#21

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 09:29
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von seaman
Ausgangspunkt der Diskussion war die angeblich vorbildliche,kontinuierliche Unterstützung der Bundesrepublik des Staates Israel.

Fuer mich war der Ausgangspunkt:

Zitat von seaman
Es war die Bundesrepublik und nicht die DDR die Kriegsverbrecher und SS-Leute in den Nahen Osten entsandte um die Feinde Israels in den Anfangsjahren militärisch und geheimdienstlich aufzurüsten.

von daher darf ich annehmen das dazu keine allgemein zugaenglichen Quellen mehr kommen?

-Th


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#22

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 09:38
von seaman | 3.487 Beiträge

Nee Captn,darfste nicht annehmen:

BND-
Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten
Geheime Hintergründe und Fakten
----------------------------------------
Das Auge Davids
---------------------------------------
Der Mossad-Ostrovsky
---------------------------------------
ISBN-Nr. liefere ich gerne...auch zu weiteren Büchern...die sicherlich als nicht glaubwürdig jetzt eingestuft werden....

seaman


zuletzt bearbeitet 17.02.2010 09:44 | nach oben springen

#23

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 11:28
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von seaman

Zitat von CaptnDelta
Etwas spaeter forderte Golda Meir von der deutschen Regierung, das man von Leuten, die moeglicherwiese nach Aegypten gehen koennten die Reisepaesse einzieht.
Dem damals nachzugeben waere vergleichbar als wenn man heute??? jemanden der in der DDR bei Carl-Zeiss in der Ruestungs- oder Spionageproduktion gearbeitet hat, oder jemanden der in der HVA/SWT gearbeitet hat, den Reisepass einziehen wuerde (auf die Reaktion waere ich hier gespannt).

Das musst Du etwas näher erläutern...Spionageproduktion?
Es geht hier nicht um Gastarbeiter und Reiseregelungen.
Im Nahen Osten waren schlicht und einfach auch (bundes)deutsche Rüstungsfirmen involviert.
seaman


"Involviert" sicher moeglich, (allerdings nicht unbedingt direkt, siehe Messerschmidt). Solange das auf rechtlichen Grundlagen basiert, dann wo liegt das Problem? (Uebrigens war so was aehnliches hier vor ein paar Jahren ein populaerer "Vorwurf" gegenueber deutschen Firmen die im Irak "involviert" waren).

Um Reiseregelungen ging es mir auch nicht, weiss nicht wie Du darauf kommst...

Zitat von seaman
Nee Captn,darfste nicht annehmen:
BND-
Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten
Geheime Hintergründe und Fakten
----------------------------------------
Das Auge Davids
---------------------------------------
Der Mossad-Ostrovsky
---------------------------------------
ISBN-Nr. liefere ich gerne...auch zu weiteren Büchern...die sicherlich als nicht glaubwürdig jetzt eingestuft werden....

seaman


Die ISBN Nummer brauche ich nicht, 2 der 3 genannten Buecher kenne ich - eines davon hat Dan Brown gerade in einen Thriller 'umgesetzt' ("Triangle of Deception", recht gut, allerdings nicht so gut wie 'Da Vinci Code'). Falls es interessiert, ->hier<- gibts die Fortsetzung von Ostrovsky.

Allerdings ist mir nicht erinnerlich darin was davon steht das die Bundesrepublik Kriegsverbrecher in den Nahen Osten entsandte. Dazu koenntest Du doch bitte die entsprechenden Zitate anhaengen.

-Th


zuletzt bearbeitet 17.02.2010 11:32 | nach oben springen

#24

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 11:56
von seaman | 3.487 Beiträge

BND-
Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten -Geheime Hintergründe und Fakten...
Hier kannst Du die Zitate entnehmen und die verschiedenen Personen zuordnen.

seaman


zuletzt bearbeitet 17.02.2010 11:57 | nach oben springen

#25

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 12:04
von CaptnDelta (gelöscht)
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#26

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 13:44
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von seaman
BND-
Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten -Geheime Hintergründe und Fakten...
Hier kannst Du die Zitate entnehmen und die verschiedenen Personen zuordnen.
seaman

Klingt sehr nach Hausaufgabe...

