#61

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 04.02.2014 21:13
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #58
Zitat von studfri im Beitrag #50
Huiiii, um wen oder was gehts denn hier? Roman Grafe?
Na der muss doch für die meisten hier das Feindbild par excellence sein, oder? Was die Bürger der ehemaligen DDR betrifft, so hat der da aber eine ganz geharnischte Meinung. Es teilt diese in nur 3 Gruppen ein: Täter, Opfer und Mitläufer.


Ach der Grafe, der teilt nicht nur die ehemaligen DDR- Bürger ein sondern denunziert auch alle Sportschützen dieses Landes als "Mordschützen", im übrigen vollkommen unabhängig davon ob sie aus Ost oder West, Nord oder Süd kommen. Der Rest der legalen Waffenbesitzer sind für ihn allesamt potentielle Amokläufer. Dabei scheut er nachweislich vor keiner Lüge, Fälschung und Unterstellung zurück!
Der Mann ist ein Selbstdarsteller und hat ein offensichtlich ein Problem mit der Wahrheit! Unverantwortlich ihn auf Schüler los zu lassen!

SCORN



Wenn jemand in der einen Thematik versagt, dann muss das nicht zwingend auch in anderen Thematiken der Fall sein.



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#62

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 04.02.2014 21:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Das war für mich Dein ersten sinnvoller Beitrag zu dieser Plattform, da möchte ich jetzt nicht nur einfach 'bedankte' klicken.

Und hier übrigens mal die von Grafe so genannte 'Sportschützen-Propaganda ... und Wirklichkeit' ...
http://www.sportmordwaffen.de/ssp.html
(kommentarlos weil hier vollkommen oT)

Und jetzt könnt ich Wetten, wann ein geanz bestimmter Thread reaktiviert wird.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 21:23 | nach oben springen
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#63

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 04.02.2014 21:23
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #58
Zitat von studfri im Beitrag #50
Huiiii, um wen oder was gehts denn hier? Roman Grafe?
Na der muss doch für die meisten hier das Feindbild par excellence sein, oder? Was die Bürger der ehemaligen DDR betrifft, so hat der da aber eine ganz geharnischte Meinung. Es teilt diese in nur 3 Gruppen ein: Täter, Opfer und Mitläufer.


Ach der Grafe, der teilt nicht nur die ehemaligen DDR- Bürger ein sondern denunziert auch alle Sportschützen dieses Landes als "Mordschützen", im übrigen vollkommen unabhängig davon ob sie aus Ost oder West, Nord oder Süd kommen. Der Rest der legalen Waffenbesitzer sind für ihn allesamt potentielle Amokläufer. Dabei scheut er nachweislich vor keiner Lüge, Fälschung und Unterstellung zurück!
Der Mann ist ein Selbstdarsteller und hat ein offensichtlich ein Problem mit der Wahrheit! Unverantwortlich ihn auf Schüler los zu lassen!
SCORN


Rot: Unverantwortlich ? Ne, das ist so gewollt. Ist doch immer so, desto haarstreubender und grausamer eine Geschichte erzählt wird, desto größer die Augen und offener die Münder der Zuhörer. Etwas Dreck bleibt immer kleben. Ist genau der richtige Dreck für die heutigen führenden Politiker. Normalgeschichten sind doch langweilig.



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#64

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 06:08
von manudave | 390 Beiträge

Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.


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#65

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 11:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Na da reicht auch ein Blick in die offizielle Leseprobe, um feststellen zu können, (mal vorsichtig ausgedrückt) das der Qualitätsanspruch seines Erstlingswerkes durch diese 'Anthologie' wohl nicht erreicht wird? Es ist scho so wie @stuprid in #61 feststellte, da gilt wohl auch der Umkehrschluß! Achso, die Leseprobe ...
www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/360334.pdf


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#66

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 11:36
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von manudave im Beitrag #64
Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.


