#121

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.03.2013 22:57
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Zkom IV im Beitrag #111
Ich kenne einen ehem. BFC Spieler persönlich. Wir haben auch oft über den Fall Eigendorf gesprochen und über Fußball in der Zone.





Das ist aber mal eine Osterfreude - den Begriff habe ich schon lange nicht mehr gehört. Vielleicht diskutiert man dann auch qualifiziert über die Zonendödels, das drängt sich einem ja förmlich auf.

Aber ernsthaft - ich hatte wirklich angenommen, dass dieser Begriff schon jahrzehntelang Geschichte ist.

Gruss

icke



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#122

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.03.2013 23:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Hä @GGin, also das 'plump' (vielleicht auch ein Wort, welches ich zur Vermeidung von Mistverständnissen künftig meiden sollte?) bezog sich auf Dekonspiration und nicht auf Diskreditierung, na also iche gebs uff. Am besten ab #2 diesen Thread löschen und nochmal zurück auf los.
Wobei, was war jetzt nochmal gleich dös Thema *blödfrag*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#123

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.03.2013 23:18
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #122
Hä @GGin, also das 'plump' (vielleicht auch ein Wort, welches ich zur Vermeidung von Mistverständnissen künftig meiden sollte?) bezog sich auf Dekonspiration und nicht auf Diskreditierung, na also iche gebs uff. Am besten ab #2 diesen Thread löschen und nochmal zurück auf los.
Wobei, was war jetzt nochmal gleich dös Thema *blödfrag*


Genau: Löschen. Schreddern geht ja nicht. Oder? Wie wäre es mit Schwärzen? Das ist technisch möglich.

Und dann geduldig warten bis wieder ein "Kamel" oder ein Depp der "schwarzen" Usergruppe mal wieder Hunger nach Gras hat. Bitte jetzt nicht verwechseln mit ner "Tüte" , die die Sinne verwirrt.

LG von der grenzgaengerin


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#124

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 11:56
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #114
Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #110


@andy, wie ich merke fehlen dir sämtliche grundlagen des ddr- leistungssport und insbesondere der "vertrags-amateure" der fußball- liga und der oberliga (kleiner wink: ein fußballer der bsg stahl riesa war angestellter von ? der fußballer von hansa rostock? der von dynamo dresden ?)
evtl. solltest du dich auch mit der sv dynamo, dem sc dynamo und dann mit dem vertragsverhältnis der fußballer des oberligisten bfc dynamo beschäftigen. nach beendigung ihrer aktiven laufbahn, konnten spitzensportler, so auch die fußballer, schneller aus ihrem dienstverhältnis entlassen werden als ein mos´er oder ein operativer mitarbeiter des mfs, denn außer dem "bunker kienbaum" wussten sie nicht all zu viel über interne vorgänge.
wenn du heute einen ehem. spitzensportler von dynamo fragst bzgl. seines anstellungsverhältnis antwortet der doch glatt: "mdi, kader 5".

und schon weiter mit den "30" er zahlen ?


Mag sein, dass mir die Kenntnisse der vertraglichen Abwicklung des Leistungssportes in der DDR fehlen, das ist aber eigentlich auch hier nicht wichtig.

Die Frage, die hier immer noch im Raum steht ist die nach einem Dienstverhältnis zwischen Eigendorf und dem MfS welches Voraussetzung für die von Dir in Spiel gebrachte FF Eigendorf's wäre

die frage kann man eindeutig mit ja beantworten. dadurch das jeder von ihnen die verpflichtungserklärung des mfs unterschrieben hatte und angestellter dieses v.g. organs war, wurde er, wie im fall eigendorf, fahnenflüchtig...

Die Frage nach Beweisen für dieses Dienstverhältnis zwischen BFC-Spielern und der Firma beantwortest Du mit dem Verweis auf die MA-Liste in der aber nun mal lediglich 4 Spieler aufgeführt sind, zumindest habe ich nicht mehr gefunden.

