#1

Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 17:42
von Berliner (gelöscht)
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In der DDR waren die Gehaelter staatlich geregelt und niedrig.

Beim ersten Hinsehen schien mir es deswegen unmoeglich, dass sich jemand im Sozialismus so ein Haus leisten konnte. Auch die Unterhaltskosten waeren ja enorm gewesen.

Wer hat zu DDR-Zeiten in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

Berliner




Quelle: Mauerflug


zuletzt bearbeitet 27.12.2009 15:33 | nach oben springen

#2

Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 19:01
von Alfred | 6.854 Beiträge

Berliner,

es gab da wohl verschiedene Möglichkeiten.

Es bestand ja auch die Möglichkeit Häuser zu mieten und da waren die Mieten gering, wie üblich.


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#3

Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 19:10
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo,

Alfred hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Wenn ich mich nicht sehr täusche, wurden die Villen am Griebnitzsee bereits während der Nazizeit enteignet (da ein Grossteil der Besitzer jüdischer Herkunft war). Dann wurden sie wohl an UFA-Stars weitergegeben (Marikka Röckk und Heinz Rühmann fallen mir auf die Schnelle ein). Nach 1945 kamen diese Villen in staatliche Verwaltung und hatten wohl die selben Mietpreise wie anderer Wohnraum in der DDR auch - also äusserst günstig.

Was mich aber interessieren würde: Diese Villen lagen ja wirklich direkt an der Grenze - dass heisst, das Ende des Gartens markierte auch unübersehbar das Ende des DDR-Gebiets. Wer hat nun zu DDR-Zeiten dort gewohnt? Ich könnte mir schon denken, dass die Bewohner einem besonderen Auswahlverfahren unterlagen.

Gruss

icke



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#4

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:04
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von icke46
Hallo,

Alfred hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Wenn ich mich nicht sehr täusche, wurden die Villen am Griebnitzsee bereits während der Nazizeit enteignet (da ein Grossteil der Besitzer jüdischer Herkunft war). Dann wurden sie wohl an UFA-Stars weitergegeben (Marikka Röckk und Heinz Rühmann fallen mir auf die Schnelle ein). Nach 1945 kamen diese Villen in staatliche Verwaltung und hatten wohl die selben Mietpreise wie anderer Wohnraum in der DDR auch - also äusserst günstig.

Was mich aber interessieren würde: Diese Villen lagen ja wirklich direkt an der Grenze - dass heisst, das Ende des Gartens markierte auch unübersehbar das Ende des DDR-Gebiets. Wer hat nun zu DDR-Zeiten dort gewohnt? Ich könnte mir schon denken, dass die Bewohner einem besonderen Auswahlverfahren unterlagen.

Gruss

icke


Icke,kommt da nicht noch Spurensicherungsstreifen und Kolonnenweg mit BT und dann das Ende?



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#5

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:15
von Augenzeuge (gelöscht)
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Häuserbesitzer konnten ihre Häuser nicht nur vermieten, sie mussten es sogar zu staatlichen Bedingungen. Es bestand bis zum Ende der DDR eine Wohnungsnot. Hier kamen Vertreter der Stadt sogar in ein Haus, wenn sie erfuhren, dass jemand ausgezogen war und der Vermieter nun allein wohnte oder der Besitzer auch im Westen war.

Natürlich konnte kein Eigentümer zu den Mietpreisen von ca. 30-40 DDR-Mark Instandsetzungsmaßnahmen durchführen. Wenn eine Heizung ausging, hatten auch die Mieter keine Ansprüche gegen den Eigentümer, wie man sie heute hat. Dieser sagte dann meist nur: Dann zieht doch aus. Ich kann es nicht instand setzen.
Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo ein Eigentümer ein 8-Fam.-Haus verschenkt hatte bzw. verschenken musste, weil es völlig marode war.

Gruss, AZ


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#6

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:16
von Affi976 (gelöscht)
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@ Zermatt,
ich hatte einen Kollegen, der ist ans DEFA - Sinfonieorchester gegangen( Babelsberg ).
Der hat in einer solchen Villa eine Wohnung bekommen. Der Gartenzaun war wirklich die Grenze.
Besuch gabs nur nach Anmeldung ( Sperrgebiet ). Ich wüßte nicht, dass der in der Partei o.ä. gewesen wäre. War ein feiner Kerl und lustig, wir haben uns oft gekrümmt vor lachen.
VG Affi


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#7

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:20
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Zermatt,

ich will das jetzt nicht beschwören - da müssten vielleicht die Grenzspezialisten hier im Forum ran: Aber meines Wissens gab es direkt am Ufer die Mauer und dahinter den Kolonnenweg - der ja zu Nachwendezeiten bis heute für Streit sorgt, weil der Kolonnenweg dem Land Brandenburg gehört und als öffentlicher Weg ausgewiesen wurde, was dann heutigen Besitzern nicht gefällt, weil dann Normalmenschen quasi vor ihrem Garten am See entlang gehen können.