Lila: "Die Schuld der Mitläufer" ! Mitläufer, diesen Begriff muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das bedeutet. Bei was und für was mitgelaufen ? Diejenigen, die ihre Arbeit gemacht haben, diese gut machten, gute Qualität lieferten, sich ehrenamtlich engagierten (auch eben zum Nutzen des "Regimes"), mit dazu beitrugen, Schaden abzuwenden u.v.m., für was sollten die sich schuldig bekennen ? Dafür, daß sie nicht laut die Abschaffung der Eigentumsverhältnisse in der DDR forderten ? Auch diese sog. Mitläufer haben nicht bei allem, was vom Politbüro ausgeheckt wurde, Hurra gerufen, haben aber bei Abwägung des Für und Wider unter dem Strich für lange Zeit die Verhältnisse in der DDR als die angenehmeren und sichereren befunden und auch in den letzten Jahren keinesfalls für eine Abschaffung der sozialistischen Gesellschaftsform als solche gestimmt. Verbesserungen in Versorgung und Reisemöglichkeiten, ja, aber einen Kapitalismus ?, nein, den wollten damals die Wenigsten. Also was ist nun mit dem Begriff "Schuld der Mitläufer" ? Schuldig, wie ich oben schon schrieb, weil sie nicht damals, in den 60er, 70er u. 80er Jahren den Kapitalismus gefordert haben ?



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#67

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 12:13
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von manudave im Beitrag #64
Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.

Ich liebe es, wenn Leute mit DDR-"Erfahrung" urteilen, nach Aktenlage...

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#68

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:36
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #63
Zitat von SCORN im Beitrag #58
Zitat von studfri im Beitrag #50
Huiiii, um wen oder was gehts denn hier? Roman Grafe?
Na der muss doch für die meisten hier das Feindbild par excellence sein, oder? Was die Bürger der ehemaligen DDR betrifft, so hat der da aber eine ganz geharnischte Meinung. Es teilt diese in nur 3 Gruppen ein: Täter, Opfer und Mitläufer.


Ach der Grafe, der teilt nicht nur die ehemaligen DDR- Bürger ein sondern denunziert auch alle Sportschützen dieses Landes als "Mordschützen", im übrigen vollkommen unabhängig davon ob sie aus Ost oder West, Nord oder Süd kommen. Der Rest der legalen Waffenbesitzer sind für ihn allesamt potentielle Amokläufer. Dabei scheut er nachweislich vor keiner Lüge, Fälschung und Unterstellung zurück!
Der Mann ist ein Selbstdarsteller und hat ein offensichtlich ein Problem mit der Wahrheit! Unverantwortlich ihn auf Schüler los zu lassen!
SCORN


Rot: Unverantwortlich ? Ne, das ist so gewollt. Ist doch immer so, desto haarstreubender und grausamer eine Geschichte erzählt wird, desto größer die Augen und offener die Münder der Zuhörer. Etwas Dreck bleibt immer kleben. Ist genau der richtige Dreck für die heutigen führenden Politiker. Normalgeschichten sind doch langweilig.



Wenn man Menschen "erreichen" will, dann geht das in der Tat am besten über Emotionen. Das ist auch der Grund, warum Historiker in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werde, denn deren Statements sind immer neutral und emotionslos bis zur Selbstaufgabe. Prof.Guido Knop hat mit seiner Fernsehreihe "History" vorgemacht, wie man Geschichte und die dahinter stehenden Erkenntnisse einem breiten Publikum deutlich macht und diese Erkenntnisse dann so in die Neuzeit "hinüber rettet".



zuletzt bearbeitet 05.02.2014 13:37 | nach oben springen
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#69

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:43
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #66
Zitat von manudave im Beitrag #64
Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.


Lila: "Die Schuld der Mitläufer" ! Mitläufer, diesen Begriff muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das bedeutet. Bei was und für was mitgelaufen ? Diejenigen, die ihre Arbeit gemacht haben, diese gut machten, gute Qualität lieferten, sich ehrenamtlich engagierten (auch eben zum Nutzen des "Regimes"), mit dazu beitrugen, Schaden abzuwenden u.v.m., für was sollten die sich schuldig bekennen ? Dafür, daß sie nicht laut die Abschaffung der Eigentumsverhältnisse in der DDR forderten ? Auch diese sog. Mitläufer haben nicht bei allem, was vom Politbüro ausgeheckt wurde, Hurra gerufen, haben aber bei Abwägung des Für und Wider unter dem Strich für lange Zeit die Verhältnisse in der DDR als die angenehmeren und sichereren befunden und auch in den letzten Jahren keinesfalls für eine Abschaffung der sozialistischen Gesellschaftsform als solche gestimmt. Verbesserungen in Versorgung und Reisemöglichkeiten, ja, aber einen Kapitalismus ?, nein, den wollten damals die Wenigsten. Also was ist nun mit dem Begriff "Schuld der Mitläufer" ? Schuldig, wie ich oben schon schrieb, weil sie nicht damals, in den 60er, 70er u. 80er Jahren den Kapitalismus gefordert haben ?



So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhnung von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?



zuletzt bearbeitet 05.02.2014 14:00 | nach oben springen
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#70

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:48
von Udo | 1.267 Beiträge

@studfri
Sachnähe??? Die Du schon mal nicht im Ansatz haben kannst, da Du in dieser DDR nicht gelebt hast.
Guido Knop ist, neben dem Knaben, ein ganz großer Märchenonkel.


Wahlhausener und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:52
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #70
@studfri
Sachnähe??? Die Du schon mal nicht im Ansatz haben kannst, da Du in dieser DDR nicht gelebt hast.
Guido Knop ist, neben dem Knaben, ein ganz großer Märchenonkel.


So ist das, mein Lieber und deswegen gehen die "dummen Fragen" (und alles andere, was damit "zusammen hängt") auch immer nur in eine Richtung, wie in einer Einbahnstrasse.

Wenn wenigstens das schon mal verstanden würde, dann wäre schon viel gewonnen für eine sachliche Diskussion.



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#72

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:53
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #69

So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhng von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?


Solche Meinungen habe ich mehrfach gehört, in besagtem Bundesland (BW).
Niemand solle denken, nur weil zur Zeit ein Studienplatz belegt wird, berechtigt zu sein, den Besserwisser rauszukehren.
Ich will nicht persönlich werden, aber solche selbsernannten Experten gibt es in jedem Forum, nur dienen diese keinem Diskussionsaustausch
mit Substanz.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#73

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 13:58
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #72
Zitat von studfri im Beitrag #69

So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhng von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?


Solche Meinungen habe ich mehrfach gehört, in besagtem Bundesland (BW).
Niemand solle denken, nur weil zur Zeit ein Studienplatz belegt wird, berechtigt zu sein, den Besserwisser rauszukehren.
Ich will nicht persönlich werden, aber solche selbsernannten Experten gibt es in jedem Forum, nur dienen diese keinem Diskussionsaustausch
mit Substanz.


Kurzum: Die ehemalige DDR kann ernsthaft nur von "innen heraus" beurteilt werden, d.h. nur von denen, die sie selbst erlebt haben als damalige Bürger der DDR! Na das kann man natürlich vertreten, gehandhabt wird das etwas anders, gottlob. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur sich selbst beurteilen dürfte und alles andere an Beurteilungen mit der Maßgabe (zu recht) zurückweisen könnte: Du bist ja nicht ich.



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#74

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:11
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #73


Kurzum: Die ehemalige DDR kann ernsthaft nur von "innen heraus" beurteilt werden, d.h. nur von denen, die sie selbst erlebt haben als damalige Bürger der DDR! Na das kann man natürlich vertreten, gehandhabt wird das etwas anders, gottlob. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur sich selbst beurteilen dürfte und alles andere an Beurteilungen mit der Maßgabe (zu recht) zurückweisen könnte: Du bist ja nicht ich.


Verzeih, ich wußte nicht, das du hier der Experte bist und 40 Jahre DDR real erlebt hast. Lehn dich nicht zu weit aus dem Fenster, du darfst über die DDR urteilen, enssprechend deinen Kenntnissen aus irgend welchen literarischen oder elektronischen Quellen, über deren Authentizität wird gerade diskutiert hier im Forum.
Du bist jedoch nicht legitimiert, Feststellungen über das Sein in der DDR zu verbreiten, einfach, weil du dir dazu jegliche persönlichen Erfahrungen niemals aneignen konntest.
Du willst hier etwas über das Leben in der DDR erfahren, das mach das. Aber dann erzähle uns nicht, wie es dort war.
.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#75

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:46
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #74
Zitat von studfri im Beitrag #73


Kurzum: Die ehemalige DDR kann ernsthaft nur von "innen heraus" beurteilt werden, d.h. nur von denen, die sie selbst erlebt haben als damalige Bürger der DDR! Na das kann man natürlich vertreten, gehandhabt wird das etwas anders, gottlob. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur sich selbst beurteilen dürfte und alles andere an Beurteilungen mit der Maßgabe (zu recht) zurückweisen könnte: Du bist ja nicht ich.


