#61

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 14.10.2014 13:26
von Elch78 | 501 Beiträge

Was mich noch interessiert:

- Waren Fährtenhundeführer immer Berufssoldaten?
- Blieb der Hund (wenn möglich) lebenslang beim gleichen Führer?
- Welche Ausbildungsgrundsätze für die Fährtenhundausbildung gab es und wo sind diese schriftlich niedergelegt?

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
nach oben springen

#62

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 14.10.2014 18:49
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Also im GR 6 im II.GB waren zu meiner Zeit auch UaZ Fährtenhundeführer .

FRITZE


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#63

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 14.10.2014 19:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Gast im Beitrag #7
@werraglück: Genau so war das in SAGO. Wer das "Glück" hatte den "Bruno" zu spielen, der hatte es gerade im Sommer ganz, ganz feucht in der Ausrüstung. So ein Vollschutzanzug war im Sommer das am meisten gewünschtetste Kleidungsstück...;o) Jut man konnte auch ohne Vollschutzhose bei der z.B. "langen Flucht" losrennen... Autsch, der DH war aber manchmal nicht genau berechenbar, da konnte der Anbiss schon mal woanders als in den Beißarm gehen...
Beste Grüße,
DHF_GT


So war es,der Vollschutzanzug war schon eine Belastung.Wie Du geschrieben hast,gab es DH.,die haben überall hin gebissen.
Wir haben mal ausprobiert,was passiert,wenn sich der Scheintäter plötzlich umdreht und auf den Hund zuläuft.
Die meisten Hunde blieben stehen und rannten davon,logisch,sie sahen den Scheintäter nur von hinten.
Wau,Rei


nach oben springen

#64

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 14.10.2014 19:41
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Elch78 im Beitrag #61
Was mich noch interessiert:

- Waren Fährtenhundeführer immer Berufssoldaten?
- Blieb der Hund (wenn möglich) lebenslang beim gleichen Führer?
- Welche Ausbildungsgrundsätze für die Fährtenhundausbildung gab es und wo sind diese schriftlich niedergelegt?

Elch

Zu Deiner Frage
Nein, es konnte passieren,wenn kein Uffz. anwesend war,das mußte ich auch mal mit diesen Hund raus.
Nein, nach Beendigung der Dienstzeit,bekam er einen neuen Führer.
Gruß Rei


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#65

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 15.10.2014 02:06
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #56
Zitat von Rothaut im Beitrag #53
Ich hätte auch noch ne Frage...

Ist es möglich das durch Pfeffer die Fährte zerstört wird? (Der Hund nahm in diesem Fall die Fährte nicht auf...)
....oder muss es einen anderen Grund gegeben haben?

Gruß Rothaut


Nein, die Fährte wird durch Pfeffer nicht zerstört sondern im ausgestreuten Bereich durch zusätzliche Komponenten erweitert. Das könnte für den Hund zunächst etwas verwirrend sein - ist aber keine Zerstörung (also Vernichtung) des Geruchsfeldes der Fährte.
Inwieweit Pfefferstäube (trocken oder nach Befeuchtung) auf die Nasenschleimhaut des Hundes eine ätzende Wirkung haben und wie lange diese anhält, kann ich nicht sagen (werde es aber gelegentlich mit einem meiner Hunde mal probieren).
Im Rahmen unseres Fährtentraining laufen wir auch (absichtlich) durch ablenkende Gerüche oder Spuren (Wildschweinsuhlen, Markierungsstellen des Fuchses, Querfährten von Trainingskameraden bis hin zu organisch gedüngten Feldabschnitten), und da wird dem Hund beigebracht, nur auf der ursprünglichen Fährte zu verbleiben ("die Fährte zu halten"), weil nur dort das "Glück winkt" (meist Futterbelohnung). Das Verfolgen von anderweitig fesselnden/verlockenden Duftfeldern wird sanktioniert!

