#1

Die Rückkehr der Demokratie

in Presse Artikel Grenze 06.11.2008 05:17
von Angelo | 12.393 Beiträge

„Sogar unsere Kontakte zu DDR-Bürgern, die in anderen Orten wohnten, hatte der Staat eingeschränkt“, erzählt sie von den Restriktionen, unter denen sie leiden musste. Die Grenze trennte sie auch von Verwandten, die im Westen wohnten. Als sie neun Jahre alt war, fiel die Mauer.
Heute ist sie stellvertretende Direktorin der Point-Alpha-Stiftung. Aufgrund ihrer Erfahrungen weiß sie: „Demokratie ist nichts Selbstverständliches, sie ist zerbrechlich. Dafür müssen die Leute sensibilisiert werden. Man muss aus der Vergangenheit lernen und die Erinnerung wachhalten.“ Dafür sorge auch die neue Wanderausstellung der Stiftung Ettersberg, die bis Ende November im „Haus auf der Grenze“ der Gedenkstätte zwischen Rasdorf und Geisa zu sehen ist.
„Die Rückkehr der Demokratie“ lautet der Titel der Ausstellung, zu deren Eröffnung am Dienstag etwa 35 Besucher gekommen waren. Thema sind die Revolutionen in Ostmitteleuropa von 1989 bis 1991. Auf Schautafeln wird historisches Geschehen in Wort und Bild dokumentiert. Nicht immer seien die Umbrüche in den anderen früheren Ostblockstaaten so friedlich verlaufen wie in der DDR, betont Hergert. „Deswegen können wir auf unsere Revolution sehr stolz sein.“

Dass es wirklich eine „wahre Revolution“ und „nicht bloß eine Wende“ gewesen sei, betonte Berthold Dücker, Vorsitzender des Fördervereins Point Alpha und Vizevorsitzender der Stiftung. Die heute existierende Demokratie sei kein Naturgesetz, sie „ist äußerst verletzlich, ständig gefährdet.“ Sie sei nicht von Dauer, wenn man nicht aufpasse. „Sie lauern überall, die Feinde der Demokratie, sie sind unter uns, machen wir uns da nichts vor, mal kommen sie schneidig braun daher, mal dunkelrot lackiert.“
Michael Siegel, Geschäftsführer der Stiftung Ettersberg, sagte: „Unsere Ausstellung orientiert sich an den historischen Abläufen und macht die wechselseitigen Einflussnahmen der Demokratiebewegungen in Ostmitteleuropa sichtbar. Sie konzentriert sich auf die Darstellung der demokratischen Umbrüche in Polen, Ungarn, der DDR, der Tschechoslowakei, in Rumänien, Litauen, Lettland und Estland.“ Russland, Albanien und Bulgarien blieben aus „teils systematischen und teils inhaltlichen Gründen“ ausgespart. „Ohne den Mut zur Lücke kann wohl keine Ausstellung gelingen.“ Allerdings wisse man die Glasnost- und Perestroika-Politik Gorbatschows durchaus zu würdigen, insbesondere weil das heutige Russland sich zu einem „autoritären Regime, einer Art plebiszitärer Autokratie zurückentwickelt“ habe.


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#2

RE: Die Rückkehr der Demokratie

in Presse Artikel Grenze 06.11.2008 14:04
von manudave (gelöscht)
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Hab die Ausstellung bereits gesehen.

Unglaublich, welches Wunder Europa erleben durfte nach 1989. Das sich der gesamte Ostblock auflöst, wer hätte das gedacht...
Bei dieser Ausstellung ist das Gute, dass man auch mal andere Länder sehen kann, wie die Ihren Wandel erlebt haben wie z.B. auch Rumänien, Ungarn etc.


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