Verzeih, ich wußte nicht, das du hier der Experte bist und 40 Jahre DDR real erlebt hast. Lehn dich nicht zu weit aus dem Fenster, du darfst über die DDR urteilen, enssprechend deinen Kenntnissen aus irgend welchen literarischen oder elektronischen Quellen, über deren Authentizität wird gerade diskutiert hier im Forum.
Du bist jedoch nicht legitimiert, Feststellungen über das Sein in der DDR zu verbreiten, einfach, weil du dir dazu jegliche persönlichen Erfahrungen niemals aneignen konntest.
Du willst hier etwas über das Leben in der DDR erfahren, das mach das. Aber dann erzähle uns nicht, wie es dort war.
.



Das mache ich gar nicht. Ich bilde mir nur ein Urteil über das eine oder andere. So ist das oft im Leben: Man selbst schreibt die Rechnungen, die Quittungen erteilen dann aber andere.



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#76

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 15:00
von studfri | 762 Beiträge

Und bevor das jetzt wieder hier in irgendwelche abenteuerlichen Richtungen ausartet:

Das Prinzip der Sachnähe bedeutet, dass ganz allgemein das Maß der Verantwortung mit zunehmender Sachnähe (d.h. analog zu ihr) steigt oder fällt. Bezogen auf die Verhältnisse in der ehemaligen DDR bedeutet das: Verantwortlich für alles was dort geschah sind zunächst einmal diejenigen, die da lebten und sonst niemand anders.

Welchen Sachzwängen man dann unterlegen war u.s.w. und/oder ob man gar noch von irgend einer Schuld sprechen kann, steht dann auf einem ganz anderen Blatt zur Diskusion.

Bei einer möglichen Aufarbeitung (oder gar noch bei einem "Zusammenwachsen") wird es daher kaum hilfreich sein immer zu sagen: Iiiiich??? nein, ich hab da alles nichts mit zu tun. Die bloße Sachnähe verbietet schon eine derartige Argumentation. Und genau das ist die Hauptproblematik, wegen der hier immer der größte Widerspruch kommt.

Es wird aber nichts helfen: Über den Berg muss man erst einmal drüber, bevor es überhaupt ans diskutieren geht.

Macht ja auch alles nichts. Man muss das ja nicht tun. Nur sollte man sich eben dann nicht beschweren, dass es mit dem Zusammenwachsen allzu zähflüssig vorwärts geht.



zuletzt bearbeitet 05.02.2014 15:02 | nach oben springen
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#77

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 15:22
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #69
Zitat von DoreHolm im Beitrag #66
Zitat von manudave im Beitrag #64
Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.


Lila: "Die Schuld der Mitläufer" ! Mitläufer, diesen Begriff muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das bedeutet. Bei was und für was mitgelaufen ? Diejenigen, die ihre Arbeit gemacht haben, diese gut machten, gute Qualität lieferten, sich ehrenamtlich engagierten (auch eben zum Nutzen des "Regimes"), mit dazu beitrugen, Schaden abzuwenden u.v.m., für was sollten die sich schuldig bekennen ? Dafür, daß sie nicht laut die Abschaffung der Eigentumsverhältnisse in der DDR forderten ? Auch diese sog. Mitläufer haben nicht bei allem, was vom Politbüro ausgeheckt wurde, Hurra gerufen, haben aber bei Abwägung des Für und Wider unter dem Strich für lange Zeit die Verhältnisse in der DDR als die angenehmeren und sichereren befunden und auch in den letzten Jahren keinesfalls für eine Abschaffung der sozialistischen Gesellschaftsform als solche gestimmt. Verbesserungen in Versorgung und Reisemöglichkeiten, ja, aber einen Kapitalismus ?, nein, den wollten damals die Wenigsten. Also was ist nun mit dem Begriff "Schuld der Mitläufer" ? Schuldig, wie ich oben schon schrieb, weil sie nicht damals, in den 60er, 70er u. 80er Jahren den Kapitalismus gefordert haben ?



So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhnung von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?