Im beschriebenen Fall nahm der Hund die Fährte wohl nicht auf. Da ist es dem Geschick und der Erfahrung des Hundeführers anheimgestellt, den richtigen Ansatzpunkt zu finden - das ist allerdings nicht immer möglich, und daran scheitern wohl eine ganze Menge solcher Aktionen.

Einen freundlichen Tag mit herrlichem Fährtentrainingswetter wünsche ich allen Interessierten!
Elch



Ich kann mir am ehesten vorstellen, daß flächig ausgebrachter Pfeffer die Fährten so überlagert, daß es nicht möglich ist, einen geeigneten Punkt zum ansetzten des Hundes zu finden. Darüber hinaus wird ein Hund genau wie ein Mensch niesen müssen, wenn er Pfeffer einatmet.



Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#66

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 15.10.2014 06:32
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat:
"Ich kann mir am ehesten vorstellen, daß flächig ausgebrachter Pfeffer die Fährten so überlagert, daß es nicht möglich ist, einen geeigneten Punkt zum ansetzten des Hundes zu finden. Darüber hinaus wird ein Hund genau wie ein Mensch niesen müssen, wenn er Pfeffer einatmet."

Richtig!
Nur ist es eben wenig praktikabel, "großflächig" Pfeffer auszustreuen, um einen Fluchtweg zu kaschieren.
Und Niesen muß der Fährtenhund auch bei trockenen Bödenab und an, das hält ihn letztendlich nicht vom Verfolgen der Fährte ab.
Es ist in der Fährtenhundprüfung übrigens erlaubt, dem Hund den Nasenbereich ab und an feucht abzuwischen.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
nach oben springen

#67

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 15.10.2014 08:50
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #61
Was mich noch interessiert:

- Waren Fährtenhundeführer immer Berufssoldaten?
- Blieb der Hund (wenn möglich) lebenslang beim gleichen Führer?
- Welche Ausbildungsgrundsätze für die Fährtenhundausbildung gab es und wo sind diese schriftlich niedergelegt?

Elch


moin @Elch, nein waren sie nicht immer, in unserer Einheit hatten wir einen Uffz. welcher Fährtenhundeführer war und unseren Staffelführer(BS) natürlich, der war aber Heimschläfer und wohnte 26km entfernt.... Während meiner Zeit kamen aber zwei frisch ausgebildete Fährtenhundeführer(uffze) die keinerlei Erfahrung hatten. Auch ihre Hunde waren sehr unerfahren. Sehr oft habe ich Fährten legen müssen, über Acker und Bäche, mit Fundstücke ablegen usw. hat richtig Laune gemacht.

Der Hund blieb so lange bei seinem Führer bis er entlassen wurde, dann wurde er einem neuen Führer übergeben bzw. wenn es sich aus Altersgründen nicht mehr lohnte, konnte der Führer seinen Hund mitnehmen(ob gegen einen Obolus oder kostenlos, ist mir nicht bekannt)

Alle Fährtenhundeführerwaren in PM Sago, das war eine Hundeschule.
Zum Fährte legen bekam ich immer eine Skizze mit auf welcher ich mir immer die Schrittzahl notierte damit ich meine pers. Sachen wiederfand.(für den Notfall)
Ich meine mich zu erinnern, dass es Schulungsmaterial usw. bei unserem Staffelführer gab, die Jungs hatten auch öfters Unterlagen mit.
Es gab ganz sicher DV´s dafür, so wie für alles.

gruß h.


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 09:00 | nach oben springen

#68

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 24.10.2014 14:55
von Sonne | 510 Beiträge

Schutz oder Fährtenhunde waren für den Grenzposten eine zusätzliche Sicherheit ,oder? zusätzlicher Ballast?


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
nach oben springen

#69

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 24.10.2014 15:17
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Sonne im Beitrag #68
Schutz oder Fährtenhunde waren für den Grenzposten eine zusätzliche Sicherheit ,oder? zusätzlicher Ballast?


Schutzhunde waren und sind auf jeden Fall eine zusätzliche Sicherheit. Und zwar nicht primär wegen ihrer körperlichen Fähigkeiten, sondern als Sensoren (Nase, Ohren) und wegen ihrer respekteinflößenden Wirkung.

Fährtenhunde wurden sicher nicht im normalen Grenzdienst eingesetzt sondern bei besonderen Fragestellungen herbeigeholt, um eine konkrete Aufgabe zu erfüllen.

"Ballast" wäre ja eine unnötige Belastung und ist auch eine subjektive Wertung. Wer mit dem Tier umgehen und seine Fähigkeiten nutzen kann, wird das nicht als Ballast empfinden.

Die Mehrarbeit in puncto Fütterung, Pflege und Ausbildung hat der motivierte Hundeführer gewiß gern auf sich genommen - besser als auf der Kompanie rumhängen und Sonderaufgaben abfassen.
Bei uns brauchten Hundeführer keine Kartoffeln schälen und wurden auch beim Revierreinigen nicht vermißt.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
nach oben springen

#70

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 24.10.2014 15:30
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #67
[quote=Elch78|p395824]
Ich meine mich zu erinnern, dass es Schulungsmaterial usw. bei unserem Staffelführer gab, die Jungs hatten auch öfters Unterlagen mit.
Es gab ganz sicher DV´s dafür, so wie für alles.




Richtig, diese hier: A 018/1/004 (Jahr: 1975 , 75 Seiten)
Habe sie allerdings nie gesehen.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
nach oben springen

#71

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 24.10.2014 17:09
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #69
Zitat von Sonne im Beitrag #68
Schutz oder Fährtenhunde waren für den Grenzposten eine zusätzliche Sicherheit ,oder? zusätzlicher Ballast?


Schutzhunde waren und sind auf jeden Fall eine zusätzliche Sicherheit. Und zwar nicht primär wegen ihrer körperlichen Fähigkeiten, sondern als Sensoren (Nase, Ohren) und wegen ihrer respekteinflößenden Wirkung.

Fährtenhunde wurden sicher nicht im normalen Grenzdienst eingesetzt sondern bei besonderen Fragestellungen herbeigeholt, um eine konkrete Aufgabe zu erfüllen.

"Ballast" wäre ja eine unnötige Belastung und ist auch eine subjektive Wertung. Wer mit dem Tier umgehen und seine Fähigkeiten nutzen kann, wird das nicht als Ballast empfinden.

Die Mehrarbeit in puncto Fütterung, Pflege und Ausbildung hat der motivierte Hundeführer gewiß gern auf sich genommen - besser als auf der Kompanie rumhängen und Sonderaufgaben abfassen.
Bei uns brauchten Hundeführer keine Kartoffeln schälen und wurden auch beim Revierreinigen nicht vermißt.

Elch


moin, Rot: Kartoffeln kamen bei uns schon geschält geliefert an, im Ort war eine Schälung,
Reviere hatte ich trotzdem, bei uns im Stab gab es mehr Offiziersdienstzimmer wie Soldaten, dh. mindestens 3 Dienstzimmer am Abend als Revier, und zusätzlich in unserer Holzbaracke Flur und Treppenhaus und die Toilette als Revier, letztere beide Reviere bis ich die Hälfte meiner DZ um hatte, da ist dann endlich einer nachgerückt. In meinem letzten Dhj war es dann nur noch ein Dienstzimmer, das reichte dann auch. Ich könnte heute jungen Genossen in puncto Bohnerkeulenhandhabung Seminare geben

gruß h.


zuletzt bearbeitet 24.10.2014 17:10 | nach oben springen

#72

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 07:12
von Moses | 24 Beiträge

Hallo Elch 78 in meiner Kompanie waren die meisste Diensthundeführer Soldaten einige UaZ der Rest Gakl. Meist wurde der Hund weitergereicht einige kamen auch in die Laufanlage bei einem weiss ich das der Hund noch ein halbes jahr hätte "dienen" müssen auf Antrag von seinem Hundeführer(Gefreiter)mit nach Hause genommen wurde. gruss moses



Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#73

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 07:25
von Elch78 | 501 Beiträge

