#101

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 13:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von linamax

Endlich gibt diesen Herrn aus der Ledermantelfraktion mal einer Feuer



Wenn "Feuer geben" deiner Meinung nach der Sinn dieses Forums sein soll, dann bist Du hier sicher verkehrt.
Es gibt da so einige andere Foren im Internet, da kannst Du ganz frei und ohne Gegenrede losfeuern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#102

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 13:31
von YYYYYYYY (gelöscht)
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Zitat von linamax

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.

Zitat von karl143
@ Merkur,
ich schrieb nicht von der Mehrheit der ehemaligen DDR Bürger.Diese Staatsbürgerschaft hat 1990 aufgehört zu existieren. Es gibt nur noch einDeutschland. Und auch wenn es so sein sollte,
die Bevölkerung in den alten Bundesländern denkt da sicherlich anders drüber. Und wenn du schon aufsplittest, das ist sicher die Mehrheit.



Mit welchem Recht und persönlichen Erfahrungswerten?




;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;,,,,

Feliks, daß ausgerechnet Du diese Frage stellst, der Du doch in einem "Verein" eingebunden warst, der sich permanent über die elementarsten Rechte hinweggsetzt hatte!!! Da kann ich Dir von meiner Seite nur erwidern: Mit welchem Recht??!!!
Schönen Gruß aus Kassel



Endlich gibt diesen Herrn aus der Ledermantelfraktion mal einer Feuer auch wenn dieser Herr immer wieder die DDR als Rechtsstaat hinstellt .Meine Famile mußte genug leiden unter diesen Regime .Viele Grüße linamax





@ linamax mit diesem ausspruch "ledermantelfraktion" wäre ich vorsichtig.meines wissens nach ist dieses wort der gestapo und dem sd vorbehalten. nur mal so zur info , könnte man nämlich auch als beleidigung auffassen.


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#103

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 20:14
von wosch (gelöscht)
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Zitat von HpTGefr82


@ linamax mit diesem ausspruch "ledermantelfraktion" wäre ich vorsichtig.meines wissens nach ist dieses wort der gestapo und dem sd vorbehalten. nur mal so zur info , könnte man nämlich auch als beleidigung auffassen.




Janos, vielleicht meinter er ja auch nur "Kunstledermantelfraktion?" Aber "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" und nun will ich mal sehen, wer sich da als Beleidigter outet!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#104

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 20:26
von Altermaulwurf (gelöscht)
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Mal Befindlichkeiten weggelassen, sollte man aber auf unhaltbare Vergleiche lieber verzichten und Ledermantel auch als @ Gestapomann in meiner verbalen Begrifflichkeit verankert, ist so einer. Ich nehme mal an, dass dieser hier nicht bewußt gefallen ist, wie ich auch versuche auf die Gefühle und Schicksale anderweitig betroffener Rücksicht zu nehmen.


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#105

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 20:44
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Hatten die nich immer so graue Windjacken.....

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#106

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 20:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von linamax

Endlich gibt diesen Herrn aus der Ledermantelfraktion mal einer Feuer auch wenn dieser Herr immer wieder die DDR als Rechtsstaat hinstellt .Meine Famile mußte genug leiden unter diesen Regime .Viele Grüße linamax



Hast Du auch mal was sachliches oder fachliches zu den Themenkomplexen beizutragen ?





@Merkur ist die markierte Zeile keine Sachaussage? Ich meine schon und darüber hinaus auch noch eine hammerharte Gefühlsaussage, wenn du verstehst was ich meine!!

Gruß Gert


.
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zuletzt bearbeitet 16.09.2010 20:46 | nach oben springen

#107

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 23:03
von wosch (gelöscht)
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Zitat von SkinnyTrucky
Hatten die nich immer so graue Windjacken.....

Mara



Mara, die Dinger die Du meinst, das waren "Parka´s", nicht zu verwechseln mit "Barkas", das waren so´ne Transporter in VW-Bus-Größe. Wo treibst Du Dich überhaupt schon wieder rum, mußt Du denn immer nach dem "Westen" schielen
Schönen Gruß aus Kassel.


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#108

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 23:19
von YYYYYYYY (gelöscht)
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@mara,

lass mich raten ,du meinst die jacken ,wie sie auch in dem spinnerfilm " das leben der anderen " vorkommen?
diese berühmten parka?


