#61

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 01:03
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von GilbertWolzow
ansonsten solltest du bitte nicht deine nsa unterschätzen, 90 % des weltweiten e-mail-verkehrs werden von ihr gefiltert und gescannt.


Zitat von CaptnDelta
Wo haste denn die Luftnummer her? Und was verstehste unter "gefiltert und gescannt"?


such mal bitte selbst im net, da wirst du fündig. das problem stellt aber auch heute noch die auswertung der gesammelten daten da, die auch deshalb nur nach "schlagworten" durchsucht werden.


Na, Gilbert, so gehts aber net: Erst stellst Du hier so 'ne Nummer rein, und dann soll ich die Dir beweisen?

-Th


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#62

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 01:10
von Gelöschtes Mitglied
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Leute, das is aber ein sehr alter Hut, was soll man da erklären?


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#63

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 07:43
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Na, Gilbert, so gehts aber net: Erst stellst Du hier so 'ne Nummer rein, und dann soll ich die Dir beweisen?


du sollst mir doch nichts beweisen. das mit dem scannen des weltweiten e-mail-verkehrs hatte ich anfang/ mitte der 90´er jahre, fachlich fundiert, gelesen. nur wo ich das jetzt im weltweiten web finde, da bin ich überfordert.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#64

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 07:58
von altgrenzer (gelöscht)
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Moin,

mal zum Technischen, was das Mitlesen von Internet-Messages betrifft: Wer das tun will, braucht den Zugriff auf die Systeme, das sind die Router und Switche der Zugangs-Provider. Hier ist also die Mitwirkung der Provider angesagt und evntl. auch die Mitwirkung derer, die das Netz betreiben. Letzteres ist kaum möglich, also wird ein Controler sich auf die Provider beschränken müssen, die die Backbone-Anbindung haben. Es ist z.B. möglich, auf einenm Switch einen Monitor-Port (TCP-Dump) einzurichten, desweiteren gibt es sog. SINA-Boxen, die ebenfalls beim Provider aufgestellt sind die Internet-Banking betreiben (um das Banking kontrollieren zu können auf Anwendungs-Ebene).

Technisch ist alles machbar, nur, es braucht eben einen Maulwurf der da mitspielt und ein paar Trottel, die die Zeche bezahlen.

Rolf


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#65

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 08:02
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Hallo Gilbert,

ich nehme mal an, Du beziehst Dich auf Veröffentlichungen zum globalen Abhörnetzwerk "Echelon". Wenn ich mich recht entsinne, hat da in Deutschland der "Spiegel" als erster drüber geschrieben. Da es sich um ein Geheimprojekt handelt, sind belastbare Zahlen schwierig zu erhalten. Ich kann mich aber auch an etwas mit "90%" dunkel erinnern. Um also dem Captn ein wenig zu helfen, anbei ein recht interessanter Link, der nichts beweisen kann, aber zumindest mit seinen weiterführenden Links und technischen Details einen recht guten Eindruck macht.

Echelon - Das globale Abhörnetzwerk

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 12.03.2010 08:03 | nach oben springen

#66

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 08:12
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Vielleicht könnte man Cuba mit der DDR vergleichen, wie sieht es denn heute dort mit dem Internet aus?

