#21

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2008 16:49
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer Maria,ja ich hatte natürlich auch Kontakt zu Seeleuten aus der DDR!Allerdings nicht in Hafenkneipen! Dafür und Mädchen gaben die ihre Devisen nicht.Ich glaube die DDR
Seebären bekamen pro Tag auf See 1 DM an Devisen.Alle Häfen welche wir anliefen liefen die auch nicht an.In den USA oder Südsee traf ich die nie.Die DDR Schiffe waren oft an westliche Reedereien verchartert da sie billiger fuhren.Ich muß aber gestehen das die DDR Seeleute besser ausgebildet waren und wir an Bord mehr Probleme untereinander hatten.Wir hatten auch ungelernte an Bord z.B. fuhren die als Schmierer oder Decksmann. Oft bestand unsere Besatzung aus mehreren
Nationen und Religionen,da gab es schon Reibereien.Wir deutschen fuhren nach deutschen Heuertarif,die Anderen hatten oft einen Heimtarif welcher oft an die Löhne in deren Ländern angepasst war. Ich fuhr als Koch und hatte ein sehr gutes Einkommen!Nebengeschäfte waren auch immer drinn! Ich hatte natürlich gewisse Dinge zu beachten,die Reederei oder der Kapitän haben schon darauf geachtet das der Proviantsatz nicht zu hoch wird! Ich wusste aber wo ich was am künstigsten kaufen konnte!Bei wem ich kaufte lies mir der Alte freie Hand.Viele Schiffshändler
gaben mir erst einmal eine Preisliste mit einem Umschlag mit Inhalt für mich.Da fiel mir die Wahl leichter,zumal die Unterschiede im Preis nur gering waren.Ich hatte meine Heuer plus 150 Pauchalüberstunden.Und etwas schmugeln war auch normal.Also Deine Frage wieviel so um die 1200
DM.Das war damals nicht übel,Essen war ja frei.Sogar für Urlaubstage wurde Essensgeld ausgezahlt.Nun komme ich noch speziell zu Kontakt zu DDR Seeleute zurück.Mein erster Hafen
überhaupt war Kontanza in Rumänien.Der Kapitän nahm Kontakt zu deutschen Botschaft in Istanbul auf,auf deren anraten stieg ich in Istanbul aus und wartete bis der Kahn zurück kam.
Später einmal sollte ich in Antwerpen anmustern.Mein Schiff war noch nicht da,und ich ging saufen.Wieder halbbesoffen zurück an der Pier war das Schiff auch noch nicht da,aber ein anderes
deutsches lag vor unseren Liegeplatz.Ich fragte den Wachgänger ob ich an Bord kann um da zu warten!Er gab mir sein o.k.und ich soff an Bord mit Mitgliedern der Besatzung weiter.Doch irgentwie kam denen etwas spanisch vor.Du ahnst was kommt,ich war auf einem DDR Schiff gelandet
Durch mein sächsisch dachten die ich warte auf ein DDR Schiff.Durch meine Antworten wie Name des Schiffes und wohin kamem da aber Zweifel auf.Ich mußte schnellstens runter.Wir hatten aber
immer Bücherkisten an Bord,die wurden immer irgentwo getauscht.Auch auf DDR Schiffen waren unsere Kisten sehr gefragt,da die da nicht ran kamen.Dann war da noch der 7 Seas Pokal.Wir spielten da Fußball gegen Manchaften anderer Schiffe,auch gegen die aus der DDR. Üblich war der
Sieger gibt einen aus.Die Jungs von drüben waren uns immer überlegen,wir sahen das mehr als Gaudi an ,und waren oft nicht mehr ganz fit.Einige Biere hatten wir da schon indus.Problem wie kann man gegen solche Luschen verlieren,einen Aufpasser hatten die auch dabei!Da gab es schon merkwürdige Spiele und erst die Schiedsrichter Entscheidungen waren oft seltsam. Doch Wunder
gab es immer wieder.Wir haben gewonnen.Zum Schluss waren meist nur wenige auf dem Platz,der Rest
war mattgesetzt.Unsere Feiern hinterher waren immer toll und dienten der Völkerverständigung.
Da wurden auch kleine Geschäfte abgewickelt Arbeitshandschuhe.Filzstiefel,made in DDR und speziell für mich persönlich DDR Wurst im Tausch gegen Anderes.Das durfte aber der Aufpasser von drüben nicht mitbekommen,wie schon erwähnt hatten die für Hafenspelunken keine Devisen und auch so gewisse Verhaltensregeln.An der Pier spazieren war aber drin,und schwupp war mancher bei uns in der Kajüte mit der Flasche Wodka in der Hand.Wir Seeleute hatten nie untereinander Probleme!!
Noch Deine Frage Verjährung der Flucht.Ja zum 25.Jahrestag der DDR gab es in der DDR eine Generalamnestie,da ich kein Geheimnissträger,Soldat,oder Vopo war fiel ich mit darunter,und durfte auch wieder einreisen!So für heute genug Du letzter Verfechter der alten DDR Schule! Nimm
mir den Satz nicht übel,Du bist mir trotzdem sympatisch vielleicht gerade deswegen weil Du Deinen Idealen treu geblieben bist.Auch wenn Deine Ansichten und Meinung nicht immer meiner entsprechen! Frohes Fest,guten Rutsch und alles Gute für 2009,das wünsche ich auch allen anderen des Forums. Gruß Peter(TURTLE)


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#22

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2008 12:14
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,nun habe ich doch nicht alle Fragen von Dir beantwortet.Klar auf dem Schiff war ich ziemlich sicher(Hoheitsgebiet)Da konnte nur der Kapitän zustimmen wenn z.B.jemand wem herunterholen wollte.Bei Kapitalverbrechen etwa!Da gab es auch die Möglichkeit den Kahn an die
Kette zu legen!Jeder Tag längere Liegezeit war sehr teuer,da hat die Reederei garantiert dem
Alten Order gegeben die Leute an Bord zu lassen.Ich hatte aber keine Angst mit einem internationalen Haftbefehl wurde ich ja nicht gesucht!Natürlich hätte ich nach meiner Flucht in keinen DDR Hafen Boden betreten d.h.ich wäre da erst garnicht angemustert! Nach dem Einlaufen
im Hafen kamen immer Zollbeamte an Bord.Da wurden auch die Papiere der Besatzung kontrolliert.
Die Seefahrtsbücher hatte immer der Kapitän.Ein Seefahrtsbuch konnte auch wie ein Reisepass verwendet werden.Wir hatten einmal einen Ex-Fremdenlegionär an Bord welcher in Frankreich wegen Fahnenflucht gesucht wurde.Sie haben ihn nicht von Bord geholt aber unten an der Gangway stand Militärpolizei bereit und hätte ihn beim betreten des franz.Bodens sofort verhaftet!Auserhalb
des franz.Mutterlandes z.B.in den Kolonien Tahiti,Neu Kaledonien,u.a.hätte er das Gleiche erlebt!In Israel durfte damals auch nicht jeder an Land,unser Stewart war Algerier, das langte schon einen Posten an die Gangway zu stellen damit Mustapha nicht Land betritt. Wenn ich so zurück an meine Fahrenszeit denke könnte ich ein Buch schreiben ich habe viel erlebt,das war schon eine tolle Zeit!Nur in Melanesien wie Papua-Neuguinea,Neu-Kaledonien,Fidji,waren die Mädchen nicht so schön!Aber in der Not...... machs gut alter Knabe ich hoffe nun habe ich Dir Deine Fragen beantwortet Gruß Peter (TURTLE)