Du bist dem Forum den Beweis also noch schuldig.

Nein, mit den 30"er Zahlen bin ich noch nicht weiter, letztendlich auch weil Du mir die von mir erbetenen Hinweise auch noch schuldig geblieben bist.


andy


Andy, welchen Stand die Liste hat, weeeßte sicher, und dass alle die, die kurz bis Dezember das Handtuch geworfen haben, dort schon nicht mehr drin stehen, weeeßte sicher ooch. Dass es für die angefragte Garde einfacher war, das Handtuch zu werfen, hat Feliks hier schon niedergeschrieben. Nu kannste mal 1 und 1 zusammenzählen - kommste sicher immer noch nicht auf 30 - achso da war ja noch was . . . Du hast zwar keinen Joker gezogen, aber als kleine Hilfestellung: In Deiner Liste gibt es zu den Namen auch noch diverse Zahlenkolonnen, und da kommt irgendwo auch eine 30 vor. Noch lauter lass ich´s aber nicht klingeln. Auch wenn hier einzelne Trickfilmfiguren und/oder Püppchen gerne alles schön mundgerecht und vorgekaut hätten.

Und Deine explizite Nachfrage nach weiteren Beweisen wird wohl außer den Betroffenen heute kaum jemand stichhaltig nachweisen können. Aber wen es wirklich interessiert, der wird die von Gilbert empfohlene Studienanfrage sicher auslösen.

Mal so als parallelen Denkanstoß: Da gab es mal diverse Wintersportler, die ganz offiziell mit ihrem Dienstgrad der NVA genannt wurden. . .

Ist zwar auch kein Beweis, aber vielleicht hilfreich beim Denken - so man denn überhaupt will.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#125

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 14:03
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #124


Mal so als parallelen Denkanstoß: Da gab es mal diverse Wintersportler, die ganz offiziell mit ihrem Dienstgrad der NVA genannt wurden. . .



Nicht nur Wintersportler, auch an einen Boxer kann ich mich da erinnern.

Ansonsten ist mir das heute relativ Rille, wer als Fußballer welchen Dienstgrad hatte. Eine improvisierte Offiziersmannschaft, der Gedanke allein ist schon gruselig und lächerlich genug. Mir fällt da immer wieder unser Galgenhumor gegen Spieler, wie z.B. Rudwaleit und Riediger, ein, die fast jeder kennen dürfte.


EK 83 II
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#126

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 14:28
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von derpae.der99 im Beitrag #125
Zitat von werner im Beitrag #124


Mal so als parallelen Denkanstoß: Da gab es mal diverse Wintersportler, die ganz offiziell mit ihrem Dienstgrad der NVA genannt wurden. . .



Nicht nur Wintersportler, auch an einen Boxer kann ich mich da erinnern.

Ansonsten ist mir das heute relativ Rille, wer als Fußballer welchen Dienstgrad hatte. Eine improvisierte Offiziersmannschaft, der Gedanke allein ist schon gruselig und lächerlich genug. Mir fällt da immer wieder unser Galgenhumor gegen Spieler, wie z.B. Rudwaleit und Riediger, ein, die fast jeder kennen dürfte.



Es gab doch den ASK (Armeesportklub). Meines Wissens hatten die alle einen militärischen Dienstgrad.



zuletzt bearbeitet 30.03.2013 14:28 | nach oben springen

#127

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 14:37
von Polter (gelöscht)
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Wie komme ich ohne Überleitung auf das Ausgangsthema zurück?
Das Thema interessiert mich schon, weil es ja so viele angebliche Rachakte, Mordaufträge und Attentate des MfS gab. Also Mielke, der Erich
wird zitiert, daß mit Verrätern ...kurzer Prozeß....ohne Urteil....usw. War das der konkrete Auftrag/Befehl den Eigendorf zu töten?


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#128

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 19:48
von utkieker | 2.922 Beiträge

Nicht wenige Sportler kehrten der DDR, aus welchen Grund auch immer, den Rücken. Nicht nur Fußballer nutzten die Gelegenheit sich gen Westen zu verabschieden. Nur von Eigendorf ist bekannt, daß er eines nicht natürlichen Todes starb. Viel Geschrei und wenig Wolle könnte man meinen. Unter den Sportlern waren auch Armeesportler des ASK oder Sportler der SV Dynamo mit Dienstgrad und Dienstverpflichtung.
Die überwiegende Mehrheit der Sportler zeigte Teamgeist und kam mitsamt der Mannschaft wieder in die DDR zurück.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#129

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 19:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von utkieker im Beitrag #128
Nicht wenige Sportler kehrten der DDR, aus welchen Grund auch immer, den Rücken. Nicht nur Fußballer nutzten die Gelegenheit sich gen Westen zu verabschieden. Nur von Eigendorf ist bekannt, daß er eines nicht natürlichen Todes starb. Viel Geschrei und wenig Wolle könnte man meinen. Unter den Sportlern waren auch Armeesportler des ASK oder Sportler der SV Dynamo mit Dienstgrad und Dienstverpflichtung.
Die überwiegende Mehrheit der Sportler zeigte Teamgeist und kam mitsamt der Mannschaft wieder in die DDR zurück.

Gruß Hartmut!


Da hast du schon recht, aber wie ich es bisher herausgelesen habe gehörte er zu den geliebten persönlichen Spielzeugen des obersten Übungsleiters und wenn der den sogar nachts wegen Privatkram rausklingeln konnte, kann ich mir lebhaft vorstellen das da einer bestimmt ganz schön übergeschäumt ist vor Wut als ihm die Kunde vom Verrat überbracht wurde.
Man könnte vermuten das dann durchaus ein Befehlchen rausging was natürlich nicht schriftlich festgehalten wurde.
Denkbar wärs, so menschlich und taktisch, von zartem Gemüt war er ja bestimmt nicht, der Papa vom geliebten Club.


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.03.2013 20:05 | nach oben springen

#130

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 20:17
von Kimble | 397 Beiträge

Teamgeist und Dienstverpflichtungen dürfen bei einer so wichtigen Entscheidung wie die DDR dauerhaft zu verlassen niemals eine Rolle spielen.
Sonst wäre man ja Stasi voll auf den Leim gegangen. Diese Dienstverpflichtung, sportlich macht die doch keinen Sinn, war doch wie eine Fessel.

Flucht war eine Entscheidung für's Leben. Die mußte man gut abwägen. Nur aus einer Sektlaune heraus hat diesen Schritt doch kaum einer getan.
Eigendorf wird seine Gründe gehabt haben und die müssen sehr gewichtig gewesen sein.

Er war in der DDR sicher priveligiert. Eventuell nicht ganz so dolle wie diese Vorzeige- Eisprinzessin. Aber materiell war er sicher gut versorgt.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#131

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 20:30
von damals wars | 12.177 Beiträge

Wenn man den Hubertusknaben glauben darf, sah Mielke sich schon zu Lebzeiten als historische Persönlichkeit,
so das jeder "Fur." den er schriftlich von sich gab, archiviert wurde.
Kaum zu glauben, das er nach dem Unfall nichts zu Papier gab.
Vielleicht war es ja nicht das, was von ihm "erwartet wurde"?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#132

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.03.2013 20:39
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #128
Nicht wenige Sportler kehrten der DDR, aus welchen Grund auch immer, den Rücken. Nicht nur Fußballer nutzten die Gelegenheit sich gen Westen zu verabschieden. Nur von Eigendorf ist bekannt, daß er eines nicht natürlichen Todes starb. Viel Geschrei und wenig Wolle könnte man meinen. Unter den Sportlern waren auch Armeesportler des ASK oder Sportler der SV Dynamo mit Dienstgrad und Dienstverpflichtung.
Die überwiegende Mehrheit der Sportler zeigte Teamgeist und kam mitsamt der Mannschaft wieder in die DDR zurück.

Gruß Hartmut!

Aber einige waren es schon. Und man sollte bedenken:
"Die 34-jährige Mexikanerin hat die Ausstellung "ZOV Sportverräter - Spitzenathleten auf der Flucht", die vom 22. Juli bis 28. August im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen ist, künstlerisch umgesetzt. Sie zeigt die Geschichte von 15 geflohenen DDR-Sportlern.
ZOV steht für "Zentraler Operativer Vorgang". So nannte das DDR-Ministerium für Staatssicherheit unter dem Stichwort "Sportverräter" jene Akte, in der es Informationen über republikflüchtige Sportler sammelte. "Die Flucht eines Spitzensportlers war für die SED-Führung immer ein PR-Desaster, da die Athleten eigentlich als Aushängeschilder des sozialistischen Systems galten", sagt der Historiker und Ausstellungskurator René Wiese. "
http://www.t-online.de/regionales/id_482...us-der-ddr.html


Intellektuelle spielen Telecaster
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#133

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 08:59
von utkieker | 2.922 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #132
Zitat von utkieker im Beitrag #128
Nicht wenige Sportler kehrten der DDR, aus welchen Grund auch immer, den Rücken. Nicht nur Fußballer nutzten die Gelegenheit sich gen Westen zu verabschieden. Nur von Eigendorf ist bekannt, daß er eines nicht natürlichen Todes starb. Viel Geschrei und wenig Wolle könnte man meinen. Unter den Sportlern waren auch Armeesportler des ASK oder Sportler der SV Dynamo mit Dienstgrad und Dienstverpflichtung.
Die überwiegende Mehrheit der Sportler zeigte Teamgeist und kam mitsamt der Mannschaft wieder in die DDR zurück.

Gruß Hartmut!

Aber einige waren es schon. Und man sollte bedenken:
"Die 34-jährige Mexikanerin hat die Ausstellung "ZOV Sportverräter - Spitzenathleten auf der Flucht", die vom 22. Juli bis 28. August im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen ist, künstlerisch umgesetzt. Sie zeigt die Geschichte von 15 geflohenen DDR-Sportlern.
ZOV steht für "Zentraler Operativer Vorgang". So nannte das DDR-Ministerium für Staatssicherheit unter dem Stichwort "Sportverräter" jene Akte, in der es Informationen über republikflüchtige Sportler sammelte. "Die Flucht eines Spitzensportlers war für die SED-Führung immer ein PR-Desaster, da die Athleten eigentlich als Aushängeschilder des sozialistischen Systems galten", sagt der Historiker und Ausstellungskurator René Wiese. "
http://www.t-online.de/regionales/id_482...us-der-ddr.html

Klar Schuddel,

daß bestreite ich auch gar. Es beweist 1.) den langen weitreichenden Arm des MfS und 2.) das betreffende Sportler eine Akte hatten. Aber hierzu zählten auch Kunst- und Kulturschaffende, welche nach einer Tournee nicht wiederkehrten, Dienstreisende, die im Westen verblieben oder Seeleute die in fremden Häfen strandeten. Nicht alle lebten in Saus und Braus aber ich kenne auch Niemanden, der im Westen sein Heil suchte, ernsthaft durch die Stasi gelitten hatte. Weder Ute Freudenberg, Veronika Fischer, Jürgen Sparwasser nicht einmal der fahnenflüchtige Hans Georg Aschenbach sind wirklich "Opfer" geworden.
Was mache ich mit Jenen, die wirklich schikaniert wurden? Weber, Kotte, Müller beispielsweise aus dem DDR- Fußballspitzensport und nicht zu vergessen das Radsport- As Wolfgang Lötzsch guckst du hier: Sportsfreund Lötzsch_Der Rebell, der unters Rad kam. Vor Lötzsch habe ich riesengroßen Respekt und ziehe meinen Hut vor seiner Lebensleistung!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 31.03.2013 09:38 | nach oben springen

#134

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 10:11
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #132
Zitat von utkieker im Beitrag #128
Nicht wenige Sportler kehrten der DDR, aus welchen Grund auch immer, den Rücken. Nicht nur Fußballer nutzten die Gelegenheit sich gen Westen zu verabschieden. Nur von Eigendorf ist bekannt, daß er eines nicht natürlichen Todes starb. Viel Geschrei und wenig Wolle könnte man meinen. Unter den Sportlern waren auch Armeesportler des ASK oder Sportler der SV Dynamo mit Dienstgrad und Dienstverpflichtung.
Die überwiegende Mehrheit der Sportler zeigte Teamgeist und kam mitsamt der Mannschaft wieder in die DDR zurück.

Gruß Hartmut!

Aber einige waren es schon. Und man sollte bedenken:
"Die 34-jährige Mexikanerin hat die Ausstellung "ZOV Sportverräter - Spitzenathleten auf der Flucht", die vom 22. Juli bis 28. August im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen ist, künstlerisch umgesetzt. Sie zeigt die Geschichte von 15 geflohenen DDR-Sportlern.
ZOV steht für "Zentraler Operativer Vorgang". So nannte das DDR-Ministerium für Staatssicherheit unter dem Stichwort "Sportverräter" jene Akte, in der es Informationen über republikflüchtige Sportler sammelte. "Die Flucht eines Spitzensportlers war für die SED-Führung immer ein PR-Desaster, da die Athleten eigentlich als Aushängeschilder des sozialistischen Systems galten", sagt der Historiker und Ausstellungskurator René Wiese. "
http://www.t-online.de/regionales/id_482...us-der-ddr.html


Ich würde auch von Verrat sprechen! Wo kommen wir hin, wenn nicht.
Ein Sportsoldat der Bundeswehr nimmt die günstige Gelegenheit war und folgt den hier gelegentlichen angebotenen Hinweisen zu
Asylländern: Nordkorea, Cuba usw. Er kehrt von einem " sportlichen Auslandseinsatz " nicht nach Deutschland zurück.
Er ist vereidigter Bundeswehroffizier, der nach Beendigung seiner Sportkarriere auf einen Generalskarriere gehofft hat. Na ja....
Er kann z.B. in China seinen sportlichen Ambitionen verwirklichen. Bekommt Knete ohne Ende und bedient die kommunistische
Propaganda. Nicht nur einmal,
sondern immer wieder wird das Rad gedreht. Nicht nur von der chinesischen Schreiberlin. Es finden
sich Länder in sportlicher Konkurrenz, die sich vor Lachen den Bauch halten.
Und wenn dieser Bundeswehrsportler noch ein niedliches Baby und einer hübschen Blondine zurück läßt........Was beinahe noch schlimmer ist, er war mein Nachbar, von dem ich so etwas nie gedacht habe. Er war so nett und immer freundlich. Und er wurde von meinem Steuergeld bezahlt.


zuletzt bearbeitet 31.03.2013 10:11 | nach oben springen

#135

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 10:42
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Frohe Ostern.........

Ich bin ja relativ neu dabei, mir fallen hier so einige Dinge regelrecht ins Auge.....

Die Gruppe Staatssicherheit redet fast immer um den "heißen Brei" herum. Zum 2. scheinen die Herren noch immer der Meinung zu sein, dass das, was sie über X Jahre gemacht haben, völlig ok war.

Insbesondere fällt mir auf, dass noch immer diese Menschenverachtenden Aussagen getroffen werden wie Elemente, etc. Menschen sind Menschen und keine Elemente.

Toleranz gehörte während des DDR Regimes zum Fremdwort des Wortschatzes und gehört noch immer dazu.

Insgesamt gefällt mir das pure "Angiften" manchmal ganz und gar nicht.

Den Hut nehme ich vor Raiman2 ab, der fast immer offen und ehrlich antwortet, sagt: Damals haben wir das so gesehen. Heute, mit der Erkenntnis von......... sehe ich vieles als Fehler.

Eine spezielle Frage hätte ich an Gilbert W: Ich habe bisher nicht einen Bericht der BStU gesehen, in der alles Klein geschrieben wurde. Wie verträgt sich Deine jetzige Schreibweise mit der gelernten Groß- Kleinschreibung, wie sie ja im Mfs angewandt wurde?

Oder wird nur der Teil des "bequemen" Westens und dem Zeitalter Chat-, PC- Kultur angenommen, der einem in den persönlichen Kram passt?

Um es abschließend klar zu stellen: Es liegt mir fern, hier irgendjemanden anzumachen oder anmachen zu wollen. Nur da passt was nicht.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Harra318 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.03.2013 10:44 | nach oben springen

#136

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 12:02
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #135

Eine spezielle Frage hätte ich an Gilbert W: Ich habe bisher nicht einen Bericht der BStU gesehen, in der alles Klein geschrieben wurde. Wie verträgt sich Deine jetzige Schreibweise mit der gelernten Groß- Kleinschreibung, wie sie ja im Mfs angewandt wurde?

Oder wird nur der Teil des "bequemen" Westens und dem Zeitalter Chat-, PC- Kultur angenommen, der einem in den persönlichen Kram passt?

Um es abschließend klar zu stellen: Es liegt mir fern, hier irgendjemanden anzumachen oder anmachen zu wollen. Nur da passt was nicht.

Mfg Berlin


Warum machst Du es dann und lieferst zu deiner Frage gleich noch die gewünschte\unterstellte Antwort dazu?

Bisschen sehr billig/plump der Versuch!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
bendix hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 14:47
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #93
Hmmmmmm, oder galt am Ende dieses Zitat:
"... Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse, Genossen. Hinrichten, wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil."



Das ganze Zitat mal:
Wir sind nicht gefeit, leider, dass auch mal ein Schuft noch unter uns sein kann, wir sind nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann würde er ab morgen schon nicht mehr leben. Ganz kurz – Prozess. Aber weil ich Humanist bin, deshalb habe ich solche Auffassungen. Lieber Millionen Menschen vor’m Tode retten als wie einen Banditen leben lassen, der also uns dann also die Toten bringt. [… unverständlich …] mal richtig erklären, warum man so hart sein muss. All das Geschwafel von wegen nicht hinrichten und nicht Todesurteil – alles Käse is' Genossen. Hinrichten den Menschen ohne [… unverständlich …], ohne Gerichtsbarkeit und so weiter.“

– Erich Mielke: Originalton, wiedergegeben in MDR/ARTE

Warum wird das Zitat immer so verkürzt wiedergegeben? Und scheinbar auch noch verfälscht ?
Im Zeitalter der Kriegsdrohnen könnte sich doch der Friedensnobelpreisträger Obama darauf berufen !


Feliks D. und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#138

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 15:14
von Polter (gelöscht)
avatar

gelöscht, da doppelt


zuletzt bearbeitet 31.03.2013 15:17 | nach oben springen

#139

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 16:25
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Auf der "Todesliste" von Mielke dürften eher solche "Kaliber" wie z.B. Weinhold und Stiller gestanden haben. Aber ein (besoffen) gegen den Baum fahrender Fußballer bringt für bunte Blätter mehr Zeilen für Verschwörungstheorien. Das MfS hatte sicherlich wichtigere Aufgaben.



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#140

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.03.2013 16:42
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #139
Auf der "Todesliste" von Mielke dürften eher solche "Kaliber" wie z.B. Weinhold und Stiller gestanden haben. Aber ein (besoffen) gegen den Baum fahrender Fußballer bringt für bunte Blätter mehr Zeilen für Verschwörungstheorien. Das MfS hatte sicherlich wichtigere Aufgaben.



Die Firma hat sich noch um wesentlicher kleinere Kaliber gekümmert.


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