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#109

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 23:21
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von wosch
Mara, die Dinger die Du meinst, das waren "Parka´s", nicht zu verwechseln mit "Barkas", das waren so´ne Transporter in VW-Bus-Größe. Wo treibst Du Dich überhaupt schon wieder rum, mußt Du denn immer nach dem "Westen" schielen
Schönen Gruß aus Kassel.



Aber die Barkas waren auch grau....ach, war ja eh allet grau Wolfgang.....da war mein olivegrüner Bundeswehrparka ein wahrer Farbtupfer damals.....

....wo ich bin, na global ganz in deiner Nähe.....im grauen Piemonte, nachdem ich zweimal kurz hintereinander im sonnigen Monaco war....und zwischendurch in La Ciotat zwischen Toulon und Marseille.....

groetjes uit Stura/Torino

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 16.09.2010 23:22 | nach oben springen

#110

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2010 23:30
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von HpTGefr82
lass mich raten ,du meinst die jacken ,wie sie auch in dem spinnerfilm " das leben der anderen " vorkommen?
diese berühmten parka?



Ja genau die HpTGefr82....soein Klischee kommt sicher nich von ungefähr.....

groetjes van onderweg

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#111

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 00:58
von YYYYYYYY (gelöscht)
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@ mara


hälst du den film für realistisch?

Zitat


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#112

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 01:19
von ABV | 4.202 Beiträge

Bin zwar nicht Mara, aber ich antworte trotzdem mal. Und zwar mit einem klaren Nein! Der Film war sicher gut gemeint, aber trotzdem kein Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung. Ich zähle mal ein paar der augenscheinlichsten Fehler auf:
-Minister besaßen in der DDR unzweifelhaft Privilegien. Aber das ein Minister das MfS mit der Observation eines, obendrein noch linientreuen Nebenbuhlers beauftragt, nur um diesem aus dem Weg zu räumen, ist absoluter Blödsinn!! Das ein Kulturminister vor seiner ministerialen Tätigkeit beim MfS war und gegen aufmüpfige Künstler agierte, habe ich noch nie gehört.

- Ein Abhörstützpunkt auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses dürfte wohl schon nach kurzer Zeit aufgeflogen sein. Oder hatten sich die Mieter nie gefragt, warum der Dachboden plötzlich abgeschlossen war?
Besonders fragwürdig war für mich die Szene, als die schwerverletzte Christa Maria auf der Fahrbahn lag. Auch MfS-Mitarbeiter wären in solch einer Situation nicht einfach abgerückt, sondern hätten zumindest den Rettungsdienst verständigt. Die eigentliche Idee des Films, die gedankliche Annäherung eines MfS-Mitarbeiters an die Opposition zu zeigen, war schon prima. Menschen können umdenken und dazulernen, wenn sie nur wollen, dass war die Botschaft des Films. Leider schmälerten ein paar "Handwerkliche Schnitzer", die Wirkung des Films,

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 17.09.2010 01:22 | nach oben springen

#113

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 07:34
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von HpTGefr82
@ mara


hälst du den film für realistisch?

Zitat




Naja HpTGefr82, ich seh das so wie Uwe.....aber die graue Jacke vom Hauptdarsteller könnte hinkommen......

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#114

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 07:50
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
die graue Jacke vom Hauptdarsteller könnte hinkommen......


Lies mal

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Heldrasteiner

Nee, im Ernst - ich dachte immer, das ist so ne Art Berufskleidung, die grauen Jäckchen.


doch, doch...graue mäuschen tragen graue jacken... hier mal in der anlage meine damalige jacke.

neee mal im ernst @heldrasteinerin, es gab beim gehalt auch monatlich ein sogenanntes bekleidungsgeld. davon sollte man sich entsprechende kleidung kaufen (anzüg etc.) meiner erinnerung nach waren das im monat 25.- mark. auf das jahr hochgerechnet hätten die 25.- mark nicht mal für einen anzug gereicht. wie sich nun jeder einkleidete blieb jedem selbst und seinem geschmack überlassen. was dabei rauskam sieht man bedauerlicherweise oft bei original beiträgen von früher im fernsehen...siehe deine grauen jacken.
die einzigste ausnahme bildeten damals die saz und uaz des wachregimentes. sie erhielten bei staatsbesuchen zur absicherung der fahrstrecke zum teil die zivilkleidung (jacke, hose etc.)gestellt. sie sollten auch bewusst sichtbar sein.