Das Internet ist in Kuba, auch aus Angst vor Verlust des Medienmonopols seitens des Staates, nur unter starken Restriktionen zugänglich.
Mit Hilfe der UNESCO wurde 1994 ein Backbone für die ganze Insel installiert, der zunächst einmal speziell für die Anbindung der Ärzte an aktuelle nationale und internationale medizinische Datenbanken gedacht war und bis heute staatlicher Kontrolle unterliegt. Jeder kubanische Arzt hat, soweit er über einen Computer verfügt, Zugangsmöglichkeiten zu diesem System, das über Gateways auch den beschränkten Zugang zu internationalen Informationsquellen und die freie Verwendung von E-Mail-Diensten ermöglicht. Des Weiteren gibt es Internetzugänge in Schulen, Betrieben, Post und auch in privaten Haushalten. Privatzugänge müssen beantragt werden und sind so teuer, dass die breite Masse der Bevölkerung von ihnen ausgeschlossen bleibt. Praktisch kommen sie nur für Besitzer von Devisen in Frage. Die Regierung hat Dutzende regimekritischer Web-Sites gesperrt, so dass sie von Kuba aus nicht erreichbar sind. Der E-Mail-Datenverkehr wird überwacht. Internetcafés mit vollwertigem, aber relativ langsamen Internetzugang sind nur in Touristenhotels und einigen Niederlassungen der staatlichen Telefongesellschaft ETECSA vorhanden. Diese sind meist auch für Kubaner zugänglich, jedoch muss der Zugang dort ebenfalls in Pesos Convertibles bezahlt werden, sodass dies nur für sehr wenige Kubaner eine Alternative darstellt.
Die Ausstattung aller Schulen mit Computern und die Internet-Nutzung in vielen kubanischen Betrieben führen seit dem Jahr 2000 zu einem stetig ansteigenden internationalen Kommunikationsverkehr besonders über E-Mail. Dennoch haben in Kuba nur 1,7 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, was die mit niedrigste Rate in ganz Lateinamerika ist. Es kommen 4,5 Computer auf 100 Einwohner, die allermeisten davon stehen jedoch in staatlichen Einrichtungen.
Kuba brachte im Februar 2007 die Betaversion der eigenen Suchmaschine 2x3 heraus. Abrufbar sind 150.000 offizielle Seiten, von der staatlichen Presse bis hin zu Fidel Castros Reden.
Die neue Regierung unter Raúl Castro hat angekündigt, dass trotz der inzwischen erfolgten Aufhebung des Verbots zum Kauf von Computern für Privatpersonen die Beschränkungen des Internetzugangs nicht so schnell beseitigt werden. Gründe seien vor allem die beschränkten technischen und ökonomischen Kapazitäten. Die meisten Haushalte hätten ja noch nicht einmal einen Telefonanschluss. Auch das US-Embargo gegen Kuba sei Mitschuld an der schlechten Internetversorgung im Land.
Es wird derzeit eine unterseeische Glasfaserkabelverbindung zwischen Venezuela und Kuba gelegt, mit deren Fertigstellung 2010 zu rechnen ist. Es würde eine Kapazität von 160 Gigabit je Sekunde bieten und damit ein Vielfaches der Bandbreite der Satellitenkanäle mit der Kuba derzeit noch an das weltweite Datennetz angeschlossen ist. Im April 2009 wurden seitens der USA ebenfalls Restriktionen des Embargos aufgehoben, durch welche es US-Telekommunikationsfirmen verboten war, Geschäfte mit Kuba zu machen bzw. Kuba an das weltweite Glasfasernetz anzuschließen.
(Wiki)AZ



So abwegig ist dein Vergleich in Sachen Internet zwischen Cuba und der DDR gar nicht. Auch die DDR hätte sich der Entwicklung des Internet nicht verschließen können und stand dabei vor ähnlichen Problemen wie das kleinere Cuba. Das marode Telefonnetz war für eine Mitbenutzung als Internetzugang völlig ungeeignet. Für eine grundlegende Modernisierung fehlte der DDR schlichtweg das Geld.

Vermutlich hätten wir also auch so eine Art „Overlay- Netz“ (ein über dem Telefonnetz liegendes Computernetz) für Bildungseinrichtungen, Behörden, Ärzte und später auch für öffentliche Internet- Cafes usw. installiert.
Das hätten dann auch die „Jungs mit den großen Ohren“ einigermaßen gut „kontrollieren“ können.

Die breite Masse der DDR- Bürger hätte auf das „Internet zu Hause“ – so wie heute - vermutlich noch sehr sehr lange warten müssen, wenn es das denn überhaupt je gegeben hätte.

Für den damaligen Wunsch der DDR- Bürger nach einer vernünftigen Telekommunikation war die Vereinigung Deutschlands ein Segen. Allein hätte die DDR die Modernisierung der Telekommunikationsinfrastruktur in nur knapp 8 Jahren niemals stemmen können.

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#67

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 09:22
von josy95 | 4.915 Beiträge

Bisher und zum größten Teil wirklich gute und interessante Beiträge hier, auch wenn alles größtenteils aus dem Reich der Spekulatin ist.
Das war ja auch so angekündigt und soll so sein, so bleiben!
Noch ein paar Sätze von mir dazu:

Die Mentalität der Cubaner mit der der Deutschen, ob nun Ost oder West, zu vergleichen, hinkt gewaltig.
Simpel formuliert, die Menschen dort haben wie auch viele andere Völker eine grundlegend andere Lebensauffassung wie wir Deutschen, wie Mitteleuropäer oder Nordamerikaner. U. a. sind sie mit viel Wenigerem (MATERIELLEM) oft zufriedener!

