#41

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 07.05.2014 11:24
von glasring | 22 Beiträge

Hallo zusammen ,war vom 6.5.75 bis August 75 (genau kann ich mich nicht mehr erinnern ) im oberen Objekt von Johanngeorgenstadt .Hatten dort eine verschärfte weil verkürzte Ausbildung .Unsere Kompanie sollte eher an die Grenze versetzt werden ,warum auch immer.Wurde dann auch so,bin schon im Ende September nach Lichtenhain versetzt worden.Vorher haben wir aber noch ne Woche Grenzluft im GR Plauen als Hinterlandsicherung schnuppern dürfen und dann gings noch für paar Wochen zum Übungsgrenzebau nach Dittrichshütte .War ne harte Zeit,mußten Kabelkanäle fürs GMN buddeln.An den Einzigen an den ich mich noch erinnern kann ist mein damaliger GF Uffz. Thiemig.Vielleicht kennt ihn ja noch jemand. VG glasring



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#42

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 07.05.2014 13:41
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #3
Das GAR-12 "Rudi Arnstadt" bestand bis 1984 aus 3 Objekten,1.-4.Abk waren in Dittrichshütte bei Saalfeld,5.-8.AbK in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge,9.AbK sowie Stabskompanie befanden sich in Rudolstadt in der Klinghammerstr.(heute Friedrich Schiller Regelschule).In unmittelbarer Umgebung am heutigen Bayreuther Platz in Rudolstadt hatte der Regimentsstab seinen Sitz.
Im Sommer 1984 erfolgte der Umzug aus den 3 Standorten in das freigewordene Objekt der OHS "Rosa Luxemburg" in Plauen.



Die ehemalige Kaserne in der Klinghammerstraße/ Ecke Karl-Marx-Platz (jetzt Bayreuther Platz) war Hauptobjekt des GAR 12, der Regimentsstabb hatte seinen Sitz in diesem Gebäude


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#43

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 09.05.2014 21:13
von Fischerhütte | 61 Beiträge

Hallo,
auch mal wieder zur Auffrischung das Thema "Rudeltown". Da wurde ich im kalten November 80 zunächst einberufen. Dann ging es von dort aus zur Hütte. Eine knappe Woche konnte ich dann das Backsteingebäude noch "genießen". Es war in einer Profilausbildung zum Panzerbüchsenschütze. Das blöde Ding hatte mich damals später immer geärgert. Ich hatte da immer wieder Ärger damit. Mal war die Stoffkappe ? nach einer Schießübung abgeschossen? Sie war jedenfalls nicht mehr da. Mal traf ich völlig daneben (auch mit Augenklappe half das nicht). Dann gab es Probleme mit der Makarow Pistole. Die hatte wohl einen derartigen Rückschlag, das ich immer ins leere traf (nicht mal ansatzsweise die Scheibe). Die hätte ich dann auch beinahe mal bei einer Nachtübung in der Rhön (3 Tagekrieg oder Kommandostabsübung) später verloren - sie war aber an einem Band befestigt und hing dann noch dran bzw. schleifte auf dem Boden. Das hatte aber damals keiner bemerkt - wäre ja auch peinlich gewesen.Ich hatte die Pistole auch nur 1 x auf dem Schießplatz benutzt. Später dann nur hin und wieder ohne Mumpeln umhergetragen. Wahrscheinlich auf Grund meiner grottenschlechten Schießergebnisse hat man das bei mir dann auch auf dem Schießplatz dann abgebrochen.So steht es jedenfalls im Tagebuch. Zurück zu Rudeltown: Ich war damals im Winter 1980 vom 1.12. 1980 bis 6.12.1980 in Rudolstadt. Die letzten beiden Tage war allerdings Schießen in Ruppersdorf angesagt. Mein erster Eindruck von GAR 12 Rudelstadt war wohl auch nicht der Beste: 14 Mann in einem Raum, Waschräume waren wohl im Keller. Es hat aber auch Vorteile gegeben: Heizung und bessere Einkaufsmöglichkeiten in der Kaserne als in der Schleiferhütte. Ansonsten sind kaum noch Erinnerungen vorhanden, wenn ich nicht die im Tagebuch gelesenen hätte.....