Mehr zu Uniformen hier: Gilbert's Uniformsammlung


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.09.2010 07:51 | nach oben springen

#115

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 09:27
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von ABV
Bin zwar nicht Mara, aber ich antworte trotzdem mal. Und zwar mit einem klaren Nein! Der Film war sicher gut gemeint, aber trotzdem kein Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung. Ich zähle mal ein paar der augenscheinlichsten Fehler auf:
-Minister besaßen in der DDR unzweifelhaft Privilegien. Aber das ein Minister das MfS mit der Observation eines, obendrein noch linientreuen Nebenbuhlers beauftragt, nur um diesem aus dem Weg zu räumen, ist absoluter Blödsinn!! Das ein Kulturminister vor seiner ministerialen Tätigkeit beim MfS war und gegen aufmüpfige Künstler agierte, habe ich noch nie gehört.

- Ein Abhörstützpunkt auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses dürfte wohl schon nach kurzer Zeit aufgeflogen sein. Oder hatten sich die Mieter nie gefragt, warum der Dachboden plötzlich abgeschlossen war?
Besonders fragwürdig war für mich die Szene, als die schwerverletzte Christa Maria auf der Fahrbahn lag. Auch MfS-Mitarbeiter wären in solch einer Situation nicht einfach abgerückt, sondern hätten zumindest den Rettungsdienst verständigt. Die eigentliche Idee des Films, die gedankliche Annäherung eines MfS-Mitarbeiters an die Opposition zu zeigen, war schon prima. Menschen können umdenken und dazulernen, wenn sie nur wollen, dass war die Botschaft des Films. Leider schmälerten ein paar "Handwerkliche Schnitzer", die Wirkung des Films,

Gruß an alle
Uwe



Anbei mal ein Interview zum Thema wobei ich gleich einmal anmerken darf, dass ich den angesprochenen 8 Stunden Tag nur vom Papier bzw. aus der Theorie kenne. Zwei weitere auffällige Punkte ergeben sich wohl aus dem, ebenfalls im Interview angesprochenen, Unterschied zwischen dem Buch und dem Film, denn soweit mir erinnerlich blieb der Witz in der Kantine im Film folgenfrei und auch der Sohn der Nachbarin war im Film eine Tochter. Trotzdem recht lesenswert.



Zitat
Stereotype und Zuspitzungen: »Das Leben der Anderen.«
Gespräch mit Wolfgang Schmidt

Oberstleutnant a. D. Wolfgang Schmidt
(66) arbeitete im Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) zuletzt als Leiter der Auswertungs- und Kontrollgruppe der Hauptabteilung XX, die sich auch mit dem Kulturbereich befaßte. Der Regisseur von »Das Leben der Anderen« Florian Henckel von Donnersmarck (32) hatte mit ihm vorbereitende Gespräche zu seinem Film geführt.

- Seit einer Woche läuft »Das Leben der Anderen« in den Kinos. Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck erklärte, er habe mit »Stasi-Leuten« gesprochen, um historisch korrekt zu sein. »Die müssen entweder ihr Gedächtnis verloren haben oder der Regisseur und Drehbuchautor hat ihre Erzählungen tapfer als kommunistische Propaganda ignoriert«, mutmaßte der jW-Rezensent am 23. März. Hat er recht?

Weder das eine noch das andere trifft zu, wiewohl die Vermutung nicht ganz unbegründet scheint. Meine Frau wollte schon nach 20 Minuten wütend die Premierenvorstellung verlassen, zu der uns der Regisseur eingeladen hatte.

- Es ist nicht das erste Mal, daß ehemalige Mitarbeiter des MfS gleichsam als Alibi benutzt werden, um der Denunziation Glaubwürdigkeit zu verleihen. Auch diesmal sieht es so aus, als lieferten Sie und Ihresgleichen den Beweis für die aberwitzige These: »Ja, so war es!« – so Joachim Gauck im stern 12/06 über diesen Film. Fühlen Sie sich wieder einmal gelinkt?

