#161

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 10:11
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von Augenzeuge
Klar, Merkur, Zahlen sind relativ. Sie spiegeln aber auch teilweise die Effektivität der Leistung wider.
Die vorgebrachte Anerkennung von 130 Staaten (stimmt das denn? ) kann ich als Begründung nicht annehmen, die UdSSR hatte z.B. sicher noch mehr Beziehungen.
Warum bestätigst du eigentlich nicht die zunehmende Menge der Mitarbeiter mit der zunehmenden Opposition im Land- und der hieraus entstehenden zusätzlichen Aufgaben? Denn dies stellt m.E. einen der wesentlichsten Aspekte dar.
AZ




AZ, nicht nur die Opposition. Auch der kaum noch zu verheimlichende, allgegenwärtige dramatische Niedergang der DDR- Wirtschaft. Das meinte ich unter anderem auch mit meinem vorhergehenden Beitrag zum Thema MfS und dessen Berichte über die katastrophale Lage der DDR- Wirtschaft. Es ist ja hier schon öfter von einigen glaubwürdigen Experten berichtet wurden, das man diese Berichte vom MfS auch nicht höhren wollte, sie in Schreibtischschubladen verschwinden ließ, bestimmt auch allzu eifrige, weil realistisch denkende MfS- Mitarbeiter maßregelte, Mundtot machte...

josy95




Wenn du solche Berichte einmal lesen willst, empfehle ich dir dieses Buch

http://www.amazon.de/Die-DDR-Blick-Stasi-1976/dp/3525373007

Ich zitiere dazu mal von anderer Stelle, da gerade der erste Absatz auch in dieses Forum paßt.

Zitat von einstrich-keinstrich
Immer wieder und gerade in letzter Zeit ist in unserem
Forum festzustellen, daß es doch den einzelnen Nutzern
oder gar Nutzergruppen schwerfällt, sich auf einen gemein-
samen Nenner zu einigen, wie es denn nun „wirklich“ da-
mals in unserer DDR war …

Eine nun beginnende und auf Jahre angelegte Publikation
läßt nun auf Besserung hoffen. Ein „kompetenter Autor“ be-
schreibt minutiös und objektiv, was damals „wirklich“ in
der DDR passierte und wie die DDR-Bürger „wirklich“
dachten.

Einige hier werden sicher mit dem Herausgeber Probleme
haben, denn es ist die BStU, oder auch Birthler-Behörde,
aber angesichts des Autors müssen alle Zweifel verblassen,
denn das ist die ZAIG …

Die ZIG oder später ZAIG (Zentrale Auswertungs- und
Informations-Gruppe) war für die Sammlung, Zusammen-
fassung und Auswertung aller im MfS zusammenlaufenden
relevanten Informationen verantwortlich. Die ZAIG verfaßte
die Berichte, die an Partei und Regierung weitergegeben
wurden. Ähnliches sollte sich auch auf Bezirks- und Kreis-
ebene abgespielt haben…

Jährlich wurden mehrere hundert Berichte erstellt, einmal
zur Information nach außen, aber auch zu internen Informa-
tion im MfS. Die Empfänger wurden in jeden Fall gesondert
festgelegt, die Berichte waren geheim und in der Regel nach
Kenntnisnahme zurückzugeben.

In insgesamt 36 Bänden sollen nun die Berichte der Jahre
1953 bis 1989 in dieser Edition ungekürzt dokumentiert wer-
den, eine Mammutaufgabe … Zu bemerken ist noch, daß man
sich auf die Berichte beschränkt hat, die die inneren Probleme
der DDR behandeln, was bedeutet, von den insgesamt knapp
900 erstellten Berichten des Jahres 1976 werden ca. 300 pu-
bliziert, was aber der Konzeption dieser Reihe entspricht, die
sich mit den „Inlandsberichten“ beschäftigen will.

Begonnen wurde im Herbst dieses Jahres mit dem Band 1976,
dem in Kürze der Band 1988 folgen soll, sicherlich auch sehr
interessant es war ja das letzte Jahr des funktionierenden realen
Sozialismus in den Farben der DDR …

Womit beschäftigen sich die Berichte? Hier mal eine kurze Auf-
Stellung der behandelten Problemgruppen mit einigen Einzelbei-
spielen:

77 Berichte zum Reiseverkehr in die DDR/Transit von und nach WB
- dies sind in der Masse wöchentliche Berichte, in welchen das MfS
dem Ministerium für Finanzen die Einnahmen aus dem Mindestumtausch
der BRD-Bürger meldete (letzte Juliwoche 1976 = 510.000 Valutamark)

17 Berichte zu Problemen in der Volkswirtschaft

22 Berichte zu Bränden, Havarien, Katastrophen

37 Berichte zu Grenzproblemen und Republikfluchten
- aufgeführt werden zahlreiche Grenzverletzungen in Richtung DDR
(u.a. Fahnenfluchten eines BGS-Angehörigen und eines Bundeswehr-
Obergefreiten)
-geglückte und verhinderte Republik- und Fahnenfluchten (u.a. auch
ein Oberleutnant des MfS-Wachregimentes)

31 Berichte zu Kirchen und Christen in der DDR

14 Berichte zu oppositionellen Tendenzen

15 Berichte zu Reaktionen der DDR-Bevölkerung

14 Berichte zu Westberlin (incl. Besatzungstruppen)

16 Berichte zur Einzelvorkommnisse mit großer Be-
achtung in der Bevölkerung

9 Berichte zu Ausreiseproblemen

5 Berichte zur NVA und VP – hier konkret :
- Großbrand in der 3. Raketenbrigade
- Amoklauf in der GeWA-8
- Schmuggelversuch eines NVA-Offiziers auf einer Transitstrecke
- Zwischenfall mit britischer MVM (ein Verletzter)
- Entwicklungen und negative Erscheinungen bei der DVP

Enden sollten mit dieser Publikation nun endlich:
- Vermutungen, daß MfS hätte nicht „richtig“ informiert habe, und
- Beteuerungen von SED-Spitzenkadern ad absurdum führen,
sie wären nicht „richtig“ informiert gewesen, beginnend bei
Honecker, der sinngemäß nach der Wende sagte, die Inhalte
der MfS-Berichte hätte er genau so gut der „Westpresse“ ent-
nehmen können.

Schon nach diesem ersten hoffnungsvollen Band kann man wohl
konstatieren, daß das MfS zumindestens den gestellten Klassen-
auftrag der Information erfüllt hat. Das diese Informationen
sträflichst mißachtet wurden, ist nur den informierten Kadern in
Partei und Regierung anzulasten.

Im eigentlichen Buch sind nur eine handvoll ausgewählter
Dokumente veröffentlicht. Der eigentliche Wert liegt in der
beiliegenden CD-ROM auf welcher alle Berichte, ungekürzt
enthalten sind.
Eine große Anzahl von Registern erleichtern
die Benutzung, ebenso ist eine Volltextsuche möglich.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.02.2010 10:21 | nach oben springen

#162

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 10:34
von josy95 | 4.915 Beiträge

Schönen Dank Feliks für den Tip,

Hab ich mir notiert. Werde ich mir auf alle Fälle besorgen.
U. a. Literatur für den nächsten Urlaub!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#163

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 16:08
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Sonny
Das ist ein interessanter Gedanke!

In der Tat habe ich auch schon gehört, daß die Botschaften in bestimmten Ländern eine gute "Operationsbasis" gewesen sein sollen...



Wenn Du diesbezüglich das MfS meinst, liegst Du daneben. Schwerpunkt bei der HV A war immer die illegale Linie, die sich aufgrund der vielen Jahre des nicht vorhandenseins diplomatischer Vertretungen gefestigt hatte. Dieser Weg erwies sich auch als erfolgreich, da die Nutzung legal abgedeckter Residenturen in den dipolmatischen Vertretungen der jeweiligen Abwehr des Gastlandes bekannt war. Das führte dann zu entsprechenden Observationshandlungen, die entsprechende Operationen stark einschränkten. Die Sowjets, die legal abgedeckte Residenturen in diplomatischen Vertetungen systematisch nutzten, haben dafür entsprechendes Lehrgeld zahlen müssen.



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#164

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 17:56
von X-X-X (gelöscht)
avatar

@Merkur - das ist auch meine Erfahrung. Meine gedeckten Aktionen in Mexiko (sowie meine Rueckfuehrung in die DDR) wurden direkt von der dortigen Botschaft unterstuetz aber nicht von dort aus geleitet. Bei jeder Bewegung aus der Botschaft hingen uns die Bundespolizei an den Fersen.

Jens


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#165

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 18:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KID
@Merkur - das ist auch meine Erfahrung. Meine gedeckten Aktionen in Mexiko (sowie meine Rueckfuehrung in die DDR) wurden direkt von der dortigen Botschaft unterstuetz aber nicht von dort aus geleitet. Bei jeder Bewegung aus der Botschaft hingen uns die Bundespolizei an den Fersen.

Jens




...und wir konnten uns nicht eher kennenlernen.

seaman


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#166

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 19:21
von ABV | 4.202 Beiträge

Zum Mythos Staatssicherheit: Die Staatssicherheit war nun nicht das beherrschende Thema in der DDR, über das alle redeten. Und wenn man über die Staatssicherheit redete, dann konnte man sich nur in Vermutungen ergehen. So unwahrscheinlich das heute auch klingen mag, aber kaum ein Normalbürger in der DDR, kannte den konkreten Aufbau der Staatssicherheit und deren differenzierte Aufgaben. Manche stellten sich die Arbeit der Staatssicherheit so vor, dass die Mitarbeiter in verräucherten Kneipen hockten, um den Gesprächen zu lauschen. Es kursierten auch Gerüchte über Prügel bei Vernehmungen, die aber mit Fakten nicht unterlegt werden konnten. Im Prinzip konnte sich der Bürger der früheren BRD, so er es wollte, ein objektiveres Bild von der Staatssicherheit machen, als der normale DDR-Bürger. Es gab oder gibt einen Journalisten Namens Karl. W. Fricke. Dieser, ein ehemaliger DDR-Häftling, hatte bereits lange vor der Wende objektive Sachbücher über die Staatssicherheit erarbeitet. In einem der Bücher findet sich auch ein Organigramm mit den einzelnen Hauptabteilungen des MfS. Auch die Publikationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" sind sehr interessant. Über die Arbeit des MfS wurde in der Öffentlichkeit so gut wie nichts bekannt. Auch das Fernsehen und die Literatur schien einen Bogen um dieses Thema zu machen. Ich persönlich kann mich an einen im Jahre 1988 im DDR-Fernsehen ausgestrahlten Fernsehfilm mit dem Namen " Der Irrläufer" erinnern. In diesem Film, der übrigens in meinem Heimatort spielte, enttarnte das MfS einen auf dem Grenzbahnhof Kietz (heute Küstrin-Kietz) agierenden Agenten des britischen Geheimdienstes. Der bekannte Schauspieler Erik S. Klein spielte damals einen überarbeiteten aber trotzdem engagierten Major des MfS. Vergessen sollte man auch nicht die DDR-Serie " Das unsichtbare Visier" mit Armin Müller-Stahl als Kundschafter des MfS. Ob diese, an die James-Bond-Filme erinnernde, spannende Serie, das Image des MfS heben konnte, ist allerdings zu bezweifeln. In den achtziger Jahren hatte ich einige Bücher des DDR-Schriftstellers Hans Siebe gelesen. Wie kein anderer beschäftigte sich Siebe mit der Arbeit der Staatssicherheit. In seinen Büchern wurden die MfS-Mitarbeiter und auch die Volkspolizisten stets idealisiert dargestellt. Ihre Gegner, Agenten westlicher Geheimdienste und Fluchthelfer, waren entweder skrupellos kriminell oder haltlos und schwach. Natürlich fand solch ein haltlos verführter Agent väterliches Verständnis bei den Genossen des MfS, falls dieser seine Tat bereute und sich den Organen der DDR offenbaren wollte. Dagegen schildert Siebe in einer anderen Szene wie ein Fluchthelfer eine von ihm in die BRD geschleuste junge Frau, welche mit gebrochenen Becken im Krankenhaus lag, trotz ihrer schlimmen Verletzung zum Geschlechtsverkehr nötigte. Trotz aller Spannung in diesen Büchern, war die Schwarz-Weiß-Malerei nicht zu übersehen.
In manchen Dingen konnte sich andere staatliche Organe der DDR aber auch ganz gut hinter dem "Allmachtsmythos" des MfS verstecken. In den Wendezeiten wurde seitens der VP geäußert, dass die Staatssicherheit in Punkto "Westreisen", quasi die alleinige Entscheidungsgewalt hatte. Tja das MfS hatte zwar Vetorecht und führte tatsächlich eigene Ermittlungen bei beantragten Reisen in die BRD, aber trotzdem kam der VP ein entscheidendes Mitspracherecht zu. Im Frühjahr 1990 fand ich beim Aufräumen in meinem Büro, einen Packen von Informationen der Abteilung " Pass und Meldewesens" unseres VPKA. In diesen Informationen standen die Personalien von Antragsstellern, sowie die Gründe welche zur Ablehnung der geplanten Westreise führten. Von zwanzig Fällen erschien lediglich zweimal!! der Vermerk " abgelehnt wegen Einspruch MfS". In den anderen Fällen vermasselten Einsprüche der " Abteilung Pass und Meldewesens" sowie des zuständigen ABV die geplante Reise. Hinterher war es leicht alles auf die inzwischen aufgelöste Staatssicherheit zu schieben.
Das man so wenig über die Staatssicherheit wußte hat natürlich viel über den Mythos beigetragen. Einige Vermutungen kann man heute mit Fug und Recht in das Reich der Sagen und Märchen verschieben. Dagegen hatte niemand wirklich erwartet, dass die geheimnisvollen Spitzel der Staatssicherheit nicht selten unter Freunden, Kollegen und Familienangehörigen zu finden waren.

LG an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#167

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:03
von Alfred | 6.841 Beiträge

ABV,

den großen Teil der MA der MfS waren weder die Struktur noch die Arbeitsweise bekannt.

Wenn es auch seltsam klingt, es war so !


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#168

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:06
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
ABV,
den großen Teil der MA der MfS waren weder die Struktur noch die Arbeitsweise bekannt.
Wenn es auch seltsam klingt, es war so !



War es dir denn damals bekannt, Alfred? Oder gab es auch Dinge, welche dich nach der Wende doch überrascht haben?
AZ


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#169

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:15
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred
ABV,

den großen Teil der MA der MfS waren weder die Struktur noch die Arbeitsweise bekannt.

Wenn es auch seltsam klingt, es war so !



Ich glaube Dir das unbesehen, Alfred! Du kennst doch sicher auch noch die bei allen bewaffneten Organen gültige Redewendung: " Jeder hat nur das zu wissen, was er zur Erfüllung seiner dienstlichen Pflichten unbedingt wissen muss! Das traf auch auf das MfS zu. Ich kannte damals die Struktur der VP ebenfalls nicht vollständig. Der Bereich " K1" blieb für uns gar völlig im Dunkeln.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#170

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 22:06
von Sonny (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Sonny
Ganz offensichtlich verwechselst du hier zwei Dinge, die wenig miteinander zu tun haben: Das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste (das ich angesprochen hatte) und den Bundestags-Untersuchungsausschuß über die BND-Mitarbeiter in Bagdad.


@sonny, die unterschiede sind schon bewusst. trotzdem solltest du dich mit deren aussagen zu dieser v.g. problematik mal auseinandersetzen.


Mit wessen Aussagen? (PKG oder U-Ausschuß?)

Zitat
das auch der pkk nicht alle aktenteile gezeigt werden, ist dir bekannt ?

Gehört und gelesen habe ich das seinerzeit auch (es wurde ja von verschiedenen Medien kolportiert). Allerdings war das wohl im wesentlichen Spekulation.


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#171

RE: DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 22:08
von Sonny (gelöscht)
avatar

Zitat von Merkur

Zitat von Sonny
Das ist ein interessanter Gedanke!

In der Tat habe ich auch schon gehört, daß die Botschaften in bestimmten Ländern eine gute "Operationsbasis" gewesen sein sollen...



Wenn Du diesbezüglich das MfS meinst, liegst Du daneben. Schwerpunkt bei der HV A war immer die illegale Linie, die sich aufgrund der vielen Jahre des nicht vorhandenseins diplomatischer Vertretungen gefestigt hatte. Dieser Weg erwies sich auch als erfolgreich, da die Nutzung legal abgedeckter Residenturen in den dipolmatischen Vertretungen der jeweiligen Abwehr des Gastlandes bekannt war. Das führte dann zu entsprechenden Observationshandlungen, die entsprechende Operationen stark einschränkten. Die Sowjets, die legal abgedeckte Residenturen in diplomatischen Vertetungen systematisch nutzten, haben dafür entsprechendes Lehrgeld zahlen müssen.




D.h., die HVA hatte aus den Erfahrungen des KGB gelernt? Ja, das klingt plausibel.


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