Gruß Fischerhütte



zuletzt bearbeitet 10.05.2014 09:11 | nach oben springen

#44

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 16:53
von rasselbock | 456 Beiträge

Hallo rustenfelde,
durch Zufall bin ich erst jetzt auf dieses Thema gestoßen. Ich war 1973 auch in Johann Georgenstadt im oberen Objekt. Der Spieß war Hauptfeld Egon B..und mein Zugführer Oberleutnant Z............ Egon B..... soll ja dann die Milchbar übernommen haben. Nach der Wende habe ich ihn in meiner Firma als Pförtner gesehen. Das war schon eine Schleiferbude. Zum Apell auf dem Hinterhof kam immer der Brötchenduft von der Bäckerei. Dann die Essensbaracke, die Duschbaracke, die klapprige Sturmbahn, das Kartoffelschälen und die Wache im unterem Objekt, der Marsch zum Ausbildungsgelände und, und, und. Und es ging fast nur bergauf !? Vor allem der Weg vom Bahnhof zur Kaserne nahm kein Ende. Den Springbrunnen an der Straße vorm Tourist gibt es auch nicht mehr. Im Internet ist über die Grenzausbildung in Johannstadt nichts zu finden.
In Johann Georgenstadt gab es nur 2 Objekte (1973). Das Größere mit 2Kompanien (?), Küche, Fuhrpark usw. in der Nähe vom Sportplatz und das Kleinere mit einer Kompanie war nach der Gaststätte ,,Tourist''. Die ,,besseren'' Baracken des unteren Objekts sind abgerissen und das obere Objekt, wo ich untergebracht war, ist jetzt Gemeindeamt. Das Tourist ist auch weg.
rasselbock



zuletzt bearbeitet 09.04.2015 19:00 | nach oben springen

#45

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 17:22
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Nach der Wende habe ich ihn in meiner Firma als Pförtner gesehen

Ein Hauptfeldwebel als Pförtner Erst mal egal Job ist Job aber ob der da immer noch die" Macken "eines Hauptfelds hatte


zuletzt bearbeitet 09.04.2015 17:23 | nach oben springen

#46

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 09.04.2015 17:39
von rasselbock | 456 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #45
Nach der Wende habe ich ihn in meiner Firma als Pförtner gesehen

Ein Hauptfeldwebel als Pförtner Erst mal egal Job ist Job aber ob der da immer noch die" Macken "eines Hauptfelds hatte

Ich glaube kaum. Du kannst dir nicht vorstellen, wie blöd ich geschaut habe als ich Ihn sah. Das war noch Einer von der alten Schule. Schlank, drahtig und zackig. Zum Apell standen wir angetreten und warteten mit dem UVD auf den Hauptfeld. Der kam dann aus der Tür, blieb stehen und schaute erst mal ca. 20 Sekunden in die Ferne. Das sollte für uns bestimmt die Zeit zum ,,Sammeln'' sein. Dann kam von Ihm das Komando ,,Meldung'' ! Der UVD machte Meldung wobei beim Hauptfeld die Grußhand an die Schläfe schnellte und dort nachfederte. Muss man gesehen haben. Er hatte auch mal eine schläfrige Stube mit Tränengas geweckt, was ihm einen Pickel kostete wurde erzählt.



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#47

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 10.04.2015 17:16
von home63 | 85 Beiträge

Zitat von rustenfelde im Beitrag #2
Ja wurde denn wirklich keiner außer mir in Johanngeorgenstadt ausgebildet?[denken]

Gruß RF


Doch ich, Mai 1983 bis August dann ging es vorzeitig nach Sonneberg, ich Kann mich an zwei Gebäude erinnern. Ein Hauptgebäude wo der Stab oder sowas drin war und ein kleineres weiter unten, Rechts davon war eine Kneipe dort war ich einmal zur Disco und bin dann besoffen in den Brunnen gestiegen.


Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr


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#48

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 21.04.2015 17:33
von rasselbock | 456 Beiträge

Mal eine Frage betreffs Johann Georgenstadt oberes Objekt. Kann es sein, das Dort im Keller ein kleiner Schießstand für KK MPis. war? Ich dachte das Russenholz gab es auch als KK- Mpi, nur eben alles etwas kleiner.
rasselbock



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#49

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 22.04.2015 08:13
von Harsberg | 3.248 Beiträge

"Russenholz" ist gut, habsch ich noch nicht gehört , aber hier ist ES

http://de.wikipedia.org/wiki/KK-MPi_69


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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zuletzt bearbeitet 22.04.2015 08:14 | nach oben springen

#50

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 22.04.2015 10:24
von rasselbock | 456 Beiträge

Wusste ich es doch! Die kleine Kalaschnikow für KK Munition gab es. Leider meldet sich hier kein Johanngeorgenstädter, Der mir das mit dem kleinen Schießstand im Keller bestätigen kann. Dieser Schießstand wurde auch zum Pistolenschießen benutzt.
Russenholz deshalb, weil der Schafft eben aus Holz war. Es gab aber 1974 auch schon welche mit ,,Plastikschafft''. Nach Schichtende flog das Russenholz als Erstes, natürlich ohne Magazin, auf den LO. Dort wurde die MPi über den Feuerlöscher hinter dem Fahrerhaus gehängt. Diese Flinte konnte schon einiges ab. Dies mal nebenbei.
rasselbock



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#51

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 27.01.2016 19:31
von Wachuffz | 3 Beiträge

Zitat von home63 im Beitrag #47
Zitat von rustenfelde im Beitrag #2
Ja wurde denn wirklich keiner außer mir in Johanngeorgenstadt ausgebildet?[denken]

Gruß RF


Doch ich, Mai 1983 bis August dann ging es vorzeitig nach Sonneberg, ich Kann mich an zwei Gebäude erinnern. Ein Hauptgebäude wo der Stab oder sowas drin war und ein kleineres weiter unten, Rechts davon war eine Kneipe dort war ich einmal zur Disco und bin dann besoffen in den Brunnen gestiegen.