Nein. Als sich von Donnersmarck am 24. September 2003 erstmals beim Insiderkomitee zur kritischen Aneignung der Geschichte des MfS meldete – er war damals noch Regiestudent an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam – und auch beim Gespräch in meiner Wohnung im Monat darauf hatte ich den Eindruck eines sehr sachlichen Menschen, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigte. Der gebürtige Kölner ist Sproß eines schlesischen Adelsgeschlechtes, dessen Wurzeln sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lassen, weltläufig, aufgeschlossen und gebildet, kein Hallodri oder einer, der den Zeitgeist bedienen will. Ich würde mich gelinkt fühlen, wenn ich den in der Frage unterstellten Vorsatz bemerkt hätte. Das war nicht so. Der wollte wirklich wissen, wie bei uns gearbeitet wurde. Aber er ist jung, unwissend und mit allen Vorurteilen und Klischees aufgewachsen, die seit 1990 über das MfS verbreitet werden. Die kriegt man nicht in ein paar Stunden aus dem Kopf. Und außerdem: An einem Film arbeitet nicht nur einer, und es gab nicht nicht nur MfS-freundliche Berater sowie Geldgeber, die uns wohlgesonnen wären.

- Nun sind das subjektive Wollen und die objektive Wirkung nicht immer identisch. Spielte dieser Film irgendwo und irgendwann, hätte er dank der exzellenten schauspielerischen Leistungen sogar das Zeug zum Welterfolg. Er zeigt das Innenleben eines Geheimdienstes und die menschenzerstörenden Folgen seiner Tätigkeit. Typen wie die Vorgeführten sind in allen Spitzeldiensten dieser Welt zu finden, ob sie nun Verfassungsschutz, CIA oder FSB heißen, und Sie werden kaum bestreiten, daß es sie auch im MfS gab. Doch eine solche Abstraktionsebene, auf der Kunst wirklich zu großer Kunst wird, die man auf allen Kontinenten versteht, erreicht der Film nicht. Die Handlung ist zeitlich und geopolitisch verortet und befördert eine konkrete politische Botschaft: Die DDR war ein Schweinesystem. Minister vögelten die, die sie wollten, und wurden sie abgewiesen, mußte die Stasi die Folterinstrumente zeigen; den guten Genossen wurden Bezahlte ins Haus geschickt, um sie vom harten Dienst zu entspannen, und beim MfS dachte man nur an die Karriere, denn dieses Wort wird mindestens so oft benutzt wie etwa Klassenkampf.

Ich sehe das nicht anders. Und der vom Saulus zum Paulus mutierte Hauptmann Wiesler liefert durch seine Läuterung die Elle für die anderen Charakterschweine. Insofern überraschte es mich schon, daß Hubertus Knabe keine Drehgenehmigung in Hohenschönhausen erteilte, wie mich von Donnersmarck am 20. Januar 2006 per E-Mail informierte. »Es hat viel Geld gekostet, das alles an anderer Stelle nachzubauen.«

- Was waren die Gründe, daß Knabe dagegen war?

Wegen der »Heroisierung eines Stasi-Mannes«, wie mir Herr von Donnersmarck mitteilte.

- Frau Birthler hingegen war völlig aus dem Häuschen.

Ja, wäre ich an ihrer Stelle auch. Am Ende des Films studiert der Schriftsteller Dreymann in ihrer Behörde seine Akten und entdeckt »die Wahrheit«. Gibt es eine bessere Werbung dafür, daß die rund 100 Millionen Euro pro Jahr nötig und gut in der BStU angelegt sind?

- Hubertus Knabe steht mit seiner Meinung nicht allein. Obgleich – zugegeben: sehr subtil – das MfS und die gesamte DDR geschmäht werden, mokieren sich etliche über den reuigen Sünder Wiesler. Der Berliner Tagesspiegel sah am 22. März sogar einen Zusammenhang zwischen den Filmen »Der Untergang«, »Der freie Wille« und »Das Leben der Anderen«: Dort würden Verbrecher – Hitler, ein Vergewaltiger, und ein MfS-Hauptmann – zur »tragischen Figur« gemacht. Und der erschütterte Rezensent schlägt die Leier der Opferverbände, indem er abschließend notiert: »Man wird überhaupt nach dem Sinn und Verstand – und den Erfolgsursachen – eines aktuellen deutschen Kinos fragen müssen, das sich so absichtsvoll wenig für tatsächlich Leidtragende interessiert. Wo Opfer nicht mehr zählen, wird es unheimlich. Solche Filme, so brillant sie gemacht sein mögen, züchten die prophylaktische Exkulpierung wahrer Täter. Nur: zu welchem gesellschaftlichen Ziel?«

Hamses nich ne Nummer kleena?