"Wir haben mal ausprobiert,was passiert,wenn sich der Scheintäter plötzlich umdreht und auf den Hund zuläuft.
Die meisten Hunde blieben stehen und rannten davon,logisch,sie sahen den Scheintäter nur von hinten.
Wau,Rei"

Stimmt, und wie es aussehen soll, wenn der Figurant frontal auf den Hund zuläuft, sieht man u.a. hier:
http://youtu.be/G0LPcEawVNI?t=22s

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema, hier geht's ja um Fährtenhunde.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
zuletzt bearbeitet 28.10.2014 07:26 | nach oben springen

#74

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:01
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Der Ausbildungszustand einiger Schutzhunde war beklagenswert. Hier hing viel vom Engagement des jeweiligen Hundeführers ab. Ich habe es damals schon nicht so recht verstanden, warum hier das System der "Gießkanne" herrschte, also dass jeder Grenzaufklärer beispielsweise unbedingt einen Hund haben musste, unabhängig davon, ob er mit diesem umgehen konnte bzw. wollte. Da war bei den Soldaten deutlich mehr Herzblut und Verantwortung dabei, da wohl hier bei der Auswahl der Hundeführer eher mal gefragt wurde, wer schon mal mit Hunden zu tun hatte bzw. wer sich dafür interessierte.

Mein krönendes Beispiel war ein Grenzaufklärer unserer Einheit, der sich zur Ausbildung seines eigenen Hundes selber den Beißarm überstreifte und versuchte, den Hund darauf scharf zu machen. Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Hunden und ließ damals über den verantwortlichen Zugführer nachfragen, was das solle.

Vor den Fährtenhunden, die ich seitens des Hundetrupps des Bataillons erlebte, hatte ich durchaus Respekt. Nach meiner Auffassung waren das ausgesuchte und sehr gut ausgebildete Tiere. In der Kompanie selbst gab es strukturmäßig keine Fährtenhunde.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


nach oben springen

#75

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:03
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #73
"Wir haben mal ausprobiert,was passiert,wenn sich der Scheintäter plötzlich umdreht und auf den Hund zuläuft.
Die meisten Hunde blieben stehen und rannten davon,logisch,sie sahen den Scheintäter nur von hinten.
Wau,Rei"

Stimmt, und wie es aussehen soll, wenn der Figurant frontal auf den Hund zuläuft, sieht man u.a. hier:
http://youtu.be/G0LPcEawVNI?t=22s

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema, hier geht's ja um Fährtenhunde.

Elch


Moin, um nochmal vom Thema abzukommen, es soll auch Fälle gegeben haben wo der Hund nicht zubiss weil der richtige Täter dann zwei dünne Arme hatte, das Tier hat die Manschette vermisst!!

Der RS in dem Clip ist nicht kopiert, kopierte RS gefallen mir besser weil sie Windschnittiger aussehen. War aber zu DDR Zeiten schon umstritten.

gruß h.


nach oben springen

#76

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:04
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #74


Mein krönendes Beispiel war ein Grenzaufklärer unserer Einheit, der sich zur Ausbildung seines eigenen Hundes selber den Beißarm überstreifte und versuchte, den Hund darauf scharf zu machen. Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Hunden und ließ damals über den verantwortlichen Zugführer nachfragen, was das solle.


Ciao Rainman



Klasse!!! Aber du hast doch bestimmt auch mal selber in deinen Politschulungsheften gelesen... oder?

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#77

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:13
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #74
Der Ausbildungszustand einiger Schutzhunde war beklagenswert. Hier hing viel vom Engagement des jeweiligen Hundeführers ab. Ich habe es damals schon nicht so recht verstanden, warum hier das System der "Gießkanne" herrschte, also dass jeder Grenzaufklärer beispielsweise unbedingt einen Hund haben musste, unabhängig davon, ob er mit diesem umgehen konnte bzw. wollte. Da war bei den Soldaten deutlich mehr Herzblut und Verantwortung dabei, da wohl hier bei der Auswahl der Hundeführer eher mal gefragt wurde, wer schon mal mit Hunden zu tun hatte bzw. wer sich dafür interessierte.