Ich war auch dort zur Unteroffiziersausbildung im Herbst 1969 bis Frühjahr 1970. Das war im großen Objekt (ehemaliges Wismut-Objekt).

Wachuffz



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#52

RE: GAR 12 Rudolstadt

in Grenztruppen der DDR 12.11.2016 21:48
von Abruhender | 7 Beiträge

Hallo liebe Mitforisten,
als Gast habe ich in diesem Forum über die Grundausbildung in Johann-Stadt gelesen. Da ich selbst als 19-jähriger davon betroffen war, habe ich mich angemeldet und möchte meine Erfahrungen mitteilen.
Zuerst kann ich sagen, dass viele Erinnerungen meiner Vorschreiber zum oberen Objekt -jetzt Rathaus- sehr genau sind und bestätigt werden.
z.Bsp.: - Der Geruch aus Richtung Konsum Bäckerei, der uns beim Frühsport in die Nase stieg
- Der Marsch mit Gesang zum Speisesaal, die Verlängerung, wenn irgendetwas nicht klappte und die Vanille Puddingsuppe danach.
- Der dauerhaft in Erinnerung bleibende H.feldwebel E.B....Ich glaube, er ist derjenige, der innerlich über uns am meisten lachte. Es gab
viel inkompetentere, charakterlich schwache Menschen in dieser Dienstgradgruppe (Berufs.uffz.). Auch ich traf ihn 27 Jahre später, als
Pförtner in Chemnitz. Wir sprachen kurz miteinander, er bekannte sich und druckste nicht herum.
- Die harte Winterzeit mit Schnee und Frost.
- Die HOG Tourist.

Ich möchte auch einige Ergänzungen zum Thema machen, da ich derzeitig derjenige bin, der am frühesten in Johann Stadt eingezogen wurde.
Am 4.11.1968 war es, als ich nachmittags, bei einsetzenden starken Schneefall, mit Sack ins obere Objekt und zwar in die rechte Seite EG/hinterer Seitenflügel einzog. Die Gebäudefront (Rathausfoto) sieht jetzt schmuck aus, damals ein grauer Klotz. Wismuthistorie eben. Die linke Seite (UG und OG) war das gesamte halbe Jahr eine Baustelle. Dort lag viel Bauschutt herum.
Unser KC wurde "U-Boot" genannt. Ich habe ihn selten gesehen. Mein Zugführer war ein kleinwüchsiger, drahtiger Ltn. aus Grumbach, dem ich aufgrund seiner Sportlichkeit Respekt zollte. Er überkletterte die Wand auf der Sturmbahn in Anzugsordnung -Mantel lang-, wie ein Wiesel.
Ich war im 1. Zug und wir begannen schon Ende Januar mit der MKF- Ausbildung auf Kübel P3, LO und S 4000- Pritsche. Man lernte viel.
Die Züge im OG wurde an Trabant und Krad ausgebildet. Damals hatte Johann Stadt also eine komplett eigene MKF Ausbildung. Nichts mit Dittrichshütte.
Höhepunkt und Abschluss war im März 69 das Feldlager in Hintersee bei Eggesin im Oderbruch. Weiter weg ging es in der DDR nicht. Wir wurden mit der DR in gedeckten Güterwagen mit Strohsäcken und Kanonenofen quer durch die DDR gefahren. Zum Glück brauchte ich als Fahrer eines Mannschaftstransport S 4000 nicht mit durchs Gelände robben.
Im Ausgang war ich in Johann Stadt selten. Das HOG Tourist war damals für uns noch offen! Leider war Sonntagnachmittags dort nur Armee vertreten. Die Einheimischen meideten sonntags vermutlich diese Lokalität.
Bei Frühlingswetter Ende April war Abschied und es ging von Johann Stadt über das Reg. Plauen bis Juli 69 in den Bat.stab nach Großzöbern. Ich wurde dann nach Wiedersberg in die Grenzkomp. versetzt und blieb bis zur Entlassung Apr. 70 dort. Das sind aber andere Geschichten.
Ich würde mich freuen, wenn es hier im Forum Mitglieder gibt, die zu Großzöbern oder Wiedersberg ihre Erinnerungen/ Erfahrungen berichten könnten.
Es ist schon so lange her,>>>>>trotzdem!!
Viele Grüße
Abruhender



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