#1201

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 01:19
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Das heißt also wer zuviel das Maul aufmacht und zuviel Zähne zeigt, gilt verglichen mit der Masse der Opportunisten als Außenseiter und braucht sich nicht zu wundern, wenn er vom "Roten Blitz" getroffen wird? Gartenschläger hat zwar Grenzanlagen durch Demontage beschädigt, aber meines Wissens seinen Protest gegen die DDR nie in Form von Gewalt gegen Personen ausgeübt, die ungeklärte Frage, wer im Gartenschläger-Eck zuerst blank gezogen hat, mal ausgeklammert.

Gruß Kalubke



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#1202

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 01:30
von S51 | 3.733 Beiträge

Nein. Wie so häufig bei der Diskussion wird vom Ergebnis auf das Ziel geschlossen. Ohne Rücksicht (die wäre freilich auch wieder politisch zu "nett") darauf, dass das Ergebnis eben nicht das Ziel war.
Er war aus unserer Sicht ein Krimineller. Aus westlicher Sicht nicht aber die war für unsere Leute nicht relevant. Jemand, der öffentlich äußerte, auch mit Gewalt vorgehen zu wollen wo er dies für richtig hielt. Er war jemand, den man als bewaffnet und somit gefährlich annehmen konnte. Man trägt Waffen bei solchen Aktionen wie die Seinen nicht um sie nicht zu benutzen. Ihm einen Hinterhalt zu legen mit dem Ziel der Festnahme war okay. Als er geschossen hat (was ich nun durchaus voraussetze...) war es auch okay, ihn unter Feuer zu nehmen. Niemand musste eigenes Leben riskieren um seines zu schonen. Er hätte sich einfach ergeben können, er hätte seine Aktionen einfach sein lassen können. Das wollte er nicht, nun gut.
Was jedoch danach, nach dem ersten Feuerwechsel geschah, das betrachte ich als eine Folge durchgehender Nerven. Als Fehler. Vor dem Einsatz hieß es wohl, er könnte auch Handgranaten oder ähnliche Sprengkörper bei sich haben. Das dem nicht so war, war auf Ostseite nicht bekannt. Ich verstehe, das man kein Risiko einging aber man kann Personen auch bergen ohne ihnen zu nahe zu kommen. Noch mal schießen verstehe ich erst, seit ich Videos von Selbstmordattentätern sah, die ihre Ladung eben erst zündeten als man ihnen helfen wollte. So etwas werden sie wohl befürchtet haben.
Der Hintergrund bei seiner Person, die extrem hohe Bestrafung in der DDR, das hätte bei einem Verfahren vor Gericht eine Rolle gespielt (... sollen, denn da bin ich mir nicht sicher. Wohl kaum strafmildernd). Bei diesem Einsatz selber nein, wie auch. Da entscheidet nur, was im Augenblick geschieht. Die Rolle der Bundesrepublik empfand (und empfinde...) ich in dieser Sache als durchaus zweigleisig. Als Opfer war und ist er geschätzt. Der Eindruck jedoch hielt sich hartnäckig und war auch Grund für Unterhaltungen über ihn, das man ihn "uns geliefert" hat. Und die Unseren zu eifrig waren, diese Lieferung "anzunehmen".
Das man später daraus einen großen Erfolg "gemacht" hat widerspricht dieser Auffassung kein Bisschen. Das war in der DDR (anderswo auch) so. Man hat aus allem Erfolge gemacht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#1203

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 06:23
von damals wars | 12.177 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #1201
Das heißt also wer zuviel das Maul aufmacht und zuviel Zähne zeigt, gilt verglichen mit der Masse der Opportunisten als Außenseiter und braucht sich nicht zu wundern, wenn er vom "Roten Blitz" getroffen wird? Gartenschläger hat zwar Grenzanlagen durch Demontage beschädigt, aber meines Wissens seinen Protest gegen die DDR nie in Form von Gewalt gegen Personen ausgeübt, die ungeklärte Frage, wer im Gartenschläger-Eck zuerst blank gezogen hat, mal ausgeklammert.

