#1

Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 05:38
von Angelo | 12.397 Beiträge

Ist das eigentlich wahr, das viele Sportler aus der DDR bei Weltmeisterschaften und Olympiaden so gut waren weil in der DDR ein flächendeckendes Dopingsystem an der Tagesordnung war? Wurden Sportler der DDR mit staatlicher Genehmigung gedopt um bessere Leistung zu erbringen?


zuletzt bearbeitet 20.02.2010 09:15 | nach oben springen

#2

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 09:27
von Augenzeuge (gelöscht)
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Henner Misersky (ehemaliger Skilanglauf-Trainer): "Das DDR-Leistungssportssystem war ein geschlossenes System, eine militärische Einrichtung, wo es Befehle gab. Und wer sich widersetzt hat, die sind gnadenlos eliminiert worden."

Ganzer Artikel: http://www.wdr.de/tv/sport_inside/sendun...ipt_trainer.jsp

Ein weiterer Artikel, der vieles beim Namen nennt:
Sport und Körperkultur standen in der sozialistischen Erziehung neben der geistigen Bildung an erster Stelle.
Neben dem sogenannten Breitensport wurden fähige und talentierte Sportler und Sportlerinnen bis zur Perfektion trainiert. Sie waren weniger nur wegen ihrer herausragenden sportlichen Leistungen gefeiert, mehr als Aushängeschild für die sozialistische Erziehung und die Fähigkeiten des sozialistischen Staates der Arbeiter und Bauern.
Sportler und Sportlerinnen stammten aus allen Schichten des Volkes.
Bereits in der schulischen Erziehung und im Kindergartenalter wurde auf besondere Talente und Fähigkeiten geachtet. Bei Vorhandensein spezieller herausragender Qualitäten erfolgte eine Ausbildung und ein intensives Training in Sportzentren und an Hochschulen und Universitäten.

Viele bekannte Spitzensportler sind auf diese Art und Weise zu großen Leistungen gebracht worden, wobei die körperlichen Grenzen bis zu einem weiten Grad überschritten worden sind.

Dies war nur möglich unter breitem Einsatz von Dopingmitteln in fast allen Sportrichtungen.
Leistungssportlern wurden unter ärztlicher Kontrolle und wissenschaftlicher Beobachtung Dopingmittel verabreicht, um eine enorme Leistungssteigerung zu erzielen.
Da die Sportler in speziellen Sportstätten trainiert wurden, dort gleichzeitg ihren Schulabschluss machen konnten und weitgehend in Internaten untergebracht worden sind, konnten über das allgegenwärtige Thema Doping nichts bekannt werden.
Erst im Laufe der Jahre nach dem Mauerfall und den auftretenden Dopingspätfolgen wurden zuverlässige Details aufgedeckt.

Im Mittelpunkt der Dopinggabe standen Anabolika wie das damals vorwiegend eingesetzte Oral Turinabol.
Hierbei handelt es sich um Anabolika, die dem Körper über den Mund zugeführt wird. Dieses Mittel war in der DDR frei verfügbar, da es aus der volkseigenen Arzneimittelforschung und -herstellung stammt.
Die Verabreichung erfolgte in erster Linie ohne Wissen der Sportler, meist als dosierte Beigabe zu Nahrungsmitteln. Da dies Substanz jedoch rezeptpflichtig war, wird in diesem Zusammenhang die Mitwirkung der Sportmedinziner deutlich. Sie stellten die benötigten Repte aus und waren über den Zweck der unterschiedlichen Tabletten informiert.

Nach dem Mauerfall und dem damit möglichen offenen Umgang mit dem Thema Doping kamen erschütternde Tatsachen ans Licht.
Neben mehr oder weniger starken körperlichen Spätfolgen bei den betroffenen ehemaligen Spitzensportlern waren auch Fehlgeburten und behinderter Nachwuchs die Folge.
Entsprechend verschiedener Aussagen wurde bekannt, dass schon Kindern und Jugendlichen, die aussergewöhnliche sportliche Talente besaßen, Dopingmittel verabreicht wurden. Besonders erschütternd daran ist, dass weder die Betroffenen selbst, noch die Eltern darüber Bescheid wussten.

