#21

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:15
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D. im Beitrag #18


Das mit der Liebe und dem alten Bekannten stammt von Frau E. persönlich, sie äußerte sich in einer Dokumentation dahingehend.




Hallo Feliks,

ist diese Dokumentation zugänglich? Ein link wäre super.

LG von der grenzgaengerin


nach oben springen

#22

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #20
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #4
Von Mielke sind ja solche Reden im Original überliefert. "Verräter erschießen, ick würde kurzen
Prozess machen" und so. Und im Westen nachgestellt hat die Stasi solchen Leuten nachweislich mit großem Aufwand. Denkbar
wäre es leider.


Und wieviel belastbar bewiesene Umsetzungen davon gab es real?



Ich denke ein Geheimdienst und damit meine ich alle Geheimdienste, macht so etwas unnachweisbar, sonst wärs ja Stümperei.


nach oben springen

#23

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:24
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #18
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #13
Zitat von Feliks D. im Beitrag #9
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #7
Ich drehe den Spieß mal um: Gibt es Beweise oder stichhaltige Hinweise, dass das MfS unschuldig ist?


Na na, wir werden doch nicht immer so stolz auf den Rechtsstaat sein und jetzt die Unschuldsvermutung aushebeln wollen?

Naja, immerhin gibt es ja die Aussage :"Stasi-Mitarbeiter Karl-Heinz Felgner sagte vor dem Landgericht Düsseldorf aus, dass er einen Mordauftrag für Eigendorf erhalten habe, ihn aber nie ausgeführt habe." Also da ergeben sich schon Anfangsverdachtsmomente und die Unschuldsvermutung wackelt ein wenig.......


Ja ja, was manche so erzählen um sich wichtig zu machen ist schon kurios! Ein verurteilter Gewohnheitsverbrecher, wurde ja scheinbar als sehr glaubwürdig und fundiert eingeschätzt diese Aussage, anders kann ich mir die Betriebsamkeit des verantwortlichen StA nicht erklären.

Das mit der Liebe und dem alten Bekannten stammt von Frau E. persönlich, sie äußerte sich in einer Dokumentation dahingehend.

Na ja meld sich mal wer wenn es FAKTEN dazu gibt, bis dahin lass ich euch mal alleine mit euren Verschwörungstheorien.

Hallo,
es dürfte ja wohl bekannt sein,das sich MfS und andere"Dienste"sich diese"Arbeit" von einem gewissen Milieu ausführen lassen.Nur um selbst nicht
in Erscheinung zu treten.So hat man stets eine"reine Weste".Umso besser,wenn er vorbestraft ist,der Verdacht fällt ja auf ihn.
Nicht so blauäugig sein


nach oben springen

#24

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:24
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #18


Ja ja, was manche so erzählen um sich wichtig zu machen ist schon kurios! Ein verurteilter Gewohnheitsverbrecher, wurde ja scheinbar als sehr glaubwürdig und fundiert eingeschätzt diese Aussage, anders kann ich mir die Betriebsamkeit des verantwortlichen StA nicht erklären.

Das mit der Liebe und dem alten Bekannten stammt von Frau E. persönlich, sie äußerte sich in einer Dokumentation dahingehend.

Na ja meld sich mal wer wenn es FAKTEN dazu gibt, bis dahin lass ich euch mal alleine mit euren Verschwörungstheorien.


Rot:
Berlin, den 25. März 1980. Peter Hommann liegt neben Gabriele Richter. Gabriele war verheiratet mit Lutz Eigendorf, aber am 7. Juni 1979 ist die Scheidung ausgesprochen worden. Einen Tag danach hat sie sich mit ihm verlobt. Kurze Zeit später haben sie geheiratet und jetzt ist Gabriele schwanger! Peter ist zufrieden, das war seine Absicht.
Gabriele war eine Jugendliebe. Kurz nach der Flucht ihres Mannes sind sie einander begegnet. Gabriele war verunsichert und nervös. Sie wußte natürlich, daß die Stasi alles beobachtete, weil sie ihre Flucht mit Tochter Sandy oder das Aufsuchen der westdeutschen Vertretung in Ostberlin.befürchteten. Sie hatte gesehen, daß ihr Haus überwacht und sie durch verschiedene Männer verfolgt wurde. Auch wusste sie, daß ihre Post abgefangen wurde. Nur ein Brief war von Lutz angekommen, obwohl er darin geschrieben hatte, daß er sie und Sandy über alles liebt.