Vielleicht mal ein Link zur Info:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brande...;art128,2776920

Wie gesagt, ich kenne die Gegebenheiten nur von einer Schiffsfahrt im Frühjahr 1990, wo man erstmals nach ewigen Zeiten durch den Teltowkanal und den Griebnitzsee in Ufernähe fahren durfte - und nach meiner Erinnerung gab es in Ufernähe die Mauer, dann vom Wasser her gesehen das Grundstück und danach die Villen - das es da auch einen Spurensicherungsstreifen gab, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Gruss

icke



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#8

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:24
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Ein Stück Mauer steht noch heute dort, direkt am Wasser, so wie Icke46 es beschreibt, war es auch.


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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#9

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 26.12.2009 20:50
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Jörg, das mit der Wohnungsnot zu DDR-Zeite bestreite ich schon mal. Logisch, das nicht jeder an eine Neubauwohnung kam, aber es gab zum Beispiel in der Großstadt Leipzig genügend Gründerzeithäuser, wo Wohnungen leer standen.
Wollte ich eine Wohnung, musste ich mich drehen, mit dem Arsch aus dem Sessel kommen.
So wie vorher schon geschrieben, es haben Leute zu sehr niedrigen Mietpreisen in Villen gewohnt, die wohl irgendeinem Juden einmal gehört haben.
Nach der Wende, so schnell konntst du nicht gucken, waren sie alle da und Zack, war der ehemalige Mieter draußen.
Davon kannte ich mindestens zwei Dutzend Fälle, weil ich vorher bei ihnen zugange war in Feierabendtätigkeit.
Wie geschrieben, die die dachten, die gebratenen Tauben kommen ins Wohnzimmer geflogen, sie gab es schon zu meiner Zeit....hatten dann halt ne lange Nase, wenn es um Wohnraum ging.

R-M-R


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#10

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 07:17
von manudave (gelöscht)
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Nun Rainer-Maria,

hier mal ein Beitrag zur "nicht vorhandenen Wohnungsnot":

http://www.mdr.de/damals/lexikon/1540422.html


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#11

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 10:27
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Gut,Wohnungsnot gab es angeblich nicht,müssten andere was zu sagen.

Wie sah es eigentlich mit Eigentumswohnungen aus und wie war das Angebot ? Was kostete z.b.
eine 3 Raumwohnung. Gab es auch das "Hausgeld" ?



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#12

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 11:29
von Freedom (gelöscht)
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Und wie hat man es mit der Vergabe von Wohnungen (AWG+KWV) entlang der Grenze gehandhabt? Ich bekam weder die Wohnung (Kiefholzstraße) zugesprochen die durch den Wohnungstausch meiner Mutter angestrebt werden sollte noch eine an der Oberbaumbrücke.
Mischte das MfS in den oben genannten Gesellschaften mit?


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#13

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 12:07
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rainer, du kannst es zwar bestreiten, dass es in der DDR eine Wohnungsnot gab, aber ich habe aus meinem Erleben berichtet. Nun kann es sein, dass des regional unterschiedlich war. Meine Mutter war bis 1985 in einer Wohnungsbaugenossenschaft für die Vergabe von Wohnungen tätig, hier konnte ich viel erfahren, was nicht in der Zeitung stand.

Und was das Haus betraf, wo man von der Stadt kam und einen Mieter einsetzen wollte, war das Haus meiner Schwiegereltern, und die Stadt kam mit den Worten: "Sie wissen doch, dass wir offiziell noch ein Wohnungsproblem in der DDR haben, und deshalb müssen wir Sie fragen, ob Sie Wohnraum....".
So war es.

Gruss, Jörg


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#14

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 13:30
von exgakl (gelöscht)
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Hallo Berliner,
ein interssantes Video hast Du da eingestellt. Ich kenne diese Gegend auch von der Grenzsicherung her. Die meisten der Häuser lagen ausserhalb des Grenzgebietes, sodass man keinen Passierschein benötigte. In vielen Villen waren auch öffentliche Einrichtung wie z.B. Kindergärten untergebracht.
Interessant ist vielleicht für dich, dass in der Zeit des "Potsdamer Abkommens" in jeweils einer eigenen Villa Truman, Stalin und Churchill gewohnt haben. Ansonsten wohnten zu DDR Zeiten da auch ganz normale Leute. Mietpreise wie auch Grundstückspreise waren ja gesetzlich festgeschrieben. Ein Immobilienmarkt gab es demzufolge nicht.

