#41

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 18:37
von Eierfeile (gelöscht)
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Zitat von Büdinger
Hallo Eierfeile ,

August 1978 begann erst meine Ausbildung an der OHS in Plauen (zuerst Berufsausbildung - Zerspanungs-FA und ab 1979 ging es richtig los) - da können wir uns ja nun wahrhaftig nicht begegnet sein. Ab Sommer 1982 war ich dann ZF in Halberstadt und bin da auch zum ersten und letzten Mal zum Schießen nach Lübtheen (3 Tage) gefahren. Danach gab es dann eine komplette Woche (Montag bis Freitag) Feldlager in Berge (jedes Quartal - ach ja - natürlich wurde im Feldlager auch Frühsport durchgeführt ). Und das erstemal natürlich im bitterkalten Januar 1983.

Wir hatten in der AbK 1 Zug SPG-9, 1 Zug AGS-17 und 1 Zug Postenführer. In Süd gab es aber auch noch SPG-9-Ausbildung, also waren es nicht ganz so wenige Soldaten, die mit dem Gerät umgehen konnten.

Zu meiner Zeit war schon nicht mehr so die Dreibeinlafette Mode. Wir hatten da eher Ausbildung mit dem Basisfahrzeug UAZ-69. Das hat schon Spaß gemacht, damit durch die Gegend zu 'gurken'. Und das Schießen mit Granate war natürlich der Höhepunkt - auch wenn es nur ein Gipskopf war. Natürlich wurden zum Demonstrationsschießen auch scharfe HL-Granaten verwendet (Luftzerleger). Splitter-Spreng-Granaten wurden nicht verschossen.

Tschüß




Ist ja interessant Büdinger, dass es da später ein Zugfahrzeug für das Geschütz gab. Nun ja, wir hatte das Teil immer mit auf der W50-Ladefläche. Aber im Gelände, also in der Gefechtausbildung hat euch doch euer "Zugpferd" auch nichts genützt. Uns hat man damals beigbracht, dass man sofort nach dem Schuss das Weite suchen sollte und das ziemlich schnell, um der eventuellen "Antwort" zu entgehen. Und da war nicht genügend Zeit erst die Räder wieder dranzubauen, sondern die Kanone musste im Eiltempo getragen werden. Und das haben wir bis zur Bewusstlosigkeit geübt.


Wie gesagt, zu meiner Zeit stand noch in den Waffenkammern jeder Grenzkompanie ein SPG9. Vielleicht ist man später zu der Erkenntnis gelangt, dass das übertrieben ist. Die NATO hätten wir damit ohnehin nicht gestoppt. Ich denke mal die waren eher zur Verhinderung von Grenzdurchbrüchen mit gepanzerten Fahrzeugen vorgesehen. Sowas soll es ja auch gegeben haben.
Übrigens das Schießen, bei dem sich unser Ladeschütze fast die Hacken verbrannt hat, war auch in Berge.


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#42

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 22:53
von Büdinger | 1.502 Beiträge

Hallo Eierfeile ,

Zitat von Eierfeile
... Ist ja interessant Büdinger, dass es da später ein Zugfahrzeug für das Geschütz gab. ...



Nein, kein Zugfahrzeug, sondern ein Basisfahrzeug:

http://www.tracks-n-troops.com/shop/inde..._image&pID=2413

Die Zeichnung ist zwar nicht ganz echt, weil die abgeklappten Seitenscheiben fehlen und die Frontscheibe auch nicht mit irgendetwas Weichem abgefedert wurde, aber ansonsten sieht sie schon ganz gut aus.

Auf diesen Bildern kannst Du unter anderem die abgeklappten Seitenscheiben sehen. Und ein ganz seltenes Bild - die Lafette mit Kugelkopf zum Befestigen der SPG-9 auf dem Basisfahrzeug.

http://www.panzerfreund.de/forum/thread....616e295079eee6b

Übrigens gab es zwei Arten vom Verdeck. Das eine Verdeck wurde abgenommen und im Gelände abgelegt, um es nach dem Einsatz wieder aufzunehmen. Die ansere Art war ein zurück klappbares Verdeck. Dieses Verdeck befand sich im zurück geklappten Zustand am Heck des Fahrzeuges etwas unterhalb der Heckklappe.

Im übrigen hast Du das richtig aufgefasst: Ein Geschütz und seine Bedienung hatte wahnsinnig viel Glück, wenn ein zweiter Schuss abgefeuert werden konnte. So auch meine/unsere Lehrmeinung.

Schießplatz Berge bei Gardelegen - da waren wir zu jeder Jahreszeit eine Woche: Januar, April, Juli und Oktober. Von 1983 bis 1989. Übrigens stand am Ende der Schießfläche etwas mittig ein altes Ketten-Artilleriezugmittel - nach all den Jahren war davon kaum noch etwas übrig, weil wir - wenn keine anderen Ziele (Scheiben) mehr da waren, das Feuer auf dieses verlegten (vor allem beim Nachtschießen ). War zwar nicht gern gesehen, aber was soll's.

Ausgebildet wurde natürlich mit Dreibeinlafette (tragen, ziehen) und mit Basisfahrzeug (fahren).

Tschüß


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
zuletzt bearbeitet 30.04.2010 22:55 | nach oben springen

#43

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 01.05.2010 10:48
von StabPL | 456 Beiträge

Ich bin gerade vom Frühsport zurück und habe alles gelesen.
Ich mochte den Frühsport früher auch nicht
aber geschadet hat er mir trotzdem nicht.
StabPl



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#44

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 06.05.2010 23:25
von Ladehugo | 42 Beiträge

Frühsport kannte ich in meiner Dienstzeit zum Glück gar nicht! In Perleberg wurde ich sofort zum Tischdienst eingeteilt, wollte mich zuerst beschweren, dass ich ab dem Zeitpunkt während der gesamten Ausbildung (6 Monate) Tischdienst bin. Als ich aber merkte, dass ich damit vom Frühsport befreit bin, war ich ganz leise. javascript:returnTag('') Am Kanten (in der GK) war dann ganz aus damit, als Nachrichtenuffz. hab ich eh meine halbe Dienstzeit verschlafen. Startgewicht: 57 kg, nach dem Heimgang: 75 kg.



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 23:26 | nach oben springen


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