Studfri, Du hast "aber einen Kapitalismus ? nein, den wollten die Wenigsten" lila hervorgehoben und dann schriebst Du unten "So ? Dann war die Mauer wohl doch eher der imperialistische Schutzwall.. Was hat das unmittelbar miteinander zu tun, warum vermischst Du hier was ? Weil die Menschen damals der DDR in der Mehrheit weit ab davon waren, zur damaligen Zeit sich ein kapitalistisches Regime zu wünschen, kommst Du gleich mit der großen Keule. So etwa, wer den Kapitalismus nicht wollte, war ein Mitläufer, ein Unterstützer dieses "Unrechtsstaates", der "SED-Diktatur" und was weis ich sonst noch alles an Negativem. Natürlich hätte es die große Mehrheit, ich nicht ausgenommen, auch lieber gesehen,
wenn es die Mauer nicht gäbe, aber die Eigentumsverhältnisse radikal ändern, wieder Großbetriebe, Banken, Versicherungen in Privathand, das war mit Sicherheit nicht das Ziel und der Wille der Mehrheit der DDR-Bevölkerung. Du malst hier schwarz/weiß, entweder/oder. Du bist nicht in der Lage, Dich in andere Vorstellungen von Gesellschaft, anderen Rahmenbedingungen wie eben damals und anderen Erfahrungen hineinzudenken.



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#78

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 15:26
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #69
Zitat von DoreHolm im Beitrag #66
Zitat von manudave im Beitrag #64
Die Schuld der Mitläufer sollten einige erstmal lesen - dann darüber urteilen. Bin mir sicher, dass viele Grafe hier nur aus dem forum kennen.


Lila: "Die Schuld der Mitläufer" ! Mitläufer, diesen Begriff muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das bedeutet. Bei was und für was mitgelaufen ? Diejenigen, die ihre Arbeit gemacht haben, diese gut machten, gute Qualität lieferten, sich ehrenamtlich engagierten (auch eben zum Nutzen des "Regimes"), mit dazu beitrugen, Schaden abzuwenden u.v.m., für was sollten die sich schuldig bekennen ? Dafür, daß sie nicht laut die Abschaffung der Eigentumsverhältnisse in der DDR forderten ? Auch diese sog. Mitläufer haben nicht bei allem, was vom Politbüro ausgeheckt wurde, Hurra gerufen, haben aber bei Abwägung des Für und Wider unter dem Strich für lange Zeit die Verhältnisse in der DDR als die angenehmeren und sichereren befunden und auch in den letzten Jahren keinesfalls für eine Abschaffung der sozialistischen Gesellschaftsform als solche gestimmt. Verbesserungen in Versorgung und Reisemöglichkeiten, ja, aber einen Kapitalismus ?, nein, den wollten damals die Wenigsten. Also was ist nun mit dem Begriff "Schuld der Mitläufer" ? Schuldig, wie ich oben schon schrieb, weil sie nicht damals, in den 60er, 70er u. 80er Jahren den Kapitalismus gefordert haben ?



So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhnung von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?


erklär mir das Wort "Sachnähe" etwas näher,
ich habe nicht studiert
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#79

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 15:30
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #76
Und bevor das jetzt wieder hier in irgendwelche abenteuerlichen Richtungen ausartet:

Das Prinzip der Sachnähe bedeutet, dass ganz allgemein das Maß der Verantwortung mit zunehmender Sachnähe (d.h. analog zu ihr) steigt oder fällt. Bezogen auf die Verhältnisse in der ehemaligen DDR bedeutet das: Verantwortlich für alles was dort geschah sind zunächst einmal diejenigen, die da lebten und sonst niemand anders.

Welchen Sachzwängen man dann unterlegen war u.s.w. und/oder ob man gar noch von irgend einer Schuld sprechen kann, steht dann auf einem ganz anderen Blatt zur Diskusion.

Bei einer möglichen Aufarbeitung (oder gar noch bei einem "Zusammenwachsen") wird es daher kaum hilfreich sein immer zu sagen: Iiiiich??? nein, ich hab da alles nichts mit zu tun. Die bloße Sachnähe verbietet schon eine derartige Argumentation. Und genau das ist die Hauptproblematik, wegen der hier immer der größte Widerspruch kommt.

