#1

Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 10:29
von pat1967 (gelöscht)
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Moin moin,
die Durchlasstore im Grenzzaun I waren ja in der Regel durch Panzersperren (Tschechenigel) gesichert.
Wenn nun Arbeiten im vorgelagerten Gebiet anstanden, mussten die Sperren beiseite geräumt werden.
Wie wurde das bewerkstelligt? Reichte dazu ein Seil am Ello?

Gruß
pat1967


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#2

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.03.2010 13:32
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

zum beräumen der Sperren gab es mehrere Möglichkeiten. Einige der Sperren konnte man entgegen der unteren Verbindung oder Verstrebung zur Seite kippen. Die schweren und allseitig verstrebten Sperren, wurden mittels Bergemittel - in den meisten Fällen LO zur Seite gezogen. Wenn jedochh Mkf und "Befehlshaber" nicht mit dachten, war es ein Problem die Sperre wieder an die richtige Stelle zu bugsieren.
In Vorbereitung der Arbeiten auf dem vgHG fanden bereits im Vorfeld Absprachen statt. Einer der Punkte dieser Absprachen war u.a. wie mit Technik zu unterstützen ist. In den meisten mir bekannten Fällen - sofern überhaupt notwendig - stellte die LPG (P) zum beräumen der Sperren einen T 174 inkl. Hebezeugführer zur Verfügung. Probleme gab es nur wenn kein Schutzstreifen berechtigter "Baggerfahrer" zur Verfügung stand.
Größere Probleme bereiteten nicht diese Sperren, sondern die welche hinter den GSZ Toren angebracht waren. Ich meine damit das berühmte Stahlseil. Die relativ geringe Durchfahrtsbreite wurde schon mal zum Problem, wenn der Maschinist an seinem Schwadmäher erst das Mähwerk montierte und dann durch fahren wollte.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#3

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.03.2010 21:34
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von pat1967
Moin moin,
die Durchlasstore im Grenzzaun I waren ja in der Regel durch Panzersperren (Tschechenigel) gesichert.
Wenn nun Arbeiten im vorgelagerten Gebiet anstanden, mussten die Sperren beiseite geräumt werden.
Wie wurde das bewerkstelligt? Reichte dazu ein Seil am Ello?
Gruß
pat1967



Die offizielle Bezeichnung bei der GT war:

Höckersperre

Gewicht ca. 0,6 t

Daneben gab es noch die "Kfz-Sperre transportabel".
Mit Prismatoid oder mit Pyramidenstumpf.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#4

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.03.2010 22:03
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Muss ich schoneinmal Einspruch einlegen. In unserem Abschnitt, so Elbgrenze war nicht ein Tor, so ich es in Erinnerung habe, mit "Höckersperren" gesichert. Wir waren als Pioniere öfters im vorgelagerten Gebiet, also Gasse auf, Lkw durch oder auch nicht, und dann wurden die Scheinwerferbirnen längs am Zaun I gewechselt, so sie defekt waren.
Da lief immer der ZGD/BGS auf gleicher Höhe mit, dieses Gefühl,dieses Bauchgefühl, darüber hatte ich schon einmal in der Elbgrenze geschrieben, es war wie Kettenkarusell fahren. Ich muss doch mal wieder auf den Rummel, Thunderhorse, um zu spüren, wie das damals war und wenn du mal die Zeit hast, du trockner Aktendeckler, dann fahr mal Ketten....und verlier den Humor nicht dabei.

R-M-R


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#5

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.03.2010 22:06
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von pat1967
Moin moin,
die Durchlasstore im Grenzzaun I waren ja in der Regel durch Panzersperren (Tschechenigel) gesichert.


Hi Pat,

diese "Tschechenigel" sind aber nicht identisch mit dem "Stalinrasen" (Bezeichnung West)?

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 05.03.2010 22:07 | nach oben springen

#6

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2010 10:39
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Ari@D187

Zitat von pat1967
Moin moin,
die Durchlasstore im Grenzzaun I waren ja in der Regel durch Panzersperren (Tschechenigel) gesichert.


Hi Pat,
diese "Tschechenigel" sind aber nicht identisch mit dem "Stalinrasen" (Bezeichnung West)?
Gruß
Stefan




http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=375


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#7

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2010 11:06
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Muss ich schoneinmal Einspruch einlegen. In unserem Abschnitt, so Elbgrenze war nicht ein Tor, so ich es in Erinnerung habe, mit "Höckersperren" gesichert. Wir waren als Pioniere öfters im vorgelagerten Gebiet, also Gasse auf, Lkw durch oder auch nicht, und dann wurden die Scheinwerferbirnen längs am Zaun I gewechselt, so sie defekt waren.
Da lief immer der ZGD/BGS auf gleicher Höhe mit, dieses Gefühl,dieses Bauchgefühl, darüber hatte ich schon einmal in der Elbgrenze geschrieben, es war wie Kettenkarusell fahren. Ich muss doch mal wieder auf den Rummel, Thunderhorse, um zu spüren, wie das damals war und wenn du mal die Zeit hast, du trockner Aktendeckler, dann fahr mal Ketten....und verlier den Humor nicht dabei.

R-M-R




Mitte der 80-er Jahre hat es an einer Gasse mal einen Durchbruch mit Lkw gegeben. Danach erst wurden diese Sperren in der Mehrzahl aufgestellt. Hinter selten benutzten Gassentoren wurden auch manchmal nur einfach Stapel von Betonplatten abgelegt.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#8

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2010 11:21
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Muss ich schoneinmal Einspruch einlegen. In unserem Abschnitt, so Elbgrenze war nicht ein Tor, so ich es in Erinnerung habe, mit "Höckersperren" gesichert. Wir waren als Pioniere öfters im vorgelagerten Gebiet, also Gasse auf, Lkw durch oder auch nicht, und dann wurden die Scheinwerferbirnen längs am Zaun I gewechselt, so sie defekt waren.
Da lief immer der ZGD/BGS auf gleicher Höhe mit, dieses Gefühl,dieses Bauchgefühl, darüber hatte ich schon einmal in der Elbgrenze geschrieben, es war wie Kettenkarusell fahren. Ich muss doch mal wieder auf den Rummel, Thunderhorse, um zu spüren, wie das damals war und wenn du mal die Zeit hast, du trockner Aktendeckler, dann fahr mal Ketten....und verlier den Humor nicht dabei.
R-M-R


Mitte der 80-er Jahre hat es an einer Gasse mal einen Durchbruch mit Lkw gegeben. Danach erst wurden diese Sperren in der Mehrzahl aufgestellt. Hinter selten benutzten Gassentoren wurden auch manchmal nur einfach Stapel von Betonplatten abgelegt.




http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=10662


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#9

RE: Tschechenigel am Durchlasstor

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2010 17:22
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Diese Sperre am Bachlauf, so in diesem Link von Thunderhorse im NVA-Forum hatten wir auch/ ebenfalls an der Sude, diesem Nebenfluss der Elbe in Boizenburg. Dieser Aufwand von pioniertechnischer Seite war schon enorm, und gerade im Winter, wenn Schäden durch Treibeis entstanden, nur mit Mühe zu reparieren gewesen. Und S51, da hattest du Recht, meine Zeit war 77/78, also wenn dieser Aufwand, um die Gassen zu sperren, für schwerres Gerät zu sperren, dieser Grenzdurchbruch in den 80zigern war, dann war es ja berechtigt/ notwendig.

R-M-R


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