#21

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:17
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von dein1945

Zitat von Bergmensch
Gut gemacht und ohne Verluste, Toll.


Besser konnte man sich nicht verabschieden, einfach -SUPER-




Es geht noch besser. Meiner Erinnerung nach ist im Herbst 84 ein ganzes Postenpaar über den Zaun. Das war im Gr15, 2.GB,6.Kompanie(Rotheul). Uns wurde erklärt, das die Flucht lange vorbereitet war. Das hat keiner geglaubt bei 2 Ek`s kurz vorm Heimgang!

Gruß, Theo


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#22

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:20
von Bergmensch (gelöscht)
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Zitat von westsachse
Denkt mal einer an den Posten???

Was der hinterher durchmachen musste???

Ob er evtl. verurteilt wurde???

Gibt es dazu nachvollziehbare Informationen?

Kann den Beifall auch nicht verstehen!
Würde den Kerl, der mir den Heimgang versauen wollte heute noch hassen.
Ich versuche bei der Klärung meiner Befindlichkeiten andere rauszulassen.

westsachse



Also gut an den Posten habe ich vorhin nicht gedacht.
Aber wenn es sich so zugetragen hat wie geschrieben, was wollte er machen?
Er wurde unter Androhung der Waffe entwaffnet und in schach gehalten.
Das müssen auch seine Vorgesetzten und die Ermittlungsorgane so gesehen haben.
Er war somit also Wehrlos und kann alleine dafür nicht bestraft werden.
Was da vielleicht noch andes abgelaufen ist weiß ich nicht und welchen Ermittlungsdruck die Untersuchungsorgane ausgeübt haben um doch eine Mitschuld zu konstruieren mag wohl im Rahmen des möglichen liegen. Aber da kommt es darauf an wie er da reagiert hat.
Möglich ist es ja auch das es mit seinen Wissen und seiner Duldung passiert ist und er aus persönlichen Gründen nicht mitwollte und deswegen hinter her so handeln musste.
Also einen Menschen dafür zu hassen das er seine Freiheit sucht finde ich unangemessen.


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#23

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:23
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Theo85/2

Zitat von dein1945

Zitat von Bergmensch
Gut gemacht und ohne Verluste, Toll.


Besser konnte man sich nicht verabschieden, einfach -SUPER-



Es geht noch besser. Meiner Erinnerung nach ist im Herbst 84 ein ganzes Postenpaar über den Zaun. Das war im Gr15, 2.GB,6.Kompanie(Rotheul). Uns wurde erklärt, das die Flucht lange vorbereitet war. Das hat keiner geglaubt bei 2 Ek`s kurz vorm Heimgang!
Gruß, Theo




Die sog. Gruppenflucht gab es immer wieder mal.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#24

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:29
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Manchmal denke ich, manche haben vollkommen vergessen, wie es zur damaligen Zeit war.
Ich mache auch gerne Scherze über diese Zeit, aber sie hören spätestens dann auf, wenn das Wort Schwedt ins Spiel kommt.
Affi kann ja mal seinen Bruder fragen, was mit dem geschah, der der Dumme in so einer Situation war?
Wir machen es uns heute irgendwie zu leicht, den damals waren andere Zeiten, nicht so ach, so unbeschwert wie heute.
Eine ostdeutsche Justiz unterschied nicht zwischen " zu Jung, zu Dumm, zu Unerfahren, sondern sie Verurteilte zu XJahren Schwedt.

R-M-R


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#25

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:39
von maja64 (gelöscht)
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Zermatt in deiner Quelle dürfte doch auch folgendes stehen:

Nur einen Monat nach der Fluch Ihres Uffz flüchteten am 18. Januar 1985 gegen 21:00 Uhr gemeinsam ein Gefr. und ein Sold (von der 2.GK Liebenrode) während des Grenzdienstes ca. 650 m NO von Obersachswerfen, 100 m N der GS 1070.

Sie überwanden das vordere Sperrelement am Wiedasperrwerk indem der Gefr. auf die Schulter des Sold. stieg und auf der anderen Seite hinabsprang, wobei er dem Sold. nicht mehr bei dessen Überwindung helfen konnte. Der Sold. benutzte daraufhin sein Seitengewehr als steighilfe und überwand so den Zaun.

