gueffroy-Tod von diesem Schuddel eingestellt sage ich jetzt mal nix, der spricht ja für sich oder besser gegen den Nutzer, welchen ihn einstellt, na Spiegel ebend. Hier mal der Link zur Chronik der Mauer und der geneigte Leser kann gern selber erkennen ... [stop! Selbstzensur, nicht auch noch bei diesem Thema "kindergarten"], also hier der Link ...
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593906/page/1


.
Nun zu dem Faktor Waffe, da gebe ich der Kaschi mal, hmm, 0,8 bis 0,9, je nachdem wie kaputtgeputzt sie schon war. Im Dauerfeuer dagegen höchtens 0,5, also allerhöchtens. Ich bringe da mal zwei Filmchen, der erste zeigt die Verwindungen des Laufes beim Dauerfeuer und erklären vielleicht besser als viele Worte den (Un-)Sinn dieser abgeschrägten Mündungsmutter und der zweite dann wie wenig die Waffe bei Dauer-Dauerfeuer eigentlich ausreißt ...
http://youtu.be/xeeeFxA_9nA
http://youtu.be/89JEeeVF6rQ

Zum Thema Ent- oder Weder, also Optik ODER Offen ... hmm? Habsch dann doch jetzt keinen Lust mehr zum Faktenzusammenzutragen. Genausowenig wie warum ein Ringabsehen 1,80m auf 300m mist. (Oder schreibt's mist hier mit zwei S ?) Na wie auch immer, eine 1,5fache Optik schließt ja Kimme und Korn nicht aus, odär?



Apropos AUG, zum Abschluß und zum Thema Kaputt-Putzen dann doch noch ein Zitat (und nicht den dreiviertels Artikel) ...

Falsch praktizierte Reinigungsverfahren, wie der Einsatz von Schmirgelleinen oder Drahtbürsten, die nicht nur auf das fälschliche Verlangen nach einem nicht erforderlichen Sauberkeitsgrad zurückzuführen sind, führen oftmals zur Zerstörung des Oberflächenschutzes (z. B. der Chromschicht am Gaskolben). Völlig zu Recht wird behauptet, dass unsere Waffen zu Tode gereinigt und nicht zu Tode geschossen werden. Um der Macht der Gewohnheit entgegenzuwirken, wird zur Umsetzung des neuen Reinigungsverfahrens ein großes Maß an Überzeugungsarbeit zu leisten sein und insbesondere den Kommandanten in allen Ebenen ein hohes Durchsetzungsvermögen abverlangt werden.
Quelle: TRUPPENDIENST - Ausgabe 1/2005 - Folge 281


.
Bleiben dann doch (noch meinerseits) zwei Fragen, wurde denn wirklich so oft, wie's der reißerische Titel dieses Threads suggeriert denn dann Dauerfeuer geschossen und wäre(/ist) das AUG vielleicht die bessere Waffe für die Grenze?

P.S. Da hatte ich doch tatsächlich statt Schuddel Schmuddel geschrieben, hoffentlich der einzige tippsche Verfreudser


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Rainman2, ABV, SCORN und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2014 03:43 | nach oben springen

#298

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 06:12
von SCORN | 1.453 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #297
Zitat von SCORN im Beitrag #296
Bei intensiven Training war auch das kontrollierte Abgeben von 2 Schuss-Feuerstößen erlernbar!
Also Dubletten im Dauerfeuermodus, also das nenne ich dann mal Waffenbeherrschung,


genau so ist es!


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#299

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 07:46
von utkieker | 2.914 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #297
Ich beschreibs mal für Rechtsschützen, die Linken hatten ja mit der Kaschi eh schlechte Karten.

Von wegen wir Linksschützen hätten mit der KM schlechte Karten. Während ein Rechtsschütze notgedrungen mit der rechten Hand durchlädt, sind wir Linksschützen mit dem linken Zeigefinger schon am Abzug

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#300

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 08:43
von tomek | 20 Beiträge

Ich hatte auch das Glück, niemals auf Menschen schießen zu müssen. Den Moment, in dem man darüber nachdenkt, ob man in so einer Situation schießt oder nicht, den gab es eigentlich nicht. Es gab ein "Handlungsschema" nach dem alles ablief. Das ging kurz gesagt etwa so: Zuruf "Halt, Grenztruppen der DDR, stehenbleiben oder ich schieße!", danach Warnschuß, dann sollte der gezielte Schuß folgen. Natürlich gab es auch hier viele Ausnahmen. Erst sollte versucht werden, den GV (Grenzverletzer) ohne Schußwaffeneinsatz festzunehmen.Wenn das nicht ging, dann auf Beine schießen. In der Praxis sah das so aus, dass auch in Berlin die Postenpunkte mehrere hundert Meter voneinander entfernt waren. Da war es praktisch unmöglich auf diese Entfernung nachts auf jemanden der sich schnell bewegt gezielte Schüsse abzugeben. Die meisten Grenzer, mit denen ich gedient hatte, hatten wahnsinnige Angst davor, dass doch mal was passiert und man muss schießen. Die meisten.....es gab da einige, die haben das ein wenig abenteuerlicher gesehen. Zum Glück waren das nur ganz wenige.
Kurze Feuerstöße waren so der "Standard" beim Übungsschießen, deshalb Dauerfeuer.


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