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#23

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.12.2008 13:36
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Turtle (Peter) entschuldige aber eine Krankheitsphase hatte mich lang gelegt, du dachtest bestimmt jetzt ist er zur See gefahren aber auf Schiffen beschleicht mich immer so ein ungutes Gefühl, das liegt wohl daran weil ich relativ spät schwimmen gelernt habe. Aber deine Auszeichnung „zum letzten Verfechter der alten DDR-Schule“ gab mir Kraft zur Gesundung . Übel nehmen , nein Peter es ehrt mich denn was wären wir Sachsen ohne unser sprichwörtliches Urvertrauen und den Humor der dich den Strafvollzug und mich die Grenze Überleben lies. Und was willst du mit Mädchen aus Melanesien oder Neu Kaledonien, komm in deine alte Heimat hier wachsen sie auf den Bäumen, eine schöne wie die andere. Aber du weist Peter wir kommen jetzt in das kritische Alter da sind geistige Dinge wichtiger so das wir nicht einrosten. Unsere Bücher, deines über die Seefahrt und meines über die russischen Kasernen würden bestimmt zwei Bände füllen. Nur müssen wir noch den richtigen Verlag finden. Schade, das ich damals nie einen Fotoapparat dabei hatte aber vielleicht war es auch ein Glücksumstand der mich dann nicht irgendwann hinter den Ural gebracht hätte. Denn Fotografiert wurde von Seiten der Soldaten sehr viel, überhaupt ging es relativ locker zu nicht so wie heute immer dargestellt. Dein General aus Kiew vielleicht war es derselbe der mit unseren Direktor und uns immer die Richtfeste (anheizen) in den Kesselhäusern gefeiert hat. Der der anschließend große Probleme bekam wenn er mit 4,8 Promille an seiner stolzen Frau vorbei ins Ehebett wollte wie ich es Kyra am Anfang schon einmal beschrieben hatte. Wie ich an solchen Abenden nach Hause gekommen das frage mich lieber nicht. Denn die Kasernen waren stellenweise sehr weit von den Ortschaften entfernt aber in den 80er Jahren fuhren die Züge der Reichsbahn Gott sei Dank noch rund um die Uhr. Einer meiner Arbeitskollegen, ein Junggeselle schlief aber immer gleich vor Ort im Bauwagen, so wie dein Schiff wohl deutsches Hoheitsgebiet und das erste Gesicht was er am frühen Morgen sah war das des jungen Usbeken , Juden oder Turkmenen mit aufgepflanzten Seitengewehr (Bajonett). Denn der sollte wohl persönlich auf ihn aufpassen das er in seiner Trunkenheit keine Spritztour mit einen der unzähligen T54Panzer gemacht hätte die in den langen Garagenreihen standen. Du siehst diese feuchtfröhlichen Abende gehörten auch zur deutsch-sowjetischen Freundschaft. Wenn ich über deine Erlebnisse bei der Seefahrt so lese muss ich sagen das schöne im Leben sind immer die kleinen Dinge die es so lebenswert machen. Egal welche Gesellschaftsform, in Feiern waren und sind wir wohl alle gleich. So, Landsmann ich wünsche dir und der Familie Gesundheit , ein frohes Fest, auch den anderen im Forum.

Dein Freund

Rainer-Maria


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#24

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.12.2008 17:03
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Reiner-Maria,Ich hatte mich tatsächlich gefragt ob er wohl krank ist? Zum Glück war es wohl nichts schlimmes.Und eine Grippe haut uns doch nicht um!!Also ich bin schon in dem Alter wo die geistigen Dinge mehr bedeuten!Im Moment lese ich von Freya Klier,, Abreißkalender" Solltest Du auch mal lesen!Dieses Tagebuch erzählt von den 80er Jahren in der DDR von Ihrer Generation,ihren Hoffnungen,ihren Aufbrüchen,auch ihren Abwanderungen.Ich denke das war auch Deine Generation.Übrigens der Mann von Freya Klier war der DDR Liedermacher Stephan Krawczyk,der
ist Dir eventuell bekannter.Ja.ja die schönen sächsischen Mädchen die hatten es mir auch immer angetan und sind vieler schöner Erinnerungen wert.Ich habe eine Schöne aus der Ukraine genommen und habe es auch nie bereut!Ohne den Zusammenbruch der Sowjetunion wäre das auch nicht möglich gewesen.So habe ich heute meine deutsch-sowjetische Freundschaft. Dein Freund Peter


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#25

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.12.2008 19:24
von manudave (gelöscht)
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Freya Klier find ich auch klasse. So mutig stellt sich wohl heutzutage niemand gegen das Vergessen und verharmlosen.
Man muss nur mal an die etlichen Klagen von IM "Notar" gegen sie denken.


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#26

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.12.2008 13:06
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Rolf deine Frage gibt mir irgendwie Rätsel auf aber ich denke mir du meinst die Zeit vor 1945, im übrigen sei doch froh das du so einen gemischten Stammbaum hast denn die alte NVA stand doch auch in preusischer Tradition und deine Hugenottenahnen könnten doch stolz auf dich sein. Habe noch etwas zum lesen so wie es die Schüler der alten DDR über das KZ Buchenwald vermittelt bekommen haben, ein Auszug aus dem Buch "Die Frauen von Ravensbrück" (Kongress-Verlag Berlin 1961) ist auch noch angehängt aber vielleicht ist es besser du erläuterst doch noch einmal was du mit deinem letzten Satz gemeint hast.

