#21

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 17:16
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Wie lange dauert es denn im günstigsten Fall vom Antrag der Akteneinsicht bis zu dem
Moment,wo die Unterlagen tatsächlich vor einem liegen ?




Anfang der 90er hat das 4-6 Monate gedauert.

Gruss, Jörg


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#22

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 19:16
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von Zermatt
Wie lange dauert es denn im günstigsten Fall vom Antrag der Akteneinsicht bis zu dem
Moment,wo die Unterlagen tatsächlich vor einem liegen ?






Hat bei mir 4 jahre gedauert !


Antrag im mai 1997 gestellt und im juli 2001 antwort bekommen !

habe jetzt einen neuen antrag gestellt .


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#23

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 01:13
von westsachse | 464 Beiträge

Die erste Antwort bekommt man nach 2 Wochen. "Haben Anfrage erhalten ..... müssen schauen .... werden sehen...." Das erste Verwertbare nach 1 1/2 - Zwei Jahren. Ist aber auch schon so lange her.

Gruß

westsachse


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#24

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 17:08
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von westsachse
Die erste Antwort bekommt man nach 2 Wochen. "Haben Anfrage erhalten ..... müssen schauen .... werden sehen...." Das erste Verwertbare nach 1 1/2 - Zwei Jahren. Ist aber auch schon so lange her.

Gruß

westsachse


Müsste ja jetzt schneller gehen ,die Mehrheit hat ja wohl schon Akteneinsicht gehabt,die
Nachfrage dürfte nicht mehr so hoch sein.



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#25

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 17:26
von Bergmensch (gelöscht)
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Das dauert doch aus Prinzip so lange. Könnte ja jeder kommen. Erst in die Warteschleife und wenn er dann noch lebt dann erst mal ein wenig und wenn er sich bewährt dann später mal mehr. War doch bei einen Anliegen schon immer so oder?


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#26

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 17:27
von Mongibella (gelöscht)
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Bei mir hats auch so 4 Jahre gedauert.....und man schrieb dann, das ich noch mal 2-3 Jahre warten soll und dann nochma nen Antrag stellen soll....ich denk das tu ich auch noch, da das MfS ja schonmal zu mir in die Firma gekommen ist wegen meiner Aufmachung damals....ich bin mal gespannt, wie die mich eingeschätzt haben....

.....das was ich nun habe, beschränkt sich auf das besondere Vorkomnis bei der Luftwaffe....

Mara


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#27

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 17:34
von Alfred | 6.867 Beiträge

Und somit hält man für die Statistik die Anfragezahl schön hoch .....


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#28

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 18:53
von Affi976 (gelöscht)
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Tja Alfred,
ich hatte schon zwei weitere Anträge gestellt und jedes Mal kamen wieder etliche Seiten. Bei der 3. Anfrage wurde mir wieder erneut gesichtetes Material in Aussicht gestellt. Also nicht umsonst!!
VG Affi


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#29

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 19:11
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Und somit hält man für die Statistik die Anfragezahl schön hoch .....



Hast du eigendlich schon deine Akte angefragt Alfred....


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#30

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 19:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Zermatt

Zitat von westsachse
Die erste Antwort bekommt man nach 2 Wochen. "Haben Anfrage erhalten ..... müssen schauen .... werden sehen...." Das erste Verwertbare nach 1 1/2 - Zwei Jahren. Ist aber auch schon so lange her.
Gruß
westsachse


Müsste ja jetzt schneller gehen ,die Mehrheit hat ja wohl schon Akteneinsicht gehabt,die
Nachfrage dürfte nicht mehr so hoch sein.


Hallo Zermatt,

Schneller geht die Akteneinsicht heute auch nicht.Ich hatte meinen 1.Antrag ja erst letzten Spätsommer gestellt.
Also 20 Jahre hab ich gebraucht den Schritt zu gehen.Und so wie mir und meiner Frau wird es vielen gehen.
Immer wieder entschließen sich Leute ihre Akte anzufordern.
Zudem bekommt man gleich den Hinweis,dass man alle 2Jahre einen neuen Antrag stellen soll,weil immer wieder neue Akten gefunden bzw.wieder zusammengefügt werden.(Affi führte es ja schon an).Es wird noch Jahre dauern,bis diese Geschichte aufgearbeitet ist.
Aus Schnipsel die in großen Säcken lagern,werden durch Mitarbeiter der Behörde diese Zeitzeugen jener perversen Überwachung wieder rekonstruiert.Das heißt,wenn du heut einen Bescheid über ein nicht vorhanden sein einer Akte über dich bekommst,kann das in 2 Jahren schon ganz anders aussehen.
Jeder muß das für sich entscheiden.

Gruß ek40


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#31

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 19:43
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Und somit hält man für die Statistik die Anfragezahl schön hoch .....




...und das ärgert dich auch schon wieder! So ist das Leben Alfred, hättet ihr nicht soviel Akten anhäufen sollen, gäbe es jetzt auch keine Anfragen.


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#32

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 19:59
von Alfred | 6.867 Beiträge

Karl,

was hat denn die Anzahl der Anfragen mit der Anzahl der Akten zu schaffen ?

Herr XY kann ja auch zehn oder hundert mal anfragen und es gibt keine. Es wird ja immer so getan, als gebe es zu jeden Bürger der DDR und der BRD eine Akte. Übrigens, sagt ja Akte nun noch nichts aus.

Siehe hier :


Dateianlage:
zuletzt bearbeitet 26.01.2010 20:07 | nach oben springen

#33

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:15
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Alfred
was hat denn die Anzahl der Anfragen mit der Anzahl der Akten zu schaffen ?


Hallo Alfred,

ich stelle mir vor, dass die Menge der Akten sehr wohl einen Einfluss hat auf die Zeit benoetigt, um diese zusammenzustellen.
Schlicht gesagt, gaebe es keine Akten, dann waeren keine Anfragen noetig...

Berliner


zuletzt bearbeitet 26.01.2010 20:20 | nach oben springen

#34

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:24
von Alfred | 6.867 Beiträge

Berliner,

ich habe nicht den Ergeiz jetzt hier darzulegen, wie es im MfS üblich war Akten an und abzulegen.
Allein darüber könnte man ein kleines Buch füllen.

Du findest einiges in obiger PDF.


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#35

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:36
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Alfred
Berliner,

ich habe nicht den Ergeiz jetzt hier darzulegen, wie es im MfS üblich war Akten an und abzulegen.
Allein darüber könnte man ein kleines Buch füllen.

Du findest einiges in obiger PDF.


alfred hab mir das ding mal reingezogen.ist ja echt der hammer


zuletzt bearbeitet 26.01.2010 20:36 | nach oben springen

#36

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Berliner

Schlicht gesagt, gaebe es keine Akten, dann waere keine Anfragen noetig...

Berliner



Gäbe es keine Akten, dann wäre diesem Land und seinem angeblich gewünschtem Zusammenwachsen vieles erspart geblieben.

Wie schaut sie den aus, diese Akteneinsicht für den Otto-Normal-Antragsteller... erst liest jemand seine Akte bzw. die Teile die gefunden wurden, dann werden ganze Teile entfernt und selbst die paar Seiten, die der ONA nach all diesen Zensurvorgängen zu sehen bekommt sind zu großen Teilen geschwärzt.

Jetzt nachdem andere für ihn entschieden haben was er lesen darf und was nicht, da sitzt der ONA über seiner Akte bzw. was das was andere seine Akte nennen und grübelt und grübelt...

...er versteht die Zusammenhänge nicht... er findet nur Teilinfos... er ist verwirrt... er verdächtigt nun Freunde und Bekannte... er reißt alte Wunden auf mit denen er längst abgeschlossen hatte... er hat nun mehr Fragen, als das er Antworten erhalten halt... er ist aufgewühlt und grübelt und grübelt, statt die Vergangenheit hinter sich zu lassen!!!

Getrieben von Unsicherheit, Angst, Neugier und Verzweiflung stellt der ONA nun alle 2 Jahre einen neuen Antrag; immer in mit der Hoffnung nun Antworten zu erhalten, ein Gesamtbild zu finden und endlich abschließen zu können mit dieser Vergangenheit, die ihn nun nicht mehr losläßt.

Jetzt beginnt der ganze Ablauf von vorne... Teilakten... Zensur... geschwärzte Seiten... und zum Schluß dann Fragen über Fragen, bis zum nächsten Antrag. Ebenso geht es dem ONA der keine Akte zur Einsicht erhält. Auch dieser wird getrieben aus Neugier und teilweise sogar aus Frust darüber, dass es für ihn keine Akte gibt, immer wieder einen Antrag stellen.


Ein Schelm wer hier eine gewisse Methodik entdeckt.


Meiner Meinung nach hätten wir damals alle Akten gründlich und umfassend vernichten müssen, hier hätte nicht eine die Wende überstehen dürfen. Dies wären wir allein schon allen Bürgern, die inoffiziell für uns tätig waren schuldig gewesen. Aber auch nach der Wende hätte die BRD alle Akten sperren und vernichten müssen, zumindest dann wenn ein Zusammenwachsen und ein wirklicher Neuanfang politisch gewollt gewesen wären. So hat man doch ein perfektes Mittel geschaffen, um einen großen Teil der Bevölkerung von eigenen Schwächen und Problemen abzulenken und zu beschäftigen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 26.01.2010 20:43 | nach oben springen

#37

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:47
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

warum werden eigentlich teile der akten geschwärzt?


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#38

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:50
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Berliner,

ich habe nicht den Ergeiz jetzt hier darzulegen, wie es im MfS üblich war Akten an und abzulegen.
Allein darüber könnte man ein kleines Buch füllen.

Du findest einiges in obiger PDF.


Alfred,

streitest Du hiermit ab, dass die Anzahl der Akten einen Einfluss auf die Zeit benoetigt, um diese zusammenzustellen?

Berliner


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#39

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:55
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
warum werden eigentlich teile der akten geschwärzt?



Ich denk aus Privacy-Gründen Pitti....mir gefällt das allerdings auch nich....ich bin für echt offene Karten....aber manchmal sind die Akten zu brisant scheinbar....


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#40

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.01.2010 20:56
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Mongibella

Zitat von Pitti53
warum werden eigentlich teile der akten geschwärzt?



Ich denk aus Privacy-Gründen Pitti....mir gefällt das allerdings auch nich....ich bin für echt offene Karten....aber manchmal sind die Akten zu brisant scheinbar....




eh das ist doch eine private akte.wer bestimmt was geschwärzt wir?


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