Von Nationalstolz ganz zu schweigen! Hier sehe ich auch, spüre ich auch die allgemeine amerikanische Mentalität, egal ob nun Süd- oder Nordamerika bis rauf nach Kanada. Da könnten wir Deutschen uns eine gehöhrige Portion von abschneiden. Und nicht einseitig und soviel von der vermeintlichen, hochgepuschten nordamerikanischen Mentalität des ungezügelten Komerzes, die es in Wahrheit und Realität nur dort gibt, die nur dort propagiert wird, wo mit dem gierigen Deutschen Unmengen von schnellem Geld verdient werden kann.

Was hat einer unserer bekannten User für einen schönen Nachsatz, den mal Napoleon kreiert hat?

Keine Lüge kann grob genug ersonnen sein, ohne das sie die Deutschen glauben!


josy95


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#68

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 09:39
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
... Um also dem Captn ein wenig zu helfen, anbei ein recht interessanter Link, ..

Danke fuer den Link, Rainman, mit Echelon kenn ich mich einigermassen aus (auch aus beruflichen Gruenden), dazu weiter unten noch etwas mehr. Es ging mir drum, wie man auf so hahnebuechene Behauptungen kommen kann, das die Ueberwachung von 90 % des weltweiten e-mail-verkehrs von *einer* Organisation generell machbar sein soll. Fuer mich ist das viel eher eine Indikation, das das Verstaendniss vom Aufbau des Internets eher rudimentaer ist. Mal zur Erinnerung: die Gruende fuer die Kreation des Internets (MilNet, Arpanet) war genau dieses zu verhindern. Vielleicht hilft es, das man sich dazu John Gilmore verinnerlicht: „The Net treats censorship as a defect and routes around it." (Time Magazine, 1993)

90% weltweit ist 'ne Nummer die einfach nicht geht. Die NSA waere (un)warscheinlich froh, 9% der weltweiten Email-Kommunikation scannen zu koennen. Realistisch sind heute eher 0.9%.

Zu Echelon: Echelon wurde urspruenglich (noch zu Zeiten des kalten Krieges) in erster Linie zum Abhoeren von Satelliten eingerichtet. Nachdem in den 90er die Kommunikation mehr und mehr auf terrestrische Kanaele (Fiber) gesetzt wurde, war es eher schwierig, den gleichen Deckungsgrad wie bei einer Handvoll geostationaerer Satelliten zu bekommen, und das hat sich bis heute nicht wesentlich geaendert. Von daher versucht die NSA zwar in entsprechende Netzwerk-Zentren reinzukommen, allerdings geht das auch genauso oft schief (google zum Beispiel mal nach "Room 641A"). So Faelle werden dann liebend gern von der EFF hier in San Francisco angenommen.

Da das Ueberwachungs-Equipment auch selbst einstreut, koennen einigermassen kompetente Netzwerkadmin's an der Modulation des Internet-Verkehrs erkennen, ob und wo ein Knoten potentiell ueberwacht werden koennte, und dieser Knoten wird dann ganz gern umgangen.
Wie sagte John Gilmore: „The Net treats censorship as a defect and routes around it."

-Th


zuletzt bearbeitet 12.03.2010 09:59 | nach oben springen

#69

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 10:04
von karl143 (gelöscht)
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Möglich wäre aber auch, das Internet in speziellen Clubs oder Einrichtungen, wie z. B. in Bibliotheken anzubieten, wie es hier auch besteht. Dort wären die aufrufbaren Seiten und auch die Drucker unter Kontrolle. Meine das so ähnlich wie damals die Jugendclubs.


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#70

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 10:44
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Hallo Karl,

die Struktur der Rechen- bzw. Datenverarbeitungszentren der Bezirke in der DDR hätte eine gute Infrastruktur für flächendeckende Filterung und Kanalisierung bzw. Überwachung gegeben.

@CaptnDelta: Danke nochmal für die Ergänzungen zu Echelon. Ich denke, das ist wie immer. In den Medien geistert eine Zahl rum und die bleibt hängen. Was sich technisch dahinter versteckt, kann man als Laie kaum überblicken. Wie gesagt, ich kann mich, wie Gilbert, erinnern, dass eine solch hohe Zahl in den Medien zu lesen war. Aber die Quellenangabe dazu ist schon lange an Väterchen Alzheimer gegangen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#71

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.03.2010 14:24
von josy95 | 4.915 Beiträge

Jetzt will ich es mal etwas spaßig machen, drum nehmt es bitte nicht so ernst, aber es ist ja schließlich auch aus dem Reich der Spekulation:

Stellt Euch mal vor, die ganze Entwicklung mit Internet & Co wäre wesentlich früher gekommen und auch in der DDR wär das fast uneingeschränkte Surfen möglich gewesen. Fast jeder Haushalt hätte einen guten PC gehabt, natürlich vom VEB "Robotron". Die Mitarbeiter des MfS hätten mit ihrer veralteten PC-Technik so wie heute auch oft Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaften immer etwas hinterhergehingt.