Im Moment ihrer „zufälligen“ Begegnung mit dem Freund verflossener Zeiten war Sie zutiefst bestürzt. Sandy war drei Tage durch die Stasi entfuhrt und sie dadurch furchtbar ängstlich und vereinsamt gewesen.
Er ist im richtigen Moment gekommen. Ein hochgewachsener, athletischer Mann von 24 Jahren mit einem anziehenden Gesicht und blauen Augen. Gabriele schläft gerade, zuvor hat sie wieder Stunden mit ihm geredet. Er weiß alles über Gabriele. Sie hingegen nichts über ihn. Er ist Stasi-Mitarbeiter.

http://www.ddr-diktatur.de/Texte/proj-sport1.htm

Aber um um einen verurteilten Gewohnheitsverbrecher anzuwerben, dazu war sich das MfS nicht zu schade..........
"Karl-Heinz Felgner, alias IM „Klaus Schlosser“, ist mitleidslos und extrem gefährlich. 1969 saß er als 25jähriger wegen mehrfacher Körperverletzung, gewaltsamer Unzucht und Beihilfe zum Raub schon vier Jahre im Gefängnis Leipzig ein. In dieser Situation wurde er wie viele andere von der Stasi als IM angeworben. Die Stasi hatte einen gewaltsamen Mitarbeiter und „Klaus Schlosser“ vorzeitige seine Freiheit gewonnen."


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#25

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:28
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #24
Zitat von Feliks D. im Beitrag #18


Ja ja, was manche so erzählen um sich wichtig zu machen ist schon kurios! Ein verurteilter Gewohnheitsverbrecher, wurde ja scheinbar als sehr glaubwürdig und fundiert eingeschätzt diese Aussage, anders kann ich mir die Betriebsamkeit des verantwortlichen StA nicht erklären.

Das mit der Liebe und dem alten Bekannten stammt von Frau E. persönlich, sie äußerte sich in einer Dokumentation dahingehend.

Na ja meld sich mal wer wenn es FAKTEN dazu gibt, bis dahin lass ich euch mal alleine mit euren Verschwörungstheorien.


Rot:
Berlin, den 25. März 1980. Peter Hommann liegt neben Gabriele Richter. Gabriele war verheiratet mit Lutz Eigendorf, aber am 7. Juni 1979 ist die Scheidung ausgesprochen worden. Einen Tag danach hat sie sich mit ihm verlobt. Kurze Zeit später haben sie geheiratet und jetzt ist Gabriele schwanger! Peter ist zufrieden, das war seine Absicht.
Gabriele war eine Jugendliebe. Kurz nach der Flucht ihres Mannes sind sie einander begegnet. Gabriele war verunsichert und nervös. Sie wußte natürlich, daß die Stasi alles beobachtete, weil sie ihre Flucht mit Tochter Sandy oder das Aufsuchen der westdeutschen Vertretung in Ostberlin.befürchteten. Sie hatte gesehen, daß ihr Haus überwacht und sie durch verschiedene Männer verfolgt wurde. Auch wusste sie, daß ihre Post abgefangen wurde. Nur ein Brief war von Lutz angekommen, obwohl er darin geschrieben hatte, daß er sie und Sandy über alles liebt.

Im Moment ihrer „zufälligen“ Begegnung mit dem Freund verflossener Zeiten war Sie zutiefst bestürzt. Sandy war drei Tage durch die Stasi entfuhrt und sie dadurch furchtbar ängstlich und vereinsamt gewesen.
Er ist im richtigen Moment gekommen. Ein hochgewachsener, athletischer Mann von 24 Jahren mit einem anziehenden Gesicht und blauen Augen. Gabriele schläft gerade, zuvor hat sie wieder Stunden mit ihm geredet. Er weiß alles über Gabriele. Sie hingegen nichts über ihn. Er ist Stasi-Mitarbeiter.

