#21

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:32
von PF75 | 3.294 Beiträge

@ Rostocker
der wechselrythmus war zu meiner zeit so wie du geschrieben hast.der wechsel von nacht- auf frühschicht war besonders im sommer belastend,bis 13 uhr nachtruhe,mittag,paar dienste oder ausbildung,17 uhr abendessen und 19 uhr war schon wieder nachtruhe bevor man zum schlafen kam wars meistens schon 22 ur und dann um eis wurde man scho wieder geweckt.


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#22

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:44
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Ja, in der Grenzkompanie war das schwer zu organisieren, vor allem in der Kompaniesicherung. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir die Leute mit sowas mal richtig aus dem Schlaf geholt haben. Wenn so etwas zugeweise geprobt wurde, solten sich die Leute sogar vorher extra hinlegen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir das tatsächlich so in der GK gemacht haben. Aber wenn, dann so.

@Schreiber: Danke für die Blumen.

ciao Rainman







Kann mich auch nicht erinnern das wir zu unserer gemeinsamen Zeit auf der GK mal einen Gefechtsalarm hatten,für so nen Hokuspokus haben wir gar keine Zeit gehabt.Hatten ja genügend Lagen.




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#23

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:58
von EK 81/2 | 46 Beiträge

Zum Thema Ausbildung in der GK fällt mir nur ein dass zwei Tage im Halbjahr für die gesamte GK die Ausbildung durchgeführt wurde. Dazu wurde Alarmausgelöst, nach dem verladen ging es im Verband zum Ausbildungplatz STÜP o. ä und dann wurde am ersten Tag Krieg gespielt. Das ganze Programm wurde durch gezogen. Zur Nachtzeit wurde das Feldlager aufgebaut. Jeder hatte ja sein Zelt am Mann. Und am zweiten Tag wurde dann die Schießausbildung durchgezogen. Wen alles erfüllt, abgeschlossen und ausgewertet war ging es im verband zurück zur GK.
Einmal während meiner Zeit am Kanten haben wir im Rahmen der GK die Ausbildung für einen Tag in der Nähe der GK durchgeführt. Das war als ich in Gehrendorf stationiert war.
In meiner Zeit in der GK Horst kam es vor das der KC bzw. sein Stellvi. die Ausbildung auch schon mal mit den Uffz., also stellv.ZF und Gruppenführer, extra gemacht hat.
Was immer stattgefunden hat war die Politschulung, die gab es regelmäßig.
Versuche Frühsport durchzuführen verliefen immer in den Sand.


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#24

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Pitti53


na ja.unsere chancen als gt waren da sicher nicht sehr hoch.90% verlust hätten sicher nicht gereicht




Ja und die anderen 10% wart sicher ihr vom Stab.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#25

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:09
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Pitti53


na ja.unsere chancen als gt waren da sicher nicht sehr hoch.90% verlust hätten sicher nicht gereicht




Ja und die anderen 10% wart sicher ihr vom Stab.



feliks regimentsstab vielleicht.ich wäre bei meinen jungs vorne gewesen


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#26

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:10
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo zusammen,
ich kann mich ganz wage an eine Ausbildung erinnern.Unser Zug ist ins nahegelegene Gelände gezogen und hat versucht irgend eine Gefechtsübung durchzuführen.Mit mäßigen Erfolg.Der Höhepunkt war zum Schluß das "Leuchter" verschießen.Wir haben da unserm Leutnant gezeigt, wie hoch die Handleuchtzeichen fliegen können.Der hat große Augen gemacht.Vor allem die"dicke Berta" ist noch in der Luft ganz weit oben ausgegangen.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
zuletzt bearbeitet 21.01.2010 20:12 | nach oben springen

#27

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:16
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Mike59
Mensch Rostocker - mach mich nicht unsicher. Ist schon ewig her. Aber jetzt wo du das so schreibst. Ausgang war wirklich nach dem Frühdienst. Und der Wechsel war S-N-F.
Asche auf mein Haupt - also Ausbildungstag ohne nachfolgenden Ausgang. Die Standortstreife am Tag des Ausganges war auch so schon besch.... . nach dem Frühdienst.
Dienstbeginn war da ja auch schon gegen 02:45/03:00 Uhr