Unvorstellbar, die Sonderschichten, die da hätten geschoben werden müssen!
Manch ein eifiger, dienstbeflissener MfS´ler wär doch wirklich nach Dienstende mit einem rechteckigen Kopf in Bildschirmformat, Bildschirmdesign nach Hause gegangen...

Und der "VEB Mütze" hätte eine vollkommen neue Kreation der Dienstmützen auf den Markt bringen müssen!

Armer Feliks D., armer Gilbert und armer Bunkerthommy, verzeiht es mir bitte!

Ich versuche es mir gerade vorzustellen, wie ihr oder gar euer Avatar ausgesehen hättet...



Heinz Erhardt hätt jetzt gesagt: Ein Schelm, wer Arges dabei denkt!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 12.03.2010 14:38 | nach oben springen

#72

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.01.2014 16:49
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag RE: Verlangen nach Leben-Eine junge Frau im Visier des MfS
Was ich hier privat sage muss ich öffentlich im Dienst nicht unbedingt wiederholen (zumindest nicht an unpassenden Stelen). Aber so denken darf ich ja wohl noch.
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag RE: Verlangen nach Leben-Eine junge Frau im Visier des MfS
Aber vergiß nicht - hier lesen ganz viele mit Auftrag mit.
Zitat von studfri im Beitrag RE: Verlangen nach Leben-Eine junge Frau im Visier des MfS
Ich weis doch, was man einmal erlernt hat, das legt man so schnell nicht wieder ab.
Zitat von elster427 im Beitrag RE: Verlangen nach Leben-Eine junge Frau im Visier des MfS
Hatten wir schon Internet in der DDR?

An einigen Unis schon, vorneweg waren Jena und Dresden.
Das was die Meisten hier aber unter 'Internet' verstehen, wurde allerdings erst nachwendlich 'erfunden'.

Und ich habe mal diesen Thread genutzt, die Vertrollung des Ursprungthread ist ja abscheulich *nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#73

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.01.2014 19:00
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #2
Im Gegenteil, die Stasi hätte durch die neue Technik noch mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Überwachung gehabt (siehste du ja sogar bei uns, Datensammlung von Schäuble!).



Hallo,
und es hätte deutlich mehr Optionen gegeben Kontrollen zu unterlaufen. Z.B. Ähnlich Samisadt Literatur wie vor 1988 in der UdSSR eben nicht abgetippt sondern per micro-sd-Karten weiterverbreitet. Verschlüsselung unknackbar nur für den vorbestimmten Empfänger lesbar dank one-time-pad. ( z.B. getarnt als Fehlaufnahme mit Rauschen auf einer Musik-CD, so attraktiv daß sie vielfach kopiert wird, an wen sich die enthaltende verschlüsselte Nachricht wendet ist nicht ersichtlich.
Oder Datenübertragung nach Dänemark oder in die BRD per IR-Laser, es gab viele Orte von wo aus Sichtkontakt bestand..., zurück in die DDR ungerichtet im GHZ-Bereich, lässt sich kaum stören da richtungsempfindliche YAGI für solche Frequenzen sehr klein sind und gut tarnbar damit.
"Mithören" von offenen WLAN der BRD in Sonneberg z.B.



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#74

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.01.2014 19:25
von damals wars | 12.210 Beiträge

Wäre den der KC 85 und der Junost überhaupt Internetfähig gewesen?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#75

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.01.2014 23:24
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Vermutlich hätten in den 90er Jahren Computerclubs von FDJ, Kulturbund und GST den Einstieg in eine RGW-Mailbox-Struktur ermöglicht. Heimcomputer auf PC-Niveau währen ab Mitte der 90er Jahre bezahlbar zu beschaffen gewesen. Statt PC's alle 2-3 jahre zu verschrotten, wäre es vermutlich möglich gewesen, den EC 1834 (Gehäuse+Netzteil) bis heute mit modernen Innenleben als Reko-PC immer wieder neu aufzubauen (also ein Pentium IV-Nachbau mit passandem Board ins alte Gehäuse einzubauen). Ca. ab dem Jahr 2000 wäre Internet für jederman stufenweise (zuerst Berlin, dann Bezirksstädte und Werkssiedlungen wichtiger Kombinate) angeschlossen worden. Eine Überwachung, die einer Mischung aus NSA-Methoden und China besteht hätte die HV-Internet des MfS realisiert. Die Einführung eines sozialen Netzwerkes auf Facebook-Niveau hätte zur Einsparung vonca. 70% der IM'S und Umschulung der Führungsoffiziere auf "Trollführer" bzw. "Sockenpuppenführer" geführt, die mit virtuellen IM's in SN-Gruppen und Foren Oppossitionelle überwachen.
Der Vergleich mit Kuba und China muß berücksichtigen, daß die DDR 1989 einen höheren Stand der Industralisierung als beide Staaten hatte und die Westeinflüsse und -kontakte in der DDR (speziell in Berlin) schon in den 80er Jahren sehr offen waren. Obwohl die "Verbreitung von Westsendern" (Empfang in öffentlichen Räumen o.ä.) verboten waren, nahm man in Berlin damals keinen Anstoß, wenn in Geschäften oder Handwerksbetrieben Westradio lief, so z.B. beim Friseur der RIAS. Insofern wäre der Internetzugang eher durch technische Restrikrionen, als durch politische Vorgaben beschränkt worden, aber es hätte eine weitreichende Überwachung gegeben. Westliche Fachzeitschriften waren in der DDR in Bibliotheken frei zugänglich, nicht jedoch politische Presse (Tageszeitungen, Spiegel, Stern).



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#76

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 12.01.2014 23:37
von Fritze (gelöscht)
avatar

Kein schönes Drehbuch !


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#77

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 12:57
von studfri | 762 Beiträge

Ich denke einmal, der Versuch das alles unter staatliche Kontrolle in der DDR zu bekommen wäre insbesondere in Berlin schwierig geworden.
Man hätte doch sicher USB-Sticks samt (Prepaid-) Karte in den Ostteil der Stadt einschmuggeln können, mit deren Hilfe dann ein Zugang zum Net über die westlichen Provider ohne weiteres möglich gewesen wäre. Es sei denn man hätte im Ostteil der Stadt Möglichkeiten gefunden, mit Störsenders oder sonstwie auf (funk-) technischem Weg das zu stören.



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#78

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 21:06
von 94 | 10.792 Beiträge

Und diese Möglichkeiten hätten's bestimmt net lang suchen brauchen und auf jedem zweiten B-Turm an der Mauer wäre ein IMSI-Catcher installiert worden. Na egal, aber schon Sch****, wenn ma koi Ahnung hat, hä @studfri
Doch mal 'ne andere Frage weitergesponnen. CP/M wurde als SCP und MS-DOS als DCP 'lizenzfrei' nachgenutzt und REDABAS-2 ist heute noch für Einige bekannter wie dBase III. Wie hätten die 'Entwickler' vom VEB Robotron Projekt Dresden denn Windows oder Exchange nennen können?
Und wie hätten sich die staatlich geförderte Warez-Group zur freien Software positioniert?
Über so ein Thema könnte man dochmal 'spinnen', odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.01.2014 21:08 | nach oben springen

#79

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 21:14
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #78
Und diese Möglichkeiten hätten's bestimmt net lang suchen brauchen und auf jedem zweiten B-Turm an der Mauer wäre ein IMSI-Catcher installiert worden. Na egal, aber schon Sch****, wenn ma koi Ahnung hat, hä @studfri
Doch mal 'ne andere Frage weitergesponnen. CP/M wurde als SCP und MS-DOS als DCP 'lizenzfrei' nachgenutzt und REDABAS-2 ist heute noch für Einige bekannter wie dBase III. Wie hätten die 'Entwickler' vom VEB Robotron Projekt Dresden denn Windows oder Exchange nennen können?
Und wie hätten sich die staatlich geförderte Warez-Group zur freien Software positioniert?
Über so ein Thema könnte man dochmal 'spinnen', odär?


Du hast ein penetrantes, sich in latenten Schüben äußerndes Bedürfnis, die Leute beleidigen zu müssen, was? Ich habe das in meinem Post ausdrücklich so allgemein formuliert, genau weil ich da konkret keine Ahnung von habe, welche (funk-) technischen Möflichkeiten es da zur Störung von sochem USB-Stick Empfang gibt.



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#80

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 21:23
von 94 | 10.792 Beiträge

Keine Ahnung ist kein Problem, aber dann schreib auch nicht wertend. Weil 'schwierig' ist ein IMSI-Catcher ja nun wirklich nicht. Und nun mal einen kreativen Anwendungsnamenvorschlag von Dir. Ich hoffte übrigens eher, das der zweite Teil meines Post aufgegriffen werde als wie sich in die Schar der sich 'beleidigt' fühlenden User (ist das die neueste Mode hier jetzt?) einzureihen, auf gehts!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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