http://www.ddr-diktatur.de/Texte/proj-sport1.htm

Aber um um einen verurteilten Gewohnheitsverbrecher anzuwerben, dazu war sich das MfS nicht zu schade..........
"Karl-Heinz Felgner, alias IM „Klaus Schlosser“, ist mitleidslos und extrem gefährlich. 1969 saß er als 25jähriger wegen mehrfacher Körperverletzung, gewaltsamer Unzucht und Beihilfe zum Raub schon vier Jahre im Gefängnis Leipzig ein. In dieser Situation wurde er wie viele andere von der Stasi als IM angeworben. Die Stasi hatte einen gewaltsamen Mitarbeiter und „Klaus Schlosser“ vorzeitige seine Freiheit gewonnen."

ist ja sehr interessant


nach oben springen

#26

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:31
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Das Kind war drei Tage "verschwunden"...wenn das kein Druck auf eine Mutter ist!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

nach oben springen

#27

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:32
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Antworten liefert Onkel Google zur genüge. Man gebe z.B. "Berger und Eigendorf" ein. Auch Video-Dokus werden dazu angeboten. Letztendlich kann man sich nur eine Antwort konstruieren. Vorstellbar ist da alles mögliche.

Die "Akte" Jörg Berger / Eigendorf bei Minute 8


EK 83 II
zuletzt bearbeitet 27.03.2013 23:44 | nach oben springen

#28

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:38
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Hallo Feliks,

der Fall Eigendorf war so brisant, dass er im "Kollegenkreisen" bestimmt auch diskutiert wurde, auch wenn man persönlich nicht in dem Vorgang involviert war. Ich sag einfach, solange Du den einzelnen Beiträgen hier nicht widersprichst, werte ich das für mich als Zustimmung.

LG von der grenzgaengerin


nach oben springen

#29

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:46
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #20
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #4
Von Mielke sind ja solche Reden im Original überliefert. "Verräter erschießen, ick würde kurzen
Prozess machen" und so. Und im Westen nachgestellt hat die Stasi solchen Leuten nachweislich mit großem Aufwand. Denkbar
wäre es leider.


Und wieviel belastbar bewiesene Umsetzungen davon gab es real?



z.B. Wolfgang Welsch!


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#30

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.03.2013 23:49
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Die BStU-Mitarbeiter Kretschmer und Welzel konnten darüber nichts finden. Welzel entdeckt jedoch ein anderes Dokument. Es ist ein handschriftliches Dokument vom 19. September 1983 der bereits genannten Abteilung XXII. In diesem Vermerk wird geschrieben über chemische Substanzen anhand von Fallbeispielen aus der Praxis. Ausführlich wird auf ein namentlich nicht genanntes Mittel eingegangen, daß Lähmungserscheinungen ebenso bewirkt wie ein Nachlassen der Sinnesorgane, vor allem der Sehfähigkeit.

Dieses Mittel kann auf verschiedene Weise zugeführt werden. Auf Seite 22 ist zu lesen unter der Überschrift „Personengefährdung“ in Zeile 9: Zum Beispiel E.. "was im Raum führt langfristig zum Tode"? In Zeile 13 verweist ein Pfeil nach: Unfallstatistiken? Dahinter steht: von aussen ohnmächtig? In der nächsten Zeile wird „verblitzen“ genannt. Dahinter folgt der Zusatz Eigendorf. Die Abkürzung E. von Zeile 9 ist von derselben Hand geschrieben wie der Name Eigendorf von Zeile 14. Unter dem Namen Eigendorf steht hinzugefügt: "Narkosemittel".

Heribert Schwan ist fast sicher, daß es sich hier um Pläne zur Tötung Eigendorfs handelt. Der Name Eigendorf ist selten in Deutschland und Abteilung XXII genau die Abteilung für Mordanschläge gegen „Verräter“.


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#31

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 00:33
von Kimble | 397 Beiträge

Man betrachte die Fakten. Die Firma die alle so lieb hatte, was gibt es für gesicherte Erkenntnisse:

-Der Anfüher war ein Polizistenmörder und erklärte im gar nicht mal so kleinen Kreis des öfteren die Tötung vom Gegnern sei legitim.

-Die Firma hatte kein Problem damit, zeitweise sogar ganze Krematorien zu übernehmen um dort heimlich und ungestört Sachen zu regeln.

-Die Firma verfügte offenbar über Personal was willig war, auf Befehl Gegner zu töten. (Fall Gartenschläger)

-Bis in die 80er ließ man Verräter aus den eigenen Reihen hinrichten. Tötungen als legitimes Mittel der Bestrafung.