Es wird aber nichts helfen: Über den Berg muss man erst einmal drüber, bevor es überhaupt ans diskutieren geht.

Macht ja auch alles nichts. Man muss das ja nicht tun. Nur sollte man sich eben dann nicht beschweren, dass es mit dem Zusammenwachsen allzu zähflüssig vorwärts geht.



Rot:
Es wäre dann wohl sicher am 9.11.1089 das Beste gewesen, jeder DDR-Bürger wäre, bevor er seinen Fuß auf Westgebiet setzt, auf seine politische
Integrität getestet worden.
Die Theorie, es habe nur Befürworter, Gegner oder Mitläufer gegeben, ist etwas an den Haaren herbeigezogen und beweist
recht wenig Verständnis für, geschweige denn Ahnung von die/der damalige/n Situation.
Genau das ist aber bis heute bei vielen Altbundesbürgern der Grund für das zähe Zusammenwachsenlassen.
Und auch eine der im Kopf verwurzelten Weisheiten des Herrn Grafe.
.


.
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"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
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#80

RE: Zuhörer zeigten Roman Grafe an

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 15:42
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #73
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #72
Zitat von studfri im Beitrag #69

So? Dann war die Mauer wohl doch eher der antiimperialistische Schutzwall.

Auch diesen Post kann man gut in den Tread übertragen wo es um eine hier beklagte mangelnde Verständigung ja Aussöhng von Ost und West geht, denn die hier gezeigte Grundhaltung dürfte erneut ein pars pro toto sein, warum das nicht funktioniert mit Mauern in Köpfen pp.

Mal eine ganz einfache Frage für alle in gleicher Weise denkenden: Habt Ihr schon einmal etwas von dem Begriff der "Sachnähe" gehört?


Solche Meinungen habe ich mehrfach gehört, in besagtem Bundesland (BW).
Niemand solle denken, nur weil zur Zeit ein Studienplatz belegt wird, berechtigt zu sein, den Besserwisser rauszukehren.
Ich will nicht persönlich werden, aber solche selbsernannten Experten gibt es in jedem Forum, nur dienen diese keinem Diskussionsaustausch
mit Substanz.


Kurzum: Die ehemalige DDR kann ernsthaft nur von "innen heraus" beurteilt werden, d.h. nur von denen, die sie selbst erlebt haben als damalige Bürger der DDR! Na das kann man natürlich vertreten, gehandhabt wird das etwas anders, gottlob. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur sich selbst beurteilen dürfte und alles andere an Beurteilungen mit der Maßgabe (zu recht) zurückweisen könnte: Du bist ja nicht ich.



Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Außenstehende ihre Ansichten dazu darlegen. Hat ja auch was mit sog. "Betriebsblindheit" zu tun. Nun ist es aber nicht so, daß Außenstehende, ohne diese speziellen eigenen Erfahrungen, nur ihre Sichtweise darlegen und es wird dann gemeinsam versucht, auf einen halbwegs gemeinsamen Nenner und dieser vielschichtigen Wahrheit mit viel Objektivität möglichst nahe zu kommen. Wenn mich westdeutsche Kunde fragten, wie denn die DDR-Bevölkerung die Wende sieht, habe ich immer geantwortet, daß sie hundert Leute dort befragen können und hundert verschiedene Antworten bekommen würden. Es ist aber so, daß gerade diejenigen, die das Leben in der DDR entweder nur aus Berichten, Dokumenten, aus Zeitzeugenbefragungen (die man natürlich auch so auswählen kann, daß diese dem gewünschten Ergebnis möglichst nahe kommen) oder nur aus einer Zeit kennen, die nicht typisch für die letzten 30 Jahre der DDR war, sich als Kenner der DDR-Verhältnisse aufspielen, keine andere Meinung gelten lassen, anders Denkende in die linke Ecke stellen, sie als Ewiggestrige bezeichnen und für ihre Meinungen jede Menge politische und mediale Unterstützung erhalten. Kennst Du den Spruch: Aktion = Reaktion ? Was meinst Du, woher die Vorbehalte vieler Ostdeutsche dem Westen gegenüber herkommt ? Eben aus den Verfälschungen der eigenen erlebten Biographie durch solche Leute. Das automatisch ruft Widerspruch hervor.



Heckenhaus und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2014 15:45 | nach oben springen
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