Mike59 also noch einmal Sorry



der Wechsel war bestimmt Spätaufzug-Frühaufzug-Nachtaufzug.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#28

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:23
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Mike59
Mensch Rostocker - mach mich nicht unsicher. Ist schon ewig her. Aber jetzt wo du das so schreibst. Ausgang war wirklich nach dem Frühdienst. Und der Wechsel war S-N-F.
Asche auf mein Haupt - also Ausbildungstag ohne nachfolgenden Ausgang. Die Standortstreife am Tag des Ausganges war auch so schon besch.... . nach dem Frühdienst.
Dienstbeginn war da ja auch schon gegen 02:45/03:00 Uhr

Mike59 also noch einmal Sorry



der Wechsel war bestimmt Spätaufzug-Frühaufzug-Nachtaufzug.



------------------
Ja wenn du das so möchtest ich habe keine Ahnung mehr wie es war
Mike59


zuletzt bearbeitet 21.01.2010 20:25 | nach oben springen

#29

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:27
von maja64 (gelöscht)
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Also ich hab es noch so in Erinnerung:

Erster Tag(meinetwegen) Früh,am Abend dann entweder Ausgang oder A-Gruppe auf der FÜST.
Zweiter Tag(öfters mit nen schweren Kopf) Spät.
Dritter Tag Vormittags entweder Großes Stuben und Revierreinigen,oder Politschulung,Abends dann bis zum Vierten Tag Nacht.
Und am Fünften Tag wieder alles von vorne,also Früh.





zuletzt bearbeitet 21.01.2010 20:28 | nach oben springen

#30

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:46
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Mike59
Mensch Rostocker - mach mich nicht unsicher. Ist schon ewig her. Aber jetzt wo du das so schreibst. Ausgang war wirklich nach dem Frühdienst. Und der Wechsel war S-N-F.
Asche auf mein Haupt - also Ausbildungstag ohne nachfolgenden Ausgang. Die Standortstreife am Tag des Ausganges war auch so schon besch.... . nach dem Frühdienst.
Dienstbeginn war da ja auch schon gegen 02:45/03:00 Uhr

Mike59 also noch einmal Sorry



der Wechsel war bestimmt Spätaufzug-Frühaufzug-Nachtaufzug.



------------------
Ja wenn du das so möchtest ich habe keine Ahnung mehr wie es war
Mike59



:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

der Wechsel war bestimmt Spätaufzug-Frühaufzug-Nachtaufzug. Also so kann es absolut nicht stimmen,denn die letzten waren von den Spätaufzug durch den langen Anfahrtsweg erst gegen 21.00--21.30 Uhr wieder in der GK.Und dann kam noch die Nachbereitung.Also war es nicht möglich dann so gegen 02.30 Uhr die GK zum Frühaufzug zu wecken.Und zum zweiten--Nach jeden GD blieben 4 bis 6 Kameraden noch eine weitere Schicht als Arlarmgruppe im Abschnitt,also die hätten ja bei den Frühaufzug gefehlt.Oder hätten eine 3.Schicht eingelegt.Es ist schon Richtig mit Früh-Spät-Nachtaufzug.


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#31

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:49
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von maja64
Also ich hab es noch so in Erinnerung:

Erster Tag(meinetwegen) Früh,am Abend dann entweder Ausgang oder A-Gruppe auf der FÜST.
Zweiter Tag(öfters mit nen schweren Kopf) Spät.
Dritter Tag Vormittags entweder Großes Stuben und Revierreinigen,oder Politschulung,Abends dann bis zum Vierten Tag Nacht.
Und am Fünften Tag wieder alles von vorne,also Früh
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Richtig MajaNote 1--setzen.







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#32

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 20:56
von maja64 (gelöscht)
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Übrigends Rostocker,an dem schweren Kopf war in der Ecke wo ich war immer der"böse Rhöntropfen" schuld.




zuletzt bearbeitet 21.01.2010 20:56 | nach oben springen

#33

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 21:09
von Skifreak | 10 Beiträge

Abends Rhöni, morgens Dröhni ...

nicht an alles erinnere ich mich so genau.

Skifreak


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#34

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 21:10
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Zermatt
...Es gab noch die Gefechtsmässige Grenzsicherung.

Diese sollte nur in Spannungszeiten,in Erwartung bzw bei Beginn eines Konflikts/Krieges ausgerufen werden. Die GT der DDR hatten dann ,so die Plannung,
"im Zusammenwirken mit den territorialen Kräften und Kräften der Landstreitkräfte(der NVA)
das Staatsgebiet der DDR hartnäckig und aktiv zu verteidigen"


Hallo Zermatt,

die gefechtsmäßige Grenzsicherung war eine Einsatzvariante der Grenztruppen, die eine erhöhte Stufe der Gefechtsbereitschaft voraussetzte. Bei EG (Erhöhte Gefechtsbereitschaft - unterste Stufe) konnte durchaus noch normaler Grenzdienst durchgeführt werden (Beispiel für EG = 09.11.1989). Bei GK (Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr - mittlere Stufe) wurde davon ausgegangen, dass eine Spannungsperiode herrschte. Die Einsatzszenarien gingen bis in die 80-er Jahre davon aus, dass einem möglichen, konventionell beginnenden Krieg eine mehrwöchige Spannungsperiode vorangeht. In solch einer Stufe wäre die gefechtsmäßige Grenzsicherung sehr wahrscheinlich gewesen. Die VG (volle Gefechtsbereitschaft - höchste Stufe) bedeutete, es geht jeden Moment los, oder hat sogar schon angefangen (gleich nuklear). Nach meinem Kenntnisstand wurde diese das letzte Mal 1962 im Zuge der Kuba-Krise ausgelöst. Mit VG wäre es sofort in die meist schon vorbereiteten Stellungen gegangen.

Dabei bezog die Kompanie einen Kompaniestützpunkt im Gelände, der langfristig geplant war zur Beobachtung oder Sicherung einer wichtigen Richtung oder zur Gefechtssicherung für ein im Hinterland in Stellung gegangenes Regiment. Von dieser Stellung aus wurden auch wieder Streifen oder Gefechtsvorposten ausgesandt. Dazu sollte die Kompanie keinen Abschnitt sperren. Sie hatte Aufklärungskräfte abzuwehren, Feindbewegungen zu beobachten oder im Rahmen der Gefechtssicherung den Gegner zur Einnahme einer Gefechtsordnung zu zwingen (= Verlangsamung der Bewegung und vorzeitige Preisgabe der Handlungsrichtung). Zu solchen Aufgaben würde im Gefechtsfall ein Regiment auch eine eigene Sicherung stellen. Aber im grenznahen Raum waren wir ja da. Soviel mal zu diesem Zusammenhang zwischen Gefechtsbereitschaft und gefechtsmäßiger Grenzsicherung.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 21.01.2010 21:10 | nach oben springen

#35

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 27.01.2010 09:01
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo Rainman2,

soweit die Theorie.

Was EG für eine Grenzkompanie bedeutet, durfte ich im Rahmen einer Übung auf dem Scharfenstein miterleben.
Zwei Wochen Wintercamping am Brocken in Armeezelten. Da ich nur Abkommandierter war und meine Ausrüstung "vergessen" hatte. Also nur bedingt Einsatzbereit war, wurde ich sowie die restlichen zwei Abkommandierten mit Wache ausser der Reihe "bestraft" und mussten jeden Tag 2 Stunden die Kaserne Scharfenstein bewachen. Ansonsten Normaldienst -> Was ein Hundeführer halt so den ganzen Tag treibt. Abends normal ins Bett in der Kaserne.
Aber die Kompanie Scharfenstein lebte in dieser Zeit in Zelten, ohne Warmwasser, Versorgung konnte gerade noch gewährleistet werden. Und sie schob normalen Grenzdienst, mit allem drum und dran. In Schierke spielte sich dieser Einsatz bei der KSSI auf dem Hof ab. Und der Winter 84/85 war am Brocken auch nicht ohne.