-Es gab Gedankenspiele oder waren es nur Neuerervorschläge wie man Gegner ausschalten konnte ? Passend zu konkreten Namen ausgearbeitet.
Das MfS- Mitarbeiter nicht davor zurück schreckten sowas dann sogar auf Papier niederzuschreiben zeigt mir, sie dachten es wäre so in Ordnung.

Alltagsgeschäft war das alles freilich im MfS nicht. Die DDR war eben nicht Chile wo Menschen einfach spurlos verschwunden sind.
Die Hauptbeschäftigung beim MfS waren aber auch nicht die vielen LPG- Anzünder und die Auslandsaufklärung wie man uns gerne weißmachen will.
Es war ein Instrument der SED um Oposition zu unterdrücken, zu kriminalisieren, wegen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte einzusperren.
Menschen wegen einer anderer Meinung zu quälen. Wie konnte man so einen Beruf wie Vernehmer im MfS überhaupt lieben ?

Jetzt die große Frage: Was ist im Fall Eigendorf denkbar, was vollig abwegig oder was war völlig ausgeschlossen ?


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
Schuddelkind und Major Tom haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#32

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 08:47
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

wieder so ein herrliches uralt thema wo jeder kräftig orakeln und als hobbyhistoriker noch richtig einen obendrauf legen kann... am interessantesten wird es, wenn die angeblichen verfechter der demokratie mal ihr wahres ich zeigen und die unschuldsvermutung aushebeln wollen.



Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #11
Hatten die Spieler oder einige Spieler des BFC überhaupt ein offizielles oder inoffizielles Dienstverhältnis mit dem MfS, ich mein auch mit Dienstgrad und so?


die frage kann man eindeutig mit ja beantworten. dadurch das jeder von ihnen die verpflichtungserklärung des mfs unterschrieben hatte und angestellter dieses v.g. organs war, wurde er, wie im fall eigendorf, fahnenflüchtig.
die eigentliche brisanz im fall lutz eigendorf war, das mielke ihn wie eine art ziehsohn behandelte und auch jeden privaten wunsch erfüllte. es gibt genug ehem. sportler, die das z.t. arrogante auftreten von lutz eigendorf kannten und auch seine damalige prahlsucht mit dem verhätnis zu mielke. wenn lutz eigendorf "mal wieder richtig in form war", dann rief er mielke auch mal in der nacht an um seine extra wünsche befriedigt zu bekommen...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#33

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 09:02
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #32

wieder so ein herrliches uralt thema wo jeder kräftig orakeln und als hobbyhistoriker noch richtig einen obendrauf legen kann... am interessantesten wird es, wenn die angeblichen verfechter der demokratie mal ihr wahres ich zeigen und die unschuldsvermutung aushebeln wollen.



Meiner Meinung bezieht sich die Unschuldsvermutung auf Personen und da explizit in Strafverfahren. Und in diesem thread hat keiner einer Person eine strafbare Handlung unterstellt. Sondern es geht um das Agieren einer Organistion.

LG von der grenzgaengerin


nach oben springen

#34

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 09:18
von Uleu | 528 Beiträge

Das ein Nachrichtendienst sich mit Verrätern beschäftigt, ist doch normal. Und diese wissen auch sehr gut, dass ein Dienstverhältnis mit einem Nachrichtendienst nicht einfach fristlos gekündigt werden kann. Das war so, und das ist so. Manch einer wird dann danach von seiner Unfallversicherung in eine höhere Risikoklasse eingestuft. Das wissen sie aber auch vorher. Manch einer hat dann einen Unfall, und manch einer hat ihn auch " verdient ".
Im Fall Eigendorf aber Spekulation.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
DoreHolm und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#35

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 09:27
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

"die frage kann man eindeutig mit ja beantworten. dadurch das jeder von ihnen die verpflichtungserklärung des mfs unterschrieben hatte und angestellter dieses v.g. organs war, wurde er, wie im fall eigendorf, fahnenflüchtig.
die eigentliche brisanz im fall lutz eigendorf war, das mielke ihn wie eine art ziehsohn behandelte und auch jeden privaten wunsch erfüllte. es gibt genug ehem. sportler, die das z.t. arrogante auftreten von lutz eigendorf kannten und auch seine damalige prahlsucht mit dem verhätnis zu mielke. wenn lutz eigendorf "mal wieder richtig in form war", dann rief er mielke auch mal in der nacht an um seine extra wünsche befriedigt zu bekommen... "

menschliche Abgründe tun sich auf. Da hat Mielke nach dem Tod von Eigendorf sich bestimmt ein Gläschen Rotkäppchen genehmigt.
Der Rostfleck war mal weg vom Schwert.
Ist ja wieder voll der Stasisprech dieser Text.
Und zu dem Vorpost: der Mann war

Fussballer

!


zuletzt bearbeitet 28.03.2013 09:28 | nach oben springen

#36

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 09:34
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #31

-Die Firma verfügte offenbar über Personal was willig war, auf Befehl Gegner zu töten. (Fall Gartenschläger)




DDR 16 Mio Einwohner.
USA 240 Mio Einwohner, Faktor 15.

Nicaragua, Chile, CIA, Revolten in Griechenland, Stützung der spanischen Dikatatur, Argentinien, Panama, Mossadegh-Iran.
Gladio-Bomben in italien, München-Oktoberfest.

Ich denke sowohl die DDR allein oder auch der WP hat da mit der Staatsgrenze West, 1953 in Berlin, 1956 in Budapest, 1968 Prag
oder Militärecht unter Jaruselski eine deutlich kleinere Blutspur zurückgelassen.

Ja, es gab Gewalt zum Zweck des Systemerhaltes. Und spezielle an der Staatsgrenze West, was die für eine Bedeutung
hatte wußte jeder Bürger der DDR genau.



nach oben springen

#37

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 10:06
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #13
Zitat von Feliks D. im Beitrag #9
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #7
Ich drehe den Spieß mal um: Gibt es Beweise oder stichhaltige Hinweise, dass das MfS unschuldig ist?


Na na, wir werden doch nicht immer so stolz auf den Rechtsstaat sein und jetzt die Unschuldsvermutung aushebeln wollen?

Naja, immerhin gibt es ja die Aussage :"Stasi-Mitarbeiter Karl-Heinz Felgner sagte vor dem Landgericht Düsseldorf aus, dass er einen Mordauftrag für Eigendorf erhalten habe, ihn aber nie ausgeführt habe." Also da ergeben sich schon Anfangsverdachtsmomente und die Unschuldsvermutung wackelt ein wenig.......

Nun Schuddelkind,

es gibt sicherlich Verdachtsmomente, hinsichtlich der Motivlage. Nur die Beweislage liegt auf Seiten der Staatsanwaltschaft sie muß die Tat zweifelsfrei nachweisen und nicht die Stasi die "Unschuld". Tatsächlich ist die Beweislage doch sehr dünn. Möglicherweise hätte ja eine Obduktion Aufschluß gegeben, möglicherweise die kriminaltechnische Untersuchung des Autowracks. Aber für mögliche "Verfahrensfehler" hinsichtlich der Staatsanwaltschaft ist die Stasi nicht verantwortlich.
Was feststeht, ist daß das Fahrzeug von Eigendorf mit überhöhter Geschwindigkeit, der Fliehkraft folgend gegen einen Baum gefahren ist. Hätte der Unfall vermieden werden können? Klar fahr nie schneller, als es dein Schutzengel zulässt. Oder konnte Eigendorf nicht langsamer fahren? Und wenn warum nicht? Nun kommt natürlich das "Verblitzen" ins Spiel, ja hallo ich wurde mehr als nur einmal vom Fernlicht geblendet, nur gegen einen Baum bin ich deswegen noch nie gefahren. Die mutmaßlichen "Verblitzer" mußten wissen, daß nur das Auto von Eigendorf "vorbei" kommt, sie mußten davon ausgehen, daß der Unfall mit absoluter "Sicherheit" einen tödlichen Verlauf nimmt. Aber weder wurde die Straße abgesperrt noch konnte man sicher sein, wie der Unfall abläuft oder ob er sich überhaupt ereignet.
Für mich wirft die "Verschwörungstheorie" mehr Fragen auf als Antworten - also in dubio pro reo - Freispruch!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
nach oben springen

#38

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 10:10
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #34
Das ein Nachrichtendienst sich mit Verrätern beschäftigt, ist doch normal. Und diese wissen auch sehr gut, dass ein Dienstverhältnis mit einem Nachrichtendienst nicht einfach fristlos gekündigt werden kann. Das war so, und das ist so. Manch einer wird dann danach von seiner Unfallversicherung in eine höhere Risikoklasse eingestuft. Das wissen sie aber auch vorher. Manch einer hat dann einen Unfall, und manch einer hat ihn auch " verdient ".
Im Fall Eigendorf aber Spekulation.


rot mark.
auch mit der Todesstrafe ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Kimble hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 10:14
von Kimble | 397 Beiträge

Das die Blutspur recht klein blieb ist u.a. einer gut funktionierenden gesamtdeutschen sozialen Kontrolle zu verdanken.
Männer wie Axel Springer und Gerhard Löwenthal gebührt dafür meine allerhöchste Anerkennung.

Nicht zuletzt stand der SED auch ihr eigener Anspruch, die besserer und humanere Gesellschaft aufzubauen, ein wenig im Weg.
Es ist eben nicht so einfach jeden Tag vom Frieden zu sprechen und dann aber Pläne zur Beseitigung von Gegnern auszuarbeiten.
Grenzer werden sich ja auch etwas unwohl gefühlt haben, wenn an der hochgelobten Friedensgrenze mal wieder jemand erschossen wurde.

Den Einzelfall betrachtet ist natürlich jeder Tote ein tragischer Fall. Für die Familien der Opfer ist die kleine Blutspur sicher kein Trost.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
nach oben springen

#40

RE: Lutz Eigendorf ein Opfer der Stasi?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.03.2013 10:52
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #37
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #13
Zitat von Feliks D. im Beitrag #9
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #7
Ich drehe den Spieß mal um: Gibt es Beweise oder stichhaltige Hinweise, dass das MfS unschuldig ist?


Na na, wir werden doch nicht immer so stolz auf den Rechtsstaat sein und jetzt die Unschuldsvermutung aushebeln wollen?

Naja, immerhin gibt es ja die Aussage :"Stasi-Mitarbeiter Karl-Heinz Felgner sagte vor dem Landgericht Düsseldorf aus, dass er einen Mordauftrag für Eigendorf erhalten habe, ihn aber nie ausgeführt habe." Also da ergeben sich schon Anfangsverdachtsmomente und die Unschuldsvermutung wackelt ein wenig.......

Nun Schuddelkind,

es gibt sicherlich Verdachtsmomente, hinsichtlich der Motivlage. Nur die Beweislage liegt auf Seiten der Staatsanwaltschaft sie muß die Tat zweifelsfrei nachweisen und nicht die Stasi die "Unschuld". Tatsächlich ist die Beweislage doch sehr dünn. Möglicherweise hätte ja eine Obduktion Aufschluß gegeben, möglicherweise die kriminaltechnische Untersuchung des Autowracks. Aber für mögliche "Verfahrensfehler" hinsichtlich der Staatsanwaltschaft ist die Stasi nicht verantwortlich.Was feststeht, ist daß das Fahrzeug von Eigendorf mit überhöhter Geschwindigkeit, der Fliehkraft folgend gegen einen Baum gefahren ist. Hätte der Unfall vermieden werden können? Klar fahr nie schneller, als es dein Schutzengel zulässt. Oder konnte Eigendorf nicht langsamer fahren? Und wenn warum nicht? Nun kommt natürlich das "Verblitzen" ins Spiel, ja hallo ich wurde mehr als nur einmal vom Fernlicht geblendet, nur gegen einen Baum bin ich deswegen noch nie gefahren. Die mutmaßlichen "Verblitzer" mußten wissen, daß nur das Auto von Eigendorf "vorbei" kommt, sie mußten davon ausgehen, daß der Unfall mit absoluter "Sicherheit" einen tödlichen Verlauf nimmt. Aber weder wurde die Straße abgesperrt noch konnte man sicher sein, wie der Unfall abläuft oder ob er sich überhaupt ereignet.
Für mich wirft die "Verschwörungstheorie" mehr Fragen auf als Antworten - also in dubio pro reo - Freispruch!

Gruß Hartmut!


Da geb ich dir Recht, Hartmut.


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen



Besucher
29 Mitglieder und 82 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2879 Gäste und 161 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558498 Beiträge.

Heute waren 161 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen