#401

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:02
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #400
Stimmt, wir hatten unseren eigenen Verbindungsoffizier, der gleichzeitig auch für Sicherheitsfragen zuständig war, wir waren für euch sozusagen "Persona non grata". Mich wollte mal einer im Privaten als IM anwerben, als ich ihm sagte, wo ich arbeite, ließ er es gleich wieder sein.




Hallo,

dies schließe ich so mal aus. So einfach konnte man keinen IM werben. Man wusste schon vorher mit wem man es zu schaffen hatte.
Es gab da einiges an Papierkram etc.


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#402

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:03
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

@ Hundemuchtel: Was heißt bis Braunschweig bestätigt?

das war sone Redensart, man wurde doch immer wieder `abgeklopft`wie weit man bestätigt ist. Als mein Schwager mal in die BRD auf Besuchsreise war, war ich `Staubig`, das hieß bei uns, dass ich für diese Zeit nicht in den Abschnitt durfte. Das war aber sofort nach seiner Ankunft in der DDR aufgehoben.
Mein Staffelführer meinte mit Braunschweig, dass ich von den 2000-ern als besonders ´zuverlässig` eingestuft worden bin.

Reicht das? Gruß h.


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#403

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:07
von passport | 2.627 Beiträge

@Vierkrug

Ich kenne einen Bericht der HA II die einen Verratsfall aus dem ZK aufklären mussten. Wichtige Informationen aus dem ZK und PB gingen an den BND. Der HA II wurde es verboten innerhalb des ZK zu ermitteln. Es begannen dann komplizierte Untersuchungen um das "Leck" aufzuklären. Letztendlich wurde ein Drucker der hauseigenen Druckerei ermittelt.

passport


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#404

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:07
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #395
Seid gegrüßt, ich habe Einsicht in meine Stasiakte 1992 beantragt, es hat 18 Monate(!!!??) gedauert, bis ich einen unverbindlichen Zwischenbescheid bekam mit dem Hinweis, dass meine Akte unvollständig sei, und sich Teile dieser noch in Berlin und Magdeburg befänden.
Nach weiteren 6 Monaten wurde ich aufgefordert mich in Neubrandenburg einzufinden, wo ich die Gelegenheit dazu bekam, in MEINER
Akte lesen zu dürfen....
Ein Mitarbeiter der sich damals noch nennenden Gauck-Behörde bewachte mich und die Akte die ganze Zeit.
Ich habe nicht viel begriffen von dem ich las, hatte einfach zu viele Fragen, und der Mann hätte mir auch nicht helfen können, will sagen, dass das ganze Drumherum mir irgendwie improvisiert vorkam. Ne ne, ich war wie vorn Kopf geschlagen!!!

Es bestand die Möglichkeit meine Aktenblätter kopieren zu lassen, ich glaub für 25 Pfennige das Stück, außerdem beantragte ich sofort sämtliche Klarnamen.... Dies dauerte nochmal so um 10 Wochen, alle Klarnamen haben sie auch nicht herrausbekommen und ich sollte es in 2-3 Jahren erneut beantragen...Das habe ich seingelassen, es hat echt Monate gedauert bis man wieder in klaren Bildern denkt...

Die letzten 19 Jahre habe ich diesen Ordner nicht mehr angefasst, bewahre ihn jedoch noch auf.

Meine Meinung ist, das man genau abwägen sollte, ob man seine Akte sehen will, es wühlt einen total auf, und man hat zu tun in der Bahn zu bleiben.

Möchte noch anmerken, ich war (bis Braunschweig) bestätigt, so mein Vorgesetzter.

Gruß h.

Hallo hundemuchtel
Da gebe ich dir recht das einen das fertig macht ,wenn man dann liest ein so genannter Freund hat einen an geschwärzt . Diese Leute sind alles armselige Lumpen .


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#405

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:12
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

@ Hundemuchtel: Jo, danke.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#406

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #403
@Vierkrug

Ich kenne einen Bericht der HA II die einen Verratsfall aus dem ZK aufklären mussten. Wichtige Informationen aus dem ZK und PB gingen an den BND. Der HA II wurde es verboten innerhalb des ZK zu ermitteln. Es begannen dann komplizierte Untersuchungen um das "Leck" aufzuklären. Letztendlich wurde ein Drucker der hauseigenen Druckerei ermittelt.

passport


Dieser Fall, wie auch andere sind bekannt. Innerhalb des Parteiapparates ohne Zustimmung zu ermitteln, war immer ein Spiel mit dem Feuer und man konnte sich dabei nicht nur die Finger verbrennen.

@4.Zug 4.Kompanie GAR-40 - Heiko, der Mitarbeiter für Sicherheitsfragen war kein Verbindungsoffizier, wie die Ziva vom Mossad in einer amerikanischen Serie, sondern er war planstellenmäßig in der Kadernomenklatur der Partei erfasst. Er hatte den Status eines Abteilungsleiters und hatte auf der Ebene der Kreisleitung den Dienstgrad eines Hauptmannes oder Majors, auf Bezirksebene Oberstleutnant bzw. Oberst. Er wurde auch von der Partei bezahlt - ein recht gut bezahlter Posten im Vergleich zu den anderen Abteilungsleitern.
Die Mitarbeiter für Sicherfragen rekutrierten sich aus den Parteiorganisationen der bewaffneten Organe - sprich NVA, MdI etc, - keinesfalls des MfS. Der Mitarbeiter für Sicherheitsfragen hielt den Kontakt und die Verbindung zu den Diensstellen der bewaffneten Organe im Territorium.
Das Du vorher vom MfS ageklopft wurdest, bevor Du bei der Kreisleitung angefangen hast, setze ich einmal voraus. Das lag in der Natur der Dinge. Die "sicherheitspolitischen" Anforderungen an Mitarbeiter des Parteiapparates waren nicht zu vergleichen mit denen des MfS. Deine Westverwandschaft war da kein Hinderungsgrund für eine Einstellung, dass kann ich Dir so bestätigen.

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 24.10.2013 19:59 | nach oben springen

#407

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2013 18:51
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

@Linamax

Nein, nicht die Verwandten und Koll. und Kumpels, das waren:ehemalige Lehrer, die Kaderleiterin in meinem Lehrbetrieb(2500Beschäftigte!!!),
verschiedene ABV`s selbst unser Pfarrer mit dem ich nie was zu tun hatte, hatten sich über mich ausgekotzt.
Selbst über meinen Vater wußten alle mehr als ich selbst, er verstarb 1981. In der Schule ging es in der 6. Klasse los.
Dann ein Gruppenführer und ein Zugführer aus dem GAR-7. Die kannten mich alle viel zu wenig!!!
Ja, so war das, ich befürchte manchmal, dass die größte Gefahr für die Stasi von diesen dubiosen Berichterstattern selbst ausging!

h.


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#408

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.11.2013 09:37
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Hundemuchtel

Natürlich wurden Informationen zur Person zu bestimmten Dingen gesammelt. Es durften aber nur bestätigte Informationen nedergeschrieben werden, wenn es z.B. um bestimmte Bestätigungen und Bestätigungsmerkmale entsprechend den Vorschriften ging. z.B. gesellschaftliche Aktivitäten wenn man kirchlich irgendwie aktiv war konnte man ja nicht SED-Mitglied und Vertreter des SED-Politik schreiben. Solange es keine Aktivitäten gegen die DDR gab war man ja loyal. Das waren die meisten DDR-Bürger- es sei denn sie waren beruflich anders eingebunden.

Es ist ja so, daß man auch Vieles über die nächsten Verwandten selbst nicht weiß. Heutzutage noch schlimmer, weil man z.B. nichts über bestimmte berufliche Dinge nichts erzählen darf. Geht manchmal beim Gehalt schon los. Wenn Vermutung, dann auch Vermutung wiedergegeben weren mußte.

Über lose Kontakte und Freundschaften wurd man auch nicht umfassend informiert sein.

Nur mal ein paar Dinge zu erläutern
MfG R. Unger



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#409

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.11.2013 19:55
von Grenzmichel | 18 Beiträge

Was mich beim Lesen meiner Stasi-Akte (nach mehr als drei Jahren Wartezeit) verwundert hat:
Während in allen Berichten aus meinem zivilen Leben (also auch die Vorbereitung auf die Grenzerzeit) die Namen der Spitzel unkenntlich gemacht wurden, ist in den Berichten über mich im GAR und am Kanten nichts geschwärzt, sondenrn schön mit Soldat X und Gefr. Y gekennzeichnet.
Ist das jetzt Absicht oder schlicht ein Versehen?

P.S.: Es muss aber niemand hier Angst haben, ich werde mich nach fast 30 Jahren nicht mehr darüber aufregen oder gar etwas unternehmen.


11/1983 - 04/1984 GAR 5 Glöwen
05/1984 - 04/1985 GR4, GK 7 Hohengandern
HG 85/1
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#410

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.11.2013 00:54
von ABV | 4.202 Beiträge

In deiner Akte standen die Klarnamen der IM? Und nicht deren Decknamen?

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#411

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 09:56
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Alfred

Ich war auch Abwehroffz in einer KD und hatte eine enge Verbindung zur 1(2000) im Regiment. Insbesondere bei im Regiment tätigen Bürgern wurde sich abgestimmt. Nur bei Zustimmung der 1 wurde dann im Zivilbereich weiter aufgeklärt, kontaktiert und eventuell geworben. Durch die anschließende Registrierung in der XII merkte die 1 bei turnusmäßigen Überprüfungen sowieso,daß geworben wurde.
War die 1 dagegen, übergab man das Material an die 1. und hinterließ in der VSH eine Karte mit Hinweis 1. Person war so jederzeit zu finden.

MfG R. Unger



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#412

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 10:28
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von RUnger im Beitrag #411
Hallo Alfred

Ich war auch Abwehroffz in einer KD und hatte eine enge Verbindung zur 1(2000) im Regiment. Insbesondere bei im Regiment tätigen Bürgern wurde sich abgestimmt. Nur bei Zustimmung der 1 wurde dann im Zivilbereich weiter aufgeklärt, kontaktiert und eventuell geworben. Durch die anschließende Registrierung in der XII merkte die 1 bei turnusmäßigen Überprüfungen sowieso,daß geworben wurde.
War die 1 dagegen, übergab man das Material an die 1. und hinterließ in der VSH eine Karte mit Hinweis 1. Person war so jederzeit zu finden.

MfG R. Unger


Hallo,


die im Regiment tätigen Bürger - Zivilisten - dürften ja schon für die HA I oder eine andere Diensteinheit erfasst gewesen sein.

Und gegen die erfassende Diensteinheit ging auch nichts.


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#413

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 10:40
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #410
In deiner Akte standen die Klarnamen der IM? Und nicht deren Decknamen?

Gruß Uwe


halöle,
in meiner Akte stand nicht ein Klarname, nicht mal von den Uffz-en die uns bespitzelten, jeder Klarname musste "beantragt" werden:
So war es bei mir, Aushändigung der Akte 1993.

Gruß hundemuchtel 88 0,5


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#414

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 11:48
von RudiEK89 | 1.949 Beiträge

Da bin ich mal gespannt, habe letzte Woche meinen Antrag gestellt. Mir wurde gesagt, dass ich die
Klarnamen beantragen kann?
Weiter wurde gesagt, dass es gar nicht so einfach ist, in die Akte verstorbener Familienangehörigen Einsicht zu nehmen.
Dazu bedarf es eines triftigen Grundes, die Neugierde würde nicht reichen.
Na mal sehen, ob meine Mutter Akteneinsicht bei meinem verstorbenen Vater erhält.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#415

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 11:58
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #414
Da bin ich mal gespannt, habe letzte Woche meinen Antrag gestellt. Mir wurde gesagt, dass ich die
Klarnamen beantragen kann?
Weiter wurde gesagt, dass es gar nicht so einfach ist, in die Akte verstorbener Familienangehörigen Einsicht zu nehmen.
Dazu bedarf es eines triftigen Grundes, die Neugierde würde nicht reichen.
Na mal sehen, ob meine Mutter Akteneinsicht bei meinem verstorbenen Vater erhält.


hallo RudiEK89, das ist völlig korrekt, habe es durch mit meinem Verstorben Vater, mir wurde erklärt, dass ich oder eher meine Mutter nur Einsicht in die Akte meines Vaters bekommt, wenn mein Vater belastet werden würde durch z.B. eines Opfers.
Das wird nicht so einfach werden.

gruß h.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#416

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 13:29
von Sperrbrecher | 1.650 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #94

Hallo wosch, das mit der Aufhebung des Haftbefehls ist richtig, sie lag in 1972, genau wie bei mir. Das war das Ergebnis des Grundlagenvertrages von Egon Bahr und Willy Brandt, mit der damaligen DDR Führung. Ein Deal des Vertrages war: die westdeutsche Seite lässt den sogenannten Alleinvertretungsanspruch fallen, im Gegenzug bürgert die DDR alle Flüchtlinge, die bis zum 31.12.1971geflüchtet waren, aus und stellt die Strafverfolgung ein. Ich war Weihnachten 1972 zum ersten Mal wieder in meiner alten Heimat.
Allerdings hatte ich mehr Schiss vor der Einreise als bei der Flucht 71/2 Jahre zuvor. Ich traute denen nicht 100 %ig. Aber es lief alles korrekt ab. Es war ein komisches Gefühl, durch meine alte Heimat zu gehen, die Bekannte zu treffen usw. Ich hatte das Gefühl als wäre ich von einem anderen Stern gelandet. Vieles kam mir auch schon fremd vor, denn die DDR hatte sich ja auch weiterentwickelt-ohne mich

Genau so war es.
Auch mein Haftbefehl wurde am 08.11.1972 durch Beschluss des Kreisgerichts Dresden aufgehoben und das Verfahren wegen § 213 Abs. I + 2 Ziffer 3 StGB endgültig eingestellt. Verlassen hatte ich die DDR im August 1969.