Solche Kassandra-Rufe stieß in den späten 80er Jahren etwa der damalige Chefredakteur der Jungen Welt aus, nehmen Sie den Film »Die Reue«, natürlich mit anderen Vorzeichen, aber nicht minder ideologisiert. Wie in unseren schlechtesten Zeiten wird hier Kunst zur Staatsaktion gemacht. Und nach gesellschaftlicher Verantwortung gefragt. Was natürlich eine Umschreibung für Unterlassung ist und eine Aufforderung darstellt, diese zu praktizieren.


- Einspruch, jede Kunst, selbst die banalste, ist politisch, also auch Ideologie.

Richtig. Aber wir reden hier nicht über ein Gesetz, eine Verordnung, ein Kommuniqué, sondern über einen Film, der selbstverständlich eine Botschaft hat, die – was ich kritisch anmerke – dem Kunstwerk jedoch wie ein Mühlstein am Halse hängt. Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Darüber muß man reden ...

- ... und über die handwerklichen Fehler. Was ist denn nachweislich falsch?

Vieles. Da gibt es technische Irrtümer, die auf Unwissen gründen, und reichlich inhaltliche »Fehler«, die ganz gewiß mit Absicht begangen wurden. Wenn etwa Mitarbeiter des MfS mit Bart durchs Bild laufen, ist das Unsinn. Die gab es nicht. Rasieren war Vorschrift. Oder daß angeblich 40 Stunden am Stück verhört wurde. Jede Vernehmung ist protokolliert und kann eingesehen werden. In der DDR hatten wir den Achtstundentag – der galt auch im MfS. Auch Stuß also. Und unsere Paspelierung an Kragen und Schulterstücken war bordeauxrot und nicht weiß, wie sie Wiesler trägt. Weiß war die Waffenfarbe der NVA-Mot.-Schützen.

Oder daß einem inoffiziellen Mitarbeiter erklärt wird: »Sie sind jetzt IM!« Das war ein ausschließlich MfS-intern verwandtes Kürzel und wurde erst nach 1990 öffentlich bekannt und entsprechend ideologisch aufgeladen. In jener Szene, in der der karrieregeile Oberstleutnant Grubitz der soeben geworbenen Schauspielerin die Pillen in die Tasche steckt, wegen der sie verhaftet worden war, sagt er ihr, was er von einem IM erwartet und daß dies »Privilegien« bedeutet. Auch das ist haltloser Blödsinn. Es ist belegt, daß mehr als 90 Prozent der IM wegen ihrer politischen Überzeugung mit uns zusammenarbeiteten – das taten sie aus Idealismus. Privilegien gab es da keine. Es scheint inzwischen unvorstellbar, daß es Menschen gab, die sich freiwillig für den Sozialismus engagierten. Heute meint man, alle handelten zwanghaft, wurden genötigt und erpreßt oder waren scharf auf Posten und Privilegien. Die DDR: 17 Millionen verkrüppelte Seelen minus Stasi-Spitzel und -täter.


- Daran sieht man doch, daß »Fehler« dieser Art im Film keine handwerklichen Schnitzer, sondern böswillige Absicht und bewußt inszeniert sind. Etwa wenn ein Rollkommando des MfS in Gestapo-Manier Dreymanns Wohnung durchsucht und das Sofa aufschlitzt oder der aufgeschreckten Nachbarin im Vorübertrampeln zugerufen wird, wenn sie nicht die Klappe hielte, verlöre ihr Sohn den Studienplatz.

Solche böswilligen Stereotype finden sich reichlich, ja. Um mich nicht mißzuverstehen: Kunst lebt von der Zuspitzung, von der Überzeichnung, von der Darstellung menschlicher Konflikte in Extremsituationen, von der subjektiven Brechung und Interpretation der Wirklichkeit. Wir reden hier nicht über einen Dokumentarfilm. Aber Kunst, zumal kollektiv und mit viel Geld hervorgebrachte, entsteht selten bis nie um ihrer Selbst willen. Sie ist zweckgesetzt und zielgerichtet. Der oder die »Hersteller« verfolgen eine Absicht. Die Botschaft solcher Szenen, Gesten und Dialoge, Sie sagten es schon, liegt klar auf der Hand.