Aus dem sonnigen Brandenburg

exgakl


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#15

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 13:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Zermatt, über die " Eigentumswohnungen" zu DDR-Zeiten könnte dir ein Mitglied einer Wohnungsbaugenossenschaft eher Auskunft erteilen.
Vielleicht findet sich hier Einer im Forum, der auch heute noch in seiner Wohnung wohnt.

R-M-R


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#16

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 14:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Augenzeuge
Häuserbesitzer konnten ihre Häuser nicht nur vermieten, sie mussten es sogar zu staatlichen Bedingungen. Es bestand bis zum Ende der DDR eine Wohnungsnot. Hier kamen Vertreter der Stadt sogar in ein Haus, wenn sie erfuhren, dass jemand ausgezogen war und der Vermieter nun allein wohnte oder der Besitzer auch im Westen war.
Natürlich konnte kein Eigentümer zu den Mietpreisen von ca. 30-40 DDR-Mark Instandsetzungsmaßnahmen durchführen. Wenn eine Heizung ausging, hatten auch die Mieter keine Ansprüche gegen den Eigentümer, wie man sie heute hat. Dieser sagte dann meist nur: Dann zieht doch aus. Ich kann es nicht instand setzen.
Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo ein Eigentümer ein 8-Fam.-Haus verschenkt hatte bzw. verschenken musste, weil es völlig marode war.
Gruss, AZ

Hallo Augenzeuge,

kann deine Ausführungen uneingeschränkt bestätigen und möchte auch dafür Partei ergreifen.
Aus eigenem erleben in der Familie könnte ich einiger dieser Fälle schildern.
Meine Schwiegereltern besitzen ein großes Zweifamilienhaus.(Und das heue noch).
Zu Ostzeiten waren sie soweit,es für n Apel und n Ei zu verkaufen,wenn sie es dann losgeworden wären.
Denen wurde ständig vom "Rat der Stadt" zugesetzt.
Andauernt wurden Leute geschickt,um sich den angeblichen freien Wohnraum anzusehen.
Und wenn es nur ein Zimmer war und man sich die Toilette teilen sollte.
Also mal in aller Deutlichkeit hier gesagt,wer nun auch noch die "angebliche Wohnungsnot" in der ehemaligen DDR abstreitet,hat wirklich etwas sehr wichtiges nicht mitbekommen,leidet unter Realitätsverlust,verdreht bewusst Tatsachen,oder hat damals schon auf einem anderen Planeten gelebt.
Ich bin echt geschockt,denn das ist Dreistigkeit in höchster Form.
Dann wird wohl bald noch das 3.Reich als nie existierent dargestellt,oder wie?
Langsam komme ich hier zum Schluß,dass letztendlich noch abgestritten wird,dass eine sozialistische Gesellschaftsform in der DDR existierte.
Also liebe (vor allem jungen Mitleser),bitte immer beide Seiten der Medaille ansehen,auch hier in diesem Forum.
Denn dazu ist es da!

Gruß ek40


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#17

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 15:28
von Pommer | 16 Beiträge

Die genannten Leerstände von Wohnungen waren schlicht unbewohnbar, weil so ziemlich alles kaputt war zum Schluss auch das Dach!
Das konnte man dann daran erkennen, dass zuerst die oberen Mieter auszogen, bis auch am Endes das Erdgeschoß unbewohnbar war.
Die niedrigen Mieten gingen auf Sperrkonten woraus Reparaturen zu zahlen waren.
Der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung) war die Reparatur solcher "Westhäuser" aber zu teuer,
man hat sie bewußt verkommen lassen, weil es ja kein sozialistisches Eigentum war.
Parallel dazu wurden Plattenbauten errichtet, die wegen vieler Vorzügen sehr begehrt waren.
Wer einflussreich war, konnte bei der KWV einiges erreichen, wie im Fall der o.g. Villen in Babelsberg, die vorzugsweise von der DEFA angemietet waren.
Kultur hatte einen hohen Stellenwert in der DDR.

Gruß von Pommer


zuletzt bearbeitet 27.12.2009 15:30 | nach oben springen

#18

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 15:37
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Natürlich konnte kein Eigentümer zu den Mietpreisen von ca. 30-40 DDR-Mark Instandsetzungsmaßnahmen durchführen.