Thanks,
-Th


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#27

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 17.02.2010 13:53
von seaman | 3.487 Beiträge

Ergänzend dazu:

Markus A. Weingard

Deutsche Israel- und Nahostpolitik

Die Geschichte einer Gratwanderung seit 1949
-----------------------------------------------------
Die Naumann Affäre könnte man hinzuziehen..usw.
Wir können dann uns gerne weiter austauschen.

Gruss seaman


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#28

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 18.02.2010 14:28
von Landeposten (gelöscht)
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Die ISBN Nummer brauche ich nicht, 2 der 3 genannten Buecher kenne ich - eines davon hat Dan Brown gerade in einen Thriller 'umgesetzt' ("Triangle of Deception", recht gut, allerdings nicht so gut wie 'Da Vinci Code'). Falls es interessiert, ->hier<- gibts die Fortsetzung von Ostrovsky

Hallo Captn,interessantes Buch von O..Ist der erste Teil auch irgendwo im www.zu finden?
Das Buch sollten sich mal solche die sich schon über den Gedanken an einfache Geruchskonserven beim MfS erregen und nur mit Mühe einer nahenden Ohnmacht wiederstehen können,zu gemüthe führen.Vielleicht werden diese Leute erkennen,daß es bei einem "richtigem"Geheimdienst härter zur Sache geht und es nicht die Tinte wert ist sich über irgendwelchen Krahm vom MfS zu erregen.


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#29

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 18.02.2010 18:18
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Es gab mal einen Staat der heute noch für seinen GD gegeißelt wird.

Angesichts der Verbrechen dieses GD, sollte Deutschland seine Beziehungen zu Israel auch mal überdenken. Na ja, wir wissen alle warum das nicht passieren wird.

http://www.n-tv.de/politik/Mossad-Mordko...icle735746.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#30

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 18.02.2010 18:32
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

irgendwie sind mir heute noch worte im ohr die nach der wende von seiten der bundesregierung gefallen sind.in etwa so,nicht wortgemäß."wir versäumten die aufarbeitung der deutschen geschichte nach dem 2.wk,dieses darf uns nie wieder passieren.jetzt haben wir die möglichkeit deutsche geschichte ordentlich aufzuarbeiten."Hallooooo,klar,ich würde geschichte auch anständig aufarbeiten wenn ich der ankläger bin und damit meinen eigenen dreck vertuschen kann.damals wurde die geschichte des 3.reiches nie aufgeklärt weil es zu viele eigentore gäbe,aber die ddr ist ja ein aggressorstaat gewesen.warum klärt man nicht gleichzeitig die verbindung zur bw im irak auf wo es definitiv noch zweifelhaft ist ob usa beim wtc zwischenfall nicht eine chance zum krieg sah und israel definitiv ein land ist welches raketen auf zivile ziele schießt.warum überdenkt man nicht mit aufarbeitung den dialog zu einem land das nur kriege führt?
diese politik des im namen des volkes ist nicht meine.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#31

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 04:36
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Landeposten
Hallo Captn,interessantes Buch von O..Ist der erste Teil auch irgendwo im www.zu finden?
Das Buch sollten sich mal solche die sich schon über den Gedanken an einfache Geruchskonserven beim MfS erregen und nur mit Mühe einer nahenden Ohnmacht wiederstehen können,zu gemüthe führen.Vielleicht werden diese Leute erkennen,daß es bei einem "richtigem"Geheimdienst härter zur Sache geht und es nicht die Tinte wert ist sich über irgendwelchen Krahm vom MfS zu erregen.

Landeposten,
Ich weiss nicht ob das erste Buch von Ostrovsky irgendwo online ist, ich hab' es als Buch gekauft da gab es das Web noch nicht.

Im ersten Buch gehts erst um seine Rekrutierung beim Mossad (ziemlich detailiert), im zweiten Teil um Mossad-Aktionen an denen er allerdings nicht teilgenommen hat. Eine der "Enthuellungen" ist das der Mossad Informationen ueber einen geplanten Anschlag auf eine amerikanische Installation in Beirut den Amerikanern nicht weitergegeben hat (nachweislich falsch, uebrigens). Des weiteren koennte das Buch auch R-M-R interessieren, da keine weibliches Wesen vor dem "Helden" sicher ist, und es sogar zu Geheimdienstorgien am Pool kommt.