Der Grenzübertritt erfolge beim Gut Wiedigshof ( direkt an der Str. Obersachswerfen - Wiedigshof ) und begaben sich zu Fuß entlang der Str. Wiedigshof - Walkenried, auf der Str. hielten sie ein entgegenkommendes Kfz an, in diesem war ein vom Dienst heimkehrender Zollbeamter, dieser brachte die beiden zum ZKomm Bad Lauterberg wo sie dann vom BGS abgeholt wurden.



Der Postenführer ist hier im Forum angemeldet,hat bis jetzt nur einen Beitrag geschrieben und war das letzte Mal am 6.Januar hier Online.


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#26

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:41
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Als kleinen Nachtrag sei hier noch Grund für die Flucht des Fahnenflüchtlings genannt.Es waren Gründe,die
wohl sehr häufig vorkammen.

Die politischen Verhältnisse und die Unfreiheit im alltäglichen Leben in der DDR sowie die
starke dienstliche Belastung der Grenztruppensoldaten.

Das waren seine Gründe.



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#27

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:50
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Hallo RMH
Ich hatte auch die Möglichkeit zu gehen um Schierke herum war das vorgelagerte nicht so weit,anders vom Brocken aus; richtung dreieckicken
pfahl und dann Tschüß aaaaberrr bis dahin. Ich hatte es schon mal geschrieben das bei mir und meinem Posten ZZZZwei Angestellte vom Brocken
(keine Ahnung)vom Mfs Gebäude,Wetterdienst oder ehemaliges Hotel das laufen bekommen haben


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#28

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 20:59
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Zermatt, entschuldige, aber ausgerechnet du musst es wissen mit deinen vorgenannten Gründen?
Lass doch mal die Ossis selber sprechen, was sie den nun bewogen hatte, die Seite zu wechseln.
Stell dir vor, du hättesest nur Bergmann gelernt, Mann aus dem Westen, und deine Zeche hätte diht gemacht und keine andere Zeche wollte dich, weil tausend andere wie du....und auf einmal hätte ein Kumpel gesagt: Schau doch mal in der Zone, die brauchen Fachleute in der Wismut?
Also, mein Freund, du wärst gegangen. mit Familie, wenn du nicht ganz auf den Kopf gefallen wärst?
Erzähle mir jetzt nicht das Gegenteil!

R-M-R


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#29

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:00
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von westsachse
Denkt mal einer an den Posten???

Was der hinterher durchmachen musste???

Ob er evtl. verurteilt wurde???

Gibt es dazu nachvollziehbare Informationen?

Kann den Beifall auch nicht verstehen!
Würde den Kerl, der mir den Heimgang versauen wollte heute noch hassen.
Ich versuche bei der Klärung meiner Befindlichkeiten andere rauszulassen.

westsachse


.......................................................................................
Ich denke mal,den Soldaten wird nicht viel passiert worden sein.So wie ich das gelesen habe,taten sie Dienst nach Vorschrift.Also ging der Soldat der sich in 2 Diensthalbjahr befand vor den Gefreiten im 3 Diensthalbjahr.Er konnte nicht ahnen was hinter ihm geschah,Weil er sich auf seinen Postenführer verlassen hat und ihn vertraute,da er ja schon ein halbes Jahr länger am Kannten diente.Alo so gesehen,wurde der Soldat einfach überrumpelt einfach Machtlos gegen diese Fahnenflucht was zu tun.
Ok wenn man sich als ehm.Grenzer wie ich es war vorstellt und ich stelle es mir vor.Was dieser Soldat der zurückgeblieben ist,von seinen Kameraden in stich gelassen wurde. (als Kamerad kann man diese Person nicht betiteln)Was der für Ängste durchgemacht hat und ich hoffe er hat das alles gut verkraftet.
Ich selber bin froh,das mir so was in meiner Dienstzeit erspart blieb.Das ich wirklich klasse Kameraden hatte auf die man sich verlassen konnte.Und wie Glasi schon schrieb,wir waren froh nach einen Jahr am Kannte wieder zu Hause zu sein.


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#30

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:22
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Hallo Mongibella
Ich habe die Zeit nicht dazu hier alles durchzulesen.... (es tut mr Leid ) aber von wo aus bist du gegangen.?????