Gruß

Rainer-Maria


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#27

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.12.2008 12:36
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter (Turtle) bei den beiden Freya Klier und Stephan Krawczyk bekomme ich immer leichtes Magendrücken aber du kennst meinen Humor, also natürlich kenne ich sie , Krawczyk ist fasst mein Jahrgang aber ansonsten verbindet mich nichts mit den Zwei. Wo sind sie denn heute alle hin diese selbsternannten Gerechten gerade jetzt wo anderes Unrecht zum Himmel stinkt. Hilflos und Handlungsunfähig sehen sie zu wie andere am Rad drehen denn da nützen die besten Lieder nichts mehr. Und die Anderen drehen ausdauernder und gnadenlos, da waren die alten Sozialisten Weisenknaben dagegen. Frau Klier, macht sie nicht unten im Kosovo einen als Aufbauhelfer das kann ich aber auch verwechseln. Ich vergleiche die beiden ein bisschen mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen Michael den aus den Beitrag 28.10.08 , gute Arbeit, schöne Wohnung, zwei Kinder, Frau angestellt bei einen Städt. Betrieb (Kommunale Wohnungsverwaltung) zweimal in der Woche Stammtisch in der Kneipe aber mit nichts zufrieden beide Pessimisten wie sau, der Staat DDR konnte sie kreuzweise. Drei Wochen vor der Ausreise bekommen sie noch eine hochherrschaftliche Wohnung in einem Gründerzeit-Viertel meiner Stadt, 120 Quadratmeter, Stuckdecke, Bad/Innentoilette, Etagenheizung. Das habe ich nie verstanden, aber Michael wollte mehr, was er unter „mehr“ verstand konnte er aber auch nicht genau definieren. Heute glaube ich arbeitet er bei Opel und Autos kaufen doch keine Autos! Hier noch einmal zu Manudave: Mut zu haben alte Missstände anzuzeigen ist ja ganz schön, damit darf ich dann aber auch nicht aufhören sondern muss heutige Missstände……. . Das ist dieses was ich am Anfang geschrieben hatte jetzt haben sie sich eingerichtet sind satt und faul geworden, da ist mir G.Wallraff lieber denn der gibt wenigstens ehrlich zu das er heute kaum noch Untercover in die Firmen herein kommt. Warum wohl Manudave der der du zur Wende 10 Jahre alt warst, weil die „Anderen“ vom Anfang mit jedem Jahr schlauer geworden sind, sie perfektionieren ihr System. Frag mal deinen Vater was er meint wenn es heute eine zweite Revolution geben würde dann heißt es „Panzer vor , laden, Feuer“ wie damals beim jungen Napoleon aber der hatte ja noch Geschütze. Du kommst doch aus einer Arbeiterfamilie, lies mal“ Ihr da oben - wir da unten“ von Engelmann – Wallraff damit du die alte und die jetzige BRD etwas besser verstehst denn geändert hat sich damals und Heute Nichts aber auch gar nichts, nullkommanichts . Aber wieder zu dir Peter mein Freund ich bin ganz ruhig keine Angst bin doch alt genug, da bist du ja wirklich ein Weltenbummler geworden siehe was deine Frau betrifft. Wenn wir immer in die Magazine (Einkaufsläden in den Kasernen) gegangen sind denn darin waren viele Offiziersfrauen beschäftigt wurde schon mal geflirtet und manchmal verhalf dieser Flirt zu etwas was noch unter dem Ladentisch stand. Aber wie schon geschrieben dieser Stolz der Frauen hat mir immer imponiert. So, lasst euch beide Zeit mit einer Antwort denn ich klinke mich bis zum 23.12.08 aus werd mir mal Österreich und seine Skipisten anschauen.
Jetzt hat Francis wieder was zu lesen der hatte ja richtig Zivilcourage wie er diesen anonymen User aus dem Thema „Meinung“, der der die Kommunisten nicht mag zu recht gewiesen hat. Der Unbekannte wusste wahrscheinlich nicht das wir den Kommunismus noch gar nicht erreicht hatten denn er war ja das Ziel und wird wohl für immer eine Utopie bleiben.


Dein Freund

Rainer-Maria


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#28

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.12.2008 20:20
von manudave (gelöscht)
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Nun ja, mein lieber Rainer-Maria, das mit meinem damaligen Alter von 10 Jahren hört sich ja fast als Vorwurf an.
Aber mal ernsthaft - das mit Freya Klier und dem Ausland verwechselst du wohl. Denn im Gegensatz zu deinem Posting, ist Frau Klier sehr aktiv in Deutschland unterwegs. Ich habe sie bereits mehrfach sprechen hören und sie zeigt sehr wohl auch die heutigen Missstände auf. Nur bezieht Sie sich auf der Verfehlungen der heutigen Politik und Rechtssprechung gegenüber der Diktatur in der DDR.
Dass sie dies sehr engagiert tut, beweisen doch die Dutzend Klagen, die ich bereits in einem anderen Posting erwähnt habe. Die kommen alle aus einer Ecke und nicht umsonst werden die dann auch meist in Hamburg oder Düsseldorf verhandelt - Gruss an die "roten Richter".
Und gerade sie legt sich gern mit demokratischen Politikern an - eben weil diese ihrer demokratischen Aufgabe nicht nachkommen.


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#29

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.12.2008 22:54
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria, Wieso habe ich eigentlich Deine Antwort auf Frau Klier und ihren Exmann so erwartet?? Mir ging es darum die Menschen nicht zu vergessen,die den Mut aufbrachten ihre Stimme zu erheben um Missstände,oder Unrecht in der DDR anzuprangern! Von Klier über Bohley,Havemann,Brüsewitz oder auch Baro,um nur einige zu nennen. Wollten Sie nicht eine bessere DDR? Zeigt ein Staat nicht seine Ohnmacht in dem er unbequeme Bürger ausbürgert, anstatt sich mit ihnen auseinander zu setzen.Oder fehlten da Argumente? Niemand streitet ab das es auch heute noch Unrecht und Missstände gibt.Sie sind auch jetzt noch da die Gegner,Mahner,Wachrüttler,und Bürgerrechtler. Das ist so auch in Ordnung!Aber deswegen werden Sie nicht einfach ausgewiesen!In einer Demokratie gehört die Meinungs und Pressefreiheit zum Grundrecht. Dein Freund Peter (Turtle)


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#30

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.12.2008 19:38
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter (turtle) Alter geht vor Schönheit also müssen Manudave und Transitfahrer noch etwas warten, du zuerst mein Freund. Österreich war schön, mit anfangs viel Schnee aber anschließend setzte das große Tauwetter ein. Ein bisschen noch von der alten DDR ehe ich auf deinen Beitrag eingehe so das Francis wieder was zu lesen hat. Schon zu tiefsten DDR-Zeiten sind wir jährlich an den Rennsteig gefahren. Wir haben Freunde in Masserberg, er hat damals im Kulturbund gearbeitet und machte nebenbei noch Musik so wie Kraftschick aber mehr für die Unterhaltung der Werktätigen. So sind wir nach der Skitour abends immer los in die FDGB-Ferienheime mit seinem Lada-Kombi und meinem Trabant voll gepackt mit Boxen, Tuner, Verstärker und Gitarre . Anfangs wollte immer keiner tanzen aber mein Freund Hans war wie Atze, der aus dem Ruhrgebiet, ich bin ein Fan von Ihm, und am Ende wollte keiner aufhören, wir hatten 2,5 Promille und weit nach Mitternacht ging es mit unseren Frauen von Meura, Neuhaus oder anderen Bergdörfern wieder die Serpentinen nach Masserberg hinauf die Strasse gehörte uns. Keine Volkspolizist war um diese Zeit noch wach denn die Diebe schliefen den Schlaf der Gerechten. Mein Freund Hans schlief dann immer auf den Schreibtisch im Kulturhaus seinen Rausch aus aber wir waren jung zu was brauchte man da Nachts Schlaf und Abends ging es wieder los bis zum abwinken das war die DDR sage ich mal so salopp. Aber zu deinem Satz Peter „Wollten sie nicht eine bessere DDR“ , das ist es was ich im Beitrag Flucht aus der DDR vom 20.11.08 gemeint habe, dieser Ausruf der Massen „Wir bleiben hier“ . Aber daran hatten die die so wieso schon am Rad gedreht hatten kein Interesse. Ebenso das sich die große Sowjetunion ihrer Bündnispflicht entzogen hatte, mein Schwiegervater hat mal dieses schöne Wort Zauberlehrling für M. Gorbatschow verwendet, er hatte da etwas angestoßen was er wohl am Ende nicht mehr im Griff hatte.
Habe noch etwas in der Zeitung „Die Welt“ vom 16 Dezember über Freya Klier gefunden aber arbeite noch daran für einen nächsten Beitrag wird bestimmt interessant.