Zu VG - Stellungen und Gefechte ? Mit wem denn und womit und warum ?
Bei Nukleareinsatz wäre eh alles erledigt !
Nicht Nuklear - Meinst Du ernsthaft die Ami's und die Briten hätten sich noch einmal auf Gefechte im Hochharz eingelassen ? Nach den Kämpfen 45 im Harz und Hürtgenwald. Die sind doch nicht blöd. Die wären eiskalt drumherum. Wir wären eine Insel geworden. Oder andersherum wir wären ganz schnell Hinterland gewesen (Ost oder West). Die Grenztruppen rechts und links vom Harz wären einfach überrannt worden. Entweder von Osten oder von Westen.
Wir hatten maximal 20 Minuten, danach hätten wir uns anderen Einheiten anschließen können, dürfen oder müssen.
Dazu kommt wir waren eine Beobachter- und Wachtruppe, wir hatten gar keine richtige Infanterieausbildung.
Im Kriegsfall wären wir sofort abgeschrieben gewesen.

Soweit meine Meinung -> heute nicht anders als früher -> Ergebniss: 1 Woche GUvD und oberer Waschraum.
Du kennst Erich Kuby ? -> Ich habe Hunde versorgt, weil ich musste. Für Grabenkämpfe im Wald stehe ich nicht zur Verfügung.

Aber Deine Beschreibung von EG und VG stimmt.

@Zermatt - bei uns "Schierker Feuerstein" immer tödlich.

Gruß
Rotti


zuletzt bearbeitet 27.01.2010 09:06 | nach oben springen

#36

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 27.01.2010 11:51
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo Rainman2,

ich möchte Dich mit meinem Kommentar weder anmachen, noch runterputzen noch in Deiner Person angreifen.
Vielmehr möchte ich auf den Widerspruch zwischen Anspruch (siehe Dein Zitat) und den praktischen Möglichkeiten Hinweisen.
Der Witz bei den Grenztruppen war doch gerade Ihre kompanieweise Verteilung (bei Kompaniesicherung). Damit waren für jeden Beteiligten die Kommunikationpartner einfach weit weg. Selbst wenn alle mitgemacht hätten, wäre im Spannungsfall die Truppe weitverteilt gewesen. Es wäre von den Fähigkeiten der unteren Befehlsebene abhängig gewesen ob ein Zusammenhalt sowohl im Kleinen wie auch im Großen geschaffen und gehalten worden wäre.

Mir persönlich war die Ehrlichkeit einzelner lieber. Ich habe max. 20 Minuten. Danach sehen wir weiter. Wichtigste Aufgabe nach den 20 Minuten -> Der Anschluss an die eigene Truppe. Das ist eine Aussage mit der ich als Soldat arbeiten kann.

Gruß
Rotti


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#37

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 30.01.2010 11:46
von Ludwig | 252 Beiträge

Ich kann mich bei uns an folgende Maßnahmen der Ausbildung erinnern (1977-1979):
Halbjährliches Schießen auf dem StÜP HiBu, dazu wurde immer eine GK rausgelöst und zum Dritteldienst
übergegangen.
Einmal in den zweieinhalb Jahren Gefechtsalarm für 2 GK und den Bat.-Stab, dabei wurden wir für etwa
24 Stunden irgendwie in die Pampa verlegt (kann mich nicht mehr erinnern, wo das war)
(Dieser Alarm kostete einen ZF seine Sterne, weil er den kommandierenden Reg.Offz. in der Waffenkammer
gefragt hat, ob er nicht schlafen könne )
Ansonsten hielt sich die vorgeschriebene Ausbildung in sehr engen Grenzen, ab und zu wurde mal eine
Fahrzeugkontrolle simuliert oder der 4. Zug mußte seine SGG-9 putzen. Man ließ uns mit "bunten Maßnahmen"
weitesgehend in Ruhe. Entscheidend war für alle, daß der Grenzdienst reibungslos klappte.Und das tat er !
Ach ja, Politunterricht war regelmäßig, war aber mehr gemütliches Beisammensein bei ´ner Kanne Kaffee
und man redete über dies und das was in der Welt so passierte.