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#31

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:24
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Ich halte es mit Westsachse. Was war mit dem Zurückgebliebenen, was war mit ihm?
Der, dem die Flucht gelungen ist, mag es gur gegangen sein. Seiner Familie?
Aber sein unmittelbarer Kamerad...und ich hasse das Wort " Kamerad", weil es mich an die Wehrmacht erinnert.
Er, der Flüchtling war ein Lump, eine gewissenlose Type, ein Egoist, und es gab bestimmtXmal andere Möglichkeiten, sich aus dem Staub zu machen, ohne den Anderen reinzureiten.
Und ich weiß, von was ich spreche, weil ich mindestens selbst ein Dutzend Mal die Gelegenheit hatte, ohne einen " Kameraden" in die Pfanne zu hauen.
Ich wäre weg gewesen, im dichten Unterholz auf vorgelagertem Gebiet, und mein Minentrupp hätte es erst nach einer Minute mitbekommen.
Hatt einer schon mal gestoppt, wie lange eine Minute sein kann?
R-M-R

Na ja,Kameraden gibt es schon lange,bei der Feuerwehr,beim Technischen Hilfswerk oder den Schulkameraden etc.,den gab es schon vor dem Wehrmachtskamerad.Ich verbinde das Wort Kamerad nicht nur mit der Wehrmacht an sich und kann mich darüber auch nicht aufregen,weil das Wort Kamerad eben nicht nur auf diese bezogen ist.
Wie ging das doch gleich im Lied vom "kleinen Trompeter"?Von all unseren Kameraden...war keiner so lieb und so gut...
Das Wort benutzten auch gern die Kommunisten (z.B.fürs "lustige Rotgardistenblut")

Mich hat es immer genervt,wenn ich mit Genosse angesprochen wurde.Ich war nie einer und die waren auch nie ein Vorbild für mich.So sieht das eben jeder anders.
Mit Lump und den anderen Bezeichnungen und Vorwürfen würde ich mich persönlich zurück halten.
Wer will diesem Menschen sein Recht absprechen da zu leben wo er möchte.
Er ist geflohen,ohne das jemandem was passierte,weil er besonnen und nicht brutal handelte.
Klar hatte der Posten danach sicherlich Sackstand hoch zehn,aber wie hier schon gesagt,wenn die werten Genossen human gehandelt haben wie immer ,konnte man ihm zuletzt einen Vorwurf machen.
Und noch was,als normale Grenzstreife war bei solchen Vorfällen einer immer der Dumme,der Postenführer oder der Posten.Denn wir waren nun mal halt immer nur zwei Mann im Grenzdienst.Wie soll das denn anders gehen?
Klar,ich hätte abhauen können wenn mein Kamerad schlief.Knarre nehmen und weg.Der wäre zum Schichtwechsel erst wieder aufgewacht,ehe er etwas bemerkt hätte.Fazit:Ich hätte ihn nicht erst abknien lassen müßen.
Aber wo ist der Unterschied,ich wäre weg und er wäre dran,egal ob er vorher drei Meter vor mir auf dem Kolonnenweg lag oder ob er schlief.
Und glaub mir,nein eigentlich weißt du es selber R-M-R,wenn du im vorgelagerten durchs Unterholz......
Es wären Köpfe gerollt.Irgend wer hatte immer "die Mütze auf" und wurde somit zur Verantwortung gezogen.


ek40


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#32

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:37
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Zermatt, entschuldige, aber ausgerechnet du musst es wissen mit deinen vorgenannten Gründen?
Lass doch mal die Ossis selber sprechen, was sie den nun bewogen hatte, die Seite zu wechseln.
Stell dir vor, du hättesest nur Bergmann gelernt, Mann aus dem Westen, und deine Zeche hätte diht gemacht und keine andere Zeche wollte dich, weil tausend andere wie du....und auf einmal hätte ein Kumpel gesagt: Schau doch mal in der Zone, die brauchen Fachleute in der Wismut?
Also, mein Freund, du wärst gegangen. mit Familie, wenn du nicht ganz auf den Kopf gefallen wärst?
Erzähle mir jetzt nicht das Gegenteil!

R-M-R


Lese bitte meinen Text genau,es sind nicht meine Gründe,sondern die des geflohenden,wie du sagt ,Ossis.So,gute Nacht,muss früh ans Tagewerk.



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#33

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

So nähern wir uns an, ek40, und egal, ob ich dich im anderen Thema als " Krümelkacker" bezeichnet habe. Verzeih es mir, ganz einfach.
Er, der flüchtete, konnte sich ausmalen, was mit seinem" Kameraden" geschah, und er wusste nur zu gut, es " wären Köpfe gerollt".
Das war das Verwerfliche und ich halte es vielen jungen " Kameraden" zu Gute, das sie in ihrer jugendlichen Naivität nicht daran gedacht haben, was anschließend auf den zukommt, den sie da ausgetrickst hatten.

R-M-R


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#34

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:44
von Maxe | 53 Beiträge

In unserem Zug hatten wir 1979 auch eine Fahnenflucht. Bei uns hieß er nur "Pastor", weil er "extrem christlich" war und man ihm aber zu DDR-Zeiten ein Theologie-Studium verwehrt hat. (Allerdings frag ich mich auch heute noch, wie so einer die Waffe in die Hand nehmen konnte?. Jedenfalls hatte er in der Grundausbildung eine Festnahme zu verzeichnen. Dann unmittelbar nach seiner Versetzung an die Mauer. Und eine weitere als Gefreiter. Dies alles brachte ihn die Beförderung zum Feldwebel!!! ein. Zugleich war er der einzigste "Soldat" der hinter die Mauer durfte um dort Schmierereien zu beseitigen. Jedenfalls war niemand recht glücklich, mit ihm auf der Schicht zu sein. Nicht wegen der Vorgeschichte, nein, weil er nur christliches Zeug faselte und ständig zu hören bekam "Gottes Wege sind unergründlich". Jegliche Diskutiererei brachte rein garnichts. Jedenfalls hatte er in einer Nachtschicht, einen frisch an die Grenze versetzten Soldaten mit. Und auf dem Wachturm erschlich er sich das Vertrauen von dem, indem er ihm sagte " er müsse mal pinkeln und lasse aber die Waffe oben. Wenn Streife kommt, rufen". Und kurz darauf war er wieder auf dem Turm und setzte dem Soldaten so lange zu, bis der auch pinkeln ging. Natürlich ohne Waffe. In der Zeit, wo er unten war, baute er das Schloß aus. Ca. 30 min später, wollte er angeblich wieder zum pinklen runter, was er auch dann tat. Unten angekommen, nahm er das Grenzfahrrad und rannte zur Mauer vor, stellte Fahrrad gegen und schwang sich dann gegen Westen. Der Soldat auf dem Turm konnte nichts mehr machen als die Streife zu rufen. Aber da war er schon weg.
Der Soldat wurde dieselbe Nacht noch zum Verhör geholt und kam dann mit einer Strengen Verwarnung weg. Sein Glück war, dass er eben erst einen Tag an der Grenze war.
Jedenfalls hatten wir dann tagelang die "Langohren" in der Kompanie und auf den Buden. Jeder wurde intensiv nach "Pastor" befragt. Plötzlich war er der schlimmste Schwerverbrecher nach dem Weltkrieg...

Was aus ihm geworden ist, weiß ich nicht. Aber das war schon sehr durchdacht und geplant gewesen.

Anmerkung: Für die "treuen" Genossen gab es sogenannte "Rote Türme". Die waren von dem einen zum anderen Turm nicht einsehbar(zb. Grenzknicke). Desshalb konnte er auch unbehelligt fliehen, ohne von einem anderen Wachturm bemerkt worden zu sein.



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#35

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 21:58
von DHF_GT (gelöscht)
avatar

Im WK II bei der Wehrmacht sprachen sich die Offiziere und Unteroffiziere m.E. mit "Herr" an (Herr Major, Herr Oberst usw.). Die unteren Dienstgrade wurden m.E. nur mit ihrem Dienstgrad angesprochen (Soldat, stehen Sie stramm!). Untereinander waren es dann Kameradschaften.