Somit bin ich bei Ostrovsky, wie bei allen Geheimdienstmitarbeitern, immer skeptisch: Die Arbeit in einem Geheimdienst bringt mit sich, das manche eine etwas "eigentuemliche" Einstellung zur Wahrheit bekommt. Das zieht sich auch durch die Publikationen z.B. von Stiller oder Juretzko. Normalerweise (so halt ich's normalerweise) sollte man zumindest 3 unabhaengige Quellen haben.

Im konkreten Fall Ostrovsky ist zum einen anzuzweifeln, das er in solch kurzer Dienstzeit (14 Monate) eine solch grosse Zahl von 'Abenteuern' erleben konnte, zweitens das er als frischgebackener 'case officer' nicht dermassen viele interne Geheimnisse wissen konnte (nachdem ein Geheimdienstmitarbeiter normalerweise nur Informationen, welche er unbedingt benoetigt, haben sollte). Drittens wurde ihm nach einer fehlgeschlagenen Aktion "nahegelegt", den Dienst zu quittieren, von daher hatte er auch ein paar 'sour grapes'.

Die Buecher sind in erster Linie Agentenromane, mit Koernchen von Warheit. Das erste Buch wurde ein New York Times #1 Bestseller - Israel wollte dummerweise die Publikation stoppen, einen besseren Gefallen haette man Ostrovsky nicht tun koennen. Der Hauptunterschied zwischen Ostrovsky und seinen frueheren Agentenkollegen: Er ist heute ein reicher Mann von seinen Buechern.

-Th

PS: hier noch eine Rezension, leider in englisch, allerdings treffend http://www.jstor.org/pss/2538192


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#32

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 04:58
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Es gab mal einen Staat der heute noch für seinen GD gegeißelt wird.

Wenn Euer 'Verein' sich nur nach aussen gerichtet haette, dann waere die "Geisselung" heute keine Rede wert. Leider habt ihr auch Eure eigene Bevoelkerung zum Ziel gemacht, das wurde und wird etwas problematisch gesehen.

Zitat von Feliks D.
Angesichts der Verbrechen dieses GD, sollte Deutschland seine Beziehungen zu Israel auch mal überdenken. Na ja, wir wissen alle warum das nicht passieren wird.

http://www.n-tv.de/politik/Mossad-Mordko...icle735746.html

Er war der Vorsitzende und Mitbegruender einer terroristischen Vereinigung, welche sich primaer gegen Zivilisten richtet. Wuesste nicht was man sonst mit solchen Leuten machen sollte?

Das sich der Mossad da etwas dumm angestellt hat ist etwas untypisch, die werden sogar schon in Karrikaturen verspottet.


-Th

PS: Interessant, Dein Verstaendniss fuer religioese Fanatisten.
PPS: Seine "Genossen" behaupten uebrigens das er an Krebs gestorben ist:
http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=255640


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#33

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 08:39
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von seaman
Ergänzend dazu:
Markus A. Weingard
Deutsche Israel- und Nahostpolitik
Die Geschichte einer Gratwanderung seit 1949


Mal wieder was zum Thema ohne das man in die Buecherei muss:
* http://wissen.spiegel.de/wissen/image/sh...pdf&thumb=false
* http://wissen.spiegel.de/wissen/image/sh...pdf&thumb=false

Zitat von seaman
-----------------------------------------------------
Die Naumann Affäre könnte man hinzuziehen..usw.
Wir können dann uns gerne weiter austauschen.


Wobei mir bei Naumann nicht ganz klar ist was das mit Israel oder dem Nahen Osten zu tun haben koennte.

Im Zusammenhang zu Israel ist allerdings auch das Verhalten der Sowjetunion und ihrer Satellitenstaaten interessant zu dieser Zeit. Bis Anfang der 50er Jahre wurde Israel auch vom sowjetischen Einflussbereich unterstuetzt. Dazu gehoerten Waffenlieferungen aus Wehrmachtsbestaenden - von Berija initiiert, von der Techechoslowakei geliefert unter Umgehung von UN-Resolutionen.

Erst als klar wurde das Israel den "anderen Weg" gehen wuerde, wurde Israel zum Feind (und Aegypten zum Freund).

-Th


zuletzt bearbeitet 19.02.2010 08:52 | nach oben springen

#34

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 08:59
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo CD,

deine Schilderungen waren mir teilweise neu und ich finde sie sehr interessant, wie auch das ganze Thema hier.

Wenn hier Seaman diese Gegend als seine Spielwiese bezeichnet, so würde ich hierüber auch gern mehr Info haben wollen. Vor allem darüber, wie sein Spielzeug aussah....aber da hält er sich ja oft bedeckt.

Ich geb auch ehrlich zu, dass die Informationspolitik der DDR meine anfängliche Meinung zu Israel stark beeinflusst hatte. Und ich bin sicher nicht der Einzige, dem es so ergangen ist. So ist das wohl immer, wenn man viele Infos nicht bekommt. Erst nach 1985 hat sich mein Bild hier revidieren können.

AZ


zuletzt bearbeitet 19.02.2010 08:59 | nach oben springen

#35

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 09:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Er war der Vorsitzende und Mitbegruender einer terroristischen Vereinigung, welche sich primaer gegen Zivilisten richtet. Wuesste nicht was man sonst mit solchen Leuten machen sollte?

Wie wäre es mit festnehmen, statt ungesetzlicher Tötung? Ich dachte nach dem Rechtsverständnis der BRD wird sowas nur von Unrechtsstaaten anders gehandhabt.

PS: Interessant, Dein Verstaendniss fuer religioese Fanatisten.

Oh ich habe da gar kein Verständnis für, nach meiner Meinung sind dort beide Seiten recht religiöse Fanatisten. Meine Kritik richtet sich allein gegen die Tötung von Personen durch Geheimdienste und das beachtliche Desinteresse der, sonst doch immer so rechtsstaatlich-huamistischen, westlichen "Wertegemeinschaft daran.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 19.02.2010 09:06 | nach oben springen

#36

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 10:13
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
[quote="CaptnDelta"]Er war der Vorsitzende und Mitbegruender einer terroristischen Vereinigung, welche sich primaer gegen Zivilisten richtet. Wuesste nicht was man sonst mit solchen Leuten machen sollte?

Wie wäre es mit festnehmen, statt ungesetzlicher Tötung? Ich dachte nach dem Rechtsverständnis der BRD wird sowas nur von Unrechtsstaaten anders gehandhabt.

Kann ich damit im Umkehrschluss davon ausgehen, das die DDR fuer Dich ein Unrechtsstaat war?

Mit deinem Stoeckchen kommen wir wieder mal, wie ueblich, vom Thema ab. Mann koennte darueber sicher laenger diskutieren (z.B. Haftbefehl, Auslieferung, etc), allerdings in einem anderen Thread.

Zitat von Feliks D.
PS: Interessant, Dein Verstaendniss fuer religioese Fanatisten.

Oh ich habe da gar kein Verständnis für, nach meiner Meinung sind dort beide Seiten recht religiöse Fanatisten. Meine Kritik richtet sich allein gegen die Tötung von Personen durch Geheimdienste und das beachtliche Desinteresse der, sonst doch immer so rechtsstaatlich-huamistischen, westlichen "Wertegemeinschaft daran.

Interesse fuer die blamable Aktion ist doch genuegend vorhanden, schau dich mal um.

Wie gesagt, mach 'nen zu diesem Thema einen neuen Thread auf wenn es interessiert.

-Th


zuletzt bearbeitet 19.02.2010 10:13 | nach oben springen

#37

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 10:39
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Feliks D.
[quote="CaptnDelta"]Er war der Vorsitzende und Mitbegruender einer terroristischen Vereinigung, welche sich primaer gegen Zivilisten richtet. Wuesste nicht was man sonst mit solchen Leuten machen sollte?

Wie wäre es mit festnehmen, statt ungesetzlicher Tötung? Ich dachte nach dem Rechtsverständnis der BRD wird sowas nur von Unrechtsstaaten anders gehandhabt.

Kann ich damit im Umkehrschluss davon ausgehen, das die DDR fuer Dich ein Unrechtsstaat war?

-Th




Kannst du nicht, für mich gilt nämlich nicht das Rechtsverständnis der BRD.
Diese entscheidet nämlich in jedem Einzelfall, nach Sinn und Nutzen bzw. "alter Schuld" und damit wären wir wieder beim Thema nämlich dem Umgang mit Israel, wer für sie als Unrechtsstaat gilt und wer nicht. Dazu legt sie ihren Rechtsstaatsanspruch nicht immer als Maßstab an.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#38

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 11:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von CaptnDelta

Zitat von seaman
Ergänzend dazu:
Markus A. Weingard
Deutsche Israel- und Nahostpolitik
Die Geschichte einer Gratwanderung seit 1949



Zitat von seaman
-----------------------------------------------------
Die Naumann Affäre könnte man hinzuziehen..usw.
Wir können dann uns gerne weiter austauschen.


Wobei mir bei Naumann nicht ganz klar ist was das mit Israel oder dem Nahen Osten zu tun haben koennte.
-Th



Zur Naumann-Affäre:

Schon frühzeitig nach dem Putsch der „Freien Offiziere” unter Nasser in Ägypten(1953) wurden in deren Umfeld „deutsche Berater” ausgemacht. Diese entstammten größtenteils den Fluchthilfeorganisationen, zu deren Zielregionen unter anderem die arabischen Länder gehörten. Unter anderem hat der berüchtigte Otto Skorzeny selbst ein Jahr lang als Berater Nassers fungiert - auf Bitte und zur Hälfte bezahlt von dem damaligen BND-Chef Gehlen!!!!. Die Präsenz deutscher Kriegsverbrecher, gesuchter Offiziere, aber auch einfacher, in Afrika versprengter, Soldaten wird so stark, daß schließlich wöchentliche Bierabende in der Kairoer „Union”-Brauerei abgehalten werden....
Doch nicht nur im Fluchtland Ägypten unterstützten Nazis den arabischen Befreiungskampf. Schon im Jahr 1953 wurde in der BRD die sogenannte „Naumann-Affaire” aufgedeckt. Das britische Foreign Office beschuldigte Altnazis der Verschwörung. Sie hatten systematisch die FDP(damals Koalitions-Regierungspartei) unterwandert und weitreichende politische und wirtschaftliche Verbindungen geknüpft. Wichtige Posten im Umfeld des FDP-Vizes Middelhauve waren von Altnazis besetzt. Sogar der Verfasser des FDP-Programmes, Hans Fritsche, gehörte zur „Naumann-Gruppe”, die unter anderem die heute noch erscheinende Zeitung „Nation Europa” finanziell unterstützte. Insbesondere die Vorstände und Inhaber der rheinischen Stahl- und Maschinenindustrie waren innerhalb des Verschwörungszirkels gut vertreten. Der Kopf des Ganzen, Werner Naumann, ehemaliger Staatssekretär unter Goebbels, war nachdem er 1949 nach Deutschland zurückgekehrt war, schon bald Direktor zweier großer Unternehmen geworden. Er zeigte sich insbesondere an der "wirtschaftlichen Zusammenarbeit" mit Ägypten interessiert. Hinter der gesamten Verschwörung verbargen sich in erster Linie angeblich wirtschaftliche Interessen.Wirtschaft und Politik kann man aber nicht losgelöst im Raum sehen. Sämtliche Mitglieder der Gruppe waren an finanziellen und geschäftlichen Verhandlungen im Mittleren Osten, besonders in Ägypten, beteiligt. Die Gelder zur Unterstützung der Gruppe stammten aus der Schwerindustrie an Rhein und Ruhr, von den Herrschaften also, die Jahre vorher auch Hitler und die NSDAP bedingungslos unterstützt hatten. Ziel des ganzen war, durch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit arabischen Ländern die Position der Kolonialmacht England anzugreifen und dabei selbst ordentlich Gewinn zu machen sowie aussenpolitische Positionen zu erringen und zu festigen.
Auf ägyptischer Seite wurde unter anderem mit Wilhelm Voss verhandelt, der eine wichtige Rolle im ägyptischen Wirtschaftsplanungsbüro inne hatte. Vor dem Krieg war das SS-Mitglied Voss Direktor der AG Reichswerke Hermann Göring, dann Direktor der Skoda-Werke in der Tschechoslowakei und schließlich bei Albert Speer im Rüstungsministerium tätig.
So wurde damals unter dem Deckmantel "wirtschaftliche Interessen" bundesdeutsche Aussenpolitik betrieben.Politisch hätte man vorrangige Ziele zu dieser Zeit garnicht formulieren können,die Aussenpolitik der jungen Bundesrepublik lag unter Vorgabe der westlichen Siegermächte.
Erst im März 1951 entsteht das Auswärtige Amt,bis dahin gibt es nicht mal einen bundesdeutschen Aussenminister.Bis 1955 liegt die Machtkonzentration der deutschen Aussenpolitik nur bei Adenauer-unter Federführung der westlichen Besatzungsmächte.
Um es abzukürzen,wer die damaligen Feinde Israels militärisch,geheimdienstlich und wirtschaftlich aufrüstet,hatte für mich eindeutig nicht nur wirtschaftliche Ziele und Interessen.
Wenn man sich dann die Initiatoren und Unterstützer anschaut-den Stallgeruch hatten sie wohl nicht verloren.
Soweit erstmal.

seaman

PS:AZ,wir bitte nicht...


zuletzt bearbeitet 19.02.2010 11:15 | nach oben springen

#39

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 11:16
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Feliks D.
[quote="CaptnDelta"]Er war der Vorsitzende und Mitbegruender einer terroristischen Vereinigung, welche sich primaer gegen Zivilisten richtet. Wuesste nicht was man sonst mit solchen Leuten machen sollte?

Wie wäre es mit festnehmen, statt ungesetzlicher Tötung? Ich dachte nach dem Rechtsverständnis der BRD wird sowas nur von Unrechtsstaaten anders gehandhabt.

Kann ich damit im Umkehrschluss davon ausgehen, das die DDR fuer Dich ein Unrechtsstaat war?



Kannst du nicht, für mich gilt nämlich nicht das Rechtsverständnis der BRD.


Na, das war schon klar. Dein frueherer Arbeitgeber hat ja auch solche Aktionen mehr als einmal durchgefuehrt - und das gegen Zivilisten (und keine mehrfachen Moerder). Ich nehme mal an Du hast dich damals auch dagegen eingesetzt...

Feliks, ich wuerde Dir mal empfehlen, Israel zu besuchen, und auch dort mit Leuten zu sprechen. Koennte sein das man alles etwas differenzierter sieht. .
Das heisst uebrigens nicht das ich alles gutheisse was die machen. In manchen Angelegenheiten ist man da allerdings - auf gut deutsch - mit dem Arsch an der Wand.
-Th


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#40

RE: Vom Umgang der Bundeswehr mit Ritterkreuzträgern und NVA-Soldaten

in Themen vom Tage 19.02.2010 12:57
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Hallo CD,

deine Schilderungen waren mir teilweise neu und ich finde sie sehr interessant, wie auch das ganze Thema hier.

Wenn hier Seaman diese Gegend als seine Spielwiese bezeichnet, so würde ich hierüber auch gern mehr Info haben wollen. Vor allem darüber, wie sein Spielzeug aussah....aber da hält er sich ja oft bedeckt.

Ich geb auch ehrlich zu, dass die Informationspolitik der DDR meine anfängliche Meinung zu Israel stark beeinflusst hatte. Und ich bin sicher nicht der Einzige, dem es so ergangen ist. So ist das wohl immer, wenn man viele Infos nicht bekommt. Erst nach 1985 hat sich mein Bild hier revidieren können.

AZ


Erst in den 80er Jahren kam es wieder zu einer Annäherung an das Judentum in der DDR! Ein gutes Beispiel ist der Neubau der Synagoge in Ostberlin. Die DDR sucht internationale Anerkennung und bessere Beziehungen besonders zur USA. Da der jüdische Einfluss meiner Meinung nach in den USA nicht unerheblich ist machte man Zugeständnisse. Wie viel Geld für den Neubau der Ostberliner Synagoge von jüdischen Geldgebern kamen würde mich aber interessieren!Unter dem Strich war das erhoffte Resultat nicht wie erwünscht.Die Einstellung zu Israel und dem Judentum in der DDR zuvor möchte ich mit drei Beispielen deutlich machen!
1980 erschien ein Reisebericht über Israel, Reise ins gelobte Land von Walter Kaufmann,
(Wer durfte da überhaupt hin reisen?) In Vorwort dieses Reiseberichtes steht:
"Mehr als die Bourgeoisie anderer Länder hat die israelische ihre ideologischen und politischen Hebel zur Steuerung des Grundwiderspruchs dieser in Israel entstandenen, heute bereits monopolkapitalistischen Gesellschaft mit dem bürgerlichen Nationalismus verzahnt, der dort die Gestalt des Zionismus trägt. Damit die jüdischen Arbeiter den Gegensatz der Klassen im Innern der Nation nicht erkennen, (...) zeichneten Bourgeoisie und rechte Opportunisten mit Hilfe des Zionismus, den sie als die 'nationale Befreiungsbewegung der Juden' darstellten, den jüdischen Arbeitern, dem Mann auf der Straße, über Jahrzehnte hinweg ein falsches Weltbild. Zu Hauptfeinden 'der Juden' machten sie eine Zeitlang 'die Deutschen' - gleichgültig ob Antifaschisten oder Faschisten -, vor allem aber 'die Araber'."

Nicht minder infam war jene Argumentation der SED, die den Juden eine Mitschuld am Holocaust unterstellte. Diese These taucht zuerst 1965 in der offiziösen Zeitschrift Staat und Recht auf, in einem Aufsatz der Staatsrechtler Walter Müller, Ingo Steiner und Horst Westpfahl. Darin heißt es:



"Das verlogene Gerede von einer angeblichen Wiedergutmachung gegenüber den in Israel lebenden jüdischen Menschen soll nur die Tatsache verschleiern, dass der deutsche Militarismus und die für die faschistischen Judenverfolgungen Schuldigen wiederum dazu übergegangen sind, eine jüdische Bevölkerung - und zwar diesmal vor allem die Israels - skrupellos in den Dienst ihrer expansionistischen Ziele zu stellen". Nun noch ein Gedicht von Rudi Riff erschienen in der Magdeburger Volksstimme,
O Israel!

O Israel! Du hast das Schwert geschliffen
und deine Söhne Raub und Mord gelehrt,
und dreist von fremdem Land Besitz ergriffen
und fremde Taschen wie ein Dieb geleert.

Du hast den Frieden frech ans Kreuz geschlagen,
treibst täglich neue Nägel in sein Fleisch,
und eine Dornenkrone muss er tragen,
weil du ihn stündlich geißelst, Streich auf Streich.

Du wagst es noch als Sieger dich zu spreizen
und pochst dabei auf deine Waffenmacht.
Ja, deine Gönner nicht mit Waffen geizen,
weil sie dich brauchen in der Großen Schlacht,

die zwischen Gut und Böse schon entbrannte,
als erstmals griff das Unrecht zur Gewalt -
du hast's empfunden, als man einst verbannte
dein Volk aus Palästina, jung und alt...

Doch wehe dir, wenn du in blindem Wahne
den Nachbarn drohst mit neuem Golgatha,
wenn du erhebst des Krieges blut'ge Fahne
zu neugeplanter, unheilvoller Tat!

Die Völker dulden keine Sklavenketten.
O hüte dich vor neuem Friedensbruch,
denn kein Jehova wird dich dann erretten
vor der Vergeltung strengem Richterspruch!

Ich selber bin kein Jude war aber durch meine Seefahrtszeit mehrmals in Israel,Libanon,oder Syrien gewesen und hatte Gelegenheiten mich da zu unterhalten. Kann sein das ich deswegen nicht zu einseitig denke. Ich finde eine ganze Menge Scheiße was da heute immer noch passiert,und die Israelische Politik verstehe ich nicht immer oder findet meine Zustimmung!
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 19.02.2010 13:00 | nach oben springen



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