#341

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 17:47
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Als bei uns die Installation erfolgte habe ich mal einen Offz. der Pioniere gesprochen.Er zeigte mir ein würfelförmiges, etwa 6mm Kantenlänge, scharfkantiges Metallstück und erwähnte die Anzahl ca. 70.
Ob daraus sich auch die Bezeichnung ergab ?

H.



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#342

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 17:49
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

100 Gramm TNT und 87 Gußsplitter,
So habe ich das damals gelernt.

Theo 85/2


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#343

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 17:53
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Na ja, ist fast das selbe. Über die Menge TNT haben wir nicht gesprochen, aber wo ich den "Brocken" gesehen habe, ist einen doch irgendwie "mulmig" geworden !

H.



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#344

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 17:58
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Ja, das ging mir auch so.

Theo 85/2


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#345

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 21:28
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Theo85/2 im Beitrag #342
100 Gramm TNT und 87 Gußsplitter,
So habe ich das damals gelernt.

Theo 85/2





War das wirklich TNT ? Eigentlich ungewöhnlich für eine Selbstschussanlage, bei der es vorrangig darauf ankommt, Splitter in eine bestimmte Richtung zu schießen und nicht sich selbst in alle Richtungen zu zerlegen. TNT wird gewöhnlicherweise eingesetzt wegen seiner sehr hohen Detonationsgeschwindigkeit, wenn etwas total zerstört werden soll. Für Treibsätze für Geschosse wird i.d.R. Zellulosetrinitrat (Schießbaumwolle) verwendet. Im Prinzip funktioniert die Anlage wie eine Schrotpatrone, nur eben größer, mit mehr Treibladung und größeren Splittern. Was meinst Du, was passiert, wenn eine Gewehr- oder Schrotpatrone mit TNT statt Nitrozellulose gefüllt wird ? Diese Waffe schießt nur einmal und der Schütze für lange Zeit nicht mehr. Nitrocellulose läßt sich leichter zünden, während z.B. TNT durch bloße Flamme nur schmilzt.



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#346

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 21:41
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #345
Zitat von Theo85/2 im Beitrag #342
100 Gramm TNT und 87 Gußsplitter,
So habe ich das damals gelernt.

Theo 85/2





War das wirklich TNT ? Eigentlich ungewöhnlich für eine Selbstschussanlage, bei der es vorrangig darauf ankommt, Splitter in eine bestimmte Richtung zu schießen und nicht sich selbst in alle Richtungen zu zerlegen. TNT wird gewöhnlicherweise eingesetzt wegen seiner sehr hohen Detonationsgeschwindigkeit, wenn etwas total zerstört werden soll. Für Treibsätze für Geschosse wird i.d.R. Zellulosetrinitrat (Schießbaumwolle) verwendet. Im Prinzip funktioniert die Anlage wie eine Schrotpatrone, nur eben größer, mit mehr Treibladung und größeren Splittern. Was meinst Du, was passiert, wenn eine Gewehr- oder Schrotpatrone mit TNT statt Nitrozellulose gefüllt wird ? Diese Waffe schießt nur einmal und der Schütze für lange Zeit nicht mehr. Nitrocellulose läßt sich leichter zünden, während z.B. TNT durch bloße Flamme nur schmilzt.



Es war TNT in Form einer Hohlladung. Diese bestimmte Form bewirkte eine gerichtete Detonation, bzw. das herausschleudern der Gussbrocken.


Theo 85/2


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#347

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 21:52
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hohlladung, ist absolut richtig
Hergestellt im VEB Chemiewerk Kapen
Perfide, die ersten Modelle enthielten Rundkugeln nur schwerere Verletzungen zu erzielen wurden die Kugeln durch Gußsplitter erse
Maximale Splitterreichweite ca. 120 Meter.
Gerd.


zuletzt bearbeitet 04.01.2016 22:03 | nach oben springen

#348

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 21:59
von bürger der ddr | 3.625 Beiträge

Einmal eine andere Frage (auch wenn OT), gab es bei den GT auch Kalaschnikov für Hochgeschwindigkeitsgeschosse in der Waffenkammer?



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#349

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 22:00
von mibau83 | 826 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #348
Einmal eine andere Frage (auch wenn OT), gab es bei den GT auch Kalaschnikov für Hochgeschwindigkeitsgeschosse in der Waffenkammer?


nein!


bürger der ddr und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#350

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 22:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #348
Einmal eine andere Frage (auch wenn OT), gab es bei den GT auch Kalaschnikov für Hochgeschwindigkeitsgeschosse in der Waffenkammer?


Nö, die AK 74 wurde nicht eingeführt.
Gerd


bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#351

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2016 22:32
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Theo85/2 im Beitrag #346
Zitat von DoreHolm im Beitrag #345
Zitat von Theo85/2 im Beitrag #342
100 Gramm TNT und 87 Gußsplitter,
So habe ich das damals gelernt.

Theo 85/2





War das wirklich TNT ? Eigentlich ungewöhnlich für eine Selbstschussanlage, bei der es vorrangig darauf ankommt, Splitter in eine bestimmte Richtung zu schießen und nicht sich selbst in alle Richtungen zu zerlegen. TNT wird gewöhnlicherweise eingesetzt wegen seiner sehr hohen Detonationsgeschwindigkeit, wenn etwas total zerstört werden soll. Für Treibsätze für Geschosse wird i.d.R. Zellulosetrinitrat (Schießbaumwolle) verwendet. Im Prinzip funktioniert die Anlage wie eine Schrotpatrone, nur eben größer, mit mehr Treibladung und größeren Splittern. Was meinst Du, was passiert, wenn eine Gewehr- oder Schrotpatrone mit TNT statt Nitrozellulose gefüllt wird ? Diese Waffe schießt nur einmal und der Schütze für lange Zeit nicht mehr. Nitrocellulose läßt sich leichter zünden, während z.B. TNT durch bloße Flamme nur schmilzt.



Es war TNT in Form einer Hohlladung. Diese bestimmte Form bewirkte eine gerichtete Detonation, bzw. das herausschleudern der Gussbrocken.
Theo 85/2



Da sieht es schon anders aus, also doch nicht wie eine überdimensionale Schrotpatrone. Die Wirkungsweise und Aufbau einer Hohlladung kenne ich und auch dessen Wirkung (panzerbrechende Waffen, RPG 7). Im Panzermuseum Wieze liegt ein Musterstück eines längs aufgeschnittenen "Spül"-Kanals. Ist schon beeindruckend.



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#352

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 00:05
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #318


Hallo vs1400, ich muß mir doch noch mal melden. Deine Aussage habe ich in Anführungsstriche gesetzt, das "nur" habe ich in meiner Frage benutzt. Also in Waffenkunde brauche ich keinen Nachhilfeunterricht. Und bei der dgb war ich auch nicht, dgb heißt doch deutscher Gewerkschaftsbund. Ich war bei der DGP. Nach deiner jetzigen Antwort verstehe ich es so, das Projektil trifft in die Schulter, wird abgelenkt und sucht sich die Einschußstelle im Rücken rechte untere Seite Brustkorb, sucht sich den Weg durch den Brustkorb und kommt dann vorne rechte Seite Brustkorb oben heraus. ?
Warum hast Du nicht geschrieben, dem Jungen wurde von hinten durch den Brustkorb geschossen und der Schuß war tötlich. Nach Aktenlage ist dieses die Wahrheit, da brauch auch keiner drum herum reden.
In den Akten wurde in diesem Fall die Anwendung der Schußwaffe auch von O B E N lobend für richtig gehalten weil es angeblich keine andere Möglichkeit für eine Festnahme der Personen gegeben habe. Dieses ist aber nach meiner Meinung falsch, die Festnahme der Personen ohne gezielte Anwendung der Schußwaffen wäre sehr wohl möglich gewesen, wenn man es auch gewollt hätte. Bei der Flucht in Richtung Hinterland konnte man die Verfolgung aufnehmen. Was war denn mit der Hinterlandsicherung ? Die beiden Personen mußten doch dann wohl auch wieder durch den Signalzaun wo sie vorher auch durch sind und den Alarm aus gelöst haben. Die Fußspuren waren schon gesichert, hier konnte ein Fährtenhund sofort eingesetzt werden. Oder gab es an der Grenze keinen Fährtenhund ? So viele Hunde an den Laufanlagen und kein Fährtenhund, kann ich mich eigendlich nicht vorstellen. Nach meiner Meinung waren hier nicht alle anderen Maßnahmen für eine Festnahme erschöpft, das eigene Leben und das Leben anderer Bürger war nicht in unmittelbare Lebensgefahr. Wo war denn hier ein organisatorischer Ablauf des Einsatzes zu erkennen ? Mir ist auch aufgefallen, in der schriftlichen Erklärung des Postenführers steht, er habe die Personen angerufen, dann einen Warnschuß abgegeben. Als die aber weiter liefen, habe er gezieltes Feuer befohlen. In der schriftlichen Erklärung des Grenzaufklärer der am Signalzaun an der Durchschlupfstelle war und dort auch die Fußspuren gesichert hat, schreibt er aber, er habe gegen 16 Uhr mehrere Feuerstöße gehört. Das er auch den Warnschuß gehört hat, hat er nicht geschrieben. Wer sagt hier die Wahrheit ? Die Festnahme dieser beiden Jungen hätte ohne Blutvergießen erfolgen können.
Ich gebe aber den Schützen nicht die alleinige Schuld, die Hauptschuldigen saßen in den höheren Etagen.
In meiner 6,5 Jahren Grenzdienstzeit habe ich so einen Fall nicht erlebt und ist mir auch nicht bekannt geworden. Es war ein sinnloser Tot eines jungen Menschen.

Gruß CAMBRINO


hallo CAMBRINO,

sorry für meinen verdreher,
war keine absicht und danke für dein verständnis.

ich gehe davon aus, dass man sich mit diesem thema schon etwas intensiver beschäftigt hat
und nicht nur einfach die tasten bedient.

auch zu deiner zeit gab es ein bestehendes und damit gültiges grenzgesetz.
nach diesem wurde gehandelt, im sinne dessen, auch du stelltest 6,5 jahre wohl eher keine fragen und machtest dir diesbezüglich keine gedanken.
weil es ja gut lief und man von der damaligen zeit zu gern berichtet.
hattet ihr fährtenhunde sofort zur verfügung?
im sperrgebiet und dass war es nun mal, gab es klare vorgaben. ist einfach fakt und war damals geltend.
es zählen schlichtweg keine persönlichen meinungen oder ansichten.
damit kann sich der eine oder andere wohl hervorheben, beweihräuchern wollen,
nur im nachhinein sollte man wohl auch offen bleiben.





egal ... wir diskutieren hier wohl eher über persönliche ansichten,
der aktuelle gesetzgeber hat entschieden.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#353

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 00:09
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #322
"Daraufhin lud einer der Posten bereits seine Waffe durch. Die beiden Flüchtenden rannten in gebückter Haltung in ein angrenzendes Waldgebiet.

Du hast vergessen zu Schreiben Richtung DDR !!!!


im sperrgebiet, pit 59.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#354

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 00:24
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #323
Also "theoretisch" brauchte man nicht auf einen Richtung eigenes Hinterland laufenden zu schießen, das ist schon klar und war auch sinnlos falsch.
Aber praktisch waren die Posten von so einem Ar... wie dem Piotkowski wohl vollkommen heiß und eingeschüchtert gemacht worden, daher die überzogene Reaktion.
Diesen Fall muss man wohl unter den besonderen Umständen betrachten, die Sache war ja auch den vertuschenden "Organen" sehr peinlich.


praktisch hast du, im eigentlichen, mehr fragen,
wie sinnvolle antworten, Hanum83.
den druck gab es überall, doch jeder ex- agt hatte sich an gewisse vorschriften zu halten.
diese waren bindet und da war der 'druck' eines kc, welcher zu meiner zeit nicht wirklich bei den gwd'lern ankam, nicht wirklich zu beachten.
druck wurde von oben nach unten weitergeleitet, dass nannte man befehlskette. diese wurde jedoch unterbrochen, wenn ein kc zur allgemeinheit sprach.
oder warst du damals wirklich beeindruckt von derartigen reden?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#355

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 00:48
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #332
Hallo, ich schrieb ja schon, daß nach meiner Meinung die Hauptverantwortlichen in diesem Fall in den höheren Etagen zu suchen waren. Aber ich glaube, der KC trägt auch besonders die Verantwortung für den Einsatz seiner Grenzposten. Hier wurde ein Gefr. der 13 Tage vor dieser Tat von einer Ausbildungseinheit auf diese Gr. Komp. versetzt wurde, ohne praktische Grenzerfahrung zu haben als PF eingesetzt und auch noch mit einem LMG bewaffnet in diesen Einsatz geschickt wurde. Der Gefr. hätte nach meiner Meinung niemals ( 13 Tage Grenzerfahrung ) als PF und schon garnicht bei so einem Einsatz eingesetzt werden dürfen. Na ja, die Frage der Bewaffnung mit einem LMG lasse ich mal offen. Ob das bei den GT so üblich oder erlaubt oder Vorschrifft war ? Bei der DGP gab es bei der Bewaffnung im Grenzdienst grundsätzlich kein LMG.
Also in der Zusammenfassung, dieser Gefr. war als PF vollkommen ungeeignet, dieses ist aber meine eigene Meinung.

Gruß CAMBRINO


ach gottchen CAMBRINO,
bei wirklich strengen lagen wurde fast alles rausgeschmissen
und am gsz sicherten abk's den rücklauf ab.

diese grenze wurde wohl mal von der dgp geführt, doch dass ist gute geschichte und nicht vergleichbar.
nen lmg war zu meiner zeit gefechtsausrüstung und bei manch einem standard im grenzdienst.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#356

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 01:30
von StabsfeldKoenig | 2.646 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #318
Zitat von vs1400 im Beitrag #309
Zitat von Cambrino im Beitrag #280


Hallo vs1400, du schreibst hier " der getötete wurde in die Schulter getroffen " . Wenn der nur in die Schulter getroffen wurde, warum ist der Junge dann tot ? . Ist der Junge vor Schreck gestorben, weil er in die Schulter getroffen wurde ? Das müßtest du uns aber etwas näher erklären.

Gruß CAMBRINO


hm cambrino,
dieses 'nur' wurde von mir nicht erwähnt, ganz bewusst
und somit wurde dir, indirekt, erklärt,
dass ein derartiges projektil, unter diesen gegebenen umständen wohl eher nicht abrupt an geschwindigkeit verliert.
es verlässt dann schlichtweg diese imaginäre flugbahn und findet irgend nen weg ... welcher dann auch tödlich enden kann.

deine waffe, bei der dgb, hätte vergleichbar funktioniert ... bitte ...

gruß vs ... der junge ist nicht vor schreck gestorben, gewiss nicht, doch dass er animiert wurde sollte nicht unerwähnt und beachtet bleiben.










Hallo vs1400, ich muß mir doch noch mal melden. Deine Aussage habe ich in Anführungsstriche gesetzt, das "nur" habe ich in meiner Frage benutzt. Also in Waffenkunde brauche ich keinen Nachhilfeunterricht. Und bei der dgb war ich auch nicht, dgb heißt doch deutscher Gewerkschaftsbund. Ich war bei der DGP. Nach deiner jetzigen Antwort verstehe ich es so, das Projektil trifft in die Schulter, wird abgelenkt und sucht sich die Einschußstelle im Rücken rechte untere Seite Brustkorb, sucht sich den Weg durch den Brustkorb und kommt dann vorne rechte Seite Brustkorb oben heraus. ?
Warum hast Du nicht geschrieben, dem Jungen wurde von hinten durch den Brustkorb geschossen und der Schuß war tötlich. Nach Aktenlage ist dieses die Wahrheit, da brauch auch keiner drum herum reden.
In den Akten wurde in diesem Fall die Anwendung der Schußwaffe auch von O B E N lobend für richtig gehalten weil es angeblich keine andere Möglichkeit für eine Festnahme der Personen gegeben habe. Dieses ist aber nach meiner Meinung falsch, die Festnahme der Personen ohne gezielte Anwendung der Schußwaffen wäre sehr wohl möglich gewesen, wenn man es auch gewollt hätte. Bei der Flucht in Richtung Hinterland konnte man die Verfolgung aufnehmen. Was war denn mit der Hinterlandsicherung ? Die beiden Personen mußten doch dann wohl auch wieder durch den Signalzaun wo sie vorher auch durch sind und den Alarm aus gelöst haben. Die Fußspuren waren schon gesichert, hier konnte ein Fährtenhund sofort eingesetzt werden. Oder gab es an der Grenze keinen Fährtenhund ? So viele Hunde an den Laufanlagen und kein Fährtenhund, kann ich mich eigendlich nicht vorstellen. Nach meiner Meinung waren hier nicht alle anderen Maßnahmen für eine Festnahme erschöpft, das eigene Leben und das Leben anderer Bürger war nicht in unmittelbare Lebensgefahr. Wo war denn hier ein organisatorischer Ablauf des Einsatzes zu erkennen ? Mir ist auch aufgefallen, in der schriftlichen Erklärung des Postenführers steht, er habe die Personen angerufen, dann einen Warnschuß abgegeben. Als die aber weiter liefen, habe er gezieltes Feuer befohlen. In der schriftlichen Erklärung des Grenzaufklärer der am Signalzaun an der Durchschlupfstelle war und dort auch die Fußspuren gesichert hat, schreibt er aber, er habe gegen 16 Uhr mehrere Feuerstöße gehört. Das er auch den Warnschuß gehört hat, hat er nicht geschrieben. Wer sagt hier die Wahrheit ? Die Festnahme dieser beiden Jungen hätte ohne Blutvergießen erfolgen können.
Ich gebe aber den Schützen nicht die alleinige Schuld, die Hauptschuldigen saßen in den höheren Etagen.
In meiner 6,5 Jahren Grenzdienstzeit habe ich so einen Fall nicht erlebt und ist mir auch nicht bekannt geworden. Es war ein sinnloser Tot eines jungen Menschen.

Gruß CAMBRINO


Der erste Feuerstoß kann in die Luft abgegeben worden sein. Anstelle eines Warnschusses in der Anspannung, bei einer Festnahme schießen zu müssen, versehentlich einen Feuerstoß abzugeben, ist zwar nach den einschlägigen Vorschriften nicht vorgesehen, aber entschuldbar. Also kann der Gakl als Ohrenzeuge den Warnschuß nicht wiederlegen. Wenn also nicht ein Augenzeuge gesehen hat, daß der erste Schuß/Feuerstoß gezielt auf den GV abgegeben wurde, muß man nach dem Rechtsgrundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" von der Richtigkeit der Aussage, daß ein Warnschuß (ggf. unbeabsichtigt als Feuerstoß) abgegeben wurde.



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#357

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 03:14
von Cambrino | 201 Beiträge

Hallo StabsfeldKoenig, jetzt wird es aber immer lustiger in diesem Thema. Der PF hat handschriftlich erklärt, er habe die Personen angerufen und dann einen Warnschuß abgegeben. Der Grenzaufklärer am Signalzaun hörte nur mehrere Feuerstöße. Nun sagst Du hier, dann kann ja auch der erste Feuerstoß als Warnschuß gewesen sein, ja es ist von dir gut gemeint so ein Beistand. Das nützt aber nichts, die handschriftlichen Erklärungen des PF und des Grenzaufklärers liegen doch vor. Da kann man jetzt nachher nichts anderes daraus machen, das geht ja nicht.

Gruß CAMBRINO


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#358

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 06:03
von damals wars | 12.175 Beiträge

Das Problem mit dem Umschalten zwischen Einzelfeuer und Dauerfeuer bei der Kaschi, bei hoher nervlicher Belastung,haben wir hier schon mal ausführlich erörtert.
Das war in einer so angespannten Situation sicher nicht das Hauptproblem der eingesetzten Posten.
Und ob bei dem Grenzalarm, bei dem ich in Aktion war, eine Hinterlandsicherung erfolgte,
habe ich am Kanten mit Sicherheit nicht erfahren.
Wir wurden lediglich bei verstärkter Grenzsicherung darüber informiert, das eine Hinterlandsicherung erfolgt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#359

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 07:14
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

egal ... wir diskutieren hier wohl eher über persönliche ansichten,
der aktuelle gesetzgeber hat entschieden.

gruß vs

Nicht nur in diesem Forum ist ja bekannt das Du im Politunterricht eifriger bei der Sache warst als manch anderer Deine Symphatie für die aktuell geltenden Gesetze damals muss hoch gewesen sein.
Gut das die Masse es nicht war.


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#360

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2016 07:58
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #354
Zitat von Hanum83 im Beitrag #323
Also "theoretisch" brauchte man nicht auf einen Richtung eigenes Hinterland laufenden zu schießen, das ist schon klar und war auch sinnlos falsch.
Aber praktisch waren die Posten von so einem Ar... wie dem Piotkowski wohl vollkommen heiß und eingeschüchtert gemacht worden, daher die überzogene Reaktion.
Diesen Fall muss man wohl unter den besonderen Umständen betrachten, die Sache war ja auch den vertuschenden "Organen" sehr peinlich.


praktisch hast du, im eigentlichen, mehr fragen,
wie sinnvolle antworten, Hanum83.
den druck gab es überall, doch jeder ex- agt hatte sich an gewisse vorschriften zu halten.
diese waren bindet und da war der 'druck' eines kc, welcher zu meiner zeit nicht wirklich bei den gwd'lern ankam, nicht wirklich zu beachten.
druck wurde von oben nach unten weitergeleitet, dass nannte man befehlskette. diese wurde jedoch unterbrochen, wenn ein kc zur allgemeinheit sprach.
oder warst du damals wirklich beeindruckt von derartigen reden?

gruß vs



Ich weiß ja nicht wo du außer in Perleberg noch gelernt hast, aber meiner Meinung nach hatten die direkten Vorgesetzten an der Grenze den größten Einfluss auf gewisse Szenarien und wie der Soldat dort, wenn möglich, zu handeln hat.
Die wollten nämlich mit Festnahmen punkten und keine, sorry ich verwende jetzt mal diesen Ausdruck, stressbringende Tote rumliegen haben.
Die Maxime das die Grenze unbedingt unverletzlich ist galt überall, auch das in letzter Konsequenz gezielt geschossen werden musste wenn keine Möglichkeit mehr bestand den GV andersweitig zu stoppen, ich habe aber auch den Spruch vernommen "Hier wird nicht vorschnell herumgeballert sondern erst mal das Gehirn eingeschaltet" und der kam von meinem damaligen Kompaniechef.
Der nervöse Abzugsfinger war nicht überall gewollt, gleich gar nicht in der Abriegelung.
Andersherum ging es wohl auch wie man an diesem Fall sieht.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.01.2016 08:10 | nach oben springen


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