- Nämlich?

Margot Honecker hat dem Schriftsteller angeblich Solschenyzins »Archipel Gulag« geschenkt. Völlig absurd. Was das heißen soll, muß ich niemandem erklären. Oder: Ein Mitarbeiter wird, weil er in der Kantine einen politischen Witz erzählt, strafversetzt in die Abteilung M, um Briefe »aufzudampfen«. Wenn dies so gewesen wäre, hätte das ganze MfS dort gearbeitet.

Dreymanns Wohnung wird komplett »verwanzt«. Offen gestanden: Auch auf diesem Felde herrschte in der DDR Mangel. Der Einsatz von Technik zur Raumüberwachung fand allein schon wegen des technischen und personellen Aufwandes nur in Ausnahmefällen und fast immer nur für eine kurze Zeit statt. Die Mikrofone wurden auch anderswo benötigt. Man darf nicht vergessen: Es handelte sich überwiegend um Westimporte.

Besonders albern, das war schon erwähnt, ist der dargestellte Einsatz von Prostituierten im Ministerium. Die Sexualmoral im MfS war spießig. Wer fremd ging und es wurde bekannt, erhielt ein hochnotpeinliches Parteiverfahren. Wer sich auf intime Beziehungen mit einem IM einließ, wurde in aller Regel sogar aus dem MfS entfernt.

In solchen Sequenzen wird das künstlerische Abbild zur politischen Aussage verdichtet, und das mitunter auf höchsten Niveau Dank der hervorragenden Schauspieler. Darin jedoch besteht die Perfidie des Films.


- Nicht nur des Films. In seinem Umfeld findet medial wirksame Vermarktung statt. Selbst die sozialistische Tageszeitung zitierte am letzten Samstag im »Zettel-Kasten« den Hauptdarsteller Ulrich Mühe mit Sätzen, die dieser dem Spiegel gesagt hatte. So heißt es dort: »Als ich meine Stasi-Akte einsah, stellte ich fest, daß geplant war, mich im Falle bürgerkriegsähnlicher Zustände in ein Internierungslager zu stecken. Mit so etwas hätte ich niemals gerechnet.« Statt sich und sein Blatt schamhaft zu kasteien, hätte der reuige ND-Redakteur mit dem verschütteten Wissen sich und sein Publikum daran erinnern sollen, daß das Bonner Parlament – auch damals regierte eine Große Koalition – am 30. Mai 1968 eine Notstandsverfassung für die BRD beschloß. Zu den dort genannten »Maßnahmen zur Abwehr innerer und äußerer Notlagen« gehören massive Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten. Die Notstandsgesetze sind unverändert gültig (siehe Marginalie). Und daß Oppositionelle wie Oskar Lafontaine heute völlig legal vom Verfassungsschutz bespitzelt werden, reicht allenfalls für eine kleine Nachricht auch in der sozialistischen Tageszeitung. Mithin: Bei der kollektiven Entrüstung über das MfS sind viel Opportunismus, Dummheit und Heuchelei im Spiel.

Und Kalkül! Die inszenierte Empörung, die uns seit 1990 begleitet und derzeit einen neuen Höhepunkt erlebt – Stichwort Hohenschönhausen und die Debatte um den Linkspartei.PDS-Senator Flierl –, setzt nicht nur auf Unwissen. Sie selbst ist Teil der Verdummungsstrategie, die von den Herrschenden hierzulande realisiert wird. Dafür finden sie inzwischen in allen politischen Lagern willige Vollstrecker. Widerspruch von uns, den ebenfalls Beteiligten, wird als »Revisionismus« und »Geschichtsleugnung« verurteilt und als unzulässig zurückgewiesen. Nur eine Sicht ist erlaubt – die der vermeintlichen »Opfer«. Das kennen wir. Eine angemaßte Deutungshoheit mündet zwangsläufig in Entmündigung eines Teils der Gesellschaft. Ich weiß, wovon ich rede. Und wenn Menschen sich von der Politik und den Medien nicht diktieren lassen wollen, was sie zu denken, zu schreiben und zu reden haben und selbstbewußt auftreten, schreit man nach dem Verfassungsschutz, wie einst unsere Führung nach der Staatssicherheit rief. Mir scheint, daß wir vom Ideal des selbstbestimmten, mündigen Staatsbürgers derzeit weiter entfernt sind als wir es in der DDR jemals waren. Biermann hatte ausnahmsweise einmal recht, als er nach seinem unfreiwilligen Wechsel von der DDR in die BRD in den 70er Jahren sang: »Ach, kommen bin ich vom Regen in die Jauche.«

Bei Lafontaine, um beim Beispiel zu bleiben, läuft das gleiche Observierungsprogramm wie bei der Filmfigur Dreymann. Dank des wissenschaftlich-technischen Fortschritts lediglich unaufwendiger. Dem muß man nicht die Wohnung verwanzen: Raumton hat man übers Telefon und mit dem Handy das Mikro am Mann, zudem ist er damit jederzeit zu orten. Jeder Personenkontakt wird registriert, sein Post- und E-Mailverkehr kontrolliert. Und Sie können sicher sein: Auch unser Interview lag bereits auf verschiedenen Schreibtischen, ehe es gedruckt wurde, denn schließlich beförderten wir den Text zwischen uns und der Redaktion elektronisch.


- Noch einmal zurück zum Film. Bei Suhrkamp erschien zwei Monate vor der Premiere das Buch. Dort gibt es – wie im Kinofilm – das zufällige Zusammentreffen des Exkulturministers und des Schriftstellers Dreymann in einem Theater nach 1990. Im Buch sagt dieser Hempf auf eine entsprechende Frage des Schriftstellers: »Nein, das Kapitel Politik ist fürs erste abgeschlossen. Aber ich habe die Staffel an meinen Sohn weitergereicht. Der ist jetzt Abgeordneter der PDS.« Merkwürdig. Im Film fallen diese drei Sätze nicht.

Tja, über die Gründe der Streichung habe ich auch schon gerätselt.

Das Gespräch führte Robert Allertz


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#116

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 10:09
von sentry | 1.098 Beiträge

Wirklich niedlich, wie die betroffenen Hunde immer wieder bellen und sich an einem meiner Meinung nach maximal durchschnittlichen Spielfilm(!) hochziehen.

Niedlich ist auch der Interviewer:

Zitat
Spielte dieser Film irgendwo und irgendwann, hätte er dank der exzellenten schauspielerischen Leistungen sogar das Zeug zum Welterfolg. Er zeigt das Innenleben eines Geheimdienstes und die menschenzerstörenden Folgen seiner Tätigkeit. Typen wie die Vorgeführten sind in allen Spitzeldiensten dieser Welt zu finden, ob sie nun Verfassungsschutz, CIA oder FSB heißen, und Sie werden kaum bestreiten, daß es sie auch im MfS gab. Doch eine solche Abstraktionsebene, auf der Kunst wirklich zu großer Kunst wird, die man auf allen Kontinenten versteht, erreicht der Film nicht. Die Handlung ist zeitlich und geopolitisch verortet und befördert eine konkrete politische Botschaft: Die DDR war ein Schweinesystem.



Als wenn hier erstmalig ein Regisseur auf die Idee gekommen wäre, Geheimdienstarbeit zu verfilmen. Wenn ich bei imdb.com nach "CIA" suchen lasse, komme ich schon auf 88 Treffer, wo das im Titel oder Untertitel vorkommt.
Ohne jetzt die genauen Inhalte ausgewertet zu haben, gehe ich mal davon aus, dass sich mindestens die Hälfte der Filme tatsächlich mit der CIA beschäftigen und sie dort von super toll bis super pervers in allen Facetten darstellen.

Nett sind immer die Fehleranalysten ("Weiß war die Waffenfarbe der NVA-Mot.-Schützen." + "Mitarbeiter des MfS mit Bart" = "böswillige Absicht und bewußt inszeniert").

Schon lustig, wie die, die hier immer gleich Quellenangaben abfragen, ihre eigenen kleinen Das-hat-es-nie-gegeben-Erlebnisse auf die ganze Stasi und die DDR projizieren.

Der ABV (!) kennt sich sogar auf ministerialer Ebene aus


zuletzt bearbeitet 17.09.2010 10:12 | nach oben springen

#117

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 12:19
von YYYYYYYY (gelöscht)
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@ feliks

danke dir für das eingestellte interview.kannte ich noch nicht. was mir aber auffiel ist das hier:

"Insofern überraschte es mich schon, daß Hubertus Knabe keine Drehgenehmigung in Hohenschönhausen erteilte, wie mich von Donnersmarck am 20. Januar 2006 per E-Mail informierte. »Es hat viel Geld gekostet, das alles an anderer Stelle nachzubauen.«

- Was waren die Gründe, daß Knabe dagegen war?

Wegen der »Heroisierung eines Stasi-Mannes«, wie mir Herr von Donnersmarck mitteilte.

- Frau Birthler hingegen war völlig aus dem Häuschen.


ich find das wiedermal bezeichnent von herrn knabe, der scheint durchweg nur noch rot zusehn.


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#118

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 12:24
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von HpTGefr82


ich find das wiedermal bezeichnent von herrn knabe, der scheint durchweg nur noch rot zusehn.



bei der ard findest du in der mediathek noch den mitschnitt von "maischberger" mit h. knabe, schönbohm und p-m diestel. mach einfach nur den ton aus und seh dir die körpersprache an, die sagt alles...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#119

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 12:44
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Persönlich habe ich auch kein Problem mit diesem Film, da ich ihn als Spielfilm sehe.

Das entscheidende an der Sache ist jedoch wie dieser Spielfilm von bestimmten Kreisen und der Politik nun für ihre Kriminalisierungskampagne gegen das MfS, frei nach dem Motto: "Schaut her so war es" genutzt wird. Letztendlich hat ja sogar die Bundeszentrale für politische Bildung ein Begleitheft zu diesem Film herausgegeben um die "historische Wahrheit" noch eindrücklicher, gerade an junge Menschen ohne entsprechendes Fachwissen, zu vermitteln und die Grünen forderten gar: "Die Politik solle die von dem Film gesetzten Impulse für die Aufarbeitung der DDR - Diktatur fruchtbar machen". Hier ist wohl eher die Abrechnung gemeint um die heutigen Verhältnisse dauerhaft zu zementieren. Somit besteht die Gefahr dass sich das Geschichtsbild der jungen Generation an diesem Spielfilm ausrichtet, denn diese subtile Art der Indoktrinierung gelingt dem kapitalistischen System und seiner herrschenden Klasse fast perfekt.

Einzelmeinungen wie die von dem Autor, Kabarettisten und Intendanten Wolfgang Schaller verrauchen natürlich gegen diese geballte Macht der "Wahrheitsfinder".

Zitat
"Ich halte beispielsweise das oscarprämierte "Leben der Anderen" für einen Propagandafilm, der jenen DEFA-Thälmannfilmen gleicht, die mir vor 40 Jahren zeigen sollten, was Klassenkampf ist. So war Klassenkampf nicht. Und so war die DDR nicht. Aber ich sag das nicht. Man würde mir unterstellen, ich beschönige die Diktatur."


Dateianlage:
Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.09.2010 12:47 | nach oben springen

#120

RE: Stasi-Offiziere - die Liste.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2010 12:46
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von HpTGefr82


ich find das wiedermal bezeichnent von herrn knabe, der scheint durchweg nur noch rot zusehn.



bei der ard findest du in der mediathek noch den mitschnitt von "maischberger" mit h. knabe, schönbohm und p-m diestel. mach einfach nur den ton aus und seh dir die körpersprache an, die sagt alles...





Gilbert, ich habe das mal gemacht, aber die Körpersprache hat mir nicht viel, oder besser gesagt gar nichts gesagt. Braucht man ein besoderes Hörgerät oder eine besonders spezielle Ausbildung um eine "Körpersprache" zu verstehen? Ich hatte mich allerdings auch mehr auf die Körpersprache von Herrn Distel fixiert, geört hatte ich dabei auch nichts, sondern nur bemerkt daß er teilweise ganz schön "rumgezappelt" hatte, aber wie gesagt, ich bin kein Spezialist für sowas wie Körpersprachen!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 17.09.2010 12:48 | nach oben springen



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