#341

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 21:33
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von Alfred
Einfach mal scheuen:

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...nical/year/1989



Ironie an
War das nicht mit seiner Frau zusammen einer der letzten Repuplikflüchtlinge
Ironie aus
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 05.07.2011 21:34 | nach oben springen

#342

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 21:38
von 94 | 10.792 Beiträge

Keine Ironie, wir hatten ihn Anfang '90 in der Fahndung. Wimre sogar zur Festnahme.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#343

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 21:43
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von 94
Keine Ironie, wir hatten ihn Anfang '90 in der Fahndung. Wimre sogar zur Festnahme.




ich setze mal des Satz fort.

da er Anfang Dezember 1989 mit seiner Frau nach Westberlin gereist ist ....

Angefügte Bilder:
Schalck.GIF

zuletzt bearbeitet 05.07.2011 22:01 | nach oben springen

#344

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 23:20
von Manfred B. (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Manche dürfen mehr als andere? Ist das so?

Zitat von Holtenauer
Wo hast du den ganzen Stuß immer her, Feliks ?





Wahrheit ist nun mal Wahrheit.

Dein Verhalten ist wie ein kleines Kind.... Petze, petze ärgert sich... Ich sag das meinen Eltern... man, man, man.

Mach weiter so...


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#345

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 23:36
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Alfred

Zitat von 94
Keine Ironie, wir hatten ihn Anfang '90 in der Fahndung. Wimre sogar zur Festnahme.




ich setze mal des Satz fort.

da er Anfang Dezember 1989 mit seiner Frau nach Westberlin gereist ist ....




Man muss die Zeichen der Zeit erkennen. Die Zusammenarbeit mit dem BND hat ihm doch letztlich Straffreiheit inbezug auf deutsches Recht und somit Gefängnis und sonstigen Ärger erspart. Um ihn verurteilen zu können, wurde laut Wikipedia auf ein alliiertes Militärgesetz zurückgegriffen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Schalck-Golodkowski
Theo


zuletzt bearbeitet 05.07.2011 23:36 | nach oben springen

#346

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 05.07.2011 23:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred
da er Anfang Dezember 1989 mit seiner Frau nach Westberlin gereist ist ...


Eben, nur gereist. Er wollte bestimmt nur seine Möbel (1) bezahlen. Und dann lassen'sen nicht wieder rein ... so wie den Biermann. Hmm, auch irgenendwie ein Privileg *grins*

Doch jetzt mal Ernst beiseite, mMn verdankt die DDR der KoKo und den guten Beziehungen ihres Chefs ins Bayrische die Finanzierung ihrer letzten Dekade. Dafür darf man sich doch auch gemütlich machen, odär?

(1)
Und noch immer grüßt im Wohnzimmer eine massive Eichenschrankwand von Möbel Hübner (die Fahrzeuge mit West-Berliner Kennzeichen waren bei seinem Einzug von verdutzten Dorfbewohnern gesichtet worden), in der Schalck Bücher wie die "Hinterhofgeschichten" von Heinrich Zille aufbewahrte. Sie ist das Highlight des bodenständigen Interieurs, trotz einiger Gebrauchspuren quasi im perfekt patinierten Originalzustand erhalten, ein wahrhaft großes wie historisches Möbel. Die Sitzecke ist leider nicht mehr original, umso mehr jedoch die Schwitzflecken in Schalcks Sauna. Deshalb sei noch einmal auf den großartigen Artikel von Reinhard Sobieeh und Ulrike Semper verwiesen, die sich wohl als erste Journalisten Zutritt verschafft hatten und am 5. Dezember 1989 in der SED-Bezirkszeitung "Freie Erde" unter dem Titel "Schalcks Toilettenbürste im Chromgefäß" das Schadensbuch für die Betrogenen führten. "Der Mann hatte Geschmack. Hochwertige Glasfasertapeten, gediegene Holzverkleidung an den Wänden. Eine Küche aus dem Quelle-Katalog, ebenso das Bad, wo selbst die Toilettenbürste im Chromgefäß steckt. Die einzigen Artikel, die wir aus DDR-Produktion entdeckten: Hustentropfen im Wandschrank und eine Tüte Badezusatz."
Quelle: http://www.welt.de/print/wams/kultur/art...om-Schalck.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#347

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 06.07.2011 11:45
von tiningler (gelöscht)
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Also ich habe auch noch nie etwas von Sonderläden gehört, aber mich würde sehr interessieren, wie so etwas ausgesehen hat und wie man sich so etwas vorstellen konnte - beziehungsweise, wie man davon erfahren hat?


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#348

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 06.07.2011 19:26
von Gelöschtes Mitglied
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Hier mal was in einem anderen Forum zum Thema Reisekosten in Valuta. Sogar mit amtlichen Dokument der Höhe.
Es werden ja gerne Märchen erfunden, deshalb hier mal ein Link:
http://www.luftfahrt-eisenach.de/ddr-luf...hilit=tagessatz


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#349

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 07.07.2011 00:46
von Eumel | 139 Beiträge

Hmm, habe jetzt nicht alles durch gelesen, deswegen kann es auch zu Doppelungen kommen. Aus meiner Erfahrung gab es Läden in der Magdalenenstraße. Der Buchladen war interessant, da man da auch Chancen hatte, dass man eine Bestellung bekam (habe ich "Die Stunde der toten Augen" her). Sicher war das aber auch nicht. Die Kaufhalle kenne ich dort nicht aus eigener Erfahrung. Die gab es aber.

Ansonsten hat sich bei uns zur Essenausgabe jeder angestellt. Bedient wurde da keiner im "gemeinem Speisesaal". Jedenfalls standen da vom Oberst bis Soldat alle in einer Reihe. War am Schiffbauerdamm. Nur die von "Friedrich-Engels" waren etwas seltsam

Edit: Weil ich gerade Genex gelesen habe: Da hatten die Trassenbauer natürlich Vorteile. Dort gab es auch ein extra Genex-Konto. Das bedeutete, dass auch ein Auto in greifbarer Nähe war. Ich kenne es auch nur durch einen Bekannten, der länger Zeit dort war. Genaues kann ich da auch nicht sagen. Also nicht, ob es gleich Valuta (Verrechnung) gab oder ab einer bestimmten Zeit.


zuletzt bearbeitet 07.07.2011 00:53 | nach oben springen

#350

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 12.07.2011 20:22
von Boelleronkel (gelöscht)
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Da heute User viel Witz vermuten lassen,hätt ick ja noch ne Frage...
Wie ist ein Protokoll,oder Stenogramm mit folgenden Vermerk zu werten?
Die Beschaffung/Ausstattung? hochwertiger Konsumgüter in der KD
Dankerschöön
Gruss BO


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#351

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 12.07.2011 20:39
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Boelleronkel

Wie ist ein Protokoll,oder Stenogramm mit folgenden Vermerk zu werten?
Die Beschaffung/Ausstattung? hochwertiger Konsumgüter in der KD
Dankerschöön
Gruss BO



Die Antwort gibst Du Dir bereits selbst! Gemeint ist die Ausstattung mit technischen Konsumgütern für den Dienstbetrieb.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.07.2011 20:39 | nach oben springen

#352

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 12.07.2011 20:45
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von Boelleronkel

Wie ist ein Protokoll,oder Stenogramm mit folgenden Vermerk zu werten?
Die Beschaffung/Ausstattung? hochwertiger Konsumgüter in der KD
Dankerschöön
Gruss BO



Die Antwort gibst Du Dir bereits selbst! Gemeint ist die Ausstattung mit technischen Konsumgütern für den Dienstbetrieb.




Ja dann lass doch mal höhren...Welch hochwertiges Konsumgut braucht eine KD?
KD=Kreisdienststelle MfS hier gemeint,damits keine Verwechslung gibt


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#353

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 12.07.2011 20:55
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Hier mal eine kleine Auswahl, such Dir welche aus da solltest Du schon drauf kommen. Ach ja und als kleiner Hinweis, Farb/Fernsehempfänger kann man nicht nur fürs Fernsehen benutzen.

Im Übrigen hast Du eine bisher unbeachtete PrivatNachricht in deinem Postfach liegen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#354

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 12.07.2011 21:27
von Boelleronkel (gelöscht)
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Natürlich FD,
die PN hat sich schon geklärt,...und sicher sagt mir BO und BU was,die Kladden waren ja "voll " davon!
Meinerseits bestand auch nur Bedarf,einer Verwechslung vorzubeugen,eine lange berufliche Laufbahn bei welch Truppe auch immer,war nicht mein Ding!
Somit reden wir nicht aneinander vorbei.
Sodann BO


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#355

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 19.03.2013 21:18
von Dedelebenberlin | 28 Beiträge

@ wosch
aber auch @ pitti
ruhig Brauner, ruhig,
vorgestern hatte ich genau über das Thema geschrieben:
Versorgungseinrichtungen des Ministerrates:
Privilegien für viele (fast hätte ich geschrieben "ganz viele")

Natürlich gab es die "Sonderläden"
aber es wird viel hokuspokus drum erzählt,
die Funktion war subtil, du erinnerst dich lieber pitti:
der Buchladen im Regiment öffnete um 12 h,
kein Soldat durfte um die Zeit da rein,
auch kein "3-Ender" ...

Also es gab definitiv keinen Laden ab Major
und auch keinen ab Parteisekretärs-Stellvertreter
aber "selbstverständlich" gab es Sonderversorgungen,
sicherlich "zu recht" auch für Volkspolizisten auf Weihnachtseinsatz.

Die MHO (militärhandelsorganisation) hatte Ende der ´70-er
am Strausberger Platz (gegenüber Haus des Kindes) einen
Laden, dort nur Industriewaren, überall in den Kasernen auch
Lebensmittel, auch für den "einfachen" Soldaten...

Und es gab die Läden der
Versorgungseinrichtungen des Ministerrates
und für die diplomatischen Vertretungen

da gab es den Grapefruitsaft (manchmal) für 3 DDR-Mark,
im Delikat viiiiel teurer usw......

was soll´s : in den Sonderläden musste auch bezahlt werden,
ganz selten hatte ich so ein Glück (heute sagt man Schnäppchen),
und heute würde man "unrechtmäßig" sagen,

aber, liebe Freunde, die Legende vom Laden ohne Geld,
mit dem "Angebot unendlich" ist spinnifax,
auch die "Kohle" aus dem Portemonai von Frau Generalleutnant wurde abgeschöpft,
wohingleich letzteres Wort wieder eine andere Gesamt-Bedeutung hat.

Achso: Es gab noch andere "Sonderläden",
z.B. die "Bauarbeiterversorgung" in Berlin
oder die Versorgung an der "Trasse"
da hatte manch Oberstleutnant in Torgelow Tränen in den Augen,
nee, nicht aus Habgier,
seine Frau hatte das Angebot im GENEX-Katalog gesehen und losgeprügelt



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