#21

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 18:20
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von ek40
... kann ein Admin den vorherigen Beitrag von mir löschen?


Kann er und hat er.

Zitat von ek40
... Was mich noch interessiert ist diese Schutzvorrichtung/Metallgestell von dem du und auch Stabsfähnrich berichtet.
Ob es davon Fotos gibt?
Zu unserer Zeit waren diese Gestelle noch nicht auf dem "Markt". ...


Hallo ek40,

ich glaube, die Gestelle sahen überall etwas anders aus. Bei uns im Regiment waren sie wohl einheitlich. Das Gestell zeigte steil schräg nach oben von der Kompanie weg. Auf Höhe von ungefähr 1,30 m war eine Art Schuh, in den der Kolben eingesetzt wurde. Die Waffe wurde dann schräg nach vorn an dem Gestell angelehnt. Ein zwischendrin angeschweißter Metallbügel sollte verhindern, dass sich die Waffe mit Magazin aufsetzen und anlehnen ließ. Der Posten entsicherte nun, zog das Schloss zurück und hatte zu melden. Der Aufsichtshabende schaute nach, ob keine Partone im Lauf war, dann loslassen, abdrücken, sichern - das übliche also. Aufgrund seiner Form wurden die Gestelle auch "Abschussrampe" genannt.

Trotz dieser Vorrichtung kam es immer wieder zu fahrlässigem Schusswaffengebrauch. Entweder wurde die "Abschussrampe" ignoriert oder die Waffe nicht richtig aufgesetzt. Da alle Unterstellten über die Pflicht zur Nutzung dieses Gestells belehrt worden waren und zumindest die Offiziere auf die Durchsetzung dieser Bestimmung achteten, war es von nun an die Schuld des Unterstellten selbst, wenn er schoss. Da gab es keine Ausreden mehr, weil die mangelnde Konzentration hätte durch die Einhaltung des Befehls ausgeglichen werden können.

Fotos davon habe ich leider nicht - aber es gibt ja noch ein paar mehr Leute hier.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#22

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 18:20
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo ek 40. vielen dank für deine geschichte. ich finde sie immer sehr intresannt. aber ich bin auch etwas geschockt über denn lockeren umgang mit waffen bei denn grenztruppen. als ich rekrut war und später HG habe ich sehr auf denn umgang mit waffen geachtet. zb wenn ich stellvertretner wachhabener war habe ich sehr darauf geachtet das die beiden rekruten das richtig machen . oder ich habe es selber gemacht.. lg nach magdeburg



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#23

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 18:31
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo glasi,

das Problem war die Häufigkeit, mit der wir Waffen und Munition handhabten. Fast jeden Tag gingen wir damit in den Grenzdienst. Ich war drei Jahre lang an der Offiziershochschule im Umgang mit Waffen auf Genauigkeit und Exaktheit getrimmt worden. Das steckte in Fleisch und Blut. Viele Offiziere waren auch sehr hinterher, dass die Vorschriften genau eingehalten wurden. In der Gründlichkeit konnte die Ausbildung in den Grenzausbildungsregimentern nicht erfolgen. So fehlte oft, gerade beim täglichen Umgang mit Waffen und Munition, die Sensibilität für das Thema. Und wenn man nach 12, 13 oder noch mehr Stunden Grenzdienst unter oft wiedrigen Bedingungen und eventuell noch mit hoher physischer Belastung wieder in die Kompanie zurück kam, dann fehlte eben wirklich das Quäntchen Aufmerksamkeit.

Verglichen mit der Häufigkeit der Ausgabe von Waffen und Munition hielten sich die Vorkommnisse in Grenzen. Aber wir schafften es auch nicht, sie ganz auszuschließen. Nicht mal die Androhung der 3 Tage Arrest hatte wirkliche Wirkung. Es kam nach wie vor zu Vorkommnissen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#24

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 18:55
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

kann ich nur so bestätigen.die tägliche routine ließ solche fehler aufkommen.und ihr könnt glauben auch uns als vorgesetzten passierte es.der sackstand nach solch einem vorkommnis war wahnsinn.stellungsnahmen schriftlich vom betreffenden vom zugführer kc und polit.anschließend noch mal schrifliche belehrungen aller.und training wie mache ich es richtig.und nicht immer ließ sich so was auch verheimlichen.in marienborn z.b. war die sik eine sicherstellungskompanie und der stab des gb stationiert.irgendeiner hat den knall immer gehört


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#25

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:05
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Pitti53
kann ich nur so bestätigen.die tägliche routine ließ solche fehler aufkommen.und ihr könnt glauben auch uns als vorgesetzten passierte es.der sackstand nach solch einem vorkommnis war wahnsinn.stellungsnahmen schriftlich vom betreffenden vom zugführer kc und polit.anschließend noch mal schrifliche belehrungen aller.und training wie mache ich es richtig.und nicht immer ließ sich so was auch verheimlichen.in marienborn z.b. war die sik eine sicherstellungskompanie und der stab des gb stationiert.irgendeiner hat den knall immer gehört


nicht nur das mann das gehört hat lieber pitti. die muntion zb in denn wachlokalen war ja auch abgezählt. wir hatten zb ein mundepot das mitten im wald lag bewacht. da hätte nie einer einen schuß gehört. aber wie hätte man die patrone ersetzen können? mann hatte ja dafür unterschrieben. es gab nur eine möglichkeit. wenn mann auf den truppenübungsplatz war wo es sehr leicht war mun einzubehalten konnte man diese als stille reserve nutzen. das durfe nur keiner wissen. gott sei dank brauchte ich das nicht. weil ich halt so pinibel mit den waffen umging. lg glasi



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#26

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:08
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Rainman2
Hallo glasi,

das Problem war die Häufigkeit, mit der wir Waffen und Munition handhabten. Fast jeden Tag gingen wir damit in den Grenzdienst. Ich war drei Jahre lang an der Offiziershochschule im Umgang mit Waffen auf Genauigkeit und Exaktheit getrimmt worden. Das steckte in Fleisch und Blut. Viele Offiziere waren auch sehr hinterher, dass die Vorschriften genau eingehalten wurden. In der Gründlichkeit konnte die Ausbildung in den Grenzausbildungsregimentern nicht erfolgen. So fehlte oft, gerade beim täglichen Umgang mit Waffen und Munition, die Sensibilität für das Thema. Und wenn man nach 12, 13 oder noch mehr Stunden Grenzdienst unter oft wiedrigen Bedingungen und eventuell noch mit hoher physischer Belastung wieder in die Kompanie zurück kam, dann fehlte eben wirklich das Quäntchen Aufmerksamkeit.

Verglichen mit der Häufigkeit der Ausgabe von Waffen und Munition hielten sich die Vorkommnisse in Grenzen. Aber wir schafften es auch nicht, sie ganz auszuschließen. Nicht mal die Androhung der 3 Tage Arrest hatte wirkliche Wirkung. Es kam nach wie vor zu Vorkommnissen.

ciao Rainman


danke rainman für denn kleinen einblick ins grenzerleben. lg glasi



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#27

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:09
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Pitti53
kann ich nur so bestätigen.die tägliche routine ließ solche fehler aufkommen.und ihr könnt glauben auch uns als vorgesetzten passierte es.der sackstand nach solch einem vorkommnis war wahnsinn.stellungsnahmen schriftlich vom betreffenden vom zugführer kc und polit.anschließend noch mal schrifliche belehrungen aller.und training wie mache ich es richtig.und nicht immer ließ sich so was auch verheimlichen.in marienborn z.b. war die sik eine sicherstellungskompanie und der stab des gb stationiert.irgendeiner hat den knall immer gehört