Gruß Kalubke


Ja, wenn man die Frage ausklammert war er nur ein ganz gewöhlicher Brandstifter und Dieb.
Das macht ihn mir aber auch nicht sympatischer.
Man schläft einfach so unruhig, wenn man so einen unter sich weiß.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#1204

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 07:18
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Dieb, wäre ein wenig zu kurz gegriffen, denn die Entwendungen der SM-70 hatten ohne Zweifel auch einen politischen Hintergrund. Ich kann mich noch gut an die damalige Argumentation erinnern, dass es in der DDR kein politisches Strafrecht und damit keine politischen Gefangenen gibt, so dass alle diese Leute eigentlich nur Kriminelle sind.

Den alteingesessenen Bundesbürgern war die Mauer häufig auch relativ egal, nicht zuletzt weil sie durch sie keine Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheiten hinnehmen mussten. Anders sah das unter den Ex-DDR Bürgern aus. Da hatten einige in der Zeit vor der KSZE als rebellierende Jugendliche mit der DDR-Strafjustiz anscheinend so herbe Erfahrungen machen müssen, dass sie später der DDR völlig unversöhnlich gegenüberstanden. Diese Tendenzen waren sowohl bei Gartenschläger, als auch bei Welsch zu beobachten.

Gruß Kalubke



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#1205

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 07:59
von Gert | 12.354 Beiträge

wenn einige hier Garternschläger kriminalisieren, so muss man aber auch fragen wessen Handlungen krimineller waren, die des M.G. oder der DDR ? Schon der Mauerbau und das Einschließen der DDR Bürger war ein ungeheurer krimineller Akt. Gut, er hat dagegen mit ungewöhnlicher Form, einer Brandstiftung, protestiert. Rein formal gesehen absolut nicht in Ordnung. Dann kommt aber die Reaktion dieses Staates in Form eines politischen Schauprozesses und einer Strafe für die Brandstiftung , die auf der Welt einmalig hart ausfällt. Ich möchte nicht wissen wie sie ihn dann noch in der langjährigen Haft behandelt haben. So züchtet man sich die Feinde heran und muss sich nicht wundern, wenn am Ende solche Aktionen herauskommen. Und solche Menschen mit solchem Groll und Hass in sich liefen zu Tausenden in diesem Staat herum. Wenn sie gekonnt hätten , wie sie wollten.............


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#1206

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 08:06
von Ebro | 576 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1205
wenn einige hier Garternschläger kriminalisieren, so muss man aber auch fragen wessen Handlungen krimineller waren, die des M.G. oder der DDR ? Schon der Mauerbau und das Einschließen der DDR Bürger war ein ungeheurer krimineller Akt. Gut, er hat dagegen mit ungewöhnlicher Form, einer Brandstiftung, protestiert. Rein formal gesehen absolut nicht in Ordnung. Dann kommt aber die Reaktion dieses Staates in Form eines politischen Schauprozesses und einer Strafe für die Brandstiftung , die auf der Welt einmalig hart ausfällt. Ich möchte nicht wissen wie sie ihn dann noch in der langjährigen Haft behandelt haben. So züchtet man sich die Feinde heran und muss sich nicht wundern, wenn am Ende solche Aktionen herauskommen. Und solche Menschen mit solchem Groll und Hass in sich liefen zu Tausenden in diesem Staat herum. Wenn sie gekonnt hätten , wie sie wollten.............


Siehste, und deshalb gab es u. a die Stasi. Damit sie und andere nicht so konnten wie sie wollten....!



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#1207

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 08:31
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Und womit begann alles?

Ende der 1950er Jahre, als Elvis gerade seinen Militärdienst in Friedberg ableistete und Ted Herold von Bad Homburg aus als „deutscher Elvis“ die Hitparaden stürmte, erfasste das Rock ’n’ Roll-Fieber nicht nur Westdeutschland. Auch in der damaligen DDR war die neue Musik für die Jugend ein Mittel des Protestes. Und so war es ein gewagtes Unternehmen von Michael Gartenschläger und seinen Freunden 1960 in Strausberg, nordöstlich von Berlin, einen Ted-Herold-Fanclub zu gründen.

Für die SED-Diktatur war das ein verbotener politischer Akt, der den Staatsfrieden gefährdete. Und so begannen die üblichen Mechanismen gegen die jungen Leute – wie berufliche und private Repressalien, Stasi-Überwachung etc. Der Fanclub wurde Anfang 1961 sogar offiziell verboten.


http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112971

Herr Herold, haben Sie seinerzeit, 1960, von dieser Fanclub-Gründung in Strausberg in der ehemaligen DDR etwas mitbekommen?

TED HEROLD: Man hatte mir damals von einem Zeitungs-Informationsdienst Auszüge aus DDR-Zeitungen zukommen lassen, in denen sinngemäß zu lesen war: „Ted Herold fordert Jugendliche zum Terror auf“ oder „Ted Herold untergräbt die Sicherheit der DDR“. Von einem Ted-Herold-Fanclub mit vielen jungen Mitgliedern war da nie die Rede. Von dessen Existenz erfuhr ich in vollem Umfang erst, als 2006 beim früheren Grenzübergang Marienborn eine Ausstellung zur Erinnerung an Michael Gartenschläger eröffnet wurde. Ich war dort als Gast geladen und hatte lange Gespräche mit zwei früheren Mitgliedern meines Fanclubs. Dort erfuhr ich auch die ganze Dimension und Tragik, unter der meine Fans leiden mussten.


http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112981

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#1208

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 08:33
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1205
Schon der Mauerbau und das Einschließen der DDR Bürger war ein ungeheurer krimineller Akt.



Hallo,
das ist nur EINE zulässige Meinung darüber. Staatliche Souveränität und daraus folgend die Absichten und Handlungen den Staat und die Volkswirtschaft zu erhalten ermöglicht es daß auch als legal, legitim und nötig zu sehen.

Solange Staaten das Recht zugestanden wird im Kriegsfalle zum Erhalt der Staatstruktur Millionen ihrer Bürger in den Tod zu schicken ist Auswanderungsbeschränkung und Arbeitspflicht im Land allemal legal und legitim.

Z.B. Großbritannien schickte um des Imperiums willen, also Interessen des Geld- und Feudalsystems, Millionen junger Männer des Proletariat in Flanderns Schützengräben und nach Gallipoli. Konkret, das wilhelminische Kaiserreich wollte Großbritannien gewiß nicht versklaven, 1941 sah das in Osteuropa anders aus....



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#1209

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 08:36
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1207
Dort erfuhr ich auch die ganze Dimension und Tragik, unter der meine Fans leiden mussten.[/i]

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112981

Moskwitschka





Hallo,
leiden MUSSTEN nicht, ich denke allen Fans war schnell und deutlich klargemacht worden daß sie massiv Unerwünschtes trieben und einstellen sollten. Leiden nur freiwillig weil uneinsichtige sture dumme Bengels. Wer nicht hören will muß fühlen....



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#1210

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 08:54
von hanseatin | 145 Beiträge

[quote=SET800|

Hallo,
leiden MUSSTEN nicht, ich denke allen Fans war schnell und deutlich klargemacht worden daß sie massiv Unerwünschtes trieben und einstellen sollten. Leiden nur freiwillig weil uneinsichtige sture dumme Bengels. Wer nicht hören will muß fühlen....[/quote]




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#1211

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 09:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #1209
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1207
Dort erfuhr ich auch die ganze Dimension und Tragik, unter der meine Fans leiden mussten.[/i]

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112981

Moskwitschka





Hallo,
leiden MUSSTEN nicht, ich denke allen Fans war schnell und deutlich klargemacht worden daß sie massiv Unerwünschtes trieben und einstellen sollten. Leiden nur freiwillig weil uneinsichtige sture dumme Bengels. Wer nicht hören will muß fühlen....


sag mal schreibst du das alles , auch die vorigen Posts in vollem Bewusstsein ohne Einfluss von irgendwelchen sinnestrübenden Substanzen? Wenn ja kann ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln. Wo hat man dir diese Haltung vermittelt ? Warst du überhaupt in all den Jahrzehnten mal in der DDR, damit meine ich nicht Einladung zu Rotlichtbestrahlungen, sondern Einladungen von "normalen" Menschen, mit denen du dich austauschen konntest in Sachen Leben in der DDR?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#1212

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 09:27
von Georg | 1.024 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #1177
Zitat von Georg im Beitrag #1173
(...)
In der Urteilsbegründung der 3. Strafkammer des Landgerichts Schwerin vom 24. März 2000 ist von einem Mangel an Beweisen nicht die Rede. Im letzten Satz heißt es: »Die Angeklagten waren daher aus tatsächlichen Gründen freizusprechen.« Der Bundesgerichtshof hat am 24. April 2001 die Revision als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils keine Rechtsfehler ergeben hatte.
(...)
Und das Urteil zum " Killerkommando " war nicht wie in # 43 behauptet: In dubio pro reo


Das kann man so nicht sagen: Ein "Freispruch aus tatsächlichen Gründen" ist entweder ein Freispruch aus Mangel an Beweisen oder wegen erwiesener Unschuld.
Dann gibt es noch den Freispruch aus rechtlichen Gründen, das heisst, die Tat ist zwar bewiesen, aber der Beschuldigte war zur Tatzeit unzurechnungfähig oder hat pflichtgemäss gehandelt, zum Beispiel als Polizist oder als Soldat. Letzteres war vor allem bei den sogenannten Mauerschützenprozessen von Bedeutung, man brauchte etwas Geschick, um doch zu den von der Politik gewünschten Verurteilungen zu kommen.
Die Radbruchsche Formel
https://de.wikipedia.org/wiki/Radbruch%E2%80%99sche_Formel
Theo



Für mich klingt dies so:
Also die MfS - Mitarbeiter zu verurteilen ist leider nicht gelungen. Wir haben alles getan, aber..........
Das Urteil eines Gerichtes wird den Erwartungen nicht gerecht. Sorgt für Empörung pur im Forum, dass Gartenschläger nicht zum Helden gekührt werden kann, wenn die MfS Mitarbeiter freigesprochen wurden.
Und was nun schon lachhaft für mich ist, wie ein sauberer Arsch noch mal mit gebrauchten Tolettenpapier geputzt wird. In der Hoffnung, daß da was hängen bleibt. Und ablenken läßt sich auch prima.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#1213

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 09:49
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1211
Warst du überhaupt in all den Jahrzehnten mal in der DDR, damit meine ich nicht Einladung zu Rotlichtbestrahlungen, sondern Einladungen von "normalen" Menschen, mit denen du dich austauschen konntest in Sachen Leben in der DDR?



Ja,
viele Familienkontakte inklusive Besuchen in beide Richtungen. Und ich hatte nach 1989 im Westen Kollegen die es als Staatsbediensteste der DDR von Westministerien übernommen auch in der DDR bis auf Westreisen gut ging. Z.B. GST-Segelflieger als Zivilist, PKW-Reise bis in den Kaukasus usw.
Und auch Kollegen aus Belorussland nach 1989. Über Polizeiterror, Not und Elend klagten die alle nicht, materiell etwas bescheidener und deutliche Ansage was der Staat erwartet, das war der Unterschied.

Übersetzt, man konnte emotional leiden an den Zuständen in der DDR, aber niemand musste das, ein Unterschied zu früheren Zeiten.

Konkret, besonders osteuropäische Juden ware unausweichlich schwerster Arbeit bis Tötung ausgesetzt, die MUSSTEN leiden. Bibelforschen, den Zeugen Jehovas, war die Entlassung aus Haft angeboten wenn sie sich von ihren Cliquen distanzieren, die WOLLTEN für ihre Ideen leiden.



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zuletzt bearbeitet 03.05.2016 10:14 | nach oben springen

#1214

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 09:58
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1207
Und womit begann alles?

Ende der 1950er Jahre, als Elvis gerade seinen Militärdienst in Friedberg ableistete und Ted Herold von Bad Homburg aus als „deutscher Elvis“ die Hitparaden stürmte, erfasste das Rock ’n’ Roll-Fieber nicht nur Westdeutschland. Auch in der damaligen DDR war die neue Musik für die Jugend ein Mittel des Protestes. Und so war es ein gewagtes Unternehmen von Michael Gartenschläger und seinen Freunden 1960 in Strausberg, nordöstlich von Berlin, einen Ted-Herold-Fanclub zu gründen.

Für die SED-Diktatur war das ein verbotener politischer Akt, der den Staatsfrieden gefährdete. Und so begannen die üblichen Mechanismen gegen die jungen Leute – wie berufliche und private Repressalien, Stasi-Überwachung etc. Der Fanclub wurde Anfang 1961 sogar offiziell verboten.


http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112971

Herr Herold, haben Sie seinerzeit, 1960, von dieser Fanclub-Gründung in Strausberg in der ehemaligen DDR etwas mitbekommen?

TED HEROLD: Man hatte mir damals von einem Zeitungs-Informationsdienst Auszüge aus DDR-Zeitungen zukommen lassen, in denen sinngemäß zu lesen war: „Ted Herold fordert Jugendliche zum Terror auf“ oder „Ted Herold untergräbt die Sicherheit der DDR“. Von einem Ted-Herold-Fanclub mit vielen jungen Mitgliedern war da nie die Rede. Von dessen Existenz erfuhr ich in vollem Umfang erst, als 2006 beim früheren Grenzübergang Marienborn eine Ausstellung zur Erinnerung an Michael Gartenschläger eröffnet wurde. Ich war dort als Gast geladen und hatte lange Gespräche mit zwei früheren Mitgliedern meines Fanclubs. Dort erfuhr ich auch die ganze Dimension und Tragik, unter der meine Fans leiden mussten.


http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hoc...rt48711,1112981

Moskwitschka




Eröffnung der Gartenschlägerausstellung in der "Genkstätte Deutsche Teilung in Marienborn" August 2006


Links: Gerd Resag (Freund von Gartenschschläger, auch er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt)
Mitte: Ted Herold


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#1215

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 10:09
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1205
wenn einige hier Garternschläger kriminalisieren, so muss man aber auch fragen wessen Handlungen krimineller waren, die des M.G. oder der DDR ? Schon der Mauerbau und das Einschließen der DDR Bürger war ein ungeheurer krimineller Akt. Gut, er hat dagegen mit ungewöhnlicher Form, einer Brandstiftung, protestiert. Rein formal gesehen absolut nicht in Ordnung. Dann kommt aber die Reaktion dieses Staates in Form eines politischen Schauprozesses und einer Strafe für die Brandstiftung , die auf der Welt einmalig hart ausfällt. Ich möchte nicht wissen wie sie ihn dann noch in der langjährigen Haft behandelt haben. So züchtet man sich die Feinde heran und muss sich nicht wundern, wenn am Ende solche Aktionen herauskommen. Und solche Menschen mit solchem Groll und Hass in sich liefen zu Tausenden in diesem Staat herum. Wenn sie gekonnt hätten , wie sie wollten.............


Anderen vorschreiben das sie Unsinn schreiben--aber bei Deinen Vergleichen kommt auch nicht viel raus. Ne Brandstiftung- ist nun, auch schon ein ungewöhnlicher Protest--Brandstiftung ist eine kriminelle Handlung,und wird wohl heute auch als Straftat angesehen und nicht als ungewöhnlicher Protest. Sonst wäre ja jede Brandstiftung die sich auch gegen die Politik dieses Staates richtet,nur ein Protest. Und wie ein Staat Brandstifter bestraft,ist immer Sache des Staates wo die Brandstiftung ausgeführt wurde.
Na ja und mit Dein Züchten von Feinden--da brauche ich mir heute nur auf deutschlands Straßen umschauen-da ist wohl der Groll auch schon ziemlich hoch.


Fritze, bürger der ddr und Josef haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.05.2016 10:24 | nach oben springen

#1216

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 10:20
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von exDieter1945 im Beitrag #1214

Eröffnung der Gartenschlägerausstellung in der "Genkstätte Deutsche Teilung in Marienborn" August 2006




Hallo,
wird auf der Ausstellung auch gezeigt welche Probleme wichtige Betriebe und die Bevölkerung vor dem 13.August 1961 bekamen wenn am Montag früh z.B. die diensthabenden Chirurgen der Kreisklinik bereits in Giessen oder Hannover waren?


Allgemein zu Minen, trifft die Bezeichnung heimtückische mörderische Sprengfallen zu so wie es in vielen Bereichten über M.G. steht?
Sind die Mordtatbestandsmerkmale erfüllt? Heimtücke, konnte jemand nichtsahnend an die Dinger geraten?



zuletzt bearbeitet 03.05.2016 13:08 | nach oben springen

#1217

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 11:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #1215


Anderen vorschreiben das sie Unsinn schreiben--aber bei Deinen Vergleichen kommt auch nicht viel raus. Ne Brandstiftung- ist nun, auch schon ein ungewöhnlicher Protest--Brandstiftung ist eine kriminelle Handlung,und wird wohl heute auch als Straftat angesehen und nicht als ungewöhnlicher Protest. Sonst wäre ja jede Brandstiftung die sich auch gegen die Politik dieses Staates richtet,nur ein Protest. Und wie ein Staat Brandstifter bestraft,ist immer Sache des Staates wo die Brandstiftung ausgeführt wurde.
Na ja und mit Dein Züchten von Feinden--da brauche ich mir heute nur auf deutschlands Straßen umschauen-da ist wohl der Groll auch schon ziemlich hoch.


@Rostocker
Brandstiftung ist eine schwere Straftat , das habe ich gar nicht in Frage gestellt. Dafür hätte M.G auch verurteilt werden müssen. Was ich anklage ist das Terrorurteil " lebenslänglich " für diese Straftat. Dieses Urteil war Rechtsbeugung und politisch motiviert, ist sicher so von Walter Ulbricht den Richtern vorgeschrieben worden wie so viele andere Terrorurteile der "DDR Justiz". Hilde Benjamin,die Wiedergängerin von Roland Freisler hat sich ja in dieser Richtung besonders "verdient" gemacht, hat se bestimmt ne Menge Lametta dafür auf die Brust bekommen.

Zum Vergleich habe ich aus dem Internet mal ein Urteil des Landgerichts Erfurt ( diesem Gericht am Erfurter Domplatz bin ich knapp entronnen, dort hätte sie mich mit §213 fertig gemacht) von 2010 kopiert. 3 1/2 Jahre gab es da für schwere Branstiftung, das halte ich für angemessen.

BGH 2 StR 399/10 - Urteil vom 17. November 2010 (LG Erfurt)
BGHSt; Vollendung bei der schweren Brandstiftung (Wohngebäude; teilweise Zerstörung durch Brandlegung; abstrakte Gefährdung bei § 306a Abs. 1 StGB); besonders schwere Brandstiftung.

§ 306a Abs. 2, Abs. 1 StGB; § 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB; § 306b StGB
Leitsätze
1. Ist das "Gebäude" im Sinne von §§ 306a Abs. 2, 306 Abs. 1 Nr. 1 StGB im Einzelfall zugleich ein "Wohngebäude", dann müssen zur Vollendung des Auffangtatbestands der schweren Brandstiftung nicht notwendigerweise auch Wohnräume von der teilweisen Zerstörung durch Brandlegung betroffen sein. (BGHSt)

2. Durch Brandlegung wird die gänzliche oder teilweise Zerstörung des Objektes verursacht, wenn diese auf einer tatbestandsrelevanten Handlung beruht. Es muss sich ein mit der Brandlegung typischerweise geschaffenes Risiko im Zerstörungserfolg verwirklicht haben, wozu auch Verrußungsschäden am Brandstiftungsobjekt zu zählen sind. (Bearbeiter)

3. Für die Vollendung des § 306a Abs. 1 StGB ist für den Fall des Zerstörens eines Wohngebäudes vorauszusetzen, dass auch Wohnräume von der Zerstörungswirkung der Brandlegung betroffen sind. (Bearbeiter)

4. Im Hinblick auf die hohe Strafdrohung des § 306a StGB muss nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein "teilweises Zerstören" von Gewicht vorliegen (BGHSt 48, 14, 19 f.; BGH NStZ 2007, 270; 2008, 519). Dies ist nur dann der Fall, wenn das Tatobjekt für eine nicht unbeträchtliche Zeit wenigstens für einzelne seiner Zweckbestimmungen unbrauchbar gemacht wird, ferner wenn ein für die ganze Sache nötiger Teil unbrauchbar wird oder wenn einzelne Bestandteile der Sache, die für einen selbständigen Gebrauch bestimmt und eingerichtet sind, vollständig vernichtet werden. Auch für die Qualifikation des § 306a Abs. 2 StGB ist diese einschränkende Auslegung des Merkmals des teilweisen Zerstörens von Gewicht vorauszusetzen; allerdings ist sie mit Blick auf die Bezugsobjekte des § 306 Abs. 1 StGB rechtsgutsspezifisch zu verstehen. (Bearbeiter)

5. § 306a Abs. 1 StGB lässt bereits die Verursachung einer abstrakten Gefahr für Leib oder Leben von Menschen im Einzelfall genügen. (Bearbeiter)
Entscheidungstenor

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Erfurt vom 15. April 2010 wird verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Gründe
1

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Dagegen richtet sich die auf die Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten. Das Rechtsmittel hat keinen Erfolg.


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#1218

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 11:48
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #1212

Und was nun schon lachhaft für mich ist, wie ein sauberer Arsch noch mal mit gebrauchten Tolettenpapier geputzt wird. In der Hoffnung, daß da was hängen bleibt. Und ablenken läßt sich auch prima.



Mir persönlich sind die damals beteiligten Mitarbeiter des MfS und Angehörigen der Grenztruppen egal. Haben sie doch ihre Fürsprecher und werden bestimmt auch gut "aufgefangen".

Was mich erschreckt wie tief verwurzelt noch heute die Kriminalisierung von Jugendlichen war und sie letztendlich zu politisch Andersdenkenden geworden sind. Und dafür ist Gartenschläger ein exemplarisches Beispiel. Bei den einen war es die Musik, bei anderen waren es die Haare, wieder bei anderen war es ein Flugblatt zu damals aktuell politischen Themen. Man könnte die Liste unendlich fortsetzen. Eigentlich Lapalien, die das MfS auf den Plan gerufen hat. Aber wahrscheinlich auch erst, nachdem sich andere "lieneintreue" an ihnen gerieben haben. Jugendprotest, der sich auf unterschiedliche Art und Weise äußerte, war einfach suspekt. Nicht nur das - es war feindlich - negativ. Zumal man ausschließlich die Ursachen im Einfluß durch den Westen suchte.

In der alten Bundesrepublik war es damals nicht anders. Auch da rieb man sich an der Musik und dem äußeren Erscheinungsbild der Jugend. Auch da rebellierten sie auf unterschiedliche Art und Weise gegen die damalige Gesellschaft. Auch das war vielen suspekt. Doch hatte es dort für Jugenliche solche Folgen wie in der DDR? Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren. Maximal wurden sie doch mit dem Spruch - Na dann geh doch nach drüben - abserviert. Von der Radikalisierung einzelner, die sich dann in der RAF zusammenfanden und gegen die der Staat dann vorging, jetzt mal abgesehen. Aber die wurden mit offenen Armen in der DDR aufgenommen. Hatten sie nicht viel mehr kriminelle Energie?

1976 gab es einige Ereignisse , die viele in der DDR zumindest irritierten. Andere zum Nachdenken brachte. Die SM - 70, die durch Gartenschläger in das Bewußtsein der breiten Öffentlichkeit gelangten. Die Selbstverbrennung des evangelischen Pfarrers Oskar Brüsewitz. Die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Statt auf die Ereignisse offen und ehrlich einzugehen, wurde erst geschwiegen und geleugnet. Und als alles nichts mehr half - verleumdet.

Warum hat man damals so reagiert? Zumal ja die DDR in den Jahren zuvor ein wichtiges Ziel erreicht hat - die Anerkennung als Staat. Gewonnen über den Grundlagenvertrag über die Aufnahme in die UNO bis hin zur KSZE .

Moskwitschka


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Kurt Tucholsky

Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.05.2016 11:52 | nach oben springen

#1219

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 12:57
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #1217
[quote=Rostocker|p539841]

Anderen vorschreiben das sie Unsinn schreiben--aber bei Deinen Vergleichen kommt auch nicht viel raus.[rot] Ne Brandstiftung- ist nun, auch schon ein ungewöhnlicher Protest--Brandstiftung ist eine kriminelle Handlung,
(...)


Bevor da zu viele Vergleiche in Bezug auf Brandstiftung angestellt werden. Gartenschläger ist in der DDR wegen Diversion im schweren Fall, staatsgefährdender Gewaltakte, staatsgefährdender Propaganda und Hetze im schweren Fall verurteilt worden.
https://books.google.ch/books?id=6BvYdJq...3%A4ger&f=false
Die Begeisterung der DDR Bürger für die befestigte Staatsgrenze hielt sich immer in engen Grenzen. Kurz nach dem 13. August 1961 war noch alles sehr provisorisch und man wollte verhindern, dass die Bürger in einer Art Selbstjustiz die Grenze anzünden, abbrennen, Wachtürme in die Luft jagen etc. Deshalb hat man einen Schauprozess organisiert, die Verhandlung in einem grossen Saal durchgeführt und viele Personen als Zuschauer "eingeladen", die dem MfS als Regimekritiker bekannt waren. Diese wollte man einschüchtern; jedem dieser Prozessbesucher sollte klar werden, dass man sie auch anklagen und hart bestrafen könnte. Die abgebrannte Scheune war eigentlich ganz unwichtig.
Theo


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#1220

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.05.2016 13:18
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
wie erging es denn strafhaftentlassenden jungen DDR Bürgern als vorbestrafte. Herr M.G. konnte ja z.B. in Torgau mittlere Reife und eine Dreherausbildung abschliessen. Wie ging es solchen jungen Bürgern in den Betrieben wenn sie ihre Arbeit, ordentlich und gewissenhaft ohne sonstige Auffälligkeiten erledigten?
Immer berufslebenslang den niedrigsten Lohn für die schlimmste Arbeit? Oder bei und nach Bewährung ordentliches teils geachtetes Mitglid der Brigade?



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