Hallo Augenzeuge,

irgendwie hatte ich gedacht der Staat subventioniert die niedrigen Mieten. D.h. der Mieter zahlt zwar nur 30-40 DDR-Mark, der Besitzer bekommt aber einen Zuschuss um den Rest abdecken zu koennen.
Auch bei diesem Thread war meine Vermutung, dass auch bei diesen grossen Hauesern der Staat "geblecht" hat, um die Subventionspolitik zu untermauern.

Dem war also nicht so...

Berliner


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#19

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 15:48
von Berliner (gelöscht)
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Hallo exgakl, vielen Dank.

Zitat von exgakl
In vielen Villen waren auch öffentliche Einrichtung wie z.B. Kindergärten untergebracht.



Sowas als Zweck fuer ein Haus im Sozialsmus haette ich mir eher vorgestellt. Statt, dass nur einer was davon hat, wird ein gemeinnuetziger Zweck verfolgt.

Berliner


zuletzt bearbeitet 27.12.2009 15:49 | nach oben springen

#20

RE: Wer hat in diesen Haeusern gewohnt und wie wurde das finanziert?

in Leben in der DDR 27.12.2009 18:57
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Komm mal wieder runter, EK, ich habe 24 Jahre in einem Gründerzeithaus im Leipziger Osten. anschließend 18 Jahre in einem anderen im Norden der Stadt gewohnt.
In ersteren war mein Vater Hausmeister, in zweiteren meine Wenigkeit.Ja, kann ich nur sagen, man musste schon was tun, damit die Häuser nicht verfallen. Wer sich da auf den Staat DDR verließ, der war schon verlassen, zumal kein Geld, weder von KWV( oder nur sehr wenig)und Privater Hausverwaltung siehe das Haus im Norden der Stadt vorhanden war.
Ich spreche jetzt für die Großstadt Leipzig und nicht, entschuldige jetzt den Ausdruck " die Klitschen im Umland von Großstädten, so wie bei dir war es doch Umland Magdeburg?"
Kaputte Dächer?...es gab große Zinkwannen.
Eingefrorene Kaltwasserleitungen in den Außentoiletten...hat die KWV und auch der private Verwalter den Notdienst bezahlt...immer, ohne Einschränkung.
Notdienst kam nicht innerhalb der ersten Stunde, aber er kam im Laufe des Tages.
Vorsorge war schon von Nöten siehe offene Kellerfenster.
Das gab es bei meinem Vater und auch bei mir nicht.Die kaputten Fenster wurden mit Sperrholz und dicker Pappe gedämmt.
Haustür wurde grundsätzlich Abends ab 20.00Uhr abgeschlossen und stand nicht für jeden Dussel offen.
Sauberkeit im Haus und vor dem Haus war Pflicht, dafür gab es Hausmannsgeld und ich zum Beispiel wohnte am Ende auf fast 80qm für 25,00 Mark der DDR bei 1600,00 Mark Gesamtverdienst.Das hieß dann mit dem Restgeld" Zwei Wochen Ostsee im Sommer und zwei Wochen im Winter", Exquisit, Delikat usw.
Da hatte ich auch kein Problem damit, meinen VEB um etwas zu erleichtern, was ich dringend für das Haus, in dem ich wohnte, brauche.Das hieß dann " Eigeninitiative" und wer sollte mich dafür belangen? Einen IM habe ich nie zu Gesicht bekommen.
Bei Schnee im Winter im Dachboden da keine Unterspannbahn wie heute...haben sie alle, die ganze Hausgemeinschaft mit angefasst, geschippt, der schneite dann auf den Hof zum zweitenmal für die Kinder im Haus. Das war noch Gemeinschaft, nicht der Egoismus von heute.
Die Fluktuation, der Wechsel an Mietern in den Etagen bezeichne ich mal als gesund, alte Leute starben weg, und sofort waren junge Familien mit Kindern da und es wurde grob renoviert oder auch nicht, und dann eingezogen.
Über den Fall hatte ich schon einmal einen Text eingestellt.
Mein Arbeitskollege, kurz vor seiner Ausreise 1986 bekommt er noch eine fast 100qm große Wohnung im Süden der Stadt, hochherrschaftlich mit Stuckdecken und Kachelofenluftheizung.
Dieses Rindvieh, er wollte doch pardou in den Westen.
Dies noch für die Schüler, die auch du angesprochen hattest" Wie heißt das heutzutage, du musst den Finger ziehen, um etwas zu erreichen!"
Den, Jungen und Mädchen musstest du zu DDR-Zeiten auch schon aus dem Hin...ziehen, um mit dem Hintern an die Wand zu kommen.
Von alleine kam keine, nicht eine Wohnung geflogen.
Weder von der KWV ( Komunale Wohnungsverwaltung) noch vom privaten Hausverwalter.

R-M-R


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