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#38

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 30.01.2010 12:06
von Rotti | 83 Beiträge

Hallo an alle nochmal,

schön das hier doch noch einer weitermacht.
Ausbildung:
Fachausbildung für und mit Hunden und Soldaten eigentlich ständig.
Polit -> regelmäßig, leider kein Kaffee und unser Polit nahm seine Aufgabe sehr ernst uns zu allseitig gestählten Soldatenpersönlichkeiten zu schulen. Meistens langweilig - die Lage verschärfte sich täglich usw. usf..
Einmal im Monat sollten wir Dienstausbildung erhalten -> Bei einer Sicherstellungskompanie geht sowas häufig nur auf Kosten der Sicherstellung der Sicherung der... und so waren dies in meiner Erinnerung Halbtagsveranstaltungen mit Schützenlöchern in Felsen ??!! graben und Sturmbahn im Regen. Unsere in Schierke wahr zwar jeden Tag präsent allerdings für die Ausbildung gesperrt !!!! In einer Sicherstellungskompanie mit Pios ein eigenwilliger Zustand.
Halbjährlich Schießausbildung in Tanne und das wars eigentlich schon.
Das Thema Angriff, Verteidigung und Nuklearangriff hatte ich ja oben schon berührt. Einfacher Befehl genügte ja oft nicht, die doofen Soldaten sollten ja auch den Sinn eines Befehls verstehen. Also sollte diskutiert werden. Der Nuklearfall. So ein Unfug. Vorallem wenn die Verständissschiene nur eine Richtung erlaubte.

Gruß
Rotti


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#39

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 30.01.2010 12:17
von Ludwig | 252 Beiträge

Hi, Rotti,
da hat man euch ja doch ganz schön gestreßt. Uns hatte es auch kurz vor Ultimo nochmal schön erwischt.
Ich wurde am 25.10.79 entlassen, 6 Wochen vorher am 17.9. gelang der legendäre Ballonflug der
Fam. Wetzel und Strelczyk in unmittelbarer Nähe von uns. Den "Oberen" schienen dann alle Sünden
einzufallen und man bemühte sich, alles Versäumte nachzuholen. Auf die letzten "Stunden" verschärfte
sich der Politunterricht, wurde sogar durch den StKPA des Bataillons geleitet (dessen Name
taucht bei R.Grafe "Eine Grenze durch D." auf und beginnt mit Bau..." ). Auch in Sachen Grenzaus-
bildung wurde angezugen, das beschränkte sich aber mehr aus`s 2. DHJ, mit uns im 3. bzw. 6.DHJ
rechnete man nicht mehr.



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#40

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 30.01.2010 14:07
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo zusammen,

ich kann hier auch nur anfügen,dass in unserer Grenzkompanie vielleicht 2-3 mal Grenzalarm in den 12 Monaten ausgelöst wurde.1 x davon war es ein "Echter".
Jedes Halbjahr halt ein mal,wenn die Neuen kamen.Danach war Ruhe.
Genauso verhielt es sich mit dem Frühsport.Der fand quasi nicht statt.Oder halt nur auf dem Papier.
Warum es eine Sturmbahn in der Kompanie gab war auch fraglich.
Bei uns hatte sie wahrscheinlich auch nur eine "Alibifunktion",denn mit der schlossen wir auch nur 1-2 x "Bekanntschaft".
Fazit:In unserer Kompanie war so gut wie nix mit Ausbildung.......zum Glück!
Es gab aber Kompanien,da ging es auch anders.....

Gruß ek40


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