nicht nur das mann das gehört hat lieber pitti. die muntion zb in denn wachlokalen war ja auch abgezählt. wir hatten zb ein mundepot das mitten im wald lag bewacht. da hätte nie einer einen schuß gehört. [b]aber wie hätte man die patrone ersetzen können? [/b]mann hatte ja dafür unterschrieben. es gab nur eine möglichkeit. wenn mann auf den truppenübungsplatz war wo es sehr leicht war mun einzubehalten konnte man diese als stille reserve nutzen. das durfe nur keiner wissen. gott sei dank brauchte ich das nicht. weil ich halt so pinibel mit den waffen umging. lg glasi



-----------------------------
Glasi - die Frage stellst du doch nicht ernsthaft


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#28

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:11
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Glasi,

dass diese Vorkomnisse so passierten liegt an den Gründen wie sie Rainman beschrieb und wie ich sie vorher auch schon nannte.
Wenn man fast alle Vorschriften umging oder besser gesagt missachtete,war es nur eine Frage der Zeit,bis solche Sachen passierten.Wir waren wirklich ein Lodderhaufen.Dann noch zig Stunden Grenzdienst auf'm Buckel,Mistwetter oder Hitze und schon konnte solch Malheur passieren.Da hätten die neuen Gerätschaften wie sie hier beschrieben wurden auch nichts genützt.Warum?Wir hätten da eh einen Bogen drum herum gemacht.
So war es jedenfalls in unserer Kompanie und wie gesagt,bei uns gabs die Dinger noch nicht.
Ich muß aber dazu sagen,dass es in anderen Kompanien "Vorbildlicher" zuging.
Hoyersburg und Brietz lagen wahrscheinlich im Wettstreit um den Titel "Größte/Beste Sackstandkompanie"
Eins kannst du glauben,alle Grundwehrdienstleistenden waren traurig nicht in der Riebauer Kompanie zu dienen.
Die sahen "unsere Freiheiten" auch im Grenzdienst und in der wenigen Freizeit.Davon konnten die nur träumen.
Wenn mir mein Missgeschick in einer dieser Kompanien passiert wäre,hätte ich sicherlich nachdienen dürfen.
Wie bekannt,blieb mir das ja erspart.

@Rainman,danke noch für die beseitigung meines "Missgeschicks".

So,nun hoffe ich noch auf Fotos solcher "Abschußrampen".

Gruß ek40


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#29

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:11
von Mike59 | 7.944 Beiträge

@glasi

OK vergiss es - wer lesen kann ist im Vorteil

Mike59


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#30

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:12
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#31

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:18
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.



na nicht gleich soviel.aber 1-2 schon.ich gestehe heute:ich hatte auch welche.auch für die makarow.gleich eine ganze schachtelkann ich heute dafür noch bestraft werden?aber mal im ernst:diese schwarzbestände haben so manchem den arsch gerettet
und noch was:bei regelmäßig angeordneten kontrollen haben wir nur halbherzig danach gesucht


zuletzt bearbeitet 22.02.2010 19:19 | nach oben springen

#32

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:20
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von ek40
Hallo Glasi,

dass diese Vorkomnisse so passierten liegt an den Gründen wie sie Rainman beschrieb und wie ich sie vorher auch schon nannte.
Wenn man fast alle Vorschriften umging oder besser gesagt missachtete,war es nur eine Frage der Zeit,bis solche Sachen passierten.Wir waren wirklich ein Lodderhaufen.Dann noch zig Stunden Grenzdienst auf'm Buckel,Mistwetter oder Hitze und schon konnte solch Malheur passieren.Da hätten die neuen Gerätschaften wie sie hier beschrieben wurden auch nichts genützt.Warum?Wir hätten da eh einen Bogen drum herum gemacht.
So war es jedenfalls in unserer Kompanie und wie gesagt,bei uns gabs die Dinger noch nicht.
Ich muß aber dazu sagen,dass es in anderen Kompanien "Vorbildlicher" zuging.
Hoyersburg und Brietz lagen wahrscheinlich im Wettstreit um den Titel "Größte/Beste Sackstandkompanie"
Eins kannst du glauben,alle Grundwehrdienstleistenden waren traurig nicht in der Riebauer Kompanie zu dienen.
Die sahen "unsere Freiheiten" auch im Grenzdienst und in der wenigen Freizeit.Davon konnten die nur träumen.
Wenn mir mein Missgeschick in einer dieser Kompanien passiert wäre,hätte ich sicherlich nachdienen dürfen.
Wie bekannt,blieb mir das ja erspart.