Zum Thema: Was blieb dem Kameraden über, als sich der Aufforderung zu beugen. Besser als sich eine 7/62er Schlaftablette einzufangen. Denn ich denke bei dem Springer lagen die Nerven auch blank. Da hätte schnell was passieren können. Aber es stimmt. Es gab sicher Möglichkeiten selbst diese Gefahr auszuschließen.
Beste Grüße,
DHF_GT


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#36

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 22:04
von Rostocker | 7.719 Beiträge

EK 40 .Eine Kameradschaft unter den Soldaten wird es immer geben.egal wem sie dienen.Oder willst ´Du mir erzählen,das die Kameradschaft im Westen ok war aber im osten nicht.Willst Du mir erzählen wenn sich Soldaten der BW treffen das es OK ist und wenn sich Soldaten der ehm DDR treffen das --das falsch ist.Nein sehe es so,der Soldat dient einer Idiologie eines jeweiligen Staates.Mal so gesagt--er ist ein Machtinstrument


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#37

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 22:08
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Rostocker
EK 40 .Eine Kameradschaft unter den Soldaten wird es immer geben.egal wem sie dienen.Oder willst ´Du mir erzählen,das die Kameradschaft im Westen ok war aber im osten nicht.Willst Du mir erzählen wenn sich Soldaten der BW treffen das es OK ist und wenn sich Soldaten der ehm DDR treffen das --das falsch ist.Nein sehe es so,der Soldat dient einer Idiologie eines jeweiligen Staates.Mal so gesagt--er ist ein Machtinstrument


so ist rostocker und nicht anders.



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#38

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 22:16
von DHF_GT (gelöscht)
avatar

@Rostocker: Jönau, es gibt "gute" Kameradschaften, und "Kameradschaften" die vielleicht nicht so ins Leben passen. Aber wenn sich GT Angehörige heute Kameraden nennen, denke ich ist das oki.
Beste Grüße,
DHF_GT


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#39

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 22:27
von maja64 (gelöscht)
avatar

Zitat von Theo85/2

Zitat von dein1945

Zitat von Bergmensch
Gut gemacht und ohne Verluste, Toll.


Besser konnte man sich nicht verabschieden, einfach -SUPER-




Es geht noch besser. Meiner Erinnerung nach ist im Herbst 84 ein ganzes Postenpaar über den Zaun. Das war im Gr15, 2.GB,6.Kompanie(Rotheul). Uns wurde erklärt, das die Flucht lange vorbereitet war. Das hat keiner geglaubt bei 2 Ek`s kurz vorm Heimgang!

Gruß, Theo








Theo du meinst wohl die Flucht am 4.August 1984,das Postenpaar befand sich in der Spätschicht.Sie nutzten eine Gasse in der Minensperre66,die Flucht erfolgte spontan.
Die GK Rotheul wurde zeitweilig aus dem Grenzdienst herausgelöst.

Gruß maja


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#40

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.02.2010 22:38
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von maja64

Zitat von Theo85/2

Zitat von dein1945

Zitat von Bergmensch
Gut gemacht und ohne Verluste, Toll.


Besser konnte man sich nicht verabschieden, einfach -SUPER-



Es geht noch besser. Meiner Erinnerung nach ist im Herbst 84 ein ganzes Postenpaar über den Zaun. Das war im Gr15, 2.GB,6.Kompanie(Rotheul). Uns wurde erklärt, das die Flucht lange vorbereitet war. Das hat keiner geglaubt bei 2 Ek`s kurz vorm Heimgang!
Gruß, Theo



Theo du meinst wohl die Flucht am 4.August 1984,das Postenpaar befand sich in der Spätschicht.Sie nutzten eine Gasse in der Minensperre66,die Flucht erfolgte spontan.
Die GK Rotheul wurde zeitweilig aus dem Grenzdienst herausgelöst.
Gruß maja




Ja, das habe ich gemeint. Meine Erinnerung ist nach 26 nicht mehr so genau. Das die Flucht spontan war stimmt nicht 100%, es gab einen "Abschiedsbrief"! (weis ich vom Fahrer des Bat.-Kommandeur, das war ein Kamerad von mir). In der Gk. gabs hauptsächlich Ärger im Innendienst.(Essen, Spieß etc.). Wurde nach der Flucht abgestellt.


Gruß, Theo


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