Insbesondere im Bereich des Schwimmsportes waren gedopte Sportler durchaus nichts Seltenes. Das Ministerium für Staatssicherheit, die betreuenden Mediziner und Trainer wussten um die Dopingmittelgabe und die Folgewirkungen.
Veränderungen des Körpers, insbesondere von äusserlichen Geschlechtsmerkmalen bei Männern und Frauen waren oft Anlass für Verdachtsäußerungen. Die betroffenen Frauen, insbesondere Schwimmerinnen und Dreikampfsportlerinnen, wurden von einem weitgehend männlichen Aussehen geprägt. Neben der Veränderung der Stimme wurde ein verzögerte Geschlechtsreife und eine vermehrte Ausbildung männlicher Hormone als Nebenwirkung bekannt. Dies war auch für die betroffenen Sportler selbst eine frustrierende Situation.

Ein trauriges Beispiel, welches belegt, unter welchem Missbrauch die Spitzensportler zu leiden hatten, war die Kugelstoßerin Birgit Böse. Sie gab offen zu, dass bei einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt wurde, dass ihre Geschlechtsorgane denen einer Elfjährigen glichen. Daher ergab sich eine Unfruchtbarkeit und bis heute Kinderlosigkeit.

Die gedopten Sportler sollten nicht nur zur Weltelite gebracht werden, auch Forschungen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Anabolika waren Ziel der DDR Medizin im Bereich des Leistungssportes. So wurden wissenschftliche Unterlagen erstellt, in denen genau ersichtlich ist, wie einzelne Anabolika wirken und welche Nebenerscheinungen auftreten. Bei den Sportlern und Sportlerinnen handelte es sich in diesem Sinne um Versuchskaninichen.

In der DDR ein privates Doping durchzuführen, war nicht möglich, da der Bezug von Anabolika aus dem Ausland kaum erfolgen konnte. Im Sinne der sozialistischen Strategie wurde Doping von staatlicher Seite angeordnet und durchaus kontrolliert und forciert. Dies erfolgte insbesondere unter den Gesichtspunkten des Kalten Krieges.
Anhand verschiedener aussagekräftiger Schriftstücke, die nach dem Mauerfall an die Öffentlichkeit gelangten, wird diese Tatsache recht deutlich.
Belegen lässt sich dieser Aspekt beispielsweise durch Geschäftspapiere eines Schwimmvereins der DDR. Benannt wurde dieses Schriftstück als DDR Doping Richtlinie und hatte einen Geltungsbereich für den gesamten DDR Spitzensport.
In dem Zusammenhang mit diesem Schriftstück werden insbesondere Mitglieder des Nationalen Olympischen Kommitees belastet, vermehrt bei Ringern systematisch Dopinggaben angeordnet zu haben.
Quelle: http://www.on-dope.de

DDR-Rudertrainerin Johanna Sperling:
"Wenn ich Medaillen nur mit Doping erreiche, muss etwas faul sein", sagt sie. "Das galt für die DDR und das gilt heute."


zuletzt bearbeitet 20.02.2010 09:27 | nach oben springen

#3

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 10:15
von Alfred | 6.867 Beiträge

Hier der komplette Text als PDF von einem Insider:


Dateianlage:
zuletzt bearbeitet 20.02.2010 10:39 | nach oben springen

#4

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 14:00
von Berliner (gelöscht)
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Hier ein Video auf youtube: Doping in der DDR

Berliner


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#5

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 14:16
von Alfred | 6.867 Beiträge

Berliner,

heute Geheimsprache ??


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#6

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 14:21
von Berliner (gelöscht)
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Gold für die DDR - Athleten aus dem Labor

"Sie waren die Gold-Mädchen der DDR und kaschierten vor der Welt das von Repressionen geprägte Alltagsleben unter dem SED-Regime. 20 Jahre später waren ihre Körper durch die Einnahme von männlichen Hormonen und Doping-Cocktails vergiftet. Die Vorzeige-Sportlerinnen wurden von den Menschen, denen sie am meisten vertrauten, skrupellos missbraucht."

Berliner

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9


zuletzt bearbeitet 23.02.2010 02:42 | nach oben springen

#7

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 14:33
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Alfred
heute Geheimsprache ??


Hallo Alfred,

manchmal funktioniert das Einbetten von Videos im Forum nicht. Wahlweise kann man die direkten Links, die ich gerade reinstellte, anklicken. Dieselben Links sind auch innerhalb der "Geheimsprache" zu sehen.

Falls sich das Problem nicht von selber behebt, wird die "Geheimsprache" entfernt.

Berliner


zuletzt bearbeitet 20.02.2010 14:40 | nach oben springen

#8

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 15:34
von Berliner (gelöscht)
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Kontraste 2000 - "ich habe ein behindertes Kind, DDR-Doping und die Folgen."

Berliner

Teil 1
Teil 2
Teil 3


zuletzt bearbeitet 23.02.2010 02:43 | nach oben springen

#9

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 03:36
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Angelo
Ist das eigentlich wahr, das viele Sportler aus der DDR bei Weltmeisterschaften und Olympiaden so gut waren weil in der DDR ein flächendeckendes Dopingsystem an der Tagesordnung war? Wurden Sportler der DDR mit staatlicher Genehmigung gedopt um bessere Leistung zu erbringen?



Behauptet wird heute viel. Wenn ich in einem Beitrag aber das Wort "eliminiert" lese, werde ich mißtrauisch. Dieses Wort hat für mich eine ganz andere Bedeutung.
Institute, deren Aufgabe es war Ursachen und Voraussetzungen für sportliche Höchstleistungen zu erforschen, hat es nicht nur in der DDR gegeben. Ein führender Dopingsünderjäger war früher auf bundesdeutscher Seite auch dort beteiligt. Das will natürlich nichts heißen. Oder?
Ich persönlich habe Sport nur auf Vereinsbasis erlebt. Eine frühere Freundin von mir hat es mal bis zum Leistungskader im Eisschnellauf gebracht. Dann aber aufgehört. Ich selbst war als Kegler gerade mal bis in die Bezirksmeisterschaft gekommen. Doping habe ich nie erlebt, es sei denn, als aus meiner damaligen Sicht böswillige Unterstellung der Unterlegenen.
Was ich, wenn auch nur indirekt erlebt habe war der extreme Leistungsdruck. Wer nicht gut genug war, musste abtrainieren und in der Perspektive nach einer anderen Zukunft suchen. Das war und ist für Sportler mit einem ausgeprägten Leistungswillen immer schwer. Da bricht dann eine Welt zusammen. Daher kann ich mir vorstellen, dass der Eine oder die Andere gewissen Angeboten nicht immer abgesagt haben. Durchaus vielleicht bewußt. Heute stellt man dies natürlich etwas anders dar.
Und ich glaube nicht im Mindesten daran, dass dies auf die DDR oder den Osten begrenzt war oder etwa ist. Die Verlockung war damals riesig und ist es heutzutage auch.
Mich stört aber trotzdem auch, wenn Dopingjäger alle Regeln, die ansonsten selbst für Schwerstkriminelle gelten (Unschuldsvermutung, Sanktionen nur bei Beweis) hier für unwirksam erklären können. Nur weil da jemand betrügt. Diesen ungeheuren Apparat finde ich irgendwie unangemessen. Manche Art zu kontrollieren hat etwas Menschenunwürdiges.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#10

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 09:24
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von S51
Ich selbst war als Kegler gerade mal bis in die Bezirksmeisterschaft gekommen. Doping habe ich nie erlebt,



S51, ich frag mich grad ab, ob Kegler sich überhaupt irgendwie dopen können.....bei Ausdauersportarten wäre das ja plausibel, aber beim Kegeln....hmmmm....

groetjes

Mara


zuletzt bearbeitet 22.02.2010 10:01 | nach oben springen

#11

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 10:13
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Mongibella
S51, ich frag mich grad ab, ob Kegler sich überhaupt irgendwie dopen können.....


Hallo Mara,

man glaubt es nicht, in welchen Sportarten gedopt wird. Billard und Dart sogar - hat mich sehr überrascht, gibt es aber. Es geht da sicher nicht um Muskelaufbau, sondern eher um die Fragen Entspannung/Konzentration/Regeneration. Psychopharmaka sind halt auch Dopingmittel.

@all - zum Thema:

Ein Reizthema, das wieder aus den unterschiedlichsten Grundhaltungen heraus diskutiert werden kann. Ich beschränke mich daher wieder auf meine persönlichen Eindrücke. Was uns immer sehr verwundert hat zu DDR-Zeiten, waren die extrem tiefen Stimmen und breiten Kreuze unserer Schwimmerinnen. Das ließ dann urplötzlich nach, wenn sie aus dem aktiven Wettkampfbetrieb ausschieden. Das gab schon zu denken und wurde auch von mir so bewertet, dass wir da mit Dopingmitteln arbeiteten.

Andererseits gibt es auch Leute, wie einen alten Freund von mir, der mit zwei Olympiasiegen und (ich glaube) 13 Weltmeistertiteln aufwarten kann, der weder in ein "militärisches System" mit "Eliminierungsfunktion" eingebunden war, noch in irgendeiner Weise gedopt war. Gerade seine Goldene in Barcelona war ein Beweis, dass er eines staatlichen Doping-Systems nicht bedurfte.

Das Problem an dem Thema ist, dass die Erfolge des DDR-Sports nicht auf das Thema Doping reduziert werden dürfen. Die Gründung von Leistungszentren, gekoppelt mit einer gezielten Suche nach Talenten, die über die Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) bis hin zum Spoertstudium gingen, waren die wesentliche Grundlage für die Erfolge. Die heute noch existierenden Zentren, beispielsweise der Kanusportler in Potsdam und in Berlin, belegen das ganz eindeutig. Wo Spitzenathleten sich miteinander im Training messen können, entstehen eher dauerhafte Weltklasseleistungen. Im übrigen sind mir einige Leute bekannt, die aus dem Leistungssport ausgeschieden sind, zum Teil schon zu KJS-Zeiten, ohne dass sie selbst von "eliminieren" sprachen.

Dazu kam in der DDR eine Sportbegeisterung, die schon bei den Kindern anfing. Die Resonanz auf die Sendung "Mach mit, mach's nach, mach's besser", die nichts weiter zeigte, als ganz normale Kinder bei ganz normalen Wettkämpfen in der Schule, belegt das. Allein die Ankündigung, dass diese Sendung an einer Schule auftauchen könnte, löste einen wahren Taumel aus. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass man mit einem Pauschalangriff auf das Doping in der DDR auch an so etwas wie dem "Nationalstolz" rührt.

Ich hoffe, dieser Thread wird nicht wieder nur ein pauschaler Ost-West-Schlagabtausch.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 22.02.2010 10:16 | nach oben springen

#12

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 10:38
von Mongibella (gelöscht)
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Danke Rainman....jetzt schnall ich es besser....

groet

Mara


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#13

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 21:25
von karl143 (gelöscht)
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Ich habe eben eine Doku über Ines Geipel gesehen. Sie lief in den 80er Jahren in der Staffel einen WR, der noch heute Bestand hat. Mit ihren Eltern hat sie seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr. Ihr Vater war Musiker, und Stasi IM, und zwar einer, der zum Beispiel in der Bundesrepublik Schulwege von Kindern ausspionierte, deren Eltern geflohen waren. Als sie es erfuhr, brach sie mit den Eltern und verarbeitete ihre Gefühle und ihre Wut in Büchern darüber. In der Doku ging es um das flächenmäßige Doping mit männlichen Hormonen. Eine der Folgen, die Frauen bekamen keine Kinder mehr. Der Verantwortliche, der DDR Sportchef Ewald kam mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten auf Bewährung davon, die Opfer werden ihr Leben darunter leiden. Nebenbei ging es auch um die Bespitzelung untereinander, zum Beispiel wurde ein ehemaliger Speerwerfer und Stasi IM gezeigt, der heute als Physiotherapeut tätig ist. Ines Geipel engagiert sich in Anti-Doping Kampagnen, u. a. bereiste sie China vor der Olympiade in dieser Sache. Als sie nach der Niederschlagung der Demonstration auf dem Platz des Himmlischen Friedens mit einer Kommilitonin ein Plakat aufhängt, auf dem steht, das friedliche Demonstranten getötet wurden, beginnt ihre Kaltstellung. Sie flüchtet noch vor der Wende über Ungarn. Ein Film der betroffen macht, wenn man bedenkt, wie eine Tochter fühlen muß, wenn sie die Vergangenheit des eigenen Vaters aufdeckt, und dieser auch heute leugnet - obwohl die Beiweise über seine Tätigkeit vorliegen.


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#14

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:29
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Karl, ich sehe es so, sie, Ines Geipel ist unbequem, sie ist wie mein Freund Jörg, immer so schön unbequem. Das sie sich mit ihren eigenen Eltern überwirft, ist schon krass und ich denke, so etwas muss nicht sein, mag der Vater auch IM gewesen sein.
Jeder hat sein Leben und keiner ist unfehlbar und die Zeit, das die Leichen aus den bundesdeutschen Kellern so langsam herausgeschwemmt werden, auch was das Doping betrifft, die kommt auch noch so wie das Amen in der Kirche.
Man sollte also auf dem Teppich bleiben, und Bruder Rainman hat es gut beschrieben, wie das mit der Förderung junger Sportler in der DDR war.
Nimm heute, noch nicht mal an den Berufsschulen meiner Töchter gab und gibt es Schulsport?
Aber im Jugendknast, die haben die feinste der feinen Sporthallen...ist doch paradox, oder?

R-M-R


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#15

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:32
von manudave (gelöscht)
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@R-M-R

Da hast Recht mit den Turnhallen. Bei uns in der Nähe gibt es eine JVA - da gehen die Vereine mittlerweile am liebsten hin zum kicken. Wenn man dann so manche marode Kreissporthalle sieht


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#16

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:37
von karl143 (gelöscht)
avatar

Es geht hier im Thread aber nicht um Sporthallen, dann wäre die Überschrift eine andere. RM, du kannst den Thread ja aufmachen. Hier geht es um das flächendeckende dopen. Es geht nicht darum, das sich ein Sportler wie Jan Ulrich nach Spanien begibt, um auf eigene Kosten mal nen bißchen neues Blut sich einpumpen zu lassen. Hier geht es Rainer - Maria, und das ist der Unterschied, darum, das der Staat seine Athleten dopt. Das man den Sportler garnicht sagt, das gedopt wird. Oder meinst du im Ernst, alle Frauen hätten sich mit männlichen Hormonen behandeln lassen. Der Unterschied ist ganz einfach, hier bestand keine Einwilligung, bzw. es war kein dopen aus eigenen Antrieb. Das sind verachtenswerte Menschenversuche die mich an eine andere Zeit erinnern.


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#17

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:47
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Nimm heute, noch nicht mal an den Berufsschulen meiner Töchter gab und gibt es Schulsport?

Gab's bei Dir in der Berufsschule Schulsport? Bei mir (in der DDR, RAW KMSt.) gabs das auch nicht.

-Th


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#18

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:51
von Affi976 (gelöscht)
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auf meiner Hochschule gabs Sport, den man auch warnehmen mußte, sonst....
Der Lehrer war ein ehemaliger Boxer, Vizeweltmeister im Leichtgewicht glaube ich nannte der sich!
VG Affi


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#19

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:51
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Mongibella

Zitat von S51
Ich selbst war als Kegler gerade mal bis in die Bezirksmeisterschaft gekommen. Doping habe ich nie erlebt,



S51, ich frag mich grad ab, ob Kegler sich überhaupt irgendwie dopen können.....bei Ausdauersportarten wäre das ja plausibel, aber beim Kegeln....hmmmm....

groetjes

Mara



--------------------------
Unbedingt - ohne Bier geht das gar nicht.

Mike59


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#20

RE: Mythos DDR Sportsystem und Doping

in Mythos DDR und Grenze 22.02.2010 22:52
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

In gewisser Weise gebe ich dir Recht,Karl, der junge Mensch wusste nicht so recht, was er da für Pillen schluckt.
Alle richtig und bestimmte Prozentzahlen belegen, das dadurch Menschen zu Schaden gekommen sind, und trotzdem ist eine Frau Geipel für mich eine Nestbeschmutzerin.
Mag sein, das ich da falsch liege aber mein Gefühl sagt mir was anderes. Nun bin ich in Leipzig aufgewachsen, der Stadt mit den Sportfesten und ich habe das Alles sehr persönlich erlebt, weil ich selbst bei Dynamo Judo...diesem Sport nachgegangen bin, und diese Gemeinschaft möchte ich nicht so einfach ablegen, mit Füssen treten, wie eine Frau Geipel.
So sehe ich es, komisch was, auch wenn durch Doping usw...ein Schaden entstanden ist. Wir Ossis sind wahrscheinlich anders gepolt wie ihr, Karl?

R-M-R


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