@Rainman,danke noch für die beseitigung meines "Missgeschicks".

So,nun hoffe ich noch auf Fotos solcher "Abschußrampen".

Gruß ek40


hallo ek 40. da hast du echt glück gehabt. erst der lange wehrdienst, und dann noch nachdienen. das wäre übel gewesen.



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#33

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:24
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Hallo Pitti,

Die Schwarzbestände haben viel Ärger erspart - stimmt. Allerdings nicht immer. Wir hatten mal einen Vorfall da wurden Handlungen mit Anwendung Schusswaffe vertuscht und die verschossenen 10 - 13 Schuss schwarz wieder aufgefüllt.
Nach 3 Monaten kam der Hammer von ganz weit Oben retour. Da hatte einer offensichtlich die Berichte seiner Informanten gelesen. Das hat jedenfalls richtig gestaubt bei uns in der GK. Aus dem Dienst heraus gelöst und die Gebäude der GK mit einer Tiefenkontrolle auseinander genommen. War sehr heftig.

Mike59


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#34

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:27
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Mike59
Hallo Pitti,

Die Schwarzbestände haben viel Ärger erspart - stimmt. Allerdings nicht immer. Wir hatten mal einen Vorfall da wurden Handlungen mit Anwendung Schusswaffe vertuscht und die verschossenen 10 - 13 Schuss schwarz wieder aufgefüllt.
Nach 3 Monaten kam der Hammer von ganz weit Oben retour. Da hatte einer offensichtlich die Berichte seiner Informanten gelesen. Das hat jedenfalls richtig gestaubt bei uns in der GK. Aus dem Dienst heraus gelöst und die Gebäude der GK mit einer Tiefenkontrolle auseinander genommen. War sehr heftig.

Mike59


10-13 schuß. was ist da denn pasiert?



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#35

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:33
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Mike59
Hallo Pitti,

Die Schwarzbestände haben viel Ärger erspart - stimmt. Allerdings nicht immer. Wir hatten mal einen Vorfall da wurden Handlungen mit Anwendung Schusswaffe vertuscht und die verschossenen 10 - 13 Schuss schwarz wieder aufgefüllt.
Nach 3 Monaten kam der Hammer von ganz weit Oben retour. Da hatte einer offensichtlich die Berichte seiner Informanten gelesen. Das hat jedenfalls richtig gestaubt bei uns in der GK. Aus dem Dienst heraus gelöst und die Gebäude der GK mit einer Tiefenkontrolle auseinander genommen. War sehr heftig.

Mike59



da hat wohl einer laaange gebraucht um die infos zu lesenaber stimmt.so eine tiefenkontrolle vom stab war seeehr unangenehm.die haben dann meist wirklich alles gefunden


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#36

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Der Mist ist nur,ich weiß nicht mehr wo die Dinger liegen???
Habe auch Leuchtspur dabei gehabt.


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#37

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:42
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Ein Posten hatte am Rand Schutzstreifen in unmittelbarer Nähe GSZ ein paar Jugendliche gesehen und die FüSt hat die KS dort hin geschickt. Als die Jungens die Streife gesehen hatten sind die abgehauen. Die KS hat darauf hin einen Warnschuss abgegeben. Da die Jungens allerdings mit Mopeds los sind haben die das gar nicht mitbekommen, also hat die Streife noch mal Nachgelegt und zu >Fuß< die Verfolgung aufgenommen. Dadurch hat die Streife gesehen wie ein paar Jungens am Ortsrand von U-bach in ein Haus sind. Streife rein und die Rausgeholt. Personalien festgestellt - die wohnten dort. Der KGsi (Batt.-Sicherung) gab darauf hin die Weisung laufen lassen!!!!! Die Meldung wurde offensichtlich nicht weitergegeben. Nach dem GD wurde der Fehl schwarz aufgefüllt.
Irgendwann hat die Story mal den Weg nach Ganz oben gefunden, jedoch auf inoffiziellem Wege.

Mike59


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#38

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Stabsfähnrich
den Bericht vom EK40 betreffs der Schußabgabe durch das Dach des Fahrradunterstandes in Riebau kann ich sagar bestätigen muß aber anfügen, dass dies nicht das einzigste Trefferbild in dem Dach war. Es gab noch andere Experten, welche dies vollbracht haben. Im Juni 1984 mußten einige Dachziegel des Haltepunktes Riebau und im Juli 84 die Seitenwand der Hundezwingeranlage das Trefferbild einer Mpi verzeichnen.
Ab ca. 1984 kam man auf die Idee eine Entladevorrichtung in den GK´s zu installieren. Diese bestand aus einem Rohr mit einem großen Durchmesser, welches gestützt durch zwei weitere Profileisen in einem bestimmten Winkel zum Himmel gerichtet war. Der jeweilige Mpi Schütze, steckte den Lauf der Waffe in dieses Rohr und führte die Entladetätigkeiten durch. Sollte es jetzt zu einer Schußabgabe kommen, konnte der Schuß nicht mehr unkontrolliert durch die Gegend "fliegen", sondern wurde in die freie Bahn gelenkt.
Die größeren Schäden waren jedoch nicht durch die Mpi zu verzeichnen, sondern durch die Pistole M. Falsche Entladetätigkeiten und leichtfertiger Umgang mit der Waffe waren die Ursachen. Ein dienstverrichtender UvD (WaffKZB) nahm eine Pistole entgegen, entfernte das Magazin, führte keine "Rohr frei" Kontrolle durch und schoß durch die Tür des der Waffenkammer gegenüberliegenden KC Zimmer. Zum Glück war der KC zu der Zeit nicht in seinem Dienstzimmer. Ein GAKl bescherte einem UvD eine vollgesch........ Hose, nachdem der GAKl unbedingt seine tollen "Schnellzieh" Haltungen demonstrieren mußte und die Waffe (Pistole M) durchgeladen hatte, ohne daran zu denken dass noch das Magazin in der Waffe war. Die Mumpel flog durch das UvD Zimmer, beim UvD zwischen die Beine und steckte dann in der Scheuerleiste. Zum Glück keine Verletzten.

Hallo Stabsfähnrich,
meinst du die Dachziegel des Bahnhofs? Warst du dabei?

Gruß ek40


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#39

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53
kann ich nur so bestätigen.die tägliche routine ließ solche fehler aufkommen.und ihr könnt glauben auch uns als vorgesetzten passierte es.der sackstand nach solch einem vorkommnis war wahnsinn.stellungsnahmen schriftlich vom betreffenden vom zugführer kc und polit.anschließend noch mal schrifliche belehrungen aller.und training wie mache ich es richtig.und nicht immer ließ sich so was auch verheimlichen.in marienborn z.b. war die sik eine sicherstellungskompanie und der stab des gb stationiert.irgendeiner hat den knall immer gehört


Besser den Knall hören,als ihn abzubekommen.....


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#40

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:52
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Der Mist ist nur,ich weiß nicht mehr wo die Dinger liegen???
Habe auch Leuchtspur dabei gehabt.




ein gutes versteck sollen die hohlen tischbeine gewesen sein


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