Die und deiner Familie ein Frohes Fest

Dein Freund

Rainer-Maria


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#31

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.12.2008 19:39
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Manudave ich sehe schon, einmal im Widerstand siehe die eigene Mutter immer im Widerstand sprich die Kontakte des Sohnes zur Exopposition . Da kann ich ja froh sein das mein Vater nicht Rainer Werner Fassbinder hieß denn dann würde ich wahrscheinlich heute noch im Kino sitzen oder wie der Sohn von Serge Bondartschuk gute Filme drehen die dann anschließend nur in einem Dorfkino unserer „demokratischen Republik“ gezeigt werden. Aber kleinen Filmspass bei Seite nein, ein Vorwurf (dein Alter zur Wende) sollte es nicht sein ich hatte es nur etwas falsch formuliert und meinte damit du solltest dich mal mit der Geschichte der BRD beschäftigen. Hattest du mal dein Vater gefragt wegen der Revolution ob er schon die Tasche für die Reserve gepackt hat und ich hoffe er hat nicht gesagt das sollte es mal anfangen mit Gären im Volk Ihm dem Volk dann einer den Vorschlag macht sich mit ein paar Volksaktien an der Macht zu beteiligen. Einer meiner Lieblingsschriftsteller
(G.Wallraff ) würde sich dann nämlich fragen warum er seine Bücher geschrieben hat wenn sie so wieso keiner versteht. Ich habe auch immer den Eindruck diese angebliche Demokratie wird so verbissen als Allheilmittel verteidigt, so als gebe es keine anderen fortschrittlicheren Gesellschaftssysteme mehr. Da ist mir doch als aufgeklärter Bürger die Monarchie momentan noch lieber wenn ich mit krausen sehe wie die Steuergelder so schön verbraten werden. Als König oder Kaiser würde ich Claus Peymann vom „Berliner Ensemble“ vorschlagen, der ist klug, kann reden, hat was im Kopf, ist bestimmt auch gerecht zu seinen Mitbürgern und die Tochter von Romy Schneider (Man habe ich die Frau geliebt in meiner Jugend) setzen wir als neue Sissi ein. Das du mal ein Jungpionier werden wolltest, auf die Idee bin ich als Junge nie gekommen, das lag wohl daran weil ich nur haarscharf am Jugendwerkhof vorbeigeschrammt bin aber das ist mal eine Geschichte für einen nächsten Beitrag. Wenn du Frau Klier siehst sag ihr einen schönen Gruß von mir sie soll Ihren Traum von der Demokratie nicht aufgeben denn Träume sind wichtig, überlebenswichtig. Nimm einen alten Mann seine Ironie nicht übel denn ich bin ja fasst doppelt so alt wie du das ist aber jetzt nicht wieder als Vorwurf gemeint.

Frohes Fest dir und deinen Eltern

Gruß

Rainer-Maria


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#32

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.12.2008 01:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,Es freut mich das Du wohlbehalten zurück bist!Wir machen ab 26.12.-03.01.eine Sylvestereise nach Schweden.Nun zu Deinen Zeilen. Der Vergleich mit dem Zauberlehrling gefällt mir. Das mit dem nicht erfüllen der Bündnispflicht war für mich ein Glück.Nicht auszudenken es wäre so abgelaufen wie auf dem Platz des himmlichen Friedens,oder noch schlimmer. Es hat da aber auch schon die Schwäche der damaligen Sowjetführung gezeigt.Gorbatschow ist dafür später vom Ex-Klassenfeind gut belohnt wurden. Ich komme zu 1989.
In der LVZ vom 24/25.Juni 89 stand,ich zitiere .Welche Unverfrorenheit gehört dazu,zu Hause alle Vorzüge zu genießen,die unsere Gesellschaft den Bürgern und insbesondere den Familien zukommen läßt,und dann auf der Straße entgegen allen gesellschaftlichen Normen die Leistungen und Errungenschaften dieser sozialitischen Gesellschaft in den Straßenstaub zu ziehen! In dem Zusammenhang weiter.Diese Leute werden zu willkommenen Handlangern jener Kräfte in der BRD,die unsere sozialistische DDR von innen heraus so langanhaltend und tiefgreifend,reformieren wollen bis die Agonie eintritt und vom Sozialismus nichts mehr übriggeblieben ist.Ich möchte es dem Leser überlassen über diese Zeilen aus der LVZ nachzudenken!! Du hast recht es gab viele Rufe und Plakate 89 mit wir bleiben hier,und Wiedervereinigung nein-wir müssen uns selbst helfen,wer denn sonst? Aber auch Deutschland mein Vaterland.Wir sind ein Volk.Ich höre auch noch die Rufe
wenn die DM nicht kommt,gehen wir zur DM! Ein Plakat von damals war Wiedervereinigung ja,Sozialistische Armut nein. Eine Kapitalistische Armut hatten die nicht im Sinn.Da hatten sich noch viele ihre Zukunft anders vorgestellt. Du schreibst.Aber daran hatten die die so wieso schon am Rad gedreht hatten kein Interesse..... das beziehe ich auf eine bessere DDR.
Nein.nein die Altherrentruppe im Politbüro lebte in ihrer Traumwelt in Wandlitz.Sie wollte die Realität lange nicht sehen.Zeichen der Unzufriedenheit,von Unvermögen,usw.waren lange vor 1989 da.Klar das der Westen die Zeichen der Zeit erkannte und am Rad kräftig in ihre Richtung drehte.
Wie war das mit wer zu spät kommt den bestraft das Leben.Hat man nicht die Gier zur DM
mitgeschürt,ich denke dabei an die Intershopläden,Genexversand,oder mit zugeteilten Reisegeld in die Bruderländer.In Leipzig zur Messe gab es Nachtbars da wurde nur Valuta angenommen.Selbst an den Messeabzeichen soll man sie erkannt haben woher sie kamen die unterschiedlich waren.Da war doch von vielen Neid,oder auch haben wollen normal.Auch wenn ich mich wiederhole es gab die Chance eine bessere DDR aufzubauen bevor andere am Rad drehten.Die Ereignisse 1968 in der CSSR später in Polen hätten auch nachdenklich machen müssen!Meine Frau geb.März 1959 war Dozentin an der Uni in Kiew .Sie hat die Wende in der Sowjetunion miterlebt.Wir unterhalten uns oft über Zusammenhänge,Ursachen,Unterschiedliches,Gemeinsames,usw.zwischen der DDR und der UDSSR.Dabei haben wir auch oft verschiedene Meinungen aber nie Streit.Keiner von uns versucht seine Meinung den Anderen aufzuzwingen!Wer die besseren Argumente hat,kann besser überzeugen.So Danke für die lieben Grüße zum Fest.Nochmal von mir frohes Fest und guten Rutsch wünscht Dir und Deiner Familie Dein Freund Peter.Bis zum 03.01. mache ich Forum Pause.


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#33

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.01.2009 13:35
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter(Turtle) den Guten Rutsch zurück, ich denke du bist mit Familie gut in das Neue Jahr gekommen.Mit Schweden gabst du mir ein Stichwort, denn eine meiner Tanten ist nach 1933 in einer Art Wanderung über Amerika und andere Länder in diesem Land sesshaft geworden. Ihr späterer Mann, ein Halbjude und Verkäufer in einem jüd. Kaufhaus meiner Stadt in dem auch sie angestellt war wollte Deutschland verlassen und so zog sie mit. Ein Großteil seiner Familie ist nach 1940 in einem Vernichtungslager, es könnte Auschwitz gewesen sein ums Leben gekommen. Ihren drei Kindern hat sie nie Deutsch gelernt wohl aus Solidarität zu ihrem Mann so das die Kommunikation immer über die Mutter ging. Das fand ich schade und bewerte es heute als eine falsch verstandene Solidarität, denn jetzt sind die alten Leutchen tot und ich kann kein schwedisch. Meine Cousinen haben auch nie Interesse gezeigt uns in der DDR mal zu besuchen denn diese Chance war für sie unkomplizierter als für uns. Aber jetzt bin ich nicht mehr so scharf auf die Hefte mit den schönen Mädels drin siehe den Beitrag Buchenwald vom 11.12.08 denn der alte Bauwagen ist schon lange Geschichte. Hin zu Freya Klier und ihren Artikel "Der lila Drache und das Märchen von der schönen DDR" in "Die Welt" vom 16.12.08 . Mitlerweile gibt es eine Antwort darauf in "der Jungen Welt" vom 23.12.08 unter der Rubrik "Attackierte Des Tages" "Margot Honecker" und eine gute Lesermeinung in "Die Welt" kurz darauf.


Textauszug: Frau Klier, wie mag es eigendlich in Ihrem Inneren Aussehen, wenn sie mit Worten so derartig viel Hass versprühen können und gleichzeitig mehrere Berufsgruppen (Lehrer, Horterzieher, Kindergarten-und Kindergrippenerzieher/Innen) pauschal und ohne Rücksicht auf jede Individualität, welche von ihres gleichen immer beansprucht wird, verunglimpfen? Ich gehöre wahrlich nicht zu den ewig Gestrigen, welche der DDR nach trauern aber ich habe in Ihr 26 Jahre gelebt und gearbeitet, wie viele Millionen auch. Wann endlich werden Menschen wie Sie, die mehrere Jahre so angepasst wie die meisten anderen auch im System funktioniert haben, die Aufarbeitung der DDR_Geschichte unvoreingenommen beginnen?
Wie Groß wäre wohl die Empörung, wenn ich auf Grund der aktuellen Berichterstattung, unter anderem auch in "Der Welt" über die Untersuchung von Vorgängen in Kindeheimen der BRD seid 1948 alle Mitarbeiter von solchen Einrichtungen in Sippenhaft nehmen würde?



Dieser Text sagt eigendlich das was auch ich ausdrücken wollte und ich habe mich mal mit der Biographie von Frau Klier beschäftigt, weil mich doch Biogr. so interessieren. Da muss ich sagen kann sie doch gar nicht so nachtragend und schlecht gewesen sein die alte DDR was den Wertegang von Frau Klier betraf! das Kinderheim mit Drei Jahren, na das lassen wir mal weg denn denk ich an meine ersten Jahre sage ich null Erinnerung und denke ich weiter an meinen Cousin der mit 2 1/2 Jahren aus einem Kinderheim adoptiert wurde, der ist ein ganzer Kerl geworden. Wenn sie natürlich den Vergleich mit den KH. im Altbúndesgebiet sieht in denen geprügelt und gedemütigt wurde und daraus ihre spätere Antihaltung begründet dann muss man es erstmal so stehen lassen. 1968 mit 18 jahren Republikflucht, vorzeitige Entlassung aus 16 monatiger Haft und dann gleich 1970 ein Schauspielstudium in Leipzig und Dresden. Na, jetzt aber die Hosen runter Frau Klier hat sie da irgendwo unterschrieben und anschließend mit den Studenten gesoffen um ihnen die Zunge zu lösen denn diese Chance siehe Studium haben doch angeblich nur die bekommen die kooperierten. Aber die Säcke mit den vielen kleinen Schnipseln werden doch jetzt per Computer rekonztruiert und es sollte mich nicht wundern...... . Aber lassen wir ganz einfach die Zeit für uns arbeiten. Nochmal zu Margot Honecker, ich gehe dahin gehend mit so richtig geliebt hat sie wohl nur ihr Mann und leider hatte sie nicht das Charisma einer Erika V.D.Leyn die die mit dem goldenen Löffelchen im Mund aufgewachsen ist. Obwohl, ich mag die Frau trotz mehrfacher Mutter ist sie noch sehr attraktiv aber Margot der art nieder zu machen und mit ihr den gesammten Berufsstand siehe Lesermeinung das haben sie und alle anderen nicht verdient. Es ist dieser Satz am Ende über die Schulen der DDR aus meinem Beitrag Elbgrenze vom 15.10.08 den ich wieder hervor krame. Nehmen schließt auch Geben ein......... , schaul mal rein Peter. Mehr habe ich erstmal nicht zu Frau Klier zu sagen.


Dein Freund

Rainer-Maria


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#34

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.01.2009 03:18
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo mein Freund Rainer-Maria,
Schweden war kalt und teuer und in Göteborg scheint monatelang die Sonne nicht. Doch die Spezialitäten vom Renntier ,Elch und Fisch hervorragend. Schwedisches Bier dafür Scheiße! Zu Deinen Verwanden in Schweden nur soviel jeder der durch das Naziregime viel Leid erfahren musste verarbeitet das auf seine Weise oder gibt seine Einstellung an seine Kinder weiter! Da muss man akzeptieren wenn diese Menschen alle Kontakte nach Deutschland abbrachen. Als ich das 1.Mal 1969 in Israel war, hörte ich wie sich zwei Frauen auf Deutsch unterhielten. Ich fragte Sie nach einer Straße in Haifa .Zunächst erhielt ich keine Antwort, bis mir eine der Frauen sagte ich sei ein deutscher Goi und Sie hätte schmerzliche Erinnerung an diese Sprache .Sie hatte als Einzige ihrer Familie Auschwitz überlebt! Auf meine Frage wieso sie mit ihrer Bekannten deutsch spricht sagte sie das ist das Dilemma, sie fühlt sich trotz allem noch Deutsch! Mit einem Deutschen reden würde zu viel Schmerz zurückbringen. Es war mein sächsisch warum ich mir ihr ins Gespräch kam .Sie war in Dresden geboren und hatte das Sächsische vermisst!
Deutschland zu besuchen würde trotzdem nie in Frage kommen! Nun zu Deinen Beitrag, Du hast die Zeit meiner Abwesenheit im Forum gut genutzt und Fakten zu sammeln um Deine Ansichten über Frau Klier wieder zu untermauern! Eigentlich war das Thema Klier für mich schon abgehakt.In der Tat gibt es zu Denken wie Human mit ihr nach dem Fluchtversuch umgegangen wurde.Ich hatte da weit mehr Probleme! Da verstehe ich sogar dass sich mancher wie Du Gedanken macht warum?
Doch ich denke da hätte schon mancher dafür gesorgt dass es öffentlich wird. Oder wolltest Du Manudave und mir klar machen das wir die Klier im falschem Licht sehen? Wie ich schon einmal erwähnte es ging mir um die Menschen in der DDR die nicht zu Unrecht schwiegen. Zu meinen letzten Beitrag schreibst Du eigentlich nichts. Du bringst Margot H. ins Spiel Nach der Wende gab es Strafanträge gegen sie im Zusammenhang mit Vorwürfen, sie habe in Fällen von Inhaftierung politisch Unliebsamer oder bei Republikflucht Zwangsadoptionen von Kindern der Betroffenen angeordnet, die Kinder gegen deren Willen von ihren Eltern getrennt und zur Adoption an Fremde weitergegeben. Direkte Anweisungen von ihr an die Jugendhilfen ließen sich jedoch nicht nachweisen. Doch wo Rauch ist …………! Das Bildungssystem der DDR war auf die Ideologie des Staates abgestimmt.Wie vielen hat man aber das Studium oder Beruf verweigert da sie nicht den als Linientreu galten? Hatte da Frau Honecker nichts mit zu tun? Fehlt nur noch das Hilde Benjamin rehabilitiert wird! Etwas gebe ich aber nun doch noch zu in den DDR Schulen gab es keine Drogenprobleme, die Lehrer wurden geachtet und respektiert! Gelernt hat man auch viel das Bildungswesen war sehr gut das Politische zähle ich mal nicht dazu. Da haben wir sowieso andere Ansichten. Dein Freund Peter


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#35

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.01.2009 08:16
von manudave (gelöscht)
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zuletzt bearbeitet 10.09.2009 06:16 | nach oben springen

#36

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.01.2009 20:37
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter (Turtle) entschuldige denn ich hatte dich gleich mit den Beitrag von Frau Klier in "Die Welt" vor vollendete Tatsachen gestellt obwohl du noch nicht die Möglichkeit hattest dies zu lesen. Aber nochmal zu deinem Beitrag vom 24.12.08, auf dieses Zitat der leipziger Volkszeitung könnte ich den Satz über die Schulen der DDR fasst ebenso anwenden denn dieser Staat machte und jetzt muss ich mal von mir selber ausgehen mich zu einem selbstbewußten Menschen mit allen Fehlern und positiven Seiten die man nun einmal braucht. Logisch das nicht immer alles glatt abging, manchmal auch ein klein bischen Glück dazu gehörte um einmal am Jugendwerkhof vorbei und ein anderes mal am Strafvollzug vorbei zu schrammen. Denn ich konnte immer schlecht zwischen "Mein und Dein" unterscheiden, nahm mir was ich brauchte. Es gab diesen schönen Witz "Einmal in die Hände klatschen und sagen VEB raus treten", dann wäre mein massives Gartenhäuschen von 35 Quatratmeter Grundfläche mit Innentoilette, Schlafraum, Küche, Wohnraum und der Zaun der das Gartengrundstück von 450 Quatratmetern umgab zusammen gefallen. In dieser sozialistischen Neugartenanlage, nicht zu vergleichen mit den typischen Schrebergarten haben Arbeitskollegen meines Betriebes ebenso gebaut wie ich, das Paradies für den Werktätigen! Kurz ausgedrückt wir gaben dem Betrieb und wir nahmen das kann jetzt jeder so sehen wie er will, vielleicht sehe ich es deswegen so einfach. Der Arbeiter schaffte sich sein Reich und der Altherrentreppenverein sein Wandlitz, meinst du sie hätten uns gestört und wir sie, warum? Kein IM fragte mich am Freitag Nachmittag wo ich mein Wochenende bis Montag Früh verbringe geschweige denn dieser Staat DDR wollte eine Zweitwohnungssteuer haben, oder so wie heute das schlafen mir dort verbieten, ich hätte ewig so weiterleben können. Ich hatte es Peter (Transitfahrer) schon einmal geschrieben "Die DDR gab und sie nahm" deswegen liegt mir Frau Klier nicht gerade am Herzen, denn sie kennt das Wort Dankbarkeit nicht. Auch stimmt es und jetzt wird Manudave aufhorchen das ab Mitte der 80er Jahre eine Art "bleierne Zeit" einsetzte, die Altherrentruppe war verkrustet, gewollte Veränderung wurden misstrauig beäugt, junge dynamische Leute hätten das Ruder übernehmen müssen aber das wurde tunlichst vermieten ja bekämpft auch mit Hilfe der Staatssicherheit. Aber ich nenne sie "das Werkzeug des sozialistischen System" und Unterschiede zu Heute BND etc. sehe ich wenig. Diese verkrusteten Alten hatten auch wir im Betrieb aber mann hat sie umschifft würdest du als Seemann sagen, nenn es Leben und Leben lassen. Ziehe ich den Vergleich sind es arme Würstchen zu diesen Schmarotzern die sich heute "demokratischen Rechtsstaat" nennen. Wieder muss ich Peter (Transitfahrer) und den Beitrag vom 23.11.08) bemühen, was hatten wir nicht alles auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen schau nach Peter und um es mit den Worten der Lesermeinung im Vorbeitrag zu sagen auch ich gehöre nicht zu den ewig Gestrigen aber ich sehe, höre, fühle und ich vergleiche mit diesen 37 Jahren DDR die ich durchlebt habe. Wann und wo hat Heinrich Heine sein Deutschland-Ein Wintermärchen geschrieben, dieses erfrischende Gedicht, 1844 im Exil in Paris und wie hat er sie genannt "Die Verderber, blaublütigen Herrscher und die servilen Bürger seines Vaterlandes". Es wird Zeit das mal ein kluger Gedichteschreiber die Strophen fortsetzt. Dieser Ausruf der Masse "Deutschland mein Vaterland" also mein Vaterland war die DDR und wird es wohl immer bleiben ohne die alte Nostalgienummer zu ziehen. Manchmal kann ich meine Tante und die Cousinen in Schweden verstehen. Mit den Zwangsadoptionen habe ich mich ehrlich gesagt noch nie so richtig beschäftigt, es ist vielleicht Stoff für einen nächsten Beitrag, lasst mich kramen du und Manudave in meinen Stapeln von Zeitungen und Büchern.

Dein Freund Rainer-Maria

PS: Hey Manudave auch wir scherzen nicht, habe ich aber schon mal geschrieben wir bleiben sachlich, tollerieren uns,Du, Ich, Peter, Angelo und alle anderen Mitstreiter im Forum und die die sich nicht outen und blödes Zeug quatschen die hält uns Francis mit seiner Zivilcourage vom Leib.


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#37

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.01.2009 17:05
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,
Na da schau mal an! Bisher warst Du für mich der Musterstaatsbürger der DDR! Aber Diebstahl von Volkseigentum??
Da halte ich es aber Dir zugute das es nicht passiert wäre hätte es keine Versorgungsengpässe gegeben! Die sozialistische Planwirtschaft ist aber ein Kapitel für sich. Mir ist aber bekannt dass mit dem Organisieren und Tauschen alle beschäftigt waren. Meine Schwägerin arbeitete in einer PGH für Bad, Küche. Sie war für den Einkauf und Ausgabe von Material verantwortlich.
Kaputte Waschbecken, Fliesen, Badewannen, wurden zwar abgeschrieben und ausgetragen , jedoch nicht entsorgt! So konnte man es mehrmals machen. Es gab daher immer einige Mangelware zum Eigenbedarf, tauschen usw. So mancher Sack Zement oder anderes Baumaterial verschwand von den Baustellen nimmerwiedersehend. Mein Bruder hatte immer viele Autoteile ! Wer denkt als Ersatzteile für seinen Wagen irrt ,die hatte er nicht! Doch manch Andere hatte welche nur umgekehrt! Ich kenne viele mit der Aussage ich habe mich mit der DDR angagiert,alles lief seinen Gang und war zufrieden. Bei vielen drückte man mal ein Auge zu, und die Unzufriedenheit schrie nicht so laut. Wie schreibst Du sinngemäß mit und in der DDR leben ,geben ,nehmen. Da hast Du dich nicht von vielen anderen Bürgern unterschieden. Sie wollten auch nicht unbedingt eine Widervereinigung: Habe mich gefreut das wir mit der Altherrentruppe einer Meinung sind! Überhaupt ist es toll das gerade wir ,der Ex-Grenzer und der Ex-Flüchtling miteinander Meinungen und Gedanken austauschen. Vorurteile sind verschwunden, ja sogar Verständnis ist da und der Respekt und Achtung vor der anderen Einstellung! Ich wünschte mir das es überall so wäre. Die Realität ist anders. Wenn ich an die Konflikte in den ehemaligen Gusstaaten, Irak, Afghanistan, oder Israel denke ich, der Mensch lernt es nie!!! Der Heine war schon ein großer. Für mich auch ein Sozialist der Anfänge. Thema:: Zwangsadoption: habe nun doch einiges darüber gelesen . Es ist noch ein dunkles Kapitel der DDR Geschichte und spiegelt die Menschenverachtung wieder! Nein mein Staat war das nicht. Dabei hatte ich die richtige sozialistische Erziehung im Kinderheim ,,Freundschaft“ in Lindhardt bei Naunhof!! Darüber könnte ich auch viel schreiben nicht alles war da Positiv .Darüber habe ich woanders geschrieben. Machs gut mein Freund Rainer-Maria mit Deinem jetzigen Wissen, Erkenntnis ,und Einstellung wärst Du wahrscheinlich der bessere im Politbüro gewesen. Stell Dir vor Du hättest die Chance gehabt mit Gleichdenkenden Deine Vorstellung von einer besseren DDR zu verwirklichen. Träumen ist doch erlaubt! Oder? Aber scheitern würde auch diese Traum DDR. Wer will sie schon die sozialistische oder kommunistische Welt? Was würde Marx heute schreiben, wenn er die Geschichte der letzten 100 Jahre wüsste? Tschüß bis wiedereinmal Dein Freund Peter


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#38

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.01.2009 11:39
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Peter (Turtle) auch dein Freund ist nicht gegen menschliche Schwächen gefeit, denn ich konnte schon von großem Glück sagen das sich meine Frau im verfliexten siebten Ehejahr nicht gleich wieder hat scheiden lassen. Gegen diese Schwächen oder nenn sie Versuchungen war ich ebenfalls nicht immun, Denn Scheidung war so unkompliziert in der DDR einfach sagen ich will nicht mehr und dann konnte jeder seine Wege gehen nagut einer Unterschrift bedurfte es noch. Aber so langsam kennt sie ihren Mann und sie hatte auch den selben Gedanken wie du, siehe Volkseigentum und sagte ändere mal das "Mein und Dein" in "Unser und Unseres" denn es hieß doch "Was des Volkes Hände schaffen soll des Volkes Eigen sein". Aber du hast Recht, es war dieses gewußt wie dann mit diesen Wissen was zur Macht wurde zum gewußt wo und am Ende wurden aus dem Zauber zehn Pakete feinste Fliesen, zwei dutzend Glasbausteine, sechs Thermofenster und 40 Quadratmeter Schaalbretter für das Dach. Der Zement Peter der war nicht so das Problem, den gab es lose in Massen aus dem Silo, du musstest bloß die Säcke (50Kg) haben. Der Trabant lag dann mit den Kofferaum fasst auf der Straße aber durch Beziehungen kam ich an einen Holzhänger HP750 und die Anhängerkupplung, da tauchte aber schon das nächste Problem auf, die Anzahl der wenigen PS schafften den vollen Hänger erst im zweiten Gang. So ging nach einiger Bauzeit die Kupplung flöten aber mann wußte doch wo..... . Es gibt so schöne alte Defafilme wie "Anton der Zauberer" oder "der Baulöwe mit Rolf Herricht" über diese Sachen. Natürlich bauen mußte man schon alleine denn so viele kleine Firmen wie heute gab es noch nicht, da ging jedes Wochenende und der Feierabend drauf am Ende steckten viel Herzblut und schöne Abende mit den Baunachbarn drin schuldenfrei war man auch außer der Schuld gegenüber dem Volk. Aber das waren wir doch selbst, also blieb das Gewissen außen vor und ich schlief so ruhig wie in Abrahams Schoß. Wenn wir beide mal bei einem Bier zusammen sitzen und das habe ich mir fest vergenommen gibt es bestimmt eine Menge zu lachen über die lustigen Seiten der DDR. Frau Klier wird das natürlich anders sehen. Zu deinem Respekt und Achtung vor der anderen Einstellung. Einmal im Monat kommt zu uns ein älteres Ehepaar, sie klingeln ich öffne die Tür und sie haben jeden Monat dieses Lächeln auf dem Gesicht sie sind freundlich, höflich und haben ein warmes Herz ich unterhalte mich gern mit ihnen. Du ahnst es Peter die Zeugen Jehova und ich achte diese Leute und ihren Glauben an den Weltuntergang. Und wenn ich sie richtig verstehe überlebt man diesen nicht wen man kein Zeuge wird. Auch dieser Glaube an das Gute im Menschen aber jetzt sage ich der Mensch ist ein Produkt seiner Erziehung zum Beispiel die soz. Erziehung war nicht schlecht sie teilte nicht sie förderte das Gemeinsam, auch der schwache Schüler wurde mitgenommen nenn es Hilfe zur Selbsthilfe. Um nochmal zum Anfang zu kommen irgendwann im Gespräch erzählte die Frau das eine naher Verwander wegen Republikflucht in Haft saß da dachte ich so bei mir gut das sie deine Vergangenheit nicht kennen und sie hoffen wohl inständig ich komme einmal in ihren Königreichsaal. Aber weg davon hin zu Chance und Vorstellung einer besseren DDR, wie du sehe ich die Realität und sie lässt uns wohl beide auf dem Boden bleiben. Meine Meinung, das soz. Modell funktioniert nur mit leichtem Druck auf den Menschen, dem steht wieder die Freiheit des Individium entgegen werden jetzt viele sagen aber diesen Gummibegriff Freiheit können die meißten auch nicht klar definieren. Ein Beispiel denn es geht nur so zu erklären: Zwei Tage Frost und Schnee und meine Großstadt hat ein Problem, jetzt stell dir vor jeden Tag Schneefall und vier Wochen 20 Grad minus so wie zu tiefsten DDR-Zeiten! Wieder heute, der komunale Winterdienst ist schon überfordert und und und, die Armee sitzt im warmen und alte Leute sollen sie doch zusehen wie sie zur nächsten Kaufhalle kommen. Wieder zurück zum Soz. die erste Handlung war Schüler und Lehrer an die Kreuzungen sie Schippten egal ob der Gehweg des Hauses XY ein privat verwaltetes Gründerzeithaus war oder nicht. Die Armee räumte die Straßen mit schwerer Technik und half in den Kraftwerken. Gemeinsam wurde das Chaos bewältigt. Stell dir das mal heute vor, Individium X sagt nein ich nicht soll doch Bürger Y und der sagt warum ich soll doch Bürger Z . Alle drei stehen da und frieren, das ist die Demokratie schöne Demokratie sage ich, so Peter genug davon das wir auch noch später andere Themen behandeln können.

Dein Freund

Rainer-Maria


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#39

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.01.2009 02:18
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,
So langsam entwickelt sich die Diskussion BRD-DDR zu einem Dialog zwischen Dir und mir .Nur Munadave zeigt sich auch präsent. Gerade über das so Menschliche und Private über das wir auch schreiben übermitteln wir doch auch das Alltagsleben, Sorgen, Ansichten, Standpunkte, und Probleme und so vieles mehr über das Leben in der DDR. Hallo Leute macht mit! Sicherlich könnt ihr auch viel dazu schreiben! Nur Mut! So nun wieder zu uns. Zeugen Jehovas gab es auch in der DDR, allerdings standen die da nicht mit dem Wachturm an der Ecke und klopften auch nicht an der Tür! So tolerant war die Obrigkeit nun auch wieder nicht. Aber ich habe Sie 1964-1965 in meiner Haftzeit wegen Republikflucht kennengelernt. Sie hatten den Wehrdienst verweigert, das langte zur Verurteilung. Mir taten sie Leid, da sie Gewalt ablehnten und sich auch im Haftalltag nie durchsetzen konnten wurden sie oft schikaniert! Religionsfreiheit war also nicht gleich Religionsfreiheit in der DDR. Da mein zweiter Fluchtversuch 1968 erfolgreich war habe ich keine Ahnung wie lange noch Zeugen Jehovas wegen Wehrdienstverweigerung in der DDR in Haft mussten! Vielleicht kann jemand darüber etwas schreiben, würde mich interessieren! Ich toleriere jede Religion, wenn jemand darin Erfüllung, Glauben, Frieden, und seine Bestimmung findet ist es für mich in Ordnung. Wenn aber eine Religion missbraucht wird um Hass und Gewalt zu verbreiten lehne ich das entschieden ab. Du schreibst die sozial. Erziehung in der DDR war nicht schlecht, auch darüber kann man streiten. Die Ideologie wurde vorgegeben, Kinder wurden teilweise missbraucht um Informationen über die Eltern zu bekommen die nicht ganz auf DDR Kurs waren. Warum es so viele Krippen oder Kindergärten gab hatte auch damit zu tun um die Kinder im Geist des Sozialismus zu erziehen. Die Arbeitskraft der Frauen wurde auch gebraucht. Ich gebe aber zu das es heute an bezahlbaren Kindergärten fehlt. Was wurde mir im Kinderheim eingetrichtert, Ich hörte eine Menge über Bonner Ultras, Westdeutsche Kriegstreiber, sogar Kartoffelkäfer hatten die abgeworfen um unsere Ernte zu vernichten Naziverbrechen, Saboteure, und Spione. Jede Woche ein neues Lied wie wir sind die erste Reihe,oder Spaniens Himmel, Thälmannlied ,Du hast ja ein Ziel vor den Augen usw. Dann gab es die Guten Antifaschisten,die Sowjetführer sowieso ,Ethel und Julius Rosenberg, Patrice Lumumba, und natürlich unsere Staatsführung. Ich war auch böse auf die Bonner Kriegstreiber weil ich die Kartoffelkäfer auf langen Feldern in ein Glas sammeln musste .Ich hätte lieber gespielt! Wir hatten aber unsere Paten LPG das Rübenverziehen war auch immer angesagt der Rücken und die Knien schmerzten. War das eigentlich Kinderarbeit?? Dein Beispiel mit dem gemeinsamen Einsatz um das Winterchaos zu beenden ging doch nur mit dem leichten Druck von Oben .Ich denke nur an 1978. Doch da hatte sich auch gezeigt das es an manchen fehlte,wie modernes Gerät. Doch Katastropheneinsätze mit Hilfe der Bundeswehr und freiwilligen Helfern gab es auch in der BRD .Ich erinnere nur an die Flutkatastrophe in Hamburg,oder das Hochwasser im Oderbruch und Sachsen. Das Individium im Einzelnen wird aber in der Mehrzahl darauf warten das es der Andere macht. Da hast Du Recht!
Ja manchmal ist sanfter Druck auf den Menschen sinnvoll ,einige verstehen leider Freiheit nicht in angebrachter Weise. Es muss auch Grenzen geben! OK. Nun hoffe ich auf etwas mehr Beiträge zum Thema BRD-DDR ,also Leute macht mit .Mit Kritik kann ich auch umgehen nur sollte sie nicht beleidigend und verletzend sein. In allen meinen Beiträgen im Forum gebe ich lediglich meine persönliche Ansicht, Meinung und Erlebtes wieder. Machs gut Rainer-Maria mit dem Gedanken mit Dir bei einem oder auch zwei Glas Bier könnte ich mich anfreunden! Tschüß Dein Freund Peter


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#40

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.01.2009 18:24
von turtle | 6.961 Beiträge

Habe mich selber schlau gemacht!Zeugen Jehovas mussten in der DDR wegen Wehrdienstverweigerung bis 1985 in Haft.Über 5000 Zeugen Jehovas waren in DDR Haft ! Früher nannten sich die Z.J. Bibelforscher in der DDR wurden Sie ab 1950 verboten.Im 3.Reich wurden sie auch verfolgt und kamen sogar ins KZ.


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