Mein erster Besuch in Ost-Berlin war natürlich von einer gehörigen Portion Schiss begleitet. Vorher hatte ich mich allerdings bei westlichen Dienststellen genauestens erkundigt, ob ich einen derartigen Besuch überhaupt riskieren sollte. Von dieser Seite wurde meine Bedenken zerstreut, man vertraute auf die Vertragstreue der ostdeutschen Seite. Dieses Vertrauen erwies sich als berechtigt, wenngleich das MfS mich bei meinen weiteren Besuchen weiterhin beschattete und sich, wie aus meiner Akte erfahren habe, mit der Aufklärung meines Fluchtweges beschäftigte.

Auch bei späteren Besuchen in der DDR (Dresden) mit dem PKW, ließ man es sich nicht nehmen, mich permanent zu begleiten und alle meine Besuche bei Freunden und Verwandten, teilweise mir Fotos, akribisch zu dokumentieren. Die Kosten für die PKW-Eskorte (ein Hauptmann + ein Oberleutnant) spielten dabei anscheinend keine Rolle. Die brauchbaren Erkenntnisse dadurch gewonnen wurden dürften gegen Null tendieren. Zu Ergebnissen über meinen detaillierten Fluchtweg in den Westen haben sie sicher kaum etwas beigetragen. Man hätte mich ja auch direkt mal danach fragen können, wenn es von so entscheidenden Interesse war.

Erst Jahre später kam das MfS zur Einsicht, Zitat: Da keine weiteren Beweise über den Fluchtweg zum illegalen Verlassen der DDR über die Volksrepublik Bulgarien nach WD erarbeitet werden können, wird vorgeschlagen, die VAO Reg.-Nr. XII/1400/69 im Archiv zur Ablage zu bringen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 28.11.2013 13:39 | nach oben springen

#417

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 20:49
von Uleu | 527 Beiträge

Hab auch beantragt. Nach 6 Monaten kam die zwischeninfo, dass ich erfasst sei und Unterlagen vorhanden sein könnten.
Jetzt bin ich doch gespannt


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#418

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.11.2013 20:58
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Wenn man dann seine Akte in Kopie erhält, wird man sehr schnell bemerken, dass man vielleicht nicht alles, bzw. nicht zu allen ehemals relevanten Zeiten zu sehen bekommt, deswegen lohnt sich nach meiner Erfahrung ein wiederholter Antrag.

VG Klaus


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#419

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.02.2014 12:06
von Peter42 | 51 Beiträge

Oh man, da kann ich vermutlich auch noch lange auf die Einsichtnahme in meine Stasiakte warten. Das erste mal hatte ich 2000 schon mal die Akte beantragt, doch leider bekam ich so zirka 15 Blätter als Kopie und der dreiviertelste Teil war geschwärzt. Da frage ich mich schon was das soll. Jetzt habe ich vor 2 Jahren die Akteneisicht beantragt und die wird in Gera sein. Allerdings bin ich gespannt wie lange es diesmal dauern wird wenn ich hier schon lese, das man auch 5 Jahre Wartezeit hatte. Diese Möglichkeit meine Eisichtnahme zu beantragen bewog mich weil meine Heimakten verschwunden sind und ich so hoffe, das vielleicht noch etwas in meiner Stasiakte vorhanden sein könnte. Hoffentlich erschlägt es mich dann nicht was ich vielleicht zu lesen bekommen werde.



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#420

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.02.2014 17:05
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Peter42 im Beitrag #419
Oh man, da kann ich vermutlich auch noch lange auf die Einsichtnahme in meine Stasiakte warten. Das erste mal hatte ich 2000 schon mal die Akte beantragt, doch leider bekam ich so zirka 15 Blätter als Kopie und der dreiviertelste Teil war geschwärzt. Da frage ich mich schon was das soll. Jetzt habe ich vor 2 Jahren die Akteneisicht beantragt und die wird in Gera sein. Allerdings bin ich gespannt wie lange es diesmal dauern wird wenn ich hier schon lese, das man auch 5 Jahre Wartezeit hatte. Diese Möglichkeit meine Eisichtnahme zu beantragen bewog mich weil meine Heimakten verschwunden sind und ich so hoffe, das vielleicht noch etwas in meiner Stasiakte vorhanden sein könnte. Hoffentlich erschlägt es mich dann nicht was ich vielleicht zu lesen bekommen werde.


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