Mein krönendes Beispiel war ein Grenzaufklärer unserer Einheit, der sich zur Ausbildung seines eigenen Hundes selber den Beißarm überstreifte und versuchte, den Hund darauf scharf zu machen. Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Hunden und ließ damals über den verantwortlichen Zugführer nachfragen, was das solle.

Vor den Fährtenhunden, die ich seitens des Hundetrupps des Bataillons erlebte, hatte ich durchaus Respekt. Nach meiner Auffassung waren das ausgesuchte und sehr gut ausgebildete Tiere. In der Kompanie selbst gab es strukturmäßig keine Fährtenhunde.

Ciao Rainman


moin, ROT: es hatten nicht alle Gakl´s einen Hund, ich kannte 3 pers. und nur einer hätte gern einen Hund gehabt, die beiden anderen haben lieber drauf verzichtet, aus verschiedenen Gründen u.a. aus Gründen des Respekts vor Hunden.

Grün: Dafür war die Sicherstellungskompanie mit Fährtenhunden ausgerüstet, machte Sinn weil da die gesamte Staffel zusammengefasst war.

gruß h.


nach oben springen

#78

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:14
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #76
Zitat von Rainman2 im Beitrag #74


Mein krönendes Beispiel war ein Grenzaufklärer unserer Einheit, der sich zur Ausbildung seines eigenen Hundes selber den Beißarm überstreifte und versuchte, den Hund darauf scharf zu machen. Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Hunden und ließ damals über den verantwortlichen Zugführer nachfragen, was das solle.


Ciao Rainman



Klasse!!! Aber du hast doch bestimmt auch mal selber in deinen Politschulungsheften gelesen... oder?

VG exgakl

Ah, ich verstehe die Frage: Weil ich davon auch keine Ahnung hatte ...

Nein, die Anfrage über den Zugführer war wirksamer, weil er sich ihm gegenüber nicht rausreden konnte, was er bei mir "jungem Dachs" garantiert versucht hätte. Der Zugführer hat die Verantwortung, also soll er sie auch wahrnehmen. Ich wäre nur dazwischengegangen, wenn der politisch-moralische Zustand des Hundes mangelhaft gewesen wäre.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 28.10.2014 08:16 | nach oben springen

#79

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:16
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #78
Zitat von exgakl im Beitrag #76
Zitat von Rainman2 im Beitrag #74


Mein krönendes Beispiel war ein Grenzaufklärer unserer Einheit, der sich zur Ausbildung seines eigenen Hundes selber den Beißarm überstreifte und versuchte, den Hund darauf scharf zu machen. Ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Hunden und ließ damals über den verantwortlichen Zugführer nachfragen, was das solle.


Ciao Rainman



Klasse!!! Aber du hast doch bestimmt auch mal selber in deinen Politschulungsheften gelesen... oder?

VG exgakl

Ah, ich verstehe die Frage: Weil ich davon auch keine Ahnung hatte ...

Nein, die Anfrage über den Zugführer wär wirksamer, weil er sich ihm gegenüber nicht rausreden konnte, was er bei mir "jungem Dachs" garantiert versucht hätte. Der Zugführer hat die Verantwortung, also soll er sie auch wahrnehmen. Ich wäre nur dazwischengegangen, wenn der politisch-moralische Zustand des Hundes mangelhaft gewesen wäre.





Rainman als Hundeflüsterer hab Dich unterschätzt

gruß h.


nach oben springen

#80

RE: Fährtenhunde

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:21
von maxhelmut | 614 Beiträge

#78 von Raiman2

Ich wäre nur dazwischen gegangen, wenn der politisch-moralische Zustand des Hundes mangelhaft gewesen wäre.



zu meiner Zeit hatten die Hunde noch kein "POLIT"

gruß maxhelmut


nach oben springen


Besucher
24 Mitglieder und 54 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 1543 Gäste und 131 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14370 Themen und 557996 Beiträge.

Heute waren 131 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen